Biologie · Klasse 7 und 8 · Kapitel
Sexualität, Fortpflanzung und Entwicklung
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Warum beginnt die Pubertät heute im Mittel früher als vor 150 Jahren?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: Das Alter der ersten Regelblutung sank in Europa von 16 bis 17 Jahren Mitte des 19. Jahrhunderts auf etwa 12 bis 13 Jahre heute. Gründe sind bessere Ernährung und Gesundheit. Das Muster heißt säkulare Akzeleration. Quelle: Tanner 1973, Trend towards earlier menarche, Nature 243.
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann die Pubertät als hormonell gesteuerte Entwicklung beschreiben und erklären, warum der Beginn so verschieden ist.
EntdeckenFrage
Warum beginnt die Pubertät heute im Mittel früher als vor 150 Jahren?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Das Alter der ersten Regelblutung sank in Europa von 16 bis 17 Jahren Mitte des 19. Jahrhunderts auf etwa 12 bis 13 Jahre heute. Gründe sind bessere Ernährung und Gesundheit. Das Muster heißt säkulare Akzeleration.
MerkenPubertät
Das Gehirn schüttet Hormone aus, die die Keimdrüsen anregen.
Beginn und Tempo sind von Mensch zu Mensch sehr verschieden und alle sind normal.
BeispielPubertät und Hormone
Schritt für Schritt
- Beginn und Tempo unterscheiden sich im Mittel.
- Am Ende gleicht sich vieles aus.
- Beginn und Tempo unterscheiden sich im Mittel.
- Am Ende gleicht sich vieles aus.
AchtungDer eigene Zeitpunkt als Fehler gedeutet
Wer früher oder später in die Pubertät kommt, ist nicht normal.
Der Beginn liegt bei Mädchen meist zwischen 8 und 13 und bei Jungen zwischen 9 und 14 Jahren. Alle Zeitpunkte in dieser Spanne sind normal.
Die Pubertät hat keinen festen Beginn. Frühe und späte Entwicklung sind beide normal.
ÜbenJetzt du
- ○1Welche Drüse im Kopf steuert die Pubertät mit? Begründe die Wahl.So fängst du an:Die Hirnanhangdrüse gibt Hormone ab.
Lösung zeigen
- Die Hirnanhangdrüse gibt Hormone ab.
- Sie regen die Keimdrüsen an.
Ergebnis:die Hirnanhangdrüse - ●2Wie wirken Hormone im Körper? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Hormone sind Botenstoffe.
- Nur passende Zielzellen reagieren.
Ergebnis:Sie gelangen über das Blut zu Zellen, die darauf reagieren. - ★3Was ist der Stimmbruch? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Stimmbruch gehört zur Pubertät.
- Bei Jungen wird er meist stärker bemerkt.
Ergebnis:Der Kehlkopf wächst, die Stimme wird tiefer.
2Ich kann Bau und Aufgaben der Geschlechtsorgane benennen.
EntdeckenFrage
Wie viele Eizellen reifen im Leben einer Frau?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Ein Mädchen wird mit etwa einer Million Eizellanlagen geboren. Nur etwa 400 reifen im Lauf des Lebens heran. Männer bilden dagegen ständig neue Spermien, in jedem Samenerguss Millionen.
MerkenGeschlechtsorgane
Bei der Frau reifen Eizellen in den Eierstöcken.
Beim Mann bilden die Hoden Spermien. Beide sind Keimzellen mit halbem Chromosomensatz.
BeispielGeschlechtsorgane und Keimzellen
Schritt für Schritt
- Die Gebärmutter ist ein muskulöses Hohlorgan.
- Sie wächst mit.
- Die Gebärmutter ist ein muskulöses Hohlorgan.
- Sie wächst mit.
AchtungOrgane und Aufgaben verwechselt
Die Hoden bilden Eizellen, die Eierstöcke Spermien.
Eierstöcke bilden Eizellen, Hoden bilden Spermien.
Ordne zuerst die Keimzelle zu: Eizelle zum Eierstock, Spermium zum Hoden.
