Chemie · Klasse 12 · Kapitel
Reaktionsgeschwindigkeit und Katalyse
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich untersuche, wie Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad die Reaktionsgeschwindigkeit beeinflussen.
MerkenEinflussfaktoren
Mehr Wärme, Konzentration und Oberfläche beschleunigen die Reaktion.
Die Produktmenge ändert sich dadurch nicht.
BeispielEinflussfaktoren: Temperatur, Konzentration, Zerteilungsgrad
Schritt für Schritt
- Die Stoffmenge der Edukte ist begrenzt.
- Höhere Temperatur macht nur die Zeit kürzer.
- Die Produktmenge am Ende ist gleich.
- Die Stoffmenge der Edukte ist begrenzt.
- Höhere Temperatur macht nur die Zeit kürzer.
- Die Produktmenge am Ende ist gleich.
AchtungGeschwindigkeit mit Menge verwechselt
Schneller bedeutet, dass am Ende mehr Produkt entsteht.
Die Produktmenge hängt von den Edukten ab. Die Geschwindigkeit bestimmt nur, wie rasch sie entsteht.
Zeichne zwei Kurven für die Produktmenge gegen die Zeit: gleiche Endhöhe, verschieden steil.
ÜbenJetzt du
- ○1Wie ändert sich die Reaktionsgeschwindigkeit, wenn das Reaktionsgemisch von 20 auf 40 Grad Celsius erwärmt wird?So fängst du an:Übersetze die Änderung in Teilchen: Zahl, Oberfläche oder Energie.
Lösung zeigen
- Übersetze die Änderung in Teilchen: Zahl, Oberfläche oder Energie.
- Mehr Teilchen erreichen die Aktivierungsenergie.
- Die Geschwindigkeit steigt.
Ergebnis:Sie nimmt zu - ●2Wie ändert sich die Reaktionsgeschwindigkeit, wenn eine Reaktion im Kühlschrank bei 5 statt bei 25 Grad Celsius abläuft?
Lösung zeigen
- Übersetze die Änderung in Teilchen: Zahl, Oberfläche oder Energie.
- Weniger Teilchen haben genug Energie für einen wirksamen Stoß.
- Die Geschwindigkeit sinkt.
Ergebnis:Sie nimmt ab - ★3Wie ändert sich die Reaktionsgeschwindigkeit, wenn die Salzsäure von 1 mol/L auf 0,5 mol/L verdünnt wird?
Lösung zeigen
- Übersetze die Änderung in Teilchen: Zahl, Oberfläche oder Energie.
- Je Volumen gibt es weniger Teilchen, also weniger Zusammenstöße.
- Die Geschwindigkeit sinkt.
Ergebnis:Sie nimmt deutlich ab
2Ich erkläre die Reaktionsgeschwindigkeit mit der Stoßtheorie und der Aktivierungsenergie.
MerkenStoßtheorie
Nur wirksame Stöße reagieren.
Die Teilchen brauchen Aktivierungsenergie und passende Orientierung.
BeispielStoßtheorie und Aktivierungsenergie
Schritt für Schritt
- Die Aktivierungsenergie ist die Hürde der Reaktion.
- Bei gleicher Temperatur überwinden mehr Teilchen die niedrigere Hürde.
- Reaktion A ist schneller.
- Die Aktivierungsenergie ist die Hürde der Reaktion.
- Bei gleicher Temperatur überwinden mehr Teilchen die niedrigere Hürde.
- Reaktion A ist schneller.
AchtungHöhere Aktivierungsenergie heißt mehr freigesetzte Energie
Reaktion B hat die größere Aktivierungsenergie, also setzt sie mehr Energie frei und läuft schneller.
Die Aktivierungsenergie ist eine Hürde. Eine höhere Hürde macht die Reaktion langsamer. Die frei werdende Energie ist die Reaktionsenthalpie.
Zeichne beide Reaktionen als Berge mit Start und Ziel und lies Hürde und Gewinn getrennt ab.
ÜbenJetzt du
- ○4Reaktion A hat Ea = 90 kJ/mol, Reaktion B hat Ea = 70 kJ/mol. Konzentration und Temperatur sind gleich. Welche läuft schneller?So fängst du an:Vergleiche 70 kJ/mol mit 90 kJ/mol.
