Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Redoxreaktionen: Elektronenübergang und Oxidationszahlen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
MerkenMetallbindung
Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
Das erklärt Leitung, Glanz und Verformbarkeit.
BeispielMetallbindung, Eigenschaften und Verwendung von Metallen
Schritt für Schritt
- Lithium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 1 mol.
- n(e⁻) = 1 mol
- Lithium hat 1 Valenzelektron.
- n(e⁻) = 1 · 1 mol.
- n(e⁻) = 1 mol
AchtungValenzelektronen mit allen Elektronen oder mit Eins gleichgesetzt
Ein Magnesiumatom liefert ein Elektron an das Elektronengas.
Magnesium hat zwei Valenzelektronen und liefert zwei Elektronen an das Elektronengas.
Lies die Hauptgruppe im Periodensystem ab und leite die Zahl der Valenzelektronen her.
ÜbenJetzt du
- ○12 mol Calcium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?So fängst du an:Calcium hat 2 Valenzelektronen.
Lösung zeigen
- Calcium hat 2 Valenzelektronen.
- n(e⁻) = 2 · 2 mol.
- n(e⁻) = 4 mol
Ergebnis:4 mol - ●2Warum lassen sich Metalle verformen, ohne zu zerbrechen?
Lösung zeigen
- Das Elektronengas wirkt wie ein Kitt.
- Verschobene Atomrümpfe behalten ihre Umgebung aus Elektronen.
- Das Gitter bricht deshalb nicht.
Ergebnis:Die Atomrümpfe gleiten aneinander vorbei, das Elektronengas hält sie zusammen - ★3Legierungen sind oft härter als reine Metalle. Wie lässt sich das erklären?
Lösung zeigen
- Fremdatome haben eine andere Größe.
- Die Fremdatome stören die regelmäßigen Gitterebenen.
- Die Ebenen gleiten schwerer, die Legierung ist härter.
Ergebnis:Fremdatome stören die Gitterebenen, sodass sie schwerer aneinander gleiten
2Ich ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
MerkenRedoxreihe
Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
Es verdrängt edlere Metalle aus ihren Salzlösungen.
BeispielRedoxreihe der Metalle
Schritt für Schritt
- Unedle Metalle oxidieren leicht.
- Oxidation ist Elektronenabgabe.
- Je unedler, desto leichter die Abgabe.
- Unedle Metalle oxidieren leicht.
- Oxidation ist Elektronenabgabe.
- Je unedler, desto leichter die Abgabe.
AchtungEdel und unedel vertauscht
Gold reagiert gern mit Sauerstoff, deshalb glänzt es.
Gold reagiert kaum – es ist edel. Deshalb findet man es als Metall in der Natur.
Frag dich: Findet man das Metall in der Natur als Metall oder nur als Erz?
ÜbenJetzt du
- ○4Ein Blech aus Aluminium wird in eine Lösung mit Ag⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Silber +0,80 V. Läuft eine Reaktion ab?So fängst du an:Verglichen werden −1,66 V und +0,80 V.
Lösung zeigen
- Verglichen werden −1,66 V und +0,80 V.
- Aluminium hat das kleinere Potenzial und gibt Elektronen ab.
- Es läuft eine Reaktion ab.
Ergebnis:Ja, Silber scheidet sich ab, und Aluminium geht als Ion in Lösung - ●5Welche Kombination reagiert freiwillig?
Lösung zeigen
- Das unedlere Metall reagiert mit den Ionen des edleren.
- Eisen ist unedler als Kupfer.
- Der Eisennagel in Kupfersulfatlösung reagiert.
Ergebnis:Ein Eisennagel in Kupfersulfatlösung - ★6Magnesium wird in Kupfersulfatlösung gelegt. Welche Teilgleichung beschreibt den Vorgang an den Magnesium-Atomen?
Lösung zeigen
- Magnesium ist unedler als Kupfer.
- Es gibt zwei Elektronen ab.
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
Ergebnis:Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
3Ich beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
MerkenRedoxreaktion
Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
Beide laufen gleichzeitig ab.
