Chemie · Klasse 12 · Kapitel
Umkehrbare Reaktionen – Hin- und Rückreaktion
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe die Umkehrbarkeit von Reaktionen und die Merkmale des dynamischen Gleichgewichts.
MerkenDynamisches Gleichgewicht
Im Gleichgewicht laufen Hin- und Rückreaktion gleich schnell weiter.
Die Konzentrationen sind konstant, aber nicht gleich.
BeispielUmkehrbarkeit und dynamisches Gleichgewicht
Schritt für Schritt
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
AchtungIm Gleichgewicht ruht die Reaktion
Im Gleichgewicht haben beide Reaktionen aufgehört.
Hin- und Rückreaktion laufen weiter und gleich schnell. Nur die Konzentrationen ändern sich nicht mehr.
Beschreibe auf der Teilchenebene, was im Gleichgewicht weiter geschieht. Nenne beide Richtungen.
ÜbenJetzt du
- ○1In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht CH₃COOH + C₂H₅OH ⇌ CH₃COOC₂H₅ + H₂O ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?So fängst du an:Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
Lösung zeigen
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich - ●2In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht N₂O₄ ⇌ 2 NO₂ ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?
Lösung zeigen
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich - ★3In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht 2 SO₂ + O₂ ⇌ 2 SO₃ ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?
Lösung zeigen
- Konstante Konzentrationen zeigen gleiche Geschwindigkeiten an.
- Beide Reaktionen laufen weiter.
- Es wird gleich viel gebildet wie zerlegt.
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
2Ich formuliere das Massenwirkungsgesetz und deute die Gleichgewichtskonstante K.
MerkenMassenwirkungsgesetz
K = Produkte durch Edukte, Koeffizienten als Exponenten.
K größer als 1: Produkte überwiegen. K sagt nichts über die Geschwindigkeit.
BeispielMassenwirkungsgesetz und Gleichgewichtskonstante
Schritt für Schritt
- K = c(CO₂) · c(H₂) : (c(CO) · c(H₂O)).
- Einsetzen: c(CO) = 0,80, c(H₂O) = 0,60, c(CO₂) = 0,30, c(H₂) = 0,50.
- K = 0,31
- K = c(CO₂) · c(H₂) : (c(CO) · c(H₂O)).
- Einsetzen: c(CO) = 0,80, c(H₂O) = 0,60, c(CO₂) = 0,30, c(H₂) = 0,50.
- K = 0,31
AchtungZähler und Nenner im MWG vertauscht
K = (c(N₂) · c³(H₂)) : c²(NH₃).
Produkte stehen im Zähler, Edukte im Nenner: K = c²(NH₃) : (c(N₂) · c³(H₂)).
Schreib zuerst die Produkte in den Zähler. Prüfe, ob ein großes K viele Produkte bedeutet.
ÜbenJetzt du
- ○4Im Gleichgewicht 2 HI ⇌ H₂ + I₂ gilt (in mol/L) c(HI) = 0,25, c(H₂) = 0,10, c(I₂) = 0,30. Bestimme: Wie groß ist K?So fängst du an:K = c(H₂) · c(I₂) : c²(HI).
Lösung zeigen
- K = c(H₂) · c(I₂) : c²(HI).
- Einsetzen: c(HI) = 0,25, c(H₂) = 0,10, c(I₂) = 0,30.
- K = 0,48
Ergebnis:0,48 - ●5Im Gleichgewicht 2 HI ⇌ H₂ + I₂ gilt (in mol/L) c(HI) = 0,30, c(H₂) = 0,60, c(I₂) = 0,50. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c(H₂) · c(I₂) : c²(HI).
- Einsetzen: c(HI) = 0,30, c(H₂) = 0,60, c(I₂) = 0,50.
- K = 3,33
Ergebnis:3,33 - ★6Im Gleichgewicht CO + H₂O ⇌ CO₂ + H₂ gilt (in mol/L) c(CO) = 0,10, c(H₂O) = 0,40, c(CO₂) = 0,10, c(H₂) = 0,80. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c(CO₂) · c(H₂) : (c(CO) · c(H₂O)).
- Einsetzen: c(CO) = 0,10, c(H₂O) = 0,40, c(CO₂) = 0,10, c(H₂) = 0,80.
