Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Redoxreaktionen: Elektronenübergang und Oxidationszahlen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
MerkenMetallbindung
Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
Das erklärt Leitung, Glanz und Verformbarkeit.
BeispielMetallbindung, Eigenschaften und Verwendung von Metallen
Schritt für Schritt
- Natrium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 0,4 mol.
- n(e⁻) = 0,4 mol
- Natrium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 0,4 mol.
- n(e⁻) = 0,4 mol
AchtungValenzelektronen mit allen Elektronen oder mit Eins gleichgesetzt
Ein Magnesiumatom liefert ein Elektron an das Elektronengas.
Magnesium hat zwei Valenzelektronen und liefert zwei Elektronen an das Elektronengas.
Lies die Hauptgruppe im Periodensystem ab und leite die Zahl der Valenzelektronen her.
ÜbenJetzt du
- ○10,1 mol Calcium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?So fängst du an:Calcium hat 2 Valenzelektronen.
Lösung zeigen
- Calcium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,1 mol.
- n(e⁻) = 0,2 mol
Ergebnis:0,2 mol - ●22 mol Barium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Barium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 2 mol.
- n(e⁻) = 4 mol
Ergebnis:4 mol - ★31 mol Barium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Barium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 1 mol.
- n(e⁻) = 2 mol
Ergebnis:2 mol
2Ich ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
MerkenRedoxreihe
Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
Es verdrängt edlere Metalle aus ihren Salzlösungen.
BeispielRedoxreihe der Metalle
Schritt für Schritt
- Verglichen werden −0,26 V und −0,76 V.
- Nickel hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
- Verglichen werden −0,26 V und −0,76 V.
- Nickel hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
AchtungEdel und unedel vertauscht
Gold reagiert gern mit Sauerstoff, deshalb glänzt es.
Gold reagiert kaum – es ist edel. Deshalb findet man es als Metall in der Natur.
Frag dich: Findet man das Metall in der Natur als Metall oder nur als Erz?
ÜbenJetzt du
- ○4Ein Blech aus Eisen wird in eine Lösung mit Ni²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Eisen −0,44 V, Nickel −0,26 V. Läuft eine Reaktion ab?So fängst du an:Verglichen werden −0,44 V und −0,26 V.
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,44 V und −0,26 V.
- Eisen hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
Ergebnis:Ja, Nickel scheidet sich ab, und Eisen geht als Ion in Lösung - ●5Ein Zinkblech wird in Kupfersulfatlösung getaucht. Was ist zu beobachten, und wie lässt sich das erklären?
Lösung zeigen
- Zink steht in der Redoxreihe vor Kupfer.
- Zink gibt Elektronen ab und geht als Zn²⁺ in Lösung.
- Kupfer-Ionen nehmen sie auf und scheiden sich als Kupfer ab.
Ergebnis:Rotes Kupfer scheidet sich ab, denn Zink ist unedler - ★6Magnesium wird in Kupfersulfatlösung gelegt. Welche Teilgleichung beschreibt den Vorgang an den Magnesium-Atomen?
Lösung zeigen
- Magnesium ist unedler als Kupfer.
- Es gibt zwei Elektronen ab.
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
Ergebnis:Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
3Ich beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
MerkenRedoxreaktion
Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
Beide laufen gleichzeitig ab.
BeispielRedoxreaktion als Elektronenübergang
Schritt für Schritt
- Wo stehen die Elektronen in MnO₄⁻ + 8 H₃O⁺ + 5 e⁻ → Mn²⁺ + 12 H₂O?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
- Wo stehen die Elektronen in MnO₄⁻ + 8 H₃O⁺ + 5 e⁻ → Mn²⁺ + 12 H₂O?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
AchtungOxidation, Reduktion oder Oxidationsmittel vertauscht
Oxidation ist die Aufnahme von Elektronen.
Oxidation ist die Abgabe von Elektronen, Reduktion ihre Aufnahme.
Schreib die Teilgleichung auf und prüfe, auf welcher Seite die Elektronen stehen.
ÜbenJetzt du
- ○7Welche Aussage über Redoxreaktionen trifft zu?So fängst du an:Freie Elektronen gibt es in Lösung kaum.
