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Biologie · Klasse 9 und 10 · Kapitel

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Gesundheit und Immunsystem

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Warum sank die Zahl der Todesfälle im Wochenbett in Wien, nachdem sich die Ärzte die Hände mit Chlorkalk wuschen?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Der Arzt Ignaz Semmelweis erkannte 1847: Ärzte trugen von der Leichenöffnung etwas an den Händen zu den Gebärenden. Nach dem Händewaschen mit Chlorkalklösung sank die Sterblichkeit in seiner Abteilung auf einen Bruchteil. Erreger kannte man noch nicht. Quelle: Best und Neuhauser 2004, Ignaz Semmelweis and the birth of infection control, Quality and Safety in Health Care 13.

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○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich kann Gesundheit und Krankheit unterscheiden und Risikofaktoren einschätzen.

EntdeckenFrage

Warum sank die Zahl der Todesfälle im Wochenbett in Wien, nachdem sich die Ärzte die Hände mit Chlorkalk wuschen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Der Arzt Ignaz Semmelweis erkannte 1847: Ärzte trugen von der Leichenöffnung etwas an den Händen zu den Gebärenden. Nach dem Händewaschen mit Chlorkalklösung sank die Sterblichkeit in seiner Abteilung auf einen Bruchteil. Erreger kannte man noch nicht.

MerkenGesundheit ist mehr als nicht krank

Gesundheit umfasst körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden.

Ein Risikofaktor erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit, er macht sie nicht sicher.

BeispielGesundheit, Krankheit und Risiko

Ein Test fällt bei einer Person ohne Beschwerden positiv aus: Erreger nachgewiesen. Was trifft zu? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Der Test zeigt den Erreger, nicht Beschwerden.
  2. Infektionen können ohne Beschwerden verlaufen.
  3. Deshalb stecken manche Menschen andere an, ohne es zu wissen.
  1. Der Test zeigt den Erreger, nicht Beschwerden.
  2. Infektionen können ohne Beschwerden verlaufen.
  3. Deshalb stecken manche Menschen andere an, ohne es zu wissen.
Ergebnis:
Die Person ist infiziert und kann ansteckend sein, auch ohne Beschwerden.

AchtungGesund heißt nur: nicht krank

So nicht
Wer keine Diagnose hat, ist gesund.
So richtig
Gesundheit umfasst auch seelisches und soziales Wohlbefinden. Auch ohne Diagnose kann jemand leiden.

Gesundheit ist mehr als keine Krankheit zu haben. Sie hat drei Seiten: körperlich, seelisch und sozial.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Warum ist Rauchen ein Risikofaktor und keine sichere Ursache für Lungenkrebs? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Risikofaktoren ändern Wahrscheinlichkeiten.
    Lösung zeigen
    1. Risikofaktoren ändern Wahrscheinlichkeiten.
    2. Sie sagen nichts über den Einzelfall.
    Ergebnis:
    Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, aber nicht jede rauchende Person erkrankt.
  2. ●2
    Eine Person hat Rückenschmerzen, es ist aber kein Erreger beteiligt. Kann sie trotzdem krank sein? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Es gibt nicht nur Infektionskrankheiten.
    2. Auch Haltung, Stoffwechsel und Gene spielen eine Rolle.
    Ergebnis:
    Ja, Krankheiten können auch ohne Erreger entstehen, zum Beispiel durch Belastung.
  3. ★3
    Was gehört nach der Weltgesundheitsorganisation zur Gesundheit außer dem Körper? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Satzung von 1946 nennt drei Bereiche.
    2. Körper, Seele und soziales Leben.
    Ergebnis:
    das seelische und soziale Wohlbefinden

2Ich kann Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten vergleichen und Infektionswege nennen.

EntdeckenFrage

Wie viel kleiner ist ein Grippevirus als ein Bakterium?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Ein Grippevirus misst etwa 100 Nanometer, ein typisches Bakterium ein bis zwei Mikrometer. Das Bakterium ist also etwa zehn bis zwanzig Mal so lang. Viren haben keine Zellen und vermehren sich nur in fremden Zellen.

MerkenErreger und Infektionswege

Bakterien sind Zellen mit eigenem Stoffwechsel.

Viren haben keinen Stoffwechsel und vermehren sich nur in fremden Zellen. Infiziert ist, wer Erreger aufgenommen hat; krank ist, wer Beschwerden hat.

