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Chemie · Klasse 10 · Kapitel

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Alkohole – vom Holzgeist zum Glycerin

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich erkenne die Hydroxylgruppe als funktionelle Gruppe.

MerkenFunktionelle Gruppe

Die Hydroxylgruppe –OH macht aus einem Alkan ein Alkanol.

Sie bestimmt die Eigenschaften stärker als die ganze Kette.

BeispielDie Hydroxygruppe

Wie heißt der Alkohol C₈H₁₇OH?
Schritt für Schritt
  1. 8 Kohlenstoffatome: Stamm Octan.
  2. Eine OH-Gruppe: Endung -ol.
  3. Octanol.
  1. 8 Kohlenstoffatome: Stamm Octan.
  2. Eine OH-Gruppe: Endung -ol.
  3. Octanol.
Ergebnis:
Octanol

AchtungWasserstoffbrücke mit Bindung im Molekül verwechselt

So nicht
Beim Sieden von Ethanol bricht die O–H-Bindung im Molekül
So richtig
Sieden → Wasserstoffbrücken ZWISCHEN den Molekülen brechen.
Das Molekül C₂H₅OH bleibt dabei ganz.

Wasserstoffbrücken wirken ZWISCHEN Molekülen. Beim Sieden brechen sie – nicht die Bindungen im Molekül.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Entscheide: Wie reagiert eine Lösung von Hexanol (C₆H₁₃OH) in Wasser?
    So fängst du an:
    Die OH-Gruppe bleibt am Molekül.
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe bleibt am Molekül.
    2. Es entstehen weder OH⁻ noch H⁺.
    3. Also neutral.
    Ergebnis:
    Neutral
  2. ●2
    Was ist der Unterschied zwischen der Hydroxygruppe und dem Hydroxid-Ion?
    Lösung zeigen
    1. Hydroxygruppe: –OH am C-Atom, ohne Ladung.
    2. Hydroxid-Ion: OH⁻, frei in Lösung.
    3. Nur das Ion macht alkalisch.
    Ergebnis:
    Die Gruppe ist gebunden, das Ion ist frei
  3. ★3
    Woran erkennst du einen Alkohol an der Strukturformel?
    Lösung zeigen
    1. Alkohole: –OH am C.
    2. Carbonsäuren: –COOH.
    3. Alkene: C=C.
    Ergebnis:
    An einer OH-Gruppe am C-Atom

2Ich benenne Alkanole und gebe ihre Formeln an.

MerkenBenennung

Stamm wie beim Alkan, Endung -ol: Methanol, Ethanol, Propanol, Butanol.

BeispielAlkanol benennen

Ein Alkanol hat 3 Kohlenstoffatome. Gib Name und Formel an und markiere die funktionelle Gruppe.
CHHHCHHCHHO—HHydroxyl3 Kohlenstoffatome · jedes C hat vier Bindungen
Schritt für Schritt
  1. 3 C-Atome → Stamm Propan, Endung -ol → Propanol
  2. Ein H des Alkans wird durch eine OH-Gruppe ersetzt: C3H7OH
  3. Funktionelle Gruppe: die Hydroxylgruppe –OH. Sie bestimmt die Eigenschaften.
  1. 3 C-Atome → Stamm Propan, Endung -ol → Propanol
  2. Ein H des Alkans wird durch eine OH-Gruppe ersetzt: C3H7OH
  3. Funktionelle Gruppe: die Hydroxylgruppe –OH. Sie bestimmt die Eigenschaften.
Ergebnis:
Propanol, C3H7OH

AchtungHomologe Reihe falsch abgezählt

So nicht
Propan hat 3 C, also 6 H: C₃H₆
So richtig
CₙH₂ₙ₊₂ → 2 · 3 + 2 = 8 → C₃H₈

