Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Säure-Base-Reaktionen: Protolyse, pH-Wert und Titration
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe Säure-Base-Reaktionen nach Brønsted als Protonenübergang und finde korrespondierende Säure-Base-Paare.
MerkenProtolyse
Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt es auf.
Beide bilden ein korrespondierendes Paar, die Reaktion ist umkehrbar.
BeispielProtolyse: Protonenübergang und korrespondierende Paare
Schritt für Schritt
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- OH⁻ wird vor und nach der Reaktion verglichen.
- OH⁻ gewinnt ein Proton: Base.
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- OH⁻ wird vor und nach der Reaktion verglichen.
- OH⁻ gewinnt ein Proton: Base.
AchtungProtonendonator und Protonenakzeptor vertauscht
Das Teilchen, das ein Proton aufnimmt, ist die Säure.
Die Säure gibt ein Proton ab (Donator), die Base nimmt es auf (Akzeptor).
Zeichne einen Pfeil für das Proton und markiere seinen Start und sein Ziel.
ÜbenJetzt du
- ○1In der Protolyse HF + H₂O ⇌ F⁻ + H₃O⁺ gibt es zwei Teilchen mit je einer Rolle. Welche Rolle hat H₂O?So fängst du an:Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
Lösung zeigen
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- H₂O wird vor und nach der Reaktion verglichen.
- H₂O gewinnt ein Proton: Base.
Ergebnis:Base, es nimmt ein Proton auf - ●2In der Protolyse HCO₃⁻ + H₃O⁺ → H₂CO₃ + H₂O gibt es zwei Teilchen mit je einer Rolle. Welche Rolle hat H₃O⁺?
Lösung zeigen
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- H₃O⁺ wird vor und nach der Reaktion verglichen.
- H₃O⁺ verliert ein Proton: Säure.
Ergebnis:Säure, es gibt ein Proton ab - ★3Ammoniak reagiert mit Wasser nur zu einem kleinen Teil zu Ammonium- und Hydroxid-Ionen. Wie lässt sich das erklären?
Lösung zeigen
- Ammoniak nimmt Protonen von Wasser auf.
- Ammonium-Ionen geben Protonen an Hydroxid-Ionen zurück.
- Im Gleichgewicht sind beide Geschwindigkeiten gleich.
Ergebnis:Hin- und Rückreaktion laufen gleichzeitig und stellen ein Gleichgewicht ein
2Ich leite aus dem Bau eines Teilchens ab, ob es als Säure, als Base oder amphoter wirkt.
MerkenBau und Funktion
Eine Säure hat ein polar gebundenes Wasserstoffatom, eine Base ein freies Elektronenpaar.
Ampholyte haben beides.
BeispielBau von Säure- und Base-Teilchen, Ampholyte
Schritt für Schritt
- Ein abspaltbares Wasserstoffatom: ja.
- Ein freies Elektronenpaar zur Protonenaufnahme: ja.
- Beides vorhanden: Ampholyt.
- Ein abspaltbares Wasserstoffatom: ja.
- Ein freies Elektronenpaar zur Protonenaufnahme: ja.
- Beides vorhanden: Ampholyt.
AchtungNur ein Strukturmerkmal beachtet
NH₄⁺ besitzt ein Wasserstoffatom und ist deshalb ein Ampholyt.
Ein Ampholyt braucht beides: ein abspaltbares Wasserstoffatom und ein freies Elektronenpaar.
Prüfe beide Merkmale nacheinander und schreibe zu jedem ja oder nein.
ÜbenJetzt du
- ○4Das Teilchen ClO⁻ besitzt kein polar gebundenes Wasserstoffatom und ein freies Elektronenpaar, mit dem ein Proton gebunden werden kann. Welche Funktion kann es nach Brønsted übernehmen?So fängst du an:Ein abspaltbares Wasserstoffatom: nein.
Lösung zeigen
- Ein abspaltbares Wasserstoffatom: nein.
- Ein freies Elektronenpaar zur Protonenaufnahme: ja.
- Nur das zweite Merkmal: Base.
Ergebnis:Nur Base, es kann Protonen aufnehmen, aber nicht abgeben - ●5Das Teilchen CO₃²⁻ besitzt kein polar gebundenes Wasserstoffatom und ein freies Elektronenpaar, mit dem ein Proton gebunden werden kann. Welche Funktion kann es nach Brønsted übernehmen?