BeispielErreger und Infektionswege

Was hat ein Bakterium, ein Virus aber nicht? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Viren sind keine Zellen.
  2. Sie brauchen eine fremde Zelle zur Vermehrung.
  1. Viren sind keine Zellen.
  2. Sie brauchen eine fremde Zelle zur Vermehrung.
Ergebnis:
einen eigenen Stoffwechsel

AchtungViren und Bakterien verwechselt

So nicht
Viren sind sehr kleine Bakterien.
So richtig
Bakterien sind Zellen. Viren sind keine Zellen, sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und vermehren sich nur in Wirtszellen.

Ein Bakterium ist eine Zelle und lebt allein. Ein Virus braucht eine fremde Zelle zum Vermehren.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Wodurch unterscheidet sich ein Bakterium von einem Virus bei der Vermehrung? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Bakterien haben Stoffwechsel und teilen sich.
    Lösung zeigen
    1. Bakterien haben Stoffwechsel und teilen sich.
    2. Viren lassen ihre Erbinformation von der Wirtszelle vervielfältigen.
    Ergebnis:
    Das Bakterium teilt sich selbst, das Virus nutzt dazu eine Wirtszelle.
  2. ●5
    Auf welchem Weg wird Grippe vor allem übertragen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Grippeviren sitzen in den Atemwegen.
    2. Beim Husten und Niesen gelangen sie in die Luft.
    Ergebnis:
    über Tröpfchen und Aerosole beim Husten, Niesen und Sprechen
  3. ★6
    Warum kann man Zecken-Borreliose behandeln, die Tollwut nach dem Ausbruch aber kaum? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Borrelien sind Bakterien.
    2. Gegen Bakterien wirken Antibiotika.
    3. Gegen Tollwutviren gibt es nach Ausbruch keine solche Behandlung, deshalb impft man vorbeugend.
    Ergebnis:
    Borreliose wird durch Bakterien verursacht, die Antibiotika treffen. Tollwut wird durch ein Virus verursacht.

3Ich kann die unspezifische Abwehr beschreiben: Barrieren, Fresszellen, Entzündung und Fieber.

EntdeckenFrage

Soll man jedes Fieber sofort senken?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nicht unbedingt. Eine höhere Körpertemperatur hemmt viele Erreger und fördert die Abwehr. Bei hohem Fieber, bei Kleinkindern und bei Vorerkrankungen gehört es in ärztliche Hände.

MerkenDie erste Abwehr

Haut und Schleimhäute halten Erreger ab.

Gelangen sie hinein, fressen Fresszellen sie. Entzündung und Fieber sind Teil der Abwehr und keine eigene Krankheit.

BeispielUnspezifische Abwehr

Der Tränen- und Speichelsaft enthält ein Enzym, das Bakterienwände zerstört. Zu welcher Abwehr gehört das? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Das Enzym heißt Lysozym.
  2. Es wirkt gegen viele Bakterien.
  3. Es ist immer vorhanden.
  1. Das Enzym heißt Lysozym.
  2. Es wirkt gegen viele Bakterien.
  3. Es ist immer vorhanden.
Ergebnis:
zur unspezifischen Abwehr, denn es wirkt gegen viele Bakterien gleichermaßen

AchtungFieber als Krankheit gedacht

So nicht
Fieber ist die Krankheit und muss sofort gesenkt werden.
So richtig
Fieber ist ein Teil der Abwehr: Bei höherer Temperatur arbeiten Abwehrzellen besser und manche Erreger vermehren sich schlechter.

Fieber zeigt, dass die Abwehr arbeitet. Der Körper stellt seine Temperatur absichtlich höher ein.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Der Magen ist sauer. Welche Rolle spielt das für die Abwehr? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Der Magensaft hat einen niedrigen pH-Wert.
    Lösung zeigen
    1. Der Magensaft hat einen niedrigen pH-Wert.
    2. Viele Erreger überleben das nicht.
    Ergebnis:
    Die Säure tötet viele Erreger ab, die mit der Nahrung kommen.
  2. ●8
    Was bewirkt Fieber im Körper? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Der Körper stellt die Temperatur höher ein.
    2. Das hilft der Abwehr.
    3. Sehr hohes oder langes Fieber gehört trotzdem ärztlich beobachtet.
    Ergebnis:
    Abwehrzellen arbeiten bei höherer Temperatur besser, und manche Erreger vermehren sich langsamer.
  3. ★9
    Eine Person bekommt nach dem Kontakt mit Erkältungsviren innerhalb von Stunden Schleimhautschwellung und Schnupfen, Antikörper gibt es erst nach Tagen. Wie erklärt sich das? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Schleimhautschwellung gehört zur ersten Abwehr.
    2. Die Bildung passender Antikörper dauert, weil Zellen sich erst teilen müssen.
    Ergebnis:
    Die unspezifische Abwehr reagiert in Stunden, die spezifische Abwehr braucht Tage.