BeispielRedoxreaktion als Elektronenübergang
Schritt für Schritt
- Wo stehen die Elektronen in Al → Al³⁺ + 3 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
- Wo stehen die Elektronen in Al → Al³⁺ + 3 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
AchtungOxidation, Reduktion oder Oxidationsmittel vertauscht
Oxidation ist die Aufnahme von Elektronen.
Oxidation ist die Abgabe von Elektronen, Reduktion ihre Aufnahme.
Schreib die Teilgleichung auf und prüfe, auf welcher Seite die Elektronen stehen.
ÜbenJetzt du
- ○7Kupfer(II)-oxid reagiert mit Wasserstoff zu Kupfer und Wasser. Welcher Stoff ist das Oxidationsmittel, und was geschieht mit ihm?So fängst du an:Kupfer(II)-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Kupfer.
Lösung zeigen
- Kupfer(II)-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Kupfer.
- Wer Elektronen aufnimmt, wird reduziert.
- Das Oxidationsmittel ist das Kupfer(II)-oxid.
Ergebnis:Kupfer(II)-oxid, es wird reduziert - ●8Wie lässt sich die Teilgleichung Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ★9Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Chlor im Redoxpaar Cl₂/Cl⁻?
Lösung zeigen
- Reduktion ist Elektronenaufnahme.
- Die Elektronen stehen links.
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
Ergebnis:Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
4Ich bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
MerkenOxidationszahlen
Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
Wasserstoff hat meist +I, Sauerstoff meist −II.
BeispielOxidationszahlen bestimmen
Schritt für Schritt
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 3 · (−II) = −1.
- x = +V
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 3 · (−II) = −1.
- x = +V
AchtungAtomzahl oder Wasserstoff in der Summe der Oxidationszahlen übersehen
Welche Oxidationszahl hat Stickstoff in NO₃⁻ → −V
Welche Oxidationszahl hat Stickstoff in NO₃⁻ → +V
Schreib jedes Atom der Formel mit seiner Anzahl und seiner Oxidationszahl in eine Zeile.
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Oxidationszahl hat Schwefel in HSO₄⁻?So fängst du an:Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- 1 · (+I) + x + 4 · (−II) = −1.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ●11Welche Oxidationszahl hat Schwefel in SO₄²⁻?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 4 · (−II) = −2.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ★12Welche Oxidationszahl hat Kohlenstoff in CO₂?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 2 · (−II) = 0.
- x = +IV
Ergebnis:+IV
5Ich stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
MerkenRedoxgleichungen
Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
BeispielRedoxgleichungen mit Teilgleichungen aufstellen
Schritt für Schritt
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Cu-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Cu + 2 Au³⁺ → 3 Cu²⁺ + 2 Au
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6.
- Cu-Gleichung mal 3, Au-Gleichung mal 2.
- 3 Cu + 2 Au³⁺ → 3 Cu²⁺ + 2 Au
AchtungElektronen oder Atome in der Gesamtgleichung nicht angeglichen
Zn + Ag⁺ → Zn²⁺ + Ag
Zn + 2 Ag⁺ → Zn²⁺ + 2 Ag: Zink gibt zwei Elektronen ab, zwei Silber-Ionen nehmen sie auf.
Bestimme das kleinste gemeinsame Vielfache der Elektronenzahlen und multipliziere die Teilgleichungen damit.
ÜbenJetzt du
- ○13Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Eisen(III)-Ionen zu Eisen(II)-Ionen?So fängst du an:Reduktion ist Elektronenaufnahme.
Lösung zeigen
- Reduktion ist Elektronenaufnahme.
- Von +3 auf +2 braucht es ein Elektron.
- Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺
Ergebnis:Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺ - ●14Aluminium gibt Elektronen an Eisen-Ionen ab: Al → Al³⁺ + 3 e⁻ und Fe²⁺ + 2 e⁻ → Fe. Wie lautet die Gesamtgleichung?
Lösung zeigen
- Das kleinste gemeinsame Vielfache von 3 und 2 ist 6.
