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Chemie · Klasse 10 · Kapitel

Organische Säuren – Salatsauce und Entkalker

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich erkenne die Carboxylgruppe.

MerkenCarboxylgruppe

–COOH ist das Kennzeichen der organischen Säuren. Von hier wird das H⁺ abgegeben.

BeispielCarbonsäure erkennen

Woran erkennt man Milchsäure (C3H6O3) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
Schritt für Schritt
  1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
  2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
  3. Vorkommen: Joghurt, Muskeln
  1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
  2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
  3. Vorkommen: Joghurt, Muskeln
Ergebnis:
an der Carboxylgruppe –COOH

AchtungCarboxylgruppe mit Hydroxylgruppe verwechselt

So nicht
Ethanol C₂H₅OH reagiert sauer, weil es ein OH enthält
So richtig
sauer = Carboxylgruppe –COOH
CH₃COOH → H⁺ + CH₃COO⁻ (sauer), C₂H₅OH gibt kein H⁺ ab

–OH ist ein Alkohol, –COOH eine Säure. Der Unterschied ist ein Kohlenstoff mit Doppelbindung zum Sauerstoff.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Woran erkennt man Citronensäure (C6H8O7) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    So fängst du an:
    Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Zitrone, Entkalker
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  2. ●2
    Woran erkennt man Essigsäure (CH3COOH) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Essig, Konservierung
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  3. ★3
    Woran erkennt man Oxalsäure (C2H2O4) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Rhabarber, Sauerklee
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH

2Ich benenne die ersten Carbonsäuren.

MerkenBenennung

Stamm wie beim Alkan, Endung -säure: Methansäure, Ethansäure, Propansäure.

Die alten Namen bleiben in Gebrauch: Ameisensäure, Essigsäure.

BeispielCarbonsäuren benennen

Welche Formel hat Essigsäure?
Schritt für Schritt
  1. Zwei C-Atome.
  2. Eines trägt die Carboxylgruppe –COOH.
  3. CH₃COOH.
  1. Zwei C-Atome.
  2. Eines trägt die Carboxylgruppe –COOH.
  3. CH₃COOH.
Ergebnis:
CH₃COOH

AchtungOH-Gruppe als Hydroxid-Ion gedeutet

So nicht
Welche Formel hat Essigsäure → CH₃CH₂OH
So richtig
Welche Formel hat Essigsäure → CH₃COOH

Prüfe eine Ethanollösung mit Indikator. Welche Farbe zeigt er?

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Unter welchem Namen kennt man Butansäure im Alltag?
    So fängst du an:
    Butansäure hat 4 Kohlenstoffatome.
    Lösung zeigen
    1. Butansäure hat 4 Kohlenstoffatome.
    2. Alltagsnamen: Ameisen-, Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Capronsäure.
    3. Also Buttersäure.
    Ergebnis:
    Buttersäure
  2. ●5
    Unter welchem Namen kennt man Methansäure im Alltag?
    Lösung zeigen
    1. Methansäure hat 1 Kohlenstoffatome.
    2. Alltagsnamen: Ameisen-, Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Capronsäure.
    3. Also Ameisensäure.
    Ergebnis:
    Ameisensäure
  3. ★6
    Wie heißt die Carbonsäure CH₃COOH nach den Regeln?
    Lösung zeigen
    1. Kohlenstoffatome zählen, das der COOH-Gruppe mit.
    2. 2 Kohlenstoffatome: Ethan.
    3. Ethansäure.
    Ergebnis:
    Ethansäure

3Ich erkläre, warum Carbonsäuren sauer reagieren.

MerkenWarum sauer

Der Sauerstoff zieht die Elektronen vom Wasserstoff weg.

Das H löst sich als H⁺ – die Lösung reagiert sauer.

BeispielWarum Carbonsäuren sauer sind

Welches Ion entsteht aus Essigsäure in Wasser neben H₃O⁺?
Schritt für Schritt
  1. Essigsäure gibt H⁺ ab.
  2. Übrig bleibt CH₃COO⁻.
  3. Es heißt Acetat.
  1. Essigsäure gibt H⁺ ab.
  2. Übrig bleibt CH₃COO⁻.
  3. Es heißt Acetat.
Ergebnis:
Das Acetat-Ion CH₃COO⁻

AchtungLadung in die falsche Richtung

So nicht
Welches Ion entsteht aus Essigsäure in Wasser neben H₃O⁺ → Das Ion CH₃⁺
So richtig
Welches Ion entsteht aus Essigsäure in Wasser neben H₃O⁺ → Das Acetat-Ion CH₃COO⁻