4Ich kann die spezifische Immunantwort mit Antigen, Antikörper, B- und T-Zellen und Gedächtniszellen erklären.

EntdeckenFrage

Wie viele verschiedene Antikörper kann ein Mensch bilden?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Weit über eine Milliarde verschiedene Formen. Jede B-Zelle trägt nur eine einzige Form. Trifft ein Erreger auf die passende B-Zelle, vermehrt sich genau diese Zelle.

MerkenAntikörper passen zu Antigenen

Jeder Antikörper passt zu genau einem Antigen.

Plasmazellen bilden ihn, Gedächtniszellen merken sich den Erreger. Beim zweiten Kontakt ist die Antwort schneller und stärker.

BeispielAntigen, Antikörper und Gedächtnis

Wie viele verschiedene Erreger erkennt ein einzelner Antikörper? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Antikörper sind spezifisch.
  2. Jeder passt zu einem Antigen.
  1. Antikörper sind spezifisch.
  2. Jeder passt zu einem Antigen.
Ergebnis:
genau einen passenden Typ von Antigen

AchtungEin Antikörper für alle Erreger gedacht

So nicht
Antikörper wirken gegen jeden Erreger.
So richtig
Jeder Antikörper passt wie ein Schlüssel nur zu einem Antigen. Gegen Grippe hilft kein Masern-Antikörper.

Antikörper sind wie Schlüssel: Jeder passt nur zu einem Schloss, dem Antigen.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Was geschieht mit einer B-Zelle, die ihr Antigen erkennt? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Die passende B-Zelle wird aktiviert.
    Lösung zeigen
    1. Die passende B-Zelle wird aktiviert.
    2. Plasmazellen bilden die Antikörper.
    Ergebnis:
    Sie vermehrt sich und bildet Plasmazellen und Gedächtniszellen.
  2. ●11
    Wie passen Antikörper und Antigen zusammen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Bindung ist spezifisch.
    2. Gegen ein anderes Antigen bildet der Körper einen anderen Antikörper.
    Ergebnis:
    Wie Schlüssel und Schloss: Jeder Antikörper passt nur zu einem Antigen.
  3. ★12
    Warum braucht der Körper bei der ersten Infektion einige Tage, bis die Antikörper-Antwort stark ist? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Nur wenige B-Zellen passen zum Antigen.
    2. Sie müssen sich teilen.
    3. Dann bilden Plasmazellen viele Antikörper.
    Ergebnis:
    Passende B-Zellen müssen erst gefunden werden und sich vermehren.

5Ich kann aktive und passive Immunisierung unterscheiden und die Wirkung einer Impfung erklären.

EntdeckenFrage

Welche Krankheit hat die Impfung weltweit ausgerottet?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Pocken. Der letzte natürliche Fall trat 1977 in Somalia auf, 1980 erklärte die Weltgesundheitsorganisation die Welt für pockenfrei. Die Pocken konnten verschwinden, weil der Erreger nur den Menschen befällt und die Impfung zuverlässig schützt.

MerkenImpfen trainiert die Abwehr

Eine aktive Impfung zeigt dem Körper ungefährliche Teile eines Erregers.

Er bildet selbst Antikörper und Gedächtniszellen. Eine passive Impfung liefert fertige Antikörper, der Schutz hält nur kurz.

BeispielAktive und passive Immunisierung

Was geschieht bei einer passiven Impfung? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Passiv heißt: Der Körper bekommt etwas.
  2. Die Antikörper werden mit der Zeit abgebaut.
  3. Es entstehen keine Gedächtniszellen.
  1. Passiv heißt: Der Körper bekommt etwas.
  2. Die Antikörper werden mit der Zeit abgebaut.
  3. Es entstehen keine Gedächtniszellen.
Ergebnis:
Fertige Antikörper werden gegeben, der Schutz hält nur kurz.

AchtungImpfung als kleine Krankheit gedacht

So nicht
Bei einer Impfung bekommt man den Erreger und wird ein bisschen krank.
So richtig
Ein Impfstoff enthält abgeschwächte oder abgetötete Erreger oder nur Teile davon. Er löst die Abwehr aus, ohne die Krankheit auszulösen.