- K = 2,00
Ergebnis:2,00
3Ich berechne Gleichgewichtskonzentrationen mit dem Massenwirkungsgesetz für Reaktionen mit Δν = 0, auch bei der Estersynthese.
MerkenRechnen mit dem MWG
Bei Δν = 0 kürzt sich das Volumen heraus.
Ansatz: Menge gleich Anfang plus oder minus x, dann nach x lösen.
BeispielGleichgewichtskonzentrationen berechnen (Δν = 0) und Estersynthese
Schritt für Schritt
- K = (2 x)² : (0,5 − x)² = 25, Wurzel: 2 x : (0,5 − x) = 5.
- x = 0,5 · 5 : (2 + 5) = 0,36 mol.
- n(HI) = 2 x = 0,71 mol
- K = (2 x)² : (0,5 − x)² = 25, Wurzel: 2 x : (0,5 − x) = 5.
- x = 0,5 · 5 : (2 + 5) = 0,36 mol.
- n(HI) = 2 x = 0,71 mol
AchtungWurzel beim Ansatz vergessen
Aus x² : (1 − x)² = 4 folgt x : (1 − x) = 4, also x = 0,80.
Wurzel aus beiden Seiten: x : (1 − x) = 2, also x = 0,67.
Nimm die Wurzel auf beiden Seiten und löse danach nach x auf. Setze das Ergebnis zur Probe in das MWG ein.
ÜbenJetzt du
- ○7H₂ + I₂ ⇌ 2 HI mit K = 49. Je 0,5 mol H₂ und I₂ werden eingesetzt. Bestimme: Wie viel mol HI liegen im Gleichgewicht vor?So fängst du an:K = (2 x)² : (0,5 − x)² = 49, Wurzel: 2 x : (0,5 − x) = 7.
Lösung zeigen
- K = (2 x)² : (0,5 − x)² = 49, Wurzel: 2 x : (0,5 − x) = 7.
- x = 0,5 · 7 : (2 + 7) = 0,39 mol.
- n(HI) = 2 x = 0,78 mol
Ergebnis:0,78 mol - ●8H₂ + I₂ ⇌ 2 HI mit K = 9. Je 1,0 mol H₂ und I₂ werden eingesetzt. Bestimme: Wie viel mol HI liegen im Gleichgewicht vor?
Lösung zeigen
- K = (2 x)² : (1,0 − x)² = 9, Wurzel: 2 x : (1,0 − x) = 3.
- x = 1,0 · 3 : (2 + 3) = 0,60 mol.
- n(HI) = 2 x = 1,20 mol
Ergebnis:1,20 mol - ★9H₂ + I₂ ⇌ 2 HI mit K = 16. Je 2,0 mol H₂ und I₂ werden eingesetzt. Bestimme: Wie viel mol HI liegen im Gleichgewicht vor?
Lösung zeigen
- K = (2 x)² : (2,0 − x)² = 16, Wurzel: 2 x : (2,0 − x) = 4.
- x = 2,0 · 4 : (2 + 4) = 1,33 mol.
- n(HI) = 2 x = 2,67 mol
Ergebnis:2,67 mol
4Ich beschreibe die Temperaturabhängigkeit von K und ihren Einfluss auf die Gleichgewichtslage.
MerkenTemperatur und K
K hängt nur von der Temperatur ab.
Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung, Abkühlen die exotherme.
BeispielTemperaturabhängigkeit von K und Gleichgewichtslage
Schritt für Schritt
- Abkühlen begünstigt die exotherme Richtung.
- Die Hinreaktion ist endotherm.
- Zur Eduktseite, K sinkt.
- Abkühlen begünstigt die exotherme Richtung.
- Die Hinreaktion ist endotherm.
- Zur Eduktseite, K sinkt.
AchtungWirkung der Temperatur falsch vorhergesagt
Erwärmen begünstigt immer die Hinreaktion oder die Reaktion zu den Produkten.
Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung. Ist die Hinreaktion exotherm, ist das die Rückreaktion.
Bestimme erst, ob die Hinreaktion exotherm oder endotherm ist. Nimm dann die Richtung, die Wärme aufnimmt.
ÜbenJetzt du
- ○10Die Ammoniaksynthese ist exotherm. Was geschieht mit K, wenn die Temperatur steigt?So fängst du an:Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
Lösung zeigen
- Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
- Bei exothermer Hinreaktion ist das die Rückreaktion.
