Biologie · Klasse 9 und 10 · Kapitel
Genetik und Vererbung
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Wer fand die Form der DNA heraus?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: James Watson und Francis Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix. Ein wichtiger Hinweis kam von einer Röntgenaufnahme, die Rosalind Franklin und Raymond Gosling gemacht hatten. Die Aufnahme zeigte die Spiralform. Quelle: Watson und Crick 1953, Nature 171; Franklin und Gosling 1953, Nature 171.
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann DNA, Gen, Chromosom und Allel unterscheiden und den Bau der DNA beschreiben.
EntdeckenFrage
Wer fand die Form der DNA heraus?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
James Watson und Francis Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix. Ein wichtiger Hinweis kam von einer Röntgenaufnahme, die Rosalind Franklin und Raymond Gosling gemacht hatten. Die Aufnahme zeigte die Spiralform.
MerkenVon der DNA zum Chromosom
Die DNA ist ein langer Faden aus vier Bausteinen.
Ein Gen ist ein Abschnitt davon, Chromosomen bestehen aus DNA und Eiweißen. Allele sind Varianten desselben Gens.
BeispielDNA, Gen, Chromosom und Allel
Schritt für Schritt
- Chromosomen sind die Verpackung der DNA.
- Auf jedem Chromosom liegen sehr viele Gene.
- Chromosomen sind die Verpackung der DNA.
- Auf jedem Chromosom liegen sehr viele Gene.
AchtungGen und Chromosom gleichgesetzt
Ein Gen ist ein Chromosom.
Ein Chromosom enthält sehr viele Gene. Ein Gen ist ein Abschnitt der DNA mit dem Bauplan für ein Protein.
Die Ebenen sind verschachtelt: Base, Gen, DNA, Chromosom, Zelle. Ein Gen ist viel kleiner als ein Chromosom.
ÜbenJetzt du
- ○1Wie verhält sich ein Gen zu einem Chromosom? Begründe die Wahl.So fängst du an:Ein Chromosom ist groß, ein Gen ein kleiner Abschnitt.
Lösung zeigen
- Ein Chromosom ist groß, ein Gen ein kleiner Abschnitt.
- Der Mensch hat etwa 20.000 Gene.
Ergebnis:Ein Chromosom enthält sehr viele Gene hintereinander. - ●2Was bedeutet heterozygot? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Hetero heißt verschieden.
- Aa ist heterozygot.
Ergebnis:Die beiden Allele eines Gens sind verschieden. - ★3Ein Mensch hat in einer Körperzelle zwei Allele für die Blutgruppe. Woher stammen sie? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Jedes Chromosomenpaar hat ein mütterliches und ein väterliches Chromosom.
- Auf beiden liegt das Gen.
Ergebnis:eines von der Mutter und eines vom Vater
2Ich kann Mitose und Meiose unterscheiden und Chromosomenzahlen bestimmen.
EntdeckenFrage
Wie viele Chromosomen haben andere Lebewesen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Der Mensch hat 46, der Schimpanse 48, der Hund 78, die Erbse 14 und die Fruchtfliege 8. Die Zahl sagt nichts über die Größe oder Klugheit eines Lebewesens.
MerkenMitose und Meiose
Die Mitose erzeugt erbgleiche Körperzellen mit 2n Chromosomen.
Die Meiose halbiert die Zahl: Es entstehen Keimzellen mit n Chromosomen.
BeispielMitose und Meiose
Schritt für Schritt
- Eizelle und Spermium bringen je n mit.
- Bei der Befruchtung entsteht wieder 2n.
- Eizelle und Spermium bringen je n mit.
- Bei der Befruchtung entsteht wieder 2n.
AchtungMitose und Meiose verwechselt
Bei der Mitose entstehen Keimzellen mit halbem Chromosomensatz.
Die Mitose erzeugt erbgleiche Körperzellen mit vollem Satz. Die Meiose halbiert den Satz und bildet Keimzellen.
Mitose heißt Körperzellen, gleiche Chromosomenzahl. Meiose heißt Keimzellen, halbe Chromosomenzahl.
ÜbenJetzt du
- ○4Wann entsteht ein Chromosom mit zwei Chromatiden? Begründe die Wahl.So fängst du an:Die DNA wird in der S-Phase verdoppelt.
Lösung zeigen
- Die DNA wird in der S-Phase verdoppelt.
