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Chemie · Klasse 10 · Kapitel

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Organische Säuren – Salatsauce und Entkalker

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
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○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich erkenne die Carboxylgruppe.

MerkenCarboxylgruppe

–COOH ist das Kennzeichen der organischen Säuren. Von hier wird das H⁺ abgegeben.

BeispielCarbonsäure erkennen

Woran erkennt man Milchsäure (C3H6O3) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
Schritt für Schritt
  1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
  2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
  3. Vorkommen: Joghurt, Muskeln
  1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
  2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
  3. Vorkommen: Joghurt, Muskeln
Ergebnis:
an der Carboxylgruppe –COOH

AchtungCarboxylgruppe mit Hydroxylgruppe verwechselt

So nicht
Ethanol C₂H₅OH reagiert sauer, weil es ein OH enthält
So richtig
sauer = Carboxylgruppe –COOH
CH₃COOH → H⁺ + CH₃COO⁻ (sauer), C₂H₅OH gibt kein H⁺ ab

–OH ist ein Alkohol, –COOH eine Säure. Der Unterschied ist ein Kohlenstoff mit Doppelbindung zum Sauerstoff.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Woran erkennt man Oxalsäure (C2H2O4) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    So fängst du an:
    Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Rhabarber, Sauerklee
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  2. ●2
    Woran erkennt man Essigsäure (CH3COOH) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Essig, Konservierung
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  3. ★3
    Woran erkennt man Citronensäure (C6H8O7) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Zitrone, Entkalker
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH

2Ich benenne die ersten Carbonsäuren.

MerkenBenennung

Stamm wie beim Alkan, Endung -säure: Methansäure, Ethansäure, Propansäure.

Die alten Namen bleiben in Gebrauch: Ameisensäure, Essigsäure.

BeispielCarbonsäuren benennen

Unter welchem Namen kennt man Hexansäure im Alltag?
Schritt für Schritt
  1. Hexansäure hat 6 Kohlenstoffatome.
  2. Alltagsnamen: Ameisen-, Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Capronsäure.
  3. Also Capronsäure.
  1. Hexansäure hat 6 Kohlenstoffatome.
  2. Alltagsnamen: Ameisen-, Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Capronsäure.
  3. Also Capronsäure.
Ergebnis:
Capronsäure

AchtungH⁺-Ionen schon im reinen Säurestoff

So nicht
Unter welchem Namen kennt man Hexansäure im Alltag → Essigsäure
So richtig
Unter welchem Namen kennt man Hexansäure im Alltag → Capronsäure

Prüfe, ob trockenes Chlorwasserstoffgas Indikatorpapier färbt. Was fehlt?

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Unter welchem Namen kennt man Pentansäure im Alltag?
    So fängst du an:
    Pentansäure hat 5 Kohlenstoffatome.
    Lösung zeigen
    1. Pentansäure hat 5 Kohlenstoffatome.
    2. Alltagsnamen: Ameisen-, Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Capronsäure.
    3. Also Valeriansäure.
    Ergebnis:
    Valeriansäure
  2. ●5
    Wie heißt die Carbonsäure CH₃COOH nach den Regeln?
    Lösung zeigen
    1. Kohlenstoffatome zählen, das der COOH-Gruppe mit.
    2. 2 Kohlenstoffatome: Ethan.
    3. Ethansäure.
    Ergebnis:
    Ethansäure
  3. ★6
    Was entsteht, wenn Ethanol lange an der Luft steht?
    Lösung zeigen
    1. Essigsäurebakterien oxidieren Ethanol.
    2. Aus –CH₂OH wird –COOH.
    3. Wein wird zu Essig.
    Ergebnis:
    Essigsäure durch Oxidation

3Ich erkläre, warum Carbonsäuren sauer reagieren.

MerkenWarum sauer

Der Sauerstoff zieht die Elektronen vom Wasserstoff weg.

Das H löst sich als H⁺ – die Lösung reagiert sauer.

