Biologie · Klasse 13 · Kapitel
Vielfalt und Entwicklung des Lebens
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Hat die Giraffe ihren langen Hals, weil sie sich gestreckt hat?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: So erklärte es Lamarck 1809. Darwin erklärte es 1859 anders: Giraffen mit erblich längerem Hals hatten mehr Nachkommen. Die Genetik hat Lamarcks Mechanismus widerlegt. Quelle: Jean-Baptiste de Lamarck (1809): Philosophie zoologique; Charles Darwin (1859): On the Origin of Species
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann die synthetische Evolutionstheorie von nicht naturwissenschaftlichen Vorstellungen abgrenzen und zielgerichtete, lamarckistische und kreationistische Erklärungen beurteilen.
EntdeckenFrage
Hat die Giraffe ihren langen Hals, weil sie sich gestreckt hat?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
So erklärte es Lamarck 1809. Darwin erklärte es 1859 anders: Giraffen mit erblich längerem Hals hatten mehr Nachkommen. Die Genetik hat Lamarcks Mechanismus widerlegt.
MerkenEvolutionstheorie und Alltagsvorstellungen
Die synthetische Evolutionstheorie erklärt Artwandel mit prüfbaren Ursachen.
Zielgerichtete Erklärungen nennen einen Zweck, lamarckistische die Vererbung erworbener Eigenschaften, kreationistische einen Schöpfer. Diese Vorstellungen sind widerlegt oder nicht prüfbar.
BeispielErklärungen einordnen
Schritt für Schritt
- Die Blattgröße war erblich verschieden.
- Kleine Blätter verdunsten weniger Wasser.
- Über viele Generationen wurden aus Blättern Dornen.
- Die Blattgröße war erblich verschieden.
- Kleine Blätter verdunsten weniger Wasser.
- Über viele Generationen wurden aus Blättern Dornen.
AchtungEvolution als zielgerichtet gedacht
Die Giraffe bekam einen langen Hals, um an das hohe Laub zu kommen.
Giraffen mit erblich längerem Hals fanden mehr Futter und hatten mehr Junge.
Evolution hat kein Ziel. Frag nach der Ursache: Welche erblichen Unterschiede gab es schon vorher, und wer hatte mehr Nachkommen?
ÜbenJetzt du
- ○1Kartoffelkäfer werden von einem Insektengift kaum noch getötet. Welche Erklärung entspricht der synthetischen Evolutionstheorie? Begründe die Wahl.So fängst du an:In der Population gab es erblich unempfindliche Käfer.
Lösung zeigen
- In der Population gab es erblich unempfindliche Käfer.
- Das Gift tötete vor allem die empfindlichen.
- Die Überlebenden gaben ihre Allele weiter; der Anteil resistenter Käfer stieg.
Ergebnis:Käfer mit erblicher Unempfindlichkeit überlebten das Spritzen und vermehrten sich. - ●2Nach einer Dürre auf den Galapagosinseln hatten Grundfinken im Mittel größere Schnäbel. Welche Erklärung entspricht der synthetischen Evolutionstheorie? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die Schnabelgröße war erblich verschieden.
- In der Dürre blieben vor allem große, harte Samen übrig.
- Finken mit großen Schnäbeln überlebten häufiger, ihre Nachkommen hatten größere Schnäbel.
Ergebnis:Vor allem Finken mit erblich großen Schnäbeln knackten die harten Samen. - ★3„Der Gepard ist schnell geworden, um Gazellen zu fangen.“ Was fehlt dieser Erklärung? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Satz nennt einen Zweck, keine Ursache.
- Die Ursache ist: Schnellere Geparde fingen mehr Beute und hatten mehr Junge.
- So wurde Schnelligkeit über Generationen häufiger.
Ergebnis:Die Ursache: erbliche Variation und mehr Nachkommen schnellerer Tiere.
2Ich kann Mutation und Rekombination als Quellen der Variation und Selektion als Ursache für Artwandel erklären.
EntdeckenFrage
Werden Bakterien resistent, weil sie das Antibiotikum kennenlernen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nein. Joshua und Esther Lederberg übertrugen Bakterienkolonien mit Samtstempeln auf mehrere Platten. Resistente Kolonien gab es schon, bevor die Bakterien das Antibiotikum je berührt hatten.
MerkenVariation und Selektion
Mutation und Rekombination erzeugen ungerichtet erbliche Variation.
Träger günstiger Allele haben mehr Nachkommen. So wandelt sich die Population, nicht das Individuum.
BeispielEvolutionsfaktoren
Schritt für Schritt
- Die Tiere beider Inseln können sich nicht mehr paaren.
- Der Genfluss ist unterbrochen.
- Das ist Isolation.
- Die Tiere beider Inseln können sich nicht mehr paaren.
