Biologie · Klasse 11 · Kapitel
Biologie des Verhaltens
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Warum singt ein Star im Frühjahr: wegen der Hormone oder wegen der Weibchen?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: Beides stimmt, auf verschiedenen Ebenen. Die länger werdenden Tage steigern die Hormone und lösen den Gesang aus. Dass sich der Gesang durchgesetzt hat, liegt am Erfolg bei der Partnerwahl und der Reviersicherung. Quelle: Tinbergen 1963, On aims and methods of ethology, Zeitschrift für Tierpsychologie 20.
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann Fragestellungen und Methoden der Ethologie nennen sowie proximate und ultimate Ursachen unterscheiden.
EntdeckenFrage
Warum singt ein Star im Frühjahr: wegen der Hormone oder wegen der Weibchen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Beides stimmt, auf verschiedenen Ebenen. Die länger werdenden Tage steigern die Hormone und lösen den Gesang aus. Dass sich der Gesang durchgesetzt hat, liegt am Erfolg bei der Partnerwahl und der Reviersicherung.
MerkenWie und wozu
Proximate Ursachen erklären den Mechanismus: Reize, Hormone, Nervensystem, Entwicklung.
Ultimate Ursachen erklären den Vorteil für Überleben und Fortpflanzung. Beide Fragen ergänzen einander.
BeispielProximate und ultimate Ursachen
Schritt für Schritt
- Was das Verhalten im Augenblick auslöst, ist proximat.
- Der Schutz der Brut erklärt, warum sich das Verhalten durchgesetzt hat.
- Was das Verhalten im Augenblick auslöst, ist proximat.
- Der Schutz der Brut erklärt, warum sich das Verhalten durchgesetzt hat.
AchtungProximate und ultimate Ursache vermischt
Der Hirsch röhrt, weil Testosteron steigt. Damit ist das Röhren vollständig erklärt.
Testosteron erklärt den Mechanismus. Der Vorteil beim Werben und Abschrecken erklärt, warum sich das Verhalten durchgesetzt hat.
Frag getrennt: Wie kommt das Verhalten zustande, und wozu hat es sich durchgesetzt? Beide Antworten gehören zusammen.
ÜbenJetzt du
- ○1Welche Frage zielt auf eine proximate Ursache? Begründe die Wahl.So fängst du an:Proximate Fragen lauten: Wie kommt das Verhalten zustande?
Lösung zeigen
- Proximate Fragen lauten: Wie kommt das Verhalten zustande?
- Evolutionäre Durchsetzung und Vorteil sind ultimat.
Ergebnis:Welche Hormone steuern das Verhalten? - ●2Ein Mensch zittert bei Kälte. Welche Aussage nennt eine ultimate Ursache? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ultimat ist die Funktion: Wärme verhindert Unterkühlung.
- Sensoren und Hypothalamus beschreiben den Mechanismus.
Ergebnis:Das Muskelzittern erzeugt Wärme und schützt vor Unterkühlung. - ★3Küken folgen der Henne, weil sie auf das erste bewegte Objekt geprägt werden und weil das Schutz bietet. Der Satz enthält Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Prägung erklärt den Mechanismus.
- Schutz erklärt den Nutzen.
Ergebnis:eine proximate und eine ultimate Ursache.
2Ich kann Reflexe und angeborene Verhaltensweisen unterscheiden, Schlüsselreize aus Attrappenversuchen ableiten und Zeitanteile berechnen.
EntdeckenFrage
Warum griff ein Stichlingsmännchen im Aquarium ein rotes Postauto an, das draußen am Fenster vorbeifuhr?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Der rote Bauch eines Rivalen ist der Schlüsselreiz für den Angriff. Das Postauto trug dasselbe Merkmal. Die Form des Fisches spielt dagegen kaum eine Rolle.
MerkenReflex, Schlüsselreiz, Attrappe
Ein Reflex läuft bei einem Reiz immer gleich ab.
Ein Schlüsselreiz ist ein einzelnes Merkmal, das eine angeborene Handlung auslöst. Attrappen zeigen, welches Merkmal wirkt.
BeispielReflex, Schlüsselreiz und Attrappe
Schritt für Schritt
- Der Reflexbogen ist kurz und wird im Rückenmark umgeschaltet.
- Das Gehirn erhält die Meldung später.
- Der Reflexbogen ist kurz und wird im Rückenmark umgeschaltet.
- Das Gehirn erhält die Meldung später.
AchtungEntweder angeboren oder gelernt
Ein Verhalten ist entweder angeboren oder erlernt.
Fast jedes Verhalten hat angeborene und erlernte Anteile, die zusammenwirken.
Frag nicht „angeboren oder gelernt“, sondern: Welche Anteile sind angeboren, welche werden durch Erfahrung geformt?
