Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Elektrische Energie aus chemischen Reaktionen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
MerkenDaniell-Element
Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
Elektronen fließen im Draht, Ionen in der Lösung.
BeispielDaniell-Element: Bau und Arbeitsweise
Schritt für Schritt
- Potenziale: Magnesium −2,37 V, Aluminium −1,66 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Magnesium wird oxidiert.
- Potenziale: Magnesium −2,37 V, Aluminium −1,66 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Magnesium wird oxidiert.
AchtungAnode ist immer der Pluspol
Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements → Zn²⁺ + Cu → Zn + Cu²⁺
Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements → Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
Frag zuerst: Wo werden Elektronen abgegeben? Dort ist die Anode, egal welches Vorzeichen sie hat.
ÜbenJetzt du
- ○1Im Daniell-Element fließen Elektronen im äußeren Stromkreis. Von welcher Elektrode zu welcher?So fängst du an:Das unedlere Metall gibt Elektronen ab.
Lösung zeigen
- Das unedlere Metall gibt Elektronen ab.
- Das ist Zink, der Minuspol.
- Im Draht fließen sie zur Kupferelektrode.
Ergebnis:Von der Zinkelektrode zur Kupferelektrode - ●2Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Aluminium in einer Lösung von Al³⁺-Ionen und Blei in einer Lösung von Pb²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Aluminium −1,66 V, Blei −0,13 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Aluminium wird oxidiert.
Ergebnis:Aluminium, es wird oxidiert - ★3Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements?
Lösung zeigen
- Zink wird oxidiert: Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻.
- Kupferionen werden reduziert: Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu.
- Beide Teilgleichungen addiert.
Ergebnis:Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
2Ich ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
MerkenSpannungsreihe
Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
BeispielStandardpotenziale und Spannungsreihe
Schritt für Schritt
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Magnesium.
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Magnesium.
AchtungDonator und Akzeptor vertauscht
Zink ist edler, also ist Zink der Akzeptor: −0,76 V − 0,34 V = −1,10 V.
Das Redoxpaar mit dem kleineren E° gibt Elektronen ab (Donator). Die Zellspannung ist positiv: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Ordne beide Paare in der Spannungsreihe. Das untere gibt Elektronen ab, das obere nimmt sie auf.
ÜbenJetzt du
- ○4Welches Metall ist das stärkste Reduktionsmittel: Silber (+0,80 V), Kupfer (+0,34 V), Zink (−0,76 V) oder Magnesium (−2,37 V)?So fängst du an:Das stärkste Reduktionsmittel gibt Elektronen am leichtesten ab.
Lösung zeigen
- Das stärkste Reduktionsmittel gibt Elektronen am leichtesten ab.
- Das steht in der Reihe ganz unten.
- Magnesium hat das negativste Potenzial.
Ergebnis:Magnesium - ●5Standardpotenziale: Zink −0,76 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Zink.
Ergebnis:Zink, es hat das negativere Potenzial - ★6Standardpotenziale: Magnesium −2,37 V, Blei −0,13 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Magnesium.
Ergebnis:Magnesium, es hat das negativere Potenzial
3Ich berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
MerkenZellspannung
U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
Daniell: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
BeispielZellspannung berechnen
Schritt für Schritt
- Akzeptor: Aluminium, Donator: Magnesium.
- U = −1,66 V − (−2,37 V)
- U = 0,71 V
- Akzeptor: Aluminium, Donator: Magnesium.
- U = −1,66 V − (−2,37 V)
- U = 0,71 V
AchtungStandardpotenziale werden addiert
Zink −0,76 V und Kupfer +0,34 V ergeben −0,42 V.
Zellspannung ist Akzeptor minus Donator: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Bestimme erst den Akzeptor, dann den Donator. Rechne E° des Akzeptors minus E° des Donators.
ÜbenJetzt du
- ○7Eine Zelle aus Aluminium (−1,66 V) und Nickel (−0,26 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?So fängst du an:Akzeptor: Nickel, Donator: Aluminium.
Lösung zeigen
- Akzeptor: Nickel, Donator: Aluminium.
- U = −0,26 V − (−1,66 V)
- U = 1,40 V
Ergebnis:1,40 V - ●8Eine Zelle aus Blei (−0,13 V) und Kupfer (+0,34 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Kupfer, Donator: Blei.
