Biologie · Klasse 7 und 8 · Kapitel
Lebensräume und ihre Bewohner
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Warum blühen Buschwindröschen im Laubwald schon im März?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: Dann haben die Buchen noch keine Blätter, und viel Licht kommt bis zum Boden. Wenn sich das Blätterdach schließt, haben die Frühblüher ihre Samen schon gebildet. Quelle: Frühblüher im Laubwald: Licht vor dem Laubaustrieb
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann abiotische und biotische Umweltfaktoren unterscheiden und messen.
EntdeckenFrage
Warum blühen Buschwindröschen im Laubwald schon im März?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Dann haben die Buchen noch keine Blätter, und viel Licht kommt bis zum Boden. Wenn sich das Blätterdach schließt, haben die Frühblüher ihre Samen schon gebildet.
MerkenUmweltfaktoren
Abiotisch sind die unbelebten Faktoren: Licht, Temperatur, Wasser, Boden, Wind.
Biotisch sind die Einflüsse anderer Lebewesen: Räuber, Beute, Konkurrenten, Bestäuber.
BeispielAbiotisch oder biotisch?
Schritt für Schritt
- Hier wirkt etwas Unbelebtes.
- Es ist ein abiotischer Faktor.
- Hier wirkt etwas Unbelebtes.
- Es ist ein abiotischer Faktor.
AchtungBelebte und unbelebte Umweltfaktoren verwechselt
Der Fuchs, der Hasen jagt, ist ein abiotischer Faktor.
Der Fuchs ist ein Lebewesen, also ein biotischer Faktor. Licht und Temperatur sind abiotisch.
Bio heißt Leben. Biotisch ist alles, was von Lebewesen kommt. Abiotisch ist unbelebt: Licht, Wasser, Temperatur, Boden.
ÜbenJetzt du
- ○1Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: Rehe, die junge Bäume anfressen?So fängst du an:Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
Lösung zeigen
- Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
- Es ist ein biotischer Faktor.
Ergebnis:biotisch - ●2Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: der Salzgehalt im Meerwasser?
Lösung zeigen
- Hier wirkt etwas Unbelebtes.
- Es ist ein abiotischer Faktor.
Ergebnis:abiotisch - ★3Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: ein Bandwurm im Darm eines Fuchses?
Lösung zeigen
- Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
- Es ist ein biotischer Faktor.
Ergebnis:biotisch
2Ich kann Angepasstheiten von Lebewesen an ihren Lebensraum erklären.
EntdeckenFrage
Warum frieren Pinguine auf dem Eis nicht mit den Füßen fest?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Ihre Füße bleiben knapp über null Grad. Das warme Blut, das in die Füße fließt, gibt seine Wärme an das kalte Blut ab, das zurückfließt. So verlieren sie wenig Wärme und frieren trotzdem nicht fest.
MerkenAngepasstheit
Ein Merkmal, mit dem ein Lebewesen in seinem Lebensraum gut überlebt, heißt Angepasstheit.
Es ist nicht gewollt: Wer es hat, überlebt besser und hat mehr Nachkommen.
BeispielAngepasstheit an den Lebensraum
Schritt für Schritt
- Problem: Fressfeinde.
- Eingerollt zeigt der Igel nur Stacheln.
- Problem: Fressfeinde.
- Eingerollt zeigt der Igel nur Stacheln.
AchtungAngepasstheit als Absicht erklärt
Der Eisbär hat sich ein dickes Fell wachsen lassen, damit er nicht friert.
Eisbären mit dichtem Fell überlebten in der Kälte besser und bekamen mehr Junge. So wurde das Merkmal häufig.
Ein Tier kann sich ein Merkmal nicht wünschen. Das Merkmal ist da, und wer es hat, überlebt in diesem Lebensraum besser.
ÜbenJetzt du
- ○4Der Eisbär lebt in der Arktis. Welches Merkmal hilft ihm, dort zu überleben?So fängst du an:Problem in der Arktis: große Kälte.
Lösung zeigen
- Problem in der Arktis: große Kälte.
- Fell und Fettschicht halten die Wärme im Körper.
- Eisbären mit diesen Merkmalen überleben dort.
