Chemie · Klasse 13 · Kapitel
Elektrische Energie aus chemischen Reaktionen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
MerkenDaniell-Element
Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
Elektronen fließen im Draht, Ionen in der Lösung.
BeispielDaniell-Element: Bau und Arbeitsweise
Schritt für Schritt
- Potenziale: Blei −0,13 V, Silber +0,80 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Blei wird oxidiert.
- Potenziale: Blei −0,13 V, Silber +0,80 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Blei wird oxidiert.
AchtungAnode ist immer der Pluspol
Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements → Zn²⁺ + Cu → Zn + Cu²⁺
Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements → Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
Frag zuerst: Wo werden Elektronen abgegeben? Dort ist die Anode, egal welches Vorzeichen sie hat.
ÜbenJetzt du
- ○1Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Kupfer in einer Lösung von Cu²⁺-Ionen und Silber in einer Lösung von Ag⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?So fängst du an:Potenziale: Kupfer +0,34 V, Silber +0,80 V.
Lösung zeigen
- Potenziale: Kupfer +0,34 V, Silber +0,80 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Kupfer wird oxidiert.
Ergebnis:Kupfer, es wird oxidiert - ●2Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Magnesium in einer Lösung von Mg²⁺-Ionen und Silber in einer Lösung von Ag⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Magnesium −2,37 V, Silber +0,80 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Magnesium wird oxidiert.
Ergebnis:Magnesium, es wird oxidiert - ★3Wie lautet die Gesamtgleichung des Daniell-Elements?
Lösung zeigen
- Zink wird oxidiert: Zn → Zn²⁺ + 2 e⁻.
- Kupferionen werden reduziert: Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu.
- Beide Teilgleichungen addiert.
Ergebnis:Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
2Ich ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
MerkenSpannungsreihe
Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
BeispielStandardpotenziale und Spannungsreihe
Schritt für Schritt
- Ein Potenzial braucht einen Nullpunkt.
- Dafür dient die Standardwasserstoff-Elektrode.
- Ihr Wert ist 0 V.
- Ein Potenzial braucht einen Nullpunkt.
- Dafür dient die Standardwasserstoff-Elektrode.
- Ihr Wert ist 0 V.
AchtungStandardpotenziale werden addiert
Zink −0,76 V und Kupfer +0,34 V ergeben −0,42 V.
Zellspannung ist Akzeptor minus Donator: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
Bestimme erst den Akzeptor, dann den Donator. Rechne E° des Akzeptors minus E° des Donators.
ÜbenJetzt du
- ○4Standardpotenziale: Eisen −0,44 V, Blei −0,13 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?So fängst du an:Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Eisen.
Ergebnis:Eisen, es hat das negativere Potenzial - ●5Standardpotenziale: Blei −0,13 V, Silber +0,80 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Blei.
Ergebnis:Blei, es hat das negativere Potenzial - ★6Warum wählt man für Standardbedingungen immer 1 mol/L der Ionen und 25 Grad Celsius?
Lösung zeigen
- Das Potenzial ändert sich mit der Konzentration.
- Gleiche Bedingungen machen Werte vergleichbar.
- Deshalb sind alle Standardpotenziale für 1 mol/L angegeben.
Ergebnis:Damit die Potenziale vergleichbar sind
3Ich berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
MerkenZellspannung
U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
Daniell: 0,34 V − (−0,76 V) = 1,10 V.
BeispielZellspannung berechnen
Schritt für Schritt
- Akzeptor: Kupfer, Donator: Magnesium.
- U = +0,34 V − (−2,37 V)
- U = 2,71 V
- Akzeptor: Kupfer, Donator: Magnesium.
- U = +0,34 V − (−2,37 V)
- U = 2,71 V
AchtungPotenzial mit der Zahl der Elektronen multipliziert
Aluminium gibt drei Elektronen ab, also zählt −1,66 V dreifach.
Das Standardpotenzial ist unabhängig von der Stoffmenge. Es steht einmal in der Differenz.
Stell dir vor, du verdoppelst die Zelle: Misst das Voltmeter dann doppelt so viel? Nimm jedes Potenzial genau einmal.
ÜbenJetzt du
- ○7Eine Zelle aus Aluminium (−1,66 V) und Zink (−0,76 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?So fängst du an:Akzeptor: Zink, Donator: Aluminium.
Lösung zeigen
- Akzeptor: Zink, Donator: Aluminium.
