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Biologie · Klasse 11 · Kapitel

Biologie des Verhaltens

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Warum singt ein Star im Frühjahr: wegen der Hormone oder wegen der Weibchen?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Beides stimmt, auf verschiedenen Ebenen. Die länger werdenden Tage steigern die Hormone und lösen den Gesang aus. Dass sich der Gesang durchgesetzt hat, liegt am Erfolg bei der Partnerwahl und der Reviersicherung. Quelle: Tinbergen 1963, On aims and methods of ethology, Zeitschrift für Tierpsychologie 20.

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich kann Fragestellungen und Methoden der Ethologie nennen sowie proximate und ultimate Ursachen unterscheiden.

EntdeckenFrage

Warum singt ein Star im Frühjahr: wegen der Hormone oder wegen der Weibchen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Beides stimmt, auf verschiedenen Ebenen. Die länger werdenden Tage steigern die Hormone und lösen den Gesang aus. Dass sich der Gesang durchgesetzt hat, liegt am Erfolg bei der Partnerwahl und der Reviersicherung.

MerkenWie und wozu

Proximate Ursachen erklären den Mechanismus: Reize, Hormone, Nervensystem, Entwicklung.

Ultimate Ursachen erklären den Vorteil für Überleben und Fortpflanzung. Beide Fragen ergänzen einander.

BeispielProximate und ultimate Ursachen

Wann ist die Erklärung eines Verhaltens vollständig? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Proximate und ultimate Erklärungen beantworten verschiedene Fragen.
  2. Zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild.
  1. Proximate und ultimate Erklärungen beantworten verschiedene Fragen.
  2. Zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild.
Ergebnis:
Wenn sie den Mechanismus und die Funktion nennt.

AchtungProximate und ultimate Ursache vermischt

So nicht
Der Hirsch röhrt, weil Testosteron steigt. Damit ist das Röhren vollständig erklärt.
So richtig
Testosteron erklärt den Mechanismus. Der Vorteil beim Werben und Abschrecken erklärt, warum sich das Verhalten durchgesetzt hat.

Frag getrennt: Wie kommt das Verhalten zustande, und wozu hat es sich durchgesetzt? Beide Antworten gehören zusammen.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Welche Frage zielt auf eine ultimate Ursache? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Ultimate Fragen lauten: Wozu hat sich das Verhalten durchgesetzt?
    Lösung zeigen
    1. Ultimate Fragen lauten: Wozu hat sich das Verhalten durchgesetzt?
    2. Nervenzellen und Entwicklung im Jungtier fragen nach dem Mechanismus.
    Ergebnis:
    Welchen Vorteil bringt das Verhalten für die Fortpflanzung?
  2. ●2
    Eine Kohlmeise warnt mit Rufen vor einer Katze. Welche Aussage nennt eine proximate Ursache? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Proximate Ursachen erklären den Mechanismus: Reiz, Sinneszellen, Nervensystem.
    2. Der Vorteil des Rufs ist eine ultimate Erklärung.
    Ergebnis:
    Die Sinneszellen melden das Raubtier, das Gehirn löst den Ruf aus.
  3. ★3
    Männliche Stichlinge im Revier greifen Attrappen mit rotem Bauch an. Welche Aussage nennt eine proximate Ursache? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Was das Verhalten im Augenblick auslöst, ist proximat.
    2. Der Schutz der Brut erklärt, warum sich das Verhalten durchgesetzt hat.
    Ergebnis:
    Der rote Bauch wirkt als Schlüsselreiz und löst den Angriff aus.

2Ich kann Reflexe und angeborene Verhaltensweisen unterscheiden, Schlüsselreize aus Attrappenversuchen ableiten und Zeitanteile berechnen.

EntdeckenFrage

Warum griff ein Stichlingsmännchen im Aquarium ein rotes Postauto an, das draußen am Fenster vorbeifuhr?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Der rote Bauch eines Rivalen ist der Schlüsselreiz für den Angriff. Das Postauto trug dasselbe Merkmal. Die Form des Fisches spielt dagegen kaum eine Rolle.

MerkenReflex, Schlüsselreiz, Attrappe

Ein Reflex läuft bei einem Reiz immer gleich ab.

Ein Schlüsselreiz ist ein einzelnes Merkmal, das eine angeborene Handlung auslöst. Attrappen zeigen, welches Merkmal wirkt.

BeispielReflex, Schlüsselreiz und Attrappe

Was kennzeichnet einen Reflex? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Ein Reflex braucht keine Entscheidung und kein Lernen.
  2. Reflexe sind angeboren.
  1. Ein Reflex braucht keine Entscheidung und kein Lernen.
  2. Reflexe sind angeboren.
Ergebnis:
Er läuft schnell, unwillkürlich und auf einen bestimmten Reiz immer gleich ab.

AchtungEntweder angeboren oder gelernt

So nicht
Ein Verhalten ist entweder angeboren oder erlernt.
So richtig
Fast jedes Verhalten hat angeborene und erlernte Anteile, die zusammenwirken.

