Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Redoxreaktionen: Elektronenübergang und Oxidationszahlen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
MerkenMetallbindung
Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
Das erklärt Leitung, Glanz und Verformbarkeit.
BeispielMetallbindung, Eigenschaften und Verwendung von Metallen
Schritt für Schritt
- Barium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,4 mol.
- n(e⁻) = 0,8 mol
- Barium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,4 mol.
- n(e⁻) = 0,8 mol
AchtungValenzelektronen mit allen Elektronen oder mit Eins gleichgesetzt
Ein Magnesiumatom liefert ein Elektron an das Elektronengas.
Magnesium hat zwei Valenzelektronen und liefert zwei Elektronen an das Elektronengas.
Lies die Hauptgruppe im Periodensystem ab und leite die Zahl der Valenzelektronen her.
ÜbenJetzt du
- ○12 mol Barium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?So fängst du an:Barium hat 2 Valenzelektronen.
Lösung zeigen
- Barium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 2 mol.
- n(e⁻) = 4 mol
Ergebnis:4 mol - ●20,2 mol Barium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Barium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,2 mol.
- n(e⁻) = 0,4 mol
Ergebnis:0,4 mol - ★30,1 mol Aluminium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Aluminium hat 3 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 3 · 0,1 mol.
- n(e⁻) = 0,3 mol
Ergebnis:0,3 mol
2Ich ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
MerkenRedoxreihe
Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
Es verdrängt edlere Metalle aus ihren Salzlösungen.
BeispielRedoxreihe der Metalle
Schritt für Schritt
- Verglichen werden −2,37 V und −0,44 V.
- Magnesium hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
- Verglichen werden −2,37 V und −0,44 V.
- Magnesium hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
AchtungEdel und unedel vertauscht
Gold reagiert gern mit Sauerstoff, deshalb glänzt es.
Gold reagiert kaum – es ist edel. Deshalb findet man es als Metall in der Natur.
Frag dich: Findet man das Metall in der Natur als Metall oder nur als Erz?
ÜbenJetzt du
- ○4Ein Blech aus Blei wird in eine Lösung mit Ni²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Nickel −0,26 V. Läuft eine Reaktion ab?So fängst du an:Verglichen werden −0,13 V und −0,26 V.
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,13 V und −0,26 V.
- Blei hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Blei bleibt fest - ●5Ein Blech aus Kupfer wird in eine Lösung mit Fe²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Kupfer +0,34 V, Eisen −0,44 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden +0,34 V und −0,44 V.
- Kupfer hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Eisen scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest - ★6Ein Blech aus Blei wird in eine Lösung mit Ag⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Silber +0,80 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,13 V und +0,80 V.
- Blei hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
Ergebnis:Ja, Silber scheidet sich ab, und Blei geht als Ion in Lösung
3Ich beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
MerkenRedoxreaktion
Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
Beide laufen gleichzeitig ab.
BeispielRedoxreaktion als Elektronenübergang
Schritt für Schritt
- Wo stehen die Elektronen in H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
- Wo stehen die Elektronen in H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
AchtungOxidation, Reduktion oder Oxidationsmittel vertauscht
Oxidation ist die Aufnahme von Elektronen.
Oxidation ist die Abgabe von Elektronen, Reduktion ihre Aufnahme.
Schreib die Teilgleichung auf und prüfe, auf welcher Seite die Elektronen stehen.
ÜbenJetzt du
- ○7Natrium reagiert mit Chlor zu Natriumchlorid. Welche Aussage über das Natriumatom ist richtig?So fängst du an:Natrium wird zum Na⁺-Ion.
Lösung zeigen
- Natrium wird zum Na⁺-Ion.
- Dabei gibt es ein Elektron ab.
- Elektronenabgabe heißt Oxidation.
Ergebnis:Es gibt ein Elektron ab und wird oxidiert - ●8Wie lässt sich die Teilgleichung Mg²⁺ + 2 e⁻ → Mg beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Mg²⁺ + 2 e⁻ → Mg?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
Ergebnis:Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf - ★9Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Chlor im Redoxpaar Cl₂/Cl⁻?