- Der Genfluss ist unterbrochen.
- Das ist Isolation.
AchtungIndividuum statt Population verändert sich
Jeder Käfer wird mit jedem Spritzen etwas widerstandsfähiger.
Die Käfer bleiben, wie sie sind. In der Population werden die resistenten häufiger.
Ein einzelnes Lebewesen evolviert nicht. Es ändert sich der Anteil der Varianten in der Population über Generationen.
ÜbenJetzt du
- ○4Was bewirkt die Selektion? Begründe die Wahl.So fängst du an:Selektion erzeugt nichts Neues.
Lösung zeigen
- Selektion erzeugt nichts Neues.
- Selektion wirkt auf vorhandene erbliche Unterschiede.
- Varianten mit mehr Nachkommen werden häufiger.
Ergebnis:Vorhandene Varianten werden unterschiedlich häufig weitergegeben. - ●5Wie wirken die meisten Mutationen auf ihren Träger? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Mutationen sind ungerichtet.
- Viele ändern nichts am Protein, viele schaden.
- Selten ist eine Mutation von Vorteil, und auf diese wirkt die Selektion.
Ergebnis:Neutral oder nachteilig, selten vorteilhaft - ★6Warum genügt Selektion allein nicht, um Evolution über lange Zeit zu erklären? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Selektion verringert Variation, weil sie Varianten aussortiert.
- Neue Variation entsteht nur durch Mutation, neu gemischt durch Rekombination.
- Erst beides zusammen ermöglicht lange Evolution.
Ergebnis:Ohne Mutation würde die Variation aufgebraucht, die Selektion braucht.
3Ich kann stabilisierende, transformierende und disruptive Selektion an Beispielen unterscheiden und Selektionsfaktoren erläutern.
EntdeckenFrage
Warum wurden Nachtfalter in Englands Industriestädten schwarz?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Um 1895 waren bei Manchester fast alle Birkenspanner dunkel. Auf rußigen Stämmen fraßen Vögel vor allem helle Falter. Michael Majerus ließ später fast 5000 Falter frei und bestätigte: Vögel fressen mehr der auffälligen Falter.
MerkenFormen der Selektion
Stabilisierende Selektion begünstigt den Mittelwert, transformierende verschiebt ihn.
Disruptive Selektion begünstigt beide Extreme und kann eine Population aufspalten.
BeispielSelektionsformen und Selektionsfaktoren
Schritt für Schritt
- Der Parasit ist ein Lebewesen.
- Er verringert den Fortpflanzungserfolg mancher Varianten.
- Er ist ein biotischer Selektionsfaktor.
- Der Parasit ist ein Lebewesen.
- Er verringert den Fortpflanzungserfolg mancher Varianten.
- Er ist ein biotischer Selektionsfaktor.
AchtungSelektionsformen verwechselt
Die Mitte wird begünstigt, also transformierende Selektion.
Die Mitte wird begünstigt und die Streuung kleiner: stabilisierende Selektion.
Zeichne die Verteilung vorher und nachher: Bleibt der Mittelwert, wandert er, oder entstehen zwei Gipfel?
ÜbenJetzt du
- ○7Was bedeutet „Survival of the fittest“ fachlich? Begründe die Wahl.So fängst du an:„Fit“ heißt hier: passend zur Umwelt.
Lösung zeigen
- „Fit“ heißt hier: passend zur Umwelt.
- Gemessen wird am Fortpflanzungserfolg.
- Stärke allein zählt nicht.
Ergebnis:Die am besten passenden Varianten haben die meisten Nachkommen. - ●8Ist Konkurrenz um Nahrung zwischen Artgenossen ein biotischer oder ein abiotischer Selektionsfaktor? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Biotisch sind Einflüsse durch Lebewesen.
- Konkurrenten sind Artgenossen, also Lebewesen.
- Konkurrenz ist ein biotischer Selektionsfaktor.
Ergebnis:Biotisch, weil andere Lebewesen ihn ausmachen - ★9Welche Selektionsform kann eine Population in zwei Gruppen aufspalten? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Beide Extreme werden begünstigt.
- Es entstehen zwei Gipfel in der Verteilung.
- Das ist disruptive Selektion.
Ergebnis:Disruptive Selektion
4Ich kann Gendrift und Genpool erklären und Allelfrequenzen in Populationen berechnen.
EntdeckenFrage
Warum stoßen Geparde fremde Hauttransplantate nicht ab?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Geparde sind sich genetisch so ähnlich wie sonst nur eng verwandte Tiere. Vermutlich überlebten am Ende der letzten Eiszeit nur sehr wenige Tiere. Dieser Flaschenhals hat die Vielfalt im Genpool stark verringert.
MerkenGenpool und Gendrift
Der Genpool umfasst alle Allele einer Population.
