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Nach einem Streit

Wir reden darüber

Jeder erzählt, was passiert ist, wie es ihm geht und was er sich wünscht. Niemand muss sagen, wer schuld ist.

Ich brauche jetzt einen Erwachsenen. Geh zur Aufsicht oder zu deiner Lehrerin. Du darfst immer Hilfe holen. Hilfe holen ist kein Petzen.

  1. Zuerst ist ein Kind dran. Es tippt die drei Karten und sagt die Sätze laut.
  2. Das andere Kind hört zu. Dann wechselt ihr.
  3. Am Ende sucht ihr zusammen eine Abmachung.
Erstes Kind · Schritt 1 von 3

Was ist passiert?

Tippe auf das Bild, das passt. Du kannst auch zwei nehmen.

Für Erwachsene: die fünf Fragen

Für die Hofaufsicht, den Hort und die Klassenleitung. Erst beruhigen, dann reden: Solange ein Kind noch weint oder schreit, hilft kein Gespräch. Beide Kinder bekommen dieselben Fragen.

  1. Was ist passiert? Jedes Kind erzählt nacheinander, das andere hört zu. Nicht unterbrechen, nicht bewerten.
  2. Was hast du in dem Moment gedacht? Der Grund hinter der Handlung – oft ein Missverständnis.
  3. Wie geht es dir jetzt damit? Hier helfen die Gesichterkarten, wenn die Worte fehlen.
  4. Wem hat das noch wehgetan – und wie? Der Blick auf das andere Kind. Nicht „Wer war schuld?“.
  5. Was brauchst du, damit es wieder gut wird? Die Kinder schlagen selbst vor. Eine Abmachung, die sie selbst finden, hält länger.

Bei Gewalt, Drohung oder wenn sich ein Kind nicht mehr sicher fühlt: Das ist kein Streit mehr, sondern ein Fall für die Klassenleitung und die Schulleitung nach dem Verfahren Ihrer Schule. Die Karte ersetzt dieses Verfahren nicht.

Hintergrund: Wiedergutmachende Gespräche fragen nach dem, was passiert ist und was es wieder gut macht, nicht nach Schuld. In Schulstudien senken sie Ausschlüsse und verbessern die Beziehung (Gregory und andere 2016; Augustine und andere 2018). Gespeichert wird nichts – keine Namen, keine Auswahl.