ÜbenJetzt du
- ○4Wo werden Spermien gebildet? Begründe die Wahl.So fängst du an:Hoden bilden Spermien.
Lösung zeigen
- Hoden bilden Spermien.
- Sie liegen im Hodensack.
Ergebnis:in den Hoden - ●5Wo werden Spermien gespeichert, bevor sie ausgestoßen werden? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Hoden bilden die Spermien.
- Nebenhoden speichern sie.
Ergebnis:in den Nebenhoden - ★6Welche Aufgabe hat der Hodensack? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Spermien bilden sich bei etwas weniger als Körpertemperatur.
- Der Hodensack reguliert das.
Ergebnis:Er hält die Hoden etwas kühler als der Körper, das fördert die Spermienbildung.
3Ich kann den Zyklus der Frau beschreiben und Tage im Zyklus berechnen.
EntdeckenFrage
Wie lang ist ein Zyklus wirklich?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Eine Auswertung von über 600 000 Zyklen ergab einen Mittelwert von 29 Tagen, aber eine große Streuung. Nur ein kleiner Teil der Zyklen dauerte genau 28 Tage.
MerkenDer Zyklus
Im Zyklus reift eine Eizelle, dann folgt der Eisprung.
Ohne Befruchtung wird die Schleimhaut mit der Blutung abgebaut. Die Länge ist verschieden.
BeispielDer Zyklus und Tage berechnen
Schritt für Schritt
- Der Eisprung ist Mitte des Zyklus.
- Die Eizelle lebt nur kurz.
- Der Eisprung ist Mitte des Zyklus.
- Die Eizelle lebt nur kurz.
AchtungEisprung immer am 14. Tag
Der Eisprung findet immer am 14. Tag nach der Blutung statt.
Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor der nächsten Blutung. Bei einem Zyklus von 32 Tagen ist das etwa der 18. Tag.
Rechne rückwärts vom Zyklusende: Eisprung etwa 14 Tage vor der nächsten Blutung.
ÜbenJetzt du
- ○7Ein Zyklus dauert 28 Tage. Tag 1 ist der erste Tag der Blutung. An welchem Tag findet der Eisprung ungefähr statt?So fängst du an:Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Blutung.
Lösung zeigen
- Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Blutung.
- 28 minus 14 sind 14.
- Der Eisprung ist etwa an Tag 14.
Ergebnis:Tag 14 - ●8Welcher Tag des Zyklus ist der erste? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Die Blutung markiert den Beginn.
- Von dort zählt man bis zur nächsten Blutung.
Ergebnis:der erste Tag der Regelblutung - ★9Ein Zyklus ist 26 Tage lang. Tag 1 ist der erste Tag der Blutung. Am Tag 12 ist der Eisprung. Wie viele Tage nach dem Eisprung beginnt die nächste Blutung?
Lösung zeigen
- Zyklus: 26 Tage, Eisprung am Tag 12.
- 26 minus 12 sind 14.
- Zwischen Eisprung und nächster Blutung liegen immer etwa 14 Tage.
Ergebnis:14 Tage
4Ich kann Befruchtung, Einnistung, Entwicklung und Geburt in der Reihenfolge beschreiben und Wochen der Schwangerschaft berechnen.
EntdeckenFrage
Kommt ein Kind genau am errechneten Termin?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nur selten. Die Dauer natürlicher Schwangerschaften streut um mehrere Wochen. Der errechnete Termin ist ein Mittelwert, kein Versprechen.
MerkenVon der Befruchtung zur Geburt
Eine Samenzelle verschmilzt mit der Eizelle.
Die befruchtete Eizelle teilt sich und nistet sich in der Gebärmutter ein. Etwa 38 Wochen später folgt die Geburt.
BeispielSchwangerschaft und Wochen berechnen
Schritt für Schritt
- Die Zählung beginnt vor der Befruchtung.
- 10 minus 2 sind 8.
- Das Kind ist etwa 8 Wochen alt.
- Die Zählung beginnt vor der Befruchtung.
- 10 minus 2 sind 8.
