Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Redoxreaktionen: Elektronenübergang und Oxidationszahlen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
MerkenMetallbindung
Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
Das erklärt Leitung, Glanz und Verformbarkeit.
BeispielMetallbindung, Eigenschaften und Verwendung von Metallen
Schritt für Schritt
- Kalium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 3 mol.
- n(e⁻) = 3 mol
- Kalium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 3 mol.
- n(e⁻) = 3 mol
AchtungValenzelektronen mit allen Elektronen oder mit Eins gleichgesetzt
Ein Magnesiumatom liefert ein Elektron an das Elektronengas.
Magnesium hat zwei Valenzelektronen und liefert zwei Elektronen an das Elektronengas.
Lies die Hauptgruppe im Periodensystem ab und leite die Zahl der Valenzelektronen her.
ÜbenJetzt du
- ○10,1 mol Calcium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?So fängst du an:Calcium hat 2 Valenzelektronen.
Lösung zeigen
- Calcium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,1 mol.
- n(e⁻) = 0,2 mol
Ergebnis:0,2 mol - ●23 mol Barium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Barium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 3 mol.
- n(e⁻) = 6 mol
Ergebnis:6 mol - ★30,4 mol Lithium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Lithium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 0,4 mol.
- n(e⁻) = 0,4 mol
Ergebnis:0,4 mol
2Ich ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
MerkenRedoxreihe
Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
Es verdrängt edlere Metalle aus ihren Salzlösungen.
BeispielRedoxreihe der Metalle
Schritt für Schritt
- Verglichen werden −0,76 V und −2,37 V.
- Zink hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
- Verglichen werden −0,76 V und −2,37 V.
- Zink hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
AchtungEdel und unedel vertauscht
Gold reagiert gern mit Sauerstoff, deshalb glänzt es.
Gold reagiert kaum – es ist edel. Deshalb findet man es als Metall in der Natur.
Frag dich: Findet man das Metall in der Natur als Metall oder nur als Erz?
ÜbenJetzt du
- ○4Ein Blech aus Silber wird in eine Lösung mit Ni²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Silber +0,80 V, Nickel −0,26 V. Läuft eine Reaktion ab?So fängst du an:Verglichen werden +0,80 V und −0,26 V.
Lösung zeigen
- Verglichen werden +0,80 V und −0,26 V.
- Silber hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Silber bleibt fest - ●5Ein Blech aus Blei wird in eine Lösung mit Ni²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Nickel −0,26 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,13 V und −0,26 V.
- Blei hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Blei bleibt fest - ★6Magnesium wird in Kupfersulfatlösung gelegt. Welche Teilgleichung beschreibt den Vorgang an den Magnesium-Atomen?
Lösung zeigen
- Magnesium ist unedler als Kupfer.
- Es gibt zwei Elektronen ab.
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
Ergebnis:Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
3Ich beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
MerkenRedoxreaktion
Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
Beide laufen gleichzeitig ab.
BeispielRedoxreaktion als Elektronenübergang
Schritt für Schritt
- Wo stehen die Elektronen in Zn²⁺ + 2 e⁻ → Zn?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
- Wo stehen die Elektronen in Zn²⁺ + 2 e⁻ → Zn?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
AchtungOxidation, Reduktion oder Oxidationsmittel vertauscht
Oxidation ist die Aufnahme von Elektronen.
Oxidation ist die Abgabe von Elektronen, Reduktion ihre Aufnahme.
Schreib die Teilgleichung auf und prüfe, auf welcher Seite die Elektronen stehen.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie lässt sich die Teilgleichung H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻ beschreiben?So fängst du an:Wo stehen die Elektronen in H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ●8Wie lässt sich die Teilgleichung 2 I⁻ → I₂ + 2 e⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in 2 I⁻ → I₂ + 2 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ★9Wie lässt sich die Teilgleichung O₂ + 2 H₂O + 4 e⁻ → 4 OH⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in O₂ + 2 H₂O + 4 e⁻ → 4 OH⁻?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
Ergebnis:Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
4Ich bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
MerkenOxidationszahlen
Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
Wasserstoff hat meist +I, Sauerstoff meist −II.
BeispielOxidationszahlen bestimmen
Schritt für Schritt
- Die Summe der Oxidationszahlen ist −1, die Ladung des Ions.
- x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VII
- Die Summe der Oxidationszahlen ist −1, die Ladung des Ions.
- x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VII
AchtungLadung des Ions in der Summe vergessen
Welche Oxidationszahl hat Mangan im Permanganat-Ion MnO₄⁻ → +VIII
Welche Oxidationszahl hat Mangan im Permanganat-Ion MnO₄⁻ → +VII
Schreib neben jede Formel die Gesamtladung und setze die Summe gleich dieser Ladung.