Lösung zeigen
- Ein abspaltbares Wasserstoffatom: nein.
- Ein freies Elektronenpaar zur Protonenaufnahme: ja.
- Nur das zweite Merkmal: Base.
Ergebnis:Nur Base, es kann Protonen aufnehmen, aber nicht abgeben - ★6Das Teilchen HSO₃⁻ besitzt ein polar gebundenes Wasserstoffatom und ein freies Elektronenpaar, mit dem ein Proton gebunden werden kann. Welche Funktion kann es nach Brønsted übernehmen?
Lösung zeigen
- Ein abspaltbares Wasserstoffatom: ja.
- Ein freies Elektronenpaar zur Protonenaufnahme: ja.
- Beides vorhanden: Ampholyt.
Ergebnis:Ampholyt, es kann Protonen abgeben und zugleich aufnehmen
3Ich weise Chlorid-, Bromid-, Carbonat-, Hydroxid-, Oxonium- und Ammonium-Ionen nach.
MerkenNachweise
Silbernitrat fällt Chlorid weiß und Bromid gelblich.
Carbonat gibt mit Säure Gas, Ammonium mit Lauge Ammoniak.
BeispielNachweisreaktionen für Ionen
Schritt für Schritt
- Silbernitrat fällt Halogenide und Carbonat.
- Silbercarbonat löst sich in Säure.
- Ein weißer Niederschlag, der bleibt, ist Silberchlorid.
- Silbernitrat fällt Halogenide und Carbonat.
- Silbercarbonat löst sich in Säure.
- Ein weißer Niederschlag, der bleibt, ist Silberchlorid.
AchtungNiederschlag mit Silbernitrat dem falschen Ion zugeordnet
Jeder weiße Niederschlag mit Silbernitrat zeigt Chlorid an.
Auch Carbonat bildet mit Silbernitrat einen weißen Niederschlag. Salpetersäure trennt: Silberchlorid bleibt, Silbercarbonat löst sich.
Prüfe, ob sich der Niederschlag in verdünnter Salpetersäure löst.
ÜbenJetzt du
- ○7Eine Probe sprudelt beim Zutropfen von verdünnter Salzsäure, und das Gas trübt Kalkwasser. Welches Ion enthält die Probe?So fängst du an:Das Gas trübt Kalkwasser.
Lösung zeigen
- Das Gas trübt Kalkwasser.
- Es ist Kohlenstoffdioxid.
- Es entsteht aus Carbonat und Säure.
Ergebnis:Carbonat-Ionen - ●8Welches Ion zeigt die folgende Beobachtung an? Ein Tropfen der Lösung färbt Universalindikatorpapier tiefblau.
Lösung zeigen
- Die Beobachtung wird den Nachweisreaktionen zugeordnet.
- Niederschlagsfarbe und Löslichkeit entscheiden.
- Das gehört zu Hydroxid-Ionen.
Ergebnis:Hydroxid-Ionen - ★9Eine Probe enthält Chlorid- und Carbonat-Ionen. Wie lässt sich Chlorid sicher nachweisen?
Lösung zeigen
- Carbonat stört, weil Silbercarbonat ebenfalls weiß ist.
- Salpetersäure entfernt das Carbonat als Gas.
- Danach fällt nur noch Silberchlorid aus.
Ergebnis:Erst mit Salpetersäure ansäuern, bis kein Gas mehr entweicht, dann Silbernitrat zugeben
4Ich wende das Massenwirkungsgesetz auf Protolysen an und deute Säurekonstante und pKs-Wert.
MerkenSäurekonstante
Ks = c(H₃O⁺) · c(A⁻) : c(HA), Wasser steht nicht im Bruch.
Je kleiner pKs, desto stärker die Säure.
BeispielMassenwirkungsgesetz, Säurekonstante und pKs-Wert
Schritt für Schritt
- Ks = 10 hoch minus pKs.
- Ks = 10 hoch minus 4,87.
- Ks = 1,3 · 10⁻⁵ mol/L
- Ks = 10 hoch minus pKs.
- Ks = 10 hoch minus 4,87.