Lösung zeigen
- Vergleiche 70 kJ/mol mit 90 kJ/mol.
- Die kleinere Aktivierungsenergie ist die niedrigere Hürde.
- Die Reaktion mit 70 kJ/mol ist schneller.
Ergebnis:Reaktion B, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden - ●5Reaktion A hat Ea = 40 kJ/mol, Reaktion B hat Ea = 50 kJ/mol. Konzentration und Temperatur sind gleich. Welche läuft schneller?
Lösung zeigen
- Vergleiche 40 kJ/mol mit 50 kJ/mol.
- Die kleinere Aktivierungsenergie ist die niedrigere Hürde.
- Die Reaktion mit 40 kJ/mol ist schneller.
Ergebnis:Reaktion A, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden - ★6Reaktion A hat Ea = 30 kJ/mol, Reaktion B hat Ea = 50 kJ/mol. Konzentration und Temperatur sind gleich. Welche läuft schneller?
Lösung zeigen
- Vergleiche 30 kJ/mol mit 50 kJ/mol.
- Die kleinere Aktivierungsenergie ist die niedrigere Hürde.
- Die Reaktion mit 30 kJ/mol ist schneller.
Ergebnis:Reaktion A, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden
3Ich wende die RGT-Regel an und beschreibe, wie sich die Geschwindigkeit während einer Reaktion ändert.
MerkenRGT-Regel
Je 10 K mehr wird die Reaktion etwa doppelt bis viermal so schnell.
Mit der Zeit nimmt die Geschwindigkeit ab.
BeispielRGT-Regel und zeitlicher Verlauf
Schritt für Schritt
- ΔT = 30 K, das sind 3 Zehnerschritte.
- Geschwindigkeitsfaktor: 2 hoch 3 = 8.
- Dauer: 32 s : 8 = 4 s
- ΔT = 30 K, das sind 3 Zehnerschritte.
- Geschwindigkeitsfaktor: 2 hoch 3 = 8.
- Dauer: 32 s : 8 = 4 s
AchtungRichtung der Temperaturwirkung vertauscht
Bei höherer Temperatur dauert die Reaktion länger: 80 s werden 320 s.
Höhere Temperatur macht schneller, die Dauer sinkt. Niedrigere Temperatur macht langsamer, die Dauer steigt.
Frag dich: Wird die Reaktion schneller oder langsamer? Schließe daraus, ob die Dauer wächst oder schrumpft.
ÜbenJetzt du
- ○7Eine Reaktion dauert bei 10 Grad Celsius 24 s. Bestimme: Wie lange dauert sie bei 50 Grad Celsius, wenn die RGT-Regel mit dem Faktor 2 je 10 K gilt?So fängst du an:ΔT = 40 K, das sind 4 Zehnerschritte.
Lösung zeigen
- ΔT = 40 K, das sind 4 Zehnerschritte.
- Geschwindigkeitsfaktor: 2 hoch 4 = 16.
- Dauer: 24 s : 16 = 1,5 s
Ergebnis:1,5 s - ●8Eine Reaktion dauert bei 20 Grad Celsius 32 s. Bestimme: Wie lange dauert sie bei 60 Grad Celsius, wenn die RGT-Regel mit dem Faktor 2 je 10 K gilt?
Lösung zeigen
- ΔT = 40 K, das sind 4 Zehnerschritte.
- Geschwindigkeitsfaktor: 2 hoch 4 = 16.
- Dauer: 32 s : 16 = 2 s
Ergebnis:2 s - ★9In einem Diagramm von c(Produkt) gegen die Zeit nimmt die Steigung der Kurve ab. Was bedeutet das?
Lösung zeigen
- Die Steigung der Kurve ist die Geschwindigkeit.
- Sie nimmt ab.
- Die Edukte werden weniger, also gibt es weniger wirksame Zusammenstöße.
Ergebnis:Die Geschwindigkeit sinkt, weil die Edukte weniger werden
4Ich erkläre Eigenschaften und Wirkungsweise von Katalysatoren mit Reaktionsweg und Übergangszustand.
MerkenKatalysator
Ein Katalysator senkt die Aktivierungsenergie und bleibt unverändert.
Reaktionsenthalpie und Produktmenge bleiben gleich.
