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Chemie · Klasse 10 · Kapitel

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Organische Säuren – Salatsauce und Entkalker

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○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich erkenne die Carboxylgruppe.

MerkenCarboxylgruppe

–COOH ist das Kennzeichen der organischen Säuren. Von hier wird das H⁺ abgegeben.

BeispielCarbonsäure erkennen

Woran erkennt man Citronensäure (C6H8O7) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
Schritt für Schritt
  1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
  2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
  3. Vorkommen: Zitrone, Entkalker
  1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
  2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
  3. Vorkommen: Zitrone, Entkalker
Ergebnis:
an der Carboxylgruppe –COOH

AchtungCarboxylgruppe mit Hydroxylgruppe verwechselt

So nicht
Ethanol C₂H₅OH reagiert sauer, weil es ein OH enthält
So richtig
sauer = Carboxylgruppe –COOH
CH₃COOH → H⁺ + CH₃COO⁻ (sauer), C₂H₅OH gibt kein H⁺ ab

–OH ist ein Alkohol, –COOH eine Säure. Der Unterschied ist ein Kohlenstoff mit Doppelbindung zum Sauerstoff.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Woran erkennt man Essigsäure (CH3COOH) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    So fängst du an:
    Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Essig, Konservierung
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  2. ●2
    Woran erkennt man Milchsäure (C3H6O3) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Joghurt, Muskeln
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  3. ★3
    Woran erkennt man Oxalsäure (C2H2O4) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen ist die Carboxylgruppe –COOH.
    2. Von dort wird das H+ abgegeben – deshalb reagiert die Lösung sauer.
    3. Vorkommen: Rhabarber, Sauerklee
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH

2Ich benenne die ersten Carbonsäuren.

MerkenBenennung

Stamm wie beim Alkan, Endung -säure: Methansäure, Ethansäure, Propansäure.

Die alten Namen bleiben in Gebrauch: Ameisensäure, Essigsäure.

BeispielCarbonsäuren benennen

Wie heißt die Carbonsäure mit zwei C-Atomen?
Schritt für Schritt
  1. Name vom Alkan mit gleicher C-Zahl.
  2. Zwei C-Atome: Ethan.
  3. Ethansäure, auch Essigsäure.
  1. Name vom Alkan mit gleicher C-Zahl.
  2. Zwei C-Atome: Ethan.
  3. Ethansäure, auch Essigsäure.
Ergebnis:
Ethansäure, also Essigsäure

AchtungIndex in der Formel überlesen

So nicht
Wie heißt die Carbonsäure mit zwei C-Atomen → Methansäure, also Ameisensäure
So richtig
Wie heißt die Carbonsäure mit zwei C-Atomen → Ethansäure, also Essigsäure

Schreib die Formel als Liste der Atome: H₂O ist H, H, O. Zähl dann die Massen zusammen.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Unter welchem Namen kennt man Pentansäure im Alltag?
    So fängst du an:
    Pentansäure hat 5 Kohlenstoffatome.
    Lösung zeigen
    1. Pentansäure hat 5 Kohlenstoffatome.
    2. Alltagsnamen: Ameisen-, Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Capronsäure.
    3. Also Valeriansäure.
    Ergebnis:
    Valeriansäure
  2. ●5
    Unter welchem Namen kennt man Butansäure im Alltag?
    Lösung zeigen
    1. Butansäure hat 4 Kohlenstoffatome.
    2. Alltagsnamen: Ameisen-, Essig-, Propion-, Butter-, Valerian-, Capronsäure.
    3. Also Buttersäure.
    Ergebnis:
    Buttersäure
  3. ★6
    Was entsteht, wenn Ethanol lange an der Luft steht?
    Lösung zeigen
    1. Essigsäurebakterien oxidieren Ethanol.
    2. Aus –CH₂OH wird –COOH.
    3. Wein wird zu Essig.
    Ergebnis:
    Essigsäure durch Oxidation

3Ich erkläre, warum Carbonsäuren sauer reagieren.

MerkenWarum sauer

Der Sauerstoff zieht die Elektronen vom Wasserstoff weg.

Das H löst sich als H⁺ – die Lösung reagiert sauer.