- Dann hängen zwei identische Chromatiden am Centromer.
Ergebnis:nach der Verdopplung der DNA vor der Teilung - ●5Eine Zelle der Fruchtfliege hat 8 Chromosomen. Wie viele Chromatiden hat sie in der Metaphase der Mitose? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- In der Metaphase hat jedes Chromosom zwei Chromatiden.
- 8 mal 2 sind 16.
Ergebnis:16 - ★6Wie viele Chromosomen hat eine menschliche Körperzelle nach der Meiose in jeder Keimzelle? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die Meiose halbiert den Chromosomensatz.
- 46 geteilt durch 2 ergibt 23.
Ergebnis:23
3Ich kann Meiose und Befruchtung als Quellen genetischer Vielfalt erklären.
EntdeckenFrage
Wie viele verschiedene Kinder könnten zwei Eltern theoretisch bekommen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Jede Person kann durch die Verteilung der Chromosomen etwa 8 Millionen verschiedene Keimzellen bilden, genau 2 hoch 23. Zwei Eltern ergeben 2 hoch 46, das sind mehr als 70 Billionen Kombinationen. Der Austausch von Stücken macht die Zahl noch größer.
MerkenNeukombination
Bei der Meiose werden Chromosomen zufällig verteilt und Stücke getauscht.
Bei der Befruchtung verschmelzen zwei Keimzellen. Jedes Kind ist genetisch einzigartig.
BeispielNeukombination und Befruchtung
Schritt für Schritt
- Crossing-over findet in der Meiose statt.
- Es mischt Allele neu.
- Crossing-over findet in der Meiose statt.
- Es mischt Allele neu.
AchtungAlle Keimzellen eines Menschen sind gleich
Geschwister haben dieselben Erbanlagen, weil sie dieselben Eltern haben.
Jede Keimzelle erhält eine andere Auswahl und Mischung der Chromosomen. Geschwister (außer eineiigen Zwillingen) sind genetisch verschieden.
Die Meiose verteilt die Chromosomen zufällig und tauscht Stücke aus. Keine zwei Keimzellen sind gleich.
ÜbenJetzt du
- ○7Was bedeutet Crossing-over? Begründe die Wahl.So fängst du an:Das passiert in der ersten Reifeteilung.
Lösung zeigen
- Das passiert in der ersten Reifeteilung.
- Es entstehen neue Allelkombinationen.
Ergebnis:Zwei Chromosomen eines Paares tauschen Stücke aus, bevor sie getrennt werden. - ●8Warum ähneln sich Geschwister, sind aber nicht gleich? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die Verteilung ist zufällig.
- Jedes Kind bekommt eine neue Mischung.
Ergebnis:Sie erhalten von beiden Eltern je eine zufällige Auswahl der Chromosomen. - ★9Welches Geschlechtschromosom trägt jede Eizelle? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Frauen haben zwei X-Chromosomen.
- Jede Eizelle erhält eines davon.
Ergebnis:ein X-Chromosom
4Ich kann die Mendelschen Regeln anwenden und Kreuzungen mit dem Kreuzungsquadrat berechnen.
EntdeckenFrage
Wie genau stimmten Mendels Zahlen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Mendel zählte bei der Form der Erbsensamen 5474 runde und 1850 runzelige Samen. Das Verhältnis ist 2,96 zu 1, also sehr nahe an 3 zu 1. Er schloss daraus auf Erbfaktoren, die sich nicht mischen.
MerkenMendelsche Regeln
Dominante Allele setzen sich gegen rezessive durch.
Aus Aa mal Aa entstehen im Mittel 25 Prozent AA, 50 Prozent Aa und 25 Prozent aa, also 75 Prozent mit dem dominanten Merkmal.
BeispielKreuzungen nach Mendel berechnen
Schritt für Schritt
- Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von Aa: A und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 1 mit aa.
- Stummelflügel: 25 % der Nachkommen.
- Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von Aa: A und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 1 mit aa.
- Stummelflügel: 25 % der Nachkommen.
AchtungDominant als häufig oder besser gedacht
Dominant heißt, dass das Merkmal häufiger oder stärker ist.
Dominant heißt nur: Es zeigt sich im Phänotyp, wenn ein Allel vorhanden ist. Häufigkeit und Wert sagt das nicht.