- K sinkt.
Ergebnis:K sinkt, das Gleichgewicht verschiebt sich zu den Edukten - ●11Die Hinreaktion von PCl₅ ⇌ PCl₃ + Cl₂ ist endotherm. Wie verschiebt sich das Gleichgewicht, wenn die Temperatur erhöht wird?
Lösung zeigen
- Erwärmen begünstigt die endotherme Richtung.
- Die Hinreaktion ist endotherm.
- Zur Produktseite, K steigt.
Ergebnis:Zur Produktseite, K steigt - ★12Eine Reaktion hat K = 0,5 bei 300 K und K = 5 bei 500 K. Welche Aussage gilt für die Hinreaktion?
Lösung zeigen
- K wächst mit der Temperatur.
- Das passiert bei Begünstigung der Hinreaktion durch Wärme.
- Die Hinreaktion ist endotherm.
Ergebnis:Sie ist endotherm, K steigt mit der Temperatur
5Ich sage mit dem Prinzip von Le Chatelier die Wirkung von Konzentration, Druck und Katalysator voraus.
MerkenPrinzip von Le Chatelier
Das System weicht dem Zwang aus.
Mehr Edukt verschiebt zu den Produkten, mehr Druck zur Seite mit weniger Gasteilchen.
BeispielPrinzip von Le Chatelier: Konzentration, Druck, Katalysator
Schritt für Schritt
- Mehr H₂ ist ein Zwang.
- Das System verbraucht H₂.
- Es entsteht mehr NH₃.
- Mehr H₂ ist ein Zwang.
- Das System verbraucht H₂.
- Es entsteht mehr NH₃.
AchtungGleichgewicht verschiebt sich in Richtung des Zwangs
Fügt man Edukt zu, verschiebt sich das Gleichgewicht zu noch mehr Edukt.
Das System weicht dem Zwang aus: Es verbraucht das zugegebene Edukt und bildet mehr Produkt.
Nenne den Zwang und frag dich, wie das System ihn verkleinern kann.
ÜbenJetzt du
- ○13Wie reagiert das Gleichgewicht N₂O₄(g) ⇌ 2 NO₂(g), wenn ein Katalysator zugegeben wird?So fängst du an:Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion gleichermaßen.
Lösung zeigen
- Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion gleichermaßen.
- Die Lage ändert sich nicht.
- Es verschiebt sich gar nicht.
Ergebnis:Es verschiebt sich überhaupt nicht - ●14Wie reagiert das Gleichgewicht 2 CO(g) + O₂(g) ⇌ 2 CO₂(g), wenn ein Katalysator zugegeben wird?
Lösung zeigen
- Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion gleichermaßen.
- Die Lage ändert sich nicht.
- Es verschiebt sich gar nicht.
Ergebnis:Es verschiebt sich gar nicht - ★15Im Gleichgewicht H₂ + I₂ ⇌ 2 HI wird der Druck durch Verkleinern des Volumens erhöht. Was folgt für die Lage?
Lösung zeigen
- Links stehen zwei Gasteilchen: ein H₂ und ein I₂.
- Rechts stehen ebenfalls zwei: 2 HI.
- Ein Druckzwang begünstigt keine Seite.
Ergebnis:Keine Verschiebung, beiderseits gleich viele Teilchen
6Ich leite das Massenwirkungsgesetz aus den Geschwindigkeiten von Hin- und Rückreaktion her (Leistungskurs).
MerkenHerleitung des MWG (Leistungskurs)
Im Gleichgewicht gilt v(hin) = v(rück), daraus folgt K = k(hin) : k(rück).
Gleich sind die Geschwindigkeiten, nicht die Konzentrationen.
BeispielHerleitung des Massenwirkungsgesetzes (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 0,80 : 2,00
- K = 0,40
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 0,80 : 2,00
- K = 0,40
AchtungQuotient der Geschwindigkeitskonstanten umgedreht
K = k(rück) : k(hin).
Aus k(hin) · c(A) · c(B) = k(rück) · c(C) · c(D) folgt K = c(C) · c(D) : (c(A) · c(B)) = k(hin) : k(rück).
Setze die Geschwindigkeiten gleich und löse nach dem Quotienten der Konzentrationen auf. Lies ab, welches k oben steht.
