Chemie · Klasse 12 · Kapitel
Umkehrbare Reaktionen – Hin- und Rückreaktion
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe die Umkehrbarkeit von Reaktionen und die Merkmale des dynamischen Gleichgewichts.
MerkenDynamisches Gleichgewicht
Im Gleichgewicht laufen Hin- und Rückreaktion gleich schnell weiter.
Die Konzentrationen sind konstant, aber nicht gleich.
BeispielUmkehrbarkeit und dynamisches Gleichgewicht
Schritt für Schritt
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
AchtungIm Gleichgewicht ruht die Reaktion
Im Gleichgewicht haben beide Reaktionen aufgehört.
Hin- und Rückreaktion laufen weiter und gleich schnell. Nur die Konzentrationen ändern sich nicht mehr.
Beschreibe auf der Teilchenebene, was im Gleichgewicht weiter geschieht. Nenne beide Richtungen.
ÜbenJetzt du
- ○1In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht NaCl(s) ⇌ Na⁺(aq) + Cl⁻(aq) in einer gesättigten Lösung mit Bodenkörper ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?So fängst du an:Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
Lösung zeigen
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich - ●2In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht H₂ + I₂ ⇌ 2 HI ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?
Lösung zeigen
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich - ★3In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht 2 SO₂ + O₂ ⇌ 2 SO₃ ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?
Lösung zeigen
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
2Ich formuliere das Massenwirkungsgesetz und deute die Gleichgewichtskonstante K.
MerkenMassenwirkungsgesetz
K = Produkte durch Edukte, Koeffizienten als Exponenten.
K größer als 1: Produkte überwiegen. K sagt nichts über die Geschwindigkeit.
BeispielMassenwirkungsgesetz und Gleichgewichtskonstante
Schritt für Schritt
- K = c(H₂) · c(I₂) : c²(HI).
- Einsetzen: c(HI) = 0,60, c(H₂) = 0,40, c(I₂) = 0,20.
- K = 0,22
- K = c(H₂) · c(I₂) : c²(HI).
- Einsetzen: c(HI) = 0,60, c(H₂) = 0,40, c(I₂) = 0,20.
- K = 0,22
AchtungKonzentrationen addiert statt multipliziert
K = (c(C) + c(D)) : (c(A) + c(B)).
Im MWG werden die Konzentrationen multipliziert: K = c(C) · c(D) : (c(A) · c(B)).
Setze die Werte ein und multipliziere im Zähler und im Nenner getrennt.
ÜbenJetzt du
- ○4Im Gleichgewicht 2 HI ⇌ H₂ + I₂ gilt (in mol/L) c(HI) = 0,10, c(H₂) = 0,80, c(I₂) = 0,60. Bestimme: Wie groß ist K?So fängst du an:K = c(H₂) · c(I₂) : c²(HI).
Lösung zeigen
- K = c(H₂) · c(I₂) : c²(HI).
- Einsetzen: c(HI) = 0,10, c(H₂) = 0,80, c(I₂) = 0,60.
- K = 48,00
Ergebnis:48,00 - ●5Für eine Reaktion gilt K = 10⁻⁴ bei 25 Grad Celsius. Was sagt das?
Lösung zeigen
- K ist Zähler durch Nenner, Produkte durch Edukte.
- K ist sehr klein, also ist der Zähler klein.
- Die Edukte überwiegen.
Ergebnis:Im Gleichgewicht überwiegen die Edukte - ★6Im Gleichgewicht CO + H₂O ⇌ CO₂ + H₂ gilt (in mol/L) c(CO) = 0,50, c(H₂O) = 0,20, c(CO₂) = 0,50, c(H₂) = 0,10. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c(CO₂) · c(H₂) : (c(CO) · c(H₂O)).
- Einsetzen: c(CO) = 0,50, c(H₂O) = 0,20, c(CO₂) = 0,50, c(H₂) = 0,10.
- K = 0,50
Ergebnis:0,50
3Ich berechne Gleichgewichtskonzentrationen mit dem Massenwirkungsgesetz für Reaktionen mit Δν = 0, auch bei der Estersynthese.
MerkenRechnen mit dem MWG
Bei Δν = 0 kürzt sich das Volumen heraus.
