Biologie · Klasse 9 und 10 · Kapitel
Genetik und Vererbung
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Wer fand die Form der DNA heraus?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: James Watson und Francis Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix. Ein wichtiger Hinweis kam von einer Röntgenaufnahme, die Rosalind Franklin und Raymond Gosling gemacht hatten. Die Aufnahme zeigte die Spiralform. Quelle: Watson und Crick 1953, Nature 171; Franklin und Gosling 1953, Nature 171.
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann DNA, Gen, Chromosom und Allel unterscheiden und den Bau der DNA beschreiben.
EntdeckenFrage
Wer fand die Form der DNA heraus?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
James Watson und Francis Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix. Ein wichtiger Hinweis kam von einer Röntgenaufnahme, die Rosalind Franklin und Raymond Gosling gemacht hatten. Die Aufnahme zeigte die Spiralform.
MerkenVon der DNA zum Chromosom
Die DNA ist ein langer Faden aus vier Bausteinen.
Ein Gen ist ein Abschnitt davon, Chromosomen bestehen aus DNA und Eiweißen. Allele sind Varianten desselben Gens.
BeispielDNA, Gen, Chromosom und Allel
Schritt für Schritt
- Watson und Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix.
- Die Basen liegen innen und paaren sich.
- Watson und Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix.
- Die Basen liegen innen und paaren sich.
AchtungGen und Chromosom gleichgesetzt
Ein Gen ist ein Chromosom.
Ein Chromosom enthält sehr viele Gene. Ein Gen ist ein Abschnitt der DNA mit dem Bauplan für ein Protein.
Die Ebenen sind verschachtelt: Base, Gen, DNA, Chromosom, Zelle. Ein Gen ist viel kleiner als ein Chromosom.
ÜbenJetzt du
- ○1Welche Base paart sich in der DNA mit Adenin? Begründe die Wahl.So fängst du an:Adenin und Thymin gehören zusammen.
Lösung zeigen
- Adenin und Thymin gehören zusammen.
- Guanin und Cytosin bilden das zweite Paar.
Ergebnis:Thymin - ●2Wie verhält sich ein Gen zu einem Chromosom? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ein Chromosom ist groß, ein Gen ein kleiner Abschnitt.
- Der Mensch hat etwa 20.000 Gene.
Ergebnis:Ein Chromosom enthält sehr viele Gene hintereinander. - ★3Zwei Personen haben beide die Allele A und a. Warum können sie trotzdem unterschiedliche Merkmale zeigen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Gleicher Genotyp heißt nicht immer gleicher Phänotyp.
- Umwelt und andere Gene wirken mit.
Ergebnis:Der Phänotyp hängt von der Dominanz der Allele ab und kann von der Umwelt beeinflusst werden.
2Ich kann Mitose und Meiose unterscheiden und Chromosomenzahlen bestimmen.
EntdeckenFrage
Wie viele Chromosomen haben andere Lebewesen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Der Mensch hat 46, der Schimpanse 48, der Hund 78, die Erbse 14 und die Fruchtfliege 8. Die Zahl sagt nichts über die Größe oder Klugheit eines Lebewesens.
MerkenMitose und Meiose
Die Mitose erzeugt erbgleiche Körperzellen mit 2n Chromosomen.
Die Meiose halbiert die Zahl: Es entstehen Keimzellen mit n Chromosomen.
BeispielMitose und Meiose
Schritt für Schritt
- In der Metaphase hat jedes Chromosom zwei Chromatiden.
- 8 mal 2 sind 16.
- In der Metaphase hat jedes Chromosom zwei Chromatiden.
- 8 mal 2 sind 16.
AchtungMitose und Meiose verwechselt
Bei der Mitose entstehen Keimzellen mit halbem Chromosomensatz.
Die Mitose erzeugt erbgleiche Körperzellen mit vollem Satz. Die Meiose halbiert den Satz und bildet Keimzellen.
Mitose heißt Körperzellen, gleiche Chromosomenzahl. Meiose heißt Keimzellen, halbe Chromosomenzahl.
ÜbenJetzt du
- ○4Wozu dient die Mitose? Begründe die Wahl.So fängst du an:Körperzellen teilen sich durch Mitose.
Lösung zeigen
- Körperzellen teilen sich durch Mitose.
- Keimzellen entstehen durch Meiose.
