Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Elektrische Energie aus chemischen Reaktionen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
MerkenDaniell-Element
Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
Elektronen fließen im Draht, Ionen in der Lösung.
BeispielDaniell-Element: Bau und Arbeitsweise
Schritt für Schritt
- Potenziale: Eisen −0,44 V, Nickel −0,26 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Eisen wird oxidiert.
- Potenziale: Eisen −0,44 V, Nickel −0,26 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Eisen wird oxidiert.
AchtungAnode ist immer der Pluspol
Die Anode ist der Pluspol, in jeder Zelle.
An der Anode wird oxidiert. In der galvanischen Zelle ist sie der Minuspol, in der Elektrolysezelle der Pluspol.
Frag zuerst: Wo werden Elektronen abgegeben? Dort ist die Anode, egal welches Vorzeichen sie hat.
ÜbenJetzt du
- ○1Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Aluminium in einer Lösung von Al³⁺-Ionen und Nickel in einer Lösung von Ni²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?So fängst du an:Potenziale: Aluminium −1,66 V, Nickel −0,26 V.
Lösung zeigen
- Potenziale: Aluminium −1,66 V, Nickel −0,26 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Aluminium wird oxidiert.
Ergebnis:Aluminium, es wird oxidiert - ●2Im Daniell-Element fließen Elektronen im äußeren Stromkreis. Von welcher Elektrode zu welcher?
Lösung zeigen
- Das unedlere Metall gibt Elektronen ab.
- Das ist Zink, der Minuspol.
- Im Draht fließen sie zur Kupferelektrode.
Ergebnis:Von der Zinkelektrode zur Kupferelektrode - ★3Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Aluminium in einer Lösung von Al³⁺-Ionen und Eisen in einer Lösung von Fe²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Aluminium −1,66 V, Eisen −0,44 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Aluminium wird oxidiert.
Ergebnis:Aluminium, es wird oxidiert
2Ich ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
MerkenSpannungsreihe
Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
BeispielStandardpotenziale und Spannungsreihe
Schritt für Schritt
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Magnesium.
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Magnesium.
AchtungDonator und Akzeptor vertauscht
Zink ist edler, also ist Zink der Akzeptor: −0,76 V − 0,34 V = −1,10 V.
Das Redoxpaar mit dem kleineren E° gibt Elektronen ab (Donator). Die Zellspannung ist positiv: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Ordne beide Paare in der Spannungsreihe. Das untere gibt Elektronen ab, das obere nimmt sie auf.
ÜbenJetzt du
- ○4Standardpotenziale: Eisen −0,44 V, Nickel −0,26 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?So fängst du an:Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Eisen.
Ergebnis:Eisen, es hat das negativere Potenzial - ●5Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Zink −0,76 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Aluminium.
Ergebnis:Aluminium, es hat das negativere Potenzial - ★6Warum wählt man für Standardbedingungen immer 1 mol/L der Ionen und 25 Grad Celsius?
Lösung zeigen
- Das Potenzial ändert sich mit der Konzentration.
- Gleiche Bedingungen machen Werte vergleichbar.
- Deshalb sind alle Standardpotenziale für 1 mol/L angegeben.
Ergebnis:Damit die Potenziale vergleichbar sind
3Ich berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
MerkenZellspannung
U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
Daniell: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
BeispielZellspannung berechnen
Schritt für Schritt
- Akzeptor: Eisen, Donator: Aluminium.
- U = −0,44 V − (−1,66 V)
- U = 1,22 V
- Akzeptor: Eisen, Donator: Aluminium.
- U = −0,44 V − (−1,66 V)
- U = 1,22 V
AchtungStandardpotenziale werden addiert
Zink −0,76 V und Kupfer +0,34 V ergeben −0,42 V.
Zellspannung ist Akzeptor minus Donator: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Bestimme erst den Akzeptor, dann den Donator. Rechne E° des Akzeptors minus E° des Donators.
ÜbenJetzt du
- ○7Eine Zelle aus Aluminium (−1,66 V) und Zink (−0,76 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?So fängst du an:Akzeptor: Zink, Donator: Aluminium.
Lösung zeigen
- Akzeptor: Zink, Donator: Aluminium.
- U = −0,76 V − (−1,66 V)
- U = 0,90 V
Ergebnis:0,90 V - ●8Eine Zelle aus Kupfer (+0,34 V) und Silber (+0,80 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Silber, Donator: Kupfer.
