Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Redoxreaktionen: Elektronenübergang und Oxidationszahlen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
MerkenMetallbindung
Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
Das erklärt Leitung, Glanz und Verformbarkeit.
BeispielMetallbindung, Eigenschaften und Verwendung von Metallen
Schritt für Schritt
- Magnesium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 3 mol.
- n(e⁻) = 6 mol
- Magnesium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 3 mol.
- n(e⁻) = 6 mol
AchtungValenzelektronen mit allen Elektronen oder mit Eins gleichgesetzt
Ein Magnesiumatom liefert ein Elektron an das Elektronengas.
Magnesium hat zwei Valenzelektronen und liefert zwei Elektronen an das Elektronengas.
Lies die Hauptgruppe im Periodensystem ab und leite die Zahl der Valenzelektronen her.
ÜbenJetzt du
- ○10,2 mol Lithium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?So fängst du an:Lithium hat 1 Valenzelektron.
Lösung zeigen
- Lithium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 0,2 mol.
- n(e⁻) = 0,2 mol
Ergebnis:0,2 mol - ●20,25 mol Natrium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Natrium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 0,25 mol.
- n(e⁻) = 0,25 mol
Ergebnis:0,25 mol - ★30,2 mol Kalium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Kalium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 0,2 mol.
- n(e⁻) = 0,2 mol
Ergebnis:0,2 mol
2Ich ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
MerkenRedoxreihe
Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
Es verdrängt edlere Metalle aus ihren Salzlösungen.
BeispielRedoxreihe der Metalle
Schritt für Schritt
- Verglichen werden +0,80 V und −0,13 V.
- Silber hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
- Verglichen werden +0,80 V und −0,13 V.
- Silber hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
AchtungEdel und unedel vertauscht
Gold reagiert gern mit Sauerstoff, deshalb glänzt es.
Gold reagiert kaum – es ist edel. Deshalb findet man es als Metall in der Natur.
Frag dich: Findet man das Metall in der Natur als Metall oder nur als Erz?
ÜbenJetzt du
- ○4Welche Kombination reagiert freiwillig?So fängst du an:Das unedlere Metall reagiert mit den Ionen des edleren.
Lösung zeigen
- Das unedlere Metall reagiert mit den Ionen des edleren.
- Eisen ist unedler als Kupfer.
- Der Eisennagel in Kupfersulfatlösung reagiert.
Ergebnis:Ein Eisennagel in Kupfersulfatlösung - ●5Ein Blech aus Kupfer wird in eine Lösung mit Zn²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Kupfer +0,34 V, Zink −0,76 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden +0,34 V und −0,76 V.
- Kupfer hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest - ★6Magnesium wird in Kupfersulfatlösung gelegt. Welche Teilgleichung beschreibt den Vorgang an den Magnesium-Atomen?
Lösung zeigen
- Magnesium ist unedler als Kupfer.
- Es gibt zwei Elektronen ab.
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
Ergebnis:Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
3Ich beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
MerkenRedoxreaktion
Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
Beide laufen gleichzeitig ab.
BeispielRedoxreaktion als Elektronenübergang
Schritt für Schritt
- Wo stehen die Elektronen in Li → Li⁺ + e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
- Wo stehen die Elektronen in Li → Li⁺ + e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
AchtungOxidation, Reduktion oder Oxidationsmittel vertauscht
Oxidation ist die Aufnahme von Elektronen.
Oxidation ist die Abgabe von Elektronen, Reduktion ihre Aufnahme.
Schreib die Teilgleichung auf und prüfe, auf welcher Seite die Elektronen stehen.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie lässt sich die Teilgleichung Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu beschreiben?So fängst du an:Wo stehen die Elektronen in Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
Ergebnis:Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf - ●8Wie lässt sich die Teilgleichung H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ★9Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Chlor im Redoxpaar Cl₂/Cl⁻?
Lösung zeigen
- Reduktion ist Elektronenaufnahme.