Ergebnis:zu Wachstum, Erneuerung und Wundheilung - ●5Was geschieht vor der Mitose in der S-Phase? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Erst wird die DNA kopiert.
- Danach hat jedes Chromosom zwei Chromatiden.
- Die Mitose verteilt sie.
Ergebnis:Die DNA wird verdoppelt. - ★6Bei der Anaphase der Mitose werden die Chromatiden getrennt. Wie viele Chromosomen enthält die ganze Zelle dann kurzzeitig? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Vor der Trennung: 46 Chromosomen mit je 2 Chromatiden.
- Nach der Trennung: 92 Chromosomen mit je 1 Chromatide.
Ergebnis:92, weil jede Chromatide ein eigenes Chromosom ist
3Ich kann Meiose und Befruchtung als Quellen genetischer Vielfalt erklären.
EntdeckenFrage
Wie viele verschiedene Kinder könnten zwei Eltern theoretisch bekommen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Jede Person kann durch die Verteilung der Chromosomen etwa 8 Millionen verschiedene Keimzellen bilden, genau 2 hoch 23. Zwei Eltern ergeben 2 hoch 46, das sind mehr als 70 Billionen Kombinationen. Der Austausch von Stücken macht die Zahl noch größer.
MerkenNeukombination
Bei der Meiose werden Chromosomen zufällig verteilt und Stücke getauscht.
Bei der Befruchtung verschmelzen zwei Keimzellen. Jedes Kind ist genetisch einzigartig.
BeispielNeukombination und Befruchtung
Schritt für Schritt
- Zwei Keimzellen mit je 23 verschmelzen.
- Die Zygote hat 46.
- Zwei Keimzellen mit je 23 verschmelzen.
- Die Zygote hat 46.
AchtungChromosomen und Chromatiden falsch gezählt
Nach der Verdopplung hat die Zelle 92 Chromosomen statt 46.
Nach der Verdopplung hat jedes der 46 Chromosomen zwei Chromatiden. Gezählt wird am Centromer: 46.
Zähle die Chromosomen am Centromer. Zwei Chromatiden sind ein Chromosom mit verdoppelter DNA.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie viele verschiedene Keimzellen kann ein Mensch allein durch die Verteilung der Chromosomen bilden? Begründe die Wahl.So fängst du an:Für jedes der 23 Paare gibt es zwei Möglichkeiten.
Lösung zeigen
- Für jedes der 23 Paare gibt es zwei Möglichkeiten.
- 2 hoch 23 sind über 8 Millionen.
Ergebnis:mehr als 8 Millionen - ●8Eine Eizelle und ein Spermium bringen je 23 Chromosomen mit. Wie viele hat die befruchtete Eizelle? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- 23 plus 23 sind 46.
- Die Zygote hat wieder den doppelten Satz.
Ergebnis:46 - ★9Warum gibt es mehr als 8 Millionen mögliche Keimzellen, wenn man Crossing-over berücksichtigt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die 2²³ gelten ohne Austausch.
- Mit Austausch wird die Zahl praktisch unbegrenzt.
Ergebnis:Durch den Austausch von Stücken entstehen zusätzlich neue Kombinationen innerhalb der Chromosomen.
4Ich kann die Mendelschen Regeln anwenden und Kreuzungen mit dem Kreuzungsquadrat berechnen.
EntdeckenFrage
Wie genau stimmten Mendels Zahlen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Mendel zählte bei der Form der Erbsensamen 5474 runde und 1850 runzelige Samen. Das Verhältnis ist 2,96 zu 1, also sehr nahe an 3 zu 1. Er schloss daraus auf Erbfaktoren, die sich nicht mischen.
MerkenMendelsche Regeln
Dominante Allele setzen sich gegen rezessive durch.
Aus Aa mal Aa entstehen im Mittel 25 Prozent AA, 50 Prozent Aa und 25 Prozent aa, also 75 Prozent mit dem dominanten Merkmal.
BeispielKreuzungen nach Mendel berechnen
Schritt für Schritt
- Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von aa: a und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 2 mit aa.
- runzelige Samen: 50 % der Nachkommen.
- Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von aa: a und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 2 mit aa.
- runzelige Samen: 50 % der Nachkommen.
AchtungDominant als häufig oder besser gedacht
Dominant heißt, dass das Merkmal häufiger oder stärker ist.