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Oxidationszahl hat Kohlenstoff in HCO₃⁻?So fängst du an:Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 1 · (+I) + x + 3 · (−II) = −1.
- x = +IV
Ergebnis:+IV - ●11Welche Oxidationszahl hat Schwefel in H₂SO₄?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 2 · (+I) + x + 4 · (−II) = 0.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ★12Welche Oxidationszahl hat Schwefel in SO₂?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 2 · (−II) = 0.
- x = +IV
Ergebnis:+IV
5Ich stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
MerkenRedoxgleichungen
Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
BeispielRedoxgleichungen mit Teilgleichungen aufstellen
Schritt für Schritt
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 1 und 3 ist 3.
- Ag-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 1.
- 3 Ag + Au³⁺ → 3 Ag⁺ + Au
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 1 und 3 ist 3.
- Ag-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 1.
- 3 Ag + Au³⁺ → 3 Ag⁺ + Au
AchtungElektronen oder Atome in der Gesamtgleichung nicht angeglichen
Zn + Ag⁺ → Zn²⁺ + Ag
Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 Ag: Zink gibt zwei Elektronen ab, zwei Silber-Ionen nehmen sie auf.
Bestimme das kleinste gemeinsame Vielfache der Elektronenzahlen und multipliziere die Teilgleichungen damit.
ÜbenJetzt du
- ○13Aluminium gibt Elektronen an Kupfer-Ionen ab: Al → Al³⁺ + 3 e⁻ und Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu. Wie lautet die Gesamtgleichung?So fängst du an:Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
- Al-Gleichung mal 2, Cu-Gleichung mal 3.
- 2 Al + 3 Cu²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Cu
Ergebnis:2 Al + 3 Cu²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Cu - ●14Chrom gibt Elektronen an Silber-Ionen ab: Cr → Cr³⁺ + 3 e⁻ und Ag⁺ + e⁻ → Ag. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 1 ist 3.
- Cr-Gleichung mal 1, Ag-Gleichung mal 3.
- Cr + 3 Ag⁺ → Cr³⁺ + 3 Ag
Ergebnis:Cr + 3 Ag⁺ → Cr³⁺ + 3 Ag - ★15Wie bildet man aus Al → Al³⁺ + 3 e⁻ und Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Aluminium gibt drei Elektronen ab, Kupfer nimmt zwei auf.
- Das kleinste gemeinsame Vielfache ist 6.
- Also 2 Al und 3 Cu²⁺: 2 Al + 3 Cu²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Cu.
Ergebnis:Die erste Gleichung mit 2 und die zweite mit 3 multiplizieren, dann addieren
6Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
MerkenAlkanole und Aldehyde
Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
Sekundäre werden zu Ketonen, tertiäre nicht.
BeispielOxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und Aldehydnachweis
Schritt für Schritt
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
AchtungFehling-Probe oder Aldehydgruppe falsch gedeutet
Welche funktionelle Gruppe weist die Fehling-Probe nach → Die Hydroxygruppe
Welche funktionelle Gruppe weist die Fehling-Probe nach → Die Aldehydgruppe
Zeichne die Aldehydgruppe und markiere das Wasserstoffatom, das die Oxidation möglich macht.
ÜbenJetzt du
- ○16Welche funktionelle Gruppe weist die Fehling-Probe nach?So fängst du an:Die Fehling-Lösung enthält Kupfer(II)-Ionen.
Lösung zeigen
- Die Fehling-Lösung enthält Kupfer(II)-Ionen.
- Nur Aldehyde reduzieren sie zu Kupfer(I).
- Nachgewiesen wird die Aldehydgruppe.
Ergebnis:Die Aldehydgruppe - ●17Wie reagiert Ethanol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure - ★18Wie reagiert 2-Methylpropan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
7Ich erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
MerkenMetallgewinnung
Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
BeispielGewinnung von Metallen durch Redoxreaktion
Schritt für Schritt
- Fe₂O₃ enthält drei Sauerstoffatome.
- Jedes CO nimmt eines auf und wird zu CO₂.
- Also 3 CO und 3 CO₂.
- Fe₂O₃ enthält drei Sauerstoffatome.
- Jedes CO nimmt eines auf und wird zu CO₂.
- Also 3 CO und 3 CO₂.
AchtungMetallmasse oder Stoffmengenverhältnis bei der Metallgewinnung falsch verrechnet
Aus 160 g Eisen(III)-oxid entstehen 160 g Eisen.
Aus 160 g Fe₂O₃ entstehen 112 g Eisen, denn n(Fe) = 2 · n(Fe₂O₃).
Berechne n(Oxid) und lies das Verhältnis zum Metall aus der Formel ab.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus 20 g Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Fe₂O₃) = 160 g/mol und M(Eisen) = 56 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Eisen entstehen höchstens?So fängst du an:n(Fe₂O₃) = 20 g : 160 g/mol.
