Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Elektrische Energie aus chemischen Reaktionen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
MerkenDaniell-Element
Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
Elektronen fließen im Draht, Ionen in der Lösung.
BeispielDaniell-Element: Bau und Arbeitsweise
Schritt für Schritt
- Potenziale: Magnesium −2,37 V, Blei −0,13 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Magnesium wird oxidiert.
- Potenziale: Magnesium −2,37 V, Blei −0,13 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Magnesium wird oxidiert.
AchtungAnode ist immer der Pluspol
Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements → Zn²⁺ + Cu → Zn + Cu²⁺
Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements → Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
Frag zuerst: Wo werden Elektronen abgegeben? Dort ist die Anode, egal welches Vorzeichen sie hat.
ÜbenJetzt du
- ○1Im Daniell-Element fließen Elektronen im äußeren Stromkreis. Von welcher Elektrode zu welcher?So fängst du an:Das unedlere Metall gibt Elektronen ab.
Lösung zeigen
- Das unedlere Metall gibt Elektronen ab.
- Das ist Zink, der Minuspol.
- Im Draht fließen sie zur Kupferelektrode.
Ergebnis:Von der Zinkelektrode zur Kupferelektrode - ●2Welche Vorgänge laufen in der Kupferhalbzelle des Daniell-Elements ab?
Lösung zeigen
- In der Kupferhalbzelle werden Elektronen aufgenommen.
- Aus Cu²⁺ wird Cu: Reduktion an der Kathode.
- Das abgeschiedene Kupfer macht die Elektrode schwerer.
Ergebnis:Kupferionen werden zu Kupfer reduziert, die Elektrode wird schwerer - ★3Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements?
Lösung zeigen
- Zink wird oxidiert: Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻.
- Kupferionen werden reduziert: Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu.
- Beide Teilgleichungen addiert.
Ergebnis:Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
2Ich ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
MerkenSpannungsreihe
Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
BeispielStandardpotenziale und Spannungsreihe
Schritt für Schritt
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Nickel.
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Nickel.
AchtungDonator und Akzeptor vertauscht
Zink ist edler, also ist Zink der Akzeptor: −0,76 V − 0,34 V = −1,10 V.
Das Redoxpaar mit dem kleineren E° gibt Elektronen ab (Donator). Die Zellspannung ist positiv: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Ordne beide Paare in der Spannungsreihe. Das untere gibt Elektronen ab, das obere nimmt sie auf.
ÜbenJetzt du
- ○4Standardpotenziale: Zink −0,76 V, Nickel −0,26 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?So fängst du an:Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Zink.
Ergebnis:Zink, es hat das negativere Potenzial - ●5Standardpotenziale: Nickel −0,26 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Nickel.
Ergebnis:Nickel, es hat das negativere Potenzial - ★6Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Silber +0,80 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Aluminium.
Ergebnis:Aluminium, es hat das negativere Potenzial
3Ich berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
MerkenZellspannung
U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
Daniell: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
BeispielZellspannung berechnen
Schritt für Schritt
- Akzeptor: Kupfer, Donator: Eisen.
- U = +0,34 V − (−0,44 V)
- U = 0,78 V
- Akzeptor: Kupfer, Donator: Eisen.
- U = +0,34 V − (−0,44 V)
- U = 0,78 V
AchtungStandardpotenziale werden addiert
Zink −0,76 V und Kupfer +0,34 V ergeben −0,42 V.
Zellspannung ist Akzeptor minus Donator: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Bestimme erst den Akzeptor, dann den Donator. Rechne E° des Akzeptors minus E° des Donators.
ÜbenJetzt du
- ○7Eine Zelle aus Nickel (−0,26 V) und Kupfer (+0,34 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?So fängst du an:Akzeptor: Kupfer, Donator: Nickel.
Lösung zeigen
- Akzeptor: Kupfer, Donator: Nickel.
- U = +0,34 V − (−0,26 V)
- U = 0,60 V
Ergebnis:0,60 V - ●8Eine Zelle aus Zink (−0,76 V) und Silber (+0,80 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Silber, Donator: Zink.
- U = +0,80 V − (−0,76 V)
- U = 1,56 V
Ergebnis:1,56 V - ★9Eine Zelle aus Aluminium (−1,66 V) und Eisen (−0,44 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Eisen, Donator: Aluminium.