- U = +0,80 V − (+0,34 V)
- U = 0,46 V
Ergebnis:0,46 V - ★9Aluminium (−1,66 V) gibt je Atom drei Elektronen ab, Kupfer (+0,34 V) nimmt je Ion zwei auf. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor Kupfer, Donator Aluminium.
- U = 0,34 V − (−1,66 V).
- U = 2,00 V, unabhängig von z.
Ergebnis:2,00 V
4Ich unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
MerkenSpannungsquellen
Primärelemente sind nicht ladbar.
Akkus lädt Strom von außen. Brennstoffzellen bekommen Stoffe laufend zugeführt.
BeispielPrimär-, Sekundärelement und Brennstoffzelle
Schritt für Schritt
- An der Kathode wird reduziert.
- Reduziert wird der Sauerstoff.
- Er nimmt die Elektronen aus dem äußeren Stromkreis auf.
- An der Kathode wird reduziert.
- Reduziert wird der Sauerstoff.
- Er nimmt die Elektronen aus dem äußeren Stromkreis auf.
AchtungBeim Laden läuft dieselbe Reaktion weiter
Wie ordnet man eine Zink-Kohle-Batterie in der Taschenlampe ein → Sekundärelement
Wie ordnet man eine Zink-Kohle-Batterie in der Taschenlampe ein → Primärelement
Schreib die Entladereaktion auf und kehre sie um. Wer erzwingt die Umkehr?
ÜbenJetzt du
- ○10Wie ordnet man eine Zink-Kohle-Batterie in der Taschenlampe ein?So fängst du an:Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement - ●11Wie ordnet man der Akku eines Laptops ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Sekundärelement.
Ergebnis:Sekundärelement - ★12Wie ordnet man eine Alkali-Mangan-Batterie in der Fernbedienung ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement
5Ich erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
MerkenKorrosion
Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
An der Anode wird Eisen oxidiert, an der Kathode Sauerstoff oder H₃O⁺ reduziert.
BeispielLokalelement, Sauerstoff- und Säurekorrosion
Schritt für Schritt
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Das Öl hält Wasser und Sauerstoff vom Eisen fern.
- Also rostet es kaum.
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Das Öl hält Wasser und Sauerstoff vom Eisen fern.
- Also rostet es kaum.
AchtungRosten braucht nur Sauerstoff
Rostet ein Eisennagel in Salzwasser an der Luft → Nein, es bleibt weitgehend blank
Rostet ein Eisennagel in Salzwasser an der Luft → Ja, es läuft eine Korrosion ab
Sieh dir die Nägel im Versuch an: Welche Bedingung fehlt bei den Nägeln, die nicht rosten?
ÜbenJetzt du
- ○13Warum korrodiert Eisen in sauren Lösungen stärker?So fängst du an:Eisen ist unedler als Wasserstoff.
Lösung zeigen
- Eisen ist unedler als Wasserstoff.
- In Säuren sind viele H₃O⁺ vorhanden.
- Sie nehmen die Elektronen auf und werden zu H₂.
Ergebnis:H₃O⁺-Ionen werden zu Wasserstoff reduziert - ●14Rostet ein Eisennagel in Salzwasser an der Luft?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Die Ionen im Salzwasser leiten besser, die Korrosion läuft schneller.
- Also rostet es.
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion ab - ★15Rostet ein Eisennagel mit Zinkband in Salzwasser?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Das Zink wird zuerst oxidiert und schützt das Eisen.
- Also rostet es kaum.
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blank
6Ich begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
MerkenKorrosionsschutz
Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
Superhydrophobe Schichten halten den Wasserfilm fern.
BeispielKorrosionsschutz: Opferanode und Nanomaterial
Schritt für Schritt
- Vergleiche +0,34 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
- Vergleiche +0,34 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
AchtungDas edlere Metall schützt das unedlere
Man verbindet Eisen mit Kupfer, dann ist das Eisen geschützt.
Es schützt das unedlere Metall: Zink oder Magnesium wird statt Eisen oxidiert (Opferanode). Mit Kupfer rostet das Eisen schneller.
Ordne Eisen und das Schutzmetall in der Spannungsreihe. Das mit dem kleineren Potenzial wird oxidiert.
ÜbenJetzt du
- ○16Aluminium (−1,66 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?So fängst du an:Vergleiche −1,66 V mit −0,44 V.
Lösung zeigen
- Vergleiche −1,66 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das kleinere Potenzial.