Lösung zeigen
- n(Fe₂O₃) = 20 g : 160 g/mol.
- n(Eisen) = 2 · n(Fe₂O₃).
- m(Eisen) = n(Eisen) · 56 g/mol = 14,0 g
Ergebnis:14,0 g - ●20Aus 200 g Zinn(IV)-oxid (SnO₂) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(SnO₂) = 151 g/mol und M(Zinn) = 119 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Zinn entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(SnO₂) = 200 g : 151 g/mol.
- n(Zinn) = 1 · n(SnO₂).
- m(Zinn) = n(Zinn) · 119 g/mol = 157,6 g
Ergebnis:157,6 g - ★21Aluminium wird durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid gewonnen. Welche Aussage über die Kathode stimmt?
Lösung zeigen
- An der Kathode wird reduziert.
- Al³⁺ + 3 e⁻ → Al.
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf.
Ergebnis:Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
8Ich leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
MerkenOxidationsstufen
Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
BeispielOxidationsstufen aus Atombau und Elektronenkonfiguration
Schritt für Schritt
- Phosphor hat 5 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 3 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −III.
- Phosphor hat 5 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 3 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −III.
AchtungOxidationsstufe aus der Elektronenkonfiguration falsch abgeleitet
Mangan hat sieben Außenelektronen und gibt immer alle sieben ab.
Mangan kann je nach Partner zwei bis sieben Elektronen abgeben, weil auch d-Elektronen beteiligt sind.
Zähle die Außenelektronen und leite die höchste und die niedrigste Stufe ab.
ÜbenJetzt du
- ○22Welche höchste Oxidationsstufe kann Kohlenstoff, das 4 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?So fängst du an:Kohlenstoff hat 4 Außenelektronen.
Lösung zeigen
- Kohlenstoff hat 4 Außenelektronen.
- Gibt es alle ab, steht die Zahl als Pluswert da.
- Die höchste Stufe ist +IV.
Ergebnis:+IV - ●23Magnesium (Elektronenkonfiguration 2, 8, 2) bildet in Verbindungen stets Mg²⁺. Wie lässt sich das erklären?
Lösung zeigen
- Magnesium hat zwei Außenelektronen.
- Gibt es sie ab, bleibt die Achterschale darunter.
- Das ergibt Mg²⁺ und die Oxidationsstufe +II.
Ergebnis:Mit der Abgabe der zwei Außenelektronen entsteht eine stabile Achterschale - ★24Welche Oxidationsstufen sind für Chlor, das sieben Außenelektronen besitzt, in Verbindungen möglich?
Lösung zeigen
- Die niedrigste Stufe ist 7 − 8 = −I.
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, +VII.
- Dazwischen liegen weitere Stufen.
Ergebnis:Von −I bis +VII
9Ich erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
MerkenDisproportionierung und Redoxtitration
Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Redoxtitration rechnet mit dem Verhältnis der Gleichung.
BeispielDisproportionierung, Synproportionierung und Redoxtitration
Schritt für Schritt
- n(Titrant) = 0,050 mol/L · 0,0125 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0200 L = 0,078 mol/L
- n(Titrant) = 0,050 mol/L · 0,0125 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0200 L = 0,078 mol/L
AchtungVolumen oder Stoffmengenverhältnis in der Titration falsch verrechnet
10 mL Schwefelsäure verbrauchen 20 mL Natronlauge gleicher Stärke, also gilt 1 : 1.
Am Äquivalenzpunkt gilt n(Säure) mal Zahl der Protonen gleich n(Lauge). Erst Stoffmengen vergleichen, dann durch das Volumen teilen.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und lies das Stoffmengenverhältnis ab.
ÜbenJetzt du
- ○2525,0 mL Lösung mit Oxalat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 24,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 C₂O₄²⁻ + 16 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 10 CO₂ + 24 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Oxalat-Ionen?So fängst du an:n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0240 L.
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0240 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,048 mol/L
Ergebnis:0,048 mol/L - ●2620,0 mL Lösung mit Oxalat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 8,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 C₂O₄²⁻ + 16 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 10 CO₂ + 24 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Oxalat-Ionen?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0080 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0200 L = 0,020 mol/L
Ergebnis:0,020 mol/L - ★2710,0 mL Lösung mit Thiosulfat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 24,0 mL Iodlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt I₂ + 2 S₂O₃²⁻ → 2 I⁻ + S₄O₆²⁻. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Thiosulfat-Ionen?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0240 L.
- n(Analyt) = 2 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0100 L = 0,096 mol/L
Ergebnis:0,096 mol/L
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●28Welches Teilchen ist im Metallgitter frei beweglich und leitet den elektrischen Strom?
Lösung zeigen
- Im Metall geben die Atome ihre Valenzelektronen ab.