C₍n₎H₍2n+2₎ – bei Propan sind es 3 C und 8 H, nicht 6.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Ein Alkanol hat 1 Kohlenstoffatom. Gib Name und Formel an und markiere die funktionelle Gruppe.
    So fängst du an:
    1 C-Atome → Stamm Methan, Endung -ol → Methanol
    Lösung zeigen
    1. 1 C-Atome → Stamm Methan, Endung -ol → Methanol
    2. Ein H des Alkans wird durch eine OH-Gruppe ersetzt: CH3OH
    3. Funktionelle Gruppe: die Hydroxylgruppe –OH. Sie bestimmt die Eigenschaften.
    Ergebnis:
    Methanol, CH3OH
  2. ●5
    Ein Alkanol hat 4 Kohlenstoffatome. Gib Name und Formel an und markiere die funktionelle Gruppe.
    Lösung zeigen
    1. 4 C-Atome → Stamm Butan, Endung -ol → Butanol
    2. Ein H des Alkans wird durch eine OH-Gruppe ersetzt: C4H9OH
    3. Funktionelle Gruppe: die Hydroxylgruppe –OH. Sie bestimmt die Eigenschaften.
    Ergebnis:
    Butanol, C4H9OH
  3. ★6
    Ein Alkanol hat 2 Kohlenstoffatome. Gib Name und Formel an und markiere die funktionelle Gruppe.
    Lösung zeigen
    1. 2 C-Atome → Stamm Ethan, Endung -ol → Ethanol
    2. Ein H des Alkans wird durch eine OH-Gruppe ersetzt: C2H5OH
    3. Funktionelle Gruppe: die Hydroxylgruppe –OH. Sie bestimmt die Eigenschaften.
    Ergebnis:
    Ethanol, C2H5OH

3Ich erkläre die Löslichkeit von Alkoholen in Wasser.

MerkenLöslichkeit

Kurze Alkohole mischen sich mit Wasser, lange nicht.

Der OH-Kopf mag Wasser, die C-Kette nicht – ab etwa fünf C-Atomen gewinnt die Kette.

BeispielLöslichkeit von Alkoholen

Entscheide: Welcher Alkohol löst sich besser in Wasser, Ethanol oder Butanol?
Schritt für Schritt
  1. Die OH-Gruppe zieht Wasser an, die Kette nicht.
  2. Ethanol hat 2, Butanol 4 Kohlenstoffatome.
  3. Kürzere Kette: Ethanol.
  1. Die OH-Gruppe zieht Wasser an, die Kette nicht.
  2. Ethanol hat 2, Butanol 4 Kohlenstoffatome.
  3. Kürzere Kette: Ethanol.
Ergebnis:
Ethanol, die Kette ist kürzer

AchtungEin Stoff an einer Eigenschaft erkannt

So nicht
Weiß und körnig – das ist Kochsalz.
So richtig
Weiß und körnig sind Salz und Zucker. Erst Schmelztemperatur und Leitfähigkeit der Lösung unterscheiden sie.

Such eine Eigenschaft, in der sich die beiden Stoffe unterscheiden. Prüfe genau diese.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Entscheide: Welcher Alkohol löst sich besser in Wasser, Butanol oder Octanol?
    So fängst du an:
    Die OH-Gruppe zieht Wasser an, die Kette nicht.
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe zieht Wasser an, die Kette nicht.
    2. Butanol hat 4, Octanol 8 Kohlenstoffatome.
    3. Kürzere Kette: Butanol.
    Ergebnis:
    Butanol, die Kette ist kürzer
  2. ●8
    Entscheide: Welcher Alkohol löst sich besser in Wasser, Hexanol oder Octanol?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe zieht Wasser an, die Kette nicht.
    2. Hexanol hat 6, Octanol 8 Kohlenstoffatome.
    3. Kürzere Kette: Hexanol.
    Ergebnis:
    Hexanol, die Kette ist kürzer
  3. ★9
    Ethanol löst Fett und mischt sich mit Wasser. Warum geht beides?
    Lösung zeigen
    1. OH-Gruppe: polar, wasserfreundlich.
    2. Ethylrest: unpolar, fettfreundlich.
    3. Beides in einem Molekül.
    Ergebnis:
    Es hat einen polaren und einen unpolaren Teil

4Ich erkläre die hohe Siedetemperatur mit Wasserstoffbrücken.

