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Biologie · Klasse 7 und 8 · Kapitel

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Sexualität, Fortpflanzung und Entwicklung

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Warum beginnt die Pubertät heute im Mittel früher als vor 150 Jahren?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Das Alter der ersten Regelblutung sank in Europa von 16 bis 17 Jahren Mitte des 19. Jahrhunderts auf etwa 12 bis 13 Jahre heute. Gründe sind bessere Ernährung und Gesundheit. Das Muster heißt säkulare Akzeleration. Quelle: Tanner 1973, Trend towards earlier menarche, Nature 243.

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich kann die Pubertät als hormonell gesteuerte Entwicklung beschreiben und erklären, warum der Beginn so verschieden ist.

EntdeckenFrage

Warum beginnt die Pubertät heute im Mittel früher als vor 150 Jahren?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Das Alter der ersten Regelblutung sank in Europa von 16 bis 17 Jahren Mitte des 19. Jahrhunderts auf etwa 12 bis 13 Jahre heute. Gründe sind bessere Ernährung und Gesundheit. Das Muster heißt säkulare Akzeleration.

MerkenPubertät

Das Gehirn schüttet Hormone aus, die die Keimdrüsen anregen.

Beginn und Tempo sind von Mensch zu Mensch sehr verschieden und alle sind normal.

BeispielPubertät und Hormone

Warum ist es normal, dass nicht alle in der Klasse gleich weit entwickelt sind? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Der Beginn schwankt um mehrere Jahre.
  2. Das ist ganz natürlich.
  1. Der Beginn schwankt um mehrere Jahre.
  2. Das ist ganz natürlich.
Ergebnis:
Die Pubertät beginnt bei jedem Menschen zu einer anderen Zeit.

AchtungDer eigene Zeitpunkt als Fehler gedeutet

So nicht
Wer früher oder später in die Pubertät kommt, ist nicht normal.
So richtig
Der Beginn liegt bei Mädchen meist zwischen 8 und 13 und bei Jungen zwischen 9 und 14 Jahren. Alle Zeitpunkte in dieser Spanne sind normal.

Die Pubertät hat keinen festen Beginn. Frühe und späte Entwicklung sind beide normal.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Welche Veränderung gehört in der Pubertät zu den Mädchen und Jungen? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Beide Geschlechter durchlaufen ähnliche Abläufe.
    Lösung zeigen
    1. Beide Geschlechter durchlaufen ähnliche Abläufe.
    2. Die Einzelheiten unterscheiden sich.
    Ergebnis:
    Wachstumsschub, Körperbehaarung und Reifung der Keimzellen
  2. ●2
    Welche Drüse im Kopf steuert die Pubertät mit? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Hirnanhangdrüse gibt Hormone ab.
    2. Sie regen die Keimdrüsen an.
    Ergebnis:
    die Hirnanhangdrüse
  3. ★3
    Wie arbeiten Hirnanhangdrüse und Keimdrüsen zusammen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das ist ein Regelkreis.
    2. Das Gehirn gibt das Startsignal.
    Ergebnis:
    Die Hirnanhangdrüse sendet Hormone, die die Keimdrüsen zur Bildung von Geschlechtshormonen anregen.

2Ich kann Bau und Aufgaben der Geschlechtsorgane benennen.

EntdeckenFrage

Wie viele Eizellen reifen im Leben einer Frau?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Ein Mädchen wird mit etwa einer Million Eizellanlagen geboren. Nur etwa 400 reifen im Lauf des Lebens heran. Männer bilden dagegen ständig neue Spermien, in jedem Samenerguss Millionen.

MerkenGeschlechtsorgane

Bei der Frau reifen Eizellen in den Eierstöcken.

Beim Mann bilden die Hoden Spermien. Beide sind Keimzellen mit halbem Chromosomensatz.