Lösung zeigen
- Freie Elektronen gibt es in Lösung kaum.
- Der Donator gibt Elektronen ab, der Akzeptor nimmt sie auf.
- Beides geschieht zugleich.
Ergebnis:Oxidation und Reduktion laufen immer gleichzeitig ab - ●8Wie lässt sich die Teilgleichung 2 I⁻ → I₂ + 2 e⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in 2 I⁻ → I₂ + 2 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ★9Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Chlor im Redoxpaar Cl₂/Cl⁻?
Lösung zeigen
- Reduktion ist Elektronenaufnahme.
- Die Elektronen stehen links.
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
Ergebnis:Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
4Ich bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
MerkenOxidationszahlen
Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
Wasserstoff hat meist +I, Sauerstoff meist −II.
BeispielOxidationszahlen bestimmen
Schritt für Schritt
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 1 · (+I) + x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VI
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 1 · (+I) + x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VI
AchtungAtomzahl oder Wasserstoff in der Summe der Oxidationszahlen übersehen
Welche Oxidationszahl hat Schwefel in HSO₄⁻ → +VIII
Welche Oxidationszahl hat Schwefel in HSO₄⁻ → +VI
Schreib jedes Atom der Formel mit seiner Anzahl und seiner Oxidationszahl in eine Zeile.
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Oxidationszahl hat Stickstoff in NO₂⁻?So fängst du an:Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 2 · (−II) = −1.
- x = +III
Ergebnis:+III - ●11Welche Oxidationszahl hat Schwefel in H₂SO₃?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 2 · (+I) + x + 3 · (−II) = 0.
- x = +IV
Ergebnis:+IV - ★12Welche Oxidationszahlen haben die beiden Kohlenstoffatome in Ethanol CH₃–CH₂–OH?
Lösung zeigen
- Eine Bindung zu Wasserstoff zählt −1, zu Sauerstoff +1, zu Kohlenstoff 0.
- CH₃: 3 · (−1) = −III.
- CH₂OH: 2 · (−1) + 1 = −I.
Ergebnis:−III und −I
5Ich stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
MerkenRedoxgleichungen
Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
BeispielRedoxgleichungen mit Teilgleichungen aufstellen
Schritt für Schritt
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Zn-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Zn + 2 Au³⁺ → 3 Zn²⁺ + 2 Au
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Zn-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Zn + 2 Au³⁺ → 3 Zn²⁺ + 2 Au
AchtungElektronen oder Atome in der Gesamtgleichung nicht angeglichen
Zn + Ag⁺ → Zn²⁺ + Ag
Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 Ag: Zink gibt zwei Elektronen ab, zwei Silber-Ionen nehmen sie auf.
Bestimme das kleinste gemeinsame Vielfache der Elektronenzahlen und multipliziere die Teilgleichungen damit.
ÜbenJetzt du
- ○13Zinn gibt Elektronen an Silber-Ionen ab: Sn → Sn²⁺ + 2 e⁻ und Ag⁺ + e⁻ → Ag. Wie lautet die Gesamtgleichung?So fängst du an:Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 1 ist 2.
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 1 ist 2.
- Sn-Gleichung mal 1, Ag-Gleichung mal 2.
- Sn + 2 Ag⁺ → Sn²⁺ + 2 Ag
Ergebnis:Sn + 2 Ag⁺ → Sn²⁺ + 2 Ag - ●14Chrom gibt Elektronen an Zinn-Ionen ab: Cr → Cr³⁺ + 3 e⁻ und Sn²⁺ + 2 e⁻ → Sn. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
- Cr-Gleichung mal 2, Sn-Gleichung mal 3.
- 2 Cr + 3 Sn²⁺ → 2 Cr³⁺ + 3 Sn
Ergebnis:2 Cr + 3 Sn²⁺ → 2 Cr³⁺ + 3 Sn - ★15Permanganat reagiert in saurer Lösung zu Mangan(II)-Ionen: MnO₄⁻ + ? H₃O⁺ + 5 e⁻ → Mn²⁺ + ? H₂O. Welche Koeffizienten gleichen die Teilgleichung aus?
Lösung zeigen
- Ladung links: −1 + x − 5 muss +2 ergeben, also x = 8.