MerkenWasserstoffbrücken

Die OH-Gruppe zieht Nachbarmoleküle an.

Diese Brücken müssen beim Sieden aufgebrochen werden – deshalb siedet Ethanol bei 78 °C, Ethan bei −89 °C.

BeispielWarum siedet der Alkohol höher?

Propan siedet bei −42 °C, Propanol bei 97 °C. Beide haben 3 C-Atome. Erkläre den großen Unterschied.
CCCCCCO—HPropanPropanolbeide 3 C-Atome – ein Unterschied0 °C−42 °CPropan97 °CPropanolwarum kocht das eine so viel später?
Schritt für Schritt
  1. Der einzige Unterschied ist die OH-Gruppe.
  2. Die OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen.
  3. Diese Brücken müssen erst aufgebrochen werden: 139 °C Unterschied.
  1. Der einzige Unterschied ist die OH-Gruppe.
  2. Die OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen.
  3. Diese Brücken müssen erst aufgebrochen werden: 139 °C Unterschied.
Ergebnis:
Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe

AchtungTeilchen mit den Eigenschaften des Stoffs

So nicht
Schwefelteilchen sind gelb. Kupferatome glänzen rot.
So richtig
Gelb ist der Stoff Schwefel. Ein einzelnes Teilchen hat keine Farbe.

Frag dich zuerst: Was siehst du am Stoff? Was denkst du dir für die Teilchen?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Methan siedet bei −162 °C, Methanol bei 65 °C. Beide haben 1 C-Atom. Erkläre den großen Unterschied.
    So fängst du an:
    Der einzige Unterschied ist die OH-Gruppe.
    Lösung zeigen
    1. Der einzige Unterschied ist die OH-Gruppe.
    2. Die OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen.
    3. Diese Brücken müssen erst aufgebrochen werden: 227 °C Unterschied.
    Ergebnis:
    Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  2. ●11
    Pentan siedet bei 36 °C, Pentanol bei 138 °C. Beide haben 5 C-Atome. Erkläre den großen Unterschied.
    Lösung zeigen
    1. Der einzige Unterschied ist die OH-Gruppe.
    2. Die OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen.
    3. Diese Brücken müssen erst aufgebrochen werden: 102 °C Unterschied.
    Ergebnis:
    Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  3. ★12
    Butan siedet bei −1 °C, Butanol bei 118 °C. Beide haben 4 C-Atome. Erkläre den großen Unterschied.
    Lösung zeigen
    1. Der einzige Unterschied ist die OH-Gruppe.
    2. Die OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen.
    3. Diese Brücken müssen erst aufgebrochen werden: 119 °C Unterschied.
    Ergebnis:
    Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe

5Ich unterscheide ein-, zwei- und dreiwertige Alkohole.

MerkenMehrwertige Alkohole

Mehr OH-Gruppen bedeuten mehr Brücken: Glycerin mit drei OH-Gruppen ist zäh, siedet hoch und zieht Wasser an.

BeispielMehrwertige Alkohole

Glycerin (Propantriol) hat 3 OH-Gruppen. Was folgt daraus für die Eigenschaften und die Verwendung?
CHO—HHCHO—HCHO—HH3 OH-Gruppen an 3 Kohlenstoffatomen
Schritt für Schritt
  1. Jede OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken.
  2. 3 OH-Gruppen → sehr zähflüssig, zieht Wasser an
  3. Deshalb: Hautcreme, Zahnpasta
  1. Jede OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken.
  2. 3 OH-Gruppen → sehr zähflüssig, zieht Wasser an
  3. Deshalb: Hautcreme, Zahnpasta
Ergebnis:
sehr zähflüssig, zieht Wasser an – Hautcreme, Zahnpasta

