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Biologie · Klasse 7 und 8 · Kapitel

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Lebensräume und ihre Bewohner

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Warum blühen Buschwindröschen im Laubwald schon im März?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Dann haben die Buchen noch keine Blätter, und viel Licht kommt bis zum Boden. Wenn sich das Blätterdach schließt, haben die Frühblüher ihre Samen schon gebildet. Quelle: Frühblüher im Laubwald: Licht vor dem Laubaustrieb

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich kann abiotische und biotische Umweltfaktoren unterscheiden und messen.

EntdeckenFrage

Warum blühen Buschwindröschen im Laubwald schon im März?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Dann haben die Buchen noch keine Blätter, und viel Licht kommt bis zum Boden. Wenn sich das Blätterdach schließt, haben die Frühblüher ihre Samen schon gebildet.

MerkenUmweltfaktoren

Abiotisch sind die unbelebten Faktoren: Licht, Temperatur, Wasser, Boden, Wind.

Biotisch sind die Einflüsse anderer Lebewesen: Räuber, Beute, Konkurrenten, Bestäuber.

BeispielAbiotisch oder biotisch?

Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: ein Fuchs, der Mäuse jagt?
Schritt für Schritt
  1. Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
  2. Es ist ein biotischer Faktor.
  1. Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
  2. Es ist ein biotischer Faktor.
Ergebnis:
biotisch

AchtungBelebte und unbelebte Umweltfaktoren verwechselt

So nicht
Der Fuchs, der Hasen jagt, ist ein abiotischer Faktor.
So richtig
Der Fuchs ist ein Lebewesen, also ein biotischer Faktor. Licht und Temperatur sind abiotisch.

Bio heißt Leben. Biotisch ist alles, was von Lebewesen kommt. Abiotisch ist unbelebt: Licht, Wasser, Temperatur, Boden.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: Rehe, die junge Bäume anfressen?
    So fängst du an:
    Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
    Lösung zeigen
    1. Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
    2. Es ist ein biotischer Faktor.
    Ergebnis:
    biotisch
  2. ●2
    Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: der Säuregrad des Bodens?
    Lösung zeigen
    1. Hier wirkt etwas Unbelebtes.
    2. Es ist ein abiotischer Faktor.
    Ergebnis:
    abiotisch
  3. ★3
    Unter dichten Buchen wachsen im Sommer kaum Kräuter. Welcher Umweltfaktor wirkt hier, und wodurch entsteht er?
    Lösung zeigen
    1. Den Kräutern fehlt das Licht. Licht ist ein abiotischer Faktor.
    2. Verursacht wird der Lichtmangel aber von den Buchen, also von Lebewesen.
    3. Abiotische und biotische Faktoren hängen zusammen.
    Ergebnis:
    Wenig Licht, ein abiotischer Faktor, den die Buchen als Lebewesen verursachen

2Ich kann Angepasstheiten von Lebewesen an ihren Lebensraum erklären.

EntdeckenFrage

Warum frieren Pinguine auf dem Eis nicht mit den Füßen fest?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Ihre Füße bleiben knapp über null Grad. Das warme Blut, das in die Füße fließt, gibt seine Wärme an das kalte Blut ab, das zurückfließt. So verlieren sie wenig Wärme und frieren trotzdem nicht fest.

MerkenAngepasstheit

Ein Merkmal, mit dem ein Lebewesen in seinem Lebensraum gut überlebt, heißt Angepasstheit.

Es ist nicht gewollt: Wer es hat, überlebt besser und hat mehr Nachkommen.

BeispielAngepasstheit an den Lebensraum

Der Feldhase hat sehr lange Ohren. Welchen Vorteil hat das auf dem offenen Feld?
Schritt für Schritt
  1. Auf dem offenen Feld gibt es kaum Verstecke.
  2. Große Ohren fangen viel Schall auf.
  3. Der Hase hört Feinde früh.
  1. Auf dem offenen Feld gibt es kaum Verstecke.
  2. Große Ohren fangen viel Schall auf.
  3. Der Hase hört Feinde früh.
Ergebnis:
Er hört Feinde früh und kann rechtzeitig fliehen.