- U = −0,44 V − (−1,66 V)
- U = 1,22 V
Ergebnis:1,22 V
4Ich unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
MerkenSpannungsquellen
Primärelemente sind nicht ladbar.
Akkus lädt Strom von außen. Brennstoffzellen bekommen Stoffe laufend zugeführt.
BeispielPrimär-, Sekundärelement und Brennstoffzelle
Schritt für Schritt
- Die Batterie ist ein Primärelement: Sie wird verbraucht.
- Der Akku ist ein Sekundärelement.
- Beim Laden erzwingt Strom von außen die Umkehrung.
- Die Batterie ist ein Primärelement: Sie wird verbraucht.
- Der Akku ist ein Sekundärelement.
- Beim Laden erzwingt Strom von außen die Umkehrung.
AchtungDie Batterie speichert Elektronen
Wie ordnet man der Akku eines Laptops ein → Primärelement
Wie ordnet man der Akku eines Laptops ein → Sekundärelement
Nenne, welcher Stoff beim Entladen verbraucht wird. Wenn er aufgebraucht ist, endet der Strom.
ÜbenJetzt du
- ○10Wie ordnet man der Akku eines Laptops ein?So fängst du an:Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Sekundärelement.
Ergebnis:Sekundärelement - ●11Wie ordnet man eine Zink-Kohle-Batterie in der Taschenlampe ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement - ★12Wie ordnet man ein Lithium-Ionen-Akku im Handy ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Sekundärelement.
Ergebnis:Sekundärelement
5Ich erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
MerkenKorrosion
Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
An der Anode wird Eisen oxidiert, an der Kathode Sauerstoff oder H₃O⁺ reduziert.
BeispielLokalelement, Sauerstoff- und Säurekorrosion
Schritt für Schritt
- Die Kathode reduziert.
- Im neutralen Wasserfilm wird Sauerstoff reduziert.
- O₂ + 2 H₂O + 4 e⁻ → 4 OH⁻
- Die Kathode reduziert.
- Im neutralen Wasserfilm wird Sauerstoff reduziert.
- O₂ + 2 H₂O + 4 e⁻ → 4 OH⁻
AchtungRosten braucht nur Sauerstoff
Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad → Nein, es bleibt weitgehend blank
Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad → Ja, es läuft eine Korrosion ab
Sieh dir die Nägel im Versuch an: Welche Bedingung fehlt bei den Nägeln, die nicht rosten?
ÜbenJetzt du
- ○13Rostet ein Stahlträger in einer Betonwand mit trockener Innenluft?So fängst du an:Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Im alkalischen und trockenen Beton fehlen Wasser und Säure.
- Also rostet es kaum.
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blank - ●14Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Im Kratzer bildet sich ein Lokalelement, in dem das Eisen die Elektronen abgibt.
- Also rostet es.
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion ab - ★15Ein Wassertropfen liegt auf blankem Eisen. Warum rostet es zuerst am Rand?
Lösung zeigen
- Der Rand liegt näher an der Luft.
- Dort wird Sauerstoff reduziert: Kathode.
- In der Mitte wird Eisen oxidiert, der Rost folgt dort.
Ergebnis:Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
6Ich begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
MerkenKorrosionsschutz
Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
Superhydrophobe Schichten halten den Wasserfilm fern.
BeispielKorrosionsschutz: Opferanode und Nanomaterial
Schritt für Schritt
- Vergleiche +0,34 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
- Vergleiche +0,34 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
AchtungDas edlere Metall schützt das unedlere
Man verbindet Eisen mit Kupfer, dann ist das Eisen geschützt.
Es schützt das unedlere Metall: Zink oder Magnesium wird statt Eisen oxidiert (Opferanode). Mit Kupfer rostet das Eisen schneller.
Ordne Eisen und das Schutzmetall in der Spannungsreihe. Das mit dem kleineren Potenzial wird oxidiert.
ÜbenJetzt du
- ○16Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Magnesium (−2,37 V) und Nickel (−0,26 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?So fängst du an:Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Magnesium zu.
Ergebnis:Magnesium, es ist unedler als Eisen - ●17Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Nickel (−0,26 V) und Zink (−0,76 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Zink zu.