BeispielKatalysator: Reaktionsweg, Übergangszustand und Energiediagramm
Schritt für Schritt
- Gefragt ist die Differenz der beiden Werte.
- 120 kJ/mol − 90 kJ/mol
- = 30 kJ/mol
- Gefragt ist die Differenz der beiden Werte.
- 120 kJ/mol − 90 kJ/mol
- = 30 kJ/mol
AchtungKatalysator liefert Energie
Der Katalysator gibt die Energie, die die Reaktion zum Start braucht.
Der Katalysator liefert keine Energie. Er ermöglicht einen Reaktionsweg mit niedrigerer Aktivierungsenergie.
Zeichne das Energiediagramm mit und ohne Katalysator und markiere, was sich ändert.
ÜbenJetzt du
- ○10Ohne Katalysator gilt Ea = 100 kJ/mol, mit Katalysator Ea = 70 kJ/mol. Die Reaktion gibt 80 kJ/mol ab. Bestimme: Wie groß ist der Betrag der Reaktionsenthalpie mit Katalysator?So fängst du an:Der Katalysator ändert nur den Weg.
Lösung zeigen
- Der Katalysator ändert nur den Weg.
- Edukte und Produkte liegen gleich hoch.
- ΔH bleibt 80 kJ/mol (Betrag).
Ergebnis:80 kJ/mol - ●11Ohne Katalysator gilt Ea = 120 kJ/mol, mit Katalysator Ea = 80 kJ/mol. Die Reaktion gibt 140 kJ/mol ab. Bestimme: Wie groß ist der Betrag der Reaktionsenthalpie mit Katalysator?
Lösung zeigen
- Der Katalysator ändert nur den Weg.
- Edukte und Produkte liegen gleich hoch.
- ΔH bleibt 140 kJ/mol (Betrag).
Ergebnis:140 kJ/mol - ★12Ohne Katalysator gilt Ea = 120 kJ/mol, mit Katalysator Ea = 80 kJ/mol. Die Reaktion gibt 80 kJ/mol ab. Bestimme: Wie groß ist der Betrag der Reaktionsenthalpie mit Katalysator?
Lösung zeigen
- Der Katalysator ändert nur den Weg.
- Edukte und Produkte liegen gleich hoch.
- ΔH bleibt 80 kJ/mol (Betrag).
Ergebnis:80 kJ/mol
5Ich unterscheide homogene und heterogene Katalyse und erkläre Biokatalysatoren.
MerkenKatalyseformen
Homogen: eine Phase. Heterogen: mehrere Phasen.
Enzyme sind spezifische Biokatalysatoren und empfindlich gegen Hitze.
BeispielHomogene und heterogene Katalyse, Biokatalysatoren
Schritt für Schritt
- Enzyme sind Eiweißstoffe mit fester Raumstruktur.
- Hitze zerstört diese Struktur.
- Das aktive Zentrum passt dann nicht mehr zum Substrat.
- Enzyme sind Eiweißstoffe mit fester Raumstruktur.
- Hitze zerstört diese Struktur.
- Das aktive Zentrum passt dann nicht mehr zum Substrat.
AchtungHitze lässt das Enzym verschwinden
Beim Kochen verdampft das Enzym oder wird verbraucht.
Beim Kochen wird die Raumstruktur des Eiweißes zerstört (Denaturierung). Das aktive Zentrum passt nicht mehr zum Substrat.
Beschreibe, welche Eigenschaft des Enzyms durch Hitze verloren geht: die Raumstruktur des aktiven Zentrums.
ÜbenJetzt du
- ○13Schwefelsäure beschleunigt die Veresterung in einer flüssigen Mischung. Wie ordnet man das ein?So fängst du an:Frage: Ist der Katalysator ein Enzym?
Lösung zeigen
- Frage: Ist der Katalysator ein Enzym?
- Wenn nicht, vergleiche die Phasen von Katalysator und Reaktanden.
- Ergebnis: Homogene Katalyse.
Ergebnis:Homogene Katalyse, Katalysator und Reaktanden im selben Aggregatzustand - ●14Ein Platinnetz beschleunigt im Ostwald-Verfahren die Verbrennung von Ammoniak. Wie ordnet man das ein?