AchtungMerkmal ohne passende Aufgabe gewählt

So nicht
Der Kaktus hat Dornen, damit er schön aussieht.
So richtig
Die Dornen sind umgebildete Blätter. Sie haben kaum Oberfläche, deshalb verdunstet wenig Wasser.

Frag: Welches Problem hat das Lebewesen in diesem Lebensraum? Welches Merkmal löst genau dieses Problem?

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Die Fledermaus jagt nachts Insekten. Welches Merkmal hilft ihr im Dunkeln?
    So fängst du an:
    Im Dunkeln hilft Sehen wenig.
    Lösung zeigen
    1. Im Dunkeln hilft Sehen wenig.
    2. Das Echo der Rufe zeigt, wo Hindernisse und Beute sind.
    Ergebnis:
    Sie stößt Ultraschallrufe aus und hört das Echo.
  2. ●5
    Die Wüstenspringmaus trinkt fast nie. Welches Merkmal hilft ihr?
    Lösung zeigen
    1. Problem: wenig Wasser.
    2. Sparsame Nieren halten das Wasser im Körper.
    Ergebnis:
    Ihre Nieren geben sehr wenig Wasser mit dem Harn ab.
  3. ★6
    Der Wüstenfuchs hat sehr große Ohren. Welchen Vorteil hat das in der heißen Wüste?
    Lösung zeigen
    1. Problem in der Wüste: große Hitze.
    2. Die Ohren sind dünn, groß und gut durchblutet.
    3. Sie geben viel Wärme an die Luft ab.
    Ergebnis:
    Über die große Fläche der Ohren gibt er Wärme ab.

3Ich kann Erzeuger, Verbraucher und Zersetzer unterscheiden.

EntdeckenFrage

Was hat Charles Darwin an Regenwürmern gemessen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Er sammelte Wurmkot auf Wiesen und rechnete hoch: Regenwürmer schieben jedes Jahr mehrere Tonnen Erde je Hektar durch ihren Darm. Sie mischen den Boden und bringen Laub in die Erde, wo es zersetzt wird.

MerkenErzeuger, Verbraucher, Zersetzer

Erzeuger bauen mit Licht ihre Nährstoffe selbst auf.

Verbraucher fressen Pflanzen oder Tiere. Zersetzer wie Pilze und Bakterien bauen tote Reste zu Mineralstoffen ab.

BeispielErzeuger, Verbraucher, Zersetzer

Welche Rolle haben die Pilze, die im Wald totes Holz abbauen?
Schritt für Schritt
  1. Pilze haben kein Blattgrün.
  2. Sie bauen tote Reste ab und machen daraus Mineralstoffe.
  3. Sie sind Zersetzer.
  1. Pilze haben kein Blattgrün.
  2. Sie bauen tote Reste ab und machen daraus Mineralstoffe.
  3. Sie sind Zersetzer.
Ergebnis:
Zersetzer

AchtungPilze als Erzeuger

So nicht
Der Pilz ist ein Erzeuger wie das Gras.
So richtig
Pilze haben kein Blattgrün und machen keine Fotosynthese. Sie zersetzen tote Stoffe.

Ein Erzeuger stellt mit Licht seine Nährstoffe selbst her. Dafür braucht er Blattgrün. Hat der Pilz Blattgrün?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Welche Rolle haben die Bakterien im Boden, die tote Blätter abbauen?
    So fängst du an:
    Die Bakterien bauen tote Reste zu Mineralstoffen ab.
    Lösung zeigen
    1. Die Bakterien bauen tote Reste zu Mineralstoffen ab.
    2. Sie sind Zersetzer.
    Ergebnis:
    Zersetzer
  2. ●8
    Welche Rolle hat der Fuchs, der Hasen frisst?
    Lösung zeigen
    1. Der Fuchs frisst ein Tier, das Pflanzen frisst.
    2. Er ist Verbraucher zweiter Ordnung.
    Ergebnis:
    Verbraucher zweiter Ordnung
  3. ★9
    Welche Rolle hat der Sperber, der Blaumeisen jagt, die Raupen fressen?
    Lösung zeigen
    1. Raupen fressen Pflanzen: erste Ordnung. Blaumeisen fressen Raupen: zweite Ordnung.
    2. Der Sperber frisst Blaumeisen: dritte Ordnung.
    Ergebnis:
    Verbraucher dritter Ordnung

4Ich kann Nahrungsketten mit Pfeilen richtig darstellen.