ÜbenJetzt du
- ○16Eine Reaktion hat k(hin) = 1,00 und k(rück) = 2,00 (gleiche Einheit). Bestimme: Wie groß ist K?So fängst du an:K = k(hin) : k(rück).
Lösung zeigen
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 1,00 : 2,00
- K = 0,50
Ergebnis:0,50 - ●17Eine Reaktion hat k(hin) = 0,50 und k(rück) = 0,40 (gleiche Einheit). Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 0,50 : 0,40
- K = 1,25
Ergebnis:1,25 - ★18Bei Erwärmung wächst k(hin) einer endothermen Hinreaktion stärker als k(rück). Was folgt für K?
Lösung zeigen
- K = k(hin) : k(rück).
- k(hin) wächst stärker als k(rück).
- Der Quotient und damit K steigen.
Ergebnis:K steigt, weil der Quotient k(hin) : k(rück) wächst
7Ich erkläre die säurekatalysierte Estersynthese mechanistisch und die Rolle des Katalysators (Leistungskurs).
MerkenEstersynthese (Leistungskurs)
Die Säure protoniert die Carbonylgruppe, der Alkohol greift an, Wasser wird abgespalten.
Die Lage ändert sich nicht.
BeispielSäurekatalysierte Estersynthese (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- Die Säure Buttersäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Methanol liefert den Rest methyl.
- Der Ester heißt Buttersäuremethylester.
- Die Säure Buttersäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Methanol liefert den Rest methyl.
- Der Ester heißt Buttersäuremethylester.
AchtungEster falsch benannt
Aus Essigsäure und Ethanol entsteht Essigsäuremethylester.
Der Name besteht aus dem Säurenamen und dem Alkylrest des Alkohols: Essigsäure plus Ethanol ergibt Essigsäureethylester.
Schreib die Namen der Säure und des Alkylrests nebeneinander und setze sie zum Estername zusammen.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus Ameisensäure und Ethanol entsteht bei der säurekatalysierten Estersynthese ein Ester. Wie heißt er?So fängst du an:Die Säure Ameisensäure liefert den Säureteil.
Lösung zeigen
- Die Säure Ameisensäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Ethanol liefert den Rest ethyl.
- Der Ester heißt Ameisensäureethylester.
Ergebnis:Ameisensäureethylester - ●20Aus Propansäure und Ethanol entsteht bei der säurekatalysierten Estersynthese ein Ester. Wie heißt er?
Lösung zeigen
- Die Säure Propansäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Ethanol liefert den Rest ethyl.
- Der Ester heißt Propansäureethylester.
Ergebnis:Propansäureethylester - ★21Aus Essigsäure und Methanol entsteht bei der säurekatalysierten Estersynthese ein Ester. Wie heißt er?
Lösung zeigen
- Die Säure Essigsäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Methanol liefert den Rest methyl.
- Der Ester heißt Essigsäuremethylester.
Ergebnis:Essigsäuremethylester
8Ich wende das Massenwirkungsgesetz auf das Haber-Bosch-Verfahren an (Leistungskurs).
MerkenHaber-Bosch-Verfahren (Leistungskurs)
Hoher Druck und Entfernen von NH₃ erhöhen die Ausbeute.
Tiefe Temperatur auch, aber der Katalysator braucht etwa 450 Grad Celsius.
BeispielHaber-Bosch-Verfahren und MWG (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- K = c²(SO₃) : (c²(SO₂) · c(O₂)).
- Einsetzen: c(SO₂) = 1,0, c(O₂) = 3,0, c(SO₃) = 1,0.
- K = 0,33 L/mol
- K = c²(SO₃) : (c²(SO₂) · c(O₂)).
- Einsetzen: c(SO₂) = 1,0, c(O₂) = 3,0, c(SO₃) = 1,0.
- K = 0,33 L/mol
AchtungKonzentrationen addiert statt multipliziert
K = (c(C) + c(D)) : (c(A) + c(B)).
Im MWG werden die Konzentrationen multipliziert: K = c(C) · c(D) : (c(A) · c(B)).
Setze die Werte ein und multipliziere im Zähler und im Nenner getrennt.