Dominant heißt nur: Es zeigt sich im Phänotyp, wenn ein Allel vorhanden ist. Häufigkeit und Wert sagt das nicht.
Dominant ist eine Aussage über den Phänotyp bei Aa, nicht über Häufigkeit oder Güte.
ÜbenJetzt du
- ○10Bei Erbsen zeigt sich gelbe Samen dominant gegenüber grüne Samen. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen Aa und Aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat grüne Samen?So fängst du an:Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von Aa: A und a.
Lösung zeigen
- Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von Aa: A und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 1 mit aa.
- grüne Samen: 25 % der Nachkommen.
Ergebnis:25 % - ●11Bei Mais zeigt sich gelbe Körner dominant gegenüber weiße Körner. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen aa und aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat weiße Körner?
Lösung zeigen
- Keimzellen von aa: a und a. Keimzellen von aa: a und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 4 mit aa.
- weiße Körner: 100 % der Nachkommen.
Ergebnis:100 % - ★12Bei Erbsen zeigt sich hohe Pflanzen dominant gegenüber Zwergpflanzen. Zwei Pflanzen oder Tiere mit dem Genotyp Aa werden gekreuzt. Wie viele von 80 Nachkommen mit Zwergpflanzen sind im Mittel zu erwarten?
Lösung zeigen
- Bei Aa mal Aa haben 25 Prozent der Nachkommen den Genotyp aa.
- 25 Prozent von 80 sind 20.
- Im Mittel sind 20 Nachkommen mit Zwergpflanzen zu erwarten.
Ergebnis:20
5Ich kann intermediäre und kodominante Erbgänge sowie die Vererbung der Blutgruppen erklären.
EntdeckenFrage
Wer entdeckte, warum manche Bluttransfusionen tödlich enden?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Karl Landsteiner fand 1901 die Blutgruppen A, B und 0. Mischte er Blut verschiedener Personen, verklumpte es manchmal. Die Gruppe AB wurde 1902 ergänzt. Für diese Entdeckung bekam er 1930 den Nobelpreis.
MerkenNicht jeder Erbgang ist dominant-rezessiv
Intermediär heißt: Mischmerkmal, aber getrennte Allele.
Bei Kodominanz zeigen sich beide Allele, wie bei Blutgruppe AB.
BeispielIntermediär, kodominant und Blutgruppen
Schritt für Schritt
- Dominant beschreibt das Verhältnis der Allele.
- Mit Häufigkeit hat es nichts zu tun.
- Dominant beschreibt das Verhältnis der Allele.
- Mit Häufigkeit hat es nichts zu tun.
AchtungSpaltungsverhältnis falsch bestimmt
Aa mal Aa ergibt je zur Hälfte dominant und rezessiv.
Aa mal Aa ergibt 25 Prozent AA, 50 Prozent Aa, 25 Prozent aa, also 75 Prozent dominant und 25 Prozent rezessiv.
Zeichne das Kreuzungsquadrat. Jede Zelle hat dieselbe Wahrscheinlichkeit. Zähle die Zellen nach Phänotyp.
ÜbenJetzt du
- ○13Welche Blutgruppen können Kinder haben, wenn ein Elternteil A0 und das andere B0 ist? Begründe die Wahl.So fängst du an:Keimzellen: A oder 0 und B oder 0.
Lösung zeigen
- Keimzellen: A oder 0 und B oder 0.
- Kombinationen: AB, A0, B0, 00.
Ergebnis:A, B, AB und 0 - ●14Zwei Heterozygote (Aa) mit dominantem A werden gekreuzt. Wie viele Nachkommen zeigen im Mittel das dominante Merkmal? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das Kreuzungsquadrat hat vier Felder.
- AA, Aa und Aa zeigen A.
Ergebnis:75 Prozent - ★15Worin unterscheidet sich eine intermediäre Vererbung von einer Mischung zweier Farben? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Farben lassen sich nicht wieder trennen.
- Allele schon.
Ergebnis:Bei intermediärer Vererbung bleiben die Allele erhalten und treten bei Kreuzungen der Nachkommen wieder getrennt auf.
6Ich kann einen Stammbaum auswerten und den Erbgang bestimmen.