EntdeckenFrage

Frisst ein Hecht sein ganzes Leben lang dasselbe?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nein. Junge Hechte fressen Wasserflöhe und Insektenlarven, große Hechte fressen Fische. Dasselbe Tier steht also im Lauf seines Lebens an verschiedenen Stellen der Nahrungskette.

MerkenNahrungskette

Eine Nahrungskette beginnt beim Erzeuger.

Der Pfeil zeigt vom Gefressenen zum Fresser – den Weg von Stoffen und Energie: Gras → Hase → Fuchs.

BeispielNahrungsketten richtig darstellen

Welche Nahrungskette ist richtig dargestellt?
Schritt für Schritt
  1. Die Kette beginnt beim Erzeuger: Gras.
  2. Der Pfeil zeigt vom Gefressenen zum Fresser.
  3. Gras → Heuschrecke → Frosch → Storch
  1. Die Kette beginnt beim Erzeuger: Gras.
  2. Der Pfeil zeigt vom Gefressenen zum Fresser.
  3. Gras → Heuschrecke → Frosch → Storch
Ergebnis:
Gras → Heuschrecke → Frosch → Storch

AchtungPfeil in der Nahrungskette als „frisst“ gelesen

So nicht
Fuchs → Hase → Gras
So richtig
Gras → Hase → Fuchs. Der Pfeil zeigt, wohin die Stoffe und die Energie gehen: „wird gefressen von“.

Der Pfeil zeigt den Weg der Nahrung. Er zeigt vom Gefressenen zu dem, der frisst.

ÜbenJetzt du

  1. ★10
    In welche Richtung zeigt der Pfeil zwischen Getreide und Feldmaus – und was bedeutet er?
    Getreide?Feldmaus?Mäusebussard
    Lösung zeigen
    1. Gefressen wird: Getreide. Es frisst: Feldmaus.
    2. Stoffe und Energie gehen dabei in den Fresser über.
    3. Der Pfeil zeigt von Getreide zu Feldmaus.
    Ergebnis:
    Von Getreide zu Feldmaus: Der Pfeil zeigt den Weg von Stoffen und Energie.

5Ich kann vorhersagen, was im Nahrungsnetz passiert, wenn eine Art fehlt.

EntdeckenFrage

Wie können Wölfe Flüsse verändern?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nach der Rückkehr der Wölfe in den Yellowstone-Nationalpark 1995 fraßen Hirsche weniger junge Weiden und Pappeln an den Ufern. Die Bäume wuchsen nach und befestigten die Ufer. Eine Art wirkt über das ganze Nahrungsnetz.

MerkenNahrungsnetz

Viele Ketten bilden ein Nahrungsnetz.

Fehlt eine Art, ändern sich auch weit entfernte Arten: Weniger Räuber heißt mehr Beute und weniger Futter für die Beute.

BeispielWas passiert im Nahrungsnetz?

Marienkäfer fressen Blattläuse, Blattläuse saugen an Rosen. Die Marienkäfer werden weniger. Was passiert mit den Blattläusen?
Schritt für Schritt
  1. Weniger Marienkäfer fressen weniger Blattläuse.
  2. Die Blattläuse werden mehr.
  1. Weniger Marienkäfer fressen weniger Blattläuse.
  2. Die Blattläuse werden mehr.
Ergebnis:
Sie werden mehr.

AchtungZunahme und Abnahme vertauscht

So nicht
Weniger Füchse, also auch weniger Hasen.
So richtig
Weniger Füchse fressen weniger Hasen. Also werden es zunächst mehr Hasen.

Frag Schritt für Schritt: Wird die Art mehr oder weniger gefressen? Dann wird sie mehr oder weniger.