Frag nicht „angeboren oder gelernt“, sondern: Welche Anteile sind angeboren, welche werden durch Erfahrung geformt?

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Der Fuß zuckt schon zurück, bevor ein Schmerz bewusst wird. Warum? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Der Reflexbogen ist kurz und wird im Rückenmark umgeschaltet.
    Lösung zeigen
    1. Der Reflexbogen ist kurz und wird im Rückenmark umgeschaltet.
    2. Das Gehirn erhält die Meldung später.
    Ergebnis:
    Der Reflex läuft über das Rückenmark, die Meldung ans Gehirn dauert länger.
  2. ●5
    Welches Verhalten eines Säuglings ist angeboren? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Saugen und Greifen der Handfläche gehören zu den Reflexen des Neugeborenen.
    2. Sprechen und gezieltes Greifen entwickeln sich durch Erfahrung.
    Ergebnis:
    der Saugreflex bei Berührung der Lippen
  3. ★6
    Welche Aussage über Schlüsselreize stimmt? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Ein Seidenspinner-Männchen reagiert auf einen Duftstoff.
    2. Ein Küken reagiert auf einen optischen Reiz.
    Ergebnis:
    Es gibt optische, akustische und chemische Schlüsselreize.

3Ich kann Motivation und Modellvorstellungen zum Instinktverhalten erläutern und Konfliktverhalten zuordnen.

EntdeckenFrage

Warum macht ein Star, der lange keine Insekten fing, Fangbewegungen ohne Beute?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Handlungsbereitschaft hat sich aufgestaut, die Auslöseschwelle sinkt. Schließlich läuft die Handlung auch ohne Reiz ab. Man nennt das Leerlaufhandlung.

MerkenMotivation und Konflikt

Dieselbe Reizsituation löst nur bei hoher Handlungsbereitschaft Verhalten aus.

Appetenzverhalten führt zur Endhandlung. Bei widerstreitenden Antrieben entsteht Konfliktverhalten.

BeispielMotivation und Konfliktverhalten

Ein Hund legt die Ohren an und bleckt zugleich die Zähne, während er zurückweicht. Welches Konfliktverhalten liegt vor? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Anteile von Angriff und Flucht erscheinen zusammen.
  2. Bei der Übersprungshandlung tritt eine fremde Handlung auf.
  1. Anteile von Angriff und Flucht erscheinen zusammen.
  2. Bei der Übersprungshandlung tritt eine fremde Handlung auf.
Ergebnis:
Ambivalenzverhalten: Angriff und Flucht sind gleichzeitig angeregt.

AchtungReiz löst immer dieselbe Handlung aus

So nicht
Sobald der Reiz da ist, läuft die Handlung ab.
So richtig
Ob die Handlung abläuft, hängt von der Handlungsbereitschaft ab, und die ändert sich mit Hunger, Jahreszeit und Hormonen.

Frag auch nach dem inneren Zustand: Hunger, Jahreszeit, Hormone. Derselbe Reiz wirkt nicht immer gleich.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Das Tier fängt die Beute und frisst sie. Wie heißt dieser Abschnitt? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Fangen und Fressen schließen die Handlung ab.
    Lösung zeigen
    1. Fangen und Fressen schließen die Handlung ab.
    2. Danach sinkt die Handlungsbereitschaft.
    Ergebnis:
    Endhandlung, sie beendet die Handlungsbereitschaft
  2. ●8
    Was geschieht mit der Reizschwelle, wenn eine Handlung lange nicht ausgeführt wurde? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Handlungsbereitschaft staut sich auf.
    2. Dann genügt ein schwacher Reiz.
    Ergebnis:
    Die Schwelle sinkt, schon ein schwacher Reiz reicht zum Auslösen.
  3. ★9
    Welche Aussage zum Wasserhahn-Modell von Lorenz ist heute einzuschränken? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das Modell macht Motivation anschaulich.
    2. Es ist kein Abbild der Vorgänge im Gehirn.
    Ergebnis:
    Es erklärt Verhalten nicht vollständig, Nervensystem und Hormone arbeiten anders als ein Wasserbehälter.

4Ich kann Kommunikation bei Tieren mit Signalen und im Tierstaat erläutern.

EntdeckenFrage

Wie sagt eine Biene den anderen im Dunkeln des Stocks, wo es Nektar gibt?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Biene tanzt auf der senkrechten Wabe: Der Winkel des Schwänzellaufs zur Senkrechten zeigt den Winkel zur Sonne, die Dauer die Entfernung. Der Tanz überträgt nur wenige angeborene Inhalte.

MerkenSignale und Information

Ein Sender gibt Signale ab, ein Empfänger reagiert.

Signale können optisch, akustisch, chemisch oder taktil sein. Der Bienentanz überträgt Richtung und Entfernung.

BeispielKommunikation bei Tieren

Ein rangniedriger Wolf legt sich auf den Rücken, wenn ein höherrangiger knurrt. Welche Funktion hat das Verhalten? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Demutsgesten senken die Aggression des Gegenübers.
  2. So werden Verletzungen vermieden.
  1. Demutsgesten senken die Aggression des Gegenübers.
  2. So werden Verletzungen vermieden.
Ergebnis:
Beschwichtigung: Ein Kampf wird vermieden.