- Ks = 1,3 · 10⁻⁵ mol/L
AchtungKs, pKs und pKB falsch umgerechnet
Aus Ks = 10⁻⁴ mol/L folgt pKs = 10.
pKs = −lg Ks, also pKs = 4. Für ein korrespondierendes Paar gilt pKs + pKB = 14.
Schreib die Definition pKs = −lg Ks auf und setze Ks mit Einheit ein.
ÜbenJetzt du
- ○10Eine Säure hat die Säurekonstante Ks = 1,0 · 10⁻⁴ mol/L. Bestimme: Wie groß ist ihr pKs-Wert?So fängst du an:pKs = −lg Ks.
Lösung zeigen
- pKs = −lg Ks.
- lg (1,0 · 10⁻⁴) = −4.
- pKs = 4
Ergebnis:4 - ●11Für das Hydrogencarbonat-Ion gilt pKs = 10,33. Welche Säurekonstante Ks ergibt sich daraus?
Lösung zeigen
- Ks = 10 hoch minus pKs.
- Ks = 10 hoch minus 10,33.
- Ks = 4,7 · 10⁻¹¹ mol/L
Ergebnis:4,7 · 10⁻¹¹ mol/L - ★12Eine Essigsäurelösung wird bei gleicher Temperatur auf das Zehnfache verdünnt. Wie ändert sich der Wert der Säurekonstante Ks?
Lösung zeigen
- Ks hängt nur von der Temperatur ab.
- Beim Verdünnen sinken alle Konzentrationen.
- Das Gleichgewicht verschiebt sich zur Seite der Ionen, Ks bleibt gleich.
Ergebnis:Er bleibt gleich, nur der Anteil protolysierter Säure wächst
5Ich leite das Ionenprodukt des Wassers her und berechne den pH-Wert starker Säuren.
MerkenpH-Wert
pH = −lg c(H₃O⁺). Eine pH-Stufe ist der Faktor 10. Bei 25 Grad Celsius gilt Kw = 10⁻¹⁴.
BeispielIonenprodukt des Wassers und pH-Wert starker Säuren
Schritt für Schritt
- c(OH⁻) = 1 · 0,005 mol/L.
- c(H₃O⁺) = 10⁻¹⁴ mol²/L² : c(OH⁻), also pH = 14 − pOH.
- pH = 11,70
- c(OH⁻) = 1 · 0,005 mol/L.
- c(H₃O⁺) = 10⁻¹⁴ mol²/L² : c(OH⁻), also pH = 14 − pOH.
- pH = 11,70
AchtungpH und pOH vertauscht oder falsch verrechnet
Natronlauge mit c = 0,001 mol/L hat pH 3.
pOH = 3, also pH = 14 − 3 = 11.
Prüfe, ob die Lösung sauer oder basisch ist, und schätze danach den pH-Wert über oder unter 7.
ÜbenJetzt du
- ○13Kalilauge hat die Konzentration c(KOH) = 0,02 mol/L und protolysiert vollständig. Bestimme: Wie groß ist der pH-Wert bei 25 Grad Celsius, auf zwei Nachkommastellen gerundet?So fängst du an:c(OH⁻) = 1 · 0,02 mol/L.
Lösung zeigen
- c(OH⁻) = 1 · 0,02 mol/L.
- c(H₃O⁺) = 10⁻¹⁴ mol²/L² : c(OH⁻), also pH = 14 − pOH.
- pH = 12,30
Ergebnis:12,30 - ●14Lösung A hat den pH-Wert 5, Lösung B den pH-Wert 8. Bestimme: Wie viel mal so groß ist c(H₃O⁺) in Lösung A im Vergleich zu Lösung B?
Lösung zeigen
- Unterschied der pH-Werte: 3.
- Jede Stufe bedeutet den Faktor 10.
- Faktor 10 hoch 3 = 1000
Ergebnis:1000 - ★15Eine Salzsäure mit pH = 3 wird auf das Hundertfache verdünnt. Bestimme: Wie groß ist der pH-Wert danach?
Lösung zeigen
- Hundertfach verdünnt heißt: zwei Zehnerpotenzen.
- c(H₃O⁺) sinkt von 10⁻³ mol/L auf 10⁻⁵ mol/L.