BeispielGeschlechtsorgane und Keimzellen

Wo wächst ein Kind vor der Geburt? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Die Gebärmutter ist ein muskulöses Hohlorgan.
  2. Sie wächst mit.
  1. Die Gebärmutter ist ein muskulöses Hohlorgan.
  2. Sie wächst mit.
Ergebnis:
in der Gebärmutter

AchtungOrgane und Aufgaben verwechselt

So nicht
Die Hoden bilden Eizellen, die Eierstöcke Spermien.
So richtig
Eierstöcke bilden Eizellen, Hoden bilden Spermien.

Ordne zuerst die Keimzelle zu: Eizelle zum Eierstock, Spermium zum Hoden.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Welche Aufgabe haben die Eierstöcke außer der Eizellbildung? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Östrogen und Gelbkörperhormon entstehen dort.
    Lösung zeigen
    1. Östrogen und Gelbkörperhormon entstehen dort.
    2. Sie steuern den Zyklus.
    Ergebnis:
    Sie bilden Geschlechtshormone.
  2. ●5
    Welche Aufgabe hat der Eileiter? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Der Eileiter ist der Weg.
    2. Dort findet oft die Befruchtung statt.
    Ergebnis:
    Er leitet die Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter.
  3. ★6
    Wo findet die Befruchtung meist statt? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Eizelle wandert durch den Eileiter.
    2. Dort trifft sie Spermien.
    Ergebnis:
    im Eileiter

3Ich kann den Zyklus der Frau beschreiben und Tage im Zyklus berechnen.

EntdeckenFrage

Wie lang ist ein Zyklus wirklich?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Eine Auswertung von über 600 000 Zyklen ergab einen Mittelwert von 29 Tagen, aber eine große Streuung. Nur ein kleiner Teil der Zyklen dauerte genau 28 Tage.

MerkenDer Zyklus

Im Zyklus reift eine Eizelle, dann folgt der Eisprung.

Ohne Befruchtung wird die Schleimhaut mit der Blutung abgebaut. Die Länge ist verschieden.

BeispielDer Zyklus und Tage berechnen

Wie viele Eizellen reifen in einem Zyklus meist heran? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Meist springt eine Eizelle.
  2. Mehrere ergeben Mehrlinge.
  1. Meist springt eine Eizelle.
  2. Mehrere ergeben Mehrlinge.
Ergebnis:
eine

AchtungEisprung immer am 14. Tag

So nicht
Der Eisprung findet immer am 14. Tag nach der Blutung statt.
So richtig
Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor der nächsten Blutung. Bei einem Zyklus von 32 Tagen ist das etwa der 18. Tag.

Rechne rückwärts vom Zyklusende: Eisprung etwa 14 Tage vor der nächsten Blutung.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Warum schwankt die Zykluslänge besonders in den ersten Jahren? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Der Regelkreis braucht Zeit.
    Lösung zeigen
    1. Der Regelkreis braucht Zeit.
    2. Bei Beschwerden hilft die Frauenärztin.
    Ergebnis:
    Der Hormonkreislauf stellt sich erst ein; Unregelmäßigkeit ist am Anfang normal.
  2. ●8
    Ein Zyklus dauert 32 Tage. Tag 1 ist der erste Tag der Blutung. An welchem Tag findet der Eisprung ungefähr statt?
    Lösung zeigen
    1. Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Blutung.
    2. 32 minus 14 sind 18.
    3. Der Eisprung ist etwa an Tag 18.
    Ergebnis:
    Tag 18
  3. ★9
    Ein Zyklus dauert 30 Tage. Tag 1 ist der erste Tag der Blutung. An welchem Tag findet der Eisprung ungefähr statt?
    Lösung zeigen
    1. Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Blutung.
    2. 30 minus 14 sind 16.
    3. Der Eisprung ist etwa an Tag 16.
    Ergebnis:
    Tag 16

4Ich kann Befruchtung, Einnistung, Entwicklung und Geburt in der Reihenfolge beschreiben und Wochen der Schwangerschaft berechnen.