ÜbenJetzt du
- ○4Welches Verhalten ist ein Reflex? Begründe die Wahl.So fängst du an:Reflexe laufen schnell, unwillkürlich und immer gleich ab.
Lösung zeigen
- Reflexe laufen schnell, unwillkürlich und immer gleich ab.
- Der Balztanz hängt von Motivation und Jahreszeit ab.
Ergebnis:der Lidschluss bei einem Luftstoß auf das Auge - ●5Warum verengen sich die Pupillen bei hellem Licht? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Pupillenreflex läuft ohne Bewusstsein ab.
- Licht ist der Reiz, die Irismuskeln sind der Effektor.
Ergebnis:Es ist ein Reflex: Lichtrezeptoren melden, die Irismuskeln verengen die Pupille ohne Entscheidung. - ★6Was ist ein Schlüsselreiz? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Tiere antworten oft auf ein einziges Merkmal.
- Alles andere am Objekt ist dafür unwichtig.
Ergebnis:ein einzelnes Merkmal, das eine bestimmte Verhaltensweise auslöst
3Ich kann Motivation und Modellvorstellungen zum Instinktverhalten erläutern und Konfliktverhalten zuordnen.
EntdeckenFrage
Warum macht ein Star, der lange keine Insekten fing, Fangbewegungen ohne Beute?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Die Handlungsbereitschaft hat sich aufgestaut, die Auslöseschwelle sinkt. Schließlich läuft die Handlung auch ohne Reiz ab. Man nennt das Leerlaufhandlung.
MerkenMotivation und Konflikt
Dieselbe Reizsituation löst nur bei hoher Handlungsbereitschaft Verhalten aus.
Appetenzverhalten führt zur Endhandlung. Bei widerstreitenden Antrieben entsteht Konfliktverhalten.
BeispielMotivation und Konfliktverhalten
Schritt für Schritt
- Reflexe und manche Ausdrucksformen sind angeboren.
- Sprache und Gewohnheiten entstehen durch Lernen.
- Reflexe und manche Ausdrucksformen sind angeboren.
- Sprache und Gewohnheiten entstehen durch Lernen.
AchtungReiz löst immer dieselbe Handlung aus
Sobald der Reiz da ist, läuft die Handlung ab.
Ob die Handlung abläuft, hängt von der Handlungsbereitschaft ab, und die ändert sich mit Hunger, Jahreszeit und Hormonen.
Frag auch nach dem inneren Zustand: Hunger, Jahreszeit, Hormone. Derselbe Reiz wirkt nicht immer gleich.
ÜbenJetzt du
- ○7Was geschieht mit der Reizschwelle, wenn eine Handlung lange nicht ausgeführt wurde? Begründe die Wahl.So fängst du an:Die Handlungsbereitschaft staut sich auf.
Lösung zeigen
- Die Handlungsbereitschaft staut sich auf.
- Dann genügt ein schwacher Reiz.
Ergebnis:Die Schwelle sinkt, schon ein schwacher Reiz reicht zum Auslösen. - ●8Warum zeigt ein Stichling im Winter keine Balz, obwohl der Reiz derselbe ist? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Dieselben Reize wirken je nach innerem Zustand verschieden.
- Jahreszeit und Hormone verändern die Motivation.
Ergebnis:Die Handlungsbereitschaft ist niedrig, im Frühjahr steigt sie durch Tageslänge und Hormone. - ★9Welcher Befund spricht dafür, dass Motivation von inneren Zuständen abhängt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Gleicher Reiz, verschiedene Antwort: Der innere Zustand verändert die Antwort.
- Das nennt man Motivation.
Ergebnis:Dasselbe Tier reagiert auf denselben Reiz je nach Hunger, Jahreszeit oder Hormonspiegel verschieden.
4Ich kann Kommunikation bei Tieren mit Signalen und im Tierstaat erläutern.
EntdeckenFrage
Wie sagt eine Biene den anderen im Dunkeln des Stocks, wo es Nektar gibt?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Die Biene tanzt auf der senkrechten Wabe: Der Winkel des Schwänzellaufs zur Senkrechten zeigt den Winkel zur Sonne, die Dauer die Entfernung. Der Tanz überträgt nur wenige angeborene Inhalte.
MerkenSignale und Information
Ein Sender gibt Signale ab, ein Empfänger reagiert.
Signale können optisch, akustisch, chemisch oder taktil sein. Der Bienentanz überträgt Richtung und Entfernung.
BeispielKommunikation bei Tieren
Schritt für Schritt
- Zirpen erzeugt Schall.
- Artgenossen empfangen das Signal.
- Zirpen erzeugt Schall.
- Artgenossen empfangen das Signal.