Dominant ist eine Aussage über den Phänotyp bei Aa, nicht über Häufigkeit oder Güte.
ÜbenJetzt du
- ○10Bei Mais zeigt sich gelbe Körner dominant gegenüber weiße Körner. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen Aa und aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat gelbe Körner?So fängst du an:Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von aa: a und a.
Lösung zeigen
- Keimzellen von Aa: A und a. Keimzellen von aa: a und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 2 mit aa.
- gelbe Körner: 50 % der Nachkommen.
Ergebnis:50 % - ●11Bei Mais zeigt sich gelbe Körner dominant gegenüber weiße Körner. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen aa und aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat weiße Körner?
Lösung zeigen
- Keimzellen von aa: a und a. Keimzellen von aa: a und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 4 mit aa.
- weiße Körner: 100 % der Nachkommen.
Ergebnis:100 % - ★12Bei Mais zeigt sich gelbe Körner dominant gegenüber weiße Körner. Ein Tier oder eine Pflanze mit gelbe Körner wird mit einem Partner gekreuzt, der weiße Körner zeigt. Die Hälfte der Nachkommen hat weiße Körner. Welchen Genotyp hat das Elternteil mit gelbe Körner?
Lösung zeigen
- Der Partner mit weiße Körner hat den Genotyp aa.
- Die Hälfte der Nachkommen zeigt das rezessive Merkmal, also aa.
- Das geht nur, wenn das andere Elternteil das Allel a trägt: Genotyp Aa.
Ergebnis:Aa
5Ich kann intermediäre und kodominante Erbgänge sowie die Vererbung der Blutgruppen erklären.
EntdeckenFrage
Wer entdeckte, warum manche Bluttransfusionen tödlich enden?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Karl Landsteiner fand 1901 die Blutgruppen A, B und 0. Mischte er Blut verschiedener Personen, verklumpte es manchmal. Die Gruppe AB wurde 1902 ergänzt. Für diese Entdeckung bekam er 1930 den Nobelpreis.
MerkenNicht jeder Erbgang ist dominant-rezessiv
Intermediär heißt: Mischmerkmal, aber getrennte Allele.
Bei Kodominanz zeigen sich beide Allele, wie bei Blutgruppe AB.
BeispielIntermediär, kodominant und Blutgruppen
Schritt für Schritt
- Keimzellen: A oder 0 und B oder 0.
- Kombinationen: AB, A0, B0, 00.
- Keimzellen: A oder 0 und B oder 0.
- Kombinationen: AB, A0, B0, 00.
AchtungSpaltungsverhältnis falsch bestimmt
Aa mal Aa ergibt je zur Hälfte dominant und rezessiv.
Aa mal Aa ergibt 25 Prozent AA, 50 Prozent Aa, 25 Prozent aa, also 75 Prozent dominant und 25 Prozent rezessiv.
Zeichne das Kreuzungsquadrat. Jede Zelle hat dieselbe Wahrscheinlichkeit. Zähle die Zellen nach Phänotyp.
ÜbenJetzt du
- ○13Kann ein Kind mit Blutgruppe 0 Eltern mit den Blutgruppen A und B haben? Begründe die Wahl.So fängst du an:0 ist rezessiv.
Lösung zeigen
- 0 ist rezessiv.
- A0 mal B0 kann 00 geben.
Ergebnis:Ja, wenn beide Eltern das Allel 0 tragen. - ●14Wunderblumen: Rosa (RW) mal rosa (RW). Welcher Anteil ist weiß? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- RW mal RW ergibt RR, RW, RW und WW.
- WW ist weiß.
Ergebnis:ein Viertel - ★15Eine Frau mit Blutgruppe A und ein Mann mit Blutgruppe B haben ein Kind mit Blutgruppe 0. Welche Genotypen haben die Eltern? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das Kind ist 00 und hat von jedem Elternteil 0 bekommen.
- Beide Eltern tragen daher 0.
Ergebnis:A0 und B0
6Ich kann einen Stammbaum auswerten und den Erbgang bestimmen.
EntdeckenFrage
Wie viele Menschen in Deutschland tragen das Allel für Mukoviszidose, ohne selbst krank zu sein?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Etwa jeder 25. Mensch. Krank wird nur, wer von beiden Eltern das Allel erbt. Zwei Träger bekommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent ein krankes Kind.