Lösung zeigen
- Reduktion ist Elektronenaufnahme.
- Die Elektronen stehen links.
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
Ergebnis:Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
4Ich bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
MerkenOxidationszahlen
Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
Wasserstoff hat meist +I, Sauerstoff meist −II.
BeispielOxidationszahlen bestimmen
Schritt für Schritt
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 3 · (−II) = −1.
- x = +V
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 3 · (−II) = −1.
- x = +V
AchtungAtomzahl oder Wasserstoff in der Summe der Oxidationszahlen übersehen
Welche Oxidationszahl hat Chlor in ClO₃⁻ → −V
Welche Oxidationszahl hat Chlor in ClO₃⁻ → +V
Schreib jedes Atom der Formel mit seiner Anzahl und seiner Oxidationszahl in eine Zeile.
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Oxidationszahl hat Schwefel in SO₂?So fängst du an:Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 2 · (−II) = 0.
- x = +IV
Ergebnis:+IV - ●11Welche Oxidationszahl hat Mangan im Permanganat-Ion MnO₄⁻?
Lösung zeigen
- Die Summe der Oxidationszahlen ist −1, die Ladung des Ions.
- x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VII
Ergebnis:+VII - ★12Welche Oxidationszahlen haben die beiden Kohlenstoffatome in Ethanol CH₃–CH₂–OH?
Lösung zeigen
- Eine Bindung zu Wasserstoff zählt −1, zu Sauerstoff +1, zu Kohlenstoff 0.
- CH₃: 3 · (−1) = −III.
- CH₂OH: 2 · (−1) + 1 = −I.
Ergebnis:−III und −I
5Ich stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
MerkenRedoxgleichungen
Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
BeispielRedoxgleichungen mit Teilgleichungen aufstellen
Schritt für Schritt
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Mg-Gleichung mal 3, Cr-Gleichung mal 2.
- 3 Mg + 2 Cr³⁺ → 3 Mg²⁺ + 2 Cr
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Mg-Gleichung mal 3, Cr-Gleichung mal 2.
- 3 Mg + 2 Cr³⁺ → 3 Mg²⁺ + 2 Cr
AchtungElektronen oder Atome in der Gesamtgleichung nicht angeglichen
Zn + Ag⁺ → Zn²⁺ + Ag
Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 Ag: Zink gibt zwei Elektronen ab, zwei Silber-Ionen nehmen sie auf.
Bestimme das kleinste gemeinsame Vielfache der Elektronenzahlen und multipliziere die Teilgleichungen damit.
ÜbenJetzt du
- ○13Aluminium gibt Elektronen an Zink-Ionen ab: Al → Al³⁺ + 3 e⁻ und Zn²⁺ + 2 e⁻ → Zn. Wie lautet die Gesamtgleichung?So fängst du an:Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
- Al-Gleichung mal 2, Zn-Gleichung mal 3.
- 2 Al + 3 Zn²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Zn
Ergebnis:2 Al + 3 Zn²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Zn - ●14Nickel gibt Elektronen an Gold-Ionen ab: Ni → Ni²⁺ + 2 e⁻ und Au³⁺ + 3 e⁻ → Au. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Ni-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Ni + 2 Au³⁺ → 3 Ni²⁺ + 2 Au
Ergebnis:3 Ni + 2 Au³⁺ → 3 Ni²⁺ + 2 Au - ★15Permanganat reagiert in saurer Lösung zu Mangan(II)-Ionen: MnO₄⁻ + ? H₃O⁺ + 5 e⁻ → Mn²⁺ + ? H₂O. Welche Koeffizienten gleichen die Teilgleichung aus?
Lösung zeigen
- Ladung links: −1 + x − 5 muss +2 ergeben, also x = 8.
- Sauerstoff: 4 + 8 = 12, also 12 H₂O.
- Wasserstoff stimmt dann mit 24 auf beiden Seiten.
Ergebnis:8 H₃O⁺ und 12 H₂O
6Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
MerkenAlkanole und Aldehyde
Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
Sekundäre werden zu Ketonen, tertiäre nicht.
BeispielOxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und Aldehydnachweis
Schritt für Schritt
- Die Aldehydgruppe wird zur Carboxygruppe oxidiert.