AchtungVerhalten dient dem Wohl der Art
Der Vogel warnt, damit seine Art überlebt.
Warnen kann dem Rufer und seinen Verwandten nützen. Selektion wirkt auf den Erfolg einzelner Tiere und ihrer Gene, nicht auf das Wohl der Art.
Verhalten setzt sich durch, wenn es dem Fortpflanzungserfolg des Einzeltiers dient. Das Wohl der Art ist keine Ursache.
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Funktion hat ein Balzsignal? Begründe die Wahl.So fängst du an:Balzsignale richten sich an Artgenossen des anderen Geschlechts.
Lösung zeigen
- Balzsignale richten sich an Artgenossen des anderen Geschlechts.
- Balzsignale verhindern Paarungen mit fremden Arten.
Ergebnis:Es dient der Erkennung der Art und des Partners und löst die Paarung aus. - ●11Ameisen legen Duftspuren zur Nahrung. Welche Signalart ist das? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Duftstoffe zwischen Tieren der gleichen Art heißen Pheromone.
- Pheromone wirken über Riechzellen.
Ergebnis:ein chemisches Signal (Pheromon) - ★12Warum sind Alarmrufe riskant, aber trotzdem verbreitet? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Verwandte tragen viele gleiche Gene.
- So kann der Ruf die Weitergabe der Gene des Rufers fördern.
Ergebnis:Alarmrufe können verwandten Tieren nützen, die dieselben Gene tragen, und den Räuber abschrecken.
5Ich kann Formen des Zusammenlebens, Rangordnung, Aggression und Reviere erklären.
EntdeckenFrage
Warum gibt es in einer Hühnergruppe nach einigen Tagen kaum noch Streit?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Die Hühner haben eine Rangordnung ausgekämpft. Jedes Tier kennt seinen Platz, später genügen Drohgesten. Das spart Verletzungen und Energie.
MerkenZusammenleben und Rang
Rangordnung, Kommentkampf und Revier verteilen Ressourcen und sparen Verletzungen.
Gruppen schützen und kosten zugleich Konkurrenz.
BeispielSozialverhalten, Rang und Revier
Schritt für Schritt
- Im Tierstaat teilen sich viele Tiere die Aufgaben.
- Nur die Königin legt Eier.
- Im Tierstaat teilen sich viele Tiere die Aufgaben.
- Nur die Königin legt Eier.
AchtungRang gleich Körperkraft
Das stärkste Tier ist immer das ranghöchste und kämpft ständig um die Spitze.
Rang hängt auch von Alter, Erfahrung, Verwandtschaft und Bündnissen ab. Eine Rangordnung verringert Kämpfe.
Frag, was ein Tier durch seinen Rang gewinnt und welche Kämpfe erspart bleiben. Körperkraft ist nur ein Teil.
ÜbenJetzt du
- ○13Warum markieren viele Säugetiere ihre Reviergrenzen mit Duft? Begründe die Wahl.So fängst du an:Markieren spart Kämpfe.
Lösung zeigen
- Markieren spart Kämpfe.
- Der Duft ist ein Signal an Rivalen.
Ergebnis:Der Duft meldet den Besitz, Rivalen weichen aus, ohne dass gekämpft wird. - ●14Wie sieht ein Wolfsrudel in der Natur meist aus? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Wildlebende Rudel sind meist Familien.
- Die Eltern führen, ein Kampf um den Rang findet kaum statt.
Ergebnis:Es ist eine Familie aus dem Elternpaar und seinem Nachwuchs. - ★15Der Begriff „Alpha-Wolf“ stammt aus Beobachtungen an Wölfen in Gehegen. Warum ist er für Wölfe in freier Wildbahn irreführend? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Im Gehege leben fremde Tiere zusammen.
- In freier Wildbahn bilden Eltern und Nachwuchs das Rudel.
Ergebnis:Wildlebende Rudel sind meist Familien, in denen die Eltern führen und kein Kampf um den Rang stattfindet.
6Ich kann Fortpflanzungsstrategien mit Kosten und Nutzen bewerten.
EntdeckenFrage
Warum hat sich bei Pfauenhähnen ein Schwanz entwickelt, der bei der Flucht stört?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Die Partnerwahl begünstigt auffällige Männchen: Wenn Weibchen sie bevorzugen, steigt deren Fortpflanzungserfolg trotz der Kosten. Wie stark der Effekt beim Pfau ist, wird in der Forschung diskutiert.
MerkenStrategie, Kosten, Nutzen
Fortpflanzungserfolg zählt überlebende Nachkommen.
Strategien unterscheiden sich in Investition, Partnerzahl und Brutpflege. Eine allgemein beste Strategie gibt es nicht.
BeispielFortpflanzungsstrategien und Kosten-Nutzen
Schritt für Schritt
- Der Nettonutzen ist Nutzen minus Kosten.