- U = −0,76 V − (−1,66 V)
- U = 0,90 V
Ergebnis:0,90 V - ●8Eine Zelle aus Magnesium (−2,37 V) und Eisen (−0,44 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?
Lösung zeigen
- Akzeptor: Eisen, Donator: Magnesium.
- U = −0,44 V − (−2,37 V)
- U = 1,93 V
Ergebnis:1,93 V - ★9Eine Zelle liefert 0,50 V. Das Potenzial des Donators ist −0,26 V. Bestimme: Wie groß ist das Potenzial des Akzeptors?
Lösung zeigen
- U = E(Akzeptor) − E(Donator), also E(Akzeptor) = U + E(Donator).
- E(Akzeptor) = 0,50 V + (−0,26 V).
- E(Akzeptor) = 0,24 V
Ergebnis:0,24 V
4Ich unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
MerkenSpannungsquellen
Primärelemente sind nicht ladbar.
Akkus lädt Strom von außen. Brennstoffzellen bekommen Stoffe laufend zugeführt.
BeispielPrimär-, Sekundärelement und Brennstoffzelle
Schritt für Schritt
- Die Batterie ist ein Primärelement: Sie wird verbraucht.
- Der Akku ist ein Sekundärelement.
- Beim Laden erzwingt Strom von außen die Umkehrung.
- Die Batterie ist ein Primärelement: Sie wird verbraucht.
- Der Akku ist ein Sekundärelement.
- Beim Laden erzwingt Strom von außen die Umkehrung.
AchtungBeim Laden läuft dieselbe Reaktion weiter
Wie ordnet man eine Alkali-Mangan-Batterie in der Fernbedienung ein → Sekundärelement
Wie ordnet man eine Alkali-Mangan-Batterie in der Fernbedienung ein → Primärelement
Schreib die Entladereaktion auf und kehre sie um. Wer erzwingt die Umkehr?
ÜbenJetzt du
- ○10Wie ordnet man eine Alkali-Mangan-Batterie in der Fernbedienung ein?So fängst du an:Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement - ●11Wie ordnet man eine Zink-Luft-Zelle im Hörgerät ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Primärelement.
Ergebnis:Primärelement - ★12Wie ordnet man eine Wasserstoff-Brennstoffzelle im Bus ein?
Lösung zeigen
- Frage: Kann man die Reaktion durch Strom umkehren?
- Werden die Stoffe laufend zugeführt?
- Also Brennstoffzelle.
Ergebnis:Brennstoffzelle
5Ich erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
MerkenKorrosion
Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
An der Anode wird Eisen oxidiert, an der Kathode Sauerstoff oder H₃O⁺ reduziert.
BeispielLokalelement, Sauerstoff- und Säurekorrosion
Schritt für Schritt
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Die Ionen im Salzwasser leiten besser, die Korrosion läuft schneller.
- Also rostet es.
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Die Ionen im Salzwasser leiten besser, die Korrosion läuft schneller.
- Also rostet es.
AchtungRosten braucht nur Sauerstoff
Rostet ein Eisennagel in Salzwasser an der Luft → Nein, es bleibt weitgehend blank
Rostet ein Eisennagel in Salzwasser an der Luft → Ja, es läuft eine Korrosion ab
Sieh dir die Nägel im Versuch an: Welche Bedingung fehlt bei den Nägeln, die nicht rosten?
ÜbenJetzt du
- ○13Welche Teilreaktion läuft an der Kathode bei der Sauerstoffkorrosion im neutralen Wasserfilm ab?So fängst du an:Die Kathode reduziert.
Lösung zeigen
- Die Kathode reduziert.
- Im neutralen Wasserfilm wird Sauerstoff reduziert.
- O₂ + 2 H₂O + 4 e⁻ → 4 OH⁻
Ergebnis:O₂ + 2 H₂O + 4 e⁻ → 4 OH⁻ - ●14Rostet ein Eisennagel in Paraffinöl?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- Das Öl hält Wasser und Sauerstoff vom Eisen fern.
- Also rostet es kaum.
Ergebnis:Nein, es bleibt weitgehend blank - ★15Ein Wassertropfen liegt auf blankem Eisen. Warum rostet es zuerst am Rand?
Lösung zeigen
- Der Rand liegt näher an der Luft.
- Dort wird Sauerstoff reduziert: Kathode.
- In der Mitte wird Eisen oxidiert, der Rost folgt dort.
Ergebnis:Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
6Ich begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
MerkenKorrosionsschutz
Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
Superhydrophobe Schichten halten den Wasserfilm fern.