Impfstoffe trainieren die Abwehr mit ungefährlichen Teilen. Die Krankheit selbst entsteht dabei nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Was ist ein Impfpass? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Er dokumentiert, nicht schützt.
    Lösung zeigen
    1. Er dokumentiert, nicht schützt.
    2. Ärzte prüfen damit Auffrischungen.
    Ergebnis:
    ein Dokument, in dem die erhaltenen Impfungen eingetragen sind
  2. ●14
    Was enthält ein Totimpfstoff? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Totimpfstoffe können die Krankheit nicht auslösen.
    2. Sie zeigen der Abwehr aber das Antigen.
    Ergebnis:
    abgetötete Erreger oder Teile von ihnen, die sich nicht vermehren können
  3. ★15
    Warum erhält ein Neugeborenes in den ersten Monaten einen gewissen Schutz vor Infektionen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Antikörper der Mutter werden übertragen.
    2. Sie sind fertig und halten nur Wochen bis Monate.
    3. Das Kind bildet dabei keine eigenen.
    Ergebnis:
    Antikörper der Mutter gelangen über die Plazenta und die Muttermilch zum Kind, das ist passiver Schutz.

6Ich kann Herdenschutz berechnen und Impfentscheidungen nach Sachaussage und Werturteil bewerten.

EntdeckenFrage

Wie viele Menschen müssen gegen Masern immun sein, damit sich die Krankheit nicht ausbreitet?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Etwa 95 von 100. Masern sind so ansteckend, dass ein Erkrankter bis zu 18 Menschen ansteckt. Ist die Schwelle erreicht, schützt die Gruppe auch Babys und Menschen, die nicht geimpft werden können.

MerkenHerdenschutz

Sind genug Menschen immun, breitet sich ein Erreger kaum aus.

Die nötige Quote ist 1 − 1 : R₀. Impfen bewertet man mit Sachaussagen und Werten.

BeispielHerdenschutz berechnen und bewerten

Welche Aussage über das Impfen ist ein Werturteil?
Schritt für Schritt
  1. Ein Werturteil sagt, was sein soll.
  2. Die anderen Sätze kann man messen oder nachlesen.
  1. Ein Werturteil sagt, was sein soll.
  2. Die anderen Sätze kann man messen oder nachlesen.
Ergebnis:
Alle sollten sich gegen Masern impfen lassen.

AchtungNur der Geimpfte selbst ist geschützt

So nicht
Ob andere sich impfen lassen, betrifft mich nicht.
So richtig
Je mehr Menschen immun sind, desto seltener trifft ein Erreger auf Ungeschützte. So schützt man auch Babys und Menschen, die nicht geimpft werden können.

Impfen schützt die geimpfte Person und gibt den anderen Schutz mit: Der Erreger findet weniger Wege.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Was bedeutet Herdenschutz?
    So fängst du an:
    Ein Erreger braucht Menschen zum Weitergeben.
    Lösung zeigen
    1. Ein Erreger braucht Menschen zum Weitergeben.
    2. Sind viele immun, versiegen die Ketten.
    Ergebnis:
    Wenn genug Menschen immun sind, kann sich ein Erreger kaum noch ausbreiten.
  2. ●17
    Eine Krankheit mit R₀ = 10. Wie hoch muss der Anteil der Immunen mindestens sein, damit der Erreger sich kaum ausbreitet?
    Lösung zeigen
    1. Quote = 1 − 1 : R₀ = 1 − 1 : 10.
    2. 1 : 10 = 0,1.
    3. 1 − 0,1 = 0,9, also 90 %.
    Ergebnis:
    90 %
  3. ★18
    Wer ist durch eine hohe Impfquote in der Umgebung mit geschützt?
    Lösung zeigen
    1. Weniger Ansteckungen bedeuten weniger Kontakt mit dem Erreger.
    2. So profitieren auch Neugeborene und Menschen mit geschwächter Abwehr.
    Ergebnis:
    auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können

7Ich kann Wirkung und Grenzen von Antibiotika erklären und die Entstehung von Resistenz begründen.

EntdeckenFrage

Wie wurde das erste Antibiotikum entdeckt?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Alexander Fleming sah 1928 auf einer Platte mit Bakterien, dass rund um einen Schimmelpilz keine Bakterien wuchsen. Der Pilz Penicillium bildet einen Stoff, der Bakterien tötet. Der Fund wurde erst über zehn Jahre später zum Medikament.

MerkenAntibiotika und Resistenz

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren.

Resistent werden die Bakterien, nicht der Mensch: Überlebende vermehren sich weiter.

