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Chemie · Klasse 7 · Kapitel

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Faszination Chemie – Feuer und Rauch

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich unterscheide Stoffe an ihren Eigenschaften.

MerkenStoffeigenschaften

Einen Stoff erkennt man an mehreren Eigenschaften zugleich.

Dazu zählen Farbe, Geruch, Dichte, Schmelz- und Siedetemperatur, Löslichkeit und Leitfähigkeit.

BeispielStoffe an Eigenschaften erkennen

Ein Stück Metall soll Eisen oder Aluminium sein. Was hilft am schnellsten?
Schritt für Schritt
  1. Beide Metalle glänzen und leiten.
  2. Unterschied: Eisen ist magnetisch, Aluminium nicht.
  3. Also: Magnet.
  1. Beide Metalle glänzen und leiten.
  2. Unterschied: Eisen ist magnetisch, Aluminium nicht.
  3. Also: Magnet.
Ergebnis:
Ein Magnet, denn nur Eisen wird angezogen

AchtungStoff- und Teilchenebene vermischt

So nicht
Kupfer glänzt rot → ein Kupferatom ist rot und glänzt
So richtig
Kupfer → Stoff: rot und glänzend
Kupferatom → Teilchen: keine Farbe, kein Glanz

Farbe, Glanz und Geruch hat der Stoff. Ein einzelnes Teilchen hat sie nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Speiseöl und Wasser sollen unterschieden werden. Welche Eigenschaft hilft sicher?
    So fängst du an:
    Such eine Eigenschaft, in der sich Speiseöl und Wasser unterscheiden.
    Lösung zeigen
    1. Such eine Eigenschaft, in der sich Speiseöl und Wasser unterscheiden.
    2. Farblosigkeit und Aggregatzustand sind bei beiden ähnlich.
    3. Also Dichte.
    Ergebnis:
    Dichte
  2. ●2
    Woran unterscheidest du Grafit sicher von Kohle?
    Lösung zeigen
    1. Such eine Eigenschaft, in der sich Grafit und Kohle unterscheiden.
    2. Farbe und Aggregatzustand sind bei beiden ähnlich.
    3. Also Leitfähigkeit.
    Ergebnis:
    Leitfähigkeit
  3. ★3
    Wasser und Ethanol sind beide farblos und flüssig. Woran unterscheidest du sie, ohne zu kosten?
    Lösung zeigen
    1. Farbe und Zustand sind gleich.
    2. Die Siedetemperatur ist verschieden.
    3. Also Siedetemperatur messen.
    Ergebnis:
    An der Siedetemperatur: 78 °C oder 100 °C

2Ich erkenne eine chemische Reaktion an ihren Kennzeichen.

MerkenChemische Reaktion

Bei einer chemischen Reaktion entstehen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften.

Erkennbar an Farbwechsel, Gasbildung, Niederschlag oder Energieumsatz.

BeispielChemische Reaktion oder nicht?

Eine Kerze brennt ab. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
Schritt für Schritt
  1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
  2. Es entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser.
  3. Also eine chemische Reaktion.
  1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
  2. Es entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser.
  3. Also eine chemische Reaktion.
Ergebnis:
Ja, ein neuer Stoff entsteht

AchtungReaktion nicht von Mischen oder Zustandsänderung getrennt

So nicht
Zucker löst sich in Tee → chemische Reaktion
So richtig
Zucker löst sich → kein neuer Stoff, also keine Reaktion.
Reaktion heißt: Es entsteht ein neuer Stoff

Eine Reaktion erkennt man an einem NEUEN Stoff. Schmelzen und Lösen ändern nur die Form.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Wasser verdampft im Wasserkocher. Ist das eine chemische Reaktion?
    So fängst du an:
    Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Dampf kondensiert wieder zu Wasser – derselbe Stoff.
    3. Also keine Reaktion, sondern eine Zustandsänderung.
    Ergebnis:
    Nein, der Dampf ist noch Wasser
  2. ●5
    Eis schmilzt in der Sonne. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Es bleibt Wasser, nur flüssig.
    3. Also keine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Nein, es entsteht kein neuer Stoff
  3. ★6
    Brot wird im Toaster braun. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Die braunen Röststoffe sind neue Stoffe.
    3. Also eine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Ja, ein neuer Stoff entsteht

3Ich stelle Wortgleichungen mit Edukten und Produkten auf.

