Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Redoxreaktionen: Elektronenübergang und Oxidationszahlen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
MerkenMetallbindung
Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
Das erklärt Leitung, Glanz und Verformbarkeit.
BeispielMetallbindung, Eigenschaften und Verwendung von Metallen
Schritt für Schritt
- Calcium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,5 mol.
- n(e⁻) = 1 mol
- Calcium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,5 mol.
- n(e⁻) = 1 mol
AchtungValenzelektronen mit allen Elektronen oder mit Eins gleichgesetzt
Ein Magnesiumatom liefert ein Elektron an das Elektronengas.
Magnesium hat zwei Valenzelektronen und liefert zwei Elektronen an das Elektronengas.
Lies die Hauptgruppe im Periodensystem ab und leite die Zahl der Valenzelektronen her.
ÜbenJetzt du
- ○10,1 mol Calcium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?So fängst du an:Calcium hat 2 Valenzelektronen.
Lösung zeigen
- Calcium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 0,1 mol.
- n(e⁻) = 0,2 mol
Ergebnis:0,2 mol - ●22 mol Kalium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Kalium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 2 mol.
- n(e⁻) = 2 mol
Ergebnis:2 mol - ★3Legierungen sind oft härter als reine Metalle. Wie lässt sich das erklären?
Lösung zeigen
- Fremdatome haben eine andere Größe.
- Die Fremdatome stören die regelmäßigen Gitterebenen.
- Die Ebenen gleiten schwerer, die Legierung ist härter.
Ergebnis:Fremdatome stören die Gitterebenen, sodass sie schwerer aneinander gleiten
2Ich ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
MerkenRedoxreihe
Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
Es verdrängt edlere Metalle aus ihren Salzlösungen.
BeispielRedoxreihe der Metalle
Schritt für Schritt
- Verglichen werden +0,80 V und −0,13 V.
- Silber hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
- Verglichen werden +0,80 V und −0,13 V.
- Silber hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
AchtungEdel und unedel vertauscht
Gold reagiert gern mit Sauerstoff, deshalb glänzt es.
Gold reagiert kaum – es ist edel. Deshalb findet man es als Metall in der Natur.
Frag dich: Findet man das Metall in der Natur als Metall oder nur als Erz?
ÜbenJetzt du
- ○4Ein Blech aus Silber wird in eine Lösung mit Ni²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Silber +0,80 V, Nickel −0,26 V. Läuft eine Reaktion ab?So fängst du an:Verglichen werden +0,80 V und −0,26 V.
Lösung zeigen
- Verglichen werden +0,80 V und −0,26 V.
- Silber hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Silber bleibt fest - ●5Ein Zinkblech wird in Kupfersulfatlösung getaucht. Was ist zu beobachten, und wie lässt sich das erklären?
Lösung zeigen
- Zink steht in der Redoxreihe vor Kupfer.
- Zink gibt Elektronen ab und geht als Zn²⁺ in Lösung.
- Kupfer-Ionen nehmen sie auf und scheiden sich als Kupfer ab.
Ergebnis:Rotes Kupfer scheidet sich ab, denn Zink ist unedler - ★6Magnesium wird in Kupfersulfatlösung gelegt. Welche Teilgleichung beschreibt den Vorgang an den Magnesium-Atomen?
Lösung zeigen
- Magnesium ist unedler als Kupfer.
- Es gibt zwei Elektronen ab.
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
Ergebnis:Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
3Ich beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
MerkenRedoxreaktion
Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
Beide laufen gleichzeitig ab.
BeispielRedoxreaktion als Elektronenübergang
Schritt für Schritt
- Natrium wird zum Na⁺-Ion.
- Dabei gibt es ein Elektron ab.
- Elektronenabgabe heißt Oxidation.
- Natrium wird zum Na⁺-Ion.
- Dabei gibt es ein Elektron ab.
- Elektronenabgabe heißt Oxidation.
AchtungOxidation, Reduktion oder Oxidationsmittel vertauscht
Oxidation ist die Aufnahme von Elektronen.
Oxidation ist die Abgabe von Elektronen, Reduktion ihre Aufnahme.