MerkenStammbäume lesen
Haben gesunde Eltern ein krankes Kind, ist die Krankheit rezessiv.
Bei rezessivem Erbgang sind die Eltern Träger, sie zeigen die Krankheit nicht, geben das Allel aber weiter.
BeispielStammbäume auswerten
Schritt für Schritt
- Dominante Krankheiten springen keine Generation.
- Ein Elternteil muss das Allel tragen und krank sein.
- Dominante Krankheiten springen keine Generation.
- Ein Elternteil muss das Allel tragen und krank sein.
AchtungErbgang aus dem Stammbaum falsch abgeleitet
Zwei gesunde Eltern haben ein krankes Kind, also ist die Krankheit dominant.
Bei einem dominanten Erbgang wäre ein Elternteil krank. Gesunde Eltern mit krankem Kind weisen auf einen rezessiven Erbgang.
Suche zuerst gesunde Eltern mit krankem Kind. Das zeigt sofort: rezessiv.
ÜbenJetzt du
- ○16Ein Kind ist erkrankt, beide Eltern sind gesund, ein Geschwister ist gesund. Welchen Genotyp haben die Eltern? Begründe die Wahl.So fängst du an:Das kranke Kind ist aa und hat von beiden Eltern a.
Lösung zeigen
- Das kranke Kind ist aa und hat von beiden Eltern a.
- Die gesunden Eltern haben auch A.
Ergebnis:beide Aa, also Träger - ●17Eltern sind gesund, ihre Tochter ist krank. Welche Aussage über den Erbgang stimmt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ein dominantes Allel würde sich zeigen.
- Beide Eltern geben ein rezessives Allel weiter.
Ergebnis:Er ist rezessiv, beide Eltern sind Träger. - ★18Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Kind zweier Träger weder krank noch Träger ist? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Aa mal Aa: 25 Prozent AA.
- AA ist gesund und trägt das Allel nicht.
Ergebnis:25 Prozent
7Ich kann den Weg vom Gen zum Merkmal beschreiben und Mutationen einordnen.
EntdeckenFrage
Wie kann ein einziger Buchstabe der DNA eine schwere Krankheit auslösen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Bei der Sichelzellanämie ist eine einzige Base verändert. Dadurch sitzt eine falsche Aminosäure im Blutfarbstoff Hämoglobin. Die roten Blutzellen verformen sich zur Sichel und verstopfen kleine Gefäße.
MerkenVom Gen zum Protein
Ein Gen enthält den Bauplan für ein Protein.
Die Basenfolge wird abgelesen und in eine Aminosäurefolge übersetzt. Eine Mutation verändert die Basenfolge und kann das Protein verändern.
BeispielVom Gen zum Protein, Mutationen
Schritt für Schritt
- Wirkung hängt vom Protein und von der Umwelt ab.
- Manche Mutationen sind der Anfang neuer Merkmale.
- Wirkung hängt vom Protein und von der Umwelt ab.
- Manche Mutationen sind der Anfang neuer Merkmale.
AchtungGene bestimmen alles
Wer ein bestimmtes Allel hat, bekommt sicher die zugehörige Krankheit.
Gene legen eine Veranlagung fest. Umwelt und Lebensweise wirken mit; bei vielen Krankheiten erhöhen Allele nur das Risiko.
Ein Gen ist ein Bauplan, kein Schicksal. Umwelt und Zufall entscheiden mit.
ÜbenJetzt du
- ○19Was ist eine Mutation? Begründe die Wahl.So fängst du an:Mutationen sind meist zufällig.
Lösung zeigen
- Mutationen sind meist zufällig.
- Sie können Folgen haben, müssen es aber nicht.
Ergebnis:eine Veränderung der Basenfolge der DNA - ●20Wo wird die Information der DNA in ein Protein übersetzt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die DNA bleibt im Kern.
- Eine Kopie als Boten-RNA wandert zu den Ribosomen.
Ergebnis:an den Ribosomen im Cytoplasma - ★21Eine Mutation löscht in einem Gen eine einzelne Base. Warum ist diese Mutation oft besonders schwerwiegend? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Code wird in Dreiergruppen gelesen.
- Eine fehlende Base verschiebt den Raster.
- Das nennt man Rasterschub.
Ergebnis:Alle folgenden Tripletts verschieben sich, die Aminosäurefolge ändert sich ab dieser Stelle.