ÜbenJetzt du
- ○22Im Gleichgewicht 2 SO₂ + O₂ ⇌ 2 SO₃ gilt (in mol/L) c(SO₂) = 2,0, c(O₂) = 2,0, c(SO₃) = 2,0. Bestimme: Wie groß ist K?So fängst du an:K = c²(SO₃) : (c²(SO₂) · c(O₂)).
Lösung zeigen
- K = c²(SO₃) : (c²(SO₂) · c(O₂)).
- Einsetzen: c(SO₂) = 2,0, c(O₂) = 2,0, c(SO₃) = 2,0.
- K = 0,50 L/mol
Ergebnis:0,50 L/mol - ●23Das Ammoniak wird laufend aus dem Gasgemisch auskondensiert. Wozu dient das?
Lösung zeigen
- Das Entfernen eines Produkts ist ein Zwang.
- Das System weicht aus und bildet neues Produkt.
- Das nicht umgesetzte Gas wird zurückgeführt.
Ergebnis:Das Gleichgewicht verschiebt sich dadurch zum Ammoniak - ★24Im Gleichgewicht 2 SO₂ + O₂ ⇌ 2 SO₃ gilt (in mol/L) c(SO₂) = 0,5, c(O₂) = 1,5, c(SO₃) = 4,0. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c²(SO₃) : (c²(SO₂) · c(O₂)).
- Einsetzen: c(SO₂) = 0,5, c(O₂) = 1,5, c(SO₃) = 4,0.
- K = 42,67 L/mol
Ergebnis:42,67 L/mol
9Ich beschreibe das Löslichkeitsgleichgewicht mit dem Löslichkeitsprodukt und die konduktometrische Fällungstitration (Leistungskurs).
MerkenLöslichkeitsgleichgewicht (Leistungskurs)
KL ist das Produkt der Ionenkonzentrationen der gesättigten Lösung, ohne Feststoff.
Es fällt aus, wenn das Ionenprodukt KL übersteigt.
BeispielLöslichkeitsprodukt, Fällung und konduktometrische Titration (Leistungskurs)
Schritt für Schritt
- Ein Kation (L) und zwei Anionen (2 L): KL = L · (2 L)² = 4 L³.
- L = dritte Wurzel aus KL : 4 = 112 µmol/L.
- In Masse: L · M = 6,5 mg/L
- Ein Kation (L) und zwei Anionen (2 L): KL = L · (2 L)² = 4 L³.
- L = dritte Wurzel aus KL : 4 = 112 µmol/L.
- In Masse: L · M = 6,5 mg/L
AchtungLöslichkeit aus KL mit falschem Exponenten berechnet
Für AgCl und CaF₂ gilt dieselbe Formel: L ist die Wurzel aus KL.
Bei 1 : 1 gilt KL = L², bei 1 : 2 gilt KL = 4 L³. Zuerst die Formel des Salzes, dann der Ansatz.
Schreib die Gleichgewichtsgleichung des Salzes auf und trage die Konzentrationen der Ionen in L ein. Setze dann in KL ein.
ÜbenJetzt du
- ○25KL(Bariumcarbonat) = 5,1 · 10⁻⁹ mol²/L², M = 197 g/mol. Das Salz hat das Verhältnis 1 : 1. Bestimme: Welche Löslichkeit hat es in Wasser?So fängst du an:Beide Ionen haben die Konzentration L, also KL = L².
Lösung zeigen
- Beide Ionen haben die Konzentration L, also KL = L².
- L = Wurzel aus KL = 71 µmol/L.
- In Masse: L · M = 14 mg/L
Ergebnis:14 mg/L - ●26Zu einer gesättigten Silberchloridlösung wird Natriumchloridlösung gegeben. Was geschieht?
Lösung zeigen
- Die Chloridkonzentration steigt.
- Das Ionenprodukt übersteigt KL.
- Silberchlorid fällt aus, bis wieder KL gilt.
Ergebnis:Es fällt zusätzlich Silberchlorid aus, die Löslichkeit sinkt - ★27Die Löslichkeit von Calciumhydroxid in Wasser soll verringert werden. Welche Maßnahme wirkt?
Lösung zeigen
- Gemeinsame Ionen erhöhen eine Konzentration im KL-Ausdruck.
- Das Produkt der Konzentrationen darf KL nicht übersteigen.
- Daher fällt Salz aus, die Löslichkeit sinkt.