Schreib die Teilgleichung auf und prüfe, auf welcher Seite die Elektronen stehen.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie lässt sich die Teilgleichung Fe²⁺ → Fe³⁺ + e⁻ beschreiben?So fängst du an:Wo stehen die Elektronen in Fe²⁺ → Fe³⁺ + e⁻?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Fe²⁺ → Fe³⁺ + e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ●8Wie lässt sich die Teilgleichung Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
Ergebnis:Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf - ★9Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Chlor im Redoxpaar Cl₂/Cl⁻?
Lösung zeigen
- Reduktion ist Elektronenaufnahme.
- Die Elektronen stehen links.
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
Ergebnis:Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
4Ich bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
MerkenOxidationszahlen
Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
Wasserstoff hat meist +I, Sauerstoff meist −II.
BeispielOxidationszahlen bestimmen
Schritt für Schritt
- Die Summe der Oxidationszahlen ist −1, die Ladung des Ions.
- x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VII
- Die Summe der Oxidationszahlen ist −1, die Ladung des Ions.
- x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VII
AchtungLadung des Ions in der Summe vergessen
Welche Oxidationszahl hat Mangan im Permanganat-Ion MnO₄⁻ → +VIII
Welche Oxidationszahl hat Mangan im Permanganat-Ion MnO₄⁻ → +VII
Schreib neben jede Formel die Gesamtladung und setze die Summe gleich dieser Ladung.
ÜbenJetzt du
- ○10In welcher Verbindung hat Sauerstoff nicht die Oxidationszahl −II?So fängst du an:Sauerstoff hat meist −II.
Lösung zeigen
- Sauerstoff hat meist −II.
- In Peroxiden bindet er an ein zweites Sauerstoffatom.
- In H₂O₂ gilt: 2 · (+I) + 2 · x = 0, also x = −I.
Ergebnis:Im Peroxid H₂O₂ - ●11Wie groß ist die Oxidationszahl von Schwefel in der Schwefelsäure H₂SO₄?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 2 · (+I) + x + 4 · (−II) = 0.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ★12Welche Oxidationszahlen haben die beiden Kohlenstoffatome in Ethanol CH₃–CH₂–OH?
Lösung zeigen
- Eine Bindung zu Wasserstoff zählt −1, zu Sauerstoff +1, zu Kohlenstoff 0.
- CH₃: 3 · (−1) = −III.
- CH₂OH: 2 · (−1) + 1 = −I.
Ergebnis:−III und −I
5Ich stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
MerkenRedoxgleichungen
Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
BeispielRedoxgleichungen mit Teilgleichungen aufstellen
Schritt für Schritt
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Sn-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Sn + 2 Au³⁺ → 3 Sn²⁺ + 2 Au
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Sn-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Sn + 2 Au³⁺ → 3 Sn²⁺ + 2 Au
AchtungElektronen oder Atome in der Gesamtgleichung nicht angeglichen
Zn + Ag⁺ → Zn²⁺ + Ag
Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 Ag: Zink gibt zwei Elektronen ab, zwei Silber-Ionen nehmen sie auf.
Bestimme das kleinste gemeinsame Vielfache der Elektronenzahlen und multipliziere die Teilgleichungen damit.
ÜbenJetzt du
- ○13Zinn gibt Elektronen an Silber-Ionen ab: Sn → Sn²⁺ + 2 e⁻ und Ag⁺ + e⁻ → Ag. Wie lautet die Gesamtgleichung?So fängst du an:Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 1 ist 2.
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 1 ist 2.
- Sn-Gleichung mal 1, Ag-Gleichung mal 2.
- Sn + 2 Ag⁺ → Sn²⁺ + 2 Ag
Ergebnis:Sn + 2 Ag⁺ → Sn²⁺ + 2 Ag - ●14Zink gibt Elektronen an Gold-Ionen ab: Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻ und Au³⁺ + 3 e⁻ → Au. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Zn-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Zn + 2 Au³⁺ → 3 Zn²⁺ + 2 Au
Ergebnis:3 Zn + 2 Au³⁺ → 3 Zn²⁺ + 2 Au - ★15Wie bildet man aus Al → Al³⁺ + 3 e⁻ und Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Aluminium gibt drei Elektronen ab, Kupfer nimmt zwei auf.