Ansatz: Menge gleich Anfang plus oder minus x, dann nach x lösen.
BeispielGleichgewichtskonzentrationen berechnen (Δν = 0) und Estersynthese
Schritt für Schritt
- K = (2 x)² : (1,5 − x)² = 16, Wurzel: 2 x : (1,5 − x) = 4.
- x = 1,5 · 4 : (2 + 4) = 1,00 mol.
- n(HI) = 2 x = 2,00 mol
- K = (2 x)² : (1,5 − x)² = 16, Wurzel: 2 x : (1,5 − x) = 4.
- x = 1,5 · 4 : (2 + 4) = 1,00 mol.
- n(HI) = 2 x = 2,00 mol
AchtungRestmenge statt Produktmenge angegeben
Gefragt ist die Menge Ester, ich gebe die Restmenge der Säure an.
x ist die Menge des Produkts, 1 − x die Restmenge des Edukts. Gefragt war x.
Schreib neben jede Zahl den Stoff. Lies die Frage noch einmal und wähle die passende Menge.
ÜbenJetzt du
- ○7A + B ⇌ C + D mit K = 9. Anfangs liegen nur A und B vor, je 1,0 mol. Bestimme: Wie viel mol C liegen im Gleichgewicht vor?So fängst du an:K = x² : (1,0 − x)² = 9, Wurzel: x : (1,0 − x) = 3.
Lösung zeigen
- K = x² : (1,0 − x)² = 9, Wurzel: x : (1,0 − x) = 3.
- x = 1,0 · 3 : (1 + 3)
- x = 0,75 mol
Ergebnis:0,75 mol - ●8H₂ + I₂ ⇌ 2 HI mit K = 16. Je 3,0 mol H₂ und I₂ werden eingesetzt. Bestimme: Wie viel mol HI liegen im Gleichgewicht vor?
Lösung zeigen
- K = (2 x)² : (3,0 − x)² = 16, Wurzel: 2 x : (3,0 − x) = 4.
- x = 3,0 · 4 : (2 + 4) = 2,00 mol.
- n(HI) = 2 x = 4,00 mol
Ergebnis:4,00 mol - ★9A + B ⇌ C + D mit K = 9. Anfangs liegen nur A und B vor, je 2,0 mol. Bestimme: Wie viel mol C liegen im Gleichgewicht vor?
Lösung zeigen
- K = x² : (2 − x)² = 9, Wurzel: x : (2 − x) = 3.
- x = 6 − 3 x, also 4 x = 6.
- x = 1,5 mol
Ergebnis:1,5 mol
4Ich beschreibe die Temperaturabhängigkeit von K und ihren Einfluss auf die Gleichgewichtslage.
MerkenTemperatur und K
K hängt nur von der Temperatur ab.
Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung, Abkühlen die exotherme.
BeispielTemperaturabhängigkeit von K und Gleichgewichtslage
Schritt für Schritt
- Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
- Bei exothermer Hinreaktion ist das die Rückreaktion.
- K sinkt.
- Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
- Bei exothermer Hinreaktion ist das die Rückreaktion.
- K sinkt.
AchtungWirkung der Temperatur falsch vorhergesagt
Erwärmen begünstigt immer die Hinreaktion oder die Reaktion zu den Produkten.
Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung. Ist die Hinreaktion exotherm, ist das die Rückreaktion.
Bestimme erst, ob die Hinreaktion exotherm oder endotherm ist. Nimm dann die Richtung, die Wärme aufnimmt.
ÜbenJetzt du
- ○10Die Hinreaktion von N₂ + 3 H₂ ⇌ 2 NH₃ ist exotherm. Wie verschiebt sich das Gleichgewicht, wenn die Temperatur erhöht wird?So fängst du an:Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
Lösung zeigen
- Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
- Die Hinreaktion ist exotherm.
- Zur Eduktseite, K sinkt.
Ergebnis:Zur Eduktseite, K verkleinert sich - ●11Die Hinreaktion von CH₄ + H₂O ⇌ CO + 3 H₂ ist endotherm. Wie verschiebt sich das Gleichgewicht, wenn die Temperatur erhöht wird?
Lösung zeigen
- Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
- Die Hinreaktion ist endotherm.
- Zur Produktseite, K steigt.
