Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Elektrische Energie aus chemischen Reaktionen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
MerkenDaniell-Element
Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
Elektronen fließen im Draht, Ionen in der Lösung.
BeispielDaniell-Element: Bau und Arbeitsweise
Schritt für Schritt
- Potenziale: Zink −0,76 V, Kupfer +0,34 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Zink wird oxidiert.
- Potenziale: Zink −0,76 V, Kupfer +0,34 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Zink wird oxidiert.
AchtungAnode ist immer der Pluspol
Die Anode ist der Pluspol, in jeder Zelle.
An der Anode wird oxidiert. In der galvanischen Zelle ist sie der Minuspol, in der Elektrolysezelle der Pluspol.
Frag zuerst: Wo werden Elektronen abgegeben? Dort ist die Anode, egal welches Vorzeichen sie hat.
ÜbenJetzt du
- ○1Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Magnesium in einer Lösung von Mg²⁺-Ionen und Nickel in einer Lösung von Ni²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?So fängst du an:Potenziale: Magnesium −2,37 V, Nickel −0,26 V.
Lösung zeigen
- Potenziale: Magnesium −2,37 V, Nickel −0,26 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Magnesium wird oxidiert.
Ergebnis:Magnesium, es wird oxidiert - ●2Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Aluminium in einer Lösung von Al³⁺-Ionen und Blei in einer Lösung von Pb²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Aluminium −1,66 V, Blei −0,13 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Aluminium wird oxidiert.
Ergebnis:Aluminium, es wird oxidiert - ★3Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Nickel in einer Lösung von Ni²⁺-Ionen und Kupfer in einer Lösung von Cu²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Nickel −0,26 V, Kupfer +0,34 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Nickel wird oxidiert.
Ergebnis:Nickel, es wird oxidiert
2Ich ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
MerkenSpannungsreihe
Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
BeispielStandardpotenziale und Spannungsreihe
Schritt für Schritt
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Nickel.
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Nickel.
AchtungDonator und Akzeptor vertauscht
Zink ist edler, also ist Zink der Akzeptor: −0,76 V − 0,34 V = −1,10 V.
Das Redoxpaar mit dem kleineren E° gibt Elektronen ab (Donator). Die Zellspannung ist positiv: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Ordne beide Paare in der Spannungsreihe. Das untere gibt Elektronen ab, das obere nimmt sie auf.
ÜbenJetzt du
- ○4Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?So fängst du an:Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Aluminium.
Ergebnis:Aluminium, es hat das negativere Potenzial - ●5Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Blei.
Ergebnis:Blei, es hat das negativere Potenzial - ★6Warum wählt man für Standardbedingungen immer 1 mol/L der Ionen und 25 Grad Celsius?
Lösung zeigen
- Das Potenzial ändert sich mit der Konzentration.
- Gleiche Bedingungen machen Werte vergleichbar.
- Deshalb sind alle Standardpotenziale für 1 mol/L angegeben.
Ergebnis:Damit die Potenziale vergleichbar sind
3Ich berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
MerkenZellspannung
U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
Daniell: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
BeispielZellspannung berechnen
Schritt für Schritt
- Akzeptor: Zink, Donator: Magnesium.
- U = −0,76 V − (−2,37 V)
- U = 1,61 V
- Akzeptor: Zink, Donator: Magnesium.
- U = −0,76 V − (−2,37 V)
- U = 1,61 V
AchtungStandardpotenziale werden addiert
Zink −0,76 V und Kupfer +0,34 V ergeben −0,42 V.
Zellspannung ist Akzeptor minus Donator: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Bestimme erst den Akzeptor, dann den Donator. Rechne E° des Akzeptors minus E° des Donators.
ÜbenJetzt du
- ○7Eine Zelle aus Nickel (−0,26 V) und Blei (−0,13 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?So fängst du an:Akzeptor: Blei, Donator: Nickel.
Lösung zeigen
- Akzeptor: Blei, Donator: Nickel.
- U = −0,13 V − (−0,26 V)
- U = 0,13 V
Ergebnis:0,13 V - ●8Eine Zelle aus Magnesium (−2,37 V) und Silber (+0,80 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Silber, Donator: Magnesium.
- U = +0,80 V − (−2,37 V)
- U = 3,17 V
Ergebnis:3,17 V - ★9Eine Zelle liefert 0,50 V. Das Potenzial des Donators ist −0,26 V. Bestimme: Wie groß ist das Potenzial des Akzeptors?
Lösung zeigen
- U = E(Akzeptor) − E(Donator), also E(Akzeptor) = U + E(Donator).