BeispielWarum Carbonsäuren sauer sind

Welches Ion entsteht aus Essigsäure in Wasser neben H₃O⁺?
Schritt für Schritt
  1. Essigsäure gibt H⁺ ab.
  2. Übrig bleibt CH₃COO⁻.
  3. Es heißt Acetat.
  1. Essigsäure gibt H⁺ ab.
  2. Übrig bleibt CH₃COO⁻.
  3. Es heißt Acetat.
Ergebnis:
Das Acetat-Ion CH₃COO⁻

AchtungOH-Gruppe als Hydroxid-Ion gedeutet

So nicht
Welches Ion entsteht aus Essigsäure in Wasser neben H₃O⁺ → Das Hydroxid-Ion OH⁻ aus Wasser
So richtig
Welches Ion entsteht aus Essigsäure in Wasser neben H₃O⁺ → Das Acetat-Ion CH₃COO⁻

Prüfe eine Ethanollösung mit Indikator. Welche Farbe zeigt er?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Wie viele H⁺ gibt ein Essigsäuremolekül CH₃COOH ab?
    So fängst du an:
    Sauer wirkt nur das H am Sauerstoff der COOH-Gruppe.
    Lösung zeigen
    1. Sauer wirkt nur das H am Sauerstoff der COOH-Gruppe.
    2. Die H am Kohlenstoff bleiben.
    3. Also eins.
    Ergebnis:
    Eins, das H der Carboxylgruppe
  2. ●8
    Hexansäure hat 12 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele H⁺-Ionen geben 3 Moleküle höchstens ab?
    Lösung zeigen
    1. Je Molekül gibt nur die COOH-Gruppe ein H⁺ ab.
    2. 3 · 1 = 3
    Ergebnis:
    3 H⁺-Ionen
  3. ★9
    Woran sieht man, dass Zitronensäure mehrere H⁺ abgeben kann?
    Lösung zeigen
    1. Jede Carboxylgruppe kann ein H⁺ abgeben.
    2. Zitronensäure hat drei davon.
    3. Bis zu drei H⁺.
    Ergebnis:
    Sie hat drei COOH-Gruppen

4Ich vergleiche organische mit anorganischen Säuren.

MerkenSchwach und stark

Essigsäure gibt nur wenige ihrer H⁺ ab, Salzsäure fast alle.

Deshalb ist Essig genießbar und Salzsäure nicht – bei gleicher Konzentration.

BeispielStarke und schwache Säuren

Kohlensäure und Salzsäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
Schritt für Schritt
  1. Gleiche Konzentration.
  2. Salzsäure ist stark, Kohlensäure schwach.
  3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
  1. Gleiche Konzentration.
  2. Salzsäure ist stark, Kohlensäure schwach.
  3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
Ergebnis:
Salzsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab

AchtungStark mit konzentriert verwechselt

So nicht
Essigessenz ist eine starke Säure, weil sie konzentriert ist.
So richtig
Essigsäure ist schwach: Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab. Konzentriert heißt nur: viel davon gelöst.

Nimm zwei Lösungen gleicher Konzentration: Welche hat den kleineren pH-Wert?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Ist Essigessenz mit 25 % eine starke Säure?
    So fängst du an:
    25 % heißt: viel gelöst – konzentriert.
    Lösung zeigen
    1. 25 % heißt: viel gelöst – konzentriert.
    2. Essigsäure gibt nur wenig H⁺ ab – schwach.
    3. Trotzdem reizend: Schutzbrille.
    Ergebnis:
    Nein, konzentriert, aber schwach
  2. ●11
    Was heißt „schwache Säure“?
    Lösung zeigen
    1. Stärke: wie viele Moleküle H⁺ abgeben.
    2. Konzentration: wie viel gelöst ist.
    3. Schwach heißt wenige geben ab.
    Ergebnis:
    Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab
  3. ★12
    Kohlensäure und Salpetersäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
    Lösung zeigen
    1. Gleiche Konzentration.
    2. Salpetersäure ist stark, Kohlensäure schwach.
    3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
    Ergebnis:
    Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab

5Ich beschreibe die Wirkung auf Kalk und Metalle.