AchtungIndex in der Formel überlesen

So nicht
M(H₂O) = 1 + 16 = 17 g/mol
So richtig
M(H₂O) = 2 · 1 + 16 = 18 g/mol

Schreib die Formel als Liste der Atome: H₂O ist H, H, O. Zähl dann die Massen zusammen.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Ethanol hat 1 OH-Gruppe. Was folgt daraus für die Eigenschaften und die Verwendung?
    So fängst du an:
    Jede OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken.
    Lösung zeigen
    1. Jede OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken.
    2. 1 OH-Gruppe → leicht flüchtig, brennbar
    3. Deshalb: Desinfektion, Getränke
    Ergebnis:
    leicht flüchtig, brennbar – Desinfektion, Getränke
  2. ●14
    Glykol (Ethandiol) hat 2 OH-Gruppen. Was folgt daraus für die Eigenschaften und die Verwendung?
    Lösung zeigen
    1. Jede OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken.
    2. 2 OH-Gruppen → hoher Siedepunkt, mit Wasser mischbar
    3. Deshalb: Frostschutzmittel
    Ergebnis:
    hoher Siedepunkt, mit Wasser mischbar – Frostschutzmittel

6Ich beschreibe die alkoholische Gärung.

MerkenGärung

Hefe wandelt Zucker in Ethanol und Kohlenstoffdioxid um: C₆H₁₂O₆ → 2 C₂H₅OH + 2 CO₂.

Bei etwa 15 % stirbt die Hefe am eigenen Produkt.

BeispielAlkoholische Gärung

Aus 180 g Traubenzucker entstehen bei der Gärung 92 g Ethanol. Bestimme: Wie viel Ethanol entsteht aus 720 g Traubenzucker?
Schritt für Schritt
  1. Vielfaches: 720 : 180 = 4
  2. Ethanol in g: 4 · 92 = 368
  1. Vielfaches: 720 : 180 = 4
  2. Ethanol in g: 4 · 92 = 368
Ergebnis:
368 g

AchtungReaktion als Mischen gedeutet

So nicht
Warum steigt der Alkoholgehalt durch Gärung nicht über etwa 15 % → Der Zucker wird nach und nach zu Wasser
So richtig
Warum steigt der Alkoholgehalt durch Gärung nicht über etwa 15 % → Mehr Alkohol tötet die Hefe

Prüfe das Produkt mit einer Eigenschaft des Ausgangsstoffs, zum Beispiel mit dem Magneten.

ÜbenJetzt du

  1. ○15
    Aus 180 g Traubenzucker entstehen bei der Gärung 92 g Ethanol, der Rest ist Kohlenstoffdioxid. Bestimme: Wie viel Kohlenstoffdioxid entsteht aus 900 g Traubenzucker?
    So fängst du an:
    Kohlenstoffdioxid aus 180 g: 180 g − 92 g = 88 g
    Lösung zeigen
    1. Kohlenstoffdioxid aus 180 g: 180 g − 92 g = 88 g
    2. Aus 900 g: 88 g · 5 = 440 g
    Ergebnis:
    440 g
  2. ●16
    Aus 180 g Traubenzucker entstehen bei der Gärung 92 g Ethanol, der Rest ist Kohlenstoffdioxid. Bestimme: Wie viel Kohlenstoffdioxid entsteht aus 540 g Traubenzucker?
    Lösung zeigen
    1. Kohlenstoffdioxid aus 180 g: 180 g − 92 g = 88 g
    2. Aus 540 g: 88 g · 3 = 264 g
    Ergebnis:
    264 g
  3. ★17
    Warum steigt der Alkoholgehalt durch Gärung nicht über etwa 15 %?
    Lösung zeigen
    1. Ethanol ist für Zellen giftig.
    2. Ab etwa 15 % stirbt die Hefe.
    3. Höhere Gehalte nur durch Destillieren.
    Ergebnis:
    Mehr Alkohol tötet die Hefe

7Ich rechne mit Volumenprozent und Masse.

MerkenVolumenprozent

5 % vol heißt: 5 mL reines Ethanol in 100 mL Getränk.

Masse: Volumen mal Dichte, für Ethanol 0,79 g/mL.