Ergebnis:Ein dichtes Fell und eine dicke Fettschicht halten die Wärme im Körper. - ●5Die Ente lebt auf dem Wasser. Welches Merkmal hilft ihr beim Schwimmen?
Lösung zeigen
- Problem auf dem Wasser: vorwärtskommen.
- Schwimmhäute vergrößern die Fläche des Fußes wie ein Paddel.
Ergebnis:Schwimmhäute zwischen den Zehen - ★6Das Kamel lebt in der Wüste. Was speichert es in seinen Höckern?
Lösung zeigen
- Im Höcker ist Fett, nicht Wasser.
- Das Fett ist ein Energievorrat für Zeiten ohne Futter.
- Weil das Fett im Höcker sitzt, kann der übrige Körper Wärme leichter abgeben.
Ergebnis:Fett als Energievorrat
3Ich kann Erzeuger, Verbraucher und Zersetzer unterscheiden.
EntdeckenFrage
Was hat Charles Darwin an Regenwürmern gemessen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Er sammelte Wurmkot auf Wiesen und rechnete hoch: Regenwürmer schieben jedes Jahr mehrere Tonnen Erde je Hektar durch ihren Darm. Sie mischen den Boden und bringen Laub in die Erde, wo es zersetzt wird.
MerkenErzeuger, Verbraucher, Zersetzer
Erzeuger bauen mit Licht ihre Nährstoffe selbst auf.
Verbraucher fressen Pflanzen oder Tiere. Zersetzer wie Pilze und Bakterien bauen tote Reste zu Mineralstoffen ab.
BeispielErzeuger, Verbraucher, Zersetzer
Schritt für Schritt
- Der Schimmelpilz hat kein Blattgrün.
- Er baut das tote Brot ab.
- Er ist ein Zersetzer.
- Der Schimmelpilz hat kein Blattgrün.
- Er baut das tote Brot ab.
- Er ist ein Zersetzer.
AchtungPilze als Erzeuger
Der Pilz ist ein Erzeuger wie das Gras.
Pilze haben kein Blattgrün und machen keine Fotosynthese. Sie zersetzen tote Stoffe.
Ein Erzeuger stellt mit Licht seine Nährstoffe selbst her. Dafür braucht er Blattgrün. Hat der Pilz Blattgrün?
ÜbenJetzt du
- ○7Welche Rolle hat die Meise, die Raupen frisst?So fängst du an:Die Meise frisst ein Tier, das Pflanzen frisst.
Lösung zeigen
- Die Meise frisst ein Tier, das Pflanzen frisst.
- Sie ist Verbraucher zweiter Ordnung.
Ergebnis:Verbraucher zweiter Ordnung - ●8Welche Rolle hat das Moos auf dem Waldboden?
Lösung zeigen
- Moos ist grün und macht Fotosynthese.
- Es ist ein Erzeuger.
Ergebnis:Erzeuger - ★9Was würde in einem Wald ohne Zersetzer passieren?
Lösung zeigen
- Zersetzer bauen tote Reste ab.
- Dabei werden Mineralstoffe frei, die die Pflanzen brauchen.
- Ohne Zersetzer häufte sich Laub, und die Pflanzen bekämen zu wenig Mineralstoffe.
Ergebnis:Tote Blätter und Tiere blieben liegen, und den Pflanzen fehlten bald Mineralstoffe.
4Ich kann Nahrungsketten mit Pfeilen richtig darstellen.
EntdeckenFrage
Frisst ein Hecht sein ganzes Leben lang dasselbe?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nein. Junge Hechte fressen Wasserflöhe und Insektenlarven, große Hechte fressen Fische. Dasselbe Tier steht also im Lauf seines Lebens an verschiedenen Stellen der Nahrungskette.
MerkenNahrungskette
Eine Nahrungskette beginnt beim Erzeuger.
Der Pfeil zeigt vom Gefressenen zum Fresser – den Weg von Stoffen und Energie: Gras → Hase → Fuchs.
BeispielNahrungsketten richtig darstellen
Schritt für Schritt
- Die Kette beginnt beim Erzeuger: Brombeere.
- Der Pfeil zeigt vom Gefressenen zum Fresser.
- Brombeere → Rötelmaus → Waldkauz
- Die Kette beginnt beim Erzeuger: Brombeere.