- Die Elektronen stehen links.
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
Ergebnis:Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
4Ich bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
MerkenOxidationszahlen
Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
Wasserstoff hat meist +I, Sauerstoff meist −II.
BeispielOxidationszahlen bestimmen
Schritt für Schritt
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VII
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VII
AchtungAtomzahl oder Wasserstoff in der Summe der Oxidationszahlen übersehen
Welche Oxidationszahl hat Mangan in MnO₄⁻ → −VII
Welche Oxidationszahl hat Mangan in MnO₄⁻ → +VII
Schreib jedes Atom der Formel mit seiner Anzahl und seiner Oxidationszahl in eine Zeile.
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Oxidationszahl hat Mangan in MnO₂?So fängst du an:Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 2 · (−II) = 0.
- x = +IV
Ergebnis:+IV - ●11Welche Oxidationszahl hat Schwefel in HSO₄⁻?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 1 · (+I) + x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ★12Welche Oxidationszahlen haben die beiden Kohlenstoffatome in Ethanol CH₃–CH₂–OH?
Lösung zeigen
- Eine Bindung zu Wasserstoff zählt −1, zu Sauerstoff +1, zu Kohlenstoff 0.
- CH₃: 3 · (−1) = −III.
- CH₂OH: 2 · (−1) + 1 = −I.
Ergebnis:−III und −I
5Ich stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
MerkenRedoxgleichungen
Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
BeispielRedoxgleichungen mit Teilgleichungen aufstellen
Schritt für Schritt
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
- Al-Gleichung mal 2, Fe-Gleichung mal 3.
- 2 Al + 3 Fe²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Fe
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
- Al-Gleichung mal 2, Fe-Gleichung mal 3.
- 2 Al + 3 Fe²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Fe
AchtungElektronen oder Atome in der Gesamtgleichung nicht angeglichen
Zn + Ag⁺ → Zn²⁺ + Ag
Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 Ag: Zink gibt zwei Elektronen ab, zwei Silber-Ionen nehmen sie auf.
Bestimme das kleinste gemeinsame Vielfache der Elektronenzahlen und multipliziere die Teilgleichungen damit.
ÜbenJetzt du
- ○13Chrom gibt Elektronen an Eisen-Ionen ab: Cr → Cr³⁺ + 3 e⁻ und Fe²⁺ + 2 e⁻ → Fe. Wie lautet die Gesamtgleichung?So fängst du an:Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
- Cr-Gleichung mal 2, Fe-Gleichung mal 3.
- 2 Cr + 3 Fe²⁺ → 2 Cr³⁺ + 3 Fe
Ergebnis:2 Cr + 3 Fe²⁺ → 2 Cr³⁺ + 3 Fe - ●14Aluminium gibt Elektronen an Silber-Ionen ab: Al → Al³⁺ + 3 e⁻ und Ag⁺ + e⁻ → Ag. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 1 ist 3.
- Al-Gleichung mal 1, Ag-Gleichung mal 3.
- Al + 3 Ag⁺ → Al³⁺ + 3 Ag
Ergebnis:Al + 3 Ag⁺ → Al³⁺ + 3 Ag - ★15Permanganat reagiert in saurer Lösung zu Mangan(II)-Ionen: MnO₄⁻ + ? H₃O⁺ + 5 e⁻ → Mn²⁺ + ? H₂O. Welche Koeffizienten gleichen die Teilgleichung aus?
Lösung zeigen
- Ladung links: −1 + x − 5 muss +2 ergeben, also x = 8.
- Sauerstoff: 4 + 8 = 12, also 12 H₂O.
- Wasserstoff stimmt dann mit 24 auf beiden Seiten.
Ergebnis:8 H₃O⁺ und 12 H₂O
6Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
MerkenAlkanole und Aldehyde
Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
Sekundäre werden zu Ketonen, tertiäre nicht.
BeispielOxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und Aldehydnachweis
Schritt für Schritt
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
AchtungReihenfolge der Oxidationsprodukte vertauscht oder Zwischenstufe ausgelassen
Ethanol wird zu Ethansäure und danach zu Ethanal.
Ethanol wird zuerst zu Ethanal und dann zu Ethansäure oxidiert.
Bestimme die Oxidationszahl des Kohlenstoffatoms an der Hydroxygruppe in jeder Stufe und ordne nach steigender Zahl.
ÜbenJetzt du
- ○16Wie reagiert 2-Methylbutan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?So fängst du an:Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt kein Wasserstoffatom. Das Alkanol wird nicht oxidiert.
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein.
Ergebnis:Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein - ●17Wie reagiert Cyclohexanol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt ein Wasserstoffatom. Es entsteht ein Keton.
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird.
Ergebnis:Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird - ★18Warum lässt sich Propanon nicht zu einer Carbonsäure oxidieren, Propanal aber schon?
Lösung zeigen
- Im Aldehyd trägt das Carbonyl-Kohlenstoffatom ein Wasserstoffatom.
- Es kann zur Carboxygruppe oxidiert werden.
- Im Keton fehlt dieses Wasserstoffatom.
Ergebnis:Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
7Ich erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
MerkenMetallgewinnung
Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
BeispielGewinnung von Metallen durch Redoxreaktion
Schritt für Schritt
- n(Fe₃O₄) = 200 g : 232 g/mol.
- n(Eisen) = 3 · n(Fe₃O₄).
- m(Eisen) = n(Eisen) · 56 g/mol = 144,8 g
- n(Fe₃O₄) = 200 g : 232 g/mol.
- n(Eisen) = 3 · n(Fe₃O₄).
- m(Eisen) = n(Eisen) · 56 g/mol = 144,8 g
AchtungMetallmasse oder Stoffmengenverhältnis bei der Metallgewinnung falsch verrechnet
Aus 160 g Eisen(III)-oxid entstehen 160 g Eisen.
Aus 160 g Fe₂O₃ entstehen 112 g Eisen, denn n(Fe) = 2 · n(Fe₂O₃).
Berechne n(Oxid) und lies das Verhältnis zum Metall aus der Formel ab.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus 20 g Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Fe₂O₃) = 160 g/mol und M(Eisen) = 56 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Eisen entstehen höchstens?So fängst du an:n(Fe₂O₃) = 20 g : 160 g/mol.
Lösung zeigen
- n(Fe₂O₃) = 20 g : 160 g/mol.
- n(Eisen) = 2 · n(Fe₂O₃).
- m(Eisen) = n(Eisen) · 56 g/mol = 14,0 g
Ergebnis:14,0 g - ●20Aus 40 g Mangan(IV)-oxid (MnO₂) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(MnO₂) = 87 g/mol und M(Mangan) = 55 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Mangan entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(MnO₂) = 40 g : 87 g/mol.
- n(Mangan) = 1 · n(MnO₂).
- m(Mangan) = n(Mangan) · 55 g/mol = 25,3 g
Ergebnis:25,3 g - ★21Aus 200 g Mangan(IV)-oxid (MnO₂) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(MnO₂) = 87 g/mol und M(Mangan) = 55 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Mangan entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(MnO₂) = 200 g : 87 g/mol.
- n(Mangan) = 1 · n(MnO₂).
- m(Mangan) = n(Mangan) · 55 g/mol = 126,4 g
Ergebnis:126,4 g
8Ich leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
MerkenOxidationsstufen
Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
BeispielOxidationsstufen aus Atombau und Elektronenkonfiguration
Schritt für Schritt
- Arsen hat 5 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 3 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −III.
- Arsen hat 5 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 3 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −III.
AchtungOxidationsstufe aus der Elektronenkonfiguration falsch abgeleitet
Mangan hat sieben Außenelektronen und gibt immer alle sieben ab.