EntdeckenFrage
Wie viele Menschen in Deutschland tragen das Allel für Mukoviszidose, ohne selbst krank zu sein?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Etwa jeder 25. Mensch. Krank wird nur, wer von beiden Eltern das Allel erbt. Zwei Träger bekommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent ein krankes Kind.
MerkenStammbäume lesen
Haben gesunde Eltern ein krankes Kind, ist die Krankheit rezessiv.
Bei rezessivem Erbgang sind die Eltern Träger, sie zeigen die Krankheit nicht, geben das Allel aber weiter.
BeispielStammbäume auswerten
Schritt für Schritt
- Ein dominantes Allel würde sich zeigen.
- Beide Eltern geben ein rezessives Allel weiter.
- Ein dominantes Allel würde sich zeigen.
- Beide Eltern geben ein rezessives Allel weiter.
AchtungErbgang aus dem Stammbaum falsch abgeleitet
Zwei gesunde Eltern haben ein krankes Kind, also ist die Krankheit dominant.
Bei einem dominanten Erbgang wäre ein Elternteil krank. Gesunde Eltern mit krankem Kind weisen auf einen rezessiven Erbgang.
Suche zuerst gesunde Eltern mit krankem Kind. Das zeigt sofort: rezessiv.
ÜbenJetzt du
- ○16Zwei Träger einer rezessiven Krankheit bekommen Kinder. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für ein krankes Kind? Begründe die Wahl.So fängst du an:Aa mal Aa: 25 Prozent aa.
Lösung zeigen
- Aa mal Aa: 25 Prozent aa.
- Das gilt für jedes Kind neu.
Ergebnis:25 Prozent - ●17Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind zweier Träger ein Träger ist? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das Kreuzungsquadrat zeigt AA, Aa, Aa und aa.
- Zwei von vier sind Aa.
Ergebnis:50 Prozent - ★18Zwei kranke Eltern bekommen ein gesundes Kind. Was folgt daraus? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Bei rezessivem Erbgang wären beide Eltern aa und alle Kinder krank.
- Ein gesundes Kind (aa) von kranken Eltern gibt es nur bei dominantem Erbgang.
Ergebnis:Die Krankheit ist dominant, beide Eltern sind Aa.
7Ich kann den Weg vom Gen zum Merkmal beschreiben und Mutationen einordnen.
EntdeckenFrage
Wie kann ein einziger Buchstabe der DNA eine schwere Krankheit auslösen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Bei der Sichelzellanämie ist eine einzige Base verändert. Dadurch sitzt eine falsche Aminosäure im Blutfarbstoff Hämoglobin. Die roten Blutzellen verformen sich zur Sichel und verstopfen kleine Gefäße.
MerkenVom Gen zum Protein
Ein Gen enthält den Bauplan für ein Protein.
Die Basenfolge wird abgelesen und in eine Aminosäurefolge übersetzt. Eine Mutation verändert die Basenfolge und kann das Protein verändern.
BeispielVom Gen zum Protein, Mutationen
Schritt für Schritt
- Mutationen sind meist zufällig.
- Sie können Folgen haben, müssen es aber nicht.
- Mutationen sind meist zufällig.
- Sie können Folgen haben, müssen es aber nicht.
AchtungGene bestimmen alles
Wer ein bestimmtes Allel hat, bekommt sicher die zugehörige Krankheit.
Gene legen eine Veranlagung fest. Umwelt und Lebensweise wirken mit; bei vielen Krankheiten erhöhen Allele nur das Risiko.
Ein Gen ist ein Bauplan, kein Schicksal. Umwelt und Zufall entscheiden mit.
ÜbenJetzt du
- ○19Was legt die Basenfolge eines Gens fest? Begründe die Wahl.So fängst du an:Drei Basen codieren eine Aminosäure.
Lösung zeigen
- Drei Basen codieren eine Aminosäure.
- Die Folge der Aminosäuren ergibt das Protein.
Ergebnis:die Reihenfolge der Aminosäuren im Protein - ●20Wo wird die Information der DNA in ein Protein übersetzt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die DNA bleibt im Kern.
- Eine Kopie als Boten-RNA wandert zu den Ribosomen.
Ergebnis:an den Ribosomen im Cytoplasma - ★21Warum nennt man den genetischen Code universell? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das erlaubt Gentechnik über Artgrenzen.
- Es ist auch ein Beleg für gemeinsame Abstammung.