- Der Pfeil zeigt vom Gefressenen zum Fresser.
- Brombeere → Rötelmaus → Waldkauz
AchtungPfeil in der Nahrungskette als „frisst“ gelesen
Fuchs → Hase → Gras
Gras → Hase → Fuchs. Der Pfeil zeigt, wohin die Stoffe und die Energie gehen: „wird gefressen von“.
Der Pfeil zeigt den Weg der Nahrung. Er zeigt vom Gefressenen zu dem, der frisst.
ÜbenJetzt du
- ★10In welche Richtung zeigt der Pfeil zwischen Klee und Feldhase – und was bedeutet er?
Lösung zeigen
- Gefressen wird: Klee. Es frisst: Feldhase.
- Stoffe und Energie gehen dabei in den Fresser über.
- Der Pfeil zeigt von Klee zu Feldhase.
Ergebnis:Von Klee zu Feldhase: Der Pfeil zeigt den Weg von Stoffen und Energie.
5Ich kann vorhersagen, was im Nahrungsnetz passiert, wenn eine Art fehlt.
EntdeckenFrage
Wie können Wölfe Flüsse verändern?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nach der Rückkehr der Wölfe in den Yellowstone-Nationalpark 1995 fraßen Hirsche weniger junge Weiden und Pappeln an den Ufern. Die Bäume wuchsen nach und befestigten die Ufer. Eine Art wirkt über das ganze Nahrungsnetz.
MerkenNahrungsnetz
Viele Ketten bilden ein Nahrungsnetz.
Fehlt eine Art, ändern sich auch weit entfernte Arten: Weniger Räuber heißt mehr Beute und weniger Futter für die Beute.
BeispielWas passiert im Nahrungsnetz?
Schritt für Schritt
- Ohne Bestäubung bilden sich weniger Früchte.
- Die Ernte wird kleiner.
- Ohne Bestäubung bilden sich weniger Früchte.
- Die Ernte wird kleiner.
AchtungFolgen nur für die direkten Nachbarn
Fehlen die Rotfedern, betrifft das nur die Hechte.
Fehlen die Rotfedern, werden die Hechte weniger, die Wasserflöhe mehr – und dann die Algen weniger.
Verfolge die Kette in beide Richtungen. Wer frisst die fehlende Art, und wen hat sie gefressen? Und was kommt danach?
ÜbenJetzt du
- ○11Füchse fressen Hasen, Hasen fressen Klee. Eine Krankheit tötet viele Hasen. Was passiert mit den Füchsen?So fängst du an:Die Hasen sind die Nahrung der Füchse.
Lösung zeigen
- Die Hasen sind die Nahrung der Füchse.
- Weniger Hasen heißt weniger Nahrung.
- Die Füchse werden weniger.
Ergebnis:Sie finden weniger Nahrung und werden weniger. - ●12Rehe fressen junge Bäume, Luchse fressen Rehe. Der Luchs kehrt in den Wald zurück. Was passiert mit den Rehen?
Lösung zeigen
- Der Luchs frisst Rehe.
- Die Rehe werden weniger.
Ergebnis:Sie werden weniger. - ★13Im Teich fressen Wasserflöhe Algen, Rotfedern fressen Wasserflöhe. Die Rotfedern fehlen. Was passiert danach mit den Algen?
Lösung zeigen
- Ohne Rotfedern werden die Wasserflöhe mehr.
- Mehr Wasserflöhe fressen mehr Algen.
- Die Algen werden weniger.
Ergebnis:Sie werden weniger, weil mehr Wasserflöhe sie fressen.
6Ich kann erklären, warum es weniger Räuber als Beutetiere gibt.
EntdeckenFrage
Warum gibt es so viel weniger Löwen als Zebras und Gnus?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Von einer Stufe der Nahrungskette zur nächsten kommt nur etwa ein Zehntel der Energie an. Für einen Löwen braucht es deshalb sehr viele Pflanzenfresser, und für diese noch viel mehr Gras.
MerkenEnergiepyramide
Von einer Stufe zur nächsten kommt nur etwa ein Zehntel der Energie an.
Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren. Deshalb gibt es oben wenige Tiere.