MerkenSäure und Kalk

Jede Säure löst Kalk: CaCO₃ + 2 H⁺ → Ca²⁺ + H₂O + CO₂.

Deshalb entkalkt Essig – und deshalb zerfressen saure Abgase Denkmäler.

BeispielSäure greift an

Verdünnte Essigsäure wird auf Kalk (CaCO3) gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
Schritt für Schritt
  1. Beobachtung: es schäumt und sprudelt
  2. Deutung: CO2 entweicht
  3. Anwendung: Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine
  1. Beobachtung: es schäumt und sprudelt
  2. Deutung: CO2 entweicht
  3. Anwendung: Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine
Ergebnis:
es schäumt und sprudelt – CO2 entweicht

AchtungAlle Wasserstoffatome der Carbonsäure gelten als sauer

So nicht
Essigsäure CH₃COOH gibt vier H⁺ ab.
So richtig
Essigsäure gibt nur das H der Carboxylgruppe ab.

Zeichne die Strukturformel und kreise das H ein, das am Sauerstoff hängt.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Verdünnte Essigsäure wird auf Zink gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    So fängst du an:
    Beobachtung: es steigen Bläschen auf
    Lösung zeigen
    1. Beobachtung: es steigen Bläschen auf
    2. Deutung: Wasserstoff entsteht
    3. Anwendung: Knallgasprobe zum Nachweis
    Ergebnis:
    es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  2. ●14
    Verdünnte Essigsäure wird auf Marmor gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    Lösung zeigen
    1. Beobachtung: die Oberfläche wird matt und rau
    2. Deutung: das Carbonat wird gelöst
    3. Anwendung: erklärt Schäden an Denkmälern durch sauren Regen
    Ergebnis:
    die Oberfläche wird matt und rau – das Carbonat wird gelöst

6Ich rechne mit Konzentrationen beim Verdünnen.

MerkenVerdünnen

Beim Verdünnen bleibt die Menge der Säure gleich, nur das Volumen wächst.

Menge · Anteil vorher = Menge · Anteil nachher.

BeispielEssig verdünnen

Aus Essigessenz mit 25 % soll 400 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
Schritt für Schritt
  1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,05 = 20 mL
  2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 20 → x = 80 mL
  3. Wasser: 400 − 80 = 320 mL
  1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,05 = 20 mL
  2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 20 → x = 80 mL
  3. Wasser: 400 − 80 = 320 mL
Ergebnis:
80 mL Essenz + 320 mL Wasser

AchtungProzent auf den falschen Grundwert

So nicht
78 % Stickstoff in 5 L Luft, Rest 21 % davon:
(5 − 3,9) · 0,21 = 0,23 L Sauerstoff
So richtig
21 % der GANZEN Luft: 5 L · 0,21 = 1,05 L Sauerstoff

Die 21 % beziehen sich auf die ganze Luftmenge, nicht auf den Rest nach Abzug des Stickstoffs.

ÜbenJetzt du

  1. ○15
    Aus Essigessenz mit 20 % soll 200 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    So fängst du an:
    Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,04 = 8 mL
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,04 = 8 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,20 = 8 → x = 40 mL
    3. Wasser: 200 − 40 = 160 mL
    Ergebnis:
    40 mL Essenz + 160 mL Wasser
  2. ●16
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 200 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,05 = 10 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 10 → x = 40 mL
    3. Wasser: 200 − 40 = 160 mL
    Ergebnis:
    40 mL Essenz + 160 mL Wasser
  3. ★17
    Aus Essigessenz mit 10 % soll 400 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,04 = 16 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,10 = 16 → x = 160 mL
    3. Wasser: 400 − 160 = 240 mL
    Ergebnis:
    160 mL Essenz + 240 mL Wasser

7Ich beurteile Entkalker und Reiniger im Haushalt.