8Ich kann Chancen und Risiken von Gentests und Gentechnik nach Sachaussage und Werturteil bewerten.
EntdeckenFrage
Woher kommt das Insulin für Menschen mit Diabetes?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Seit 1982 wird Humaninsulin gentechnisch hergestellt. Das menschliche Gen wird in Bakterien oder Hefe eingebaut, und diese bilden das Hormon. Vorher musste man Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen und Rindern gewinnen.
MerkenGentechnik bewerten
Gentests zeigen Wahrscheinlichkeiten, keine sicheren Schicksale.
Ob man etwas tun darf, ist ein Werturteil. Es braucht Sachwissen und eine begründete Wertung.
BeispielGentechnik bewerten
Schritt für Schritt
- Die Huntington-Krankheit wird dominant vererbt.
- Bei den meisten Krankheiten wirken viele Faktoren.
- Die Huntington-Krankheit wird dominant vererbt.
- Bei den meisten Krankheiten wirken viele Faktoren.
AchtungGentechnik und Gentest falsch eingeschätzt
Ein Gentest sagt sicher voraus, ob man erkrankt.
Ein Gentest zeigt Allele und Wahrscheinlichkeiten. Bei den meisten Krankheiten ist das Ergebnis keine sichere Vorhersage.
Ein Test zeigt, welche Allele vorliegen. Was daraus für das Leben folgt, ist meist unsicher.
ÜbenJetzt du
- ○22Was kann ein Gentest über das Risiko für eine Krankheit aussagen? Begründe die Wahl.So fängst du an:Meist erhöht ein Allel nur das Risiko.
Lösung zeigen
- Meist erhöht ein Allel nur das Risiko.
- Umwelt und Lebensweise spielen mit.
Ergebnis:Er zeigt, welche Allele vorliegen, und damit eine Wahrscheinlichkeit. - ●23Warum ist es sinnvoll, bei der Bewertung von Gentechnik Chancen und Risiken getrennt zu sammeln? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Eine Bewertung braucht Argumente beider Seiten.
- Die Gewichtung ist eine Wertung.
Ergebnis:So sieht man, was belegt ist, und kann begründet abwägen, was einem wichtiger ist. - ★24Warum ist die Aussage „Gene sind unser Schicksal“ fachlich falsch? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Zwillingsstudien zeigen Einfluss beider Seiten.
- Die meisten Merkmale entstehen aus Zusammenspiel.
Ergebnis:Gene legen Veranlagungen fest, Umwelt und Zufall beeinflussen, was sich zeigt.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Was bedeutet homozygot? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Homo heißt gleich.
- AA und aa sind homozygot.
Ergebnis:Beide Allele eines Gens sind gleich. - ●26Wie ist das Geschlecht eines Kindes festgelegt, wenn ein Spermium mit Y-Chromosom die Eizelle befruchtet? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- XY ergibt männlich.
- Das Y kommt vom Vater.
Ergebnis:Das Kind ist ein Junge (XY). - ●27Bei Meerschweinchen zeigt sich schwarzes Fell dominant gegenüber braunes Fell. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen AA und Aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat schwarzes Fell?
Lösung zeigen
- Keimzellen von AA: A und A. Keimzellen von Aa: A und a.
- Im Kreuzungsquadrat gibt es vier Felder, davon 0 mit aa.
- schwarzes Fell: 100 % der Nachkommen.
Ergebnis:100 % - ●28Was kennzeichnet einen intermediären Erbgang? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Rosa aus Rot und Weiß ist ein Beispiel.
- In der F2 treten alle drei Farben wieder auf.
Ergebnis:Heterozygote zeigen ein Merkmal zwischen den Eltern, die Allele bleiben unverändert. - ●29Ein Elternteil mit einer dominanten Krankheit hat den Genotyp Aa. Der andere ist gesund (aa). Wie viele Kinder sind im Mittel krank? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Aa mal aa ergibt 50 Prozent Aa und 50 Prozent aa.
- Aa ist krank.
Ergebnis:die Hälfte - ●30Was ist bei einer Bewertung wichtig, nachdem Sachaussagen gesammelt wurden? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Fakten sagen nicht, was gut ist.
- Werte müssen benannt werden.