BeispielEnergie in der Nahrungspyramide
Schritt für Schritt
- Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
- Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
- 20.000 kJ : 10 = 2000 kJ
- Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
- Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
- 20.000 kJ : 10 = 2000 kJ
AchtungEnergie wird vollständig weitergegeben
Die Hasen fressen Gras mit 10.000 kJ, also stecken 10.000 kJ in den Hasen.
Der größte Teil der Energie geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren. Nur etwa ein Zehntel kommt an.
Ein Tier verbraucht den größten Teil seiner Nahrung selbst: für Bewegung, Körperwärme und Atmung. Nur etwa ein Zehntel wird zu neuem Körper.
ÜbenJetzt du
- ○14Im Futter ganz unten (Gras) stecken 40.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Heuschrecken an, die es fressen?So fängst du an:Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
Lösung zeigen
- Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
- Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
- 40.000 kJ : 10 = 4000 kJ
Ergebnis:etwa 4000 kJ - ●15Im Futter ganz unten (Gras) stecken 50.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Heuschrecken an, die es fressen?
Lösung zeigen
- Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
- Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
- 50.000 kJ : 10 = 5000 kJ
Ergebnis:etwa 5000 kJ - ★16In den Pflanzen ganz unten (Algen) stecken 40.000 kJ. Wie viel Energie kommt ungefähr bei den Rotfedern an, die Wasserflöhe fressen?
Lösung zeigen
- Stufe 1 (Algen): 40.000 kJ
- Stufe 2 (Wasserflöhe): etwa ein Zehntel, 4000 kJ
- Stufe 3 (Rotfedern): wieder ein Zehntel, etwa 400 kJ
Ergebnis:etwa 400 kJ
7Ich kann die Fotosynthese als Grundlage aller Nahrungsketten beschreiben.
EntdeckenFrage
Woher kommt das Holz eines Baumes?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Van Helmont pflanzte um 1640 eine Weide in einen Topf mit gewogener Erde. Nach fünf Jahren war die Weide über 70 Kilogramm schwerer, die Erde nur 57 Gramm leichter. Heute wissen wir: Das Holz entsteht vor allem aus Kohlenstoffdioxid aus der Luft und aus Wasser.
MerkenFotosynthese
Kohlenstoffdioxid und Wasser werden mit Licht zu Traubenzucker und Sauerstoff.
Das geschieht in den Chloroplasten. Fast alle Nahrung der Erde beginnt so.
BeispielFotosynthese
Schritt für Schritt
- Ohne Licht keine Fotosynthese.
- Die Pflanze verbraucht ihre Vorräte und wird schwach.
- Ohne Licht keine Fotosynthese.
- Die Pflanze verbraucht ihre Vorräte und wird schwach.
AchtungPflanzen nehmen ihre Nahrung aus dem Boden
Das Holz des Baumes kommt aus der Erde.
Das Holz besteht vor allem aus Kohlenstoff aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft. Aus dem Boden kommen Wasser und Mineralstoffe.
Aus dem Boden kommen Wasser und Mineralstoffe. Den Zucker baut die Pflanze selbst – aus Kohlenstoffdioxid aus der Luft und Wasser, mit Licht.
ÜbenJetzt du
- ○17Welches Gas nimmt die Pflanze für die Fotosynthese aus der Luft auf?So fängst du an:Die Pflanze braucht Kohlenstoffdioxid aus der Luft.
Lösung zeigen
- Die Pflanze braucht Kohlenstoffdioxid aus der Luft.
- Sie gibt Sauerstoff ab.
Ergebnis:Kohlenstoffdioxid - ●18Eine Wasserpflanze steht im Licht und gibt Bläschen ab. Was ist in den Bläschen?
Lösung zeigen
- Bei Licht macht die Pflanze Fotosynthese.
- Dabei entsteht Sauerstoff. Er steigt als Bläschen auf.
- Ein glimmender Span flammt darin auf.
Ergebnis:Vor allem Sauerstoff aus der Fotosynthese - ★19Ein Baum wiegt nach 50 Jahren mehrere Tonnen. Woher stammt der größte Teil seiner Masse?
Lösung zeigen
- Van Helmont wog Weide und Erde fünf Jahre lang.