- Das Kind ist etwa 8 Wochen alt.
AchtungBefruchtung als Ereignis im Bauch
Eine Befruchtung findet in der Gebärmutter statt.
Die Befruchtung findet meist im Eileiter statt. Die befruchtete Eizelle wandert dann zur Gebärmutter.
Der Weg: Eierstock, Eileiter, Gebärmutter. Verschmelzung im Eileiter, Einnistung in der Gebärmutter.
ÜbenJetzt du
- ○10Was ist die Nabelschnur? Begründe die Wahl.So fängst du an:Sie führt Nährstoffe und Sauerstoff zum Kind.
Lösung zeigen
- Sie führt Nährstoffe und Sauerstoff zum Kind.
- Abfallstoffe gehen zurück.
Ergebnis:die Verbindung zwischen Kind und Plazenta - ●11Wie viele Chromosomen hat die befruchtete Eizelle? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Eizelle und Spermium bringen je 23 mit.
- Zusammen sind es 46.
Ergebnis:46 - ★12Wie lange dauert eine Schwangerschaft ab der Befruchtung gerechnet? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ab der letzten Blutung sind es 40 Wochen.
- Die Befruchtung liegt 2 Wochen später.
Ergebnis:etwa 38 Wochen
5Ich kann Verhütungsmethoden nach Wirkweise und Sicherheit vergleichen.
EntdeckenFrage
Wer erfand den Pearl-Index, mit dem man die Sicherheit von Verhütungsmitteln misst?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Der amerikanische Biologe Raymond Pearl führte ihn 1932 ein. Er zählt, wie viele von 100 Frauen in einem Jahr trotz Anwendung einer Methode schwanger werden. Je kleiner der Wert, desto sicherer die Methode.
MerkenVerhütung
Verhütungsmittel verhindern die Befruchtung oder die Einnistung.
Wie sicher sie sind, hängt von der richtigen Anwendung ab. Kondome schützen zusätzlich vor Infektionen.
BeispielVerhütung vergleichen
Schritt für Schritt
- Eine Schwangerschaft ist an vielen Tagen möglich.
- Der Eisprung ist nicht sicher vorhersagbar.
- Eine Schwangerschaft ist an vielen Tagen möglich.
- Der Eisprung ist nicht sicher vorhersagbar.
AchtungBeim ersten Mal kann nichts passieren
Beim ersten Mal wird man nicht schwanger.
Eine Schwangerschaft ist bei jedem Geschlechtsverkehr möglich, auch beim ersten Mal.
Eine Schwangerschaft hängt vom Zeitpunkt im Zyklus ab, nicht davon, ob es das erste Mal war.
ÜbenJetzt du
- ○13Wer kann ungewollte Schwangerschaften verhindern? Begründe die Wahl.So fängst du an:Verhütung ist eine gemeinsame Aufgabe.
Lösung zeigen
- Verhütung ist eine gemeinsame Aufgabe.
- Beide tragen Verantwortung.
Ergebnis:beide Partner, indem sie gemeinsam verhüten - ●14Welche Methode schützt vor Schwangerschaft und vor Infektionen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Das Kondom ist eine Barriere.
- Die Pille wirkt nur über Hormone.
Ergebnis:das Kondom - ★15Wer hilft bei der Wahl einer Methode? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Beratung ist vertraulich.
- Die BZgA bietet Informationen.
Ergebnis:Frauenärztinnen, Frauenärzte und Beratungsstellen, kostenlos und vertraulich
6Ich kann sexuell übertragbare Infektionen und Schutzmöglichkeiten nennen.
EntdeckenFrage
Seit wann wird die Impfung gegen HPV auch für Jungen empfohlen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Seit 2018. Für Mädchen empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung seit 2007. Die Viren können bei beiden Geschlechtern Krebs und Genitalwarzen auslösen. Die Impfung wird für 9 bis 14 Jahre empfohlen.
MerkenSchutz vor Infektionen
Einige Infektionen werden beim Sex übertragen.