- Al-Gleichung mal 2, Fe-Gleichung mal 3.
- 2 Al + 3 Fe²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Fe
Ergebnis:2 Al + 3 Fe²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Fe - ★15Permanganat reagiert in saurer Lösung zu Mangan(II)-Ionen: MnO₄⁻ + ? H₃O⁺ + 5 e⁻ → Mn²⁺ + ? H₂O. Welche Koeffizienten gleichen die Teilgleichung aus?
Lösung zeigen
- Ladung links: −1 + x − 5 muss +2 ergeben, also x = 8.
- Sauerstoff: 4 + 8 = 12, also 12 H₂O.
- Wasserstoff stimmt dann mit 24 auf beiden Seiten.
Ergebnis:8 H₃O⁺ und 12 H₂O
6Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
MerkenAlkanole und Aldehyde
Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
Sekundäre werden zu Ketonen, tertiäre nicht.
BeispielOxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und Aldehydnachweis
Schritt für Schritt
- Die Fehling-Lösung enthält Kupfer(II)-Ionen.
- Nur Aldehyde reduzieren sie zu Kupfer(I).
- Nachgewiesen wird die Aldehydgruppe.
- Die Fehling-Lösung enthält Kupfer(II)-Ionen.
- Nur Aldehyde reduzieren sie zu Kupfer(I).
- Nachgewiesen wird die Aldehydgruppe.
AchtungFehling-Probe oder Aldehydgruppe falsch gedeutet
Welche funktionelle Gruppe weist die Fehling-Probe nach → Die Hydroxygruppe
Welche funktionelle Gruppe weist die Fehling-Probe nach → Die Aldehydgruppe
Zeichne die Aldehydgruppe und markiere das Wasserstoffatom, das die Oxidation möglich macht.
ÜbenJetzt du
- ○16Wie reagiert 2-Methylpropan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?So fängst du an:Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure - ●17Wie reagiert Propan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt ein Wasserstoffatom. Es entsteht ein Keton.
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird.
Ergebnis:Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird - ★18Wie reagiert Butan-1-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der OH-Gruppe sitzen H-Atome: erst Aldehyd, dann Säure.
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure.
Ergebnis:Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
7Ich erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
MerkenMetallgewinnung
Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
BeispielGewinnung von Metallen durch Redoxreaktion
Schritt für Schritt
- n(MnO₂) = 50 g : 87 g/mol.
- n(Mangan) = 1 · n(MnO₂).
- m(Mangan) = n(Mangan) · 55 g/mol = 31,6 g
- n(MnO₂) = 50 g : 87 g/mol.
- n(Mangan) = 1 · n(MnO₂).
- m(Mangan) = n(Mangan) · 55 g/mol = 31,6 g
AchtungMetallmasse oder Stoffmengenverhältnis bei der Metallgewinnung falsch verrechnet
Aus 160 g Eisen(III)-oxid entstehen 160 g Eisen.
Aus 160 g Fe₂O₃ entstehen 112 g Eisen, denn n(Fe) = 2 · n(Fe₂O₃).
Berechne n(Oxid) und lies das Verhältnis zum Metall aus der Formel ab.
ÜbenJetzt du
- ○19Aus 10 g Mangan(IV)-oxid (MnO₂) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(MnO₂) = 87 g/mol und M(Mangan) = 55 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Mangan entstehen höchstens?So fängst du an:n(MnO₂) = 10 g : 87 g/mol.
Lösung zeigen
- n(MnO₂) = 10 g : 87 g/mol.
- n(Mangan) = 1 · n(MnO₂).
- m(Mangan) = n(Mangan) · 55 g/mol = 6,3 g
Ergebnis:6,3 g - ●20Im Hochofen wird Eisen(III)-oxid zu Eisen reduziert. Welche Rolle hat Kohlenstoffmonooxid?
Lösung zeigen
- Eisen(III)-Ionen werden zu Eisen reduziert.
- Dazu braucht es einen Elektronendonator.