BeispielKorrosionsschutz: Opferanode und Nanomaterial
Schritt für Schritt
- Vergleiche −0,13 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
- Vergleiche −0,13 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das größere Potenzial.
- Dann gibt das Eisen die Elektronen ab.
AchtungDas edlere Metall schützt das unedlere
Man verbindet Eisen mit Kupfer, dann ist das Eisen geschützt.
Es schützt das unedlere Metall: Zink oder Magnesium wird statt Eisen oxidiert (Opferanode). Mit Kupfer rostet das Eisen schneller.
Ordne Eisen und das Schutzmetall in der Spannungsreihe. Das mit dem kleineren Potenzial wird oxidiert.
ÜbenJetzt du
- ○16Eine Konservendose aus Eisen ist verzinnt und hat einen Kratzer. Was geschieht im feuchten Raum?So fängst du an:Zinn ist edler als Eisen.
Lösung zeigen
- Zinn ist edler als Eisen.
- Beide Metalle bilden mit dem Wasserfilm ein Lokalelement.
- Das unedlere Eisen gibt die Elektronen ab.
Ergebnis:Das Eisen rostet im Kratzer schneller, weil Zinn edler ist - ●17Aluminium (−1,66 V) wird leitend mit Eisen (−0,44 V) verbunden und kommt mit Salzwasser in Berührung. Schützt es das Eisen als Opferanode?
Lösung zeigen
- Vergleiche −1,66 V mit −0,44 V.
- Das Schutzmetall hat das kleinere Potenzial.
- Es gibt die Elektronen ab und schützt.
Ergebnis:Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiert - ★18Wie viele Opferanoden mit Zink braucht man ungefähr pro Rumpf? Sie sollen das Eisen schützen. Welcher Faktor entscheidet über die Haltbarkeit?
Lösung zeigen
- Die Opferanode löst sich beim Schutz auf.
- Sie hält, bis das Zink verbraucht ist.
- Darum hängt die Haltbarkeit von der Zinkmenge ab.
Ergebnis:Die Menge an Zink, die oxidiert werden kann
7Ich erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
MerkenElektrolyse
Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
An der Kathode wird reduziert, an der Anode oxidiert.
BeispielElektrolyse: Grundlagen und technisches Beispiel
Schritt für Schritt
- Galvanische Zelle: freiwillig, liefert Energie.
- Elektrolyse: erzwungen, braucht Energie.
- Darum braucht sie Gleichspannung von außen.
- Galvanische Zelle: freiwillig, liefert Energie.
- Elektrolyse: erzwungen, braucht Energie.
- Darum braucht sie Gleichspannung von außen.
AchtungDie Elektrolyse läuft von selbst
Bei der Elektrolyse zerfällt die Lösung von selbst, der Strom ist nur zum Messen da.
Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion, die nicht freiwillig abläuft. Dafür braucht sie Gleichspannung von außen, mindestens die Zersetzungsspannung.
Nenne, woher die Energie kommt: aus der Zelle oder von außen? Dann entscheide, ob die Reaktion freiwillig oder erzwungen ist.
ÜbenJetzt du
- ○19Bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse entsteht neben Chlor ein Stoff, der als Lauge genutzt wird. Welcher?So fängst du an:Kathode: Wasser wird reduziert, es entstehen H₂ und OH⁻.
Lösung zeigen
- Kathode: Wasser wird reduziert, es entstehen H₂ und OH⁻.
- Anode: Chlorid wird zu Cl₂ oxidiert.
- Übrig bleiben Na⁺ und OH⁻: Natronlauge.
Ergebnis:Natronlauge - ●20Kupferchloridlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welcher Stoff entsteht an der Anode?
Lösung zeigen
- Die Anode ist der Pluspol.
- Dort wandern die Anionen hin und geben Elektronen ab.
- 2 Cl⁻ → Cl₂ + 2 e⁻
Ergebnis:Chlor - ★21Bei einer Elektrolyse beginnt der Strom erst oberhalb einer Mindestspannung zu fließen. Wie heißt sie?
Lösung zeigen
- Ohne Mindestspannung fließt kein Dauerstrom.
- Sie entspricht der Spannung der umgekehrten Zelle.
- Der Name: Zersetzungsspannung.
Ergebnis:Zersetzungsspannung
8Ich wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
MerkenBerechnungen
Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Faraday: n = I · t : (z · F), F = 96.485 C/mol.