Lösung zeigen
- Frage: Ist der Katalysator ein Enzym?
- Wenn nicht, vergleiche die Phasen von Katalysator und Reaktanden.
- Ergebnis: Heterogene Katalyse.
Ergebnis:Heterogene Katalyse, Katalysator und Reaktanden in verschiedenen Phasen - ★15Eisen(III)-Ionen in der Lösung beschleunigen die Zersetzung von Wasserstoffperoxid. Wie ordnet man das ein?
Lösung zeigen
- Frage: Ist der Katalysator ein Enzym?
- Wenn nicht, vergleiche die Phasen von Katalysator und Reaktanden.
- Ergebnis: Homogene Katalyse.
Ergebnis:Homogene Katalyse, Katalysator und Reaktanden in derselben Phase
6Ich beschreibe die radikalische Substitution von Alkanen mit Halogenen als Kettenreaktion.
MerkenRadikalische Substitution
Radikale haben ein ungepaartes Elektron.
Die Kette läuft in Kettenstart, Kettenfortpflanzung und Kettenabbruch ab.
BeispielRadikalische Substitution von Alkanen mit Halogenen
Schritt für Schritt
- Zu zählen sind die Radikale links und rechts.
- Links zwei, rechts keines.
- Ergebnis: Kettenabbruch.
- Zu zählen sind die Radikale links und rechts.
- Links zwei, rechts keines.
- Ergebnis: Kettenabbruch.
AchtungKettenstart, Fortpflanzung und Abbruch verwechselt
Br· + Br· → Br₂ ist die Kettenfortpflanzung.
Start: aus einem Molekül entstehen Radikale. Fortpflanzung: ein Radikal reagiert und erzeugt ein neues. Abbruch: Radikale verbinden sich zu einem Molekül.
Zähle die Radikale links und rechts der Gleichung und ordne danach zu.
ÜbenJetzt du
- ○16Welcher Schritt der radikalischen Substitution ist CH₃· + CH₃· → C₂H₆?So fängst du an:Zu zählen sind die Radikale links und rechts.
Lösung zeigen
- Zu zählen sind die Radikale links und rechts.
- Links zwei, rechts keines.
- Ergebnis: Kettenabbruch.
Ergebnis:Kettenabbruch, zwei Radikale bilden ein Molekül - ●17Welcher Schritt der radikalischen Substitution ist Cl· + C₂H₆ → HCl + C₂H₅·?
Lösung zeigen
- Zu zählen sind die Radikale links und rechts.
- Links eines, rechts wieder eines.
- Ergebnis: Kettenfortpflanzung.
Ergebnis:Kettenfortpflanzung, ein Radikal erzeugt ein neues Radikal - ★18Welcher Schritt der radikalischen Substitution ist Br· + C₂H₆ → HBr + C₂H₅·?
Lösung zeigen
- Zu zählen sind die Radikale links und rechts.
- Links eines, rechts wieder eines.
- Ergebnis: Kettenfortpflanzung.
Ergebnis:Kettenfortpflanzung, ein Radikal erzeugt ein neues
7Ich beschreibe die Reaktionsgeschwindigkeit quantitativ mit v = Δc : Δt und v = k · c (Leistungskurs).
MerkenGeschwindigkeitsgesetze (Leistungskurs)
Mittlere Geschwindigkeit: v = Δc : Δt. Bei erster Ordnung gilt v = k · c.
BeispielReaktionsgeschwindigkeit quantitativ: v = Δc : Δt und v = k · c (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- Δc = 0,80 mol/L − 0,70 mol/L = 0,10 mol/L.
- v = Δc : Δt = 0,10 mol/L : 20 s
- v = 0,0050 mol/(L · s)
- Δc = 0,80 mol/L − 0,70 mol/L = 0,10 mol/L.
- v = Δc : Δt = 0,10 mol/L : 20 s
- v = 0,0050 mol/(L · s)
AchtungEndkonzentration statt Konzentrationsänderung verwendet
v = 0,50 mol/L : 60 s = 0,0083 mol/(L · s).
Gebraucht wird die Änderung: Δc = 0,80 mol/L − 0,50 mol/L = 0,30 mol/L, also v = 0,30 mol/L : 60 s = 0,0050 mol/(L · s).