BeispielWarum Carbonsäuren sauer sind

Warum reagiert Ethanol neutral, Essigsäure aber sauer?
Schritt für Schritt
  1. Ethanol: OH-Gruppe, gibt nichts ab.
  2. Essigsäure: COOH-Gruppe, gibt H⁺ ab.
  3. Die funktionelle Gruppe entscheidet.
  1. Ethanol: OH-Gruppe, gibt nichts ab.
  2. Essigsäure: COOH-Gruppe, gibt H⁺ ab.
  3. Die funktionelle Gruppe entscheidet.
Ergebnis:
Nur die COOH-Gruppe gibt H⁺ ab

AchtungAlle Wasserstoffatome der Carbonsäure gelten als sauer

So nicht
Warum reagiert Ethanol neutral, Essigsäure aber sauer → Ethanol hat viel weniger H-Atome
So richtig
Warum reagiert Ethanol neutral, Essigsäure aber sauer → Nur die COOH-Gruppe gibt H⁺ ab

Zeichne die Strukturformel und kreise das H ein, das am Sauerstoff hängt.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Wie viele H⁺ gibt ein Essigsäuremolekül CH₃COOH ab?
    So fängst du an:
    Sauer wirkt nur das H am Sauerstoff der COOH-Gruppe.
    Lösung zeigen
    1. Sauer wirkt nur das H am Sauerstoff der COOH-Gruppe.
    2. Die H am Kohlenstoff bleiben.
    3. Also eins.
    Ergebnis:
    Eins, das H der Carboxylgruppe
  2. ●8
    Welches Ion entsteht aus Essigsäure in Wasser neben H₃O⁺?
    Lösung zeigen
    1. Essigsäure gibt H⁺ ab.
    2. Übrig bleibt CH₃COO⁻.
    3. Es heißt Acetat.
    Ergebnis:
    Das Acetat-Ion CH₃COO⁻
  3. ★9
    Woran sieht man, dass Zitronensäure mehrere H⁺ abgeben kann?
    Lösung zeigen
    1. Jede Carboxylgruppe kann ein H⁺ abgeben.
    2. Zitronensäure hat drei davon.
    3. Bis zu drei H⁺.
    Ergebnis:
    Sie hat drei COOH-Gruppen

4Ich vergleiche organische mit anorganischen Säuren.

MerkenSchwach und stark

Essigsäure gibt nur wenige ihrer H⁺ ab, Salzsäure fast alle.

Deshalb ist Essig genießbar und Salzsäure nicht – bei gleicher Konzentration.

BeispielStarke und schwache Säuren

Kohlensäure und Schwefelsäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
Schritt für Schritt
  1. Gleiche Konzentration.
  2. Schwefelsäure ist stark, Kohlensäure schwach.
  3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
  1. Gleiche Konzentration.
  2. Schwefelsäure ist stark, Kohlensäure schwach.
  3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
Ergebnis:
Schwefelsäure, sie gibt fast alle H⁺ ab

AchtungStark mit konzentriert verwechselt

So nicht
Essigessenz ist eine starke Säure, weil sie konzentriert ist.
So richtig
Essigsäure ist schwach: Nur wenige Moleküle geben H⁺ ab. Konzentriert heißt nur: viel davon gelöst.

Nimm zwei Lösungen gleicher Konzentration: Welche hat den kleineren pH-Wert?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Kohlensäure und Salpetersäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
    So fängst du an:
    Gleiche Konzentration.
    Lösung zeigen
    1. Gleiche Konzentration.
    2. Salpetersäure ist stark, Kohlensäure schwach.
    3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
    Ergebnis:
    Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  2. ●11
    Essigsäure und Salpetersäure haben dieselbe Konzentration. Entscheide: Welche Lösung hat den kleineren pH-Wert?
    Lösung zeigen
    1. Gleiche Konzentration.
    2. Salpetersäure ist stark, Essigsäure schwach.
    3. Mehr H⁺ heißt kleinerer pH-Wert.
    Ergebnis:
    Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  3. ★12
    Welche Säure ist eine organische Säure?
    Lösung zeigen
    1. Organische Säuren haben ein Kohlenstoffgerüst.
    2. Zitronensäure trägt COOH-Gruppen.
    3. Salzsäure und Schwefelsäure sind anorganisch.
    Ergebnis:
    Zitronensäure

5Ich beschreibe die Wirkung auf Kalk und Metalle.