- Die Weide wurde über 70 Kilogramm schwerer, die Erde nur 57 Gramm leichter.
- Der Kohlenstoff im Holz stammt aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft.
- Die Masse kommt aus Luft und Wasser.
Ergebnis:Aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft und aus Wasser
8Ich kann Eingriffe des Menschen in ein Ökosystem beurteilen.
EntdeckenFrage
Wie stark haben die Fluginsekten in deutschen Schutzgebieten abgenommen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Ehrenamtliche Forschende fingen von 1989 bis 2016 in 63 Schutzgebieten Insekten und wogen sie. Die Masse der Fluginsekten sank um mehr als drei Viertel.
MerkenEingriffe beurteilen
Ein Eingriff wirkt über das Netz weiter.
Zum Beurteilen trennst du prüfbare Sachaussagen von Werturteilen, die sagen, was sein soll. Begründe das Urteil mit Sachaussagen.
BeispielEingriffe des Menschen und ihre Folgen
Schritt für Schritt
- Kies, Kurven und ruhige Stellen sind Lebensräume.
- Viele Arten kehren zurück.
- Kies, Kurven und ruhige Stellen sind Lebensräume.
- Viele Arten kehren zurück.
AchtungFolge eines Eingriffs zu kurz gedacht
Die Hecke wird entfernt. Dann gibt es nur weniger Sträucher.
Mit der Hecke verschwinden Nistplätze und Nahrung. Vögel und Insekten werden weniger, und mit ihnen ihre Räuber.
Frag: Wer hat dort gelebt oder Nahrung gefunden? Was passiert mit diesen Lebewesen und mit denen, die sie fressen?
ÜbenJetzt du
- ○20Im Winter wird viel Streusalz auf Gehwege gestreut. Was passiert mit den Straßenbäumen?So fängst du an:Schmelzwasser trägt das Salz in den Boden.
Lösung zeigen
- Schmelzwasser trägt das Salz in den Boden.
- Zu viel Salz schädigt die Wurzeln. Die Bäume werden geschwächt.
Ergebnis:Das Salz gelangt in den Boden und schädigt die Wurzeln. - ●21Ein Hausbesitzer legt einen Garten nur aus Schotter an. Welche Folge ist zu erwarten?
Lösung zeigen
- Auf Schotter wachsen kaum Pflanzen.
- Ohne Pflanzen fehlen Blüten und Insekten.
Ergebnis:Insekten und Vögel finden dort kaum Nahrung. - ★22Die Masse der Fluginsekten in deutschen Schutzgebieten ist von 1989 bis 2016 um mehr als 75 Prozent gesunken. Welche Folge ist für Vögel, die Insekten fressen, zu erwarten?
Lösung zeigen
- Viele Vögel füttern ihre Jungen mit Insekten.
- Weniger Insekten heißt weniger Futter.
- Die Folge reicht über die Insekten hinaus.
Ergebnis:Sie finden weniger Nahrung, vor allem für ihre Jungen.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●23Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: Pilze, die totes Laub zersetzen?
Lösung zeigen
- Hier wirkt ein Lebewesen auf ein anderes ein.
- Es ist ein biotischer Faktor.
Ergebnis:biotisch - ●24Ihr untersucht einen Lebensraum am Waldrand. Womit messt ihr die Windgeschwindigkeit?
Lösung zeigen
- Gemessen werden soll die Windgeschwindigkeit.
- Dafür nimmst du: Windmesser.
Ergebnis:Mit dem Windmesser - ●25Das Eichhörnchen springt von Ast zu Ast. Wozu dient sein buschiger Schwanz?
Lösung zeigen
- Beim Springen muss das Tier steuern.
- Der Schwanz wirkt wie ein Ruder.
Ergebnis:Er hilft beim Steuern und Halten des Gleichgewichts. - ●26Welche Rolle hat das Reh, das Knospen und Blätter frisst?
Lösung zeigen
- Das Reh frisst Pflanzen.
- Es ist Verbraucher erster Ordnung.
Ergebnis:Verbraucher erster Ordnung - ●27Mäuse fressen Getreide, Eulen fressen Mäuse. Ein Bauer hängt Nistkästen für Eulen auf. Was passiert mit den Mäusen?