EntdeckenFrage

Kommt ein Kind genau am errechneten Termin?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nur selten. Die Dauer natürlicher Schwangerschaften streut um mehrere Wochen. Der errechnete Termin ist ein Mittelwert, kein Versprechen.

MerkenVon der Befruchtung zur Geburt

Eine Samenzelle verschmilzt mit der Eizelle.

Die befruchtete Eizelle teilt sich und nistet sich in der Gebärmutter ein. Etwa 38 Wochen später folgt die Geburt.

BeispielSchwangerschaft und Wochen berechnen

Eine Schwangerschaft wird ab dem ersten Tag der letzten Blutung gezählt. Die Befruchtung liegt etwa 2 Wochen später. Wie viele Wochen nach der Befruchtung ist die 30. Schwangerschaftswoche?
Schritt für Schritt
  1. Die Zählung beginnt vor der Befruchtung.
  2. 30 minus 2 sind 28.
  3. Das Kind ist etwa 28 Wochen alt.
  1. Die Zählung beginnt vor der Befruchtung.
  2. 30 minus 2 sind 28.
  3. Das Kind ist etwa 28 Wochen alt.
Ergebnis:
28 Wochen

AchtungBefruchtung als Ereignis im Bauch

So nicht
Eine Befruchtung findet in der Gebärmutter statt.
So richtig
Die Befruchtung findet meist im Eileiter statt. Die befruchtete Eizelle wandert dann zur Gebärmutter.

Der Weg: Eierstock, Eileiter, Gebärmutter. Verschmelzung im Eileiter, Einnistung in der Gebärmutter.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Eine Schwangerschaft wird ab dem ersten Tag der letzten Blutung gezählt. Die Befruchtung liegt etwa 2 Wochen später. Wie viele Wochen nach der Befruchtung ist die 10. Schwangerschaftswoche?
    So fängst du an:
    Die Zählung beginnt vor der Befruchtung.
    Lösung zeigen
    1. Die Zählung beginnt vor der Befruchtung.
    2. 10 minus 2 sind 8.
    3. Das Kind ist etwa 8 Wochen alt.
    Ergebnis:
    8 Wochen
  2. ●11
    Wie lange dauert eine Schwangerschaft ab der Befruchtung gerechnet? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Ab der letzten Blutung sind es 40 Wochen.
    2. Die Befruchtung liegt 2 Wochen später.
    Ergebnis:
    etwa 38 Wochen
  3. ★12
    Wer bestimmt das Geschlecht des Kindes? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Eizelle trägt immer X.
    2. Das Spermium trägt X oder Y.
    Ergebnis:
    das Spermium, das ein X- oder ein Y-Chromosom trägt

5Ich kann Verhütungsmethoden nach Wirkweise und Sicherheit vergleichen.

EntdeckenFrage

Wer erfand den Pearl-Index, mit dem man die Sicherheit von Verhütungsmitteln misst?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Der amerikanische Biologe Raymond Pearl führte ihn 1932 ein. Er zählt, wie viele von 100 Frauen in einem Jahr trotz Anwendung einer Methode schwanger werden. Je kleiner der Wert, desto sicherer die Methode.

MerkenVerhütung

Verhütungsmittel verhindern die Befruchtung oder die Einnistung.

Wie sicher sie sind, hängt von der richtigen Anwendung ab. Kondome schützen zusätzlich vor Infektionen.

BeispielVerhütung vergleichen

Was ist der Unterschied zwischen hormoneller Verhütung und dem Kondom? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Hormone greifen in den Zyklus ein.
  2. Das Kondom ist eine Barriere.
  1. Hormone greifen in den Zyklus ein.
  2. Das Kondom ist eine Barriere.
Ergebnis:
Hormone verhindern den Eisprung, das Kondom hält die Spermien zurück und schützt auch vor Infektionen.