Berechne zuerst Δc als Anfangswert minus Endwert und nimm dann den Betrag.
ÜbenJetzt du
- ○19Die Konzentration eines Edukts sinkt in 20 s von 1,20 auf 1,00 mol/L. Wie groß ist die mittlere Reaktionsgeschwindigkeit (Betrag)?So fängst du an:Δc = 1,20 mol/L − 1,00 mol/L = 0,20 mol/L.
Lösung zeigen
- Δc = 1,20 mol/L − 1,00 mol/L = 0,20 mol/L.
- v = Δc : Δt = 0,20 mol/L : 20 s
- v = 0,0100 mol/(L · s)
Ergebnis:0,0100 mol/(L · s) - ●20Die Konzentration eines Edukts sinkt in 10 s von 0,80 auf 0,40 mol/L. Wie groß ist die mittlere Reaktionsgeschwindigkeit (Betrag)?
Lösung zeigen
- Δc = 0,80 mol/L − 0,40 mol/L = 0,40 mol/L.
- v = Δc : Δt = 0,40 mol/L : 10 s
- v = 0,0400 mol/(L · s)
Ergebnis:0,0400 mol/(L · s) - ★21Warum ist die momentane Geschwindigkeit zu Beginn größer als die mittlere Geschwindigkeit über die ganze Reaktion?
Lösung zeigen
- v hängt von den Konzentrationen ab.
- Zu Beginn sind sie am größten.
- Später sinken sie, die Geschwindigkeit fällt.
Ergebnis:Anfangs sind die Konzentrationen am höchsten
8Ich erkläre Autokatalyse und Oberflächenkatalyse mit Adsorption, Dissoziation und Desorption (Leistungskurs).
MerkenAutokatalyse und Oberfläche (Leistungskurs)
Bei der Autokatalyse beschleunigt ein Produkt die Reaktion.
An Oberflächen folgen Diffusion, Adsorption, Reaktion und Desorption.
BeispielAutokatalyse und Oberflächenkatalyse (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- Zu ordnen ist der Satz der Reihenfolge: hinkommen, anhaften, spalten, reagieren, ablösen.
- Gemeint ist: Diffusion.
- Diffusion, die Teilchen erreichen die Oberfläche.
- Zu ordnen ist der Satz der Reihenfolge: hinkommen, anhaften, spalten, reagieren, ablösen.
- Gemeint ist: Diffusion.
- Diffusion, die Teilchen erreichen die Oberfläche.
AchtungTeilschritte der Oberflächenkatalyse durcheinander
Die Reaktion an der Oberfläche läuft vor der Adsorption, die Desorption steht am Anfang.
Die Reihenfolge: Diffusion zur Oberfläche, Adsorption, Reaktion an der Oberfläche (oft nach Dissoziation), Desorption des Produkts.
Schreib die fünf Teilschritte als Weg eines Teilchens auf und nummeriere sie.
ÜbenJetzt du
- ○22Welcher Teilschritt der Oberflächenkatalyse wird beschrieben? Ein adsorbiertes Stickstoffatom verbindet sich mit adsorbierten Wasserstoffatomen.So fängst du an:Zu ordnen ist der Satz der Reihenfolge: hinkommen, anhaften, spalten, reagieren, ablösen.
Lösung zeigen
- Zu ordnen ist der Satz der Reihenfolge: hinkommen, anhaften, spalten, reagieren, ablösen.
- Gemeint ist: Oberflächenreaktion.
- Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander.
Ergebnis:Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander - ●23Welcher Teilschritt der Oberflächenkatalyse wird beschrieben? Ein adsorbiertes Sauerstoffatom reagiert mit adsorbiertem Kohlenstoffmonoxid.
Lösung zeigen
- Zu ordnen ist der Satz der Reihenfolge: hinkommen, anhaften, spalten, reagieren, ablösen.
- Gemeint ist: Oberflächenreaktion.
- Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander.
Ergebnis:Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander - ★24Ein Katalysator wird durch Schwefelverbindungen im Abgas vergiftet. Was geschieht auf seiner Oberfläche?
Lösung zeigen
- Reaktanden müssen an aktiven Zentren adsorbieren.
- Giftstoffe binden dort fest.
- Es bleiben weniger freie Plätze, die Wirkung sinkt.