- 6 minus 9 ergibt minus 3, es lohnt sich nicht.
- Der Nettonutzen ist Nutzen minus Kosten.
- 6 minus 9 ergibt minus 3, es lohnt sich nicht.
AchtungGefühle und Absichten in Tiere hineingedeutet
Die Katze ist wütend, deshalb faucht sie.
Die Katze legt die Ohren an, krümmt den Rücken und faucht. Gefühle sind Deutungen, keine Beobachtungen.
Beschreib zuerst nur, was zu sehen und zu hören ist. Gefühle und Absichten gehören nicht ins Protokoll.
ÜbenJetzt du
- ○16Welche Bedingung begünstigt Monogamie mit Brutpflege durch beide Eltern? Begründe die Wahl.So fängst du an:Der Erfolg hängt davon ab, wie viel Pflege nötig ist.
Lösung zeigen
- Der Erfolg hängt davon ab, wie viel Pflege nötig ist.
- Beide Eltern erhöhen dann die Überlebenschance.
Ergebnis:Die Jungen brauchen so viel Versorgung, dass ein Elternteil sie allein kaum großzieht. - ●17Was unterscheidet Nesthocker von Nestflüchtern? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Beide Formen sind Strategien der Aufzucht.
- Der Aufwand verteilt sich unterschiedlich.
Ergebnis:Nesthocker sind bei der Geburt hilflos und werden lange versorgt, Nestflüchter laufen früh selbstständig. - ★18Wie lässt sich eine ultimate Erklärung für unterschiedliche Brutpflege prüfen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Hypothesen zur Funktion lassen sich am Erfolg prüfen.
- Gezählt werden überlebende Nachkommen.
Ergebnis:durch Vergleich von Arten und durch Versuche zur Wirkung der Pflege auf überlebende Nachkommen
7Ich kann Informationsaufnahme, -leitung und -verarbeitung als Grundlage der Verhaltenssteuerung erläutern.
EntdeckenFrage
Warum zuckt der Fuß schon zurück, bevor der Schmerz bewusst wird?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Der Fluchtreflex wird im Rückenmark umgeschaltet. Die Meldung an das Gehirn läuft parallel und braucht länger. Deshalb ist der Fuß schon weg, bevor der Schmerz bewusst wird.
MerkenVom Reiz zur Reaktion
Rezeptoren wandeln Reize in Erregung um.
Nervenzellen leiten sie als Aktionspotenziale, das Zentralnervensystem verarbeitet sie. Hormone steuern langsamer und im ganzen Körper.
BeispielVom Reiz zur Reaktion
Schritt für Schritt
- Aktionspotenziale folgen dem Alles-oder-nichts-Prinzip.
- Ein starker Reiz erzeugt mehr Aktionspotenziale pro Sekunde.
- Aktionspotenziale folgen dem Alles-oder-nichts-Prinzip.
- Ein starker Reiz erzeugt mehr Aktionspotenziale pro Sekunde.
AchtungVerhalten wird allein vom Gehirn gesteuert
Jeder Reflex wird im Gehirn entschieden.
Viele Reflexe werden im Rückenmark umgeschaltet. Hormone steuern Verhalten ebenfalls.
Verfolge den Weg der Information: Rezeptor, Nervenbahn, Zentralnervensystem, Effektor. Prüf, wo umgeschaltet wird.
ÜbenJetzt du
- ○19Welcher Abschnitt des Nervensystems verarbeitet Informationen? Begründe die Wahl.So fängst du an:Gehirn und Rückenmark verknüpfen Informationen.
Lösung zeigen
- Gehirn und Rückenmark verknüpfen Informationen.
- Sinneszellen und Muskeln stehen am Anfang und Ende.
Ergebnis:das Zentralnervensystem aus Gehirn und Rückenmark - ●20Warum reagieren Nerven schneller als Hormone? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Nervenimpulse laufen entlang der Axone.
- Hormone brauchen den Blutkreislauf.
Ergebnis:Nervenzellen leiten Erregung in Millisekunden, Hormone müssen mit dem Blut transportiert werden. - ★21Indigofinken, die in einem Planetarium aufwachsen, orientieren sich am gedrehten Sternenhimmel. Was folgt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Angeborene Anteile und Lernen wirken zusammen.
- Die Sternbilder werden in der Jugend gelernt.
Ergebnis:Die Tiere lernen Sternbilder in der Jugend und nutzen sie zur Orientierung.
8Ich kann Lernen und Reifung unterscheiden und einfache Formen des Lernens an Experimenten erklären.