MerkenSäure und Kalk

Jede Säure löst Kalk: CaCO₃ + 2 H⁺ → Ca²⁺ + H₂O + CO₂.

Deshalb entkalkt Essig – und deshalb zerfressen saure Abgase Denkmäler.

BeispielSäure greift an

Verdünnte Essigsäure wird auf Kalk (CaCO3) gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
Schritt für Schritt
  1. Beobachtung: es schäumt und sprudelt
  2. Deutung: CO2 entweicht
  3. Anwendung: Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine
  1. Beobachtung: es schäumt und sprudelt
  2. Deutung: CO2 entweicht
  3. Anwendung: Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine
Ergebnis:
es schäumt und sprudelt – CO2 entweicht

AchtungNoch einmal: Carboxylgruppe mit Hydroxylgruppe verwechselt

So nicht
Ethanol C₂H₅OH reagiert sauer, weil es ein OH enthält
So richtig
sauer = Carboxylgruppe –COOH
CH₃COOH → H⁺ + CH₃COO⁻ (sauer), C₂H₅OH gibt kein H⁺ ab

–OH ist ein Alkohol, –COOH eine Säure. Der Unterschied ist ein Kohlenstoff mit Doppelbindung zum Sauerstoff.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Verdünnte Essigsäure wird auf Marmor gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    So fängst du an:
    Beobachtung: die Oberfläche wird matt und rau
    Lösung zeigen
    1. Beobachtung: die Oberfläche wird matt und rau
    2. Deutung: das Carbonat wird gelöst
    3. Anwendung: erklärt Schäden an Denkmälern durch sauren Regen
    Ergebnis:
    die Oberfläche wird matt und rau – das Carbonat wird gelöst
  2. ●14
    Verdünnte Essigsäure wird auf Zink gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    Lösung zeigen
    1. Beobachtung: es steigen Bläschen auf
    2. Deutung: Wasserstoff entsteht
    3. Anwendung: Knallgasprobe zum Nachweis
    Ergebnis:
    es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht

6Ich rechne mit Konzentrationen beim Verdünnen.

MerkenVerdünnen

Beim Verdünnen bleibt die Menge der Säure gleich, nur das Volumen wächst.

Menge · Anteil vorher = Menge · Anteil nachher.

BeispielEssig verdünnen

Aus Essigessenz mit 10 % soll 400 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
Schritt für Schritt
  1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,05 = 20 mL
  2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,10 = 20 → x = 200 mL
  3. Wasser: 400 − 200 = 200 mL
  1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,05 = 20 mL
  2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,10 = 20 → x = 200 mL
  3. Wasser: 400 − 200 = 200 mL
Ergebnis:
200 mL Essenz + 200 mL Wasser

AchtungProzent auf den falschen Grundwert

So nicht
78 % Stickstoff in 5 L Luft, Rest 21 % davon:
(5 − 3,9) · 0,21 = 0,23 L Sauerstoff
So richtig
21 % der GANZEN Luft: 5 L · 0,21 = 1,05 L Sauerstoff

Die 21 % beziehen sich auf die ganze Luftmenge, nicht auf den Rest nach Abzug des Stickstoffs.

ÜbenJetzt du

  1. ○15
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 400 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    So fängst du an:
    Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,04 = 16 mL
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,04 = 16 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 16 → x = 64 mL
    3. Wasser: 400 − 64 = 336 mL
    Ergebnis:
    64 mL Essenz + 336 mL Wasser
  2. ●16
    Aus Essigessenz mit 10 % soll 200 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,04 = 8 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,10 = 8 → x = 80 mL
    3. Wasser: 200 − 80 = 120 mL
    Ergebnis:
    80 mL Essenz + 120 mL Wasser
  3. ★17
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 400 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 400 mL · 0,05 = 20 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,25 = 20 → x = 80 mL
    3. Wasser: 400 − 80 = 320 mL
    Ergebnis:
    80 mL Essenz + 320 mL Wasser

7Ich beurteile Entkalker und Reiniger im Haushalt.