Zähl die Außenelektronen. Ist der Weg zur Acht durch Abgeben oder durch Aufnehmen kürzer?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Ethansäure hat 4 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele davon gibt ein Molekül in Wasser als H⁺ ab?
    So fängst du an:
    Sauer macht die COOH-Gruppe.
    Lösung zeigen
    1. Sauer macht die COOH-Gruppe.
    2. Sie gibt ihr eines H als H⁺ ab.
    3. Also 1 H⁺.
    Ergebnis:
    1 H⁺
  2. ●8
    Pentansäure hat 10 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele davon gibt ein Molekül in Wasser als H⁺ ab?
    Lösung zeigen
    1. Sauer macht die COOH-Gruppe.
    2. Sie gibt ihr eines H als H⁺ ab.
    3. Also 1 H⁺.
    Ergebnis:
    1 H⁺
  3. ★9
    Woran sieht man, dass Zitronensäure mehrere H⁺ abgeben kann?
    Lösung zeigen
    1. Jede Carboxylgruppe kann ein H⁺ abgeben.
    2. Zitronensäure hat drei davon.
    3. Bis zu drei H⁺.
    Ergebnis:
    Sie hat drei COOH-Gruppen

4Ich vergleiche organische mit anorganischen Säuren.

MerkenSchwach und stark

Essigsäure gibt nur wenige ihrer H⁺ ab, Salzsäure fast alle.

Deshalb ist Essig genießbar und Salzsäure nicht – bei gleicher Konzentration.

BeispielStarke und schwache Säuren

Was heißt „schwache Säure“?
Schritt für Schritt
  1. Stärke: wie viele Moleküle H⁺ abgeben.
  2. Konzentration: wie viel gelöst ist.
  3. Schwach heißt wenige geben ab.
  1. Stärke: wie viele Moleküle H⁺ abgeben.
  2. Konzentration: wie viel gelöst ist.
  3. Schwach heißt wenige geben ab.
Ergebnis:
Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab

AchtungAlle Wasserstoffatome der Carbonsäure gelten als sauer

So nicht
Welche Säure ist eine organische Säure → Salzsäure
So richtig
Welche Säure ist eine organische Säure → Zitronensäure

Zeichne die Strukturformel und kreise das H ein, das am Sauerstoff hängt.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Schwefelsäure und Ameisensäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
    So fängst du an:
    Gleiche Konzentration.
    Lösung zeigen
    1. Gleiche Konzentration.
    2. Schwefelsäure ist stark, Ameisensäure schwach.
    3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
    Ergebnis:
    Schwefelsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  2. ●11
    Salzsäure und Zitronensäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
    Lösung zeigen
    1. Gleiche Konzentration.
    2. Salzsäure ist stark, Zitronensäure schwach.
    3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
    Ergebnis:
    Salzsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  3. ★12
    Welche Säure ist eine organische Säure?
    Lösung zeigen
    1. Organische Säuren haben ein Kohlenstoffgerüst.
    2. Zitronensäure trägt COOH-Gruppen.
    3. Salzsäure und Schwefelsäure sind anorganisch.
    Ergebnis:
    Zitronensäure

5Ich beschreibe die Wirkung auf Kalk und Metalle.

MerkenSäure und Kalk

Jede Säure löst Kalk: CaCO₃ + 2 H⁺ → Ca²⁺ + H₂O + CO₂.

Deshalb entkalkt Essig – und deshalb zerfressen saure Abgase Denkmäler.

BeispielSäure greift an

Verdünnte Essigsäure wird auf Kalk (CaCO3) gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
Schritt für Schritt
  1. Beobachtung: es schäumt und sprudelt
  2. Deutung: CO2 entweicht
  3. Anwendung: Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine
  1. Beobachtung: es schäumt und sprudelt
  2. Deutung: CO2 entweicht
  3. Anwendung: Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine
Ergebnis:
es schäumt und sprudelt – CO2 entweicht

AchtungStark mit konzentriert verwechselt

So nicht
Essigessenz ist eine starke Säure, weil sie konzentriert ist.
So richtig
Essigsäure ist schwach: Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab. Konzentriert heißt nur: viel davon gelöst.

Nimm zwei Lösungen gleicher Konzentration: Welche hat den kleineren pH-Wert?

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Verdünnte Essigsäure wird auf Marmor gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    So fängst du an:
    Beobachtung: die Oberfläche wird matt und rau
    Lösung zeigen
    1. Beobachtung: die Oberfläche wird matt und rau
    2. Deutung: das Carbonat wird gelöst
    3. Anwendung: erklärt Schäden an Denkmälern durch sauren Regen
    Ergebnis:
    die Oberfläche wird matt und rau – das Carbonat wird gelöst
  2. ●14
    Verdünnte Essigsäure wird auf Zink gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    Lösung zeigen
    1. Beobachtung: es steigen Bläschen auf
    2. Deutung: Wasserstoff entsteht
    3. Anwendung: Knallgasprobe zum Nachweis
    Ergebnis:
    es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht

6Ich rechne mit Konzentrationen beim Verdünnen.