- E(Akzeptor) = 0,50 V + (−0,26 V).
- E(Akzeptor) = 0,24 V
Ergebnis:0,24 V
4Ich unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
MerkenSpannungsquellen
Primärelemente sind nicht ladbar.
Akkus lädt Strom von außen. Brennstoffzellen bekommen Stoffe laufend zugeführt.
BeispielPrimär-, Sekundärelement und Brennstoffzelle
Schritt für Schritt
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
AchtungBeim Laden läuft dieselbe Reaktion weiter
Wie ordnet man eine Knopfzelle in der Armbanduhr ein → Sekundärelement
Wie ordnet man eine Knopfzelle in der Armbanduhr ein → Primärelement
Schreib die Entladereaktion auf und kehre sie um. Wer erzwingt die Umkehr?
ÜbenJetzt du
- ○10Welche Reaktion läuft in der Brennstoffzelle an der Kathode ab?So fängst du an:An der Kathode wird reduziert.
Lösung zeigen
- An der Kathode wird reduziert.
- Reduziert wird der Sauerstoff.
- Er nimmt die Elektronen aus dem äußeren Stromkreis auf.
Ergebnis:Sauerstoff nimmt Elektronen auf und wird reduziert - ●11Wie ordnet man eine Zink-Luft-Zelle im Hörgerät ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement - ★12Warum kann man eine Brennstoffzelle theoretisch unbegrenzt betreiben, eine Batterie nicht?
Lösung zeigen
- In der Batterie sind die Reaktionsstoffe begrenzt.
- In der Brennstoffzelle strömen sie von außen nach.
- Solange Wasserstoff und Sauerstoff kommen, fließt Strom.
Ergebnis:Die Reaktionspartner werden von außen laufend zugeführt
5Ich erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
MerkenKorrosion
Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
An der Anode wird Eisen oxidiert, an der Kathode Sauerstoff oder H₃O⁺ reduziert.
BeispielLokalelement, Sauerstoff- und Säurekorrosion
Schritt für Schritt
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Im Kratzer bildet sich ein Lokalelement, in dem das Eisen die Elektronen abgibt.
- Also rostet es.
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Im Kratzer bildet sich ein Lokalelement, in dem das Eisen die Elektronen abgibt.
- Also rostet es.
AchtungRosten braucht nur Sauerstoff
Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad → Nein, es bleibt weitgehend blank
Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad → Ja, es läuft eine Korrosion ab
Sieh dir die Nägel im Versuch an: Welche Bedingung fehlt bei den Nägeln, die nicht rosten?
ÜbenJetzt du
- ○13Rostet ein Eisennagel mit Kupferdraht in Salzwasser?So fängst du an:Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Das Eisen ist unedler als Kupfer und wird verstärkt oxidiert.
- Also rostet es.
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion ab - ●14Rostet ein Eisennagel in trockener Luft?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Es fehlt das Wasser als Elektrolyt.
- Also rostet es kaum.
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blank - ★15Ein Wassertropfen liegt auf blankem Eisen. Warum rostet es zuerst am Rand?
Lösung zeigen
- Der Rand liegt näher an der Luft.
- Dort wird Sauerstoff reduziert: Kathode.
- In der Mitte wird Eisen oxidiert, der Rost folgt dort.
Ergebnis:Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
6Ich begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
MerkenKorrosionsschutz
Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
Superhydrophobe Schichten halten den Wasserfilm fern.
BeispielKorrosionsschutz: Opferanode und Nanomaterial
Schritt für Schritt
- Vergleiche +0,34 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
- Vergleiche +0,34 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
AchtungDas edlere Metall schützt das unedlere
Man verbindet Eisen mit Kupfer, dann ist das Eisen geschützt.
Es schützt das unedlere Metall: Zink oder Magnesium wird statt Eisen oxidiert (Opferanode). Mit Kupfer rostet das Eisen schneller.
Ordne Eisen und das Schutzmetall in der Spannungsreihe. Das mit dem kleineren Potenzial wird oxidiert.
ÜbenJetzt du
- ○16Zink (−0,76 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?So fängst du an:Vergleiche −0,76 V mit −0,44 V.
Lösung zeigen
- Vergleiche −0,76 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das kleinere Potenzial.
- Es gibt die Elektronen ab und schützt.
Ergebnis:Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiert - ●17Blei (−0,13 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?
Lösung zeigen
- Vergleiche −0,13 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
Ergebnis:Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffen - ★18Welche Eigenschaft zeigt eine superhydrophobe Oberfläche, und wie schützt sie vor Korrosion?