Ergebnis:Fast alle Lebewesen übersetzen dieselben Basentripletts in dieselben Aminosäuren.
8Ich kann Chancen und Risiken von Gentests und Gentechnik nach Sachaussage und Werturteil bewerten.
EntdeckenFrage
Woher kommt das Insulin für Menschen mit Diabetes?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Seit 1982 wird Humaninsulin gentechnisch hergestellt. Das menschliche Gen wird in Bakterien oder Hefe eingebaut, und diese bilden das Hormon. Vorher musste man Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen und Rindern gewinnen.
MerkenGentechnik bewerten
Gentests zeigen Wahrscheinlichkeiten, keine sicheren Schicksale.
Ob man etwas tun darf, ist ein Werturteil. Es braucht Sachwissen und eine begründete Wertung.
BeispielGentechnik bewerten
Schritt für Schritt
- Bei den meisten Merkmalen wirken Gene und Umwelt zusammen.
- Das zeigen Zwillingsstudien.
- Bei den meisten Merkmalen wirken Gene und Umwelt zusammen.
- Das zeigen Zwillingsstudien.
AchtungGentechnik und Gentest falsch eingeschätzt
Ein Gentest sagt sicher voraus, ob man erkrankt.
Ein Gentest zeigt Allele und Wahrscheinlichkeiten. Bei den meisten Krankheiten ist das Ergebnis keine sichere Vorhersage.
Ein Test zeigt, welche Allele vorliegen. Was daraus für das Leben folgt, ist meist unsicher.
ÜbenJetzt du
- ○22Was verändert die Gentechnik an Pflanzen? Begründe die Wahl.So fängst du an:Gentechnik greift in das Erbgut ein.
Lösung zeigen
- Gentechnik greift in das Erbgut ein.
- Ob das nützlich oder riskant ist, muss man bewerten.
Ergebnis:Sie baut gezielt Gene ein, entfernt oder verändert sie. - ●23Welche Aussage ist ein Werturteil? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ein Werturteil sagt, was sein soll.
- Die anderen Sätze beschreiben, was ist.
Ergebnis:Gentests sollten allen frei zugänglich sein. - ★24Wofür erhielten Charpentier und Doudna 2020 den Nobelpreis? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die Genschere schneidet DNA an einer gewählten Stelle.
- Was man damit tun darf, ist eine gesellschaftliche Frage.
Ergebnis:für die Entwicklung der Genschere CRISPR/Cas9, mit der sich Gene gezielt verändern lassen
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Was entsteht bei der Mitose? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Mitose dient dem Wachstum und der Erneuerung.
- Tochterzellen gleichen der Mutterzelle.
Ergebnis:zwei erbgleiche Körperzellen mit dem vollen Chromosomensatz - ●26Warum sind Geschwister, die nicht eineiige Zwillinge sind, genetisch verschieden? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Zufallsverteilung und Austausch erzeugen Vielfalt.
- Jede Befruchtung kombiniert zwei einzigartige Keimzellen.
Ergebnis:Bei der Meiose werden die Chromosomen zufällig verteilt und Stücke getauscht, jede Keimzelle ist anders. - ●27Bei Mais zeigt sich gelbe Körner dominant gegenüber weiße Körner. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen Aa und aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat weiße Körner?
Lösung zeigen
- Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von aa: a und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 2 mit aa.
- weiße Körner: 50 % der Nachkommen.
Ergebnis:50 % - ●28Wunderblumen: Rosa (RW) mal rosa (RW). Welcher Anteil ist weiß? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- RW mal RW ergibt RR, RW, RW und WW.
- WW ist weiß.
Ergebnis:ein Viertel - ●29Was ist eine Punktmutation? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Punktmutationen verändern eine Base.
- Manche ändern die Aminosäure, andere nicht.
Ergebnis:der Austausch einer einzelnen Base in der DNA - ●30Was ist bei einer Bewertung wichtig, nachdem Sachaussagen gesammelt wurden? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Fakten sagen nicht, was gut ist.
- Werte müssen benannt werden.
Ergebnis:Die Werte benennen, nach denen man abwägt, zum Beispiel Gesundheit und Umwelt.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Von der DNA zum Chromosom
- Die DNA ist ein langer Faden aus vier Bausteinen.
- Mitose und Meiose
- Die Mitose erzeugt erbgleiche Körperzellen mit 2n Chromosomen.