- pH = 5
Ergebnis:5
6Ich bestimme mit einer Säure-Base-Titration die Konzentration einer Säure oder Lauge.
MerkenTitration
Am Äquivalenzpunkt gilt n(H₃O⁺) = n(OH⁻).
Daraus folgt c(Säure) = c(Lauge) · V(Lauge) : V(Säure).
BeispielSäure-Base-Titration
Schritt für Schritt
- n(NaOH) = 0,10 mol/L · 0,0250 L.
- Am Äquivalenzpunkt gilt n(HCl) · 1 = n(NaOH) · 1.
- c(HCl) = n(HCl) : 0,0100 L = 0,25 mol/L
- n(NaOH) = 0,10 mol/L · 0,0250 L.
- Am Äquivalenzpunkt gilt n(HCl) · 1 = n(NaOH) · 1.
- c(HCl) = n(HCl) : 0,0100 L = 0,25 mol/L
AchtungVolumen oder Stoffmengenverhältnis in der Titration falsch verrechnet
10 mL Schwefelsäure verbrauchen 20 mL Natronlauge gleicher Stärke, also gilt 1 : 1.
Am Äquivalenzpunkt gilt n(Säure) mal Zahl der Protonen gleich n(Lauge). Erst Stoffmengen vergleichen, dann durch das Volumen teilen.
Schreib die Reaktionsgleichung auf und lies das Stoffmengenverhältnis ab.
ÜbenJetzt du
- ○1625,0 mL Schwefelsäure werden bis zum Äquivalenzpunkt mit Natronlauge der Konzentration c = 0,20 mol/L titriert. Verbraucht werden 12,5 mL. Jedes Schwefelsäure-Molekül gibt zwei Protonen ab. Bestimme: Wie groß ist c(H₂SO₄)?So fängst du an:n(NaOH) = 0,20 mol/L · 0,0125 L.
Lösung zeigen
- n(NaOH) = 0,20 mol/L · 0,0125 L.
- Am Äquivalenzpunkt gilt n(H₂SO₄) · 2 = n(NaOH) · 1.
- c(H₂SO₄) = n(H₂SO₄) : 0,0250 L = 0,050 mol/L
Ergebnis:0,050 mol/L - ●1710,0 mL Schwefelsäure werden bis zum Äquivalenzpunkt mit Natronlauge der Konzentration c = 0,20 mol/L titriert. Verbraucht werden 25,0 mL. Jedes Schwefelsäure-Molekül gibt zwei Protonen ab. Bestimme: Wie groß ist c(H₂SO₄)?
Lösung zeigen
- n(NaOH) = 0,20 mol/L · 0,0250 L.
- Am Äquivalenzpunkt gilt n(H₂SO₄) · 2 = n(NaOH) · 1.
- c(H₂SO₄) = n(H₂SO₄) : 0,0100 L = 0,25 mol/L
Ergebnis:0,25 mol/L - ★18Zur Neutralisation von 10,0 mL Schwefelsäure werden 20,0 mL Natronlauge mit c = 0,10 mol/L verbraucht. Schwefelsäure gibt je Molekül zwei Protonen ab. Bestimme: Wie groß ist c(H₂SO₄)?
Lösung zeigen
- n(NaOH) = 0,10 mol/L · 0,0200 L = 0,00200 mol.
- H₂SO₄ + 2 NaOH → Na₂SO₄ + 2 H₂O, also n(H₂SO₄) = ½ · n(NaOH) = 0,00100 mol.
- c(H₂SO₄) = 0,00100 mol : 0,0100 L = 0,10 mol/L
Ergebnis:0,10 mol/L
7Ich berechne pOH-Wert, pKB-Wert und den pH-Wert schwacher Säuren und Basen (Leistungskurs).
MerkenSchwache Säuren und Basen
Es gilt pH + pOH = 14. Für schwache Säuren gilt die Näherung pH = ½ · (pKs − lg c₀).
BeispielpOH, pKB und pH-Wert schwacher Säuren und Basen
Schritt für Schritt
- Näherung für schwache Säuren: pH = ½ · (pKs − lg c₀).
- pH = ½ · (3,14 − lg 0,5) = ½ · (3,14 + 0,30).
- pH ≈ 1,7
- Näherung für schwache Säuren: pH = ½ · (pKs − lg c₀).