AchtungBeim ersten Mal kann nichts passieren

So nicht
Beim ersten Mal wird man nicht schwanger.
So richtig
Eine Schwangerschaft ist bei jedem Geschlechtsverkehr möglich, auch beim ersten Mal.

Eine Schwangerschaft hängt vom Zeitpunkt im Zyklus ab, nicht davon, ob es das erste Mal war.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Welche Methode ist nur dann sicher, wenn man sie jedes Mal richtig anwendet? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Die richtige Anwendung ist wichtig.
    Lösung zeigen
    1. Die richtige Anwendung ist wichtig.
    2. Sie schützt auch vor Infektionen.
    Ergebnis:
    das Kondom
  2. ●14
    Wann sollte verhütet werden, wenn eine Schwangerschaft nicht gewollt ist? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Eine Schwangerschaft ist an vielen Tagen möglich.
    2. Der Eisprung ist nicht sicher vorhersagbar.
    Ergebnis:
    bei jedem Geschlechtsverkehr
  3. ★15
    Wer hilft bei der Wahl einer Methode? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Beratung ist vertraulich.
    2. Die BZgA bietet Informationen.
    Ergebnis:
    Frauenärztinnen, Frauenärzte und Beratungsstellen, kostenlos und vertraulich

6Ich kann sexuell übertragbare Infektionen und Schutzmöglichkeiten nennen.

EntdeckenFrage

Seit wann wird die Impfung gegen HPV auch für Jungen empfohlen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Seit 2018. Für Mädchen empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung seit 2007. Die Viren können bei beiden Geschlechtern Krebs und Genitalwarzen auslösen. Die Impfung wird für 9 bis 14 Jahre empfohlen.

MerkenSchutz vor Infektionen

Einige Infektionen werden beim Sex übertragen.

Kondome schützen vor vielen davon. Gegen manche gibt es Impfungen, viele Infektionen lassen sich behandeln.

BeispielSexuell übertragbare Infektionen

Was ist AIDS? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. HIV ist das Virus.
  2. AIDS ist das späte Stadium.
  1. HIV ist das Virus.
  2. AIDS ist das späte Stadium.
Ergebnis:
die Erkrankung, die bei einer unbehandelten HIV-Infektion durch den Verlust der Abwehr entstehen kann

AchtungInfektionen nur bei bestimmten Gruppen

So nicht
Sexuell übertragbare Infektionen betreffen nur bestimmte Gruppen.
So richtig
Jeder Mensch mit Sexualkontakt kann sich anstecken. Entscheidend ist das Verhalten, nicht die Gruppe.

Das Risiko hängt davon ab, was geschieht, und nicht davon, wer jemand ist.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Wie schützt ein Kondom? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Kondome sind eine Barriere.
    Lösung zeigen
    1. Kondome sind eine Barriere.
    2. Gegen einige Erreger schützen sie nicht vollständig.
    Ergebnis:
    Es verhindert den Kontakt mit Körperflüssigkeiten und senkt das Risiko vieler Infektionen.
  2. ●17
    Wer kann sich mit sexuell übertragbaren Infektionen anstecken? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das Verhalten entscheidet.
    2. Ein Kondom senkt das Risiko für alle.
    Ergebnis:
    jeder Mensch mit Sexualkontakt, unabhängig von Gruppe oder Herkunft
  3. ★18
    Was bedeutet es, wenn HIV unter Behandlung nicht mehr nachweisbar ist? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das Mittel hält die Virenzahl sehr niedrig.
    2. Es muss weiter genommen werden (Rodger und andere 2016).
    Ergebnis:
    Das Virus wird beim Sex nicht mehr übertragen.

7Ich kann Vielfalt von Geschlecht, sexueller Orientierung und Familienformen sachlich beschreiben und respektvoll bewerten.