- Sauerstoff: 4 + 8 = 12, also 12 H₂O.
- Wasserstoff stimmt dann mit 24 auf beiden Seiten.
Ergebnis:8 H₃O⁺ und 12 H₂O
6Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
MerkenAlkanole und Aldehyde
Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
Sekundäre werden zu Ketonen, tertiäre nicht.
BeispielOxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und Aldehydnachweis
Schritt für Schritt
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
AchtungReihenfolge der Oxidationsprodukte vertauscht oder Zwischenstufe ausgelassen
Ethanol wird zu Ethansäure und danach zu Ethanal.
Ethanol wird zuerst zu Ethanal und dann zu Ethansäure oxidiert.
Bestimme die Oxidationszahl des Kohlenstoffatoms an der Hydroxygruppe in jeder Stufe und ordne nach steigender Zahl.
ÜbenJetzt du
- ○16Wie reagiert Pentan-3-ol mit einem Oxidationsmittel?So fängst du an:Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt ein Wasserstoffatom. Es entsteht ein Keton.
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird.
Ergebnis:Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird - ●17Wie reagiert 2-Methylpropan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt kein Wasserstoffatom. Das Alkanol wird nicht oxidiert.
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein.
Ergebnis:Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein - ★18Warum lässt sich Propanon nicht zu einer Carbonsäure oxidieren, Propanal aber schon?
Lösung zeigen
- Im Aldehyd trägt das Carbonyl-Kohlenstoffatom ein Wasserstoffatom.
- Es kann zur Carboxygruppe oxidiert werden.
- Im Keton fehlt dieses Wasserstoffatom.
Ergebnis:Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
7Ich erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
MerkenMetallgewinnung
Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
BeispielGewinnung von Metallen durch Redoxreaktion
Schritt für Schritt
- Das Reduktionsmittel muss unedler sein als das Metall im Oxid.
- Aluminium ist unedler als Kohlenstoff.
- Aluminium gewinnt man deshalb durch Elektrolyse.
- Das Reduktionsmittel muss unedler sein als das Metall im Oxid.
- Aluminium ist unedler als Kohlenstoff.
- Aluminium gewinnt man deshalb durch Elektrolyse.
AchtungReduktionsmittel nur als Wärmequelle verstanden
Koks im Hochofen dient nur zum Heizen.
Koks liefert Wärme, vor allem aber Kohlenstoffmonooxid als Reduktionsmittel für das Eisenoxid.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und markiere, welcher Stoff den Sauerstoff aufnimmt.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus 20 g Eisen(II,III)-oxid (Fe₃O₄) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Fe₃O₄) = 232 g/mol und M(Eisen) = 56 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Eisen entstehen höchstens?So fängst du an:n(Fe₃O₄) = 20 g : 232 g/mol.
Lösung zeigen
- n(Fe₃O₄) = 20 g : 232 g/mol.
- n(Eisen) = 3 · n(Fe₃O₄).
- m(Eisen) = n(Eisen) · 56 g/mol = 14,5 g
Ergebnis:14,5 g - ●20Aus 200 g Zinn(IV)-oxid (SnO₂) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(SnO₂) = 151 g/mol und M(Zinn) = 119 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Zinn entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(SnO₂) = 200 g : 151 g/mol.
- n(Zinn) = 1 · n(SnO₂).
- m(Zinn) = n(Zinn) · 119 g/mol = 157,6 g
Ergebnis:157,6 g - ★21Aus 20 g Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Fe₂O₃) = 160 g/mol und M(Eisen) = 56 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Eisen entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(Fe₂O₃) = 20 g : 160 g/mol.
- n(Eisen) = 2 · n(Fe₂O₃).
- m(Eisen) = n(Eisen) · 56 g/mol = 14,0 g
Ergebnis:14,0 g
8Ich leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
MerkenOxidationsstufen
Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
BeispielOxidationsstufen aus Atombau und Elektronenkonfiguration
Schritt für Schritt
- Zinn hat 4 Außenelektronen.
- Gibt es alle ab, steht die Zahl als Pluswert da.
- Die höchste Stufe ist +IV.
- Zinn hat 4 Außenelektronen.
- Gibt es alle ab, steht die Zahl als Pluswert da.
- Die höchste Stufe ist +IV.