Lösung zeigen
- Hydrophob heißt wasserabweisend.
- Nanostruktur und wasserabweisende Moleküle halten Wasser ab.
- Ohne Wasserfilm kein Elektrolyt, also keine Korrosion.
Ergebnis:Wasser perlt ab, es bildet sich kein Elektrolytfilm
7Ich erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
MerkenElektrolyse
Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
An der Kathode wird reduziert, an der Anode oxidiert.
BeispielElektrolyse: Grundlagen und technisches Beispiel
Schritt für Schritt
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Ag⁺ + e⁻ → Ag
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Ag⁺ + e⁻ → Ag
AchtungKathode und Anode vertauscht bei der Elektrolyse
Die Anionen wandern zur Kathode, weil dort die Reduktion stattfindet.
Anionen wandern zur Anode und werden dort oxidiert. Kationen wandern zur Kathode und werden dort reduziert.
Markiere erst die Pole der Spannungsquelle. Zeichne dann, wohin Kationen und Anionen wandern.
ÜbenJetzt du
- ○19Bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse entsteht neben Chlor ein Stoff, der als Lauge genutzt wird. Welcher?So fängst du an:Kathode: Wasser wird reduziert, es entstehen H₂ und OH⁻.
Lösung zeigen
- Kathode: Wasser wird reduziert, es entstehen H₂ und OH⁻.
- Anode: Chlorid wird zu Cl₂ oxidiert.
- Übrig bleiben Na⁺ und OH⁻: Natronlauge.
Ergebnis:Natronlauge - ●20Kupferchloridlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?
Lösung zeigen
- Die Anode ist der Pluspol.
- Dort wandern die Anionen hin und geben Elektronen ab.
- 2 Cl⁻ → Cl₂ + 2 e⁻
Ergebnis:Chlor - ★21Bei einer Elektrolyse beginnt der Strom erst oberhalb einer Mindestspannung zu fließen. Wie heißt sie?
Lösung zeigen
- Ohne Mindestspannung fließt kein Dauerstrom.
- Sie entspricht der Spannung der umgekehrten Zelle.
- Der Name: Zersetzungsspannung.
Ergebnis:Zersetzungsspannung
8Ich wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
MerkenBerechnungen
Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Faraday: n = I · t : (z · F), F = 96.485 C/mol.
BeispielNernst-Gleichung und Faraday-Gesetze
Schritt für Schritt
- lg 0,1 = −1
- E = +0,80 V + (0,059 V : 1) · (−1)
- E = 0,74 V
- lg 0,1 = −1
- E = +0,80 V + (0,059 V : 1) · (−1)
- E = 0,74 V
AchtungNernst-Gleichung ohne Logarithmus gerechnet
E = 0,34 V + 0,059 V · 0,01 = 0,34 V, die Konzentration ändert fast nichts.
E = 0,34 V + (0,059 V : 2) · lg 0,01 = 0,34 V − 0,059 V = 0,28 V.
Berechne zuerst lg c. Setze dann den Wert in die Gleichung ein und teile durch z.
ÜbenJetzt du
- ○22Ein Strom von 2 A fließt 3860 s lang durch eine Lösung der Silberionen mit der Ladungszahl 1. Bestimme: Wie viel Gramm Silber scheiden sich ab? M = 108 g/mol, F = 96.485 C/mol.So fängst du an:Q = 2 A · 3860 s = 7720 C
Lösung zeigen
- Q = 2 A · 3860 s = 7720 C
- n = 7720 C : (1 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 8,64 g
Ergebnis:8,64 g - ●23Ein Strom von 1 A fließt 1930 s lang durch eine Lösung der Kupferionen mit der Ladungszahl 2. Bestimme: Wie viel Gramm Kupfer scheiden sich ab? M = 64 g/mol, F = 96.485 C/mol.
Lösung zeigen
- Q = 1 A · 1930 s = 1930 C
- n = 1930 C : (2 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 0,64 g
Ergebnis:0,64 g - ★24Dieselbe Ladung scheidet Silber (z = 1) und Kupfer (z = 2) ab. In welchem Verhältnis stehen die Stoffmengen n(Ag) : n(Cu)?
Lösung zeigen
- n = Q : (z · F).
- Bei gleicher Ladung ist n umgekehrt proportional zu z.
- n(Ag) : n(Cu) = 2 : 1
Ergebnis:2 : 1
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Aluminium in einer Lösung von Al³⁺-Ionen und Zink in einer Lösung von Zn²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Aluminium −1,66 V, Zink −0,76 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Aluminium wird oxidiert.