- U = +0,34 V − (−0,13 V)
- U = 0,47 V
Ergebnis:0,47 V - ★9Aluminium (−1,66 V) gibt je Atom drei Elektronen ab, Kupfer (+0,34 V) nimmt je Ion zwei auf. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor Kupfer, Donator Aluminium.
- U = 0,34 V − (−1,66 V).
- U = 2,00 V, unabhängig von z.
Ergebnis:2,00 V
4Ich unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
MerkenSpannungsquellen
Primärelemente sind nicht ladbar.
Akkus lädt Strom von außen. Brennstoffzellen bekommen Stoffe laufend zugeführt.
BeispielPrimär-, Sekundärelement und Brennstoffzelle
Schritt für Schritt
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
AchtungBeim Laden läuft dieselbe Reaktion weiter
Wie ordnet man eine Zink-Kohle-Batterie in der Taschenlampe ein → Sekundärelement
Wie ordnet man eine Zink-Kohle-Batterie in der Taschenlampe ein → Primärelement
Schreib die Entladereaktion auf und kehre sie um. Wer erzwingt die Umkehr?
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Reaktion läuft in der Brennstoffzelle an der Kathode ab?So fängst du an:An der Kathode wird reduziert.
Lösung zeigen
- An der Kathode wird reduziert.
- Reduziert wird der Sauerstoff.
- Er nimmt die Elektronen aus dem äußeren Stromkreis auf.
Ergebnis:Sauerstoff nimmt Elektronen auf und wird reduziert - ●11Wie ordnet man eine Alkali-Mangan-Batterie in der Fernbedienung ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement - ★12Wie ordnet man ein Nickel-Metallhydrid-Akku in der Digitalkamera ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Sekundärelement.
Ergebnis:Sekundärelement
5Ich erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
MerkenKorrosion
Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
An der Anode wird Eisen oxidiert, an der Kathode Sauerstoff oder H₃O⁺ reduziert.
BeispielLokalelement, Sauerstoff- und Säurekorrosion
Schritt für Schritt
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Sauerstoff und Wasser sind da.
- Also rostet es.
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Sauerstoff und Wasser sind da.
- Also rostet es.
AchtungRosten braucht nur Sauerstoff
Rostet ein Eisennagel in Leitungswasser an der Luft → Nein, es bleibt weitgehend blank
Rostet ein Eisennagel in Leitungswasser an der Luft → Ja, es läuft eine Korrosion ab
Sieh dir die Nägel im Versuch an: Welche Bedingung fehlt bei den Nägeln, die nicht rosten?
ÜbenJetzt du
- ○13Rostet ein Eisennagel mit Kupferdraht in Salzwasser?So fängst du an:Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Das Eisen ist unedler als Kupfer und wird verstärkt oxidiert.
- Also rostet es.
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion ab - ●14Rostet ein Eisennagel in trockener Luft?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Es fehlt das Wasser als Elektrolyt.
- Also rostet es kaum.
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blank - ★15Ein Wassertropfen liegt auf blankem Eisen. Warum rostet es zuerst am Rand?
Lösung zeigen
- Der Rand liegt näher an der Luft.
- Dort wird Sauerstoff reduziert: Kathode.
- In der Mitte wird Eisen oxidiert, der Rost folgt dort.
Ergebnis:Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
6Ich begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
MerkenKorrosionsschutz
Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
Superhydrophobe Schichten halten den Wasserfilm fern.
BeispielKorrosionsschutz: Opferanode und Nanomaterial
Schritt für Schritt
- Zinn ist edler als Eisen.
- Beide Metalle bilden mit dem Wasserfilm ein Lokalelement.
- Das unedlere Eisen gibt die Elektronen ab.
- Zinn ist edler als Eisen.
- Beide Metalle bilden mit dem Wasserfilm ein Lokalelement.
- Das unedlere Eisen gibt die Elektronen ab.
AchtungVerzinnt und verzinkt schützen gleich
Eine Zinnschicht auf Eisen schützt auch dann, wenn sie einen Kratzer hat.
Zinn ist edler als Eisen. Bei einem Kratzer rostet das Eisen schneller. Zink ist unedler als Eisen und schützt auch bei Beschädigung.