ÜbenJetzt du

  1. ○11
    Hechte fressen Rotfedern, Rotfedern fressen Wasserflöhe. Ein Angler fängt viele Hechte. Was passiert mit den Rotfedern?
    So fängst du an:
    Weniger Hechte fressen weniger Rotfedern.
    Lösung zeigen
    1. Weniger Hechte fressen weniger Rotfedern.
    2. Die Rotfedern werden mehr.
    Ergebnis:
    Sie werden mehr.
  2. ●12
    Füchse fressen Hasen, Hasen fressen Klee. Eine Krankheit tötet viele Hasen. Was passiert mit den Füchsen?
    Lösung zeigen
    1. Die Hasen sind die Nahrung der Füchse.
    2. Weniger Hasen heißt weniger Nahrung.
    3. Die Füchse werden weniger.
    Ergebnis:
    Sie finden weniger Nahrung und werden weniger.
  3. ★13
    Meisen fressen Raupen, Raupen fressen Eichenblätter. Im Wald werden viele Nistkästen aufgehängt. Was passiert mit den Eichenblättern?
    Lösung zeigen
    1. Mehr Nistkästen heißt mehr Meisen.
    2. Mehr Meisen fressen mehr Raupen.
    3. Weniger Raupen fressen weniger Blätter.
    Ergebnis:
    Sie werden weniger angefressen.

6Ich kann erklären, warum es weniger Räuber als Beutetiere gibt.

EntdeckenFrage

Warum gibt es so viel weniger Löwen als Zebras und Gnus?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Von einer Stufe der Nahrungskette zur nächsten kommt nur etwa ein Zehntel der Energie an. Für einen Löwen braucht es deshalb sehr viele Pflanzenfresser, und für diese noch viel mehr Gras.

MerkenEnergiepyramide

Von einer Stufe zur nächsten kommt nur etwa ein Zehntel der Energie an.

Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren. Deshalb gibt es oben wenige Tiere.

BeispielEnergie in der Nahrungspyramide

Im Futter ganz unten (Gras) stecken 20.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Heuschrecken an, die es fressen?
Schritt für Schritt
  1. Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
  2. Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
  3. 20.000 kJ : 10 = 2000 kJ
  1. Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
  2. Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
  3. 20.000 kJ : 10 = 2000 kJ
Ergebnis:
etwa 2000 kJ

AchtungEnergie wird vollständig weitergegeben

So nicht
Die Hasen fressen Gras mit 10.000 kJ, also stecken 10.000 kJ in den Hasen.
So richtig
Der größte Teil der Energie geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren. Nur etwa ein Zehntel kommt an.

Ein Tier verbraucht den größten Teil seiner Nahrung selbst: für Bewegung, Körperwärme und Atmung. Nur etwa ein Zehntel wird zu neuem Körper.

ÜbenJetzt du

  1. ○14
    Im Futter ganz unten (Algen) stecken 20.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Wasserflöhen an, die es fressen?
    So fängst du an:
    Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
    Lösung zeigen
    1. Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
    2. Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
    3. 20.000 kJ : 10 = 2000 kJ
    Ergebnis:
    etwa 2000 kJ
  2. ●15
    Im Futter ganz unten (Getreide) stecken 50.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Mäusen an, die es fressen?
    Lösung zeigen
    1. Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
    2. Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
    3. 50.000 kJ : 10 = 5000 kJ
    Ergebnis:
    etwa 5000 kJ
  3. ★16
    In den Pflanzen ganz unten (Gras) stecken 20.000 kJ. Wie viel Energie kommt ungefähr bei den Fröschen an, die Heuschrecken fressen?
    Gras20.000 kJHeuschrecken?Frösche?
    Lösung zeigen
    1. Stufe 1 (Gras): 20.000 kJ
    2. Stufe 2 (Heuschrecken): etwa ein Zehntel, 2000 kJ
    3. Stufe 3 (Frösche): wieder ein Zehntel, etwa 200 kJ
    Ergebnis:
    etwa 200 kJ

7Ich kann die Fotosynthese als Grundlage aller Nahrungsketten beschreiben.