Kondome schützen vor vielen davon. Gegen manche gibt es Impfungen, viele Infektionen lassen sich behandeln.
BeispielSexuell übertragbare Infektionen
Schritt für Schritt
- Chlamydien machen oft keine Beschwerden.
- Sie lassen sich mit Antibiotika behandeln.
- Chlamydien machen oft keine Beschwerden.
- Sie lassen sich mit Antibiotika behandeln.
AchtungInfektionen nur bei bestimmten Gruppen
Sexuell übertragbare Infektionen betreffen nur bestimmte Gruppen.
Jeder Mensch mit Sexualkontakt kann sich anstecken. Entscheidend ist das Verhalten, nicht die Gruppe.
Das Risiko hängt davon ab, was geschieht, und nicht davon, wer jemand ist.
ÜbenJetzt du
- ○16Wo kann man sich vertraulich beraten lassen? Begründe die Wahl.So fängst du an:Beratung ist vertraulich.
Lösung zeigen
- Beratung ist vertraulich.
- Auch ohne Eltern.
Ergebnis:bei Beratungsstellen, Gesundheitsämtern oder Ärztinnen und Ärzten - ●17Was ist AIDS? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- HIV ist das Virus.
- AIDS ist das späte Stadium.
Ergebnis:die Erkrankung, die bei einer unbehandelten HIV-Infektion durch den Verlust der Abwehr entstehen kann - ★18Wo kann man sich auf Infektionen testen lassen? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Gesundheitsämter bieten Beratung.
- Tests können anonym sein.
Ergebnis:bei Hausärzten, Gesundheitsämtern und Beratungsstellen, oft anonym
7Ich kann Vielfalt von Geschlecht, sexueller Orientierung und Familienformen sachlich beschreiben und respektvoll bewerten.
EntdeckenFrage
Seit wann gibt es im deutschen Recht die Angabe „divers“?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Das Bundesverfassungsgericht entschied 2017, dass das Personenstandsrecht neben männlich und weiblich eine weitere Möglichkeit zulassen muss. Seit Ende 2018 ist die Angabe divers möglich.
MerkenVielfalt
Menschen lieben verschieden, und Familien sehen verschieden aus.
Eine sachliche Aussage lässt sich prüfen, eine Wertung braucht Gründe. Respekt gilt für alle.
BeispielVielfalt und Respekt
Schritt für Schritt
- Artikel 1 Grundgesetz schützt die Würde.
- Das gilt für alle.
- Artikel 1 Grundgesetz schützt die Würde.
- Das gilt für alle.
AchtungOrientierung als Krankheit oder Wahl
Homosexualität ist eine Krankheit oder eine Entscheidung.
Sexuelle Orientierung ist weder Krankheit noch freie Wahl. Die Weltgesundheitsorganisation führt Homosexualität seit 1990 nicht mehr als Krankheit.
Eine Orientierung wird nicht gewählt und nicht behandelt. Sie ist eine Variante menschlichen Lebens.
ÜbenJetzt du
- ○19Wann hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus der Liste der Krankheiten gestrichen? Begründe die Wahl.So fängst du an:Es ist keine Krankheit.
Lösung zeigen
- Es ist keine Krankheit.
- Seit 1990 steht sie nicht mehr in der Liste.
Ergebnis:1990 - ●20Wovon hängt das Wohl von Kindern vor allem ab? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Studien finden keinen Nachteil bei Regenbogenfamilien.
- Wichtig ist verlässliche Fürsorge.
Ergebnis:von Zuwendung, Sicherheit und Stabilität in der Familie - ★21Wie viele Geschlechter erkennt das deutsche Personenstandsrecht an? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Seit 2018 gibt es die Option divers.
- Das Bundesverfassungsgericht verlangte sie.
Ergebnis:männlich, weiblich, divers und die Möglichkeit, keine Angabe zu machen
8Ich kann Grenzen, Einverständnis und Hilfsangebote kennen.