- Kupfer(II) nimmt Elektronen auf und wird zu Kupfer(I).
- Es fällt rotes Kupfer(I)-oxid aus.
- Die Aldehydgruppe wird zur Carboxygruppe oxidiert.
- Kupfer(II) nimmt Elektronen auf und wird zu Kupfer(I).
- Es fällt rotes Kupfer(I)-oxid aus.
AchtungFehling-Probe oder Aldehydgruppe falsch gedeutet
Die Fehling-Probe weist Alkohole nach.
Die Fehling-Probe weist die Aldehydgruppe nach: Sie reduziert Kupfer(II) zu rotem Kupfer(I)-oxid.
Zeichne die Aldehydgruppe und markiere das Wasserstoffatom, das die Oxidation möglich macht.
ÜbenJetzt du
- ○16Wie reagiert 2-Methylpropan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?So fängst du an:Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt kein Wasserstoffatom. Das Alkanol wird nicht oxidiert.
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein.
Ergebnis:Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein - ●17Wie reagiert Pentan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure - ★18Warum lässt sich Propanon nicht zu einer Carbonsäure oxidieren, Propanal aber schon?
Lösung zeigen
- Im Aldehyd trägt das Carbonyl-Kohlenstoffatom ein Wasserstoffatom.
- Es kann zur Carboxygruppe oxidiert werden.
- Im Keton fehlt dieses Wasserstoffatom.
Ergebnis:Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
7Ich erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
MerkenMetallgewinnung
Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
BeispielGewinnung von Metallen durch Redoxreaktion
Schritt für Schritt
- n(WO₃) = 50 g : 232 g/mol.
- n(Wolfram) = 1 · n(WO₃).
- m(Wolfram) = n(Wolfram) · 184 g/mol = 39,7 g
- n(WO₃) = 50 g : 232 g/mol.
- n(Wolfram) = 1 · n(WO₃).
- m(Wolfram) = n(Wolfram) · 184 g/mol = 39,7 g
AchtungMetallmasse oder Stoffmengenverhältnis bei der Metallgewinnung falsch verrechnet
Aus 160 g Eisen(III)-oxid entstehen 160 g Eisen.
Aus 160 g Fe₂O₃ entstehen 112 g Eisen, denn n(Fe) = 2 · n(Fe₂O₃).
Berechne n(Oxid) und lies das Verhältnis zum Metall aus der Formel ab.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus 50 g Zinkoxid (ZnO) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(ZnO) = 81 g/mol und M(Zink) = 65 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Zink entstehen höchstens?So fängst du an:n(ZnO) = 50 g : 81 g/mol.
Lösung zeigen
- n(ZnO) = 50 g : 81 g/mol.
- n(Zink) = 1 · n(ZnO).
- m(Zink) = n(Zink) · 65 g/mol = 40,1 g
Ergebnis:40,1 g - ●20Aus 25 g Wolfram(VI)-oxid (WO₃) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(WO₃) = 232 g/mol und M(Wolfram) = 184 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Wolfram entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(WO₃) = 25 g : 232 g/mol.
- n(Wolfram) = 1 · n(WO₃).
- m(Wolfram) = n(Wolfram) · 184 g/mol = 19,8 g
Ergebnis:19,8 g - ★21Aluminium wird durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid gewonnen. Welche Aussage über die Kathode stimmt?
Lösung zeigen
- An der Kathode wird reduziert.
- Al³⁺ + 3 e⁻ → Al.
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf.
Ergebnis:Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
8Ich leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
MerkenOxidationsstufen
Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
BeispielOxidationsstufen aus Atombau und Elektronenkonfiguration
Schritt für Schritt
- Chlor hat 7 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 1 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −I.
- Chlor hat 7 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 1 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −I.
AchtungOxidationsstufe aus der Elektronenkonfiguration falsch abgeleitet
Mangan hat sieben Außenelektronen und gibt immer alle sieben ab.
Mangan kann je nach Partner zwei bis sieben Elektronen abgeben, weil auch d-Elektronen beteiligt sind.
Zähle die Außenelektronen und leite die höchste und die niedrigste Stufe ab.