Ergebnis:Giftstoffe besetzen aktive Zentren des Katalysators
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Eine Reaktion dauert bei 10 Grad Celsius 120 s. Bestimme: Wie lange dauert sie bei 50 Grad Celsius, wenn die RGT-Regel mit dem Faktor 2 je 10 K gilt?
Lösung zeigen
- ΔT = 40 K, das sind 4 Zehnerschritte.
- Geschwindigkeitsfaktor: 2 hoch 4 = 16.
- Dauer: 120 s : 16 = 7,5 s
Ergebnis:7,5 s - ●26Ein Katalysator senkt die Aktivierungsenergie einer Reaktion von 110 kJ/mol auf 50 kJ/mol. Bestimme: Um wie viel sinkt sie?
Lösung zeigen
- Gefragt ist die Differenz der beiden Werte.
- 110 kJ/mol − 50 kJ/mol
- = 60 kJ/mol
Ergebnis:60 kJ/mol - ●27Katalase in der Leber zerlegt Wasserstoffperoxid. Wie ordnet man das ein?
Lösung zeigen
- Frage: Ist der Katalysator ein Enzym?
- Wenn nicht, vergleiche die Phasen von Katalysator und Reaktanden.
- Ergebnis: Biokatalyse.
Ergebnis:Biokatalyse, ein Enzym beschleunigt als natürlicher Biokatalysator - ●28Für eine Reaktion erster Ordnung gilt v = k · c mit k = 0,020 1/s. Wie groß ist v bei c = 0,50 mol/L?
Lösung zeigen
- v = k · c.
- v = 0,020 1/s · 0,50 mol/L
- v = 0,0100 mol/(L · s)
Ergebnis:0,0100 mol/(L · s) - ●29Welcher Teilschritt der Oberflächenkatalyse wird beschrieben? Auf der Eisenoberfläche wird ein N₂-Molekül in einzelne Stickstoffatome gespalten.
Lösung zeigen
- Zu ordnen ist der Satz der Reihenfolge: hinkommen, anhaften, spalten, reagieren, ablösen.
- Gemeint ist: Dissoziation.
- Dissoziation, ein Molekül wird auf der Oberfläche gespalten.
Ergebnis:Dissoziation, ein Molekül wird auf der Oberfläche gespalten - ★30Reaktion A hat Ea = 70 kJ/mol, Reaktion B hat Ea = 50 kJ/mol. Konzentration und Temperatur sind gleich. Welche läuft schneller?
Lösung zeigen
- Vergleiche 50 kJ/mol mit 70 kJ/mol.
- Die kleinere Aktivierungsenergie ist die niedrigere Hürde.
- Die Reaktion mit 50 kJ/mol ist schneller.
Ergebnis:Reaktion B, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Einflussfaktoren
- Mehr Wärme, Konzentration und Oberfläche beschleunigen die Reaktion.
- Stoßtheorie
- Nur wirksame Stöße reagieren.
- RGT-Regel
- Je 10 K mehr wird die Reaktion etwa doppelt bis viermal so schnell.
- Katalysator
- Ein Katalysator senkt die Aktivierungsenergie und bleibt unverändert.
- Katalyseformen
- Homogen: eine Phase. Heterogen: mehrere Phasen.
- Radikalische Substitution
- Radikale haben ein ungepaartes Elektron.
- Geschwindigkeitsgesetze (Leistungskurs)
- Mittlere Geschwindigkeit: v = Δc : Δt. Bei erster Ordnung gilt v = k · c.
- Autokatalyse und Oberfläche (Leistungskurs)
- Bei der Autokatalyse beschleunigt ein Produkt die Reaktion.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich untersuche, wie Temperatur, Konzentration und Zerteilungsgrad die Reaktionsgeschwindigkeit beeinflussen.
31Wie ändert sich die Reaktionsgeschwindigkeit, wenn Wasserstoffperoxid von 6 Prozent auf 3 Prozent verdünnt wird?Lösung zeigen
Ergebnis:Sie nimmt abIch erkläre die Reaktionsgeschwindigkeit mit der Stoßtheorie und der Aktivierungsenergie.