MerkenEdukt und Produkt

Was reagiert, heißt Edukt und steht links vom Pfeil.

Was entsteht, heißt Produkt und steht rechts. Der Pfeil wird „reagiert zu“ gelesen.

BeispielWortgleichung aufstellen

Kupfer reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
Schritt für Schritt
  1. Edukte (das, was reagiert): Kupfer und Sauerstoff
  2. Produkt (das, was entsteht): Kupferoxid
  3. Wortgleichung: Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid
  1. Edukte (das, was reagiert): Kupfer und Sauerstoff
  2. Produkt (das, was entsteht): Kupferoxid
  3. Wortgleichung: Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid
Ergebnis:
Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid

AchtungEdukt und Produkt vertauscht

So nicht
Magnesiumoxid → Magnesium + Sauerstoff
(als Beschreibung der Verbrennung)
So richtig
Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
(Edukte links, Produkt rechts)

Die Pfeilrichtung wird umgedreht: Was reagiert, steht LINKS; was entsteht, rechts.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Zink reagiert mit Schwefel. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    So fängst du an:
    Edukte (das, was reagiert): Zink und Schwefel
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Zink und Schwefel
    2. Produkt (das, was entsteht): Zinksulfid
    3. Wortgleichung: Zink + Schwefel → Zinksulfid
    Ergebnis:
    Zink + Schwefel → Zinksulfid
  2. ●8
    Magnesium reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Magnesium und Sauerstoff
    2. Produkt (das, was entsteht): Magnesiumoxid
    3. Wortgleichung: Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
    Ergebnis:
    Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
  3. ★9
    Eisen reagiert mit Schwefel. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Eisen und Schwefel
    2. Produkt (das, was entsteht): Eisensulfid
    3. Wortgleichung: Eisen + Schwefel → Eisensulfid
    Ergebnis:
    Eisen + Schwefel → Eisensulfid

4Ich unterscheide exotherme und endotherme Reaktionen.

MerkenExotherm und endotherm

Exotherm: Energie geht heraus, es wird warm.

Endotherm: Energie wird aufgenommen, es wird kalt oder es muss dauernd erhitzt werden.

BeispielExotherm oder endotherm?

Eine Kerze brennt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
Schritt für Schritt
  1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
  2. Abgegeben – es wird warm → exotherm
  3. Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
  1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
  2. Abgegeben – es wird warm → exotherm
  3. Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
Ergebnis:
exotherm – Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.

Achtungexotherm und endotherm verwechselt

So nicht
Magnesium brennt hell und heiß → endotherm
So richtig
Magnesium brennt hell und heiß → exotherm
(exo = heraus: Energie geht heraus)

„exo“ heißt heraus – Energie geht heraus, es wird warm. Wer nur die Vorsilbe rät, trifft die Hälfte.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Kalk wird gebrannt: Calciumcarbonat zerfällt bei starkem Erhitzen. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    So fängst du an:
    Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
    3. Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.
    Ergebnis:
    endotherm – Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.
  2. ●11
    Beim Auflösen von Kaliumnitrat in Wasser wird das Becherglas kalt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
    3. Energie wird aus der Umgebung aufgenommen – deshalb kühlt sie ab.
    Ergebnis:
    endotherm – Energie wird aus der Umgebung aufgenommen – deshalb kühlt sie ab.

5Ich erkläre, wozu die Aktivierungsenergie gebraucht wird.

MerkenAktivierungsenergie

Auch eine exotherme Reaktion muss gestartet werden.

Die Energie dafür heißt Aktivierungsenergie – das Streichholz an der Kerze.