BeispielAlkoholgehalt umrechnen

Ein Getränk von 200 mL enthält 5 Volumenprozent Ethanol. Wie viel Gramm Ethanol sind das? (Dichte von Ethanol: 0,8 g/mL)
Schritt für Schritt
  1. 5 % von 200 mL: 200 mL · 0,05 = 10 mL
  2. Masse über die Dichte: m = ρ · V
  3. m = 0,8 g/mL · 10 mL = 8 g
  1. 5 % von 200 mL: 200 mL · 0,05 = 10 mL
  2. Masse über die Dichte: m = ρ · V
  3. m = 0,8 g/mL · 10 mL = 8 g
Ergebnis:
8 g Ethanol

AchtungDichte falsch herum

So nicht
m = 27 g, V = 10 cm³ → ρ = 10 : 27 = 0,37 g/cm³
So richtig
ρ = m : V = 27 g : 10 cm³ = 2,7 g/cm³  (Aluminium)

ρ = m : V. Wer V : m rechnet, bekommt Werte unter 1 und wundert sich nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○18
    Ein Getränk von 500 mL enthält 5 Volumenprozent Ethanol. Wie viel Gramm Ethanol sind das? (Dichte von Ethanol: 0,8 g/mL)
    So fängst du an:
    5 % von 500 mL: 500 mL · 0,05 = 25 mL
    Lösung zeigen
    1. 5 % von 500 mL: 500 mL · 0,05 = 25 mL
    2. Masse über die Dichte: m = ρ · V
    3. m = 0,8 g/mL · 25 mL = 20 g
    Ergebnis:
    20 g Ethanol
  2. ●19
    Ein Getränk von 200 mL enthält 11 Volumenprozent Ethanol. Wie viel Gramm Ethanol sind das? (Dichte von Ethanol: 0,8 g/mL)
    Lösung zeigen
    1. 11 % von 200 mL: 200 mL · 0,11 = 22 mL
    2. Masse über die Dichte: m = ρ · V
    3. m = 0,8 g/mL · 22 mL = 17,6 g
    Ergebnis:
    17,6 g Ethanol
  3. ★20
    Ein Getränk von 330 mL enthält 12 Volumenprozent Ethanol. Wie viel Gramm Ethanol sind das? (Dichte von Ethanol: 0,8 g/mL)
    Lösung zeigen
    1. 12 % von 330 mL: 330 mL · 0,12 = 39,6 mL
    2. Masse über die Dichte: m = ρ · V
    3. m = 0,8 g/mL · 39,6 mL = 31,68 g
    Ergebnis:
    31,68 g Ethanol

8Ich beurteile die Wirkung von Ethanol und Methanol auf den Körper.

MerkenMethanol

Methanol sieht aus wie Ethanol und riecht ähnlich, ist aber giftig: Im Körper entsteht daraus Methanal, das den Sehnerv schädigt.

BeispielEthanol und Methanol im Körper

Ein Getränk: 330 mL mit 8 % Alkohol. Ethanol hat etwa 0,8 g je mL. Bestimme: Wie viel Gramm Ethanol enthält es?
Schritt für Schritt
  1. Ethanol: 330 mL · 8 : 100 = 26,4 mL
  2. Masse: 26,4 · 0,8 g = 21,12 g
  1. Ethanol: 330 mL · 8 : 100 = 26,4 mL
  2. Masse: 26,4 · 0,8 g = 21,12 g
Ergebnis:
21,12 g

AchtungAlkohol wärmt den Körper

So nicht
Ein Schnaps wärmt im Winter.
So richtig
Alkohol weitet die Blutgefäße der Haut. Man fühlt Wärme, verliert aber mehr Körperwärme.

Frag dich: Wohin geht die Wärme, wenn das Blut an der Haut fließt?