Ergebnis:Zur Produktseite, K steigt - ★12Eine Reaktion hat K = 0,5 bei 300 K und K = 5 bei 500 K. Welche Aussage gilt für die Hinreaktion?
Lösung zeigen
- K wächst mit der Temperatur.
- Das passiert bei Begünstigung der Hinreaktion durch Wärme.
- Die Hinreaktion ist endotherm.
Ergebnis:Sie ist endotherm, K steigt mit der Temperatur
5Ich sage mit dem Prinzip von Le Chatelier die Wirkung von Konzentration, Druck und Katalysator voraus.
MerkenPrinzip von Le Chatelier
Das System weicht dem Zwang aus.
Mehr Edukt verschiebt zu den Produkten, mehr Druck zur Seite mit weniger Gasteilchen.
BeispielPrinzip von Le Chatelier: Konzentration, Druck, Katalysator
Schritt für Schritt
- Der Katalysator senkt die Aktivierungsenergie beider Richtungen.
- Beide Reaktionen werden gleich stark beschleunigt.
- Die Lage bleibt, das Gleichgewicht ist früher erreicht.
- Der Katalysator senkt die Aktivierungsenergie beider Richtungen.
- Beide Reaktionen werden gleich stark beschleunigt.
- Die Lage bleibt, das Gleichgewicht ist früher erreicht.
AchtungKatalysator verschiebt das Gleichgewicht
Ein Katalysator erhöht die Ausbeute oder lässt K steigen.
Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion gleich stark. Die Lage und K bleiben unverändert, das Gleichgewicht wird nur früher erreicht.
Zeichne das Energiediagramm mit Katalysator und markiere beide Aktivierungsenergien. Was ändert sich nicht?
ÜbenJetzt du
- ○13Wie reagiert das Gleichgewicht CaCO₃(s) ⇌ CaO(s) + CO₂(g), wenn ein Katalysator zugegeben wird?So fängst du an:Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion gleichermaßen.
Lösung zeigen
- Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion gleichermaßen.
- Die Lage ändert sich nicht.
- Es verschiebt sich gar nicht.
Ergebnis:Es verschiebt sich gar nicht - ●14Wie reagiert das Gleichgewicht CaCO₃(s) ⇌ CaO(s) + CO₂(g), wenn CO₂ zusätzlich zugegeben wird?
Lösung zeigen
- Das System weicht dem Zwang aus.
- Es wirkt der Änderung entgegen.
- Es verschiebt sich zur Eduktseite.
Ergebnis:Es verschiebt sich Richtung Eduktseite - ★15Im Gleichgewicht H₂ + I₂ ⇌ 2 HI wird der Druck durch Verkleinern des Volumens erhöht. Was folgt für die Lage?
Lösung zeigen
- Links stehen zwei Gasteilchen: ein H₂ und ein I₂.
- Rechts stehen ebenfalls zwei: 2 HI.
- Ein Druckzwang begünstigt keine Seite.
Ergebnis:Keine Verschiebung, beiderseits gleich viele Teilchen
6Ich leite das Massenwirkungsgesetz aus den Geschwindigkeiten von Hin- und Rückreaktion her (Leistungskurs).
MerkenHerleitung des MWG (Leistungskurs)
Im Gleichgewicht gilt v(hin) = v(rück), daraus folgt K = k(hin) : k(rück).
Gleich sind die Geschwindigkeiten, nicht die Konzentrationen.
BeispielHerleitung des Massenwirkungsgesetzes (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 0,40 : 0,40
- K = 1,00
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 0,40 : 0,40
- K = 1,00
AchtungIm Gleichgewicht sind alle Konzentrationen gleich
Im Gleichgewicht haben Edukte und Produkte die gleiche Konzentration.
Konzentrationen sind konstant, aber meist verschieden. Das Verhältnis legt K fest.
Rechne mit einer Reaktion mit K = 4: Welches Verhältnis der Konzentrationen folgt daraus?
ÜbenJetzt du
- ○16Eine Reaktion hat k(hin) = 0,20 und k(rück) = 0,25 (gleiche Einheit). Bestimme: Wie groß ist K?So fängst du an:K = k(hin) : k(rück).
Lösung zeigen
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 0,20 : 0,25
- K = 0,80
Ergebnis:0,80 - ●17Warum bedeutet v(hin) = v(rück) nicht, dass alle Konzentrationen gleich sind?