EntdeckenFrage
Warum fliegen Tauben, die in engen Röhren aufwuchsen und nie Flügelschlagen übten, nach der Freilassung trotzdem?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Fliegen entwickelt sich durch Reifung. Die Muskeln und Nervenbahnen reifen auch ohne Üben heran. Die Tauben flogen so gut wie frei aufgewachsene.
MerkenLernen und Reifung
Reifung entsteht ohne Übung, Lernen aus Erfahrung.
Einfache Formen sind Gewöhnung, Prägung und Konditionierung. Die Lernkurve zeigt, wie sich Leistung mit Übung verändert.
BeispielLernen und Reifung
Schritt für Schritt
- Das Verhalten wird durch seine Folgen verändert.
- Bei der klassischen Konditionierung werden zwei Reize gekoppelt.
- Das Verhalten wird durch seine Folgen verändert.
- Bei der klassischen Konditionierung werden zwei Reize gekoppelt.
AchtungReflex und Instinkthandlung gleichgesetzt
Der Balztanz des Stichlings ist ein Reflex.
Der Balztanz ist eine Instinkthandlung. Er hängt von der Motivation ab und läuft nicht bei jedem Reiz gleich ab.
Prüf, ob der Reiz allein die Handlung auslöst. Dann ist es ein Reflex. Hängt sie von der Handlungsbereitschaft ab, ist es eine Instinkthandlung.
ÜbenJetzt du
- ○22Graugansküken folgen dem Forscher Lorenz, den sie als Erstes sahen. Wie heißt das? Begründe die Wahl.So fängst du an:Das Küken lernt in der sensiblen Phase, wem es folgen soll.
Lösung zeigen
- Das Küken lernt in der sensiblen Phase, wem es folgen soll.
- Danach folgt es diesem Objekt.
Ergebnis:Nachfolgeprägung - ●23Ein Hund sabbert zuerst nur bei Futter. Nach häufiger Kopplung mit einer Glocke sabbert er schon bei der Glocke. Wie heißt die Glocke nach dem Lernen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das Futter ist der unbedingte Reiz.
- Die Glocke ist der bedingte Reiz.
Ergebnis:bedingter Reiz - ★24Welche Aussage zu Verstärker und Strafe beim operanten Lernen stimmt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Verstärker machen Verhalten wahrscheinlicher.
- Strafe macht es unwahrscheinlicher.
Ergebnis:Ein Verstärker erhöht die Häufigkeit eines Verhaltens, eine Strafe senkt sie.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Warum sitzen Verhaltensforschende zu Beginn oft tagelang im Tarnzelt, ohne zu messen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Beobachter soll das Verhalten möglichst wenig verändern.
- Gewöhnung der Tiere macht die Daten verlässlicher.
Ergebnis:Die Tiere gewöhnen sich an die Beobachter und verhalten sich dann natürlicher. - ●26Ein Haussperling wird 30 Minuten lang alle 30 Sekunden beobachtet (Zeitstichprobe). Bei 18 von 60 Messpunkten wurde „Laufen“ notiert. Wie groß ist der Anteil dieses Verhaltens?
Lösung zeigen
- 30 Minuten : 0,5 Minuten = 60 Messpunkte.
- Anteil = Messpunkte mit dem Verhalten : alle Messpunkte.
- 18 : 60 = 0,3 = 30 %.
Ergebnis:30 % - ●27Das Tier fängt die Beute und frisst sie. Wie heißt dieser Abschnitt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Fangen und Fressen schließen die Handlung ab.
- Danach sinkt die Handlungsbereitschaft.
Ergebnis:Endhandlung, sie beendet die Handlungsbereitschaft - ●28Wodurch unterscheidet sich ein individualisierter Verband von einem anonymen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- In einem anonymen Verband kennen sich die Tiere nicht einzeln.
- Rangordnung setzt individuelles Erkennen voraus.
Ergebnis:Die Mitglieder kennen einander einzeln, etwa an Stimme oder Geruch. - ●29Welche Strategie verfolgt der Kuckuck? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Kuckuck legt seine Eier in fremde Nester.
- Er spart die Kosten der Aufzucht.
Ergebnis:Brutparasitismus: Pflegeeltern ziehen sein Junges groß. - ●30Fledermäuse orientieren sich mit Ultraschall. Was gilt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das Gehirn wertet die Zeit zwischen Ruf und Echo aus.
- So entsteht ein Bild der Umgebung.
Ergebnis:Rezeptoren im Ohr nehmen Echos auf, das Gehirn verarbeitet Laufzeitunterschiede.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Wie und wozu
- Proximate Ursachen erklären den Mechanismus: Reize, Hormone, Nervensystem, Entwicklung.
- Reflex, Schlüsselreiz, Attrappe
- Ein Reflex läuft bei einem Reiz immer gleich ab.
- Motivation und Konflikt
- Dieselbe Reizsituation löst nur bei hoher Handlungsbereitschaft Verhalten aus.