- Es gibt die Elektronen ab und schützt.
Ergebnis:Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiert - ●17Nickel (−0,26 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?
Lösung zeigen
- Vergleiche −0,26 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
Ergebnis:Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffen - ★18Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Aluminium (−1,66 V) und Nickel (−0,26 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Aluminium zu.
Ergebnis:Aluminium, es ist unedler als Eisen
7Ich erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
MerkenElektrolyse
Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
An der Kathode wird reduziert, an der Anode oxidiert.
BeispielElektrolyse: Grundlagen und technisches Beispiel
Schritt für Schritt
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu
AchtungKathode und Anode vertauscht bei der Elektrolyse
Die Anionen wandern zur Kathode, weil dort die Reduktion stattfindet.
Anionen wandern zur Anode und werden dort oxidiert. Kationen wandern zur Kathode und werden dort reduziert.
Markiere erst die Pole der Spannungsquelle. Zeichne dann, wohin Kationen und Anionen wandern.
ÜbenJetzt du
- ○19Zinkbromidlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?So fängst du an:Die Anode ist der Pluspol.
Lösung zeigen
- Die Anode ist der Pluspol.
- Dort wandern die Anionen hin und geben Elektronen ab.
- 2 Br⁻ → Br₂ + 2 e⁻
Ergebnis:Brom - ●20Was unterscheidet die Elektrolyse von der galvanischen Zelle in der Energiebilanz?
Lösung zeigen
- Galvanische Zelle: freiwillig, liefert Energie.
- Elektrolyse: erzwungen, braucht Energie.
- Darum braucht sie Gleichspannung von außen.
Ergebnis:Die Elektrolyse nimmt elektrische Energie auf und erzwingt die Reaktion - ★21Bei einer Elektrolyse beginnt der Strom erst oberhalb einer Mindestspannung zu fließen. Wie heißt sie?
Lösung zeigen
- Ohne Mindestspannung fließt kein Dauerstrom.
- Sie entspricht der Spannung der umgekehrten Zelle.
- Der Name: Zersetzungsspannung.
Ergebnis:Zersetzungsspannung
8Ich wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
MerkenBerechnungen
Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Faraday: n = I · t : (z · F), F = 96.485 C/mol.
BeispielNernst-Gleichung und Faraday-Gesetze
Schritt für Schritt
- Ladung Q = I · t = 2 A · 965 s = 1930 C.
- n = Q : (z · F) = 1930 C : (2 · 96.485 C/mol) = 0,010 mol.
- m = n · M = 0,010 mol · 65 g/mol = 0,65 g
- Ladung Q = I · t = 2 A · 965 s = 1930 C.
- n = Q : (z · F) = 1930 C : (2 · 96.485 C/mol) = 0,010 mol.
- m = n · M = 0,010 mol · 65 g/mol = 0,65 g
AchtungDie Ladungszahl z in der Faraday-Rechnung fehlt
n = I · t : F, also 0,010 mol Zink bei 1930 C.
n = I · t : (z · F). Zink gibt 2 Elektronen je Ion ab, also 1930 C : (2 · 96.485 C/mol) = 0,010 mol.
Schreib die Teilgleichung auf. Wie viele Elektronen gehören zu einem Teilchen? Diese Zahl ist z.
ÜbenJetzt du
- ○22Eine Zinkelektrode taucht in eine Lösung mit c = 0,1 mol/L ihrer Ionen (E° = −0,76 V, z = 2). Welches Potenzial hat sie bei 25 Grad Celsius?So fängst du an:lg 0,1 = −1
Lösung zeigen
- lg 0,1 = −1
- E = −0,76 V + (0,059 V : 2) · (−1)
- E = −0,79 V
Ergebnis:−0,79 V - ●23Eine Zinkelektrode taucht in eine Lösung mit c = 0,001 mol/L ihrer Ionen (E° = −0,76 V, z = 2). Welches Potenzial hat sie bei 25 Grad Celsius?
Lösung zeigen
- lg 0,001 = −3
- E = −0,76 V + (0,059 V : 2) · (−3)
- E = −0,85 V
Ergebnis:−0,85 V - ★24Bestimme: Wie groß ist das Potenzial einer Kupferelektrode in einer Lösung mit c(Cu²⁺) = 0,01 mol/L bei 25 Grad Celsius? E° = +0,34 V.
Lösung zeigen
- E = E° + (0,059 V : z) · lg c.