Jedes Individuum trägt zwei Allele, deshalb zählt man durch 2 · N. Gendrift wirkt zufällig, stark in kleinen Populationen.
BeispielAllelfrequenzen berechnen
Schritt für Schritt
- 100 Individuen tragen 2 · 100 = 200 Allele.
- Allele r: 2 · 52 + 10 = 114, denn jedes heterozygote Individuum trägt eines.
- q = 114 : 200 = 0,57.
- 100 Individuen tragen 2 · 100 = 200 Allele.
- Allele r: 2 · 52 + 10 = 114, denn jedes heterozygote Individuum trägt eines.
- q = 114 : 200 = 0,57.
AchtungIndividuen statt Allele gezählt
40 von 100 Tieren sind AA, also p = 0,4.
100 Tiere tragen 200 Allele. Die A-Allele kommen aus AA und Aa zusammen.
Du hast Tiere gezählt, gefragt sind Allele. Jedes Individuum trägt zwei Allele, und auch die Heterozygoten tragen eines davon.
ÜbenJetzt du
- ○10In einer Population von 50 Hainschnirkelschnecken (G für gelbe, g für braune Schalen) wurden die Genotypen der Individuen bestimmt: 1 GG, 29 Gg und 20 gg. Welchen Anteil haben die Allele G im Genpool?So fängst du an:50 Individuen tragen 2 · 50 = 100 Allele.
Lösung zeigen
- 50 Individuen tragen 2 · 50 = 100 Allele.
- Allele G: 2 · 1 + 29 = 31, denn jedes heterozygote Individuum trägt eines.
- p = 31 : 100 = 0,31.
Ergebnis:p = 0,31 - ●11In einer Population von 50 Hainschnirkelschnecken (G für gelbe, g für braune Schalen) wurden die Genotypen der Individuen bestimmt: 8 GG, 20 Gg und 22 gg. Welchen Anteil haben die Allele G im Genpool?
Lösung zeigen
- 50 Individuen tragen 2 · 50 = 100 Allele.
- Allele G: 2 · 8 + 20 = 36, denn jedes heterozygote Individuum trägt eines.
- p = 36 : 100 = 0,36.
Ergebnis:p = 0,36 - ★12Für eine große Population von Kartoffelkäfern (R für Resistenz gegen ein Insektengift) gilt das Hardy-Weinberg-Gleichgewicht. Die Allele R haben im Genpool den Anteil p = 0,1. Welchen Anteil der Individuen erwartet man mit dem Genotyp RR?
Lösung zeigen
- q = 1 − 0,1 = 0,9.
- Der Genotyp RR hat den Anteil p².
- p² = 0,1 · 0,1 = 0,01.
Ergebnis:0,01
5Ich kann Isolation und allopatrische Artbildung mit dem populationsgenetischen Artbegriff erklären.
EntdeckenFrage
Wie viele Arten können aus einem einzigen Vogelschwarm entstehen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Auf den Galapagosinseln leben heute über ein Dutzend Arten von Darwinfinken. Alle stammen von Vorfahren ab, die vom Festland kamen. Getrennt auf verschiedenen Inseln entwickelten sie verschiedene Schnäbel.
MerkenIsolation und Artbildung
Eine Art ist eine Fortpflanzungsgemeinschaft mit gemeinsamem Genpool.
Bei allopatrischer Artbildung trennt eine Barriere den Genfluss, bis keine fruchtbare Kreuzung mehr gelingt.
BeispielIsolation und Artbildung
Schritt für Schritt
- Für eine Art müssen die Nachkommen fruchtbar sein.
- Maultiere sind unfruchtbar.
- Pferd und Esel gehören zu zwei Arten.
- Für eine Art müssen die Nachkommen fruchtbar sein.
- Maultiere sind unfruchtbar.
- Pferd und Esel gehören zu zwei Arten.
AchtungEvolutionsfaktoren verwechselt
Selektion erzeugt neue Allele.
Mutation erzeugt neue Allele, Rekombination mischt sie, Selektion und Drift verändern ihre Häufigkeit, Isolation trennt Genpools.
Ordne jedem Faktor seine Wirkung zu: neu erzeugen, neu mischen, gerichtet auslesen, zufällig verschieben oder trennen.
ÜbenJetzt du
- ○13Fitis und Zilpzalp sehen fast gleich aus, singen aber verschieden und paaren sich nicht miteinander. Sind es zwei Arten? Begründe die Wahl.So fängst du an:Entscheidend ist die Fortpflanzung, nicht das Aussehen.
Lösung zeigen
- Entscheidend ist die Fortpflanzung, nicht das Aussehen.
- Der Gesang verhindert die Paarung.
- Ohne Genfluss sind es zwei Arten.
Ergebnis:Ja, zwischen ihnen gibt es keinen Genfluss. - ●14Was bedeutet „allopatrisch“? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- „allo“ heißt anders, „patria“ heißt Heimat.