- Die Elektronen gehören dem ganzen Gitter.
- Die Elektronen sind frei beweglich und tragen den Strom.
Ergebnis:Die frei beweglichen Valenzelektronen im Elektronengas - ●29Aus 25 g Kupfer(II)-oxid (CuO) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(CuO) = 80 g/mol und M(Kupfer) = 64 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(CuO) = 25 g : 80 g/mol.
- n(Kupfer) = 1 · n(CuO).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 20,0 g
Ergebnis:20,0 g - ●30Ein Blech aus Aluminium wird in eine Lösung mit Ag⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Silber +0,80 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden −1,66 V und +0,80 V.
- Aluminium hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
Ergebnis:Ja, Silber scheidet sich ab, und Aluminium geht als Ion in Lösung - ●31Welche Oxidationszahl hat Schwefel in SO₃²⁻?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 3 · (−II) = −2.
- x = +IV
Ergebnis:+IV - ●32Kupfer gibt Elektronen an Gold-Ionen ab: Cu → Cu²⁺ + 2 e⁻ und Au³⁺ + 3 e⁻ → Au. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Cu-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Cu + 2 Au³⁺ → 3 Cu²⁺ + 2 Au
Ergebnis:3 Cu + 2 Au³⁺ → 3 Cu²⁺ + 2 Au - ●33Wie reagiert Propan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Metallbindung
- Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
- Redoxreihe
- Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
- Redoxreaktion
- Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
- Oxidationszahlen
- Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
- Redoxgleichungen
- Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
- Alkanole und Aldehyde
- Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
- Metallgewinnung
- Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
- Oxidationsstufen
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
- Disproportionierung und Redoxtitration
- Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
340,2 mol Aluminium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?Lösung zeigen
Ergebnis:0,6 molIch ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
35Ein Blech aus Kupfer wird in eine Lösung mit Al³⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Kupfer +0,34 V, Aluminium −1,66 V. Läuft eine Reaktion ab?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, Aluminium scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt festIch beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
36Wie lässt sich die Teilgleichung Cu → Cu²⁺ + 2 e⁻ beschreiben?Lösung zeigen
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen abIch bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
37Welche Oxidationszahl hat Mangan in MnO₄²⁻?Lösung zeigen
Ergebnis:+VIIch stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
38Chrom gibt Elektronen an Silber-Ionen ab: Cr → Cr³⁺ + 3 e⁻ und Ag⁺ + e⁻ → Ag. Wie lautet die Gesamtgleichung?Lösung zeigen
Ergebnis:Cr + 3 Ag⁺ → Cr³⁺ + 3 AgIch beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
39Wie reagiert Ethanol mit einem Oxidationsmittel?Lösung zeigen
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine CarbonsäureIch erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
40Welche Gleichung gibt die Reduktion von Eisen(III)-oxid mit Kohlenstoffmonooxid richtig wieder?Lösung zeigen
Ergebnis:Fe₂O₃ + 3 CO → 2 Fe + 3 CO₂Ich leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
41Welche höchste Oxidationsstufe kann Arsen, das 5 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?Lösung zeigen
Ergebnis:+VIch erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
42Chlor reagiert mit Natronlauge: Cl₂ + 2 OH⁻ → Cl⁻ + ClO⁻ + H₂O. Wie nennt man diesen Reaktionstyp?Lösung zeigen
Ergebnis:Disproportionierung, Chlor wird oxidiert und reduziert
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Summe
- was herauskommt, wenn man zusammenzählt
Lösungen
- 0,2 mol
- 6 mol
- 0,4 mol
- Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Silber bleibt fest
- Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Blei bleibt fest
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
- +IV
- +VI
- +IV
- 2 Al + 3 Cu²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Cu
- Cr + 3 Ag⁺ → Cr³⁺ + 3 Ag
- Die erste Gleichung mit 2 und die zweite mit 3 multiplizieren, dann addieren
- Die Aldehydgruppe
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- 14,0 g
- 157,6 g
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
- +IV
- Mit der Abgabe der zwei Außenelektronen entsteht eine stabile Achterschale
- Von −I bis +VII
- 0,048 mol/L
- 0,020 mol/L
- 0,096 mol/L
- Die frei beweglichen Valenzelektronen im Elektronengas
- 20,0 g
- Ja, Silber scheidet sich ab, und Aluminium geht als Ion in Lösung
- +IV
- 3 Cu + 2 Au³⁺ → 3 Cu²⁺ + 2 Au
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- 0,6 mol
- Nein, Aluminium scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- +VI
- Cr + 3 Ag⁺ → Cr³⁺ + 3 Ag
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- Fe₂O₃ + 3 CO → 2 Fe + 3 CO₂
- +V
- Disproportionierung, Chlor wird oxidiert und reduziert