- Kohlenstoffmonooxid gibt Elektronen ab und wird zu Kohlenstoffdioxid.
Ergebnis:Reduktionsmittel, es wird zu Kohlenstoffdioxid oxidiert - ★21Aus 25 g Kupfer(II)-oxid (CuO) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(CuO) = 80 g/mol und M(Kupfer) = 64 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer entstehen höchstens?
Lösung zeigen
- n(CuO) = 25 g : 80 g/mol.
- n(Kupfer) = 1 · n(CuO).
- m(Kupfer) = n(Kupfer) · 64 g/mol = 20,0 g
Ergebnis:20,0 g
8Ich leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
MerkenOxidationsstufen
Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
BeispielOxidationsstufen aus Atombau und Elektronenkonfiguration
Schritt für Schritt
- Brom hat 7 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 1 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −I.
- Brom hat 7 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 1 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −I.
AchtungOxidationsstufe aus der Elektronenkonfiguration falsch abgeleitet
Mangan hat sieben Außenelektronen und gibt immer alle sieben ab.
Mangan kann je nach Partner zwei bis sieben Elektronen abgeben, weil auch d-Elektronen beteiligt sind.
Zähle die Außenelektronen und leite die höchste und die niedrigste Stufe ab.
ÜbenJetzt du
- ○22Welche niedrigste Oxidationsstufe kann Arsen, das 5 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?So fängst du an:Arsen hat 5 Außenelektronen.
Lösung zeigen
- Arsen hat 5 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 3 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −III.
Ergebnis:−III - ●23Welche niedrigste Oxidationsstufe kann Stickstoff, das 5 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?
Lösung zeigen
- Stickstoff hat 5 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 3 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −III.
Ergebnis:−III - ★24Welche Oxidationsstufen sind für Chlor, das sieben Außenelektronen besitzt, in Verbindungen möglich?
Lösung zeigen
- Die niedrigste Stufe ist 7 − 8 = −I.
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, +VII.
- Dazwischen liegen weitere Stufen.
Ergebnis:Von −I bis +VII
9Ich erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
MerkenDisproportionierung und Redoxtitration
Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Redoxtitration rechnet mit dem Verhältnis der Gleichung.
BeispielDisproportionierung, Synproportionierung und Redoxtitration
Schritt für Schritt
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0100 L.
- n(Analyt) = 5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,040 mol/L
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0100 L.
- n(Analyt) = 5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,040 mol/L
AchtungVolumen oder Stoffmengenverhältnis in der Titration falsch verrechnet
10 mL Schwefelsäure verbrauchen 20 mL Natronlauge gleicher Stärke, also gilt 1 : 1.
Am Äquivalenzpunkt gilt n(Säure) mal Zahl der Protonen gleich n(Lauge). Erst Stoffmengen vergleichen, dann durch das Volumen teilen.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und lies das Stoffmengenverhältnis ab.
ÜbenJetzt du
- ○2520,0 mL Lösung mit Thiosulfat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 8,0 mL Iodlösung mit c = 0,10 mol/L. Es gilt I₂ + 2 S₂O₃²⁻ → 2 I⁻ + S₄O₆²⁻. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Thiosulfat-Ionen?So fängst du an:n(Titrant) = 0,10 mol/L · 0,0080 L.
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,10 mol/L · 0,0080 L.
- n(Analyt) = 2 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0200 L = 0,080 mol/L
Ergebnis:0,080 mol/L - ●2625,0 mL Lösung mit Wasserstoffperoxid verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 15,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 H₂O₂ + 6 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 5 O₂ + 14 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Wasserstoffperoxid?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,020 mol/L · 0,0150 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0250 L = 0,030 mol/L
Ergebnis:0,030 mol/L - ★2710,0 mL Lösung mit Oxalat-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 12,5 mL Permanganatlösung mit c = 0,010 mol/L. Es gilt 2 MnO₄⁻ + 5 C₂O₄²⁻ + 16 H₃O⁺ → 2 Mn²⁺ + 10 CO₂ + 24 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Oxalat-Ionen?