Mangan kann je nach Partner zwei bis sieben Elektronen abgeben, weil auch d-Elektronen beteiligt sind.
Zähle die Außenelektronen und leite die höchste und die niedrigste Stufe ab.
ÜbenJetzt du
- ○22Welche höchste Oxidationsstufe kann Iod, das 7 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?So fängst du an:Iod hat 7 Außenelektronen.
Lösung zeigen
- Iod hat 7 Außenelektronen.
- Gibt es alle ab, steht die Zahl als Pluswert da.
- Die höchste Stufe ist +VII.
Ergebnis:+VII - ●23Welche niedrigste Oxidationsstufe kann Schwefel annehmen, wenn er sechs Außenelektronen besitzt?
Lösung zeigen
- Schwefel hat sechs Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen zwei Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −II.
Ergebnis:−II - ★24Welche Oxidationsstufen sind für Chlor, das sieben Außenelektronen besitzt, in Verbindungen möglich?
Lösung zeigen
- Die niedrigste Stufe ist 7 − 8 = −I.
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, +VII.
- Dazwischen liegen weitere Stufen.
Ergebnis:Von −I bis +VII
9Ich erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
MerkenDisproportionierung und Redoxtitration
Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Redoxtitration rechnet mit dem Verhältnis der Gleichung.
BeispielDisproportionierung, Synproportionierung und Redoxtitration
Schritt für Schritt
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0125 L.
- n(Analyt) = 5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0100 L = 0,13 mol/L
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0125 L.
- n(Analyt) = 5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0100 L = 0,13 mol/L
AchtungVolumen oder Stoffmengenverhältnis in der Titration falsch verrechnet
10 mL Schwefelsäure verbrauchen 20 mL Natronlauge gleicher Stärke, also gilt 1 : 1.
Am Äquivalenzpunkt gilt n(Säure) mal Zahl der Protonen gleich n(Lauge). Erst Stoffmengen vergleichen, dann durch das Volumen teilen.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und lies das Stoffmengenverhältnis ab.
ÜbenJetzt du
- ○2520,0 mL Lösung mit Wasserstoffperoxid verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 15,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,010 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 H₂O₂ + 6 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 5 O₂ + 14 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Wasserstoffperoxid?So fängst du an:n(Titrant) = 0,010 mol/L · 0,0150 L.
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,010 mol/L · 0,0150 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0200 L = 0,019 mol/L
Ergebnis:0,019 mol/L - ●2620,0 mL Lösung mit Wasserstoffperoxid verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 20,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 H₂O₂ + 6 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 5 O₂ + 14 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Wasserstoffperoxid?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0200 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0200 L = 0,050 mol/L
Ergebnis:0,050 mol/L - ★27Vitamin C reagiert mit Iod zu Dehydroascorbinsäure und Iodid-Ionen. Wie ändert sich die Oxidationszahl der Iodatome?
Lösung zeigen
- Iod liegt als I₂ vor, Oxidationszahl 0.
- Im Iodid-Ion I⁻ beträgt sie −I.
- Die Oxidationszahl sinkt, also wird Iod reduziert.
Ergebnis:Von 0 nach −I, Iod wird reduziert
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●28Aus 100 g Kupfer(II)-oxid (CuO) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(CuO) = 80 g/mol und M(Kupfer) = 64 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(CuO) = 100 g : 80 g/mol.
- n(Kupfer) = 1 · n(CuO).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 80,0 g
Ergebnis:80,0 g - ●29Ein Blech aus Eisen wird in eine Lösung mit Ag⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Eisen −0,44 V, Silber +0,80 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,44 V und +0,80 V.
- Eisen hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
Ergebnis:Ja, Silber scheidet sich ab, und Eisen geht als Ion in Lösung - ●30Wie lässt sich die Teilgleichung Fe²⁺ → Fe³⁺ + e⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Fe²⁺ → Fe³⁺ + e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ●31Welche Oxidationszahl hat Stickstoff in HNO₃?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 1 · (+I) + x + 3 · (−II) = 0.