AchtungGefühle und Absichten in Tiere hineingedeutet

So nicht
Die Katze ist wütend, deshalb faucht sie.
So richtig
Die Katze legt die Ohren an, krümmt den Rücken und faucht. Gefühle sind Deutungen, keine Beobachtungen.

Beschreib zuerst nur, was zu sehen und zu hören ist. Gefühle und Absichten gehören nicht ins Protokoll.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Was versteht man unter Kommunikation bei Tieren? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Ein Sender gibt ein Signal ab, ein Empfänger reagiert.
    Lösung zeigen
    1. Ein Sender gibt ein Signal ab, ein Empfänger reagiert.
    2. Das Signal kann optisch, akustisch, chemisch oder taktil sein.
    Ergebnis:
    die Übertragung von Information zwischen Sender und Empfänger durch Signale
  2. ●11
    Ein Rundtanz der Honigbiene bedeutet: Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Der Rundtanz meldet eine nahe Futterquelle.
    2. Richtung und Entfernung teilt der Schwänzeltanz mit.
    Ergebnis:
    Die Futterquelle liegt nahe am Stock.
  3. ★12
    Warum gilt das Röhren des Rothirsches als ehrliches Signal? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Ein teures Signal lässt sich nicht billig fälschen.
    2. Rivalen und Weibchen erkennen daran die Stärke.
    Ergebnis:
    Tiefes, anhaltendes Röhren kostet Kraft und gelingt nur kräftigen Hirschen.

5Ich kann Formen des Zusammenlebens, Rangordnung, Aggression und Reviere erklären.

EntdeckenFrage

Warum gibt es in einer Hühnergruppe nach einigen Tagen kaum noch Streit?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Hühner haben eine Rangordnung ausgekämpft. Jedes Tier kennt seinen Platz, später genügen Drohgesten. Das spart Verletzungen und Energie.

MerkenZusammenleben und Rang

Rangordnung, Kommentkampf und Revier verteilen Ressourcen und sparen Verletzungen.

Gruppen schützen und kosten zugleich Konkurrenz.

BeispielSozialverhalten, Rang und Revier

Wie sieht ein Wolfsrudel in der Natur meist aus? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Wildlebende Rudel sind meist Familien.
  2. Die Eltern führen, ein Kampf um den Rang findet kaum statt.
  1. Wildlebende Rudel sind meist Familien.
  2. Die Eltern führen, ein Kampf um den Rang findet kaum statt.
Ergebnis:
Es ist eine Familie aus dem Elternpaar und seinem Nachwuchs.

AchtungVerhalten dient dem Wohl der Art

So nicht
Der Vogel warnt, damit seine Art überlebt.
So richtig
Warnen kann dem Rufer und seinen Verwandten nützen. Selektion wirkt auf den Erfolg einzelner Tiere und ihrer Gene, nicht auf das Wohl der Art.

Verhalten setzt sich durch, wenn es dem Fortpflanzungserfolg des Einzeltiers dient. Das Wohl der Art ist keine Ursache.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Hühner haben nach wenigen Tagen eine feste Rangordnung. Welchen Vorteil bringt sie? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Eine Rangordnung wird einmal ausgekämpft.
    Lösung zeigen
    1. Eine Rangordnung wird einmal ausgekämpft.
    2. Danach genügen Drohgesten.
    Ergebnis:
    Kämpfe werden seltener, weil jedes Tier seinen Platz kennt.
  2. ●14
    Welche Sozialstruktur haben Honigbienen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Im Tierstaat teilen sich viele Tiere die Aufgaben.
    2. Nur die Königin legt Eier.
    Ergebnis:
    ein Tierstaat mit Königin, Arbeiterinnen und Drohnen
  3. ★15
    Warum nützt Ritualisierung den kämpfenden Tieren? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Verletzungen senken die Überlebenschance.
    2. Ritualisierung spart Kosten für beide.
    Ergebnis:
    Beide vermeiden Verletzungen, die ihre eigene Fortpflanzung gefährden.

6Ich kann Fortpflanzungsstrategien mit Kosten und Nutzen bewerten.

EntdeckenFrage

Warum hat sich bei Pfauenhähnen ein Schwanz entwickelt, der bei der Flucht stört?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Partnerwahl begünstigt auffällige Männchen: Wenn Weibchen sie bevorzugen, steigt deren Fortpflanzungserfolg trotz der Kosten. Wie stark der Effekt beim Pfau ist, wird in der Forschung diskutiert.

MerkenStrategie, Kosten, Nutzen

Fortpflanzungserfolg zählt überlebende Nachkommen.

Strategien unterscheiden sich in Investition, Partnerzahl und Brutpflege. Eine allgemein beste Strategie gibt es nicht.