EntdeckenFrage

Woher kommt das Holz eines Baumes?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Van Helmont pflanzte um 1640 eine Weide in einen Topf mit gewogener Erde. Nach fünf Jahren war die Weide über 70 Kilogramm schwerer, die Erde nur 57 Gramm leichter. Heute wissen wir: Das Holz entsteht vor allem aus Kohlenstoffdioxid aus der Luft und aus Wasser.

MerkenFotosynthese

Kohlenstoffdioxid und Wasser werden mit Licht zu Traubenzucker und Sauerstoff.

Das geschieht in den Chloroplasten. Fast alle Nahrung der Erde beginnt so.

BeispielFotosynthese

Wo in der Pflanzenzelle findet die Fotosynthese statt?
Schritt für Schritt
  1. Für die Fotosynthese braucht die Pflanze Blattgrün.
  2. Das Blattgrün sitzt in den Chloroplasten.
  1. Für die Fotosynthese braucht die Pflanze Blattgrün.
  2. Das Blattgrün sitzt in den Chloroplasten.
Ergebnis:
In den Chloroplasten

AchtungPflanzen nehmen ihre Nahrung aus dem Boden

So nicht
Das Holz des Baumes kommt aus der Erde.
So richtig
Das Holz besteht vor allem aus Kohlenstoff aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft. Aus dem Boden kommen Wasser und Mineralstoffe.

Aus dem Boden kommen Wasser und Mineralstoffe. Den Zucker baut die Pflanze selbst – aus Kohlenstoffdioxid aus der Luft und Wasser, mit Licht.

ÜbenJetzt du

  1. ○17
    Eine Pflanze steht eine Woche im dunklen Schrank. Was passiert?
    So fängst du an:
    Ohne Licht keine Fotosynthese.
    Lösung zeigen
    1. Ohne Licht keine Fotosynthese.
    2. Die Pflanze verbraucht ihre Vorräte und wird schwach.
    Ergebnis:
    Sie kann keine Fotosynthese machen und wird schwach und gelblich.
  2. ●18
    Eine Wasserpflanze steht im Licht und gibt Bläschen ab. Was ist in den Bläschen?
    Lösung zeigen
    1. Bei Licht macht die Pflanze Fotosynthese.
    2. Dabei entsteht Sauerstoff. Er steigt als Bläschen auf.
    3. Ein glimmender Span flammt darin auf.
    Ergebnis:
    Vor allem Sauerstoff aus der Fotosynthese
  3. ★19
    Ein Baum wiegt nach 50 Jahren mehrere Tonnen. Woher stammt der größte Teil seiner Masse?
    Lösung zeigen
    1. Van Helmont wog Weide und Erde fünf Jahre lang.
    2. Die Weide wurde über 70 Kilogramm schwerer, die Erde nur 57 Gramm leichter.
    3. Der Kohlenstoff im Holz stammt aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft.
    4. Die Masse kommt aus Luft und Wasser.
    Ergebnis:
    Aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft und aus Wasser

8Ich kann Eingriffe des Menschen in ein Ökosystem beurteilen.

EntdeckenFrage

Wie stark haben die Fluginsekten in deutschen Schutzgebieten abgenommen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Ehrenamtliche Forschende fingen von 1989 bis 2016 in 63 Schutzgebieten Insekten und wogen sie. Die Masse der Fluginsekten sank um mehr als drei Viertel.

MerkenEingriffe beurteilen

Ein Eingriff wirkt über das Netz weiter.

Zum Beurteilen trennst du prüfbare Sachaussagen von Werturteilen, die sagen, was sein soll. Begründe das Urteil mit Sachaussagen.

BeispielEingriffe des Menschen und ihre Folgen

Ein Hausbesitzer legt einen Garten nur aus Schotter an. Welche Folge ist zu erwarten?
Schritt für Schritt
  1. Auf Schotter wachsen kaum Pflanzen.
  2. Ohne Pflanzen fehlen Blüten und Insekten.
  1. Auf Schotter wachsen kaum Pflanzen.
  2. Ohne Pflanzen fehlen Blüten und Insekten.
Ergebnis:
Insekten und Vögel finden dort kaum Nahrung.