Lösung zeigen
- v = k · c.
- Bei verschiedenem k braucht gleiches v verschiedenes c.
- Die Konzentrationen müssen nicht gleich sein.
Ergebnis:Gleich sind die Geschwindigkeiten, nicht die Konzentrationen - ★18Bei Erwärmung wächst k(hin) einer endothermen Hinreaktion stärker als k(rück). Was folgt für K?
Lösung zeigen
- K = k(hin) : k(rück).
- k(hin) wächst stärker als k(rück).
- Der Quotient und damit K steigen.
Ergebnis:K steigt, weil der Quotient k(hin) : k(rück) wächst
7Ich erkläre die säurekatalysierte Estersynthese mechanistisch und die Rolle des Katalysators (Leistungskurs).
MerkenEstersynthese (Leistungskurs)
Die Säure protoniert die Carbonylgruppe, der Alkohol greift an, Wasser wird abgespalten.
Die Lage ändert sich nicht.
BeispielSäurekatalysierte Estersynthese (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- Die Säure Propansäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Methanol liefert den Rest methyl.
- Der Ester heißt Propansäuremethylester.
- Die Säure Propansäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Methanol liefert den Rest methyl.
- Der Ester heißt Propansäuremethylester.
AchtungEster falsch benannt
Aus Essigsäure und Ethanol entsteht Essigsäuremethylester.
Der Name besteht aus dem Säurenamen und dem Alkylrest des Alkohols: Essigsäure plus Ethanol ergibt Essigsäureethylester.
Schreib die Namen der Säure und des Alkylrests nebeneinander und setze sie zum Estername zusammen.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus Essigsäure und Ethanol entsteht bei der säurekatalysierten Estersynthese ein Ester. Wie heißt er?So fängst du an:Die Säure Essigsäure liefert den Säureteil.
Lösung zeigen
- Die Säure Essigsäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Ethanol liefert den Rest ethyl.
- Der Ester heißt Essigsäureethylester.
Ergebnis:Essigsäureethylester - ●20Aus Ameisensäure und Ethanol entsteht bei der säurekatalysierten Estersynthese ein Ester. Wie heißt er?
Lösung zeigen
- Die Säure Ameisensäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Ethanol liefert den Rest ethyl.
- Der Ester heißt Ameisensäureethylester.
Ergebnis:Ameisensäureethylester - ★21Warum nennt man die Estersynthese eine Kondensationsreaktion?
Lösung zeigen
- Säure und Alkohol verbinden sich.
- Dabei wird ein Wassermolekül abgespalten.
- Verbinden unter Abspaltung eines kleinen Moleküls ist eine Kondensationsreaktion.
Ergebnis:Zwei Moleküle verbinden sich unter Wasserabspaltung
8Ich wende das Massenwirkungsgesetz auf das Haber-Bosch-Verfahren an (Leistungskurs).
MerkenHaber-Bosch-Verfahren (Leistungskurs)
Hoher Druck und Entfernen von NH₃ erhöhen die Ausbeute.
Tiefe Temperatur auch, aber der Katalysator braucht etwa 450 Grad Celsius.
BeispielHaber-Bosch-Verfahren und MWG (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- K = c²(NO₂) : (c(N₂O₄)).
- Einsetzen: c(N₂O₄) = 1,0, c(NO₂) = 3,0.
- K = 9,00 mol/L
- K = c²(NO₂) : (c(N₂O₄)).
- Einsetzen: c(N₂O₄) = 1,0, c(NO₂) = 3,0.
- K = 9,00 mol/L
AchtungKoeffizienten nicht als Exponenten geschrieben
K = c(NH₃) : (c(N₂) · c(H₂)).
Die Koeffizienten der Gleichung werden zu Exponenten: K = c²(NH₃) : (c(N₂) · c³(H₂)).
Schreib die Koeffizienten aus der Gleichung als Hochzahlen an die Konzentrationen.
ÜbenJetzt du
- ○22Im Gleichgewicht N₂ + 3 H₂ ⇌ 2 NH₃ gilt (in mol/L) c(N₂) = 2,0, c(H₂) = 0,5, c(NH₃) = 3,0. Bestimme: Wie groß ist K?So fängst du an:K = c²(NH₃) : (c(N₂) · c³(H₂)).