Ergebnis:Nach Zugabe von Calciumchloridlösung sinkt die Löslichkeit
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●28Im Gleichgewicht CO + H₂O ⇌ CO₂ + H₂ gilt (in mol/L) c(CO) = 0,80, c(H₂O) = 0,30, c(CO₂) = 0,20, c(H₂) = 0,80. Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = c(CO₂) · c(H₂) : (c(CO) · c(H₂O)).
- Einsetzen: c(CO) = 0,80, c(H₂O) = 0,30, c(CO₂) = 0,20, c(H₂) = 0,80.
- K = 0,67
Ergebnis:0,67 - ●29A + B ⇌ C + D mit K = 25. Anfangs liegen nur A und B vor, je 2,0 mol. Bestimme: Wie viel mol C liegen im Gleichgewicht vor?
Lösung zeigen
- K = x² : (2,0 − x)² = 25, Wurzel: x : (2,0 − x) = 5.
- x = 2,0 · 5 : (1 + 5)
- x = 1,67 mol
Ergebnis:1,67 mol - ●30Warum verschiebt Erwärmung ein Gleichgewicht zur endothermen Seite?
Lösung zeigen
- Erwärmen ist ein Zwang: Wärme wird zugeführt.
- Das System weicht aus.
- Dazu läuft die Wärme verbrauchende, endotherme Richtung stärker.
Ergebnis:Das System weicht aus und nimmt die zugeführte Wärme auf - ●31Wie reagiert das Gleichgewicht CO(g) + 2 H₂(g) ⇌ CH₃OH(g), wenn CO zusätzlich zugegeben wird?
Lösung zeigen
- Das System weicht dem Zwang aus.
- Es wirkt der Änderung entgegen.
- Es verschiebt sich zur Produktseite.
Ergebnis:Es verschiebt sich zur Produktseite - ●32Eine Reaktion hat k(hin) = 1,00 und k(rück) = 0,25 (gleiche Einheit). Bestimme: Wie groß ist K?
Lösung zeigen
- K = k(hin) : k(rück).
- K = 1,00 : 0,25
- K = 4,00
Ergebnis:4,00 - ●33Aus Buttersäure und Ethanol entsteht bei der säurekatalysierten Estersynthese ein Ester. Wie heißt er?
Lösung zeigen
- Die Säure Buttersäure liefert den Säureteil.
- Der Alkohol Ethanol liefert den Rest ethyl.
- Der Ester heißt Buttersäureethylester.
Ergebnis:Buttersäureethylester
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Dynamisches Gleichgewicht
- Im Gleichgewicht laufen Hin- und Rückreaktion gleich schnell weiter.
- Massenwirkungsgesetz
- K = Produkte durch Edukte, Koeffizienten als Exponenten.
- Rechnen mit dem MWG
- Bei Δν = 0 kürzt sich das Volumen heraus.
- Temperatur und K
- K hängt nur von der Temperatur ab.
- Prinzip von Le Chatelier
- Das System weicht dem Zwang aus.
- Herleitung des MWG (Leistungskurs)
- Im Gleichgewicht gilt v(hin) = v(rück), daraus folgt K = k(hin) : k(rück).
- Estersynthese (Leistungskurs)
- Die Säure protoniert die Carbonylgruppe, der Alkohol greift an, Wasser wird abgespalten.
- Haber-Bosch-Verfahren (Leistungskurs)
- Hoher Druck und Entfernen von NH₃ erhöhen die Ausbeute.
- Löslichkeitsgleichgewicht (Leistungskurs)
- KL ist das Produkt der Ionenkonzentrationen der gesättigten Lösung, ohne Feststoff.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe die Umkehrbarkeit von Reaktionen und die Merkmale des dynamischen Gleichgewichts.
34In einem geschlossenen Gefäß stellt sich das Gleichgewicht CH₃COOH + C₂H₅OH ⇌ CH₃COOC₂H₅ + H₂O ein. Was geschieht, nachdem die Konzentrationen konstant geworden sind?Lösung zeigen
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleichIch formuliere das Massenwirkungsgesetz und deute die Gleichgewichtskonstante K.
35Für eine Reaktion gilt K = 10⁻⁴ bei 25 Grad Celsius. Was sagt das?Lösung zeigen
Ergebnis:Im Gleichgewicht überwiegen die EdukteIch berechne Gleichgewichtskonzentrationen mit dem Massenwirkungsgesetz für Reaktionen mit Δν = 0, auch bei der Estersynthese.