AchtungFolgen nur für die direkten Nachbarn

So nicht
Fehlen die Rotfedern, betrifft das nur die Hechte.
So richtig
Fehlen die Rotfedern, werden die Hechte weniger, die Wasserflöhe mehr – und dann die Algen weniger.

Verfolge die Kette in beide Richtungen. Wer frisst die fehlende Art, und wen hat sie gefressen? Und was kommt danach?

ÜbenJetzt du

  1. ○20
    Im Winter wird viel Streusalz auf Gehwege gestreut. Was passiert mit den Straßenbäumen?
    So fängst du an:
    Schmelzwasser trägt das Salz in den Boden.
    Lösung zeigen
    1. Schmelzwasser trägt das Salz in den Boden.
    2. Zu viel Salz schädigt die Wurzeln. Die Bäume werden geschwächt.
    Ergebnis:
    Das Salz gelangt in den Boden und schädigt die Wurzeln.
  2. ●21
    Alte, hohle Bäume werden im Park gefällt. Welche Folge ist zu erwarten?
    Lösung zeigen
    1. Hohle Bäume bieten Höhlen zum Brüten und Schlafen.
    2. Junge Bäume haben noch keine.
    Ergebnis:
    Spechte, Eulen und Fledermäuse verlieren ihre Höhlen.
  3. ★22
    Die Masse der Fluginsekten in deutschen Schutzgebieten ist von 1989 bis 2016 um mehr als 75 Prozent gesunken. Welche Folge ist für Vögel, die Insekten fressen, zu erwarten?
    Lösung zeigen
    1. Viele Vögel füttern ihre Jungen mit Insekten.
    2. Weniger Insekten heißt weniger Futter.
    3. Die Folge reicht über die Insekten hinaus.
    Ergebnis:
    Sie finden weniger Nahrung, vor allem für ihre Jungen.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●23
    Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: der Wind auf einer Düne?
    Lösung zeigen
    1. Hier wirkt etwas Unbelebtes.
    2. Es ist ein abiotischer Faktor.
    Ergebnis:
    abiotisch
  2. ●24
    Ihr untersucht einen Lebensraum am Waldrand. Womit messt ihr die Temperatur?
    Lösung zeigen
    1. Gemessen werden soll die Temperatur.
    2. Dafür nimmst du: Thermometer.
    Ergebnis:
    Mit dem Thermometer
  3. ●25
    Der Kaktus wächst in der Wüste. Seine Blätter sind zu Dornen umgebildet. Welchen Vorteil hat das?
    Lösung zeigen
    1. Problem in der Wüste: wenig Wasser.
    2. Blätter verdunsten Wasser. Dornen haben kaum Oberfläche.
    3. So verliert der Kaktus wenig Wasser.
    Ergebnis:
    Über die kleine Oberfläche verdunstet wenig Wasser.
  4. ●26
    Welche Rolle hat der Schimmelpilz auf einem alten Brot?
    Lösung zeigen
    1. Der Schimmelpilz hat kein Blattgrün.
    2. Er baut das tote Brot ab.
    3. Er ist ein Zersetzer.
    Ergebnis:
    Zersetzer
  5. ●27
    Mäuse fressen Getreide, Eulen fressen Mäuse. Ein Bauer hängt Nistkästen für Eulen auf. Was passiert mit den Mäusen?
    Lösung zeigen
    1. Mehr Eulen fressen mehr Mäuse.
    2. Die Mäuse werden weniger.
    Ergebnis:
    Sie werden weniger.
  6. ●28
    In welcher Form speichert die Kartoffelpflanze den Traubenzucker in der Knolle?
    Lösung zeigen
    1. Aus vielen Traubenzuckerteilchen baut die Pflanze Stärke.
    2. Die Stärke lagert sie in der Knolle. Iodlösung färbt sie blauschwarz.
    Ergebnis:
    Als Stärke