- Die Populationen leben in verschiedenen Gebieten.
- Im selben Gebiet hieße es sympatrisch.
Ergebnis:In getrennten Gebieten - ★15Eine Barriere trennt zwei Populationen 100 Jahre lang, dann verschwindet sie. Die Tiere paaren sich wieder ohne Einschränkung. Was folgt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die Probe ist die fruchtbare Fortpflanzung.
- Die Tiere paaren sich wieder erfolgreich.
- Es bleibt eine Art mit gemeinsamem Genpool.
Ergebnis:Es ist keine neue Art entstanden; der Genfluss setzt wieder ein.
6Ich kann Fitness, Koevolution und den adaptiven Wert von Verhalten mit einer Kosten-Nutzen-Analyse erklären.
EntdeckenFrage
Warum warnt ein Erdhörnchen andere vor dem Fuchs, obwohl es sich damit selbst verrät?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Belding-Ziesel-Weibchen rufen vor allem dann, wenn Verwandte in der Nähe sind. Verwandte tragen viele gleiche Allele. So gibt die Rufende ihre Allele auch über das Überleben der anderen weiter.
MerkenFitness und Verhalten
Fitness ist der Fortpflanzungserfolg, nicht die Kraft.
Ein Verhalten setzt sich durch, wenn sein Nutzen die Kosten übersteigt. Koevolution heißt wechselseitige Selektion.
BeispielFitness, Koevolution und Verhalten
Schritt für Schritt
- Koevolution braucht eine enge Wechselwirkung zweier Arten.
- Nur Falter mit langem Rüssel bestäuben die Orchidee und erreichen so ihren Nektar.
- Beide wirken aufeinander als Selektionsfaktor.
- Koevolution braucht eine enge Wechselwirkung zweier Arten.
- Nur Falter mit langem Rüssel bestäuben die Orchidee und erreichen so ihren Nektar.
- Beide wirken aufeinander als Selektionsfaktor.
AchtungFitness als Stärke oder langes Überleben verstanden
Fit ist das stärkste Tier, das am längsten lebt.
Fit ist, wer die meisten fortpflanzungsfähigen Nachkommen hinterlässt.
Fitness zählt Nachkommen, nicht Muskeln oder Lebensjahre. Ein starkes Tier ohne Nachkommen hat die Fitness 0.
ÜbenJetzt du
- ○16Blüten und ihre Bestäuber passen oft genau zueinander, etwa Kolibris und lange, rote Röhrenblüten. Wie ist das entstanden? Begründe die Wahl.So fängst du an:Blüten mit passender Form wurden besser bestäubt.
Lösung zeigen
- Blüten mit passender Form wurden besser bestäubt.
- Kolibris mit passendem Schnabel erreichten mehr Nektar.
- Beide wirkten wechselseitig als Selektionsfaktor.
Ergebnis:Durch Koevolution: Jede Art war für die andere ein Selektionsfaktor. - ●17Ein Pfau trägt ein großes Rad, das Weibchen anzieht, aber auch Fressfeinde. Was zeigt das für die Fitness? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das Rad kostet Energie und erhöht das Risiko.
- Es bringt aber deutlich mehr Paarungen.
- Fitness misst Nachkommen, nicht Lebensdauer.
Ergebnis:Mehr Paarungen können höhere Risiken mehr als ausgleichen. - ★18Was misst die reproduktive Fitness? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Fitness bezieht sich auf die Weitergabe der eigenen Allele.
- Gemessen wird sie an fortpflanzungsfähigen Nachkommen.
- Kraft oder Alter zählen nur, wenn sie zu mehr Nachkommen führen.
Ergebnis:Den Beitrag eines Individuums an Nachkommen zur nächsten Generation
7Ich kann Homologie und Analogie unterscheiden und molekularbiologische Homologien als Belege der Evolution auswerten.
EntdeckenFrage
Wie viel Neandertaler steckt in uns?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Menschen außerhalb Afrikas tragen etwa 1 bis 4 Prozent Neandertaler-DNA. Das zeigte das Team von Svante Pääbo durch den Vergleich alter DNA aus Knochen. Pääbo erhielt dafür 2022 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
MerkenHomologie und Analogie
Homologie beruht auf gemeinsamer Abstammung, Analogie auf ähnlicher Selektion.
Ähnliche DNA- und Aminosäuresequenzen sind molekularbiologische Homologien. Je weniger Unterschiede, desto kürzer liegt der gemeinsame Vorfahr zurück.
BeispielHomologie und Analogie
Schritt für Schritt
- Die Kartoffelknolle trägt Augen, also Knospen: ein Spross.
- Die Süßkartoffel ist eine verdickte Wurzel.