MerkenEntkalker beurteilen

Zuerst Kriterien: Wirkung auf Kalk, Schonung des Geräts, Gefahr für Haut und Augen, Umwelt.

Zitronensäure ist schwach und lebensmitteltauglich, Salzsäure stark und greift Metall an.

BeispielEntkalker und Reiniger beurteilen

Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 4 Wasserkocher mit je 0,5 L?
Schritt für Schritt
  1. Wasser: 4 · 0,5 L = 2 L
  2. Pulver: 2 · 30 g = 60 g
  1. Wasser: 4 · 0,5 L = 2 L
  2. Pulver: 2 · 30 g = 60 g
Ergebnis:
60 g

AchtungNatürlich heißt unbedenklich

So nicht
Natürliches Aroma ist immer gesünder als künstliches.
So richtig
Ein Molekül wirkt gleich, egal woher es stammt. Entscheidend sind Stoff und Menge.

Nenn einen giftigen Naturstoff. Was folgt daraus für das Urteil?

ÜbenJetzt du

  1. ○18
    Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 5 Wasserkocher mit je 0,5 L?
    So fängst du an:
    Wasser: 5 · 0,5 L = 2,5 L
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 5 · 0,5 L = 2,5 L
    2. Pulver: 2,5 · 30 g = 75 g
    Ergebnis:
    75 g
  2. ●19
    Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 5 Wasserkocher mit je 1,5 L?
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 5 · 1,5 L = 7,5 L
    2. Pulver: 7,5 · 30 g = 225 g
    Ergebnis:
    225 g
  3. ★20
    Entkalker auf Essigbasis gilt als „natürlich“. Ist er deshalb ungefährlich?
    Lösung zeigen
    1. Essigsäure ist eine Säure.
    2. Konzentriert ist sie reizend.
    3. Herkunft sagt nichts über Gefahr.
    Ergebnis:
    Nein, Essigessenz reizt Haut und Augen

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●21
    Entscheide: Wie reagiert eine Lösung von Pentanol (C₅H₁₁OH) in Wasser?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe bleibt am Molekül.
    2. Es entstehen weder OH⁻ noch H⁺.
    3. Also neutral.
    Ergebnis:
    Neutral
  2. ●22
    Wie heißt die Carbonsäure HCOOH nach den Regeln?
    Lösung zeigen
    1. Kohlenstoffatome zählen, das der COOH-Gruppe mit.
    2. 1 Kohlenstoffatome: Methan.
    3. Methansäure.
    Ergebnis:
    Methansäure
  3. ●23
    Butansäure hat 8 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele H⁺-Ionen geben 20 Moleküle höchstens ab?
    Lösung zeigen
    1. Je Molekül gibt nur die COOH-Gruppe ein H⁺ ab.
    2. 20 · 1 = 20
    Ergebnis:
    20 H⁺-Ionen
  4. ●24
    Kohlensäure (H2CO3) wird in Wasser gelöst. Welche Ionen entstehen? Wofür braucht man sie im Alltag?
    Lösung zeigen
    1. Eine Säure gibt in Wasser H+-Ionen ab.
    2. Genauer: an das Wasser – es entsteht H3O+.
    3. Übrig bleibt der Säurerest: CO32−
    4. Alltag: Sprudelwasser
    Ergebnis:
    H+ (oder H3O+) und CO32−
  5. ●25
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 100 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 100 mL · 0,04 = 4 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 4 → x = 16 mL
    3. Wasser: 100 − 16 = 84 mL
    Ergebnis:
    16 mL Essenz + 84 mL Wasser
  6. ●26
    Eine Essiglösung wird immer weiter mit Wasser verdünnt. Was geschieht mit ihrem pH-Wert?
    Lösung zeigen
    1. Weniger Säureteilchen je Liter.
    2. Der pH-Wert steigt in Richtung 7.
    3. Reines Wasser ist die Grenze.
    Ergebnis:
    Er steigt, bleibt aber unter 7