36H₂ + I₂ ⇌ 2 HI mit K = 16. Je 0,5 mol H₂ und I₂ werden eingesetzt. Bestimme: Wie viel mol HI liegen im Gleichgewicht vor?Lösung zeigen
Ergebnis:0,67 molIch beschreibe die Temperaturabhängigkeit von K und ihren Einfluss auf die Gleichgewichtslage.
37Die Hinreaktion von CaCO₃(s) ⇌ CaO(s) + CO₂(g) ist endotherm. Wie verschiebt sich das Gleichgewicht, wenn die Temperatur erhöht wird?Lösung zeigen
Ergebnis:Zur Produktseite, K steigtIch sage mit dem Prinzip von Le Chatelier die Wirkung von Konzentration, Druck und Katalysator voraus.
38Wie reagiert das Gleichgewicht CO(g) + H₂O(g) ⇌ CO₂(g) + H₂(g), wenn CO₂ zusätzlich zugegeben wird?Lösung zeigen
Ergebnis:Es verschiebt sich zur EduktseiteIch leite das Massenwirkungsgesetz aus den Geschwindigkeiten von Hin- und Rückreaktion her (Leistungskurs).
39Eine Reaktion hat k(hin) = 0,40 und k(rück) = 2,00 (gleiche Einheit). Bestimme: Wie groß ist K?Lösung zeigen
Ergebnis:0,20Ich erkläre die säurekatalysierte Estersynthese mechanistisch und die Rolle des Katalysators (Leistungskurs).
40Wie heißt der Teilschritt, in dem das Alkoholmolekül an den protonierten Carbonylkohlenstoff tritt?Lösung zeigen
Ergebnis:Nucleophiler AngriffIch wende das Massenwirkungsgesetz auf das Haber-Bosch-Verfahren an (Leistungskurs).
41Im Gleichgewicht N₂ + 3 H₂ ⇌ 2 NH₃ gilt (in mol/L) c(N₂) = 1,0, c(H₂) = 1,0, c(NH₃) = 3,0. Bestimme: Wie groß ist K?Lösung zeigen
Ergebnis:9,00 L²/mol²Ich beschreibe das Löslichkeitsgleichgewicht mit dem Löslichkeitsprodukt und die konduktometrische Fällungstitration (Leistungskurs).
42Die Löslichkeit von Silberbromid in Wasser soll verringert werden. Welche Maßnahme wirkt?Lösung zeigen
Ergebnis:Nach Zugabe von Kaliumbromidlösung sinkt die Löslichkeit
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Produkt
- was herauskommt, wenn man malnimmt
- Volumen
- wie viel hineinpasst
Lösungen
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- 0,48
- 3,33
- 2,00
- 0,78 mol
- 1,20 mol
- 2,67 mol
- K sinkt, das Gleichgewicht verschiebt sich zu den Edukten
- Zur Produktseite, K steigt
- Sie ist endotherm, K steigt mit der Temperatur
- Es verschiebt sich überhaupt nicht
- Es verschiebt sich gar nicht
- Keine Verschiebung, beiderseits gleich viele Teilchen
- 0,50
- 1,25
- K steigt, weil der Quotient k(hin) : k(rück) wächst
- Ameisensäureethylester
- Propansäureethylester
- Essigsäuremethylester
- 0,50 L/mol
- Das Gleichgewicht verschiebt sich dadurch zum Ammoniak
- 42,67 L/mol
- 14 mg/L
- Es fällt zusätzlich Silberchlorid aus, die Löslichkeit sinkt
- Nach Zugabe von Calciumchloridlösung sinkt die Löslichkeit
- 0,67
- 1,67 mol
- Das System weicht aus und nimmt die zugeführte Wärme auf
- Es verschiebt sich zur Produktseite
- 4,00
- Buttersäureethylester
- Hin- und Rückreaktion laufen weiter, die Konzentrationen bleiben gleich
- Im Gleichgewicht überwiegen die Edukte
- 0,67 mol
- Zur Produktseite, K steigt
- Es verschiebt sich zur Eduktseite
- 0,20
- Nucleophiler Angriff
- 9,00 L²/mol²
- Nach Zugabe von Kaliumbromidlösung sinkt die Löslichkeit