EntdeckenFrage

Seit wann gibt es im deutschen Recht die Angabe „divers“?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Das Bundesverfassungsgericht entschied 2017, dass das Personenstandsrecht neben männlich und weiblich eine weitere Möglichkeit zulassen muss. Seit Ende 2018 ist die Angabe divers möglich.

MerkenVielfalt

Menschen lieben verschieden, und Familien sehen verschieden aus.

Eine sachliche Aussage lässt sich prüfen, eine Wertung braucht Gründe. Respekt gilt für alle.

BeispielVielfalt und Respekt

Was ist eine Regenbogenfamilie? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Familie besteht aus Menschen, die füreinander sorgen.
  2. Die Form kann verschieden sein.
  1. Familie besteht aus Menschen, die füreinander sorgen.
  2. Die Form kann verschieden sein.
Ergebnis:
eine Familie mit zwei Müttern oder zwei Vätern oder mit einem trans Elternteil

AchtungOrientierung als Krankheit oder Wahl

So nicht
Homosexualität ist eine Krankheit oder eine Entscheidung.
So richtig
Sexuelle Orientierung ist weder Krankheit noch freie Wahl. Die Weltgesundheitsorganisation führt Homosexualität seit 1990 nicht mehr als Krankheit.

Eine Orientierung wird nicht gewählt und nicht behandelt. Sie ist eine Variante menschlichen Lebens.

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Was kann man tun, wenn jemand in der Klasse wegen seiner Orientierung beschimpft wird? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Beschimpfen verletzt.
    Lösung zeigen
    1. Beschimpfen verletzt.
    2. Unterstützen hilft den Betroffenen.
    Ergebnis:
    dazwischengehen, Hilfe holen und die Person nicht allein lassen
  2. ●20
    Wovon hängt das Wohl von Kindern vor allem ab? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Studien finden keinen Nachteil bei Regenbogenfamilien.
    2. Wichtig ist verlässliche Fürsorge.
    Ergebnis:
    von Zuwendung, Sicherheit und Stabilität in der Familie
  3. ★21
    Wann hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus der Liste der Krankheiten gestrichen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Es ist keine Krankheit.
    2. Seit 1990 steht sie nicht mehr in der Liste.
    Ergebnis:
    1990

8Ich kann Grenzen, Einverständnis und Hilfsangebote kennen.

EntdeckenFrage

Muss man bei der Nummer gegen Kummer seinen Namen sagen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nein. Das Kinder- und Jugendtelefon unter 116 111 ist kostenlos und anonym. Es gilt für alle Fragen, auch zu Körper, Freundschaft, Streit und Sorgen. Wer Hilfe holt, handelt richtig.

MerkenGrenzen und Hilfe

Jeder Mensch bestimmt über den eigenen Körper.

Ohne Einverständnis darf nichts geschehen. Wer Hilfe braucht, bekommt sie kostenlos und ohne Angabe des Namens.

BeispielGrenzen, Einverständnis und Hilfe

Was ist sexualisierte Gewalt? Begründe die Wahl.
Schritt für Schritt
  1. Gewalt beginnt bei der Grenzverletzung.
  2. Auch Worte und Bilder können dazugehören.
  1. Gewalt beginnt bei der Grenzverletzung.
  2. Auch Worte und Bilder können dazugehören.
Ergebnis:
Handlungen mit sexuellem Bezug gegen den Willen einer Person

AchtungEinverständnis als gegeben angenommen

So nicht
Wer nicht Nein sagt, will es auch.
So richtig
Einverständnis heißt ein deutliches Ja. Schweigen, Zögern oder Angst sind kein Ja.

Nur ein freies Ja gilt. Schweigen ist kein Einverständnis.