ÜbenJetzt du
- ○22Welche höchste Oxidationsstufe kann Stickstoff, das 5 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?So fängst du an:Stickstoff hat 5 Außenelektronen.
Lösung zeigen
- Stickstoff hat 5 Außenelektronen.
- Gibt es alle ab, steht die Zahl als Pluswert da.
- Die höchste Stufe ist +V.
Ergebnis:+V - ●23Welche höchste Oxidationsstufe kann Selen, das 6 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?
Lösung zeigen
- Selen hat 6 Außenelektronen.
- Gibt es alle ab, steht die Zahl als Pluswert da.
- Die höchste Stufe ist +VI.
Ergebnis:+VI - ★24Welche Oxidationsstufen sind für Chlor, das sieben Außenelektronen besitzt, in Verbindungen möglich?
Lösung zeigen
- Die niedrigste Stufe ist 7 − 8 = −I.
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, +VII.
- Dazwischen liegen weitere Stufen.
Ergebnis:Von −I bis +VII
9Ich erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
MerkenDisproportionierung und Redoxtitration
Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Redoxtitration rechnet mit dem Verhältnis der Gleichung.
BeispielDisproportionierung, Synproportionierung und Redoxtitration
Schritt für Schritt
- n(MnO₄⁻) = 0,020 mol/L · 0,0100 L = 0,000200 mol.
- n(Fe²⁺) = 5 · n(MnO₄⁻) = 0,00100 mol.
- c(Fe²⁺) = 0,00100 mol : 0,0200 L = 0,050 mol/L
- n(MnO₄⁻) = 0,020 mol/L · 0,0100 L = 0,000200 mol.
- n(Fe²⁺) = 5 · n(MnO₄⁻) = 0,00100 mol.
- c(Fe²⁺) = 0,00100 mol : 0,0200 L = 0,050 mol/L
AchtungVolumen oder Stoffmengenverhältnis in der Titration falsch verrechnet
10 mL Schwefelsäure verbrauchen 20 mL Natronlauge gleicher Stärke, also gilt 1 : 1.
Am Äquivalenzpunkt gilt n(Säure) mal Zahl der Protonen gleich n(Lauge). Erst Stoffmengen vergleichen, dann durch das Volumen teilen.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und lies das Stoffmengenverhältnis ab.
ÜbenJetzt du
- ○25Iodat IO₃⁻ und Iodid I⁻ reagieren in saurer Lösung zu Iod I₂. Wie nennt man diesen Reaktionstyp?So fängst du an:Iod in IO₃⁻ hat +V, in I⁻ hat es −I.
Lösung zeigen
- Iod in IO₃⁻ hat +V, in I⁻ hat es −I.
- Beide ergeben I₂ mit der Stufe 0.
- Aus zwei Stufen wird eine: Synproportionierung.
Ergebnis:Synproportionierung, aus +V und −I wird die Stufe 0 - ●2625,0 mL Lösung mit Wasserstoffperoxid verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 8,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,010 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 H₂O₂ + 6 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 5 O₂ + 14 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Wasserstoffperoxid?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,010 mol/L · 0,0080 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,0080 mol/L
Ergebnis:0,0080 mol/L - ★2725,0 mL Lösung mit Wasserstoffperoxid verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 15,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 H₂O₂ + 6 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 5 O₂ + 14 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Wasserstoffperoxid?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0150 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,030 mol/L
Ergebnis:0,030 mol/L
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●280,25 mol Calcium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Calcium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,25 mol.
- n(e⁻) = 0,5 mol
Ergebnis:0,5 mol - ●29Aus 20 g Kupfer(I)-oxid (Cu₂O) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Cu₂O) = 144 g/mol und M(Kupfer) = 64 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(Cu₂O) = 20 g : 144 g/mol.
- n(Kupfer) = 2 · n(Cu₂O).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 17,8 g
Ergebnis:17,8 g - ●30Ein Blech aus Zink wird in eine Lösung mit Cu²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Zink −0,76 V, Kupfer +0,34 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,76 V und +0,34 V.