Lösung zeigen
- K = c²(NH₃) : (c(N₂) · c³(H₂)).
- Einsetzen: c(N₂) = 2,0, c(H₂) = 0,5, c(NH₃) = 3,0.
- K = 36,00 L²/mol²
Ergebnis:36,00 L²/mol² - ●23Im Gleichgewicht N₂ + 3 H₂ ⇌ 2 NH₃ gilt (in mol/L) c(N₂) = 1,5, c(H₂) = 1,0, c(NH₃) = 4,0. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c²(NH₃) : (c(N₂) · c³(H₂)).
- Einsetzen: c(N₂) = 1,5, c(H₂) = 1,0, c(NH₃) = 4,0.
- K = 10,67 L²/mol²
Ergebnis:10,67 L²/mol² - ★24Im Gleichgewicht CO + 2 H₂ ⇌ CH₃OH gilt (in mol/L) c(CO) = 4,0, c(H₂) = 0,5, c(CH₃OH) = 1,5. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c(CH₃OH) : (c(CO) · c²(H₂)).
- Einsetzen: c(CO) = 4,0, c(H₂) = 0,5, c(CH₃OH) = 1,5.
- K = 1,50 L²/mol²
Ergebnis:1,50 L²/mol²
9Ich beschreibe das Löslichkeitsgleichgewicht mit dem Löslichkeitsprodukt und die konduktometrische Fällungstitration (Leistungskurs).
MerkenLöslichkeitsgleichgewicht (Leistungskurs)
KL ist das Produkt der Ionenkonzentrationen der gesättigten Lösung, ohne Feststoff.
Es fällt aus, wenn das Ionenprodukt KL übersteigt.
BeispielLöslichkeitsprodukt, Fällung und konduktometrische Titration (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- Gemeinsame Ionen erhöhen eine Konzentration im KL-Ausdruck.
- Das Produkt der Konzentrationen darf KL nicht übersteigen.
- Daher fällt Salz aus, die Löslichkeit sinkt.
- Gemeinsame Ionen erhöhen eine Konzentration im KL-Ausdruck.
- Das Produkt der Konzentrationen darf KL nicht übersteigen.
- Daher fällt Salz aus, die Löslichkeit sinkt.
AchtungGleichnamiges Ion erhöht die Löslichkeit
Fügt man ein gemeinsames Ion zu, löst sich mehr Salz.
Ein gemeinsames Ion erhöht eine Konzentration im Produkt. Damit KL gleich bleibt, fällt Salz aus: Die Löslichkeit sinkt.
Setze die erhöhte Konzentration in KL ein und berechne, wie die andere Ionenkonzentration sinken muss.
ÜbenJetzt du
- ○25KL(Calciumcarbonat) = 3,3 · 10⁻⁹ mol²/L², M = 100 g/mol. Das Salz hat das Verhältnis 1 : 1. Bestimme: Welche Löslichkeit hat es in Wasser?So fängst du an:Beide Ionen haben die Konzentration L, also KL = L².
Lösung zeigen
- Beide Ionen haben die Konzentration L, also KL = L².
- L = Wurzel aus KL = 57 µmol/L.
- In Masse: L · M = 5,7 mg/L
Ergebnis:5,7 mg/L - ●26Die Löslichkeit von Calciumcarbonat in Wasser soll verringert werden. Welche Maßnahme wirkt?
Lösung zeigen
- Gemeinsame Ionen erhöhen eine Konzentration im KL-Ausdruck.
- Das Produkt der Konzentrationen darf KL nicht übersteigen.
- Daher fällt Salz aus, die Löslichkeit sinkt.
Ergebnis:Nach Zugabe von Natriumcarbonatlösung sinkt die Löslichkeit - ★27Natriumchloridlösung wird mit Silbernitratlösung titriert und die Leitfähigkeit gemessen. Wie verläuft sie?
Lösung zeigen
- Bis zum Äquivalenzpunkt wird Cl⁻ durch NO₃⁻ ersetzt.
- Beide leiten ähnlich gut, die Leitfähigkeit ändert sich kaum.
- Danach wachsen die Ionen im Überschuss, sie steigt.