- pH = ½ · (3,14 − lg 0,5) = ½ · (3,14 + 0,30).
- pH ≈ 1,7
AchtungSchwache Säure wie eine starke gerechnet
Essigsäure mit 0,1 mol/L hat pH 1, weil pH = −lg 0,1.
Essigsäure protolysiert nur zu einem kleinen Teil: pH = ½ · (4,76 − lg 0,1) = 2,88.
Vergleiche gemessene pH-Werte von Essigsäure und Salzsäure gleicher Konzentration.
ÜbenJetzt du
- ○19Eine Lösung der Milchsäure (pKs = 3,86) hat die Anfangskonzentration c₀ = 0,1 mol/L. Bestimme: Wie groß ist der pH-Wert nach der Näherung für schwache Säuren, auf eine Nachkommastelle gerundet?So fängst du an:Näherung für schwache Säuren: pH = ½ · (pKs − lg c₀).
Lösung zeigen
- Näherung für schwache Säuren: pH = ½ · (pKs − lg c₀).
- pH = ½ · (3,86 − lg 0,1) = ½ · (3,86 + 1,00).
- pH ≈ 2,4
Ergebnis:2,4 - ●20Eine Lösung der Propansäure (pKs = 4,87) hat die Anfangskonzentration c₀ = 0,02 mol/L. Bestimme: Wie groß ist der pH-Wert nach der Näherung für schwache Säuren, auf eine Nachkommastelle gerundet?
Lösung zeigen
- Näherung für schwache Säuren: pH = ½ · (pKs − lg c₀).
- pH = ½ · (4,87 − lg 0,02) = ½ · (4,87 + 1,70).
- pH ≈ 3,3
Ergebnis:3,3 - ★21Eine Lösung der Benzoesäure (pKs = 4,20) hat die Anfangskonzentration c₀ = 0,02 mol/L. Bestimme: Wie groß ist der pH-Wert nach der Näherung für schwache Säuren, auf eine Nachkommastelle gerundet?
Lösung zeigen
- Näherung für schwache Säuren: pH = ½ · (pKs − lg c₀).
- pH = ½ · (4,20 − lg 0,02) = ½ · (4,20 + 1,70).
- pH ≈ 2,9
Ergebnis:2,9
8Ich deute Titrationskurven und erkläre Puffersysteme (Leistungskurs).
MerkenKurve und Puffer
Am Halbäquivalenzpunkt gilt pH = pKs.
Ein Puffer aus schwacher Säure und ihrer Base fängt Säure und Lauge ab.
BeispielTitrationskurven und Puffersysteme
Schritt für Schritt
- Zugegebene Oxonium-Ionen treffen auf Acetat-Ionen.
- CH₃COO⁻ + H₃O⁺ → CH₃COOH + H₂O.
- Aus der Base wird die schwache Säure, der pH-Wert bleibt fast gleich.
- Zugegebene Oxonium-Ionen treffen auf Acetat-Ionen.
- CH₃COO⁻ + H₃O⁺ → CH₃COOH + H₂O.
- Aus der Base wird die schwache Säure, der pH-Wert bleibt fast gleich.
AchtungReaktionspartner als korrespondierendes Paar gedeutet
Welches Paar bildet ein Puffersystem → CH₃COOH und C₆H₅COO⁻
Welches Paar bildet ein Puffersystem → NH₄⁺ und NH₃
Schreib zu jedem Teilchen auf, welches Teilchen entsteht, wenn es ein Proton abgibt oder aufnimmt.
ÜbenJetzt du
- ○22Ameisensäure (pKs = 3,75) wird mit Natronlauge titriert. Bestimme: Wie groß ist der pH-Wert am Halbäquivalenzpunkt?So fängst du an:Am Halbäquivalenzpunkt ist die Hälfte der Säure zu A⁻ geworden.
Lösung zeigen
- Am Halbäquivalenzpunkt ist die Hälfte der Säure zu A⁻ geworden.
- Dann gilt c(HA) = c(A⁻), und der Bruch im Ks-Ausdruck kürzt sich.
- pH = pKs = 3,75
Ergebnis:3,75 - ●23Welches Paar bildet ein Puffersystem?