32Reaktion A hat Ea = 120 kJ/mol, Reaktion B hat Ea = 30 kJ/mol. Konzentration und Temperatur sind gleich. Welche läuft schneller?Lösung zeigen
Ergebnis:Reaktion B, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwindenIch wende die RGT-Regel an und beschreibe, wie sich die Geschwindigkeit während einer Reaktion ändert.
33Nach der RGT-Regel (Faktor 2 je 10 K) braucht eine Reaktion bei 20 Grad Celsius 80 Sekunden. Bestimme: Wie lange dauert sie bei 40 Grad Celsius?Lösung zeigen
Ergebnis:20 sIch erkläre Eigenschaften und Wirkungsweise von Katalysatoren mit Reaktionsweg und Übergangszustand.
34Ohne Katalysator gilt Ea = 120 kJ/mol, mit Katalysator Ea = 70 kJ/mol. Die Reaktion gibt 80 kJ/mol ab. Bestimme: Wie groß ist der Betrag der Reaktionsenthalpie mit Katalysator?Lösung zeigen
Ergebnis:80 kJ/molIch unterscheide homogene und heterogene Katalyse und erkläre Biokatalysatoren.
35Amylase im Speichel spaltet Stärke in Zucker. Wie ordnet man das ein?Lösung zeigen
Ergebnis:Biokatalyse, ein Enzym beschleunigt als BiokatalysatorIch beschreibe die radikalische Substitution von Alkanen mit Halogenen als Kettenreaktion.
36Welcher Schritt der radikalischen Substitution ist Br· + Br· → Br₂?Lösung zeigen
Ergebnis:Kettenabbruch, zwei Radikale bilden ein MolekülIch beschreibe die Reaktionsgeschwindigkeit quantitativ mit v = Δc : Δt und v = k · c (Leistungskurs).
37Die Konzentration eines Edukts sinkt in 10 s von 1,20 auf 1,10 mol/L. Wie groß ist die mittlere Reaktionsgeschwindigkeit (Betrag)?Lösung zeigen
Ergebnis:0,0100 mol/(L · s)Ich erkläre Autokatalyse und Oberflächenkatalyse mit Adsorption, Dissoziation und Desorption (Leistungskurs).
38Welcher Teilschritt der Oberflächenkatalyse wird beschrieben? Ein adsorbiertes Sauerstoffatom reagiert mit adsorbiertem Kohlenstoffmonoxid.Lösung zeigen
Ergebnis:Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Oberfläche
- alle Außenseiten zusammen
- Produkt
- was herauskommt, wenn man malnimmt
Lösungen
- Sie nimmt zu
- Sie nimmt ab
- Sie nimmt deutlich ab
- Reaktion B, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden
- Reaktion A, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden
- Reaktion A, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden
- 1,5 s
- 2 s
- Die Geschwindigkeit sinkt, weil die Edukte weniger werden
- 80 kJ/mol
- 140 kJ/mol
- 80 kJ/mol
- Homogene Katalyse, Katalysator und Reaktanden im selben Aggregatzustand
- Heterogene Katalyse, Katalysator und Reaktanden in verschiedenen Phasen
- Homogene Katalyse, Katalysator und Reaktanden in derselben Phase
- Kettenabbruch, zwei Radikale bilden ein Molekül
- Kettenfortpflanzung, ein Radikal erzeugt ein neues Radikal
- Kettenfortpflanzung, ein Radikal erzeugt ein neues
- 0,0100 mol/(L · s)
- 0,0400 mol/(L · s)
- Anfangs sind die Konzentrationen am höchsten
- Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander
- Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander
- Giftstoffe besetzen aktive Zentren des Katalysators
- 7,5 s
- 60 kJ/mol
- Biokatalyse, ein Enzym beschleunigt als natürlicher Biokatalysator
- 0,0100 mol/(L · s)
- Dissoziation, ein Molekül wird auf der Oberfläche gespalten
- Reaktion B, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden
- Sie nimmt ab
- Reaktion B, weil mehr Teilchen die niedrigere Barriere überwinden
- 20 s
- 80 kJ/mol
- Biokatalyse, ein Enzym beschleunigt als Biokatalysator
- Kettenabbruch, zwei Radikale bilden ein Molekül
- 0,0100 mol/(L · s)
- Oberflächenreaktion, gebundene Teilchen reagieren dort miteinander