Lösung zeigen
- Mehr Eulen fressen mehr Mäuse.
- Die Mäuse werden weniger.
Ergebnis:Sie werden weniger. - ●28Im Futter ganz unten (Algen) stecken 50.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Wasserflöhen an, die es fressen?
Lösung zeigen
- Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
- Der Rest geht für Bewegung, Wärme und Atmung verloren.
- 50.000 kJ : 10 = 5000 kJ
Ergebnis:etwa 5000 kJ
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Umweltfaktoren
- Abiotisch sind die unbelebten Faktoren: Licht, Temperatur, Wasser, Boden, Wind.
- Angepasstheit
- Ein Merkmal, mit dem ein Lebewesen in seinem Lebensraum gut überlebt, heißt Angepasstheit.
- Erzeuger, Verbraucher, Zersetzer
- Erzeuger bauen mit Licht ihre Nährstoffe selbst auf.
- Nahrungskette
- Eine Nahrungskette beginnt beim Erzeuger.
- Nahrungsnetz
- Viele Ketten bilden ein Nahrungsnetz.
- Energiepyramide
- Von einer Stufe zur nächsten kommt nur etwa ein Zehntel der Energie an.
- Fotosynthese
- Kohlenstoffdioxid und Wasser werden mit Licht zu Traubenzucker und Sauerstoff.
- Eingriffe beurteilen
- Ein Eingriff wirkt über das Netz weiter.
AchtungMessgerät verwechselt
Die Helligkeit misst man mit dem Thermometer.
Die Helligkeit misst man mit dem Luxmeter, die Temperatur mit dem Thermometer.
Frag zuerst: Welche Größe will ich messen? Dann such das Gerät, das genau diese Größe misst.
AchtungMerkmal ohne passende Aufgabe gewählt
Der Kaktus hat Dornen, damit er schön aussieht.
Die Dornen sind umgebildete Blätter. Sie haben kaum Oberfläche, deshalb verdunstet wenig Wasser.
Frag: Welches Problem hat das Lebewesen in diesem Lebensraum? Welches Merkmal löst genau dieses Problem?
AchtungErzeuger, Verbraucher und Zersetzer verwechselt
Die Raupe ist ein Erzeuger, weil sie Blätter frisst.
Die Raupe frisst Blätter, sie ist ein Verbraucher erster Ordnung. Erzeuger ist die Pflanze.
Frag: Woher bekommt das Lebewesen seine Nährstoffe? Selbst gemacht mit Licht, gefressen oder aus toten Resten?
AchtungZunahme und Abnahme vertauscht
Weniger Füchse, also auch weniger Hasen.
Weniger Füchse fressen weniger Hasen. Also werden es zunächst mehr Hasen.
Frag Schritt für Schritt: Wird die Art mehr oder weniger gefressen? Dann wird sie mehr oder weniger.
AchtungDie Hälfte statt etwa ein Zehntel
Von 10.000 kJ kommen 5000 kJ an.
Von 10.000 kJ kommen etwa 1000 kJ an, also etwa ein Zehntel.
Merk dir die Faustregel: Von einer Stufe zur nächsten kommt etwa ein Zehntel der Energie an.
AchtungPflanzen atmen nicht
Pflanzen machen Fotosynthese, deshalb atmen sie nicht.
Pflanzen atmen Tag und Nacht in jeder Zelle. Bei Licht machen sie zusätzlich Fotosynthese.
Jede lebende Zelle braucht Energie und atmet, auch die Pflanzenzelle. Fotosynthese kommt nur bei Licht dazu.
AchtungAusgangsstoffe und Produkte vertauscht
Fotosynthese: Traubenzucker und Sauerstoff werden zu Kohlenstoffdioxid und Wasser.
Fotosynthese: Kohlenstoffdioxid und Wasser werden mit Licht zu Traubenzucker und Sauerstoff.
Frag: Was braucht die Pflanze, und was stellt sie her? Was sie braucht, steht links vom Pfeil.
AchtungSachaussage und Werturteil verwechselt
„Auf der Wiese leben 30 Insektenarten“ ist eine Meinung.
Das ist eine Sachaussage, man kann sie nachzählen. „Die Wiese soll bleiben“ ist ein Werturteil.