EntdeckenFrage
Muss man bei der Nummer gegen Kummer seinen Namen sagen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nein. Das Kinder- und Jugendtelefon unter 116 111 ist kostenlos und anonym. Es gilt für alle Fragen, auch zu Körper, Freundschaft, Streit und Sorgen. Wer Hilfe holt, handelt richtig.
MerkenGrenzen und Hilfe
Jeder Mensch bestimmt über den eigenen Körper.
Ohne Einverständnis darf nichts geschehen. Wer Hilfe braucht, bekommt sie kostenlos und ohne Angabe des Namens.
BeispielGrenzen, Einverständnis und Hilfe
Schritt für Schritt
- Einverständnis kann sich ändern.
- Ein Nein muss gelten.
- Einverständnis kann sich ändern.
- Ein Nein muss gelten.
AchtungEinverständnis als gegeben angenommen
Wer nicht Nein sagt, will es auch.
Einverständnis heißt ein deutliches Ja. Schweigen, Zögern oder Angst sind kein Ja.
Nur ein freies Ja gilt. Schweigen ist kein Einverständnis.
ÜbenJetzt du
- ○22Wer trägt die Verantwortung, wenn Grenzen verletzt werden? Begründe die Wahl.So fängst du an:Betroffene sind nie schuld.
Lösung zeigen
- Betroffene sind nie schuld.
- Wer Hilfe holt, handelt richtig.
Ergebnis:die Person, die die Grenze überschreitet - ●23Wer ist schuld, wenn jemand belästigt wird? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Verantwortung liegt bei dem, der Grenzen verletzt.
- Betroffene tragen keine Schuld.
Ergebnis:die Person, die belästigt, nie die betroffene Person - ★24Was ist ein schlechtes Geheimnis? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Gute Geheimnisse machen Freude.
- Schlechte machen Angst.
Ergebnis:Ein Geheimnis, das Angst, Scham oder Druck macht; solche Geheimnisse darf man erzählen.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Welche Aufgabe hat der Eileiter? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Eileiter ist der Weg.
- Dort findet oft die Befruchtung statt.
Ergebnis:Er leitet die Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter. - ●26Warum ist ein unregelmäßiger Zyklus in den ersten Jahren nach der ersten Blutung normal? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Der Körper braucht Zeit.
- Die Zyklen werden mit den Jahren regelmäßiger.
Ergebnis:Der Hormonkreislauf stellt sich noch ein. - ●27Wohin wandert die befruchtete Eizelle? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Auf dem Weg teilt sie sich.
- In der Gebärmutter nistet sie sich ein.
Ergebnis:vom Eileiter in die Gebärmutter, wo sie sich einnistet - ●28Wie schützt die Spirale vor einer Schwangerschaft? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ärztinnen setzen sie ein.
- Sie wirkt über Jahre.
Ergebnis:Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und verhindert die Einnistung oder verändert den Schleim. - ●29Welche Aussage ist eine Sachaussage? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Ein Gesetz lässt sich nachlesen.
- Wertungen sind keine Sachaussagen.
Ergebnis:Seit 2018 kann im deutschen Personenstand auch die Angabe divers gewählt werden. - ★30Wie unterscheidet sich die Bildung von Spermien und Eizellen zeitlich? Begründe die Wahl.
Lösung zeigen
- Eizellanlagen entstehen vor der Geburt.
- Spermien entstehen laufend.
Ergebnis:Spermien werden ab der Pubertät laufend neu gebildet; die Eizellen sind schon bei der Geburt angelegt und reifen nacheinander.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Pubertät
- Das Gehirn schüttet Hormone aus, die die Keimdrüsen anregen.
- Geschlechtsorgane
- Bei der Frau reifen Eizellen in den Eierstöcken.
- Der Zyklus
- Im Zyklus reift eine Eizelle, dann folgt der Eisprung.
- Von der Befruchtung zur Geburt
- Eine Samenzelle verschmilzt mit der Eizelle.
- Verhütung
- Verhütungsmittel verhindern die Befruchtung oder die Einnistung.
- Schutz vor Infektionen
- Einige Infektionen werden beim Sex übertragen.
- Vielfalt
- Menschen lieben verschieden, und Familien sehen verschieden aus.