- Signale und Information
- Ein Sender gibt Signale ab, ein Empfänger reagiert.
- Zusammenleben und Rang
- Rangordnung, Kommentkampf und Revier verteilen Ressourcen und sparen Verletzungen.
- Strategie, Kosten, Nutzen
- Fortpflanzungserfolg zählt überlebende Nachkommen.
- Vom Reiz zur Reaktion
- Rezeptoren wandeln Reize in Erregung um.
- Lernen und Reifung
- Reifung entsteht ohne Übung, Lernen aus Erfahrung.
AchtungMethode oder Begriff der Verhaltensforschung verwechselt
Eine Kontrolle soll das Tier beruhigen.
Eine Kontrolle zeigt, was ohne das untersuchte Merkmal geschieht.
Frag bei jeder Methode: Welche Frage beantwortet sie, und was bleibt gleich? So ordnest du Beobachtung, Experiment und Kontrolle richtig zu.
AchtungAngeboren heißt unveränderlich
Angeborenes Verhalten läuft immer gleich ab und lässt sich nicht verändern.
Die Grundform ist angeboren, Erfahrung kann sie verfeinern.
Angeboren heißt: ohne Erfahrung vorhanden. Es heißt nicht, dass Erfahrung später nichts ändern kann.
AchtungSchlüsselreiz als ganzes Objekt gedacht
Der Stichling erkennt einen Rivalen als Ganzes an seiner Gestalt.
Der rote Bauch allein löst den Angriff aus, die Gestalt spielt kaum eine Rolle.
Tiere antworten oft auf ein einziges Merkmal. Prüf, welches Merkmal der Attrappe die Handlung auslöst.
AchtungLeerlaufhandlung als Krankheit oder Lernen gedeutet
Ein Star, der ohne Beute Fangbewegungen macht, ist krank.
Die Handlungsbereitschaft hat sich aufgestaut, die Schwelle sinkt, und die Handlung läuft ohne Auslöser ab.
Wenn eine Handlung lange ausbleibt, sinkt die Schwelle. Dann läuft sie auch ohne Reiz ab, auch bei gesunden Tieren.
AchtungFormen des Konfliktverhaltens verwechselt
Picken eines satten Hahns im Kampf ist Ambivalenzverhalten.
Ambivalenzverhalten zeigt Teile beider Antriebe. Eine fremde Handlung wie Picken heißt Übersprungshandlung.
Frag: Zeigt das Tier Teile von Angriff und Flucht zugleich (Ambivalenz) oder eine ganz andere Handlung (Übersprung)? Wird das Ziel gewechselt, ist es umorientierte Aggression.
AchtungModell mit der Wirklichkeit gleichgesetzt
Im Gehirn gibt es einen Wasserbehälter mit Ventil.
Das Wasserhahn-Modell veranschaulicht Motivation. Das Gehirn arbeitet mit Nervenzellen und Hormonen.
Ein Modell zeigt einen Zusammenhang. Prüf, was es erklärt, was es weglässt und wo es an Grenzen stößt.
AchtungTiersignale mit menschlicher Sprache gleichgesetzt
Bienen unterhalten sich im Stock wie Menschen.
Der Bienentanz überträgt Richtung und Entfernung. Der Zeichenvorrat ist klein und angeboren.
Tiersignale übertragen Information, aber sie sind festgelegt und nicht frei kombinierbar wie Wörter.
AchtungSignalart oder Signalinhalt verwechselt
Ein Rundtanz zeigt eine weit entfernte Quelle an.
Der Rundtanz zeigt eine nahe Quelle. Richtung und Entfernung teilt der Schwänzeltanz mit.
Ordne zuerst die Signalart zu (optisch, akustisch, chemisch, taktil), dann den Inhalt, den sie überträgt.
AchtungAggression als zerstörerischer Selbstzweck
Tiere kämpfen, bis ein Rivale tot ist.
Innerartliche Kämpfe sind meist ritualisiert und enden, wenn die Stärke geklärt ist.
Aggression regelt den Zugang zu Ressourcen. Kämpfe auf Leben und Tod sind selten, weil sie auch dem Sieger schaden.
AchtungFunktion des Reviers verwechselt
Ein Revier gehört allen Tieren der Art.
Ein Revier wird gegen Artgenossen verteidigt und sichert Nahrung, Nistplatz oder Partner.
Frag: Wer darf hinein, und was sichert das Revier? Verteidigen kostet Energie, deshalb ist das Revier nicht unbegrenzt groß.
AchtungEine Strategie gilt als die beste
Monogamie ist für alle Tiere die beste Strategie.
Welche Strategie Erfolg bringt, hängt von Umwelt, Lebensweise und Konkurrenz der Art ab.