BeispielFortpflanzungsstrategien und Kosten-Nutzen

Gibt es eine beste Fortpflanzungsstrategie für alle Arten? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Strategien sind Anpassungen an die Lebensbedingungen.
  2. Was bei einer Art Erfolg bringt, kann bei einer anderen scheitern.
  1. Strategien sind Anpassungen an die Lebensbedingungen.
  2. Was bei einer Art Erfolg bringt, kann bei einer anderen scheitern.
Ergebnis:
Nein, der Erfolg einer Strategie hängt von Umwelt, Lebensweise und Konkurrenz der Art ab.

AchtungEine Strategie gilt als die beste

So nicht
Monogamie ist für alle Tiere die beste Strategie.
So richtig
Welche Strategie Erfolg bringt, hängt von Umwelt, Lebensweise und Konkurrenz der Art ab.

Strategien sind Anpassungen an Lebensbedingungen. Frag, was sie kosten und wem sie nützen.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Was bezeichnet der Fortpflanzungserfolg? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Nur überlebende Nachkommen geben Gene weiter.
    Lösung zeigen
    1. Nur überlebende Nachkommen geben Gene weiter.
    2. Viele Eier allein sagen nichts über den Erfolg.
    Ergebnis:
    die Zahl der Nachkommen, die selbst überleben und sich fortpflanzen
  2. ●17
    Pfauenhähne haben einen auffälligen Schwanz, der das Überleben erschwert. Warum hat sich das Merkmal erhalten? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Partnerwahl begünstigt auffällige Männchen.
    2. Der Gewinn bei der Fortpflanzung überwiegt die Kosten.
    Ergebnis:
    Weibchen bevorzugen Männchen mit auffälligem Schwanz, deren Fortpflanzungserfolg dadurch steigt.
  3. ★18
    Wie lässt sich eine ultimate Erklärung für unterschiedliche Brutpflege prüfen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Hypothesen zur Funktion lassen sich am Erfolg prüfen.
    2. Gezählt werden überlebende Nachkommen.
    Ergebnis:
    durch Vergleich von Arten und durch Versuche zur Wirkung der Pflege auf überlebende Nachkommen

7Ich kann Informationsaufnahme, -leitung und -verarbeitung als Grundlage der Verhaltenssteuerung erläutern.

EntdeckenFrage

Warum zuckt der Fuß schon zurück, bevor der Schmerz bewusst wird?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Der Fluchtreflex wird im Rückenmark umgeschaltet. Die Meldung an das Gehirn läuft parallel und braucht länger. Deshalb ist der Fuß schon weg, bevor der Schmerz bewusst wird.

MerkenVom Reiz zur Reaktion

Rezeptoren wandeln Reize in Erregung um.

Nervenzellen leiten sie als Aktionspotenziale, das Zentralnervensystem verarbeitet sie. Hormone steuern langsamer und im ganzen Körper.

BeispielVom Reiz zur Reaktion

Was leisten Sinneszellen? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Rezeptoren übersetzen Reize in Erregung.
  2. Die Erregung wird weitergeleitet.
  1. Rezeptoren übersetzen Reize in Erregung.
  2. Die Erregung wird weitergeleitet.
Ergebnis:
Sinneszellen wandeln Reize in elektrische Signale um.

AchtungVerhalten wird allein vom Gehirn gesteuert

So nicht
Jeder Reflex wird im Gehirn entschieden.
So richtig
Viele Reflexe werden im Rückenmark umgeschaltet. Hormone steuern Verhalten ebenfalls.

Verfolge den Weg der Information: Rezeptor, Nervenbahn, Zentralnervensystem, Effektor. Prüf, wo umgeschaltet wird.

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Mönchsgrasmücken aus verschiedenen Populationen werden gekreuzt, die Nachkommen wählen eine Zugrichtung dazwischen. Was folgt? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Eine Mischung der Richtungen spricht für vererbte Anteile.
    Lösung zeigen
    1. Eine Mischung der Richtungen spricht für vererbte Anteile.
    2. Gelernt wäre die Richtung der Eltern.
    Ergebnis:
    Die Zugrichtung ist vererbt.
  2. ●20
    Fledermäuse orientieren sich mit Ultraschall. Was gilt? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das Gehirn wertet die Zeit zwischen Ruf und Echo aus.
    2. So entsteht ein Bild der Umgebung.
    Ergebnis:
    Rezeptoren im Ohr nehmen Echos auf, das Gehirn verarbeitet Laufzeitunterschiede.
  3. ★21
    Wie kann ein Rezeptor nur auf eine bestimmte Reizart reagieren? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Lichtsinneszellen reagieren auf Licht.
    2. Andere Reize erregen sie kaum.
    Ergebnis:
    Er ist auf eine Reizart spezialisiert, die man adäquaten Reiz nennt.

8Ich kann Lernen und Reifung unterscheiden und einfache Formen des Lernens an Experimenten erklären.

EntdeckenFrage

Warum fliegen Tauben, die in engen Röhren aufwuchsen und nie Flügelschlagen übten, nach der Freilassung trotzdem?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Fliegen entwickelt sich durch Reifung. Die Muskeln und Nervenbahnen reifen auch ohne Üben heran. Die Tauben flogen so gut wie frei aufgewachsene.