Ergebnis:Erst fast konstant, dann ansteigend
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●28Estersynthese: CH₃COOH + C₂H₅OH ⇌ CH₃COOC₂H₅ + H₂O mit K = 4. Je 1,0 mol Säure und Alkohol werden gemischt. Bestimme: Wie viel mol Ester liegen im Gleichgewicht vor?
Lösung zeigen
- K = x² : (1 − x)² = 4.
- Wurzel ziehen: x : (1 − x) = 2, also x = 2 − 2x.
- x = 0,67 mol
Ergebnis:0,67 mol - ●29Wie reagiert das Gleichgewicht H₂(g) + I₂(g) ⇌ 2 HI(g), wenn H₂ zusätzlich zugegeben wird?
Lösung zeigen
- Das System weicht dem Zwang aus.
- Es wirkt der Änderung entgegen.
- Es verschiebt sich zur Produktseite.
Ergebnis:Es verschiebt sich zur Produktseite - ●30Eine Reaktion hat k(hin) = 2,00 und k(rück) = 0,25 (gleiche Einheit). Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 2,00 : 0,25
- K = 8,00
Ergebnis:8,00 - ●31Welche Rolle spielt die Säure bei der Estersynthese?
Lösung zeigen
- Das Proton lagert sich an den Sauerstoff der Carbonylgruppe an.
- Der Carbonylkohlenstoff wird dadurch positiver.
- Der Alkohol kann nun angreifen.
Ergebnis:Sie protoniert die Carbonylgruppe und aktiviert sie - ●32Im Gleichgewicht 2 SO₂ + O₂ ⇌ 2 SO₃ gilt (in mol/L) c(SO₂) = 1,0, c(O₂) = 3,0, c(SO₃) = 2,0. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c²(SO₃) : (c²(SO₂) · c(O₂)).
- Einsetzen: c(SO₂) = 1,0, c(O₂) = 3,0, c(SO₃) = 2,0.
- K = 1,33 L/mol
Ergebnis:1,33 L/mol - ●33Die Löslichkeit von Calciumhydroxid in Wasser soll verringert werden. Welche Maßnahme wirkt?
Lösung zeigen
- Gemeinsame Ionen erhöhen eine Konzentration im KL-Ausdruck.
- Das Produkt der Konzentrationen darf KL nicht übersteigen.
- Daher fällt Salz aus, die Löslichkeit sinkt.
Ergebnis:Nach Zugabe von Calciumchloridlösung sinkt die Löslichkeit
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Dynamisches Gleichgewicht
- Im Gleichgewicht laufen Hin- und Rückreaktion gleich schnell weiter.
- Massenwirkungsgesetz
- K = Produkte durch Edukte, Koeffizienten als Exponenten.
- Rechnen mit dem MWG
- Bei Δν = 0 kürzt sich das Volumen heraus.
- Temperatur und K
- K hängt nur von der Temperatur ab.
- Prinzip von Le Chatelier
- Das System weicht dem Zwang aus.
- Herleitung des MWG (Leistungskurs)
- Im Gleichgewicht gilt v(hin) = v(rück), daraus folgt K = k(hin) : k(rück).
- Estersynthese (Leistungskurs)
- Die Säure protoniert die Carbonylgruppe, der Alkohol greift an, Wasser wird abgespalten.
- Haber-Bosch-Verfahren (Leistungskurs)
- Hoher Druck und Entfernen von NH₃ erhöhen die Ausbeute.
- Löslichkeitsgleichgewicht (Leistungskurs)
- KL ist das Produkt der Ionenkonzentrationen der gesättigten Lösung, ohne Feststoff.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe die Umkehrbarkeit von Reaktionen und die Merkmale des dynamischen Gleichgewichts.
34In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht CaCO₃(s) ⇌ CaO(s) + CO₂(g) ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?Lösung zeigen
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleichIch formuliere das Massenwirkungsgesetz und deute die Gleichgewichtskonstante K.
35Im Gleichgewicht CO + H₂O ⇌ CO₂ + H₂ gilt (in mol/L) c(CO) = 0,10, c(H₂O) = 0,60, c(CO₂) = 0,60, c(H₂) = 0,50. Bestimme: Wie groß ist K?Lösung zeigen
Ergebnis:5,00Ich berechne Gleichgewichtskonzentrationen mit dem Massenwirkungsgesetz für Reaktionen mit Δν = 0, auch bei der Estersynthese.