ÜbenJetzt du

  1. ○22
    Ab welchem Alter sind sexuelle Handlungen mit einer Person strafbar, wenn diese noch ein Kind unter 14 Jahren ist? Begründe die Wahl.
    So fängst du an:
    Kinder unter 14 Jahren sind geschützt.
    Lösung zeigen
    1. Kinder unter 14 Jahren sind geschützt.
    2. Das gilt auch bei vermeintlicher Zustimmung.
    Ergebnis:
    Sexuelle Handlungen mit Kindern unter 14 Jahren sind immer verboten.
  2. ●23
    Wie lässt sich ein Nein deutlich machen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Ein klares Nein ist erlaubt.
    2. Hilfe holen ist immer richtig.
    Ergebnis:
    mit klaren Worten und fester Stimme, notfalls indem man weggeht und Hilfe holt
  3. ★24
    Warum ist das Wort „Nein“ auch in Beziehungen gültig? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das Recht auf den eigenen Körper gilt immer.
    2. Ein Ja kann man zurücknehmen.
    Ergebnis:
    Jeder Mensch bestimmt jederzeit selbst über den eigenen Körper, auch in einer Beziehung.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●25
    Was löst die Pubertät aus? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Das Gehirn gibt das Startsignal.
    2. Die Keimdrüsen bilden dann Geschlechtshormone.
    Ergebnis:
    Hormone aus dem Gehirn regen die Keimdrüsen an.
  2. ●26
    Wo werden Spermien gespeichert, bevor sie ausgestoßen werden? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Hoden bilden die Spermien.
    2. Nebenhoden speichern sie.
    Ergebnis:
    in den Nebenhoden
  3. ●27
    Ein Zyklus dauert 28 Tage. Tag 1 ist der erste Tag der Blutung. An welchem Tag findet der Eisprung ungefähr statt?
    Lösung zeigen
    1. Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Blutung.
    2. 28 minus 14 sind 14.
    3. Der Eisprung ist etwa an Tag 14.
    Ergebnis:
    Tag 14
  4. ●28
    Wie viele Zellen hat ein Mensch zu Beginn seines Lebens? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Die Zygote teilt sich immer weiter.
    2. Aus einer Zelle wird ein Mensch.
    Ergebnis:
    eine, die befruchtete Eizelle
  5. ●29
    Was ist zu tun, wenn ein Verdacht auf eine Infektion besteht? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Früh erkannt lässt sich viel behandeln.
    2. Manche Infektionen bleiben unbemerkt.
    Ergebnis:
    ärztlichen Rat holen und sich testen lassen; viele Infektionen sind gut behandelbar
  6. ●30
    Wie viele Geschlechter erkennt das deutsche Personenstandsrecht an? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    1. Seit 2018 gibt es die Option divers.
    2. Das Bundesverfassungsgericht verlangte sie.
    Ergebnis:
    männlich, weiblich, divers und die Möglichkeit, keine Angabe zu machen

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Pubertät
Das Gehirn schüttet Hormone aus, die die Keimdrüsen anregen.
Geschlechtsorgane
Bei der Frau reifen Eizellen in den Eierstöcken.
Der Zyklus
Im Zyklus reift eine Eizelle, dann folgt der Eisprung.
Von der Befruchtung zur Geburt
Eine Samenzelle verschmilzt mit der Eizelle.
Verhütung
Verhütungsmittel verhindern die Befruchtung oder die Einnistung.
Schutz vor Infektionen
Einige Infektionen werden beim Sex übertragen.
Vielfalt
Menschen lieben verschieden, und Familien sehen verschieden aus.
Grenzen und Hilfe
Jeder Mensch bestimmt über den eigenen Körper.

AchtungHormone als Störung gedeutet

So nicht
In der Pubertät spielen die Hormone verrückt.
So richtig
Hormone steuern die Entwicklung planmäßig. Stimmungen schwanken, weil sich Körper und Gehirn umbauen.

Hormone sind Botenstoffe. Sie steuern den Umbau und sind kein Fehler.

AchtungZyklus als immer gleich lang

So nicht
Ein Zyklus dauert immer genau 28 Tage.
So richtig
28 Tage sind nur ein Mittelwert. Die Länge liegt oft zwischen 24 und 35 Tagen und schwankt von Zyklus zu Zyklus.