Ergebnis:Die Werte benennen, nach denen man abwägt, zum Beispiel Gesundheit und Umwelt.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Von der DNA zum Chromosom
- Die DNA ist ein langer Faden aus vier Bausteinen.
- Mitose und Meiose
- Die Mitose erzeugt erbgleiche Körperzellen mit 2n Chromosomen.
- Neukombination
- Bei der Meiose werden Chromosomen zufällig verteilt und Stücke getauscht.
- Mendelsche Regeln
- Dominante Allele setzen sich gegen rezessive durch.
- Nicht jeder Erbgang ist dominant-rezessiv
- Intermediär heißt: Mischmerkmal, aber getrennte Allele.
- Stammbäume lesen
- Haben gesunde Eltern ein krankes Kind, ist die Krankheit rezessiv.
- Vom Gen zum Protein
- Ein Gen enthält den Bauplan für ein Protein.
- Gentechnik bewerten
- Gentests zeigen Wahrscheinlichkeiten, keine sicheren Schicksale.
AchtungGen und Allel verwechselt
Aa ist ein Gen mit zwei Merkmalen.
Aa sind zwei Allele desselben Gens. Allele sind Varianten, das Gen ist die Stelle auf dem Chromosom.
Gen heißt die Stelle, Allel die Variante. Von jedem Gen hat man zwei Allele, eines von jedem Elternteil.
AchtungChromosomen und Chromatiden falsch gezählt
Nach der Verdopplung hat die Zelle 92 Chromosomen statt 46.
Nach der Verdopplung hat jedes der 46 Chromosomen zwei Chromatiden. Gezählt wird am Centromer: 46.
Zähle die Chromosomen am Centromer. Zwei Chromatiden sind ein Chromosom mit verdoppelter DNA.
AchtungGeschlecht des Kindes der Mutter zugeschrieben
Die Mutter bestimmt, ob es ein Junge oder Mädchen wird.
Alle Eizellen tragen ein X-Chromosom. Das Spermium trägt X oder Y und bestimmt das Geschlecht.
Die Eizelle hat immer X. Ob X oder Y von der Spermienzelle kommt, entscheidet über das Geschlecht.
AchtungErbanlagen mischen sich wie Farben
Rot und Weiß vermischen sich bei den Eltern zu Rosa und sind danach nicht mehr trennbar.
Bei intermediärer Vererbung entsteht ein Mischmerkmal, aber die Allele bleiben unverändert. In der nächsten Generation treten Rot, Rosa und Weiß wieder auf.
Die Allele mischen sich nicht. Sie werden weitergegeben und zeigen sich in neuen Kombinationen.
AchtungVererbung der Blutgruppen falsch bestimmt
Eltern mit A und B bekommen nur Kinder mit AB.
A und B sind kodominant, 0 ist rezessiv. Eltern mit Genotyp A0 und B0 können Kinder mit A, B, AB und 0 haben.
Schreibe die Genotypen der Eltern auf. A und B sind dominant über 0 und kodominant zueinander.
AchtungTräger als krank gedacht
Wer ein rezessives Krankheitsallel hat, ist krank.
Träger haben ein Krankheitsallel, aber auch ein gesundes. Sie sind gesund und geben das Allel mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit weiter.
Träger sind gesund und haben ein Allel von jeder Sorte. Krank sind nur Personen mit zwei Krankheitsallelen.
AchtungMutationen falsch eingeordnet
Mutationen sind immer schädlich und entstehen, weil das Lebewesen sie braucht.
Mutationen entstehen zufällig. Die meisten sind ohne Folge, einige schaden, wenige nützen.
Mutationen sind zufällige Veränderungen der DNA. Ob sie schaden, nützen oder nichts bewirken, hängt von der Umwelt ab.
AchtungWerturteil als Sachaussage behandelt
Man darf Embryonen testen, das ist einfach wissenschaftlich richtig.
Was technisch geht, ist eine Sachaussage. Ob man es tun soll, ist ein Werturteil und braucht Gründe.
Trenne: Was ist möglich und belegt (Sache)? Was soll geschehen (Wert)? Beides gehört in eine Bewertung.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann DNA, Gen, Chromosom und Allel unterscheiden und den Bau der DNA beschreiben.
31Wie viele Chromosomen hat eine menschliche Körperzelle? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:46, also 23 PaareIch kann Mitose und Meiose unterscheiden und Chromosomenzahlen bestimmen.