MerkenEntkalker beurteilen

Zuerst Kriterien: Wirkung auf Kalk, Schonung des Geräts, Gefahr für Haut und Augen, Umwelt.

Zitronensäure ist schwach und lebensmitteltauglich, Salzsäure stark und greift Metall an.

BeispielEntkalker und Reiniger beurteilen

Auf der Packung steht: 20 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 5 Wasserkocher mit je 1,5 L?
Schritt für Schritt
  1. Wasser: 5 · 1,5 L = 7,5 L
  2. Pulver: 7,5 · 20 g = 150 g
  1. Wasser: 5 · 1,5 L = 7,5 L
  2. Pulver: 7,5 · 20 g = 150 g
Ergebnis:
150 g

ÜbenJetzt du

  1. ○18
    Auf der Packung steht: 25 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 5 Wasserkocher mit je 1,5 L?
    So fängst du an:
    Wasser: 5 · 1,5 L = 7,5 L
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 5 · 1,5 L = 7,5 L
    2. Pulver: 7,5 · 25 g = 187,5 g
    Ergebnis:
    187,5 g
  2. ●19
    Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 5 Wasserkocher mit je 0,5 L?
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 5 · 0,5 L = 2,5 L
    2. Pulver: 2,5 · 30 g = 75 g
    Ergebnis:
    75 g
  3. ★20
    Auf der Packung steht: 25 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 4 Wasserkocher mit je 1,5 L?
    Lösung zeigen
    1. Wasser: 4 · 1,5 L = 6 L
    2. Pulver: 6 · 25 g = 150 g
    Ergebnis:
    150 g

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●21
    Propanol hat die Formel C₃H₇OH. Bestimme: Wie groß ist seine Molmasse? C 12 g/mol, H 1 g/mol, O 16 g/mol.
    Lösung zeigen
    1. Kohlenstoff in g/mol: 3 · 12 = 36
    2. Zusammen in g/mol: 36 + 8 + 16 = 60
    Ergebnis:
    60 g/mol
  2. ●22
    Wie heißt die Carbonsäure CH₃COOH nach den Regeln?
    Lösung zeigen
    1. Kohlenstoffatome zählen, das der COOH-Gruppe mit.
    2. 2 Kohlenstoffatome: Ethan.
    3. Ethansäure.
    Ergebnis:
    Ethansäure
  3. ●23
    Ethansäure hat 4 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele davon gibt ein Molekül in Wasser als H⁺ ab?
    Lösung zeigen
    1. Sauer macht die COOH-Gruppe.
    2. Sie gibt ihr eines H als H⁺ ab.
    3. Also 1 H⁺.
    Ergebnis:
    1 H⁺
  4. ●24
    Salzsäure (HCl) wird in Wasser gelöst. Welche Ionen entstehen? Wofür braucht man sie im Alltag?
    Lösung zeigen
    1. Eine Säure gibt in Wasser H+-Ionen ab.
    2. Genauer: an das Wasser – es entsteht H3O+.
    3. Übrig bleibt der Säurerest: Cl−
    4. Alltag: Magensaft, Entkalker
    Ergebnis:
    H+ (oder H3O+) und Cl−
  5. ●25
    Salzsäure und Essigsäure haben dieselbe Konzentration. Welche hat den kleineren pH-Wert?
    Lösung zeigen
    1. Salzsäure gibt fast alle H⁺ ab: stark.
    2. Essigsäure nur einen kleinen Teil: schwach.
    3. Mehr H₃O⁺, kleinerer pH.
    Ergebnis:
    Die Salzsäure
  6. ●26
    Aus Essigessenz mit 20 % soll 200 mL Speiseessig mit 5 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    1. Die Menge an reiner Säure bleibt gleich: 200 mL · 0,05 = 10 mL
    2. Diese Menge steckt in x mL Essenz: x · 0,20 = 10 → x = 50 mL
    3. Wasser: 200 − 50 = 150 mL
    Ergebnis:
    50 mL Essenz + 150 mL Wasser