BeispielNernst-Gleichung und Faraday-Gesetze
Schritt für Schritt
- lg 0,1 = −1
- E = +0,34 V + (0,059 V : 2) · (−1)
- E = 0,31 V
- lg 0,1 = −1
- E = +0,34 V + (0,059 V : 2) · (−1)
- E = 0,31 V
AchtungNernst-Gleichung ohne Logarithmus gerechnet
E = 0,34 V + 0,059 V · 0,01 = 0,34 V, die Konzentration ändert fast nichts.
E = 0,34 V + (0,059 V : 2) · lg 0,01 = 0,34 V − 0,059 V = 0,28 V.
Berechne zuerst lg c. Setze dann den Wert in die Gleichung ein und teile durch z.
ÜbenJetzt du
- ○22Eine Kupferelektrode taucht in eine Lösung mit c = 0,001 mol/L ihrer Ionen (E° = +0,34 V, z = 2). Bestimme: Welches Potenzial hat sie bei 25 Grad Celsius?So fängst du an:lg 0,001 = −3
Lösung zeigen
- lg 0,001 = −3
- E = +0,34 V + (0,059 V : 2) · (−3)
- E = 0,25 V
Ergebnis:0,25 V - ●23Ein Strom von 1 A fließt 965 s lang durch eine Lösung der Silberionen mit der Ladungszahl 1. Bestimme: Wie viel Gramm Silber scheiden sich ab? M = 108 g/mol, F = 96.485 C/mol.
Lösung zeigen
- Q = 1 A · 965 s = 965 C
- n = 965 C : (1 · 96.485 C/mol)
- m = n · M = 1,08 g
Ergebnis:1,08 g - ★24Bestimme: Wie groß ist das Potenzial einer Kupferelektrode in einer Lösung mit c(Cu²⁺) = 0,01 mol/L bei 25 Grad Celsius? E° = +0,34 V.
Lösung zeigen
- E = E° + (0,059 V : z) · lg c.
- z = 2, lg 0,01 = −2.
- E = 0,34 V − 0,059 V = 0,28 V.
Ergebnis:0,28 V
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Nickel in einer Lösung von Ni²⁺-Ionen und Blei in einer Lösung von Pb²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?
Lösung zeigen
- Potenziale: Nickel −0,26 V, Blei −0,13 V.
- Das kleinere Potenzial gehört zum Donator, dem Minuspol.
- Nickel wird oxidiert.
Ergebnis:Nickel, es wird oxidiert - ●26Standardpotenziale: Nickel −0,26 V, Kupfer +0,34 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?
Lösung zeigen
- Ein Reduktionsmittel gibt Elektronen ab.
- Dazu neigt das Paar mit dem negativeren Potenzial.
- Das ist Nickel.
Ergebnis:Nickel, es hat das negativere Potenzial - ●27Silber (+0,80 V) und Zink (−0,76 V) bilden eine Zelle. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung unter Standardbedingungen?
Lösung zeigen
- Akzeptor ist Silber, Donator ist Zink.
- U = 0,80 V − (−0,76 V).
- U = 1,56 V
Ergebnis:1,56 V - ●28Rostet ein Eisennagel in Salzsäure?
Lösung zeigen
- Prüfe: Sauerstoff, Wasser als Elektrolyt, Lokalelement?
- In Säure wird H₃O⁺ reduziert, das Eisen löst sich auch ohne Sauerstoff.
- Also rostet es.
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion ab - ●29Als Opferanode für Eisen (−0,44 V) stehen Magnesium (−2,37 V) und Blei (−0,13 V) zur Wahl. Welches Metall eignet sich?
Lösung zeigen
- Vergleiche beide Potenziale mit −0,44 V.
- Die Opferanode hat das kleinere Potenzial.
- Das trifft auf Magnesium zu.
Ergebnis:Magnesium, es ist unedler als Eisen - ●30Bleibromidschmelze wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welche Teilgleichung beschreibt die Kathode?
Lösung zeigen
- Die Kathode ist der Minuspol.
- Dort wandern die Kationen hin und nehmen Elektronen auf.
- Pb²⁺ + 2 e⁻ → Pb
Ergebnis:Pb²⁺ + 2 e⁻ → Pb
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Daniell-Element
- Zink wird oxidiert (Minuspol), Kupferionen werden reduziert (Pluspol).
- Spannungsreihe
- Die Standardwasserstoff-Elektrode hat 0 V. Negativer heißt: gibt Elektronen leichter ab.