32Wie viele Zellen entstehen aus einer Zelle bei einer vollständigen Meiose? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:vierIch kann Meiose und Befruchtung als Quellen genetischer Vielfalt erklären.
33Wodurch unterscheiden sich eineiige Zwillinge von zweieiigen? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Eineiige entstehen aus einer befruchteten Eizelle und sind erbgleich, zweieiige aus zwei Eizellen und sind genetisch verschieden wie Geschwister.Ich kann die Mendelschen Regeln anwenden und Kreuzungen mit dem Kreuzungsquadrat berechnen.
34Bei Erbsen zeigt sich hohe Pflanzen dominant gegenüber Zwergpflanzen. Es werden zwei Eltern mit den Genotypen AA und Aa gekreuzt. Welcher Anteil der Nachkommen hat Zwergpflanzen?Lösung zeigen
Ergebnis:0 %Ich kann intermediäre und kodominante Erbgänge sowie die Vererbung der Blutgruppen erklären.
35Kann ein Kind mit Blutgruppe 0 Eltern mit den Blutgruppen A und B haben? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Ja, wenn beide Eltern das Allel 0 tragen.Ich kann einen Stammbaum auswerten und den Erbgang bestimmen.
36Ein Kind ist erkrankt, beide Eltern sind gesund, ein Geschwister ist gesund. Welchen Genotyp haben die Eltern? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:beide Aa, also TrägerIch kann den Weg vom Gen zum Merkmal beschreiben und Mutationen einordnen.
37Was ist eine Mutation? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:eine Veränderung der Basenfolge der DNAIch kann Chancen und Risiken von Gentests und Gentechnik nach Sachaussage und Werturteil bewerten.
38Wer darf nach dem Gendiagnostikgesetz über einen genetischen Test entscheiden? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:die getestete Person selbst
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Wer fand die Form der DNA heraus?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
James Watson und Francis Crick beschrieben 1953 die Doppelhelix. Ein wichtiger Hinweis kam von einer Röntgenaufnahme, die Rosalind Franklin und Raymond Gosling gemacht hatten. Die Aufnahme zeigte die Spiralform.
Wörter
- Prozentsatz
- wie viel Prozent es sind
- Prozentwert
- der Teil, um den es geht
- Wahrscheinlichkeit
- wie sicher etwas passiert
Lösungen
- Ein Chromosom enthält sehr viele Gene hintereinander.
- Die beiden Allele eines Gens sind verschieden.
- eines von der Mutter und eines vom Vater
- nach der Verdopplung der DNA vor der Teilung
- 16
- 23
- Zwei Chromosomen eines Paares tauschen Stücke aus, bevor sie getrennt werden.
- Sie erhalten von beiden Eltern je eine zufällige Auswahl der Chromosomen.
- ein X-Chromosom
- 50 %
- 100 %
- Aa
- Ja, wenn beide Eltern das Allel 0 tragen.
- ein Viertel
- A0 und B0
- beide Aa, also Träger
- Er ist rezessiv, beide Eltern sind Träger.
- 25 Prozent
- eine Veränderung der Basenfolge der DNA
- an den Ribosomen im Cytoplasma
- Alle folgenden Tripletts verschieben sich, die Aminosäurefolge ändert sich ab dieser Stelle.
- Er zeigt, welche Allele vorliegen, und damit eine Wahrscheinlichkeit.
- So sieht man, was belegt ist, und kann begründet abwägen, was einem wichtiger ist.
- Gene legen Veranlagungen fest, Umwelt und Zufall beeinflussen, was sich zeigt.
- Beide Allele eines Gens sind gleich.
- Das Kind ist ein Junge (XY).
- 100 %
- Heterozygote zeigen ein Merkmal zwischen den Eltern, die Allele bleiben unverändert.
- die Hälfte
- Die Werte benennen, nach denen man abwägt, zum Beispiel Gesundheit und Umwelt.
- 46, also 23 Paare
- vier
- Eineiige entstehen aus einer befruchteten Eizelle und sind erbgleich, zweieiige aus zwei Eizellen und sind genetisch verschieden wie Geschwister.
- 0 %
- Ja, wenn beide Eltern das Allel 0 tragen.
- beide Aa, also Träger
- eine Veränderung der Basenfolge der DNA
- die getestete Person selbst