ÜbenJetzt du

  1. ○21
    Warum ist Methanol so gefährlich?
    So fängst du an:
    Methanol wird in der Leber abgebaut.
    Lösung zeigen
    1. Methanol wird in der Leber abgebaut.
    2. Dabei entstehen giftige Stoffe.
    3. Sie schädigen den Sehnerv.
    Ergebnis:
    Schon kleine Mengen machen blind
  2. ●22
    Ein Getränk: 500 mL mit 5 % Alkohol. Ethanol hat etwa 0,8 g je mL. Bestimme: Wie viel Gramm Ethanol enthält es?
    Lösung zeigen
    1. Ethanol: 500 mL · 5 : 100 = 25 mL
    2. Masse: 25 · 0,8 g = 20 g
    Ergebnis:
    20 g
  3. ★23
    Warum ist Alkohol für Jugendliche besonders schädlich?
    Lösung zeigen
    1. Das Gehirn reift bis etwa 25.
    2. Ethanol stört diese Entwicklung.
    3. Deshalb das Jugendschutzgesetz.
    Ergebnis:
    Das Gehirn entwickelt sich noch

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●24
    Ethanol hat eine OH-Gruppe. Reagiert eine Ethanollösung alkalisch?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe ist am Kohlenstoff gebunden.
    2. Sie wird nicht als OH⁻ abgegeben.
    3. Ethanollösung ist neutral.
    Ergebnis:
    Nein, sie ist neutral
  2. ●25
    Warum löst sich Hexanol schlechter in Wasser als Ethanol?
    Lösung zeigen
    1. Beide haben eine OH-Gruppe.
    2. Hexanol hat eine lange Kohlenstoffkette.
    3. Je länger die Kette, desto unpolarer.
    Ergebnis:
    Der lange unpolare Rest überwiegt
  3. ●26
    Ethan siedet bei −89 °C, Ethanol bei 78 °C. Beide haben 2 C-Atome. Erkläre den großen Unterschied.
    Lösung zeigen
    1. Der einzige Unterschied ist die OH-Gruppe.
    2. Die OH-Gruppe bildet Wasserstoffbrücken zwischen den Molekülen.
    3. Diese Brücken müssen erst aufgebrochen werden: 167 °C Unterschied.
    Ergebnis:
    Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  4. ●27
    Butandiol hat die Formel C₄H₈(OH)₂. Wie nennt man diesen Alkohol nach der Zahl seiner OH-Gruppen?
    Lösung zeigen
    1. Zähle die Gruppen OH.
    2. Eine Gruppe: einwertig. Zwei: zweiwertig. Drei: dreiwertig.
    3. Butandiol ist zweiwertig.
    Ergebnis:
    zweiwertig
  5. ●28
    Ein Getränk von 330 mL enthält 11 Volumenprozent Ethanol. Wie viel Gramm Ethanol sind das? (Dichte von Ethanol: 0,8 g/mL)
    Lösung zeigen
    1. 11 % von 330 mL: 330 mL · 0,11 = 36,3 mL
    2. Masse über die Dichte: m = ρ · V
    3. m = 0,8 g/mL · 36,3 mL = 29,04 g
    Ergebnis:
    29,04 g Ethanol
  6. ●29
    Ein Getränk: 330 mL mit 5 % Alkohol. Ethanol hat etwa 0,8 g je mL. Bestimme: Wie viel Gramm Ethanol enthält es?
    Lösung zeigen
    1. Ethanol: 330 mL · 5 : 100 = 16,5 mL
    2. Masse: 16,5 · 0,8 g = 13,2 g
    Ergebnis:
    13,2 g

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Funktionelle Gruppe
Die Hydroxylgruppe –OH macht aus einem Alkan ein Alkanol.
Benennung
Stamm wie beim Alkan, Endung -ol: Methanol, Ethanol, Propanol, Butanol.
Löslichkeit
Kurze Alkohole mischen sich mit Wasser, lange nicht.
Wasserstoffbrücken
Die OH-Gruppe zieht Nachbarmoleküle an.
Mehrwertige Alkohole
Mehr OH-Gruppen bedeuten mehr Brücken: Glycerin mit drei OH-Gruppen ist zäh, siedet hoch und zieht Wasser an.
Gärung
Hefe wandelt Zucker in Ethanol und Kohlenstoffdioxid um: C₆H₁₂O₆ → 2 C₂H₅OH + 2 CO₂.
Volumenprozent
5 % vol heißt: 5 mL reines Ethanol in 100 mL Getränk.
Methanol
Methanol sieht aus wie Ethanol und riecht ähnlich, ist aber giftig: Im Körper entsteht daraus Methanal, das den Sehnerv schädigt.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne die Hydroxylgruppe als funktionelle Gruppe.