28 Tage ist ein Mittelwert. Einzelne Zyklen sind kürzer oder länger.

AchtungSchwangerschaftswoche falsch gezählt

So nicht
Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen ab Befruchtung.
So richtig
Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Blutung, also 40 Wochen. Die Befruchtung liegt etwa 2 Wochen später, ab der Befruchtung sind es etwa 38 Wochen.

Ziehe 2 Wochen ab, wenn du die Zeit seit der Befruchtung suchst.

AchtungRausziehen als sichere Verhütung

So nicht
Wenn der Mann rechtzeitig rauszieht, kann nichts passieren.
So richtig
Schon vorher können Spermien austreten. Die Methode ist unsicher.

Verlässlich sind Methoden, die vor dem Geschlechtsverkehr wirken. Rausziehen gehört nicht dazu.

AchtungPille schützt auch vor Infektionen

So nicht
Wer die Pille nimmt, ist auch vor Infektionen geschützt.
So richtig
Die Pille verhütet eine Schwangerschaft, aber nicht Infektionen. Dafür schützt nur das Kondom.

Frage getrennt: Schutz vor Schwangerschaft und Schutz vor Infektionen. Nur das Kondom leistet beides.

AchtungHIV im Alltag übertragbar

So nicht
HIV kann man durch Umarmen oder gemeinsames Trinken bekommen.
So richtig
HIV wird über Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und Muttermilch übertragen, nicht im Alltag. Bei wirksamer Behandlung ist die Übertragung beim Sex nicht möglich.

Frage nach dem Übertragungsweg. Berührung und gemeinsames Essen übertragen HIV nicht.

AchtungGeschlecht als nur zwei Möglichkeiten

So nicht
Es gibt biologisch und rechtlich nur Mann und Frau.
So richtig
Die Natur kennt Übergänge. Seit 2018 ist im Personenstand in Deutschland auch die Angabe divers möglich.

Körperliche Merkmale und rechtliche Angaben sind beide vielfältiger als zwei Gruppen.

AchtungFamilienform als Maßstab für das Kindeswohl

So nicht
Kinder wachsen nur bei Mutter und Vater gut auf.
So richtig
Entscheidend sind Zuwendung und Stabilität. Studien finden bei Regenbogenfamilien keine schlechtere Entwicklung der Kinder.

Das Wohl von Kindern hängt von Zuwendung und Sicherheit ab, nicht von der Form der Familie.

AchtungSchuld beim Opfer gesucht

So nicht
Wer belästigt wird, hat etwas falsch gemacht.
So richtig
Die Verantwortung liegt immer bei der Person, die Grenzen verletzt. Wer Hilfe holt, handelt richtig.

Schuld trägt die Person, die die Grenze überschreitet, nie die betroffene Person.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann die Pubertät als hormonell gesteuerte Entwicklung beschreiben und erklären, warum der Beginn so verschieden ist.

    31
    Welche Veränderung gehört in der Pubertät zu den Mädchen und Jungen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Wachstumsschub, Körperbehaarung und Reifung der Keimzellen
  2. Ich kann Bau und Aufgaben der Geschlechtsorgane benennen.

    32
    Wie heißt der Gang, durch den Spermien und Harn den Körper verlassen? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    die Harnsamenröhre
  3. Ich kann den Zyklus der Frau beschreiben und Tage im Zyklus berechnen.

    33
    Ein Zyklus dauert 32 Tage. Tag 1 ist der erste Tag der Blutung. An welchem Tag findet der Eisprung ungefähr statt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Tag 18
  4. Ich kann Befruchtung, Einnistung, Entwicklung und Geburt in der Reihenfolge beschreiben und Wochen der Schwangerschaft berechnen.