BeispielAntibiotika und Resistenz

Eine Person hat Grippe und verlangt ein Antibiotikum. Was ist zu antworten? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Grippe: Viren.
  2. Antibiotika: gegen Bakterien.
  3. Bei Viren hilft meist nur Ausruhen, bei schweren Verläufen gibt es spezielle Mittel.
  1. Grippe: Viren.
  2. Antibiotika: gegen Bakterien.
  3. Bei Viren hilft meist nur Ausruhen, bei schweren Verläufen gibt es spezielle Mittel.
Ergebnis:
Es hilft nicht, denn Grippe wird durch Viren verursacht.

AchtungAntibiotika gegen Viren gedacht

So nicht
Bei einer Grippe hilft ein Antibiotikum.
So richtig
Antibiotika töten Bakterien oder hemmen sie. Grippe wird durch Viren verursacht, dagegen wirken sie nicht.

Antibiotika richten sich gegen Bakterienzellen. Viren haben keine solche Zelle und bleiben unberührt.

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Wer wird resistent: der Mensch oder das Bakterium? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Resistenz bezieht sich auf den Erreger.
    Lösung zeigen
    1. Resistenz bezieht sich auf den Erreger.
    2. Der Körper gewöhnt sich nicht an Antibiotika.
    Ergebnis:
    das Bakterium
  2. ●20
    Alexander Fleming bemerkte 1928, dass um einen Schimmelpilz auf einer Bakterienkultur ein bakterienfreier Hof lag. Was folgt daraus? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Der bakterienfreie Hof zeigt eine Wirkung.
    2. Der Stoff wirkt auf Bakterien.
    3. Penicillin wurde später gereinigt und als Arzneimittel genutzt.
    Ergebnis:
    Der Pilz gibt einen Stoff ab, der Bakterien hemmt oder tötet. Daraus wurde das Penicillin.
  3. ★21
    Ein Arzt verschreibt bei einer Mandelentzündung durch Viren kein Antibiotikum. Wie ist das fachlich zu begründen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Erst den Erreger klären.
    2. Viren werden nicht getroffen.
    3. Jeder unnötige Einsatz gibt Resistenzen eine Chance.
    Ergebnis:
    Gegen Viren wirken Antibiotika nicht, unnötiger Einsatz fördert nur Resistenzen.

8Ich kann die Wirkung von Suchtmitteln auf das Belohnungssystem beschreiben und Hilfen nennen.

EntdeckenFrage

Warum fällt es so schwer, mit dem Rauchen aufzuhören?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nikotin dockt an Empfängern im Gehirn an und setzt den Botenstoff Dopamin frei. Das Belohnungssystem gewöhnt sich daran. Fehlt Nikotin, entstehen Unruhe und Verlangen. Das hat mit Willensstärke wenig zu tun.

MerkenSucht ist eine Krankheit

Suchtmittel verändern das Belohnungssystem im Gehirn.

Mit der Zeit braucht der Körper mehr davon. Sucht ist keine Willensschwäche, es gibt Beratung und Behandlung.

BeispielSucht und Belohnungssystem

Was sind Anzeichen einer Abhängigkeit? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Abhängigkeit zeigt sich an Verlangen und Kontrollverlust.
  2. Beim Aufhören treten Entzugserscheinungen auf.
  1. Abhängigkeit zeigt sich an Verlangen und Kontrollverlust.
  2. Beim Aufhören treten Entzugserscheinungen auf.
Ergebnis:
starkes Verlangen, Kontrollverlust über die Menge und Entzugserscheinungen beim Aufhören

AchtungSucht als Willensschwäche gedacht

So nicht
Wer süchtig ist, hat einfach zu wenig Willen.
So richtig
Suchtmittel verändern das Belohnungssystem im Gehirn. Aufhören ist schwer, weil sich der Körper angepasst hat. Beratung hilft.

Sucht verändert das Gehirn. Das ist eine Krankheit, keine Charakterschwäche. Es gibt Hilfe.