MerkenLernen und Reifung

Reifung entsteht ohne Übung, Lernen aus Erfahrung.

Einfache Formen sind Gewöhnung, Prägung und Konditionierung. Die Lernkurve zeigt, wie sich Leistung mit Übung verändert.

BeispielLernen und Reifung

Junge Rhesusaffen, die nie Schlangen sahen, zeigen Furcht, nachdem sie Eltern beobachtet haben. Welche Lernform liegt vor? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Das Jungtier übernimmt das Verhalten der Eltern.
  2. Es braucht keine eigene schlechte Erfahrung.
  1. Das Jungtier übernimmt das Verhalten der Eltern.
  2. Es braucht keine eigene schlechte Erfahrung.
Ergebnis:
Lernen durch Beobachtung

AchtungReflex und Instinkthandlung gleichgesetzt

So nicht
Der Balztanz des Stichlings ist ein Reflex.
So richtig
Der Balztanz ist eine Instinkthandlung. Er hängt von der Motivation ab und läuft nicht bei jedem Reiz gleich ab.

Prüf, ob der Reiz allein die Handlung auslöst. Dann ist es ein Reflex. Hängt sie von der Handlungsbereitschaft ab, ist es eine Instinkthandlung.

ÜbenJetzt du

  1. ○22
    Graugansküken folgen dem Forscher Lorenz, den sie als Erstes sahen. Wie heißt das? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Das Küken lernt in der sensiblen Phase, wem es folgen soll.
    Lösung zeigen
    1. Das Küken lernt in der sensiblen Phase, wem es folgen soll.
    2. Danach folgt es diesem Objekt.
    Ergebnis:
    Nachfolgeprägung
  2. ●23
    Ein Graugansküken wurde auf einen Menschen geprägt. Was gilt? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Prägung ist an eine sensible Phase gebunden.
    2. Spätere Umkehr gelingt kaum.
    Ergebnis:
    Die Prägung erfolgte in einer sensiblen Phase und ist später kaum umkehrbar.
  3. ★24
    Was zeigen Fälle sozialer Isolation von Kindern für den Spracherwerb? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Anlage und Umwelt wirken zusammen.
    2. Ohne Sprachkontakt in der Jugend entwickelt sich Sprache nur eingeschränkt.
    Ergebnis:
    Erfahrung in sensiblen Phasen ist nötig, Anlage allein genügt nicht.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●25
    Wozu dient eine Videoaufzeichnung bei einer Verhaltensbeobachtung? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Eine Aufnahme lässt sich so oft ansehen wie nötig.
    2. Auswertung und Zählung werden genauer.
    Ergebnis:
    Das Verhalten kann mehrfach und verlangsamt ausgewertet werden.
  2. ●26
    Wozu dient ein Attrappenversuch? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Merkmale der Attrappe werden einzeln verändert.
    2. Zeigt das Tier noch Verhalten, wirkt das Merkmal als Auslöser.
    Ergebnis:
    Er klärt, welche Merkmale eines Reizes ein Verhalten auslösen.
  3. ●27
    Ein Eichhörnchen wird 10 Minuten lang alle 30 Sekunden beobachtet (Zeitstichprobe). Bei 5 von 20 Messpunkten wurde „Ruhen“ notiert. Wie groß ist der Anteil dieses Verhaltens?
    Lösung zeigen
    1. 10 Minuten : 0,5 Minuten = 20 Messpunkte.
    2. Anteil = Messpunkte mit dem Verhalten : alle Messpunkte.
    3. 5 : 20 = 0,25 = 25 %.
    Ergebnis:
    25 %
  4. ●28
    Ein Star ohne Insekten macht Fangbewegungen ins Leere und schluckt. Was zeigt das? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Bei langem Ausbleiben der Handlung sinkt die Schwelle.
    2. Schließlich läuft sie auch ohne Reiz ab.
    Ergebnis:
    Die Handlungsbereitschaft staut sich, die Handlung läuft ohne Auslöser ab (Leerlaufhandlung).
  5. ●29
    Warum ist es irreführend, den Bienentanz als Sprache wie die des Menschen zu bezeichnen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Der Tanz überträgt Richtung und Entfernung.
    2. Der Zeichenvorrat ist klein und festgelegt.
    Ergebnis:
    Er hat angeborene Signale für wenige Inhalte und lässt sich nicht frei kombinieren.
  6. ●30
    Welchen Vorteil bringt das Leben in Gruppen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Viele Tiere entdecken Gefahren eher.
    2. Konkurrenz um Nahrung bleibt bestehen.
    Ergebnis:
    Mehr Augen erkennen Feinde früher.