    30
    Wie heißt der Alkohol C₄H₉OH?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Butanol
  2. Ich benenne Alkanole und gebe ihre Formeln an.

    31
    Ein Alkanol hat 4 Kohlenstoffatome. Gib Name und Formel an und markiere die funktionelle Gruppe.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Butanol, C4H9OH
  3. Ich erkläre die Löslichkeit von Alkoholen in Wasser.

    32
    Entscheide: Welcher Alkohol löst sich besser in Wasser, Ethanol oder Hexanol?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ethanol, die Kette ist kürzer
  4. Ich erkläre die hohe Siedetemperatur mit Wasserstoffbrücken.

    33
    Pentan siedet bei 36 °C, Pentanol bei 138 °C. Beide haben 5 C-Atome. Erkläre den großen Unterschied.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  5. Ich unterscheide ein-, zwei- und dreiwertige Alkohole.

    34
    Glycerin (Propantriol) hat 3 OH-Gruppen. Was folgt daraus für die Eigenschaften und die Verwendung?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    sehr zähflüssig, zieht Wasser an – Hautcreme, Zahnpasta
  6. Ich beschreibe die alkoholische Gärung.

    35
    Aus 180 g Traubenzucker entstehen bei der Gärung 92 g Ethanol, der Rest ist Kohlenstoffdioxid. Bestimme: Wie viel Kohlenstoffdioxid entsteht aus 360 g Traubenzucker?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    176 g
  7. Ich rechne mit Volumenprozent und Masse.

    36
    Ein Getränk von 250 mL enthält 11 Volumenprozent Ethanol. Wie viel Gramm Ethanol sind das? (Dichte von Ethanol: 0,8 g/mL)
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    22 g Ethanol
  8. Ich beurteile die Wirkung von Ethanol und Methanol auf den Körper.

    37
    Ein Getränk: 700 mL mit 40 % Alkohol. Ethanol hat etwa 0,8 g je mL. Bestimme: Wie viel Gramm Ethanol enthält es?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    224 g

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Ähnlich
gleiche Form, andere Größe
Funktion
eine Regel, die aus einer Zahl eine andere macht
Produkt
was herauskommt, wenn man malnimmt
Volumen
wie viel hineinpasst

Lösungen

  1. Neutral
  2. Die Gruppe ist gebunden, das Ion ist frei
  3. An einer OH-Gruppe am C-Atom
  4. Methanol, CH3OH
  5. Butanol, C4H9OH
  6. Ethanol, C2H5OH
  7. Butanol, die Kette ist kürzer
  8. Hexanol, die Kette ist kürzer
  9. Es hat einen polaren und einen unpolaren Teil
  10. Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  11. Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  12. Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  13. leicht flüchtig, brennbar – Desinfektion, Getränke
  14. hoher Siedepunkt, mit Wasser mischbar – Frostschutzmittel
  15. 440 g
  16. 264 g
  17. Mehr Alkohol tötet die Hefe
  18. 20 g Ethanol
  19. 17,6 g Ethanol
  20. 31,68 g Ethanol
  21. Schon kleine Mengen machen blind
  22. 20 g
  23. Das Gehirn entwickelt sich noch
  24. Nein, sie ist neutral
  25. Der lange unpolare Rest überwiegt
  26. Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  27. zweiwertig
  28. 29,04 g Ethanol
  29. 13,2 g
  30. Butanol
  31. Butanol, C4H9OH
  32. Ethanol, die Kette ist kürzer
  33. Wasserstoffbrücken an der OH-Gruppe
  34. sehr zähflüssig, zieht Wasser an – Hautcreme, Zahnpasta
  35. 176 g
  36. 22 g Ethanol
  37. 224 g