Strategien sind Anpassungen an Lebensbedingungen. Frag, was sie kosten und wem sie nützen.
AchtungKosten und Nutzen falsch verrechnet
Mehr Eier bedeuten immer mehr Nachkommen.
Es zählen überlebende Nachkommen. Bei zu vielen Eiern sinkt der Aufzuchterfolg.
Rechne Nutzen minus Kosten. Zähle überlebende Nachkommen, nicht Eier.
AchtungLernen als bewusstes Büffeln verstanden
Eine Schnecke, die sich an Berührung gewöhnt, lernt nichts.
Habituation ist eine einfache Form des Lernens, bewusst oder nicht.
Lernen heißt: Erfahrung verändert das Verhalten. Es braucht weder Bewusstsein noch Absicht.
AchtungLernformen verwechselt
Gewöhnung an ein harmloses Geräusch ist Prägung.
Gewöhnung heißt Habituation. Prägung findet in einer sensiblen Phase statt und ist kaum umkehrbar.
Frag: Wird eine Reaktion schwächer (Habituation), wird sie in einer kurzen Phase festgelegt (Prägung) oder entsteht sie durch Erfolg (operant)?
AchtungKlassische und operante Konditionierung verwechselt
Bei der klassischen Konditionierung lernt das Tier durch Belohnung.
Klassisch: Zwei Reize werden gekoppelt. Operant: Das Verhalten wird durch seine Folgen verstärkt.
Frag: Werden zwei Reize gekoppelt (klassisch) oder wirkt eine Folge auf das Verhalten (operant)?
AchtungPrägung als jederzeit umkehrbar angesehen
Ein geprägtes Küken lässt sich in der nächsten Woche umprägen.
Prägung geschieht in einer sensiblen Phase und ist danach kaum umkehrbar.
Prägung ist an eine begrenzte Lebensphase gebunden. Danach bleibt das Gelernte sehr stabil.
AchtungReifung mit Üben verwechselt
Tauben müssen Fliegen erst üben.
Das Fliegen entwickelt sich durch Reifung. Auch Tauben, die nicht üben konnten, fliegen.
Frag: Hat das Tier die Fähigkeit auch ohne Üben und Zuschauen? Dann beruht sie auf Reifung.
AchtungAnteil auf die falsche Bezugsgröße bezogen
12 von 40 Messpunkten in 20 Minuten: 12 : 20 = 60 Prozent.
12 von 40 Messpunkten in 20 Minuten: 12 : 40 = 30 Prozent. Der Nenner ist die Zahl der Messpunkte, nicht die Minuten.
Zähle zuerst alle Messpunkte: Minuten mal zwei bei einer Messung alle 30 Sekunden. Teile dann die Treffer durch alle Messpunkte.
AchtungAnzahl der Treffer als Prozentwert genommen
12 Treffer sind 12 Prozent.
12 von 40 Messpunkten sind 30 Prozent. Der Anteil entsteht durch Teilen.
Eine Anzahl ist noch kein Anteil. Teile die Treffer durch alle Messpunkte und rechne in Prozent um.
AchtungMessabstand beim Umrechnen in Zeit vergessen
20 Messpunkte mit Putzen bei Messung alle 30 Sekunden sind 20 Minuten.
Jeder Messpunkt steht für 30 Sekunden. 20 Messpunkte sind 10 Minuten.
Ein Messpunkt steht für den Abstand zwischen zwei Messungen. Multipliziere die Zahl der Treffer mit dem Abstand und rechne in Minuten um.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann Fragestellungen und Methoden der Ethologie nennen sowie proximate und ultimate Ursachen unterscheiden.
31Honigbienen tanzen im Stock. Welche Aussage nennt eine ultimate Ursache? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Die Kolonie findet Futterquellen schneller und zieht mehr Nachkommen auf.Ich kann Reflexe und angeborene Verhaltensweisen unterscheiden, Schlüsselreize aus Attrappenversuchen ableiten und Zeitanteile berechnen.
32Wodurch unterscheidet sich eine Instinkthandlung von einem Reflex? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Eine Instinkthandlung hängt von der Motivation ab, ist komplexer und kann trotz Reiz ausbleiben.Ich kann Motivation und Modellvorstellungen zum Instinktverhalten erläutern und Konfliktverhalten zuordnen.
33Im Wasserhahn-Modell von Lorenz entspricht das Ventil Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:dem angeborenen auslösenden Mechanismus, der vom Schlüsselreiz geöffnet wird.Ich kann Kommunikation bei Tieren mit Signalen und im Tierstaat erläutern.
34Warum ist ein Duftsignal in dichter Vegetation oft nützlicher als ein optisches? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Es wirkt auch ohne Sichtkontakt und bleibt länger erhalten.Ich kann Formen des Zusammenlebens, Rangordnung, Aggression und Reviere erklären.