- z = 2, lg 0,01 = −2.
- E = 0,34 V − 0,059 V = 0,28 V.
Ergebnis:0,28 V
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Eisen in einer Lösung von Fe²⁺-Ionen und Silber in einer Lösung von Ag⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Eisen −0,44 V, Silber +0,80 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Eisen wird oxidiert.
Ergebnis:Eisen, es wird oxidiert - ●26Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Silber +0,80 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Aluminium.
Ergebnis:Aluminium, es hat das negativere Potenzial - ●27Eine Zelle aus Nickel (−0,26 V) und Blei (−0,13 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Blei, Donator: Nickel.
- U = −0,13 V − (−0,26 V)
- U = 0,13 V
Ergebnis:0,13 V - ●28Was unterscheidet eine Alkali-Mangan-Batterie von einem Lithium-Ionen-Akku?
Lösung zeigen
- Die Batterie ist ein Primärelement: Sie wird verbraucht.
- Der Akku ist ein Sekundärelement.
- Beim Laden erzwingt Strom von außen die Umkehrung.
Ergebnis:Die Batterie ist nicht wiederaufladbar, der Akku wird durch eine erzwungene Umkehrung geladen - ●29Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Zink (−0,76 V) und Blei (−0,13 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Zink zu.
Ergebnis:Zink, es ist unedler als Eisen - ●30Bleibromidschmelze wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?
Lösung zeigen
- Die Anode ist der Pluspol.
- Dort wandern die Anionen hin und geben Elektronen ab.
- 2 Br⁻ → Br₂ + 2 e⁻
Ergebnis:Brom
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Daniell-Element
- Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
- Spannungsreihe
- Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
- Zellspannung
- U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
- Spannungsquellen
- Primärelemente sind nicht ladbar.
- Korrosion
- Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
- Korrosionsschutz
- Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
- Elektrolyse
- Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
- Berechnungen
- Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
31Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Magnesium in einer Lösung von Mg²⁺-Ionen und Zink in einer Lösung von Zn²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?Lösung zeigen
Ergebnis:Magnesium, es wird oxidiertIch ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
32Standardpotenziale: Magnesium −2,37 V, Aluminium −1,66 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?Lösung zeigen
Ergebnis:Magnesium, es hat das negativere PotenzialIch berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
33Eine Zelle aus Nickel (−0,26 V) und Silber (+0,80 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?Lösung zeigen
Ergebnis:1,06 VIch unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
34Wie ordnet man eine Zink-Luft-Zelle im Hörgerät ein?Lösung zeigen
Ergebnis:PrimärelementIch erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
35Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad?Lösung zeigen
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion abIch begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
36Zink (−0,76 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?Lösung zeigen
Ergebnis:Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiertIch erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
37Kupferchloridlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welche Teilgleichung beschreibt die Kathode?Lösung zeigen
Ergebnis:Cu²⁺ + 2 e⁻ → CuIch wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
38Ein Strom von 4 A fließt 3860 s lang durch eine Lösung der Zinkionen mit der Ladungszahl 2. Bestimme: Wie viel Gramm Zink scheiden sich ab? M = 65 g/mol, F = 96.485 C/mol.Lösung zeigen
Ergebnis:5,20 g
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Aluminium, es wird oxidiert
- Von der Zinkelektrode zur Kupferelektrode
- Aluminium, es wird oxidiert
- Eisen, es hat das negativere Potenzial
- Aluminium, es hat das negativere Potenzial
- Damit die Potenziale vergleichbar sind
- 0,90 V
- 0,46 V
- 2,00 V
- Primärelement
- Sekundärelement
- Primärelement
- H₃O⁺-Ionen werden zu Wasserstoff reduziert
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiert
- Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffen
- Aluminium, es ist unedler als Eisen
- Brom
- Die Elektrolyse nimmt elektrische Energie auf und erzwingt die Reaktion
- Zersetzungsspannung
- −0,79 V
- −0,85 V
- 0,28 V
- Eisen, es wird oxidiert
- Aluminium, es hat das negativere Potenzial
- 0,13 V
- Die Batterie ist nicht wiederaufladbar, der Akku wird durch eine erzwungene Umkehrung geladen
- Zink, es ist unedler als Eisen
- Brom
- Magnesium, es wird oxidiert
- Magnesium, es hat das negativere Potenzial
- 1,06 V
- Primärelement
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiert
- Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu
- 5,20 g