- Grenzen und Hilfe
- Jeder Mensch bestimmt über den eigenen Körper.
AchtungHormone als Störung gedeutet
In der Pubertät spielen die Hormone verrückt.
Hormone steuern die Entwicklung planmäßig. Stimmungen schwanken, weil sich Körper und Gehirn umbauen.
Hormone sind Botenstoffe. Sie steuern den Umbau und sind kein Fehler.
AchtungZyklus als immer gleich lang
Ein Zyklus dauert immer genau 28 Tage.
28 Tage sind nur ein Mittelwert. Die Länge liegt oft zwischen 24 und 35 Tagen und schwankt von Zyklus zu Zyklus.
28 Tage ist ein Mittelwert. Einzelne Zyklen sind kürzer oder länger.
AchtungSchwangerschaftswoche falsch gezählt
Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen ab Befruchtung.
Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Blutung, also 40 Wochen. Die Befruchtung liegt etwa 2 Wochen später, ab der Befruchtung sind es etwa 38 Wochen.
Ziehe 2 Wochen ab, wenn du die Zeit seit der Befruchtung suchst.
AchtungRausziehen als sichere Verhütung
Wenn der Mann rechtzeitig rauszieht, kann nichts passieren.
Schon vorher können Spermien austreten. Die Methode ist unsicher.
Verlässlich sind Methoden, die vor dem Geschlechtsverkehr wirken. Rausziehen gehört nicht dazu.
AchtungPille schützt auch vor Infektionen
Wer die Pille nimmt, ist auch vor Infektionen geschützt.
Die Pille verhütet eine Schwangerschaft, aber nicht Infektionen. Dafür schützt nur das Kondom.
Frage getrennt: Schutz vor Schwangerschaft und Schutz vor Infektionen. Nur das Kondom leistet beides.
AchtungHIV im Alltag übertragbar
HIV kann man durch Umarmen oder gemeinsames Trinken bekommen.
HIV wird über Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und Muttermilch übertragen, nicht im Alltag. Bei wirksamer Behandlung ist die Übertragung beim Sex nicht möglich.
Frage nach dem Übertragungsweg. Berührung und gemeinsames Essen übertragen HIV nicht.
AchtungGeschlecht als nur zwei Möglichkeiten
Es gibt biologisch und rechtlich nur Mann und Frau.
Die Natur kennt Übergänge. Seit 2018 ist im Personenstand in Deutschland auch die Angabe divers möglich.
Körperliche Merkmale und rechtliche Angaben sind beide vielfältiger als zwei Gruppen.
AchtungFamilienform als Maßstab für das Kindeswohl
Kinder wachsen nur bei Mutter und Vater gut auf.
Entscheidend sind Zuwendung und Stabilität. Studien finden bei Regenbogenfamilien keine schlechtere Entwicklung der Kinder.
Das Wohl von Kindern hängt von Zuwendung und Sicherheit ab, nicht von der Form der Familie.
AchtungSchuld beim Opfer gesucht
Wer belästigt wird, hat etwas falsch gemacht.
Die Verantwortung liegt immer bei der Person, die Grenzen verletzt. Wer Hilfe holt, handelt richtig.
Schuld trägt die Person, die die Grenze überschreitet, nie die betroffene Person.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann die Pubertät als hormonell gesteuerte Entwicklung beschreiben und erklären, warum der Beginn so verschieden ist.
31Was sind Hormone? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Botenstoffe, die über das Blut Signale an Organe weitergebenIch kann Bau und Aufgaben der Geschlechtsorgane benennen.
32Wo werden Spermien gebildet? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:in den HodenIch kann den Zyklus der Frau beschreiben und Tage im Zyklus berechnen.
33Ein Zyklus dauert 32 Tage. Tag 1 ist der erste Tag der Blutung. An welchem Tag findet der Eisprung ungefähr statt?Lösung zeigen
Ergebnis:Tag 18Ich kann Befruchtung, Einnistung, Entwicklung und Geburt in der Reihenfolge beschreiben und Wochen der Schwangerschaft berechnen.