Lösung zeigen
- Ein Puffer enthält eine schwache Säure und ihre korrespondierende Base.
- Das Paar unterscheidet sich um ein Proton.
- NH₄⁺ und NH₃
Ergebnis:NH₄⁺ und NH₃ - ★24Ein Puffer enthält Essigsäure und Acetat im Stoffmengenverhältnis 1 : 1. Auf welchen Wert stellt sich der pH-Wert ein?
Lösung zeigen
- Bei c(HA) = c(A⁻) kürzt sich der Bruch im Ks-Ausdruck.
- Es bleibt c(H₃O⁺) = Ks.
- Also gilt pH = pKs = 4,76.
Ergebnis:Auf den pKs-Wert der Essigsäure, also etwa 4,8
9Ich erkläre mehrstufige Protolyse, den induktiven Effekt und den pH-Wert von Salzlösungen (Leistungskurs).
MerkenStufen, Substituenten, Salze
Jede Protolysestufe ist schwächer als die vorige.
Hydratisierte Metall-Ionen sind Säuren, Anionen schwacher Säuren Basen.
BeispielMehrstufige Protolyse, induktiver Effekt und Salzlösungen
Schritt für Schritt
- Kation und Anion werden getrennt betrachtet, ob sie mit Wasser reagieren.
- Kalium-Ionen und Chlorid-Ionen reagieren nicht mit Wasser.
- Also: neutral.
- Kation und Anion werden getrennt betrachtet, ob sie mit Wasser reagieren.
- Kalium-Ionen und Chlorid-Ionen reagieren nicht mit Wasser.
- Also: neutral.
AchtungFalsches Ion für die Reaktion mit Wasser verantwortlich gemacht
Natrium-Ionen reagieren mit Wasser und machen die Lösung basisch.
Natrium-Ionen reagieren nicht mit Wasser. Das Acetat-Ion nimmt Protonen auf und macht die Lösung basisch.
Frag dich bei jedem Ion: Stammt es aus einer starken oder aus einer schwachen Säure oder Base?
ÜbenJetzt du
- ○25Kohlensäure protolysiert in 2 Stufen mit den pKs-Werten 6,35, 10,33. Bestimme: Welcher Wert gehört zur ersten Stufe?So fängst du an:Jede weitere Stufe ist schwächer als die vorige.
Lösung zeigen
- Jede weitere Stufe ist schwächer als die vorige.
- Der pKs-Wert wächst von Stufe zu Stufe.
- Die erste Stufe hat den kleinsten Wert: 6,35.
Ergebnis:6,35 - ●26Bernsteinsäure protolysiert in 2 Stufen mit den pKs-Werten 4,21, 5,64. Bestimme: Welcher Wert gehört zur letzten Stufe?
Lösung zeigen
- Jede weitere Stufe ist schwächer als die vorige.
- Der pKs-Wert wächst von Stufe zu Stufe.
- Die letzte Stufe hat den größten Wert: 5,64.
Ergebnis:5,64 - ★27Wie kommt die Bindung zwischen einem Aluminium-Ion und einem Wassermolekül im Komplex [Al(H₂O)₆]³⁺ zustande?
Lösung zeigen
- Das Wassermolekül hat freie Elektronenpaare am Sauerstoffatom.
- Das Aluminium-Ion hat leere Plätze.
- Das Paar des Liganden bildet die koordinative Bindung.
Ergebnis:Das Sauerstoffatom stellt das bindende Elektronenpaar bereit
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●28In der Protolyse NH₃ + H₂O ⇌ NH₄⁺ + OH⁻ gibt es zwei Teilchen mit je einer Rolle. Welche Rolle hat NH₃?
Lösung zeigen
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- NH₃ wird vor und nach der Reaktion verglichen.
- NH₃ gewinnt ein Proton: Base.
Ergebnis:Base, es nimmt ein Proton auf - ●29Das Teilchen CH₃NH₃⁺ besitzt ein polar gebundenes Wasserstoffatom und kein freies Elektronenpaar, mit dem ein Proton gebunden werden kann. Welche Funktion kann es nach Brønsted übernehmen?
Lösung zeigen
- Ein abspaltbares Wasserstoffatom: ja.
- Ein freies Elektronenpaar zur Protonenaufnahme: nein.
- Nur das erste Merkmal: Säure.