- Neukombination
- Bei der Meiose werden Chromosomen zufällig verteilt und Stücke getauscht.
- Mendelsche Regeln
- Dominante Allele setzen sich gegen rezessive durch.
- Nicht jeder Erbgang ist dominant-rezessiv
- Intermediär heißt: Mischmerkmal, aber getrennte Allele.
- Stammbäume lesen
- Haben gesunde Eltern ein krankes Kind, ist die Krankheit rezessiv.
- Vom Gen zum Protein
- Ein Gen enthält den Bauplan für ein Protein.
- Gentechnik bewerten
- Gentests zeigen Wahrscheinlichkeiten, keine sicheren Schicksale.
AchtungGen und Allel verwechselt
Aa ist ein Gen mit zwei Merkmalen.
Aa sind zwei Allele desselben Gens. Allele sind Varianten, das Gen ist die Stelle auf dem Chromosom.
Gen heißt die Stelle, Allel die Variante. Von jedem Gen hat man zwei Allele, eines von jedem Elternteil.
AchtungAlle Keimzellen eines Menschen sind gleich
Geschwister haben dieselben Erbanlagen, weil sie dieselben Eltern haben.
Jede Keimzelle erhält eine andere Auswahl und Mischung der Chromosomen. Geschwister (außer eineiigen Zwillingen) sind genetisch verschieden.
Die Meiose verteilt die Chromosomen zufällig und tauscht Stücke aus. Keine zwei Keimzellen sind gleich.
AchtungGeschlecht des Kindes der Mutter zugeschrieben
Die Mutter bestimmt, ob es ein Junge oder Mädchen wird.
Alle Eizellen tragen ein X-Chromosom. Das Spermium trägt X oder Y und bestimmt das Geschlecht.
Die Eizelle hat immer X. Ob X oder Y von der Spermienzelle kommt, entscheidet über das Geschlecht.
AchtungErbanlagen mischen sich wie Farben
Rot und Weiß vermischen sich bei den Eltern zu Rosa und sind danach nicht mehr trennbar.
Bei intermediärer Vererbung entsteht ein Mischmerkmal, aber die Allele bleiben unverändert. In der nächsten Generation treten Rot, Rosa und Weiß wieder auf.
Die Allele mischen sich nicht. Sie werden weitergegeben und zeigen sich in neuen Kombinationen.
AchtungVererbung der Blutgruppen falsch bestimmt
Eltern mit A und B bekommen nur Kinder mit AB.
A und B sind kodominant, 0 ist rezessiv. Eltern mit Genotyp A0 und B0 können Kinder mit A, B, AB und 0 haben.
Schreibe die Genotypen der Eltern auf. A und B sind dominant über 0 und kodominant zueinander.
AchtungTräger als krank gedacht
Wer ein rezessives Krankheitsallel hat, ist krank.
Träger haben ein Krankheitsallel, aber auch ein gesundes. Sie sind gesund und geben das Allel mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit weiter.
Träger sind gesund und haben ein Allel von jeder Sorte. Krank sind nur Personen mit zwei Krankheitsallelen.
AchtungMutationen falsch eingeordnet
Mutationen sind immer schädlich und entstehen, weil das Lebewesen sie braucht.
Mutationen entstehen zufällig. Die meisten sind ohne Folge, einige schaden, wenige nützen.
Mutationen sind zufällige Veränderungen der DNA. Ob sie schaden, nützen oder nichts bewirken, hängt von der Umwelt ab.
AchtungWerturteil als Sachaussage behandelt
Man darf Embryonen testen, das ist einfach wissenschaftlich richtig.
Was technisch geht, ist eine Sachaussage. Ob man es tun soll, ist ein Werturteil und braucht Gründe.
Trenne: Was ist möglich und belegt (Sache)? Was soll geschehen (Wert)? Beides gehört in eine Bewertung.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann DNA, Gen, Chromosom und Allel unterscheiden und den Bau der DNA beschreiben.
31Aus welchen Bausteinen besteht die DNA? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:aus vier Basen: Adenin, Thymin, Guanin und CytosinIch kann Mitose und Meiose unterscheiden und Chromosomenzahlen bestimmen.
32Welche Teilung bildet Spermien und Eizellen? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:die MeioseIch kann Meiose und Befruchtung als Quellen genetischer Vielfalt erklären.