- Gleiche Funktion bei verschiedener Herkunft ist Analogie.
- Die Kartoffelknolle trägt Augen, also Knospen: ein Spross.
- Die Süßkartoffel ist eine verdickte Wurzel.
- Gleiche Funktion bei verschiedener Herkunft ist Analogie.
AchtungHomologie und Analogie verwechselt
Vogelflügel und Insektenflügel dienen dem Fliegen, also sind sie homolog.
Gleiche Funktion bei verschiedenem Bau ist Analogie. Homolog ist ein gleicher Bauplan aus gemeinsamer Abstammung.
Frag nach dem Bau, nicht nach der Aufgabe: Gleicher Bauplan und gleiche Lage sprechen für Homologie, nur gleiche Funktion für Analogie.
ÜbenJetzt du
- ○19Was zeigen analoge Organe? Begründe die Wahl.So fängst du an:Analoge Organe sind verschieden gebaut.
Lösung zeigen
- Analoge Organe sind verschieden gebaut.
- Analoge Organe entstanden unabhängig durch ähnliche Selektion.
- Analogie zeigt Angepasstheit, keine Verwandtschaft.
Ergebnis:Angepasstheit an ähnliche Umweltbedingungen - ●20Was zeigen homologe Organe? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Homologe Organe haben denselben Grundbauplan.
- Er geht auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück.
- Homologe Organe belegen Verwandtschaft.
Ergebnis:Gemeinsame Abstammung von einem Vorfahren - ★21Erbgut von Mensch und Schimpanse stimmt in vergleichbaren Abschnitten zu etwa 98,8 Prozent überein. Was folgt daraus? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Wenige Sequenzunterschiede zeigen eine kurze Zeit seit der Trennung.
- Beide Linien haben sich seitdem verändert.
- Mensch und Schimpanse sind Schwesterarten mit gemeinsamem Vorfahren.
Ergebnis:Beide haben einen recht jungen gemeinsamen Vorfahren.
8Ich kann Stammbäume mit ursprünglichen und abgeleiteten Merkmalen deuten und Verwandtschaft begründen.
EntdeckenFrage
Wie nah sind Mensch und Schimpanse wirklich verwandt?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
In vergleichbaren DNA-Abschnitten unterscheiden sich die Basen nur um etwa 1,2 Prozent. Der gemeinsame Vorfahr lebte vor rund 6 Millionen Jahren. Der Mensch stammt also nicht vom Schimpansen ab; beide sind Schwesterarten.
MerkenStammbäume lesen
Ein Stammbaum ist ein Baum, keine Leiter.
Verwandtschaft zeigt der jüngste gemeinsame Verzweigungspunkt. Belegt wird sie durch gemeinsame abgeleitete Merkmale.
BeispielStammbäume und Verwandtschaft
Schritt für Schritt
- Jeder Knoten steht für einen gemeinsamen Vorfahren.
- Von dort aus entwickelten sich zwei Linien getrennt.
- Keine Linie ist höher als die andere.
- Jeder Knoten steht für einen gemeinsamen Vorfahren.
- Von dort aus entwickelten sich zwei Linien getrennt.
- Keine Linie ist höher als die andere.
AchtungÄhnlichkeit im Aussehen mit Verwandtschaft gleichgesetzt
Delfin und Hai sehen ähnlich aus, also sind sie eng verwandt.
Der Delfin ist ein Säugetier. Seine Form ist analog zum Hai, entstanden durch ähnliche Selektion im Wasser.
Ähnlichkeit kann durch ähnliche Lebensweise entstehen. Verwandtschaft zeigen gemeinsame abgeleitete Merkmale und Sequenzen.
ÜbenJetzt du
- ○22Ist ein Bakterium „weniger entwickelt“ als ein Mensch? Begründe die Wahl.So fängst du an:Alle heute lebenden Arten stammen von gemeinsamen Vorfahren ab.
Lösung zeigen
- Alle heute lebenden Arten stammen von gemeinsamen Vorfahren ab.
- Jede Linie hat sich seitdem gleich lange entwickelt.
- Ein Stammbaum ist keine Leiter mit oben und unten.
Ergebnis:Nein, beide Linien haben gleich lange Evolution hinter sich. - ●23Stammt der Mensch vom Schimpansen ab? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Heutige Schimpansen sind keine Vorfahren, sondern Vettern.
- Beide Linien trennten sich vor etwa 5 bis 7 Millionen Jahren.
- Beide haben sich seitdem verändert.
Ergebnis:Nein, beide haben einen gemeinsamen Vorfahren vor etwa 6 Millionen Jahren. - ★24Vereinfachter Abschnitt eines Proteins, Modelldaten im Ein-Buchstaben-Code der Aminosäuren. Schimpanse: K T E R V D L I A Y L K. Mensch: K T E R E D L I A Y L K. Gorilla: K S E R A D L V A Y L K. Welche Art ist nach diesen Daten enger mit der Art Schimpanse verwandt? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Schimpanse und Mensch: 1 Unterschiede.