AchtungOxidationsstufe aus der Elektronenkonfiguration falsch abgeleitet
Mangan hat sieben Außenelektronen und gibt immer alle sieben ab.
Mangan kann je nach Partner zwei bis sieben Elektronen abgeben, weil auch d-Elektronen beteiligt sind.
Zähle die Außenelektronen und leite die höchste und die niedrigste Stufe ab.
ÜbenJetzt du
- ○22Welche niedrigste Oxidationsstufe kann Schwefel, das 6 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?So fängst du an:Schwefel hat 6 Außenelektronen.
Lösung zeigen
- Schwefel hat 6 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 2 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −II.
Ergebnis:−II - ●23Welche niedrigste Oxidationsstufe kann Phosphor, das 5 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?
Lösung zeigen
- Phosphor hat 5 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 3 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −III.
Ergebnis:−III - ★24Welche Oxidationsstufen sind für Chlor, das sieben Außenelektronen besitzt, in Verbindungen möglich?
Lösung zeigen
- Die niedrigste Stufe ist 7 − 8 = −I.
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, +VII.
- Dazwischen liegen weitere Stufen.
Ergebnis:Von −I bis +VII
9Ich erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
MerkenDisproportionierung und Redoxtitration
Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Redoxtitration rechnet mit dem Verhältnis der Gleichung.
BeispielDisproportionierung, Synproportionierung und Redoxtitration
Schritt für Schritt
- n(Titrant) = 0,050 mol/L · 0,0150 L.
- n(Analyt) = 5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,15 mol/L
- n(Titrant) = 0,050 mol/L · 0,0150 L.
- n(Analyt) = 5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,15 mol/L
AchtungVolumen oder Stoffmengenverhältnis in der Titration falsch verrechnet
10 mL Schwefelsäure verbrauchen 20 mL Natronlauge gleicher Stärke, also gilt 1 : 1.
Am Äquivalenzpunkt gilt n(Säure) mal Zahl der Protonen gleich n(Lauge). Erst Stoffmengen vergleichen, dann durch das Volumen teilen.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und lies das Stoffmengenverhältnis ab.
ÜbenJetzt du
- ○2525,0 mL Lösung mit Thiosulfat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 15,0 mL Iodlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt I₂ + 2 S₂O₃²⁻ → 2 I⁻ + S₄O₆²⁻. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Thiosulfat-Ionen?So fängst du an:n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0150 L.
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0150 L.
- n(Analyt) = 2 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,024 mol/L
Ergebnis:0,024 mol/L - ●26Iodat IO₃⁻ und Iodid I⁻ reagieren in saurer Lösung zu Iod I₂. Wie nennt man diesen Reaktionstyp?
Lösung zeigen
- Iod in IO₃⁻ hat +V, in I⁻ hat es −I.
- Beide ergeben I₂ mit der Stufe 0.
- Aus zwei Stufen wird eine: Synproportionierung.
Ergebnis:Synproportionierung, aus +V und −I wird die Stufe 0 - ★27Vitamin C reagiert mit Iod zu Dehydroascorbinsäure und Iodid-Ionen. Wie ändert sich die Oxidationszahl der Iodatome?
Lösung zeigen
- Iod liegt als I₂ vor, Oxidationszahl 0.
- Im Iodid-Ion I⁻ beträgt sie −I.
- Die Oxidationszahl sinkt, also wird Iod reduziert.
Ergebnis:Von 0 nach −I, Iod wird reduziert
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●28Welches Teilchen ist im Metallgitter frei beweglich und leitet den elektrischen Strom?
Lösung zeigen
- Im Metall geben die Atome ihre Valenzelektronen ab.
- Die Elektronen gehören dem ganzen Gitter.
- Die Elektronen sind frei beweglich und tragen den Strom.
Ergebnis:Die frei beweglichen Valenzelektronen im Elektronengas - ●29Aus 20 g Kupfer(I)-oxid (Cu₂O) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Cu₂O) = 144 g/mol und M(Kupfer) = 64 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(Cu₂O) = 20 g : 144 g/mol.