Ergebnis:Nur Säure, es kann Protonen abgeben, aber nicht aufnehmen - ●30Für Blausäure gilt pKs = 9,21. Welche Säurekonstante Ks ergibt sich daraus?
Lösung zeigen
- Ks = 10 hoch minus pKs.
- Ks = 10 hoch minus 9,21.
- Ks = 6,2 · 10⁻¹⁰ mol/L
Ergebnis:6,2 · 10⁻¹⁰ mol/L - ●31Warum ist reines Wasser bei 25 Grad Celsius neutral, obwohl es Ionen enthält?
Lösung zeigen
- Wasser reagiert mit sich selbst: 2 H₂O ⇌ H₃O⁺ + OH⁻.
- Beide Ionensorten entstehen im gleichen Verhältnis.
- Bei 25 Grad Celsius sind es je 10⁻⁷ mol/L.
Ergebnis:Es enthält je 10⁻⁷ mol/L Oxonium- und Hydroxid-Ionen - ●3225,0 mL Essigsäure in Speiseessig werden bis zum Äquivalenzpunkt mit Natronlauge der Konzentration c = 0,20 mol/L titriert. Verbraucht werden 6,3 mL. Bestimme: Wie groß ist c(CH₃COOH)?
Lösung zeigen
- n(NaOH) = 0,20 mol/L · 0,0063 L.
- Am Äquivalenzpunkt gilt n(CH₃COOH) · 1 = n(NaOH) · 1.
- c(CH₃COOH) = n(CH₃COOH) : 0,0250 L = 0,050 mol/L
Ergebnis:0,050 mol/L - ●33Eine Lösung hat bei 25 Grad Celsius den pH-Wert 10,6. Bestimme: Wie groß ist ihr pOH-Wert?
Lösung zeigen
- Bei 25 Grad Celsius gilt pH + pOH = 14.
- pOH = 14 − 10,6.
- pOH = 3,4
Ergebnis:3,4
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Protolyse
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt es auf.
- Bau und Funktion
- Eine Säure hat ein polar gebundenes Wasserstoffatom, eine Base ein freies Elektronenpaar.
- Nachweise
- Silbernitrat fällt Chlorid weiß und Bromid gelblich.
- Säurekonstante
- Ks = c(H₃O⁺) · c(A⁻) : c(HA), Wasser steht nicht im Bruch.
- pH-Wert
- pH = −lg c(H₃O⁺). Eine pH-Stufe ist der Faktor 10. Bei 25 Grad Celsius gilt Kw = 10⁻¹⁴.
- Titration
- Am Äquivalenzpunkt gilt n(H₃O⁺) = n(OH⁻).
- Schwache Säuren und Basen
- Es gilt pH + pOH = 14. Für schwache Säuren gilt die Näherung pH = ½ · (pKs − lg c₀).
- Kurve und Puffer
- Am Halbäquivalenzpunkt gilt pH = pKs.
- Stufen, Substituenten, Salze
- Jede Protolysestufe ist schwächer als die vorige.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe Säure-Base-Reaktionen nach Brønsted als Protonenübergang und finde korrespondierende Säure-Base-Paare.
34In der Protolyse HSO₄⁻ + H₂O ⇌ SO₄²⁻ + H₃O⁺ gibt es zwei Teilchen mit je einer Rolle. Welche Rolle hat H₂O?Lösung zeigen
Ergebnis:Base, es nimmt ein Proton aufIch leite aus dem Bau eines Teilchens ab, ob es als Säure, als Base oder amphoter wirkt.
35Das Teilchen NH₄⁺ besitzt ein polar gebundenes Wasserstoffatom und kein freies Elektronenpaar, mit dem ein Proton gebunden werden kann. Welche Funktion kann es nach Brønsted übernehmen?Lösung zeigen
Ergebnis:Nur Säure, es kann Protonen abgeben, aber nicht aufnehmenIch weise Chlorid-, Bromid-, Carbonat-, Hydroxid-, Oxonium- und Ammonium-Ionen nach.
36Welche Beobachtung gehört zum Nachweis von Carbonat-Ionen?Lösung zeigen
Ergebnis:Beim Ansäuern sprudelt es, und das Gas lässt Kalkwasser milchig werdenIch wende das Massenwirkungsgesetz auf Protolysen an und deute Säurekonstante und pKs-Wert.