- Schimpanse und Gorilla: 3 Unterschiede.
- Weniger Unterschiede bedeuten einen jüngeren gemeinsamen Vorfahren, also Mensch.
Ergebnis:Mensch, weniger Unterschiede (1) heißen nähere Verwandtschaft
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Ratten in manchen Städten werden von einem Rattengift kaum noch getötet. Welche Erklärung entspricht der synthetischen Evolutionstheorie? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ein Resistenzallel gab es zufällig schon vor dem Gift.
- Das Gift tötete vor allem Ratten ohne dieses Allel.
- Die Überlebenden vermehrten sich, das Allel wurde häufiger.
Ergebnis:Ratten mit einem Resistenzallel überlebten das Gift und gaben es weiter. - ●26Darwin und Wallace kamen 1858 unabhängig zur selben Erklärung. Welche? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Beide beobachteten große Variation innerhalb von Arten.
- Nicht alle Nachkommen überleben und pflanzen sich fort.
- Erbliche Merkmale der Erfolgreichen werden häufiger: natürliche Auslese.
Ergebnis:Natürliche Auslese unter erblich verschiedenen Individuen - ●27Welche Voraussetzung braucht Selektion, damit sich eine Population verändert? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Selektion kann nur auswählen, was es gibt.
- Die Unterschiede müssen erblich sein, sonst ändert sich die nächste Generation nicht.
- Erbliche Variation ist die Voraussetzung.
Ergebnis:Erbliche Unterschiede zwischen den Individuen - ●28Nach einer Dürre auf den Galapagosinseln überlebten vor allem Grundfinken mit großen Schnäbeln; der mittlere Schnabel wurde größer. Welche Selektionsform liegt vor? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Begünstigt wird eine Seite der Verteilung.
- Der Mittelwert verschiebt sich.
- Das ist transformierende Selektion.
Ergebnis:Transformierende Selektion - ●29In einer Population von 50 Hainschnirkelschnecken (G für gelbe, g für braune Schalen) wurden die Genotypen der Individuen bestimmt: 33 GG, 14 Gg und 3 gg. Welchen Anteil haben die Allele g im Genpool?
Lösung zeigen
- 50 Individuen tragen 2 · 50 = 100 Allele.
- Allele g: 2 · 3 + 14 = 20, denn jedes heterozygote Individuum trägt eines.
- q = 20 : 100 = 0,2.
Ergebnis:q = 0,2 - ●30Kann Gendrift ein nachteiliges Allel häufiger machen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Drift fragt nicht nach dem Nutzen.
- Ist die Selektion schwach und die Population klein, entscheidet oft der Zufall.
- So kann auch ein nachteiliges Allel häufig werden.
Ergebnis:Ja, in kleinen Populationen kann der Zufall es anreichern.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Evolutionstheorie und Alltagsvorstellungen
- Die synthetische Evolutionstheorie erklärt Artwandel mit prüfbaren Ursachen.
- Variation und Selektion
- Mutation und Rekombination erzeugen ungerichtet erbliche Variation.
- Formen der Selektion
- Stabilisierende Selektion begünstigt den Mittelwert, transformierende verschiebt ihn.
- Genpool und Gendrift
- Der Genpool umfasst alle Allele einer Population.
- Isolation und Artbildung
- Eine Art ist eine Fortpflanzungsgemeinschaft mit gemeinsamem Genpool.
- Fitness und Verhalten
- Fitness ist der Fortpflanzungserfolg, nicht die Kraft.
- Homologie und Analogie
- Homologie beruht auf gemeinsamer Abstammung, Analogie auf ähnlicher Selektion.
- Stammbäume lesen
- Ein Stammbaum ist ein Baum, keine Leiter.
AchtungErworbene Eigenschaften als vererbbar gedacht
Der Schmied hat starke Arme, also bekommen seine Kinder starke Arme.
Training ändert die Muskeln, nicht die DNA der Keimzellen. Vererbt wird nur, was in den Keimzellen steht.
Was ein Lebewesen im Leben erwirbt, steht nicht in seinen Keimzellen. Vererbt werden nur Allele, die es schon von Geburt an trägt.
AchtungÜbernatürliche Erklärung als naturwissenschaftlich behandelt
Das Auge ist so kompliziert, es muss geplant sein.
Ein Planer lässt sich nicht prüfen. Zwischenstufen vom Lichtfleck zum Linsenauge gibt es bei heutigen Tieren.
Naturwissenschaft erklärt nur mit Ursachen, die man prüfen kann. Eine Erklärung, zu der jede Beobachtung passt, ist nicht prüfbar.