Lösung zeigen
- n(Titrant) = 0,010 mol/L · 0,0125 L.
- n(Analyt) = 2,5 · n(Titrant), laut Gleichung.
- c(Analyt) = n(Analyt) : 0,0100 L = 0,031 mol/L
Ergebnis:0,031 mol/L
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●28Ein Blech aus Kupfer wird in eine Lösung mit Mg²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Kupfer +0,34 V, Magnesium −2,37 V. Läuft eine Reaktion ab?
Lösung zeigen
- Verglichen werden +0,34 V und −2,37 V.
- Kupfer hat das größere Potenzial und gibt keine Elektronen ab.
- Es läuft keine Reaktion ab.
Ergebnis:Nein, Magnesium scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest - ●29Wie lässt sich die Teilgleichung Na → Na⁺ + e⁻ beschreiben?
Lösung zeigen
- Wo stehen die Elektronen in Na → Na⁺ + e⁻?
- Rechts: Das Teilchen gibt Elektronen ab.
- Das ist eine Oxidation.
Ergebnis:Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab - ●30Welche Oxidationszahl hat Mangan in MnO₄²⁻?
Lösung zeigen
- Wasserstoff hat +I, Sauerstoff hat −II.
- x + 4 · (−II) = −2.
- x = +VI
Ergebnis:+VI - ●31Wie reagiert 2-Methylbutan-2-ol mit einem Oxidationsmittel?
Lösung zeigen
- Gezählt werden die Wasserstoffatome am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe.
- Am Kohlenstoffatom der Hydroxygruppe sitzt kein Wasserstoffatom. Das Alkanol wird nicht oxidiert.
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein.
Ergebnis:Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein - ●32Welche niedrigste Oxidationsstufe kann Chlor, das 7 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?
Lösung zeigen
- Chlor hat 7 Außenelektronen.
- Zur Achterschale fehlen 1 Elektronen.
- Die niedrigste Stufe ist −I.
Ergebnis:−I - ★33Aluminium wird durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid gewonnen. Welche Aussage über die Kathode stimmt?
Lösung zeigen
- An der Kathode wird reduziert.
- Al³⁺ + 3 e⁻ → Al.
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf.
Ergebnis:Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Metallbindung
- Im Metallgitter sitzen Atomrümpfe in einem beweglichen Elektronengas.
- Redoxreihe
- Je unedler ein Metall, desto leichter gibt es Elektronen ab.
- Redoxreaktion
- Oxidation ist Elektronenabgabe, Reduktion Elektronenaufnahme.
- Oxidationszahlen
- Die Summe der Oxidationszahlen ist gleich der Gesamtladung.
- Redoxgleichungen
- Teilgleichungen aufstellen und ausgleichen. Dann Elektronenzahlen angleichen und addieren.
- Alkanole und Aldehyde
- Primäre Alkanole oxidieren zu Alkanal und Alkansäure.
- Metallgewinnung
- Ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff reduziert das Metalloxid zum Metall.
- Oxidationsstufen
- Die höchste Stufe ist die Zahl der Außenelektronen, die niedrigste diese Zahl minus acht.
- Disproportionierung und Redoxtitration
- Disproportionierung macht aus einer Stufe zwei, Synproportionierung aus zwei eine.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkläre Bau, Eigenschaften und Verwendung von Metallen mit der Metallbindung.
340,4 mol Calcium-Atome geben im Metallgitter ihre Valenzelektronen an das Elektronengas ab. Bestimme: Wie viel Stoffmenge an Elektronen sind das?Lösung zeigen
Ergebnis:0,8 molIch ordne Metalle in die Redoxreihe ein und sage Abscheidungen aus Metallsalzlösungen voraus.
35Ein Blech aus Eisen wird in eine Lösung mit Zn²⁺-Ionen getaucht. Standardpotenziale: Eisen −0,44 V, Zink −0,76 V. Läuft eine Reaktion ab?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Eisen bleibt festIch beschreibe Redoxreaktionen als Elektronenübergang mit Oxidation, Reduktion, Donator, Akzeptor und Redoxpaaren.