MerkenVerdünnen

Beim Verdünnen bleibt die Menge der Säure gleich, nur das Volumen wächst.

Menge · Anteil vorher = Menge · Anteil nachher.

BeispielEssig verdünnen

Aus Essigessenz mit 25 % soll 200 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
Schritt für Schritt
  1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,05 = 10 mL
  2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 10 → x = 40 mL
  3. Wasser: 200 − 40 = 160 mL
  1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,05 = 10 mL
  2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 10 → x = 40 mL
  3. Wasser: 200 − 40 = 160 mL
Ergebnis:
40 mL Essenz + 160 mL Wasser

AchtungProzent auf den falschen Grundwert

So nicht
78 % Stickstoff in 5 L Luft, Rest 21 % davon:
(5 − 3,9) · 0,21 = 0,23 L Sauerstoff
So richtig
21 % der GANZEN Luft: 5 L · 0,21 = 1,05 L Sauerstoff

Die 21 % beziehen sich auf die ganze Luftmenge, nicht auf den Rest nach Abzug des Stickstoffs.

ÜbenJetzt du

  1. ○15
    Aus Essigessenz mit 20 % soll 200 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    So fängst du an:
    Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,05 = 10 mL
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,05 = 10 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,20 = 10 → x = 50 mL
    3. Wasser: 200 − 50 = 150 mL
    Ergebnis:
    50 mL Essenz + 150 mL Wasser
  2. ●16
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 400 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,04 = 16 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 16 → x = 64 mL
    3. Wasser: 400 − 64 = 336 mL
    Ergebnis:
    64 mL Essenz + 336 mL Wasser
  3. ★17
    Aus Essigessenz mit 10 % soll 400 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,04 = 16 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,10 = 16 → x = 160 mL
    3. Wasser: 400 − 160 = 240 mL
    Ergebnis:
    160 mL Essenz + 240 mL Wasser

7Ich beurteile Entkalker und Reiniger im Haushalt.

MerkenEntkalker beurteilen

Zuerst Kriterien: Wirkung auf Kalk, Schonung des Geräts, Gefahr für Haut und Augen, Umwelt.

Zitronensäure ist schwach und lebensmitteltauglich, Salzsäure stark und greift Metall an.

BeispielEntkalker und Reiniger beurteilen

Was sollte man beim Vergleich zweier Entkalker zuerst festlegen?
Schritt für Schritt
  1. Urteilen braucht Kriterien.
  2. Wirkung, Sicherheit, Kosten, Umwelt.
  3. Erst dann vergleichen.
  1. Urteilen braucht Kriterien.
  2. Wirkung, Sicherheit, Kosten, Umwelt.
  3. Erst dann vergleichen.
Ergebnis:
Die Kriterien des Vergleichs

AchtungEin Stoff an einer Eigenschaft erkannt

So nicht
Was sollte man beim Vergleich zweier Entkalker zuerst festlegen → Welcher Entkalker besser riecht
So richtig
Was sollte man beim Vergleich zweier Entkalker zuerst festlegen → Die Kriterien des Vergleichs

Such eine Eigenschaft, in der sich die beiden Stoffe unterscheiden. Prüfe genau diese.

ÜbenJetzt du

  1. ○18
    Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 5 Wasserkocher mit je 0,5 L?
    So fängst du an:
    Wasser: 5 · 0,5 L = 2,5 L
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 5 · 0,5 L = 2,5 L
    2. Pulver: 2,5 · 30 g = 75 g
    Ergebnis:
    75 g
  2. ●19
    Auf der Packung steht: 25 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 4 Wasserkocher mit je 0,5 L?
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 4 · 0,5 L = 2 L
    2. Pulver: 2 · 25 g = 50 g
    Ergebnis:
    50 g
  3. ★20
    Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 4 Wasserkocher mit je 0,5 L?
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 4 · 0,5 L = 2 L
    2. Pulver: 2 · 30 g = 60 g
    Ergebnis:
    60 g