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Umweltfaktoren
Abiotisch sind die unbelebten Faktoren: Licht, Temperatur, Wasser, Boden, Wind.
Angepasstheit
Ein Merkmal, mit dem ein Lebewesen in seinem Lebensraum gut überlebt, heißt Angepasstheit.
Erzeuger, Verbraucher, Zersetzer
Erzeuger bauen mit Licht ihre Nährstoffe selbst auf.
Nahrungskette
Eine Nahrungskette beginnt beim Erzeuger.
Nahrungsnetz
Viele Ketten bilden ein Nahrungsnetz.
Energiepyramide
Von einer Stufe zur nächsten kommt nur etwa ein Zehntel der Energie an.
Fotosynthese
Kohlenstoffdioxid und Wasser werden mit Licht zu Traubenzucker und Sauerstoff.
Eingriffe beurteilen
Ein Eingriff wirkt über das Netz weiter.

AchtungMessgerät verwechselt

So nicht
Die Helligkeit misst man mit dem Thermometer.
So richtig
Die Helligkeit misst man mit dem Luxmeter, die Temperatur mit dem Thermometer.

Frag zuerst: Welche Größe will ich messen? Dann such das Gerät, das genau diese Größe misst.

AchtungAngepasstheit als Absicht erklärt

So nicht
Der Eisbär hat sich ein dickes Fell wachsen lassen, damit er nicht friert.
So richtig
Eisbären mit dichtem Fell überlebten in der Kälte besser und bekamen mehr Junge. So wurde das Merkmal häufig.

Ein Tier kann sich ein Merkmal nicht wünschen. Das Merkmal ist da, und wer es hat, überlebt in diesem Lebensraum besser.

AchtungErzeuger, Verbraucher und Zersetzer verwechselt

So nicht
Die Raupe ist ein Erzeuger, weil sie Blätter frisst.
So richtig
Die Raupe frisst Blätter, sie ist ein Verbraucher erster Ordnung. Erzeuger ist die Pflanze.

Frag: Woher bekommt das Lebewesen seine Nährstoffe? Selbst gemacht mit Licht, gefressen oder aus toten Resten?

AchtungDie Hälfte statt etwa ein Zehntel

So nicht
Von 10.000 kJ kommen 5000 kJ an.
So richtig
Von 10.000 kJ kommen etwa 1000 kJ an, also etwa ein Zehntel.

Merk dir die Faustregel: Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.

AchtungPflanzen atmen nicht

So nicht
Pflanzen machen Fotosynthese, deshalb atmen sie nicht.
So richtig
Pflanzen atmen Tag und Nacht in jeder Zelle. Bei Licht machen sie zusätzlich Fotosynthese.

Jede lebende Zelle braucht Energie und atmet, auch die Pflanzenzelle. Fotosynthese kommt nur bei Licht dazu.

AchtungAusgangsstoffe und Produkte vertauscht

So nicht
Fotosynthese: Traubenzucker und Sauerstoff werden zu Kohlenstoffdioxid und Wasser.
So richtig
Fotosynthese: Kohlenstoffdioxid und Wasser werden mit Licht zu Traubenzucker und Sauerstoff.

Frag: Was braucht die Pflanze, und was stellt sie her? Was sie braucht, steht links vom Pfeil.

AchtungSachaussage und Werturteil verwechselt

So nicht
„Auf der Wiese leben 30 Insektenarten“ ist eine Meinung.
So richtig
Das ist eine Sachaussage, man kann sie nachzählen. „Die Wiese soll bleiben“ ist ein Werturteil.

Eine Sachaussage kann man prüfen: messen, zählen, nachlesen. Ein Werturteil sagt, was sein soll oder was gut ist.

AchtungFolge eines Eingriffs zu kurz gedacht

So nicht
Die Hecke wird entfernt. Dann gibt es nur weniger Sträucher.
So richtig
Mit der Hecke verschwinden Nistplätze und Nahrung. Vögel und Insekten werden weniger, und mit ihnen ihre Räuber.

Frag: Wer hat dort gelebt oder Nahrung gefunden? Was passiert mit diesen Lebewesen und mit denen, die sie fressen?