    34
    Wie viele Chromosomen hat die befruchtete Eizelle? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    46
  5. Ich kann Verhütungsmethoden nach Wirkweise und Sicherheit vergleichen.

    35
    Wann sollte verhütet werden, wenn eine Schwangerschaft nicht gewollt ist? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    bei jedem Geschlechtsverkehr
  6. Ich kann sexuell übertragbare Infektionen und Schutzmöglichkeiten nennen.

    36
    Was bedeutet es, wenn HIV unter Behandlung nicht mehr nachweisbar ist? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Das Virus wird beim Sex nicht mehr übertragen.
  7. Ich kann Vielfalt von Geschlecht, sexueller Orientierung und Familienformen sachlich beschreiben und respektvoll bewerten.

    37
    Was unterscheidet Geschlechtsidentität und Orientierung? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Identität ist, als wer man sich fühlt; Orientierung ist, zu wem man sich hingezogen fühlt.
  8. Ich kann Grenzen, Einverständnis und Hilfsangebote kennen.

    38
    Wer ist schuld, wenn jemand belästigt wird? Begründe die Wahl.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    die Person, die belästigt, nie die betroffene Person

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Warum beginnt die Pubertät heute im Mittel früher als vor 150 Jahren?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Das Alter der ersten Regelblutung sank in Europa von 16 bis 17 Jahren Mitte des 19. Jahrhunderts auf etwa 12 bis 13 Jahre heute. Gründe sind bessere Ernährung und Gesundheit. Das Muster heißt säkulare Akzeleration.

Lösungen

  1. Wachstumsschub, Körperbehaarung und Reifung der Keimzellen
  2. die Hirnanhangdrüse
  3. Die Hirnanhangdrüse sendet Hormone, die die Keimdrüsen zur Bildung von Geschlechtshormonen anregen.
  4. Sie bilden Geschlechtshormone.
  5. Er leitet die Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter.
  6. im Eileiter
  7. Der Hormonkreislauf stellt sich erst ein; Unregelmäßigkeit ist am Anfang normal.
  8. Tag 18
  9. Tag 16
  10. 8 Wochen
  11. etwa 38 Wochen
  12. das Spermium, das ein X- oder ein Y-Chromosom trägt
  13. das Kondom
  14. bei jedem Geschlechtsverkehr
  15. Frauenärztinnen, Frauenärzte und Beratungsstellen, kostenlos und vertraulich
  16. Es verhindert den Kontakt mit Körperflüssigkeiten und senkt das Risiko vieler Infektionen.
  17. jeder Mensch mit Sexualkontakt, unabhängig von Gruppe oder Herkunft
  18. Das Virus wird beim Sex nicht mehr übertragen.
  19. dazwischengehen, Hilfe holen und die Person nicht allein lassen
  20. von Zuwendung, Sicherheit und Stabilität in der Familie
  21. 1990
  22. Sexuelle Handlungen mit Kindern unter 14 Jahren sind immer verboten.
  23. mit klaren Worten und fester Stimme, notfalls indem man weggeht und Hilfe holt
  24. Jeder Mensch bestimmt jederzeit selbst über den eigenen Körper, auch in einer Beziehung.
  25. Hormone aus dem Gehirn regen die Keimdrüsen an.
  26. in den Nebenhoden
  27. Tag 14
  28. eine, die befruchtete Eizelle
  29. ärztlichen Rat holen und sich testen lassen; viele Infektionen sind gut behandelbar
  30. männlich, weiblich, divers und die Möglichkeit, keine Angabe zu machen
  31. Wachstumsschub, Körperbehaarung und Reifung der Keimzellen
  32. die Harnsamenröhre
  33. Tag 18
  34. 46
  35. bei jedem Geschlechtsverkehr
  36. Das Virus wird beim Sex nicht mehr übertragen.
  37. Identität ist, als wer man sich fühlt; Orientierung ist, zu wem man sich hingezogen fühlt.
  38. die Person, die belästigt, nie die betroffene Person