- Das kleinste gemeinsame Vielfache ist 6.
- Also 2 Al und 3 Cu²⁺: 2 Al + 3 Cu²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Cu.
Ergebnis:Die erste Gleichung mit 2 und die zweite mit 3 multiplizieren, dann addieren
6Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
MerkenAlkanole und Aldehyde
Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
Sekundäre werden zu Ketonen, tertiäre nicht.
BeispielOxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und Aldehydnachweis
Schritt für Schritt
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
AchtungReihenfolge der Oxidationsprodukte vertauscht oder Zwischenstufe ausgelassen
Ethanol wird zu Ethansäure und danach zu Ethanal.
Ethanol wird zuerst zu Ethanal und dann zu Ethansäure oxidiert.
Bestimme die Oxidationszahl des Kohlenstoffatoms an der Hydroxygruppe in jeder Stufe und ordne nach steigender Zahl.
ÜbenJetzt du
- ○16Wie reagiert Butan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?So fängst du an:Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt ein Wasserstoffatom. Es entsteht ein Keton.
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird.
Ergebnis:Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird - ●17Wie reagiert Propan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt ein Wasserstoffatom. Es entsteht ein Keton.
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird.
Ergebnis:Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird - ★18Warum lässt sich Propanon nicht zu einer Carbonsäure oxidieren, Propanal aber schon?
Lösung zeigen
- Im Aldehyd trägt das Carbonyl-Kohlenstoffatom ein Wasserstoffatom.
- Es kann zur Carboxygruppe oxidiert werden.
- Im Keton fehlt dieses Wasserstoffatom.
Ergebnis:Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
7Ich erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
MerkenMetallgewinnung
Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
BeispielGewinnung von Metallen durch Redoxreaktion
Schritt für Schritt
- n(CuO) = 100 g : 80 g/mol.
- n(Kupfer) = 1 · n(CuO).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 80,0 g
- n(CuO) = 100 g : 80 g/mol.
- n(Kupfer) = 1 · n(CuO).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 80,0 g
AchtungMetallmasse oder Stoffmengenverhältnis bei der Metallgewinnung falsch verrechnet
Aus 160 g Eisen(III)-oxid entstehen 160 g Eisen.
Aus 160 g Fe₂O₃ entstehen 112 g Eisen, denn n(Fe) = 2 · n(Fe₂O₃).
Berechne n(Oxid) und lies das Verhältnis zum Metall aus der Formel ab.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus 25 g Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Fe₂O₃) = 160 g/mol und M(Eisen) = 56 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Eisen entstehen höchstens?So fängst du an:n(Fe₂O₃) = 25 g : 160 g/mol.
Lösung zeigen
- n(Fe₂O₃) = 25 g : 160 g/mol.
- n(Eisen) = 2 · n(Fe₂O₃).
- m(Eisen) = n(Eisen) · 56 g/mol = 17,5 g
Ergebnis:17,5 g - ●20Aus 10 g Kupfer(II)-oxid (CuO) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(CuO) = 80 g/mol und M(Kupfer) = 64 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(CuO) = 10 g : 80 g/mol.
- n(Kupfer) = 1 · n(CuO).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 8,0 g
Ergebnis:8,0 g - ★21Aluminium wird durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid gewonnen. Welche Aussage über die Kathode stimmt?
Lösung zeigen
- An der Kathode wird reduziert.
- Al³⁺ + 3 e⁻ → Al.
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf.
Ergebnis:Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
8Ich leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
MerkenOxidationsstufen
Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
BeispielOxidationsstufen aus Atombau und Elektronenkonfiguration
Schritt für Schritt
- Kohlenstoff hat 4 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 4 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −IV.
- Kohlenstoff hat 4 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 4 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −IV.
AchtungOxidationsstufe aus der Elektronenkonfiguration falsch abgeleitet
Mangan hat sieben Außenelektronen und gibt immer alle sieben ab.