Ergebnis:Aluminium, es wird oxidiert - ●26Welchen Wert hat das Standardpotenzial der Standardwasserstoff-Elektrode?
Lösung zeigen
- Ein Potenzial braucht einen Nullpunkt.
- Dafür dient die Standardwasserstoff-Elektrode.
- Ihr Wert ist 0 V.
Ergebnis:0 V, per Definition - ●27Silber (+0,80 V) und Zink (−0,76 V) bilden eine Zelle. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung unter Standardbedingungen?
Lösung zeigen
- Akzeptor ist Silber, Donator ist Zink.
- U = 0,80 V − (−0,76 V).
- U = 1,56 V
Ergebnis:1,56 V - ●28Welche Bedingungen braucht das Rosten von Eisen mindestens?
Lösung zeigen
- Rost ist die Reaktion von Eisen mit Sauerstoff.
- Dazu braucht es Ionen im Wasserfilm als Elektrolyt.
- Beides muss da sein.
Ergebnis:Sauerstoff und Wasser als Elektrolytfilm - ●29Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Silber (+0,80 V) und Magnesium (−2,37 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Magnesium zu.
Ergebnis:Magnesium, es ist unedler als Eisen - ●30Zinkiodidlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?
Lösung zeigen
- Die Anode ist der Pluspol.
- Dort wandern die Anionen hin und geben Elektronen ab.
- 2 I⁻ → I₂ + 2 e⁻
Ergebnis:Iod
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Daniell-Element
- Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
- Spannungsreihe
- Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
- Zellspannung
- U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
- Spannungsquellen
- Primärelemente sind nicht ladbar.
- Korrosion
- Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
- Korrosionsschutz
- Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
- Elektrolyse
- Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
- Berechnungen
- Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
31Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Magnesium in einer Lösung von Mg²⁺-Ionen und Blei in einer Lösung von Pb²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?Lösung zeigen
Ergebnis:Magnesium, es wird oxidiertIch ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
32Standardpotenziale: Eisen −0,44 V, Nickel −0,26 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?Lösung zeigen
Ergebnis:Eisen, es hat das negativere PotenzialIch berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
33Eine Zelle aus Eisen (−0,44 V) und Nickel (−0,26 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?Lösung zeigen
Ergebnis:0,18 VIch unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
34Wie ordnet man der Akku eines Laptops ein?Lösung zeigen
Ergebnis:SekundärelementIch erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
35Rostet ein Eisennagel unter einer Ölschicht in Wasser, das ausgekocht wurde?Lösung zeigen
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blankIch begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
36Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Silber (+0,80 V) und Zink (−0,76 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?Lösung zeigen
Ergebnis:Zink, es ist unedler als EisenIch erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
37Eine Kupferchloridlösung wird elektrolysiert. Wohin wandern die Chloridionen, und was geschieht dort?Lösung zeigen
Ergebnis:Zur Anode, sie werden zu Chlor oxidiertIch wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
38Ein Strom von 1 A fließt 965 s lang durch eine Lösung der Zinkionen mit der Ladungszahl 2. Bestimme: Wie viel Gramm Zink scheiden sich ab? M = 65 g/mol, F = 96.485 C/mol.Lösung zeigen
Ergebnis:0,33 g
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Magnesium, es wird oxidiert
- Aluminium, es wird oxidiert
- Nickel, es wird oxidiert
- Aluminium, es hat das negativere Potenzial
- Blei, es hat das negativere Potenzial
- Damit die Potenziale vergleichbar sind
- 0,13 V
- 3,17 V
- 0,24 V
- Sauerstoff nimmt Elektronen auf und wird reduziert
- Primärelement
- Die Reaktionspartner werden von außen laufend zugeführt
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
- Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiert
- Nein, es ist edler und das Eisen wird stärker angegriffen
- Wasser perlt ab, es bildet sich kein Elektrolytfilm
- Natronlauge
- Chlor
- Zersetzungsspannung
- 8,64 g
- 0,64 g
- 2 : 1
- Aluminium, es wird oxidiert
- 0 V, per Definition
- 1,56 V
- Sauerstoff und Wasser als Elektrolytfilm
- Magnesium, es ist unedler als Eisen
- Iod
- Magnesium, es wird oxidiert
- Eisen, es hat das negativere Potenzial
- 0,18 V
- Sekundärelement
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Zink, es ist unedler als Eisen
- Zur Anode, sie werden zu Chlor oxidiert
- 0,33 g