34Eine Schwangerschaft wird ab dem ersten Tag der letzten Blutung gezählt. Die Befruchtung liegt etwa 2 Wochen später. Wie viele Wochen nach der Befruchtung ist die 30. Schwangerschaftswoche?Lösung zeigen
Ergebnis:28 WochenIch kann Verhütungsmethoden nach Wirkweise und Sicherheit vergleichen.
35Was ist der Unterschied zwischen hormoneller Verhütung und dem Kondom? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Hormone verhindern den Eisprung, das Kondom hält die Spermien zurück und schützt auch vor Infektionen.Ich kann sexuell übertragbare Infektionen und Schutzmöglichkeiten nennen.
36Warum ist ein Kondom wirksam gegen Chlamydien und HIV? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:Es verhindert den Kontakt mit den Körperflüssigkeiten, über die diese Erreger übertragen werden.Ich kann Vielfalt von Geschlecht, sexueller Orientierung und Familienformen sachlich beschreiben und respektvoll bewerten.
37Wann hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus der Liste der Krankheiten gestrichen? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:1990Ich kann Grenzen, Einverständnis und Hilfsangebote kennen.
38Wie lässt sich ein Nein deutlich machen? Begründe die Wahl.Lösung zeigen
Ergebnis:mit klaren Worten und fester Stimme, notfalls indem man weggeht und Hilfe holt
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Warum beginnt die Pubertät heute im Mittel früher als vor 150 Jahren?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
Das Alter der ersten Regelblutung sank in Europa von 16 bis 17 Jahren Mitte des 19. Jahrhunderts auf etwa 12 bis 13 Jahre heute. Gründe sind bessere Ernährung und Gesundheit. Das Muster heißt säkulare Akzeleration.
Lösungen
- die Hirnanhangdrüse
- Sie gelangen über das Blut zu Zellen, die darauf reagieren.
- Der Kehlkopf wächst, die Stimme wird tiefer.
- in den Hoden
- in den Nebenhoden
- Er hält die Hoden etwas kühler als der Körper, das fördert die Spermienbildung.
- Tag 14
- der erste Tag der Regelblutung
- 14 Tage
- die Verbindung zwischen Kind und Plazenta
- 46
- etwa 38 Wochen
- beide Partner, indem sie gemeinsam verhüten
- das Kondom
- Frauenärztinnen, Frauenärzte und Beratungsstellen, kostenlos und vertraulich
- bei Beratungsstellen, Gesundheitsämtern oder Ärztinnen und Ärzten
- die Erkrankung, die bei einer unbehandelten HIV-Infektion durch den Verlust der Abwehr entstehen kann
- bei Hausärzten, Gesundheitsämtern und Beratungsstellen, oft anonym
- 1990
- von Zuwendung, Sicherheit und Stabilität in der Familie
- männlich, weiblich, divers und die Möglichkeit, keine Angabe zu machen
- die Person, die die Grenze überschreitet
- die Person, die belästigt, nie die betroffene Person
- Ein Geheimnis, das Angst, Scham oder Druck macht; solche Geheimnisse darf man erzählen.
- Er leitet die Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter.
- Der Hormonkreislauf stellt sich noch ein.
- vom Eileiter in die Gebärmutter, wo sie sich einnistet
- Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und verhindert die Einnistung oder verändert den Schleim.
- Seit 2018 kann im deutschen Personenstand auch die Angabe divers gewählt werden.
- Spermien werden ab der Pubertät laufend neu gebildet; die Eizellen sind schon bei der Geburt angelegt und reifen nacheinander.
- Botenstoffe, die über das Blut Signale an Organe weitergeben
- in den Hoden
- Tag 18
- 28 Wochen
- Hormone verhindern den Eisprung, das Kondom hält die Spermien zurück und schützt auch vor Infektionen.
- Es verhindert den Kontakt mit den Körperflüssigkeiten, über die diese Erreger übertragen werden.
- 1990
- mit klaren Worten und fester Stimme, notfalls indem man weggeht und Hilfe holt