Ergebnis:Zink, es ist unedler als Eisen - ★18Welche Eigenschaft zeigt eine superhydrophobe Oberfläche, und wie schützt sie vor Korrosion?
Lösung zeigen
- Hydrophob heißt wasserabweisend.
- Nanostruktur und wasserabweisende Moleküle halten Wasser ab.
- Ohne Wasserfilm kein Elektrolyt, also keine Korrosion.
Ergebnis:Wasser perlt ab, es bildet sich kein Elektrolytfilm
7Ich erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
MerkenElektrolyse
Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
An der Kathode wird reduziert, an der Anode oxidiert.
BeispielElektrolyse: Grundlagen und technisches Beispiel
Schritt für Schritt
- Kathode: Wasser wird reduziert, es entstehen H₂ und OH⁻.
- Anode: Chlorid wird zu Cl₂ oxidiert.
- Übrig bleiben Na⁺ und OH⁻: Natronlauge.
- Kathode: Wasser wird reduziert, es entstehen H₂ und OH⁻.
- Anode: Chlorid wird zu Cl₂ oxidiert.
- Übrig bleiben Na⁺ und OH⁻: Natronlauge.
AchtungKathode und Anode vertauscht bei der Elektrolyse
Die Anionen wandern zur Kathode, weil dort die Reduktion stattfindet.
Anionen wandern zur Anode und werden dort oxidiert. Kationen wandern zur Kathode und werden dort reduziert.
Markiere erst die Pole der Spannungsquelle. Zeichne dann, wohin Kationen und Anionen wandern.
ÜbenJetzt du
- ○19Nickelchloridlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?So fängst du an:Die Anode ist der Pluspol.
Lösung zeigen
- Die Anode ist der Pluspol.
- Dort wandern die Anionen hin und geben Elektronen ab.
- 2 Cl⁻ → Cl₂ + 2 e⁻
Ergebnis:Chlor - ●20Zinkbromidlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welche Teilgleichung beschreibt die Kathode?
Lösung zeigen
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Zn²⁺ + 2 e⁻ → Zn
Ergebnis:Zn²⁺ + 2 e⁻ → Zn - ★21Bei einer Elektrolyse beginnt der Strom erst oberhalb einer Mindestspannung zu fließen. Wie heißt sie?
Lösung zeigen
- Ohne Mindestspannung fließt kein Dauerstrom.
- Sie entspricht der Spannung der umgekehrten Zelle.
- Der Name: Zersetzungsspannung.
Ergebnis:Zersetzungsspannung
8Ich wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
MerkenBerechnungen
Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Faraday: n = I · t : (z · F), F = 96.485 C/mol.
BeispielNernst-Gleichung und Faraday-Gesetze
Schritt für Schritt
- Q = 2 A · 1930 s = 3860 C
- n = 3860 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 1,28 g
- Q = 2 A · 1930 s = 3860 C
- n = 3860 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 1,28 g
AchtungDie Ladungszahl z in der Faraday-Rechnung fehlt
n = I · t : F, also 0,010 mol Zink bei 1930 C.
n = I · t : (z · F). Zink gibt 2 Elektronen je Ion ab, also 1930 C : (2 · 96.485 C/mol) = 0,010 mol.
Schreib die Teilgleichung auf. Wie viele Elektronen gehören zu einem Teilchen? Diese Zahl ist z.
ÜbenJetzt du
- ○22Ein Strom von 1 A fließt 965 s lang durch eine Lösung der Zinkionen mit der Ladungszahl 2. Bestimme: Wie viel Gramm Zink scheiden sich ab? M = 65 g/mol, F = 96.485 C/mol.So fängst du an:Q = 1 A · 965 s = 965 C
Lösung zeigen
- Q = 1 A · 965 s = 965 C
- n = 965 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 0,33 g
Ergebnis:0,33 g - ●23Bestimme: Wie viel Zink (65 g/mol) scheidet ein Strom von 2 A in 965 s aus einer Zn²⁺-Lösung ab? F = 96.485 C/mol.
Lösung zeigen
- Ladung Q = I · t = 2 A · 965 s = 1930 C.
- n = Q : (z · F) = 1930 C : (2 · 96.485 C/mol) = 0,010 mol.