ÜbenJetzt du

  1. ○22
    Welche Substanz ist für Jugendliche erst ab 18 Jahren erlaubt? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Das Jugendschutzgesetz unterscheidet Getränke.
    Lösung zeigen
    1. Das Jugendschutzgesetz unterscheidet Getränke.
    2. Erlaubt heißt nicht ungefährlich.
    Ergebnis:
    Spirituosen wie Schnaps
  2. ●23
    Was sind Entzugserscheinungen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Der Körper hat sich auf das Mittel eingestellt.
    2. Fehlt es, entsteht Unruhe.
    Ergebnis:
    körperliche und seelische Beschwerden, wenn das Suchtmittel fehlt
  3. ★24
    Warum ist Alkohol für das Gehirn von Jugendlichen besonders schädlich? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das Gehirn baut in der Jugend Verbindungen um.
    2. Alkohol stört dieses Umbauen.
    3. Gedächtnis und Lernen können leiden.
    Ergebnis:
    Das Gehirn reift bis etwa 25 Jahre und reagiert empfindlicher auf Nervengifte.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●25
    Eine Person fühlt sich völlig gesund, ihr Cholesterinwert ist aber stark erhöht. Was trifft zu? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Manche Risiken bleiben lange unbemerkt.
    2. Messwerte zeigen, was man nicht spürt.
    Ergebnis:
    Sie hat ein erhöhtes Risiko, auch wenn sie nichts spürt.
  2. ●26
    Was bedeutet Inkubationszeit? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Nach der Ansteckung vermehrt sich der Erreger erst.
    2. Beschwerden kommen später.
    3. Manchmal ist man schon vorher ansteckend.
    Ergebnis:
    die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden
  3. ●27
    Was tun Fresszellen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Fresszellen umschließen Erreger.
    2. Dann verdauen sie diese.
    3. Antikörper bilden andere Zellen.
    Ergebnis:
    Sie nehmen Erreger auf und verdauen sie.
  4. ●28
    Warum bekommt man Windpocken meist nur einmal? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Nach der ersten Erkrankung bleiben Gedächtniszellen.
    2. Beim zweiten Kontakt wird der Erreger abgefangen, bevor Beschwerden auftreten.
    Ergebnis:
    Gedächtniszellen erkennen den Erreger sofort und die Abwehr bekämpft ihn rasch.
  5. ●29
    Was geschieht bei einer aktiven Impfung? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Aktiv heißt: Der Körper arbeitet selbst.
    2. Er lernt den Erreger kennen.
    3. Gedächtniszellen sorgen für langen Schutz.
    Ergebnis:
    Der Körper bildet nach dem Kontakt mit ungefährlichen Erregerteilen selbst Antikörper und Gedächtniszellen.
  6. ●30
    Ein Erreger mit der Ansteckungszahl R₀ = 8. Wie hoch muss der Anteil der Immunen mindestens sein, damit der Erreger sich kaum ausbreitet?
    Lösung zeigen
    1. Quote = 1 − 1 : R₀ = 1 − 1 : 8.
    2. 1 : 8 = 0,125.
    3. 1 − 0,125 = 0,875, also 87,5 %.
    Ergebnis:
    87,5 %

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Gesundheit ist mehr als nicht krank
Gesundheit umfasst körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden.
Erreger und Infektionswege
Bakterien sind Zellen mit eigenem Stoffwechsel.
Die erste Abwehr
Haut und Schleimhäute halten Erreger ab.
Antikörper passen zu Antigenen
Jeder Antikörper passt zu genau einem Antigen.
Impfen trainiert die Abwehr
Eine aktive Impfung zeigt dem Körper ungefährliche Teile eines Erregers.
Herdenschutz
Sind genug Menschen immun, breitet sich ein Erreger kaum aus.
Antibiotika und Resistenz
Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren.
Sucht ist eine Krankheit
Suchtmittel verändern das Belohnungssystem im Gehirn.

AchtungInfektion und Krankheit gleichgesetzt

So nicht
Wer Erreger im Körper hat, ist krank. Wer sich gut fühlt, hat keine Erreger.
So richtig
Man kann infiziert sein und nichts merken. Krank ist man erst mit Beschwerden.

Infiziert heißt: Erreger sind im Körper. Krank heißt: Es gibt Beschwerden. Beides ist nicht dasselbe.

AchtungRisikofaktor als sichere Ursache gedacht

So nicht
Mein Onkel raucht und ist gesund, also ist Rauchen nicht gefährlich.
So richtig
Rauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit für viele Krankheiten stark. Ein einzelner Fall zeigt nur, dass es nicht jeden trifft.

Ein Risikofaktor macht eine Krankheit wahrscheinlicher, nicht sicher. Ein Gegenbeispiel widerlegt ihn nicht.

AchtungKrankheit dem falschen Erreger zugeordnet

So nicht
Malaria wird durch Bakterien verursacht, Fußpilz durch Viren.
So richtig
Malaria verursacht ein einzelliger Parasit, Fußpilz ein Pilz. Grippe verursachen Viren, Salmonellose Bakterien.

Ordne zuerst die Krankheit ihrem Erreger zu. Dann fällt die Gruppe: Bakterium, Virus, Pilz oder Parasit.