- Zellspannung
- U = E°(Akzeptor) − E°(Donator), jedes Potenzial einmal.
- Spannungsquellen
- Primärelemente sind nicht ladbar.
- Korrosion
- Im Wasserfilm bildet sich ein Lokalelement.
- Korrosionsschutz
- Das unedlere Metall wird statt des edleren oxidiert (Opferanode).
- Elektrolyse
- Die Elektrolyse erzwingt eine Reaktion durch Gleichspannung.
- Berechnungen
- Nernst: E = E° + (0,059 V : z) · lg c(Ox) : c(Red).
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe Bau und Arbeitsweise des Daniell-Elements.
31Zwei Halbzellen werden mit einer Salzbrücke verbunden: Zink in einer Lösung von Zn²⁺-Ionen und Blei in einer Lösung von Pb²⁺-Ionen. Welches Metall bildet den Minuspol, und was geschieht dort?Lösung zeigen
Ergebnis:Zink, es wird oxidiertIch ermittle Standardelektrodenpotenziale mit der Standardwasserstoff-Elektrode und lese die Spannungsreihe.
32Standardpotenziale: Aluminium −1,66 V, Blei −0,13 V. Welches Metall ist das stärkere Reduktionsmittel, und warum?Lösung zeigen
Ergebnis:Aluminium, es hat das negativere PotenzialIch berechne die Zellspannung unter Standardbedingungen.
33Eine Zelle aus Zink (−0,76 V) und Silber (+0,80 V) arbeitet unter Standardbedingungen. Bestimme: Wie groß ist die Zellspannung?Lösung zeigen
Ergebnis:1,56 VIch unterscheide Primärelement, Sekundärelement und Brennstoffzelle.
34Wie ordnet man eine Wasserstoff-Brennstoffzelle im Bus ein?Lösung zeigen
Ergebnis:BrennstoffzelleIch erkläre Lokalelement sowie Sauerstoff- und Säurekorrosion.
35Rostet ein verchromter Wasserhahn mit Kratzer im feuchten Bad?Lösung zeigen
Ergebnis:Ja, es läuft eine Korrosion abIch begründe Korrosionsschutz mit Opferanode und kenne ein Nanomaterial als Schutz.
36Warum schützt ein Zinkblock am Schiffsrumpf das Eisen?Lösung zeigen
Ergebnis:Zink ist unedler und wird anstelle des Eisens oxidiertIch erkläre die Grundlagen der Elektrolyse und ein technisches Beispiel.
37Kupferbromidlösung wird mit Graphitelektroden elektrolysiert. Welche Teilgleichung beschreibt die Kathode?Lösung zeigen
Ergebnis:Cu²⁺ + 2 e⁻ → CuIch wende die Nernst-Gleichung und die Faraday-Gesetze an (Leistungskurs).
38Eine Silberelektrode taucht in eine Lösung mit c = 0,01 mol/L ihrer Ionen (E° = +0,80 V, z = 1). Bestimme: Welches Potenzial hat sie bei 25 Grad Celsius?Lösung zeigen
Ergebnis:0,68 V
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Kupfer, es wird oxidiert
- Magnesium, es wird oxidiert
- Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu
- Eisen, es hat das negativere Potenzial
- Blei, es hat das negativere Potenzial
- Damit die Potenziale vergleichbar sind
- 0,90 V
- 1,93 V
- 0,24 V
- Primärelement
- Primärelement
- Brennstoffzelle
- O₂ + 2 H₂O + 4 e⁻ → 4 OH⁻
- Nein, es bleibt weitgehend blank
- Am Rand kommt mehr Sauerstoff heran, dort ist die Kathode
- Das Eisen rostet im Kratzer schneller, weil Zinn edler ist
- Ja, es ist unedler und wird statt des Eisens oxidiert
- Die Menge an Zink, die oxidiert werden kann
- Natronlauge
- Chlor
- Zersetzungsspannung
- 0,25 V
- 1,08 g
- 0,28 V
- Nickel, es wird oxidiert
- Nickel, es hat das negativere Potenzial
- 1,56 V
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Magnesium, es ist unedler als Eisen
- Pb²⁺ + 2 e⁻ → Pb
- Zink, es wird oxidiert
- Aluminium, es hat das negativere Potenzial
- 1,56 V
- Brennstoffzelle
- Ja, es läuft eine Korrosion ab
- Zink ist unedler und wird anstelle des Eisens oxidiert
- Cu²⁺ + 2 e⁻ → Cu
- 0,68 V