36Wie lässt sich die Teilgleichung Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺ beschreiben?Lösung zeigen
Ergebnis:Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen aufIch bestimme Oxidationszahlen in anorganischen und organischen Verbindungen.
37Welche Oxidationszahl hat Kohlenstoff in CO₃²⁻?Lösung zeigen
Ergebnis:+IVIch stelle Redoxgleichungen mit Teilgleichungen auf.
38Welche Teilgleichung beschreibt die Reduktion von Eisen(III)-Ionen zu Eisen(II)-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺Ich beschreibe die Oxidationsreihe vom Alkanol zur Alkansäure und weise Aldehyde nach.
39Wie reagiert Pentan-3-ol mit einem Oxidationsmittel?Lösung zeigen
Ergebnis:Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wirdIch erkläre die Gewinnung eines Metalls als Redoxreaktion.
40Aus 25 g Eisen(II,III)-oxid (Fe₃O₄) wird mit einem geeigneten Reduktionsmittel das Metall gewonnen. Es gilt M(Fe₃O₄) = 232 g/mol und M(Eisen) = 56 g/mol. Bestimme: Wie viel Gramm Eisen entstehen höchstens?Lösung zeigen
Ergebnis:18,1 gIch leite aus Atommodell und Elektronenkonfiguration die Oxidationsstufen der Elemente ab (Leistungskurs).
41Welche niedrigste Oxidationsstufe kann Chlor, das 7 Außenelektronen besitzt, in Verbindungen annehmen?Lösung zeigen
Ergebnis:−IIch erkläre Disproportionierung und Synproportionierung und werte eine Redoxtitration aus (Leistungskurs).
4210,0 mL Lösung mit Eisen(II)-Ionen verbrauchen bis zum Äquivalenzpunkt 20,0 mL Permanganatlösung mit c = 0,020 mol/L. Es gilt MnO₄⁻ + 5 Fe²⁺ + 8 H₃O⁺ → Mn²⁺ + 5 Fe³⁺ + 12 H₂O. Bestimme: Wie groß ist die Konzentration der Eisen(II)-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:0,20 mol/L
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Summe
- was herauskommt, wenn man zusammenzählt
Lösungen
- 4 mol
- Die Atomrümpfe gleiten aneinander vorbei, das Elektronengas hält sie zusammen
- Fremdatome stören die Gitterebenen, sodass sie schwerer aneinander gleiten
- Ja, Silber scheidet sich ab, und Aluminium geht als Ion in Lösung
- Ein Eisennagel in Kupfersulfatlösung
- Mg → Mg²⁺ + 2 e⁻
- Kupfer(II)-oxid, es wird reduziert
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- Cl₂ + 2 e⁻ → 2 Cl⁻
- +VI
- +VI
- +IV
- Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺
- 2 Al + 3 Fe²⁺ → 2 Al³⁺ + 3 Fe
- 8 H₃O⁺ und 12 H₂O
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird
- Es entsteht zuerst ein Aldehyd, dann eine Carbonsäure
- 6,3 g
- Reduktionsmittel, es wird zu Kohlenstoffdioxid oxidiert
- 20,0 g
- −III
- −III
- Von −I bis +VII
- 0,080 mol/L
- 0,030 mol/L
- 0,031 mol/L
- Nein, Magnesium scheidet sich nicht ab, Kupfer bleibt fest
- Oxidation, das Teilchen gibt Elektronen ab
- +VI
- Es tritt unter diesen Bedingungen keine Oxidation ein
- −I
- Aluminium-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu Aluminium reduziert
- 0,8 mol
- Nein, Zink scheidet sich nicht ab, Eisen bleibt fest
- Reduktion, das Teilchen nimmt Elektronen auf
- +IV
- Fe³⁺ + e⁻ → Fe²⁺
- Es entsteht ein Keton, das nicht weiter oxidiert wird
- 18,1 g
- −I
- 0,20 mol/L