AchtungFresszellen erkennen nur einen Erreger

So nicht
Fresszellen werden erst nach der Impfung gebildet und gelten nur für diesen einen Erreger.
So richtig
Fresszellen sind immer da und fressen viele Arten von Erregern. Sie sind die erste, unspezifische Abwehr.

Fresszellen sind immer bereit und fressen vieles. Erst die spezifische Abwehr passt zu einem einzigen Erreger.

AchtungAntikörper als Fresser gedacht

So nicht
Antikörper fressen die Erreger auf.
So richtig
Antikörper heften sich an Erreger, machen sie unschädlich und markieren sie. Fressen tun Fresszellen.

Antikörper binden und markieren. Gefressen werden die Erreger danach von den Fresszellen.

AchtungAktive und passive Impfung verwechselt

So nicht
Bei der passiven Impfung bildet der Körper selbst Antikörper, die Wirkung hält lange.
So richtig
Bei der passiven Impfung kommen fertige Antikörper von außen, der Schutz hält nur Wochen. Bei der aktiven bildet der Körper sie selbst.

Frag: Wer bildet die Antikörper? Der Körper selbst heißt aktiv. Fertige Antikörper von außen heißt passiv.

AchtungSchwelle des Herdenschutzes falsch gerechnet

So nicht
Bei R₀ = 5 reichen 1 : 5 = 20 Prozent Immune.
So richtig
Die Schwelle ist 1 − 1 : R₀ = 1 − 1 : 5 = 80 Prozent.

Rechne erst 1 : R₀ und ziehe das Ergebnis dann von 1 ab. So erhältst du den Anteil der Immunen, der nötig ist.

AchtungWirksamkeit des Impfstoffs vergessen

So nicht
Die nötige Quote ist 80 Prozent, also müssen 80 Prozent geimpft sein.
So richtig
Schützt der Impfstoff nur 90 von 100 Geimpften, braucht man 80 : 0,9 ≈ 89 Prozent Geimpfte.

Immun wird nur, wen der Impfstoff auch schützt. Teile die nötige Quote durch die Wirksamkeit.

AchtungWerturteil als Tatsache behandelt

So nicht
Impfen ist richtig, das ist einfach eine Tatsache.
So richtig
„Impfen senkt die Zahl der Erkrankungen“ ist eine Sachaussage. „Alle sollten sich impfen lassen“ ist ein Werturteil, das man begründet.

Frag: Kann man es messen oder nachlesen? Dann ist es eine Sachaussage. Sagt der Satz, was sein soll, ist es ein Werturteil.

AchtungDer Körper wird resistent

So nicht
Wer oft Antibiotika nimmt, dessen Körper gewöhnt sich daran und wird resistent.
So richtig
Bakterien werden resistent: Überlebende mit Resistenzgenen vermehren sich weiter. Der Körper des Menschen wird nicht resistent.

Resistent sind die Bakterien. Wer sie nicht ganz abtötet, lässt die widerstandsfähigen übrig, und die vermehren sich.

AchtungLegal heißt ungefährlich

So nicht
Alkohol und Zigaretten sind erlaubt, also sind sie nicht gefährlich.
So richtig
Ob etwas erlaubt ist, sagt nichts über seine Wirkung. Alkohol und Nikotin gehören zu den Stoffen, die in Deutschland die meisten Todesfälle verursachen.

Das Gesetz regelt den Verkauf, nicht die Wirkung. Gefährlich ist ein Stoff durch das, was er im Körper tut.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann Gesundheit und Krankheit unterscheiden und Risikofaktoren einschätzen.

    31
    Wie beschreibt die Satzung der Weltgesundheitsorganisation von 1946 Gesundheit? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    als Zustand körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens
  2. Ich kann Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten vergleichen und Infektionswege nennen.

    32
    Was bedeutet Inkubationszeit? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden
  3. Ich kann die unspezifische Abwehr beschreiben: Barrieren, Fresszellen, Entzündung und Fieber.

    33
    Was bewirkt Fieber im Körper? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Abwehrzellen arbeiten bei höherer Temperatur besser, und manche Erreger vermehren sich langsamer.
  4. Ich kann die spezifische Immunantwort mit Antigen, Antikörper, B- und T-Zellen und Gedächtniszellen erklären.

    34
    Was ist ein Antigen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    ein Merkmal auf einem Erreger, das die Abwehr erkennt
  5. Ich kann aktive und passive Immunisierung unterscheiden und die Wirkung einer Impfung erklären.

    35
    Nach einer Verletzung hat eine Person keinen Tetanusschutz. Der Arzt gibt sofort fertige Antikörper. Welche Immunisierung ist das? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    passive Immunisierung
  6. Ich kann Herdenschutz berechnen und Impfentscheidungen nach Sachaussage und Werturteil bewerten.