AchtungTheorie als bloße Vermutung verstanden
Evolution ist nur eine Theorie, also unsicher.
Eine Theorie ist ein vielfach geprüftes Erklärungsgebäude, das viele Befunde verbindet.
Im Alltag heißt Theorie Vermutung. In der Naturwissenschaft heißt es: gut geprüft und durch viele Befunde gestützt.
AchtungMutation als gezielte Antwort auf Bedarf
Das Antibiotikum löst in den Bakterien die Resistenzmutation aus.
Resistenzmutationen entstehen zufällig, auch ohne Antibiotikum. Das Antibiotikum liest nur aus.
Mutationen entstehen ungerichtet, unabhängig davon, ob sie nützen. Erst danach entscheidet die Selektion.
AchtungVerhalten zum Wohl der Art erklärt
Das Tier warnt, damit die Art erhalten bleibt.
Das Warnen setzt sich durch, weil es die Weitergabe eigener Allele fördert, oft über Verwandte.
Selektion wirkt auf Individuen und ihre Allele, nicht auf das Wohl der Art. Frag: Was bringt das Verhalten dem Träger oder seinen Verwandten?
AchtungGendrift als gerichtet oder bedeutungslos gedacht
Bei der Drift setzt sich das bessere Allel durch.
Bei der Drift entscheidet der Zufall. Auch nachteilige Allele können häufig werden, vor allem in kleinen Populationen.
Drift ist Zufall beim Weitergeben der Allele. Drift fragt nicht nach Nutzen und wirkt umso stärker, je kleiner die Population ist.
AchtungHeterozygote voll gezählt
p = (AA + Aa) : N
p = (2 · AA + Aa) : (2 · N). Ein heterozygotes Individuum trägt nur ein A.
Ein heterozygotes Individuum trägt ein A und ein a. Zähle es für jedes Allel nur einmal und teile durch die doppelte Zahl der Individuen.
AchtungGenotypfrequenz falsch aus der Allelfrequenz bestimmt
p = 0,7, also sind 70 Prozent AA.
AA hat den Anteil p² = 0,49, Aa den Anteil 2pq = 0,42, aa den Anteil q² = 0,09.
Ein Genotyp entsteht aus zwei Allelen. AA hat den Anteil p · p. Aa entsteht auf zwei Wegen und hat den Anteil 2 · p · q.
AchtungArt nach dem Aussehen bestimmt
Chihuahua und Dogge sehen verschieden aus, also sind es zwei Arten.
Beide gehören zu einer Fortpflanzungsgemeinschaft mit gemeinsamem Genpool. Es ist eine Art.
Nach dem populationsgenetischen Artbegriff entscheidet die fruchtbare Fortpflanzung, nicht das Aussehen.
AchtungEvolution als Leiter statt als Baum
Der Mensch stammt vom Schimpansen ab.
Mensch und Schimpanse haben einen gemeinsamen Vorfahren. Beide Linien haben sich seitdem verändert.
Heute lebende Arten sind Vettern, keine Vorfahren. Jede Linie hat gleich lange Evolution hinter sich.
AchtungUrsprüngliches Merkmal als Beleg für nahe Verwandtschaft
Frosch und Mensch haben beide eine Wirbelsäule, also sind sie eng verwandt.
Die Wirbelsäule hatte schon der Vorfahr aller Wirbeltiere. Die Wirbelsäule trennt Frosch und Mensch nicht von Fischen.
Ein Merkmal, das schon der gemeinsame Vorfahr aller hatte, ist ursprünglich. Nähere Verwandtschaft zeigen nur neu entstandene, gemeinsame Merkmale.
AchtungSequenzvergleich falsch gezählt oder gedeutet
Von 12 Positionen sind 9 gleich, also 9 Unterschiede.
Von 12 Positionen sind 3 verschieden. Weniger Unterschiede bedeuten nähere Verwandtschaft.
Geh die Sequenzen Position für Position durch und zähle nur, wo die Buchstaben verschieden sind. Weniger Unterschiede heißt näher verwandt.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann die synthetische Evolutionstheorie von nicht naturwissenschaftlichen Vorstellungen abgrenzen und zielgerichtete, lamarckistische und kreationistische Erklärungen beurteilen.
31Wale haben nur noch winzige Reste von Hinterbeinen. Welche Erklärung entspricht der synthetischen Evolutionstheorie? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Mutanten mit kleineren Hinterbeinen schwammen besser und hatten mehr Junge.Ich kann Mutation und Rekombination als Quellen der Variation und Selektion als Ursache für Artwandel erklären.
32Wann entsteht eine Mutation, die Bakterien gegen ein Antibiotikum resistent macht? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Zufällig, auch wenn kein Antibiotikum da istIch kann stabilisierende, transformierende und disruptive Selektion an Beispielen unterscheiden und Selektionsfaktoren erläutern.