Mangan kann je nach Partner zwei bis sieben Elektronen abgeben, weil auch d-Elektronen beteiligt sind.
Zähle die Außenelektronen und leite die höchste und die niedrigste Stufe ab.
ÜbenJetzt du
- ○22Welche höchste Oxidationsstufe kann Stickstoff, das 5 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?So fängst du an:Stickstoff hat 5 Außenelektronen.
Lösung zeigen
- Stickstoff hat 5 Außenelektronen.
- Gibt es alle ab, steht die Zahl als Pluswert da.
- Die höchste Stufe ist +V.
Ergebnis:+V - ●23Mangan tritt mit den Oxidationsstufen von +II bis +VII auf, Calcium nur als +II. Warum?
Lösung zeigen
- Mangan hat die Konfiguration [Ar] 3d⁵ 4s².
- Die 4s-Elektronen geben zuerst +II.
- Auch die d-Elektronen können folgen, bis zu +VII.
Ergebnis:Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werden - ★24Welche Oxidationsstufen sind für Chlor, das sieben Außenelektronen besitzt, in Verbindungen möglich?
Lösung zeigen
- Die niedrigste Stufe ist 7 − 8 = −I.
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, +VII.
- Dazwischen liegen weitere Stufen.
Ergebnis:Von −I bis +VII
9Ich erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
MerkenDisproportionierung und Redoxtitration
Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Redoxtitration rechnet mit dem Verhältnis der Gleichung.
BeispielDisproportionierung, Synproportionierung und Redoxtitration
Schritt für Schritt
- n(Titrant) = 0,010 mol/L · 0,0240 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0100 L = 0,060 mol/L
- n(Titrant) = 0,010 mol/L · 0,0240 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0100 L = 0,060 mol/L
AchtungVolumen oder Stoffmengenverhältnis in der Titration falsch verrechnet
10 mL Schwefelsäure verbrauchen 20 mL Natronlauge gleicher Stärke, also gilt 1 : 1.
Am Äquivalenzpunkt gilt n(Säure) mal Zahl der Protonen gleich n(Lauge). Erst Stoffmengen vergleichen, dann durch das Volumen teilen.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und lies das Stoffmengenverhältnis ab.
ÜbenJetzt du
- ○2510,0 mL Lösung mit Thiosulfat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 16,0 mL Iodlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt I₂ + 2 S₂O₃²⁻ → 2 I⁻ + S₄O₆²⁻. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Thiosulfat-Ionen?So fängst du an:n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0160 L.
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0160 L.
- n(Analyt) = 2 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0100 L = 0,064 mol/L
Ergebnis:0,064 mol/L - ●2625,0 mL Lösung mit Oxalat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 10,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,010 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 C₂O₄²⁻ + 16 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 10 CO₂ + 24 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Oxalat-Ionen?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,010 mol/L · 0,0100 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,010 mol/L
Ergebnis:0,010 mol/L - ★27Vitamin C reagiert mit Iod zu Dehydroascorbinsäure und Iodid-Ionen. Wie ändert sich die Oxidationszahl der Iodatome?
Lösung zeigen
- Iod liegt als I₂ vor, Oxidationszahl 0.
- Im Iodid-Ion I⁻ beträgt sie −I.
- Die Oxidationszahl sinkt, also wird Iod reduziert.
Ergebnis:Von 0 nach −I, Iod wird reduziert
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●280,1 mol Natrium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?
Lösung zeigen
- Natrium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 0,1 mol.
- n(e⁻) = 0,1 mol
Ergebnis:0,1 mol - ●29Aus 50 g Wolfram(VI)-oxid (WO₃) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(WO₃) = 232 g/mol und M(Wolfram) = 184 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Wolfram entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(WO₃) = 50 g : 232 g/mol.
- n(Wolfram) = 1 · n(WO₃).
- m(Wolfram) = n(Wolfram) · 184 g/mol = 39,7 g
Ergebnis:39,7 g - ●30Ein Blech aus Nickel wird in eine Lösung mit Zn²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Nickel −0,26 V, Zink −0,76 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden −0,26 V und −0,76 V.