    36
    Welche Aussage ist eine Sachaussage?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Bei einer Impfquote von 95 Prozent treten Masern sehr selten auf.
  7. Ich kann Wirkung und Grenzen von Antibiotika erklären und die Entstehung von Resistenz begründen.

    37
    Eine Person hat Grippe und verlangt ein Antibiotikum. Was ist zu antworten? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Es hilft nicht, denn Grippe wird durch Viren verursacht.
  8. Ich kann die Wirkung von Suchtmitteln auf das Belohnungssystem beschreiben und Hilfen nennen.

    38
    Was bedeutet Toleranzentwicklung bei einem Suchtmittel? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Die gleiche Menge wirkt schwächer, deshalb wird mehr verlangt.

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Warum sank die Zahl der Todesfälle im Wochenbett in Wien, nachdem sich die Ärzte die Hände mit Chlorkalk wuschen?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Der Arzt Ignaz Semmelweis erkannte 1847: Ärzte trugen von der Leichenöffnung etwas an den Händen zu den Gebärenden. Nach dem Händewaschen mit Chlorkalklösung sank die Sterblichkeit in seiner Abteilung auf einen Bruchteil. Erreger kannte man noch nicht.

Wörter

Teiler
eine Zahl, durch die es ohne Rest aufgeht
Wahrscheinlichkeit
wie sicher etwas passiert

Lösungen

  1. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, aber nicht jede rauchende Person erkrankt.
  2. Ja, Krankheiten können auch ohne Erreger entstehen, zum Beispiel durch Belastung.
  3. das seelische und soziale Wohlbefinden
  4. Das Bakterium teilt sich selbst, das Virus nutzt dazu eine Wirtszelle.
  5. über Tröpfchen und Aerosole beim Husten, Niesen und Sprechen
  6. Borreliose wird durch Bakterien verursacht, die Antibiotika treffen. Tollwut wird durch ein Virus verursacht.
  7. Die Säure tötet viele Erreger ab, die mit der Nahrung kommen.
  8. Abwehrzellen arbeiten bei höherer Temperatur besser, und manche Erreger vermehren sich langsamer.
  9. Die unspezifische Abwehr reagiert in Stunden, die spezifische Abwehr braucht Tage.
  10. Sie vermehrt sich und bildet Plasmazellen und Gedächtniszellen.
  11. Wie Schlüssel und Schloss: Jeder Antikörper passt nur zu einem Antigen.
  12. Passende B-Zellen müssen erst gefunden werden und sich vermehren.
  13. ein Dokument, in dem die erhaltenen Impfungen eingetragen sind
  14. abgetötete Erreger oder Teile von ihnen, die sich nicht vermehren können
  15. Antikörper der Mutter gelangen über die Plazenta und die Muttermilch zum Kind, das ist passiver Schutz.
  16. Wenn genug Menschen immun sind, kann sich ein Erreger kaum noch ausbreiten.
  17. 90 %
  18. auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können
  19. das Bakterium
  20. Der Pilz gibt einen Stoff ab, der Bakterien hemmt oder tötet. Daraus wurde das Penicillin.
  21. Gegen Viren wirken Antibiotika nicht, unnötiger Einsatz fördert nur Resistenzen.
  22. Spirituosen wie Schnaps
  23. körperliche und seelische Beschwerden, wenn das Suchtmittel fehlt
  24. Das Gehirn reift bis etwa 25 Jahre und reagiert empfindlicher auf Nervengifte.
  25. Sie hat ein erhöhtes Risiko, auch wenn sie nichts spürt.
  26. die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden
  27. Sie nehmen Erreger auf und verdauen sie.
  28. Gedächtniszellen erkennen den Erreger sofort und die Abwehr bekämpft ihn rasch.
  29. Der Körper bildet nach dem Kontakt mit ungefährlichen Erregerteilen selbst Antikörper und Gedächtniszellen.
  30. 87,5 %
  31. als Zustand körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens
  32. die Zeit zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden
  33. Abwehrzellen arbeiten bei höherer Temperatur besser, und manche Erreger vermehren sich langsamer.
  34. ein Merkmal auf einem Erreger, das die Abwehr erkennt
  35. passive Immunisierung
  36. Bei einer Impfquote von 95 Prozent treten Masern sehr selten auf.
  37. Es hilft nicht, denn Grippe wird durch Viren verursacht.
  38. Die gleiche Menge wirkt schwächer, deshalb wird mehr verlangt.