- m = n · M = 0,010 mol · 65 g/mol = 0,65 g
Ergebnis:0,65 g - ★24Dieselbe Ladung scheidet Silber (z = 1) und Kupfer (z = 2) ab. In welchem Verhältnis stehen die Stoffmengen n(Ag) : n(Cu)?
Lösung zeigen
- n = Q : (z · F).
- Bei gleicher Ladung ist n umgekehrt proportional zu z.
- n(Ag) : n(Cu) = 2 : 1
Ergebnis:2 : 1
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Zink in einer Lösung von Zn²⁺-Ionen und Eisen in einer Lösung von Fe²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Zink −0,76 V, Eisen −0,44 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Zink wird oxidiert.
Ergebnis:Zink, es wird oxidiert - ●26Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Blei.
Ergebnis:Blei, es hat das negativere Potenzial - ●27In einer Zelle gibt Eisen (−0,44 V) Elektronen an Kupferionen (+0,34 V) ab. Bestimme: Welche Spannung liefert sie?
Lösung zeigen
- Akzeptor ist Kupfer, Donator ist Eisen.
- U = 0,34 V − (−0,44 V).
- U = 0,78 V
Ergebnis:0,78 V - ●28Wie ordnet man eine Brennstoffzelle mit Methanol in einem Camping-Stromgerät ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Brennstoffzelle.
Ergebnis:Brennstoffzelle - ●29Rostet ein Eisennagel mit Zinkband in Salzwasser?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Das Zink wird zuerst oxidiert und schützt das Eisen.
- Also rostet es kaum.
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blank - ●30Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Zink (−0,76 V) und Blei (−0,13 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Zink zu.
Ergebnis:Zink, es ist unedler als Eisen
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Daniell-Element
- Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
- Spannungsreihe
- Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
- Zellspannung
- U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
- Spannungsquellen
- Primärelemente sind nicht ladbar.
- Korrosion
- Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
- Korrosionsschutz
- Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
- Elektrolyse
- Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
- Berechnungen
- Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
31Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Zink in einer Lösung von Zn²⁺-Ionen und Kupfer in einer Lösung von Cu²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?Lösung zeigen
Ergebnis:Zink, es wird oxidiertIch ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
32Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?Lösung zeigen
Ergebnis:Aluminium, es hat das negativere PotenzialIch berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
33Eine Zelle aus Magnesium (−2,37 V) und Kupfer (+0,34 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?Lösung zeigen
Ergebnis:2,71 VIch unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
34Wie ordnet man ein Nickel-Metallhydrid-Akku in der Digitalkamera ein?Lösung zeigen
Ergebnis:SekundärelementIch erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
35Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad?Lösung zeigen
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion abIch begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
36Blei (−0,13 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffenIch erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
37Kupferchloridlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?Lösung zeigen
Ergebnis:ChlorIch wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
38Ein Strom von 1 A fließt 965 s lang durch eine Lösung der Silberionen mit der Ladungszahl 1. Bestimme: Wie viel Gramm Silber scheiden sich ab? M = 108 g/mol, F = 96.485 C/mol.Lösung zeigen
Ergebnis:1,08 g
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Von der Zinkelektrode zur Kupferelektrode
- Kupferionen werden zu Kupfer reduziert, die Elektrode wird schwerer
- Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
- Zink, es hat das negativere Potenzial
- Nickel, es hat das negativere Potenzial
- Aluminium, es hat das negativere Potenzial
- 0,60 V
- 1,56 V
- 1,22 V
- Sekundärelement
- Primärelement
- Sekundärelement
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
- Magnesium, es ist unedler als Eisen
- Zink, es ist unedler als Eisen
- Wasser perlt ab, es bildet sich kein Elektrolytfilm
- Chlor
- Zn²⁺ + 2 e⁻ → Zn
- Zersetzungsspannung
- 0,33 g
- 0,65 g
- 2 : 1
- Zink, es wird oxidiert
- Blei, es hat das negativere Potenzial
- 0,78 V
- Brennstoffzelle
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Zink, es ist unedler als Eisen
- Zink, es wird oxidiert
- Aluminium, es hat das negativere Potenzial
- 2,71 V
- Sekundärelement
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffen
- Chlor
- 1,08 g