- Zink hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
Ergebnis:Ja, Kupfer scheidet sich ab, und Zink geht als Ion in Lösung - ●31Welche Oxidationszahl hat Stickstoff in NO₂⁻?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 2 · (−II) = −1.
- x = +III
Ergebnis:+III - ●32Zinn gibt Elektronen an Gold-Ionen ab: Sn → Sn²⁺ + 2 e⁻ und Au³⁺ + 3 e⁻ → Au. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Sn-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Sn + 2 Au³⁺ → 3 Sn²⁺ + 2 Au
Ergebnis:3 Sn + 2 Au³⁺ → 3 Sn²⁺ + 2 Au - ●33Mangan tritt mit den Oxidationsstufen von +II bis +VII auf, Calcium nur als +II. Warum?
Lösung zeigen
- Mangan hat die Konfiguration [Ar] 3d⁵ 4s².
- Die 4s-Elektronen geben zuerst +II.
- Auch die d-Elektronen können folgen, bis zu +VII.
Ergebnis:Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werden
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Metallbindung
- Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
- Redoxreihe
- Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
- Redoxreaktion
- Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
- Oxidationszahlen
- Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
- Redoxgleichungen
- Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
- Alkanole und Aldehyde
- Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
- Metallgewinnung
- Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
- Oxidationsstufen
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
- Disproportionierung und Redoxtitration
- Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
340,1 mol Lithium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?Lösung zeigen
Ergebnis:0,1 molIch ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
35Ein Blech aus Nickel wird in eine Lösung mit Ag⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Nickel −0,26 V, Silber +0,80 V. Läuft eine Reaktion ab?Lösung zeigen
Ergebnis:Ja, Silber scheidet sich ab, und Nickel geht als Ion in LösungIch beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
36Natrium reagiert mit Chlor zu Natriumchlorid. Welche Aussage über das Natriumatom ist richtig?Lösung zeigen
Ergebnis:Es gibt ein Elektron ab und wird oxidiertIch bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
37Welche Oxidationszahl hat Mangan in MnO₂?Lösung zeigen
Ergebnis:+IVIch stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
38Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Eisen(III)-Ionen zu Eisen(II)-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
39Wie reagiert 3-Methylpentan-3-ol mit einem Oxidationsmittel?Lösung zeigen
Ergebnis:Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation einIch erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
40Aus 25 g Zinkoxid (ZnO) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(ZnO) = 81 g/mol und M(Zink) = 65 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Zink entstehen höchstens?Lösung zeigen
Ergebnis:20,1 gIch leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
41Mangan tritt mit den Oxidationsstufen von +II bis +VII auf, Calcium nur als +II. Warum?Lösung zeigen
Ergebnis:Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werdenIch erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
4210,0 mL Lösung mit Oxalat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 16,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,050 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 C₂O₄²⁻ + 16 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 10 CO₂ + 24 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Oxalat-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:0,20 mol/L
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Summe
- was herauskommt, wenn man zusammenzählt
Lösungen
- 4 mol
- 0,4 mol
- 0,3 mol
- Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Blei bleibt fest
- Nein, Eisen scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest
- Ja, Silber scheidet sich ab, und Blei geht als Ion in Lösung
- Es gibt ein Elektron ab und wird oxidiert
- Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
- +IV
- +VII
- −III und −I
- 2 Al + 3 Zn²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Zn
- 3 Ni + 2 Au³⁺ → 3 Ni²⁺ + 2 Au
- 8 H₃O⁺ und 12 H₂O
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
- 40,1 g
- 19,8 g
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
- +V
- +VI
- Von −I bis +VII
- Synproportionierung, aus +V und −I wird die Stufe 0
- 0,0080 mol/L
- 0,030 mol/L
- 0,5 mol
- 17,8 g
- Ja, Kupfer scheidet sich ab, und Zink geht als Ion in Lösung
- +III
- 3 Sn + 2 Au³⁺ → 3 Sn²⁺ + 2 Au
- Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werden
- 0,1 mol
- Ja, Silber scheidet sich ab, und Nickel geht als Ion in Lösung
- Es gibt ein Elektron ab und wird oxidiert
- +IV
- Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein
- 20,1 g
- Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werden
- 0,20 mol/L