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann abiotische und biotische Umweltfaktoren unterscheiden und messen.

    29
    Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: die Feuchtigkeit des Bodens?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    abiotisch
  2. Ich kann Angepasstheiten von Lebewesen an ihren Lebensraum erklären.

    30
    Der Buntspecht klettert am Baumstamm und hämmert Löcher ins Holz. Welches Merkmal passt dazu?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ein harter Meißelschnabel und ein steifer Stützschwanz
  3. Ich kann Erzeuger, Verbraucher und Zersetzer unterscheiden.

    31
    Welche Rolle hat die Eiche im Wald?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Erzeuger
  4. Ich kann Nahrungsketten mit Pfeilen richtig darstellen.

    32
    Welche Nahrungskette ist richtig dargestellt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Klee → Feldhase → Rotfuchs
  5. Ich kann vorhersagen, was im Nahrungsnetz passiert, wenn eine Art fehlt.

    33
    Füchse fressen Hasen, Hasen fressen Klee. Eine Krankheit tötet viele Hasen. Was passiert mit den Füchsen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Sie finden weniger Nahrung und werden weniger.
  6. Ich kann erklären, warum es weniger Räuber als Beutetiere gibt.

    34
    Im Futter ganz unten (Gras) stecken 20.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Heuschrecken an, die es fressen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    etwa 2000 kJ
  7. Ich kann die Fotosynthese als Grundlage aller Nahrungsketten beschreiben.

    35
    Woher stammt fast alle Nahrung, die Tiere und Menschen essen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Aus der Fotosynthese der Pflanzen
  8. Ich kann Eingriffe des Menschen in ein Ökosystem beurteilen.

    36
    Alte, hohle Bäume werden im Park gefällt. Welche Folge ist zu erwarten?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Spechte, Eulen und Fledermäuse verlieren ihre Höhlen.

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Warum blühen Buschwindröschen im Laubwald schon im März?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Dann haben die Buchen noch keine Blätter, und viel Licht kommt bis zum Boden. Wenn sich das Blätterdach schließt, haben die Frühblüher ihre Samen schon gebildet.

Lösungen

  1. biotisch
  2. abiotisch
  3. Wenig Licht, ein abiotischer Faktor, den die Buchen als Lebewesen verursachen
  4. Sie stößt Ultraschallrufe aus und hört das Echo.
  5. Ihre Nieren geben sehr wenig Wasser mit dem Harn ab.
  6. Über die große Fläche der Ohren gibt er Wärme ab.
  7. Zersetzer
  8. Verbraucher zweiter Ordnung
  9. Verbraucher dritter Ordnung
  10. Von Getreide zu Feldmaus: Der Pfeil zeigt den Weg von Stoffen und Energie.
  11. Sie werden mehr.
  12. Sie finden weniger Nahrung und werden weniger.
  13. Sie werden weniger angefressen.
  14. etwa 2000 kJ
  15. etwa 5000 kJ
  16. etwa 200 kJ
  17. Sie kann keine Fotosynthese machen und wird schwach und gelblich.
  18. Vor allem Sauerstoff aus der Fotosynthese
  19. Aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft und aus Wasser
  20. Das Salz gelangt in den Boden und schädigt die Wurzeln.
  21. Spechte, Eulen und Fledermäuse verlieren ihre Höhlen.
  22. Sie finden weniger Nahrung, vor allem für ihre Jungen.
  23. abiotisch
  24. Mit dem Thermometer
  25. Über die kleine Oberfläche verdunstet wenig Wasser.
  26. Zersetzer
  27. Sie werden weniger.
  28. Als Stärke
  29. abiotisch
  30. Ein harter Meißelschnabel und ein steifer Stützschwanz
  31. Erzeuger
  32. Klee → Feldhase → Rotfuchs
  33. Sie finden weniger Nahrung und werden weniger.
  34. etwa 2000 kJ
  35. Aus der Fotosynthese der Pflanzen
  36. Spechte, Eulen und Fledermäuse verlieren ihre Höhlen.