33Welcher Selektionsfaktor wirkt beim Birkenspanner auf die Flügelfarbe? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Vögel, die auf Sicht nach Faltern jagenIch kann Gendrift und Genpool erklären und Allelfrequenzen in Populationen berechnen.
34In einer Population von 25 Labradorhunden (B für schwarzes, b für braunes Fell) wurden die Genotypen der Individuen bestimmt: 4 BB, 5 Bb und 16 bb. Welchen Anteil haben die Allele B im Genpool?Lösung zeigen
Ergebnis:p = 0,26Ich kann Isolation und allopatrische Artbildung mit dem populationsgenetischen Artbegriff erklären.
35Darwinfinken auf verschiedenen Galapagosinseln unterscheiden sich in den Schnäbeln. Wie sind diese Arten entstanden? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Isolation auf den Inseln, dann Selektion je nach NahrungIch kann Fitness, Koevolution und den adaptiven Wert von Verhalten mit einer Kosten-Nutzen-Analyse erklären.
36Was ist mit dem adaptiven Wert eines Verhaltens gemeint? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Sein Beitrag zum Fortpflanzungserfolg seiner TrägerIch kann Homologie und Analogie unterscheiden und molekularbiologische Homologien als Belege der Evolution auswerten.
37Warum eignet sich Cytochrom c für Verwandtschaftsvergleiche über große Abstände? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Fast alle Lebewesen mit Zellatmung haben es, und es wandelt sich langsam.Ich kann Stammbäume mit ursprünglichen und abgeleiteten Merkmalen deuten und Verwandtschaft begründen.
38Pferd, Fledermaus und Taube: Wer ist mit der Fledermaus am nächsten verwandt? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Das Pferd, beide sind Säugetiere mit Haaren und Milchdrüsen.
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Hat die Giraffe ihren langen Hals, weil sie sich gestreckt hat?
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Auflösung
So erklärte es Lamarck 1809. Darwin erklärte es 1859 anders: Giraffen mit erblich längerem Hals hatten mehr Nachkommen. Die Genetik hat Lamarcks Mechanismus widerlegt.
Wörter
- Ähnlich
- gleiche Form, andere Größe
- Mittelwert
- alles zusammen, geteilt durch die Anzahl
Lösungen
- Käfer mit erblicher Unempfindlichkeit überlebten das Spritzen und vermehrten sich.
- Vor allem Finken mit erblich großen Schnäbeln knackten die harten Samen.
- Die Ursache: erbliche Variation und mehr Nachkommen schnellerer Tiere.
- Vorhandene Varianten werden unterschiedlich häufig weitergegeben.
- Neutral oder nachteilig, selten vorteilhaft
- Ohne Mutation würde die Variation aufgebraucht, die Selektion braucht.
- Die am besten passenden Varianten haben die meisten Nachkommen.
- Biotisch, weil andere Lebewesen ihn ausmachen
- Disruptive Selektion
- p = 0,31
- p = 0,36
- 0,01
- Ja, zwischen ihnen gibt es keinen Genfluss.
- In getrennten Gebieten
- Es ist keine neue Art entstanden; der Genfluss setzt wieder ein.
- Durch Koevolution: Jede Art war für die andere ein Selektionsfaktor.
- Mehr Paarungen können höhere Risiken mehr als ausgleichen.
- Den Beitrag eines Individuums an Nachkommen zur nächsten Generation
- Angepasstheit an ähnliche Umweltbedingungen
- Gemeinsame Abstammung von einem Vorfahren
- Beide haben einen recht jungen gemeinsamen Vorfahren.
- Nein, beide Linien haben gleich lange Evolution hinter sich.
- Nein, beide haben einen gemeinsamen Vorfahren vor etwa 6 Millionen Jahren.
- Mensch, weniger Unterschiede (1) heißen nähere Verwandtschaft
- Ratten mit einem Resistenzallel überlebten das Gift und gaben es weiter.
- Natürliche Auslese unter erblich verschiedenen Individuen
- Erbliche Unterschiede zwischen den Individuen
- Transformierende Selektion
- q = 0,2
- Ja, in kleinen Populationen kann der Zufall es anreichern.
- Mutanten mit kleineren Hinterbeinen schwammen besser und hatten mehr Junge.
- Zufällig, auch wenn kein Antibiotikum da ist
- Vögel, die auf Sicht nach Faltern jagen
- p = 0,26
- Isolation auf den Inseln, dann Selektion je nach Nahrung
- Sein Beitrag zum Fortpflanzungserfolg seiner Träger
- Fast alle Lebewesen mit Zellatmung haben es, und es wandelt sich langsam.
- Das Pferd, beide sind Säugetiere mit Haaren und Milchdrüsen.