35Heringe bilden Schwärme. Welchen Vorteil hat das? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Das einzelne Tier ist weniger gefährdet, weil viele Tiere gleichzeitig angegriffen werden könnten.Ich kann Fortpflanzungsstrategien mit Kosten und Nutzen bewerten.
36Welche Strategie verfolgt der Kuckuck? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Brutparasitismus: Pflegeeltern ziehen sein Junges groß.Ich kann Informationsaufnahme, -leitung und -verarbeitung als Grundlage der Verhaltenssteuerung erläutern.
37Was leisten Sinneszellen? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Sinneszellen wandeln Reize in elektrische Signale um.Ich kann Lernen und Reifung unterscheiden und einfache Formen des Lernens an Experimenten erklären.
38Ein Graugansküken wurde auf einen Menschen geprägt. Was gilt? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Die Prägung erfolgte in einer sensiblen Phase und ist später kaum umkehrbar.
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Warum singt ein Star im Frühjahr: wegen der Hormone oder wegen der Weibchen?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
Beides stimmt, auf verschiedenen Ebenen. Die länger werdenden Tage steigern die Hormone und lösen den Gesang aus. Dass sich der Gesang durchgesetzt hat, liegt am Erfolg bei der Partnerwahl und der Reviersicherung.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Welche Hormone steuern das Verhalten?
- Das Muskelzittern erzeugt Wärme und schützt vor Unterkühlung.
- eine proximate und eine ultimate Ursache.
- der Lidschluss bei einem Luftstoß auf das Auge
- Es ist ein Reflex: Lichtrezeptoren melden, die Irismuskeln verengen die Pupille ohne Entscheidung.
- ein einzelnes Merkmal, das eine bestimmte Verhaltensweise auslöst
- Die Schwelle sinkt, schon ein schwacher Reiz reicht zum Auslösen.
- Die Handlungsbereitschaft ist niedrig, im Frühjahr steigt sie durch Tageslänge und Hormone.
- Dasselbe Tier reagiert auf denselben Reiz je nach Hunger, Jahreszeit oder Hormonspiegel verschieden.
- Es dient der Erkennung der Art und des Partners und löst die Paarung aus.
- ein chemisches Signal (Pheromon)
- Alarmrufe können verwandten Tieren nützen, die dieselben Gene tragen, und den Räuber abschrecken.
- Der Duft meldet den Besitz, Rivalen weichen aus, ohne dass gekämpft wird.
- Es ist eine Familie aus dem Elternpaar und seinem Nachwuchs.
- Wildlebende Rudel sind meist Familien, in denen die Eltern führen und kein Kampf um den Rang stattfindet.
- Die Jungen brauchen so viel Versorgung, dass ein Elternteil sie allein kaum großzieht.
- Nesthocker sind bei der Geburt hilflos und werden lange versorgt, Nestflüchter laufen früh selbstständig.
- durch Vergleich von Arten und durch Versuche zur Wirkung der Pflege auf überlebende Nachkommen
- das Zentralnervensystem aus Gehirn und Rückenmark
- Nervenzellen leiten Erregung in Millisekunden, Hormone müssen mit dem Blut transportiert werden.
- Die Tiere lernen Sternbilder in der Jugend und nutzen sie zur Orientierung.
- Nachfolgeprägung
- bedingter Reiz
- Ein Verstärker erhöht die Häufigkeit eines Verhaltens, eine Strafe senkt sie.
- Die Tiere gewöhnen sich an die Beobachter und verhalten sich dann natürlicher.
- 30 %
- Endhandlung, sie beendet die Handlungsbereitschaft
- Die Mitglieder kennen einander einzeln, etwa an Stimme oder Geruch.
- Brutparasitismus: Pflegeeltern ziehen sein Junges groß.
- Rezeptoren im Ohr nehmen Echos auf, das Gehirn verarbeitet Laufzeitunterschiede.
- Die Kolonie findet Futterquellen schneller und zieht mehr Nachkommen auf.
- Eine Instinkthandlung hängt von der Motivation ab, ist komplexer und kann trotz Reiz ausbleiben.
- dem angeborenen auslösenden Mechanismus, der vom Schlüsselreiz geöffnet wird.
- Es wirkt auch ohne Sichtkontakt und bleibt länger erhalten.
- Das einzelne Tier ist weniger gefährdet, weil viele Tiere gleichzeitig angegriffen werden könnten.
- Brutparasitismus: Pflegeeltern ziehen sein Junges groß.
- Sinneszellen wandeln Reize in elektrische Signale um.
- Die Prägung erfolgte in einer sensiblen Phase und ist später kaum umkehrbar.