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Wie und wozu
Proximate Ursachen erklären den Mechanismus: Reize, Hormone, Nervensystem, Entwicklung.
Reflex, Schlüsselreiz, Attrappe
Ein Reflex läuft bei einem Reiz immer gleich ab.
Motivation und Konflikt
Dieselbe Reizsituation löst nur bei hoher Handlungsbereitschaft Verhalten aus.
Signale und Information
Ein Sender gibt Signale ab, ein Empfänger reagiert.
Zusammenleben und Rang
Rangordnung, Kommentkampf und Revier verteilen Ressourcen und sparen Verletzungen.
Strategie, Kosten, Nutzen
Fortpflanzungserfolg zählt überlebende Nachkommen.
Vom Reiz zur Reaktion
Rezeptoren wandeln Reize in Erregung um.
Lernen und Reifung
Reifung entsteht ohne Übung, Lernen aus Erfahrung.

AchtungMethode oder Begriff der Verhaltensforschung verwechselt

So nicht
Eine Kontrolle soll das Tier beruhigen.
So richtig
Eine Kontrolle zeigt, was ohne das untersuchte Merkmal geschieht.

Frag bei jeder Methode: Welche Frage beantwortet sie, und was bleibt gleich? So ordnest du Beobachtung, Experiment und Kontrolle richtig zu.

AchtungAngeboren heißt unveränderlich

So nicht
Angeborenes Verhalten läuft immer gleich ab und lässt sich nicht verändern.
So richtig
Die Grundform ist angeboren, Erfahrung kann sie verfeinern.

Angeboren heißt: ohne Erfahrung vorhanden. Es heißt nicht, dass Erfahrung später nichts ändern kann.

AchtungSchlüsselreiz als ganzes Objekt gedacht

So nicht
Der Stichling erkennt einen Rivalen als Ganzes an seiner Gestalt.
So richtig
Der rote Bauch allein löst den Angriff aus, die Gestalt spielt kaum eine Rolle.

Tiere antworten oft auf ein einziges Merkmal. Prüf, welches Merkmal der Attrappe die Handlung auslöst.

AchtungLeerlaufhandlung als Krankheit oder Lernen gedeutet

So nicht
Ein Star, der ohne Beute Fangbewegungen macht, ist krank.
So richtig
Die Handlungsbereitschaft hat sich aufgestaut, die Schwelle sinkt, und die Handlung läuft ohne Auslöser ab.

Wenn eine Handlung lange ausbleibt, sinkt die Schwelle. Dann läuft sie auch ohne Reiz ab, auch bei gesunden Tieren.

AchtungFormen des Konfliktverhaltens verwechselt

So nicht
Picken eines satten Hahns im Kampf ist Ambivalenzverhalten.
So richtig
Ambivalenzverhalten zeigt Teile beider Antriebe. Eine fremde Handlung wie Picken heißt Übersprungshandlung.

Frag: Zeigt das Tier Teile von Angriff und Flucht zugleich (Ambivalenz) oder eine ganz andere Handlung (Übersprung)? Wird das Ziel gewechselt, ist es umorientierte Aggression.

AchtungModell mit der Wirklichkeit gleichgesetzt

So nicht
Im Gehirn gibt es einen Wasserbehälter mit Ventil.
So richtig
Das Wasserhahn-Modell veranschaulicht Motivation. Das Gehirn arbeitet mit Nervenzellen und Hormonen.

Ein Modell zeigt einen Zusammenhang. Prüf, was es erklärt, was es weglässt und wo es an Grenzen stößt.

AchtungTiersignale mit menschlicher Sprache gleichgesetzt

So nicht
Bienen unterhalten sich im Stock wie Menschen.
So richtig
Der Bienentanz überträgt Richtung und Entfernung. Der Zeichenvorrat ist klein und angeboren.

Tiersignale übertragen Information, aber sie sind festgelegt und nicht frei kombinierbar wie Wörter.

AchtungSignalart oder Signalinhalt verwechselt

So nicht
Ein Rundtanz zeigt eine weit entfernte Quelle an.
So richtig
Der Rundtanz zeigt eine nahe Quelle. Richtung und Entfernung teilt der Schwänzeltanz mit.

Ordne zuerst die Signalart zu (optisch, akustisch, chemisch, taktil), dann den Inhalt, den sie überträgt.

AchtungRang gleich Körperkraft

So nicht
Das stärkste Tier ist immer das ranghöchste und kämpft ständig um die Spitze.
So richtig
Rang hängt auch von Alter, Erfahrung, Verwandtschaft und Bündnissen ab. Eine Rangordnung verringert Kämpfe.

Frag, was ein Tier durch seinen Rang gewinnt und welche Kämpfe erspart bleiben. Körperkraft ist nur ein Teil.

AchtungAggression als zerstörerischer Selbstzweck

So nicht
Tiere kämpfen, bis ein Rivale tot ist.
So richtig
Innerartliche Kämpfe sind meist ritualisiert und enden, wenn die Stärke geklärt ist.

Aggression regelt den Zugang zu Ressourcen. Kämpfe auf Leben und Tod sind selten, weil sie auch dem Sieger schaden.

AchtungFunktion des Reviers verwechselt

So nicht
Ein Revier gehört allen Tieren der Art.
So richtig
Ein Revier wird gegen Artgenossen verteidigt und sichert Nahrung, Nistplatz oder Partner.