Eine Sachaussage kann man prüfen: messen, zählen, nachlesen. Ein Werturteil sagt, was sein soll oder was gut ist.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann abiotische und biotische Umweltfaktoren unterscheiden und messen.
29Ist dieser Umweltfaktor abiotisch oder biotisch: die Feuchtigkeit des Bodens?Lösung zeigen
Ergebnis:abiotischIch kann Angepasstheiten von Lebewesen an ihren Lebensraum erklären.
30Der Hecht jagt im Wasser. Welches Merkmal passt dazu?Lösung zeigen
Ergebnis:Ein schlanker, stromlinienförmiger KörperIch kann Erzeuger, Verbraucher und Zersetzer unterscheiden.
31Welche Rolle hat der Sperber, der Blaumeisen jagt, die Raupen fressen?Lösung zeigen
Ergebnis:Verbraucher dritter OrdnungIch kann Nahrungsketten mit Pfeilen richtig darstellen.
32Welche Nahrungskette ist richtig dargestellt?Lösung zeigen
Ergebnis:Grassamen → Spatz → SperberIch kann vorhersagen, was im Nahrungsnetz passiert, wenn eine Art fehlt.
33Raupen fressen Brennnesseln, Meisen fressen Raupen. In einem Jahr gibt es sehr viele Raupen. Was passiert im nächsten Jahr mit den Meisen?Lösung zeigen
Ergebnis:Sie können mehr Junge großziehen und werden mehr.Ich kann erklären, warum es weniger Räuber als Beutetiere gibt.
34Im Futter ganz unten (Getreide) stecken 50.000 kJ. Wie viel davon kommt ungefähr bei den Mäusen an, die es fressen?Lösung zeigen
Ergebnis:etwa 5000 kJIch kann die Fotosynthese als Grundlage aller Nahrungsketten beschreiben.
35Woher stammt fast alle Nahrung, die Tiere und Menschen essen?Lösung zeigen
Ergebnis:Aus der Fotosynthese der PflanzenIch kann Eingriffe des Menschen in ein Ökosystem beurteilen.
36Ein Bach wird begradigt und mit Beton befestigt. Was passiert mit den Tieren im Bach?Lösung zeigen
Ergebnis:Viele verlieren ihre Verstecke und Laichplätze und verschwinden.
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Warum blühen Buschwindröschen im Laubwald schon im März?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
Dann haben die Buchen noch keine Blätter, und viel Licht kommt bis zum Boden. Wenn sich das Blätterdach schließt, haben die Frühblüher ihre Samen schon gebildet.
Lösungen
- biotisch
- abiotisch
- biotisch
- Ein dichtes Fell und eine dicke Fettschicht halten die Wärme im Körper.
- Schwimmhäute zwischen den Zehen
- Fett als Energievorrat
- Verbraucher zweiter Ordnung
- Erzeuger
- Tote Blätter und Tiere blieben liegen, und den Pflanzen fehlten bald Mineralstoffe.
- Von Klee zu Feldhase: Der Pfeil zeigt den Weg von Stoffen und Energie.
- Sie finden weniger Nahrung und werden weniger.
- Sie werden weniger.
- Sie werden weniger, weil mehr Wasserflöhe sie fressen.
- etwa 4000 kJ
- etwa 5000 kJ
- etwa 400 kJ
- Kohlenstoffdioxid
- Vor allem Sauerstoff aus der Fotosynthese
- Aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft und aus Wasser
- Das Salz gelangt in den Boden und schädigt die Wurzeln.
- Insekten und Vögel finden dort kaum Nahrung.
- Sie finden weniger Nahrung, vor allem für ihre Jungen.
- biotisch
- Mit dem Windmesser
- Er hilft beim Steuern und Halten des Gleichgewichts.
- Verbraucher erster Ordnung
- Sie werden weniger.
- etwa 5000 kJ
- abiotisch
- Ein schlanker, stromlinienförmiger Körper
- Verbraucher dritter Ordnung
- Grassamen → Spatz → Sperber
- Sie können mehr Junge großziehen und werden mehr.
- etwa 5000 kJ
- Aus der Fotosynthese der Pflanzen
- Viele verlieren ihre Verstecke und Laichplätze und verschwinden.