Schau, ob das Schichtmetall edler oder unedler als Eisen ist. Dann entscheide, wer bei einem Kratzer die Elektronen abgibt.
ÜbenJetzt du
- ○16Nickel (−0,26 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?So fängst du an:Vergleiche −0,26 V mit −0,44 V.
Lösung zeigen
- Vergleiche −0,26 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
Ergebnis:Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffen - ●17Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Nickel (−0,26 V) und Magnesium (−2,37 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Magnesium zu.
Ergebnis:Magnesium, es ist unedler als Eisen - ★18Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Nickel (−0,26 V) und Zink (−0,76 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Zink zu.
Ergebnis:Zink, es ist unedler als Eisen
7Ich erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
MerkenElektrolyse
Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
An der Kathode wird reduziert, an der Anode oxidiert.
BeispielElektrolyse: Grundlagen und technisches Beispiel
Schritt für Schritt
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Ni²⁺ + 2 e⁻ → Ni
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Ni²⁺ + 2 e⁻ → Ni
AchtungKathode und Anode vertauscht bei der Elektrolyse
Die Anionen wandern zur Kathode, weil dort die Reduktion stattfindet.
Anionen wandern zur Anode und werden dort oxidiert. Kationen wandern zur Kathode und werden dort reduziert.
Markiere erst die Pole der Spannungsquelle. Zeichne dann, wohin Kationen und Anionen wandern.
ÜbenJetzt du
- ○19Bleibromidschmelze wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welche Teilgleichung beschreibt die Kathode?So fängst du an:Die Kathode ist der Minuspol.
Lösung zeigen
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Pb²⁺ + 2 e⁻ → Pb
Ergebnis:Pb²⁺ + 2 e⁻ → Pb - ●20Kupferbromidlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?
Lösung zeigen
- Die Anode ist der Pluspol.
- Dort wandern die Anionen hin und geben Elektronen ab.
- 2 Br⁻ → Br₂ + 2 e⁻
Ergebnis:Brom - ★21Bei einer Elektrolyse beginnt der Strom erst oberhalb einer Mindestspannung zu fließen. Wie heißt sie?
Lösung zeigen
- Ohne Mindestspannung fließt kein Dauerstrom.
- Sie entspricht der Spannung der umgekehrten Zelle.
- Der Name: Zersetzungsspannung.
Ergebnis:Zersetzungsspannung
8Ich wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
MerkenBerechnungen
Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Faraday: n = I · t : (z · F), F = 96.485 C/mol.
BeispielNernst-Gleichung und Faraday-Gesetze
Schritt für Schritt
- Q = 2 A · 3860 s = 7720 C
- n = 7720 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 2,56 g
- Q = 2 A · 3860 s = 7720 C
- n = 7720 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 2,56 g
AchtungDie Ladungszahl z in der Faraday-Rechnung fehlt
n = I · t : F, also 0,010 mol Zink bei 1930 C.
n = I · t : (z · F). Zink gibt 2 Elektronen je Ion ab, also 1930 C : (2 · 96.485 C/mol) = 0,010 mol.
Schreib die Teilgleichung auf. Wie viele Elektronen gehören zu einem Teilchen? Diese Zahl ist z.
ÜbenJetzt du
- ○22Eine Zinkelektrode taucht in eine Lösung mit c = 0,01 mol/L ihrer Ionen (E° = −0,76 V, z = 2). Welches Potenzial hat sie bei 25 Grad Celsius?So fängst du an:lg 0,01 = −2
Lösung zeigen
- lg 0,01 = −2
- E = −0,76 V + (0,059 V : 2) · (−2)
- E = −0,82 V
Ergebnis:−0,82 V - ●23Ein Strom von 4 A fließt 3860 s lang durch eine Lösung der Nickelionen mit der Ladungszahl 2. Bestimme: Wie viel Gramm Nickel scheiden sich ab? M = 59 g/mol, F = 96.485 C/mol.
Lösung zeigen
- Q = 4 A · 3860 s = 15.440 C
- n = 15.440 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 4,72 g
Ergebnis:4,72 g - ★24Ein Strom von 1 A fließt 965 s lang durch eine Lösung der Kupferionen mit der Ladungszahl 2. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer scheiden sich ab? M = 64 g/mol, F = 96.485 C/mol.