37Wie lautet der Ausdruck für die Säurekonstante Ks der Protolyse CH₃COOH + H₂O ⇌ CH₃COO⁻ + H₃O⁺?Lösung zeigen
Ergebnis:Ks = c(H₃O⁺) · c(CH₃COO⁻) : c(CH₃COOH)Ich leite das Ionenprodukt des Wassers her und berechne den pH-Wert starker Säuren.
38Lösung A hat den pH-Wert 4, Lösung B den pH-Wert 7. Bestimme: Wie viel mal so groß ist c(H₃O⁺) in Lösung A im Vergleich zu Lösung B?Lösung zeigen
Ergebnis:1000Ich bestimme mit einer Säure-Base-Titration die Konzentration einer Säure oder Lauge.
3910,0 mL Schwefelsäure werden bis zum Äquivalenzpunkt mit Natronlauge der Konzentration c = 0,10 mol/L titriert. Verbraucht werden 24,0 mL. Jedes Schwefelsäure-Molekül gibt zwei Protonen ab. Bestimme: Wie groß ist c(H₂SO₄)?Lösung zeigen
Ergebnis:0,12 mol/LIch berechne pOH-Wert, pKB-Wert und den pH-Wert schwacher Säuren und Basen (Leistungskurs).
40Eine Lösung hat bei 25 Grad Celsius den pH-Wert 11,3. Bestimme: Wie groß ist ihr pOH-Wert?Lösung zeigen
Ergebnis:2,7Ich deute Titrationskurven und erkläre Puffersysteme (Leistungskurs).
41Welches Paar bildet ein Puffersystem?Lösung zeigen
Ergebnis:H₂PO₄⁻ und HPO₄²⁻Ich erkläre mehrstufige Protolyse, den induktiven Effekt und den pH-Wert von Salzlösungen (Leistungskurs).
42Bernsteinsäure protolysiert in 2 Stufen mit den pKs-Werten 4,21, 5,64. Bestimme: Welcher Wert gehört zur ersten Stufe?Lösung zeigen
Ergebnis:4,21
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Bruch
- ein Teil von einem Ganzen, als Zahl geschrieben
- Funktion
- eine Regel, die aus einer Zahl eine andere macht
Lösungen
- Base, es nimmt ein Proton auf
- Säure, es gibt ein Proton ab
- Hin- und Rückreaktion laufen gleichzeitig und stellen ein Gleichgewicht ein
- Nur Base, es kann Protonen aufnehmen, aber nicht abgeben
- Nur Base, es kann Protonen aufnehmen, aber nicht abgeben
- Ampholyt, es kann Protonen abgeben und zugleich aufnehmen
- Carbonat-Ionen
- Hydroxid-Ionen
- Erst mit Salpetersäure ansäuern, bis kein Gas mehr entweicht, dann Silbernitrat zugeben
- 4
- 4,7 · 10⁻¹¹ mol/L
- Er bleibt gleich, nur der Anteil protolysierter Säure wächst
- 12,30
- 1000
- 5
- 0,050 mol/L
- 0,25 mol/L
- 0,10 mol/L
- 2,4
- 3,3
- 2,9
- 3,75
- NH₄⁺ und NH₃
- Auf den pKs-Wert der Essigsäure, also etwa 4,8
- 6,35
- 5,64
- Das Sauerstoffatom stellt das bindende Elektronenpaar bereit
- Base, es nimmt ein Proton auf
- Nur Säure, es kann Protonen abgeben, aber nicht aufnehmen
- 6,2 · 10⁻¹⁰ mol/L
- Es enthält je 10⁻⁷ mol/L Oxonium- und Hydroxid-Ionen
- 0,050 mol/L
- 3,4
- Base, es nimmt ein Proton auf
- Nur Säure, es kann Protonen abgeben, aber nicht aufnehmen
- Beim Ansäuern sprudelt es, und das Gas lässt Kalkwasser milchig werden
- Ks = c(H₃O⁺) · c(CH₃COO⁻) : c(CH₃COOH)
- 1000
- 0,12 mol/L
- 2,7
- H₂PO₄⁻ und HPO₄²⁻
- 4,21