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Carboxylgruppe
–COOH ist das Kennzeichen der organischen Säuren. Von hier wird das H⁺ abgegeben.
Benennung
Stamm wie beim Alkan, Endung -säure: Methansäure, Ethansäure, Propansäure.
Warum sauer
Der Sauerstoff zieht die Elektronen vom Wasserstoff weg.
Schwach und stark
Essigsäure gibt nur wenige ihrer H⁺ ab, Salzsäure fast alle.
Säure und Kalk
Jede Säure löst Kalk: CaCO₃ + 2 H⁺ → Ca²⁺ + H₂O + CO₂.
Verdünnen
Beim Verdünnen bleibt die Menge der Säure gleich, nur das Volumen wächst.
Entkalker beurteilen
Zuerst Kriterien: Wirkung auf Kalk, Schonung des Geräts, Gefahr für Haut und Augen, Umwelt.

AchtungSäure und Lauge am Namen unterschieden

So nicht
NaOH heißt Natriumhydroxid, klingt nach Säure → sauer
So richtig
NaOH gibt in Wasser OH⁻ ab → alkalisch, pH über 7
(entscheidend ist das abgegebene Ion, nicht der Name)

Nicht der Name entscheidet, sondern was abgegeben wird: H⁺ (Säure) oder OH⁻ (Lauge).

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne die Carboxylgruppe.

    27
    Woran erkennt man Essigsäure (CH3COOH) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  2. Ich benenne die ersten Carbonsäuren.

    28
    Wie heißt die Carbonsäure CH₃COOH nach den Regeln?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ethansäure
  3. Ich erkläre, warum Carbonsäuren sauer reagieren.

    29
    Butansäure hat 8 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele davon gibt ein Molekül in Wasser als H⁺ ab?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    1 H⁺
  4. Ich vergleiche organische mit anorganischen Säuren.

    30
    Was heißt „schwache Säure“?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab
  5. Ich beschreibe die Wirkung auf Kalk und Metalle.

    31
    Verdünnte Essigsäure wird auf Zink gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  6. Ich rechne mit Konzentrationen beim Verdünnen.

    32
    Aus Essigessenz mit 10 % soll 400 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    200 mL Essenz + 200 mL Wasser
  7. Ich beurteile Entkalker und Reiniger im Haushalt.

    33
    Warum schäumt Entkalker auf Kalk?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Es entsteht Kohlenstoffdioxid

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Anteil
wie viel von einem Ganzen
Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Volumen
wie viel hineinpasst

Lösungen

  1. an der Carboxylgruppe –COOH
  2. an der Carboxylgruppe –COOH
  3. an der Carboxylgruppe –COOH
  4. Valeriansäure
  5. Ethansäure
  6. Essigsäure durch Oxidation
  7. Eins, das H der Carboxylgruppe
  8. 3 H⁺-Ionen
  9. Sie hat drei COOH-Gruppen
  10. Nein, konzentriert, aber schwach
  11. Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab
  12. Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  13. es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  14. die Oberfläche wird matt und rau – das Carbonat wird gelöst
  15. 40 mL Essenz + 160 mL Wasser
  16. 40 mL Essenz + 160 mL Wasser
  17. 160 mL Essenz + 240 mL Wasser
  18. 75 g
  19. 225 g
  20. Nein, Essigessenz reizt Haut und Augen
  21. Neutral
  22. Methansäure
  23. 20 H⁺-Ionen
  24. H+ (oder H3O+) und CO32−
  25. 16 mL Essenz + 84 mL Wasser
  26. Er steigt, bleibt aber unter 7
  27. an der Carboxylgruppe –COOH
  28. Ethansäure
  29. 1 H⁺
  30. Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab
  31. es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  32. 200 mL Essenz + 200 mL Wasser
  33. Es entsteht Kohlenstoffdioxid