Frag: Wer darf hinein, und was sichert das Revier? Verteidigen kostet Energie, deshalb ist das Revier nicht unbegrenzt groß.

AchtungKosten und Nutzen falsch verrechnet

So nicht
Mehr Eier bedeuten immer mehr Nachkommen.
So richtig
Es zählen überlebende Nachkommen. Bei zu vielen Eiern sinkt der Aufzuchterfolg.

Rechne Nutzen minus Kosten. Zähle überlebende Nachkommen, nicht Eier.

AchtungLernen als bewusstes Büffeln verstanden

So nicht
Eine Schnecke, die sich an Berührung gewöhnt, lernt nichts.
So richtig
Habituation ist eine einfache Form des Lernens, bewusst oder nicht.

Lernen heißt: Erfahrung verändert das Verhalten. Es braucht weder Bewusstsein noch Absicht.

AchtungLernformen verwechselt

So nicht
Gewöhnung an ein harmloses Geräusch ist Prägung.
So richtig
Gewöhnung heißt Habituation. Prägung findet in einer sensiblen Phase statt und ist kaum umkehrbar.

Frag: Wird eine Reaktion schwächer (Habituation), wird sie in einer kurzen Phase festgelegt (Prägung) oder entsteht sie durch Erfolg (operant)?

AchtungKlassische und operante Konditionierung verwechselt

So nicht
Bei der klassischen Konditionierung lernt das Tier durch Belohnung.
So richtig
Klassisch: Zwei Reize werden gekoppelt. Operant: Das Verhalten wird durch seine Folgen verstärkt.

Frag: Werden zwei Reize gekoppelt (klassisch) oder wirkt eine Folge auf das Verhalten (operant)?

AchtungPrägung als jederzeit umkehrbar angesehen

So nicht
Ein geprägtes Küken lässt sich in der nächsten Woche umprägen.
So richtig
Prägung geschieht in einer sensiblen Phase und ist danach kaum umkehrbar.

Prägung ist an eine begrenzte Lebensphase gebunden. Danach bleibt das Gelernte sehr stabil.

AchtungReifung mit Üben verwechselt

So nicht
Tauben müssen Fliegen erst üben.
So richtig
Das Fliegen entwickelt sich durch Reifung. Auch Tauben, die nicht üben konnten, fliegen.

Frag: Hat das Tier die Fähigkeit auch ohne Üben und Zuschauen? Dann beruht sie auf Reifung.

AchtungAnteil auf die falsche Bezugsgröße bezogen

So nicht
12 von 40 Messpunkten in 20 Minuten: 12 : 20 = 60 Prozent.
So richtig
12 von 40 Messpunkten in 20 Minuten: 12 : 40 = 30 Prozent. Der Nenner ist die Zahl der Messpunkte, nicht die Minuten.

Zähle zuerst alle Messpunkte: Minuten mal zwei bei einer Messung alle 30 Sekunden. Teile dann die Treffer durch alle Messpunkte.

AchtungAnzahl der Treffer als Prozentwert genommen

So nicht
12 Treffer sind 12 Prozent.
So richtig
12 von 40 Messpunkten sind 30 Prozent. Der Anteil entsteht durch Teilen.

Eine Anzahl ist noch kein Anteil. Teile die Treffer durch alle Messpunkte und rechne in Prozent um.

AchtungMessabstand beim Umrechnen in Zeit vergessen

So nicht
20 Messpunkte mit Putzen bei Messung alle 30 Sekunden sind 20 Minuten.
So richtig
Jeder Messpunkt steht für 30 Sekunden. 20 Messpunkte sind 10 Minuten.

Ein Messpunkt steht für den Abstand zwischen zwei Messungen. Multipliziere die Zahl der Treffer mit dem Abstand und rechne in Minuten um.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann Fragestellungen und Methoden der Ethologie nennen sowie proximate und ultimate Ursachen unterscheiden.

    31
    Honigbienen tanzen im Stock. Welche Aussage nennt eine ultimate Ursache? Begründe die Wahl.
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    Ergebnis:
    Die Kolonie findet Futterquellen schneller und zieht mehr Nachkommen auf.
  2. Ich kann Reflexe und angeborene Verhaltensweisen unterscheiden, Schlüsselreize aus Attrappenversuchen ableiten und Zeitanteile berechnen.

    32
    In welcher Reihenfolge verläuft ein Reflexbogen? Begründe die Wahl.
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    Ergebnis:
    Rezeptor, sensorische Nervenzelle, Rückenmark, motorische Nervenzelle, Muskel
  3. Ich kann Motivation und Modellvorstellungen zum Instinktverhalten erläutern und Konfliktverhalten zuordnen.

    33
    Wie nennt man eine Folge, bei der jede Handlung den Reiz für die nächste liefert? Begründe die Wahl.
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    Ergebnis:
    Verhaltenskette
  4. Ich kann Kommunikation bei Tieren mit Signalen und im Tierstaat erläutern.