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Carboxylgruppe
–COOH ist das Kennzeichen der organischen Säuren. Von hier wird das H⁺ abgegeben.
Benennung
Stamm wie beim Alkan, Endung -säure: Methansäure, Ethansäure, Propansäure.
Warum sauer
Der Sauerstoff zieht die Elektronen vom Wasserstoff weg.
Schwach und stark
Essigsäure gibt nur wenige ihrer H⁺ ab, Salzsäure fast alle.
Säure und Kalk
Jede Säure löst Kalk: CaCO₃ + 2 H⁺ → Ca²⁺ + H₂O + CO₂.
Verdünnen
Beim Verdünnen bleibt die Menge der Säure gleich, nur das Volumen wächst.
Entkalker beurteilen
Zuerst Kriterien: Wirkung auf Kalk, Schonung des Geräts, Gefahr für Haut und Augen, Umwelt.

AchtungSäure und Lauge am Namen unterschieden

So nicht
NaOH heißt Natriumhydroxid, klingt nach Säure → sauer
So richtig
NaOH gibt in Wasser OH⁻ ab → alkalisch, pH über 7
(entscheidend ist das abgegebene Ion, nicht der Name)

Nicht der Name entscheidet, sondern was abgegeben wird: H⁺ (Säure) oder OH⁻ (Lauge).

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne die Carboxylgruppe.

    27
    Woran erkennt man Milchsäure (C3H6O3) als organische Säure? Wo kommt sie vor?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    an der Carboxylgruppe –COOH
  2. Ich benenne die ersten Carbonsäuren.

    28
    Unter welchem Namen kennt man Butansäure im Alltag?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Buttersäure
  3. Ich erkläre, warum Carbonsäuren sauer reagieren.

    29
    Propansäure hat 6 Wasserstoffatome. Bestimme: Wie viele H⁺-Ionen geben 2 Moleküle höchstens ab?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    2 H⁺-Ionen
  4. Ich vergleiche organische mit anorganischen Säuren.

    30
    Salzsäure und Essigsäure haben dieselbe Konzentration. Welche hat den kleineren pH-Wert?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Die Salzsäure
  5. Ich beschreibe die Wirkung auf Kalk und Metalle.

    31
    Verdünnte Essigsäure wird auf Zink gegeben. Was ist zu beobachten und was passiert dabei?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  6. Ich rechne mit Konzentrationen beim Verdünnen.

    32
    Aus Essigessenz mit 25 % soll 400 mL Speiseessig mit 4 % werden. Wie viel Essigessenz und wie viel Wasser braucht man?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    64 mL Essenz + 336 mL Wasser
  7. Ich beurteile Entkalker und Reiniger im Haushalt.

    33
    Auf der Packung steht: 30 g Entkalker-Pulver je Liter Wasser. Bestimme: Wie viel Pulver brauchst du für 2 Wasserkocher mit je 0,5 L?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    30 g

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Anteil
wie viel von einem Ganzen
Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Volumen
wie viel hineinpasst

Lösungen

  1. an der Carboxylgruppe –COOH
  2. an der Carboxylgruppe –COOH
  3. an der Carboxylgruppe –COOH
  4. Valeriansäure
  5. Buttersäure
  6. Essigsäure durch Oxidation
  7. Eins, das H der Carboxylgruppe
  8. Das Acetat-Ion CH₃COO⁻
  9. Sie hat drei COOH-Gruppen
  10. Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  11. Salpetersäure, sie gibt fast alle H⁺ ab
  12. Zitronensäure
  13. die Oberfläche wird matt und rau – das Carbonat wird gelöst
  14. es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  15. 64 mL Essenz + 336 mL Wasser
  16. 80 mL Essenz + 120 mL Wasser
  17. 80 mL Essenz + 320 mL Wasser
  18. 187,5 g
  19. 75 g
  20. 150 g
  21. 60 g/mol
  22. Ethansäure
  23. 1 H⁺
  24. H+ (oder H3O+) und Cl−
  25. Die Salzsäure
  26. 50 mL Essenz + 150 mL Wasser
  27. an der Carboxylgruppe –COOH
  28. Buttersäure
  29. 2 H⁺-Ionen
  30. Die Salzsäure
  31. es steigen Bläschen auf – Wasserstoff entsteht
  32. 64 mL Essenz + 336 mL Wasser
  33. 30 g