33Wodurch unterscheiden sich eineiige Zwillinge von zweieiigen? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Eineiige entstehen aus einer befruchteten Eizelle und sind erbgleich, zweieiige aus zwei Eizellen und sind genetisch verschieden wie Geschwister.Ich kann die Mendelschen Regeln anwenden und Kreuzungen mit dem Kreuzungsquadrat berechnen.
34Bei Fruchtfliegen zeigt sich normale Flügel dominant gegenüber Stummelflügel. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen aa und aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat normale Flügel?Lösung zeigen
Ergebnis:0 %Ich kann intermediäre und kodominante Erbgänge sowie die Vererbung der Blutgruppen erklären.
35Kann ein Kind mit Blutgruppe 0 Eltern mit den Blutgruppen A und B haben? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Ja, wenn beide Eltern das Allel 0 tragen.Ich kann einen Stammbaum auswerten und den Erbgang bestimmen.
36Woran erkennt man im Stammbaum einen dominanten Erbgang? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Jedes erkrankte Kind hat mindestens einen erkrankten Elternteil.Ich kann den Weg vom Gen zum Merkmal beschreiben und Mutationen einordnen.
37Was legt die Basenfolge eines Gens fest? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:die Reihenfolge der Aminosäuren im ProteinIch kann Chancen und Risiken von Gentests und Gentechnik nach Sachaussage und Werturteil bewerten.
38Welche Aussage ist eine Sachaussage? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Das Gendiagnostikgesetz schützt auch das Recht, ein Testergebnis nicht zu erfahren.
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Wer fand die Form der DNA heraus?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
James Watson und Francis Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix. Ein wichtiger Hinweis kam von einer Röntgenaufnahme, die Rosalind Franklin und Raymond Gosling gemacht hatten. Die Aufnahme zeigte die Spiralform.
Wörter
- Prozentsatz
- wie viel Prozent es sind
- Prozentwert
- der Teil, um den es geht
- Wahrscheinlichkeit
- wie sicher etwas passiert
Lösungen
- Thymin
- Ein Chromosom enthält sehr viele Gene hintereinander.
- Der Phänotyp hängt von der Dominanz der Allele ab und kann von der Umwelt beeinflusst werden.
- zu Wachstum, Erneuerung und Wundheilung
- Die DNA wird verdoppelt.
- 92, weil jede Chromatide ein eigenes Chromosom ist
- mehr als 8 Millionen
- 46
- Durch den Austausch von Stücken entstehen zusätzlich neue Kombinationen innerhalb der Chromosomen.
- 25 %
- 100 %
- 20
- A, B, AB und 0
- 75 Prozent
- Bei intermediärer Vererbung bleiben die Allele erhalten und treten bei Kreuzungen der Nachkommen wieder getrennt auf.
- 25 Prozent
- 50 Prozent
- Die Krankheit ist dominant, beide Eltern sind Aa.
- die Reihenfolge der Aminosäuren im Protein
- an den Ribosomen im Cytoplasma
- Fast alle Lebewesen übersetzen dieselben Basentripletts in dieselben Aminosäuren.
- Sie baut gezielt Gene ein, entfernt oder verändert sie.
- Gentests sollten allen frei zugänglich sein.
- für die Entwicklung der Genschere CRISPR/Cas9, mit der sich Gene gezielt verändern lassen
- zwei erbgleiche Körperzellen mit dem vollen Chromosomensatz
- Bei der Meiose werden die Chromosomen zufällig verteilt und Stücke getauscht, jede Keimzelle ist anders.
- 50 %
- ein Viertel
- der Austausch einer einzelnen Base in der DNA
- Die Werte benennen, nach denen man abwägt, zum Beispiel Gesundheit und Umwelt.
- aus vier Basen: Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin
- die Meiose
- Eineiige entstehen aus einer befruchteten Eizelle und sind erbgleich, zweieiige aus zwei Eizellen und sind genetisch verschieden wie Geschwister.
- 0 %
- Ja, wenn beide Eltern das Allel 0 tragen.
- Jedes erkrankte Kind hat mindestens einen erkrankten Elternteil.
- die Reihenfolge der Aminosäuren im Protein
- Das Gendiagnostikgesetz schützt auch das Recht, ein Testergebnis nicht zu erfahren.