Lösung zeigen
- Q = 1 A · 965 s = 965 C
- n = 965 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 0,32 g
Ergebnis:0,32 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Nickel in einer Lösung von Ni²⁺-Ionen und Silber in einer Lösung von Ag⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Nickel −0,26 V, Silber +0,80 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Nickel wird oxidiert.
Ergebnis:Nickel, es wird oxidiert - ●26Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Blei.
Ergebnis:Blei, es hat das negativere Potenzial - ●27Eine Zelle aus Magnesium (−2,37 V) und Kupfer (+0,34 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Kupfer, Donator: Magnesium.
- U = +0,34 V − (−2,37 V)
- U = 2,71 V
Ergebnis:2,71 V - ●28Wie ordnet man eine Lithium-Batterie im Rauchmelder ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement - ●29Warum schützt ein Zinkblock am Schiffsrumpf das Eisen?
Lösung zeigen
- Zink hat das negativere Potenzial.
- Es gibt die Elektronen ab.
- So bleibt das Eisen unverändert.
Ergebnis:Zink ist unedler und wird anstelle des Eisens oxidiert - ●30Ein Strom von 4 A fließt 3860 s lang durch eine Lösung der Zinkionen mit der Ladungszahl 2. Bestimme: Wie viel Gramm Zink scheiden sich ab? M = 65 g/mol, F = 96.485 C/mol.
Lösung zeigen
- Q = 4 A · 3860 s = 15.440 C
- n = 15.440 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 5,20 g
Ergebnis:5,20 g
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Daniell-Element
- Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
- Spannungsreihe
- Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
- Zellspannung
- U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
- Spannungsquellen
- Primärelemente sind nicht ladbar.
- Korrosion
- Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
- Korrosionsschutz
- Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
- Elektrolyse
- Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
- Berechnungen
- Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
31Im Daniell-Element fließen Elektronen im äußeren Stromkreis. Von welcher Elektrode zu welcher?Lösung zeigen
Ergebnis:Von der Zinkelektrode zur KupferelektrodeIch ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
32Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Zink −0,76 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?Lösung zeigen
Ergebnis:Aluminium, es hat das negativere PotenzialIch berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
33In einer Zelle gibt Eisen (−0,44 V) Elektronen an Kupferionen (+0,34 V) ab. Bestimme: Welche Spannung liefert sie?Lösung zeigen
Ergebnis:0,78 VIch unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
34Welche Reaktion läuft in der Brennstoffzelle an der Kathode ab?Lösung zeigen
Ergebnis:Sauerstoff nimmt Elektronen auf und wird reduziertIch erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
35Rostet ein Stahlträger in einer Betonwand mit trockener Innenluft?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blankIch begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
36Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Zink (−0,76 V) und Nickel (−0,26 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?Lösung zeigen
Ergebnis:Zink, es ist unedler als EisenIch erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
37Kupferbromidlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?Lösung zeigen
Ergebnis:BromIch wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
38Eine Kupferelektrode taucht in eine Lösung mit c = 0,1 mol/L ihrer Ionen (E° = +0,34 V, z = 2). Bestimme: Welches Potenzial hat sie bei 25 Grad Celsius?Lösung zeigen
Ergebnis:0,31 V
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Von der Zinkelektrode zur Kupferelektrode
- Aluminium, es wird oxidiert
- Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
- Magnesium
- Zink, es hat das negativere Potenzial
- Magnesium, es hat das negativere Potenzial
- 1,40 V
- 0,47 V
- 2,00 V
- Sauerstoff nimmt Elektronen auf und wird reduziert
- Primärelement
- Sekundärelement
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
- Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffen
- Magnesium, es ist unedler als Eisen
- Zink, es ist unedler als Eisen
- Pb²⁺ + 2 e⁻ → Pb
- Brom
- Zersetzungsspannung
- −0,82 V
- 4,72 g
- 0,32 g
- Nickel, es wird oxidiert
- Blei, es hat das negativere Potenzial
- 2,71 V
- Primärelement
- Zink ist unedler und wird anstelle des Eisens oxidiert
- 5,20 g
- Von der Zinkelektrode zur Kupferelektrode
- Aluminium, es hat das negativere Potenzial
- 0,78 V
- Sauerstoff nimmt Elektronen auf und wird reduziert
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Zink, es ist unedler als Eisen
- Brom
- 0,31 V