36H₂ + I₂ ⇌ 2 HI mit K = 49. Je 1,5 mol H₂ und I₂ werden eingesetzt. Bestimme: Wie viel mol HI liegen im Gleichgewicht vor?Lösung zeigen
Ergebnis:2,33 molIch beschreibe die Temperaturabhängigkeit von K und ihren Einfluss auf die Gleichgewichtslage.
37Die Hinreaktion von H₂ + I₂ ⇌ 2 HI ist exotherm. Wie verschiebt sich das Gleichgewicht, wenn die Temperatur erhöht wird?Lösung zeigen
Ergebnis:Zur Eduktseite, K sinktIch sage mit dem Prinzip von Le Chatelier die Wirkung von Konzentration, Druck und Katalysator voraus.
38Wie reagiert das Gleichgewicht CaCO₃(s) ⇌ CaO(s) + CO₂(g), wenn ein Katalysator zugegeben wird?Lösung zeigen
Ergebnis:Es verschiebt sich gar nichtIch leite das Massenwirkungsgesetz aus den Geschwindigkeiten von Hin- und Rückreaktion her (Leistungskurs).
39Eine Reaktion hat k(hin) = 2,00 und k(rück) = 1,00 (gleiche Einheit). Bestimme: Wie groß ist K?Lösung zeigen
Ergebnis:2,00Ich erkläre die säurekatalysierte Estersynthese mechanistisch und die Rolle des Katalysators (Leistungskurs).
40Wie heißt der Teilschritt, in dem das Alkoholmolekül an den protonierten Carbonylkohlenstoff tritt?Lösung zeigen
Ergebnis:Nucleophiler AngriffIch wende das Massenwirkungsgesetz auf das Haber-Bosch-Verfahren an (Leistungskurs).
41Im Gleichgewicht N₂ + 3 H₂ ⇌ 2 NH₃ gilt (in mol/L) c(N₂) = 1,0, c(H₂) = 0,5, c(NH₃) = 2,0. Bestimme: Wie groß ist K?Lösung zeigen
Ergebnis:32,00 L²/mol²Ich beschreibe das Löslichkeitsgleichgewicht mit dem Löslichkeitsprodukt und die konduktometrische Fällungstitration (Leistungskurs).
42KL(Bariumcarbonat) = 5,1 · 10⁻⁹ mol²/L², M = 197 g/mol. Das Salz hat das Verhältnis 1 : 1. Bestimme: Welche Löslichkeit hat es in Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:14 mg/L
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Produkt
- was herauskommt, wenn man malnimmt
- Volumen
- wie viel hineinpasst
Lösungen
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- 48,00
- Im Gleichgewicht überwiegen die Edukte
- 0,50
- 0,75 mol
- 4,00 mol
- 1,5 mol
- Zur Eduktseite, K verkleinert sich
- Zur Produktseite, K steigt
- Sie ist endotherm, K steigt mit der Temperatur
- Es verschiebt sich gar nicht
- Es verschiebt sich Richtung Eduktseite
- Keine Verschiebung, beiderseits gleich viele Teilchen
- 0,80
- Gleich sind die Geschwindigkeiten, nicht die Konzentrationen
- K steigt, weil der Quotient k(hin) : k(rück) wächst
- Essigsäureethylester
- Ameisensäureethylester
- Zwei Moleküle verbinden sich unter Wasserabspaltung
- 36,00 L²/mol²
- 10,67 L²/mol²
- 1,50 L²/mol²
- 5,7 mg/L
- Nach Zugabe von Natriumcarbonatlösung sinkt die Löslichkeit
- Erst fast konstant, dann ansteigend
- 0,67 mol
- Es verschiebt sich zur Produktseite
- 8,00
- Sie protoniert die Carbonylgruppe und aktiviert sie
- 1,33 L/mol
- Nach Zugabe von Calciumchloridlösung sinkt die Löslichkeit
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- 5,00
- 2,33 mol
- Zur Eduktseite, K sinkt
- Es verschiebt sich gar nicht
- 2,00
- Nucleophiler Angriff
- 32,00 L²/mol²
- 14 mg/L