    34
    Was zeigt die Dauer des Schwänzellaufs? Begründe die Wahl.
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    Ergebnis:
    die Entfernung der Futterquelle: Je länger der Lauf, desto weiter weg
  5. Ich kann Formen des Zusammenlebens, Rangordnung, Aggression und Reviere erklären.

    35
    Der „Aggressionstrieb“ staut sich nach Lorenz immer weiter auf. Welche heutige Sicht trifft zu? Begründe die Wahl.
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    Ergebnis:
    Aggression hängt von Auslösern, Situation und Lernen ab, ein zwangsläufiger Stau gilt so nicht mehr.
  6. Ich kann Fortpflanzungsstrategien mit Kosten und Nutzen bewerten.

    36
    Welche Bedingung begünstigt Monogamie mit Brutpflege durch beide Eltern? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Die Jungen brauchen so viel Versorgung, dass ein Elternteil sie allein kaum großzieht.
  7. Ich kann Informationsaufnahme, -leitung und -verarbeitung als Grundlage der Verhaltenssteuerung erläutern.

    37
    Welcher Abschnitt des Nervensystems verarbeitet Informationen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    das Zentralnervensystem aus Gehirn und Rückenmark
  8. Ich kann Lernen und Reifung unterscheiden und einfache Formen des Lernens an Experimenten erklären.

    38
    Welche Kosten hat Lernen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Fehlversuche, eine längere Jugendzeit und der Aufwand des Nervensystems

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Warum singt ein Star im Frühjahr: wegen der Hormone oder wegen der Weibchen?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Beides stimmt, auf verschiedenen Ebenen. Die länger werdenden Tage steigern die Hormone und lösen den Gesang aus. Dass sich der Gesang durchgesetzt hat, liegt am Erfolg bei der Partnerwahl und der Reviersicherung.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind

Lösungen

  1. Welchen Vorteil bringt das Verhalten für die Fortpflanzung?
  2. Die Sinneszellen melden das Raubtier, das Gehirn löst den Ruf aus.
  3. Der rote Bauch wirkt als Schlüsselreiz und löst den Angriff aus.
  4. Der Reflex läuft über das Rückenmark, die Meldung ans Gehirn dauert länger.
  5. der Saugreflex bei Berührung der Lippen
  6. Es gibt optische, akustische und chemische Schlüsselreize.
  7. Endhandlung, sie beendet die Handlungsbereitschaft
  8. Die Schwelle sinkt, schon ein schwacher Reiz reicht zum Auslösen.
  9. Es erklärt Verhalten nicht vollständig, Nervensystem und Hormone arbeiten anders als ein Wasserbehälter.
  10. die Übertragung von Information zwischen Sender und Empfänger durch Signale
  11. Die Futterquelle liegt nahe am Stock.
  12. Tiefes, anhaltendes Röhren kostet Kraft und gelingt nur kräftigen Hirschen.
  13. Kämpfe werden seltener, weil jedes Tier seinen Platz kennt.
  14. ein Tierstaat mit Königin, Arbeiterinnen und Drohnen
  15. Beide vermeiden Verletzungen, die ihre eigene Fortpflanzung gefährden.
  16. die Zahl der Nachkommen, die selbst überleben und sich fortpflanzen
  17. Weibchen bevorzugen Männchen mit auffälligem Schwanz, deren Fortpflanzungserfolg dadurch steigt.
  18. durch Vergleich von Arten und durch Versuche zur Wirkung der Pflege auf überlebende Nachkommen
  19. Die Zugrichtung ist vererbt.
  20. Rezeptoren im Ohr nehmen Echos auf, das Gehirn verarbeitet Laufzeitunterschiede.
  21. Er ist auf eine Reizart spezialisiert, die man adäquaten Reiz nennt.
  22. Nachfolgeprägung
  23. Die Prägung erfolgte in einer sensiblen Phase und ist später kaum umkehrbar.
  24. Erfahrung in sensiblen Phasen ist nötig, Anlage allein genügt nicht.
  25. Das Verhalten kann mehrfach und verlangsamt ausgewertet werden.
  26. Er klärt, welche Merkmale eines Reizes ein Verhalten auslösen.
  27. 25 %
  28. Die Handlungsbereitschaft staut sich, die Handlung läuft ohne Auslöser ab (Leerlaufhandlung).
  29. Er hat angeborene Signale für wenige Inhalte und lässt sich nicht frei kombinieren.
  30. Mehr Augen erkennen Feinde früher.
  31. Die Kolonie findet Futterquellen schneller und zieht mehr Nachkommen auf.
  32. Rezeptor, sensorische Nervenzelle, Rückenmark, motorische Nervenzelle, Muskel
  33. Verhaltenskette
  34. die Entfernung der Futterquelle: Je länger der Lauf, desto weiter weg
  35. Aggression hängt von Auslösern, Situation und Lernen ab, ein zwangsläufiger Stau gilt so nicht mehr.
  36. Die Jungen brauchen so viel Versorgung, dass ein Elternteil sie allein kaum großzieht.
  37. das Zentralnervensystem aus Gehirn und Rückenmark
  38. Fehlversuche, eine längere Jugendzeit und der Aufwand des Nervensystems