- Nickel hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Nickel bleibt fest - ●31Wie lässt sich die Teilgleichung Mg²⁺ + 2 e⁻ → Mg beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Mg²⁺ + 2 e⁻ → Mg?
- Links: Das Teilchen nimmt Elektronen auf.
- Das ist eine Reduktion.
Ergebnis:Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf - ●32Welche Oxidationszahl hat Mangan in MnO₄²⁻?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 4 · (−II) = −2.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ●33Nickel gibt Elektronen an Gold-Ionen ab: Ni → Ni²⁺ + 2 e⁻ und Au³⁺ + 3 e⁻ → Au. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Ni-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Ni + 2 Au³⁺ → 3 Ni²⁺ + 2 Au
Ergebnis:3 Ni + 2 Au³⁺ → 3 Ni²⁺ + 2 Au
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Metallbindung
- Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
- Redoxreihe
- Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
- Redoxreaktion
- Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
- Oxidationszahlen
- Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
- Redoxgleichungen
- Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
- Alkanole und Aldehyde
- Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
- Metallgewinnung
- Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
- Oxidationsstufen
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
- Disproportionierung und Redoxtitration
- Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
341 mol Natrium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?Lösung zeigen
Ergebnis:1 molIch ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
35Ein Blech aus Kupfer wird in eine Lösung mit Zn²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Kupfer +0,34 V, Zink −0,76 V. Läuft eine Reaktion ab?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt festIch beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
36Wie lässt sich die Teilgleichung H₂ + 2 H₂O → 2 H₃O⁺ + 2 e⁻ beschreiben?Lösung zeigen
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen abIch bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
37Welche Oxidationszahl hat Schwefel in SO₃²⁻?Lösung zeigen
Ergebnis:+IVIch stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
38Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Eisen(III)-Ionen zu Eisen(II)-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
39Wie reagiert Pentan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?Lösung zeigen
Ergebnis:Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wirdIch erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
40Aus 100 g Wolfram(VI)-oxid (WO₃) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(WO₃) = 232 g/mol und M(Wolfram) = 184 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Wolfram entstehen höchstens?Lösung zeigen
Ergebnis:79,3 gIch leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
41Mangan tritt mit den Oxidationsstufen von +II bis +VII auf, Calcium nur als +II. Warum?Lösung zeigen
Ergebnis:Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werdenIch erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
4220,0 mL Lösung mit Eisen(II)-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 16,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,050 mol/L. Es gilt MnO₄⁻ + 5 Fe²⁺ + 8 H₃O⁺ → Mn²⁺ + 5 Fe³⁺ + 12 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Eisen(II)-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:0,20 mol/L
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Summe
- was herauskommt, wenn man zusammenzählt
Lösungen
- 0,2 mol
- 2 mol
- Fremdatome stören die Gitterebenen, sodass sie schwerer aneinander gleiten
- Nein, Nickel scheidet sich nicht ab, Silber bleibt fest
- Rotes Kupfer scheidet sich ab, denn Zink ist unedler
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
- Im Peroxid H₂O₂
- +VI
- −III und −I
- Sn + 2 Ag⁺ → Sn²⁺ + 2 Ag
- 3 Zn + 2 Au³⁺ → 3 Zn²⁺ + 2 Au
- Die erste Gleichung mit 2 und die zweite mit 3 multiplizieren, dann addieren
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird
- Das Carbonylkohlenstoffatom trägt kein Wasserstoffatom, das sich oxidieren ließe
- 17,5 g
- 8,0 g
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
- +V
- Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werden
- Von −I bis +VII
- 0,064 mol/L
- 0,010 mol/L
- Von 0 nach −I, Iod wird reduziert
- 0,1 mol
- 39,7 g
- Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Nickel bleibt fest
- Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
- +VI
- 3 Ni + 2 Au³⁺ → 3 Ni²⁺ + 2 Au
- 1 mol
- Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- +IV
- Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird
- 79,3 g
- Bei Mangan können neben den s-Elektronen auch d-Elektronen abgegeben werden
- 0,20 mol/L