- x = +V
Ergebnis:+V - ●32Magnesium gibt Elektronen an Chrom-Ionen ab: Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻ und Cr³⁺ + 3 e⁻ → Cr. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Mg-Gleichung mal 3, Cr-Gleichung mal 2.
- 3 Mg + 2 Cr³⁺ → 3 Mg²⁺ + 2 Cr
Ergebnis:3 Mg + 2 Cr³⁺ → 3 Mg²⁺ + 2 Cr - ●33Wie reagiert Butan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Metallbindung
- Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
- Redoxreihe
- Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
- Redoxreaktion
- Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
- Oxidationszahlen
- Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
- Redoxgleichungen
- Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
- Alkanole und Aldehyde
- Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
- Metallgewinnung
- Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
- Oxidationsstufen
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
- Disproportionierung und Redoxtitration
- Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
340,25 mol Aluminium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?Lösung zeigen
Ergebnis:0,75 molIch ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
35Ein Blech aus Blei wird in eine Lösung mit Al³⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Aluminium −1,66 V. Läuft eine Reaktion ab?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, Aluminium scheidet sich nicht ab, Blei bleibt festIch beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
36Wie lässt sich die Teilgleichung Na → Na⁺ + e⁻ beschreiben?Lösung zeigen
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen abIch bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
37Welche Oxidationszahl hat Phosphor in H₃PO₄?Lösung zeigen
Ergebnis:+VIch stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
38Zink gibt Elektronen an Silber-Ionen ab: Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻ und Ag⁺ + e⁻ → Ag. Wie lautet die Gesamtgleichung?Lösung zeigen
Ergebnis:Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 AgIch beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
39Wie reagiert Ethanol mit einem Oxidationsmittel?Lösung zeigen
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine CarbonsäureIch erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
40Aus 50 g Zinkoxid (ZnO) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(ZnO) = 81 g/mol und M(Zink) = 65 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Zink entstehen höchstens?Lösung zeigen
Ergebnis:40,1 gIch leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
41Magnesium (Elektronenkonfiguration 2, 8, 2) bildet in Verbindungen stets Mg²⁺. Wie lässt sich das erklären?Lösung zeigen
Ergebnis:Mit der Abgabe der zwei Außenelektronen entsteht eine stabile AchterschaleIch erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
4210,0 mL Lösung mit Eisen(II)-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 10,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,010 mol/L. Es gilt MnO₄⁻ + 5 Fe²⁺ + 8 H₃O⁺ → Mn²⁺ + 5 Fe³⁺ + 12 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Eisen(II)-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:0,050 mol/L
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Summe
- was herauskommt, wenn man zusammenzählt
Lösungen
- 0,2 mol
- 0,25 mol
- 0,2 mol
- Ein Eisennagel in Kupfersulfatlösung
- Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
- Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
- +IV
- +VI
- −III und −I
- 2 Cr + 3 Fe²⁺ → 2 Cr³⁺ + 3 Fe
- Al + 3 Ag⁺ → Al³⁺ + 3 Ag
- 8 H₃O⁺ und 12 H₂O
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird
- Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
- 14,0 g
- 25,3 g
- 126,4 g
- +VII
- −II
- Von −I bis +VII
- 0,019 mol/L
- 0,050 mol/L
- Von 0 nach −I, Iod wird reduziert
- 80,0 g
- Ja, Silber scheidet sich ab, und Eisen geht als Ion in Lösung
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- +V
- 3 Mg + 2 Cr³⁺ → 3 Mg²⁺ + 2 Cr
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- 0,75 mol
- Nein, Aluminium scheidet sich nicht ab, Blei bleibt fest
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- +V
- Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 Ag
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- 40,1 g
- Mit der Abgabe der zwei Außenelektronen entsteht eine stabile Achterschale
- 0,050 mol/L