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●21
    Entscheide: Wie reagiert eine Lösung von Propanol (C₃H₇OH) in Wasser?
    Lösung zeigen
    1. Die OH-Gruppe bleibt am Molekül.
    2. Es entstehen weder OH⁻ noch H⁺.
    3. Also neutral.
    Ergebnis:
    Neutral
  2. ●22
    Butansäure hat 8 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele davon gibt ein Molekül in Wasser als H⁺ ab?
    Lösung zeigen
    1. Sauer macht die COOH-Gruppe.
    2. Sie gibt ihr eines H als H⁺ ab.
    3. Also 1 H⁺.
    Ergebnis:
    1 H⁺
  3. ●23
    Schwefelsäure (H2SO4) wird in Wasser gelöst. Welche Ionen entstehen? Wofür braucht man sie im Alltag?
    Lösung zeigen
    1. Eine Säure gibt in Wasser H+-Ionen ab.
    2. Genauer: an das Wasser – es entsteht H3O+.
    3. Übrig bleibt der Säurerest: SO42−
    4. Alltag: Autobatterie
    Ergebnis:
    H+ (oder H3O+) und SO42−
  4. ●24
    Ameisensäure und Salpetersäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
    Lösung zeigen
    1. Gleiche Konzentration.
    2. Salpetersäure ist stark, Ameisensäure schwach.
    3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
    Ergebnis:
    Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  5. ●25
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 200 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,04 = 8 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 8 → x = 32 mL
    3. Wasser: 200 − 32 = 168 mL
    Ergebnis:
    32 mL Essenz + 168 mL Wasser
  6. ●26
    Essigessenz wird im Verhältnis 1 : 4 mit Wasser gemischt: ein Teil Essenz, vier Teile Wasser. Welchen Anteil hat die Essenz im Gemisch?
    Lösung zeigen
    1. Gesamtzahl der Teile: 1 + 4 = 5.
    2. Die Essenz ist 1 Teil von 5.
    3. Das ist ein Fünftel.
    Ergebnis:
    Ein Fünftel

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Carboxylgruppe
–COOH ist das Kennzeichen der organischen Säuren. Von hier wird das H⁺ abgegeben.
Benennung
Stamm wie beim Alkan, Endung -säure: Methansäure, Ethansäure, Propansäure.
Warum sauer
Der Sauerstoff zieht die Elektronen vom Wasserstoff weg.
Schwach und stark
Essigsäure gibt nur wenige ihrer H⁺ ab, Salzsäure fast alle.
Säure und Kalk
Jede Säure löst Kalk: CaCO₃ + 2 H⁺ → Ca²⁺ + H₂O + CO₂.
Verdünnen
Beim Verdünnen bleibt die Menge der Säure gleich, nur das Volumen wächst.
Entkalker beurteilen
Zuerst Kriterien: Wirkung auf Kalk, Schonung des Geräts, Gefahr für Haut und Augen, Umwelt.

AchtungSäure und Lauge am Namen unterschieden

So nicht
NaOH heißt Natriumhydroxid, klingt nach Säure → sauer
So richtig
NaOH gibt in Wasser OH⁻ ab → alkalisch, pH über 7
(entscheidend ist das abgegebene Ion, nicht der Name)

Nicht der Name entscheidet, sondern was abgegeben wird: H⁺ (Säure) oder OH⁻ (Lauge).

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne die Carboxylgruppe.

    27
    Woran erkennt man Milchsäure (C3H6O3) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  2. Ich benenne die ersten Carbonsäuren.

    28
    Welche Säure verursacht das Brennen bei Brennnesseln und Ameisen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Methansäure
  3. Ich erkläre, warum Carbonsäuren sauer reagieren.

    29
    Pentansäure hat 10 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele H⁺-Ionen geben 10 Moleküle höchstens ab?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    10 H⁺-Ionen
  4. Ich vergleiche organische mit anorganischen Säuren.

    30
    Kohlensäure und Schwefelsäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Schwefelsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  5. Ich beschreibe die Wirkung auf Kalk und Metalle.

    31
    Verdünnte Essigsäure wird auf Zink gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  6. Ich rechne mit Konzentrationen beim Verdünnen.

    32
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 200 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    32 mL Essenz + 168 mL Wasser
  7. Ich beurteile Entkalker und Reiniger im Haushalt.

    33
    Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 5 Wasserkocher mit je 0,5 L?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    75 g

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Anteil
wie viel von einem Ganzen
Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Volumen
wie viel hineinpasst

Lösungen

  1. an der Carboxylgruppe –COOH
  2. an der Carboxylgruppe –COOH
  3. an der Carboxylgruppe –COOH
  4. Buttersäure
  5. Ameisensäure
  6. Ethansäure
  7. 1 H⁺
  8. 1 H⁺
  9. Sie hat drei COOH-Gruppen
  10. Schwefelsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  11. Salzsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  12. Zitronensäure
  13. die Oberfläche wird matt und rau – das Carbonat wird gelöst
  14. es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  15. 50 mL Essenz + 150 mL Wasser
  16. 64 mL Essenz + 336 mL Wasser
  17. 160 mL Essenz + 240 mL Wasser
  18. 75 g
  19. 50 g
  20. 60 g
  21. Neutral
  22. 1 H⁺
  23. H+ (oder H3O+) und SO42−
  24. Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  25. 32 mL Essenz + 168 mL Wasser
  26. Ein Fünftel
  27. an der Carboxylgruppe –COOH
  28. Methansäure
  29. 10 H⁺-Ionen
  30. Schwefelsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  31. es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  32. 32 mL Essenz + 168 mL Wasser
  33. 75 g