- n(Kupfer) = 2 · n(Cu₂O).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 17,8 g
Ergebnis:17,8 g - ●30Ein Blech aus Zink wird in eine Lösung mit Pb²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Zink −0,76 V, Blei −0,13 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,76 V und −0,13 V.
- Zink hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
Ergebnis:Ja, Blei scheidet sich ab, und Zink geht als Ion in Lösung - ●31Wie lässt sich die Teilgleichung Mg²⁺ + 2 e⁻ → Mg beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Mg²⁺ + 2 e⁻ → Mg?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
Ergebnis:Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf - ●32Welche Oxidationszahl hat Schwefel in SO₄²⁻?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 4 · (−II) = −2.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ●33Wie reagiert Propan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Metallbindung
- Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
- Redoxreihe
- Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
- Redoxreaktion
- Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
- Oxidationszahlen
- Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
- Redoxgleichungen
- Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
- Alkanole und Aldehyde
- Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
- Metallgewinnung
- Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
- Oxidationsstufen
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
- Disproportionierung und Redoxtitration
- Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
340,5 mol Lithium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?Lösung zeigen
Ergebnis:0,5 molIch ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
35Ein Blech aus Silber wird in eine Lösung mit Cu²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Silber +0,80 V, Kupfer +0,34 V. Läuft eine Reaktion ab?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, Kupfer scheidet sich nicht ab, Silber bleibt festIch beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
36Wie lässt sich die Teilgleichung Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻ beschreiben?Lösung zeigen
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen abIch bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
37Welche Oxidationszahl hat Stickstoff in HNO₃?Lösung zeigen
Ergebnis:+VIch stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
38Nickel gibt Elektronen an Silber-Ionen ab: Ni → Ni²⁺ + 2 e⁻ und Ag⁺ + e⁻ → Ag. Wie lautet die Gesamtgleichung?Lösung zeigen
Ergebnis:Ni + 2 Ag⁺ → Ni²⁺ + 2 AgIch beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
39Wie reagiert Pentan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?Lösung zeigen
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine CarbonsäureIch erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
40Aus 20 g Eisen(II,III)-oxid (Fe₃O₄) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Fe₃O₄) = 232 g/mol und M(Eisen) = 56 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Eisen entstehen höchstens?Lösung zeigen
Ergebnis:14,5 gIch leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
41Magnesium (Elektronenkonfiguration 2, 8, 2) bildet in Verbindungen stets Mg²⁺. Wie lässt sich das erklären?Lösung zeigen
Ergebnis:Mit der Abgabe der zwei Außenelektronen entsteht eine stabile AchterschaleIch erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
4210,0 mL Lösung mit Eisen(II)-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 8,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,050 mol/L. Es gilt MnO₄⁻ + 5 Fe²⁺ + 8 H₃O⁺ → Mn²⁺ + 5 Fe³⁺ + 12 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Eisen(II)-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:0,20 mol/L
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Summe
- was herauskommt, wenn man zusammenzählt
Lösungen
- 0,2 mol
- 4 mol
- 2 mol
- Ja, Nickel scheidet sich ab, und Eisen geht als Ion in Lösung
- Rotes Kupfer scheidet sich ab, denn Zink ist unedler
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
- Oxidation und Reduktion laufen immer gleichzeitig ab
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
- +III
- +IV
- −III und −I
- Sn + 2 Ag⁺ → Sn²⁺ + 2 Ag
- 2 Cr + 3 Sn²⁺ → 2 Cr³⁺ + 3 Sn
- 8 H₃O⁺ und 12 H₂O
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein
- Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
- 14,5 g
- 157,6 g
- 14,0 g
- −II
- −III
- Von −I bis +VII
- 0,024 mol/L
- Synproportionierung, aus +V und −I wird die Stufe 0
- Von 0 nach −I, Iod wird reduziert
- Die frei beweglichen Valenzelektronen im Elektronengas
- 17,8 g
- Ja, Blei scheidet sich ab, und Zink geht als Ion in Lösung
- Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
- +VI
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- 0,5 mol
- Nein, Kupfer scheidet sich nicht ab, Silber bleibt fest
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- +V
- Ni + 2 Ag⁺ → Ni²⁺ + 2 Ag
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- 14,5 g
- Mit der Abgabe der zwei Außenelektronen entsteht eine stabile Achterschale
- 0,20 mol/L