BeispielAktivierungsenergie

Beim Eisen-Schwefel-Gemisch nimmt man den Brenner weg, sobald es aufglüht. Es glüht weiter. Warum?
Schritt für Schritt
  1. Start mit dem Brenner: Aktivierungsenergie.
  2. Danach läuft sie allein weiter: Sie gibt Energie ab.
  3. Exotherm, nach dem Start selbsttragend.
  1. Start mit dem Brenner: Aktivierungsenergie.
  2. Danach läuft sie allein weiter: Sie gibt Energie ab.
  3. Exotherm, nach dem Start selbsttragend.
Ergebnis:
Es gibt mehr Energie ab, als der Start brauchte

AchtungAktivierungsenergie mit endotherm verwechselt

So nicht
Die Kerze muss man anzünden, also ist die Verbrennung endotherm.
So richtig
Das Anzünden startet die Reaktion. Danach gibt sie mehr Energie ab, als sie braucht: exotherm.

Frag dich: Läuft die Reaktion weiter, wenn die Flamme weg ist?

ÜbenJetzt du

  1. ○12
    Ein Grillanzünder wird angezündet und brennt danach von allein weiter. Entscheide: Ist die Verbrennung exotherm oder endotherm?
    So fängst du an:
    Das Anzünden liefert die Aktivierungsenergie.
    Lösung zeigen
    1. Das Anzünden liefert die Aktivierungsenergie.
    2. Danach gibt die Reaktion selbst Wärme ab.
    3. Also exotherm.
    Ergebnis:
    Exotherm, sie braucht nur einen Start
  2. ●13
    Eine Kerze brennt erst, wenn man sie anzündet. Was folgt daraus?
    Lösung zeigen
    1. Das Streichholz liefert den Start, die Aktivierungsenergie.
    2. Danach gibt die Kerze dauernd Wärme und Licht ab.
    3. Also exotherm – mit Aktivierungsenergie.
    Ergebnis:
    Sie braucht einen Start und ist trotzdem exotherm
  3. ★14
    Eine Kerze liegt an der Luft und brennt nicht von allein. Was fehlt?
    Lösung zeigen
    1. Brennstoff und Sauerstoff sind da.
    2. Es fehlt der Anstoß.
    3. Erst mit Aktivierungsenergie beginnt die Reaktion.
    Ergebnis:
    Der Start, die Aktivierungsenergie

6Ich wende das Gesetz von der Erhaltung der Masse an.

MerkenErhaltung der Masse

Bei einer chemischen Reaktion geht keine Masse verloren.

Die Summe der Massen aller Edukte ist gleich der Summe der Massen aller Produkte.

BeispielGesetz von der Erhaltung der Masse

4 g Magnesium reagieren vollständig mit 4 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
4 g + 4 gMagnesium?Magnesiumoxidgeschlossenes Systemkein Atom kommt dazu, keines geht verloren
Schritt für Schritt
  1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
  2. Masse der Edukte: 4 g + 4 g = 8 g
  3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 8 g.
  1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
  2. Masse der Edukte: 4 g + 4 g = 8 g
  3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 8 g.
Ergebnis:
8 g

AchtungMasse geht verloren

So nicht
4 g Magnesium verbrennen → 4 g Magnesiumoxid
So richtig
4 g Magnesium + 2,6 g Sauerstoff → 6,6 g Magnesiumoxid
(die Luft wiegt mit)

Verbranntes Material scheint leichter – der Sauerstoff aus der Luft wird nicht mitgezählt.

ÜbenJetzt du

  1. ○15
    8 g Magnesium reagieren vollständig mit 4 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    So fängst du an:
    Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 8 g + 4 g = 12 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 12 g.
    Ergebnis:
    12 g
  2. ●16
    24 g Magnesium reagieren vollständig mit 4 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 24 g + 4 g = 28 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 28 g.
    Ergebnis:
    28 g
  3. ★17
    6 g Magnesium reagieren vollständig mit 16 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 6 g + 16 g = 22 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 22 g.
    Ergebnis:
    22 g

7Ich beschreibe Verbrennungen als Reaktion mit Sauerstoff.

MerkenOxidation

Eine Reaktion mit Sauerstoff heißt Oxidation.

Das Produkt heißt Oxid – Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid.

BeispielVerbrennung als Reaktion mit Sauerstoff

2 g Kupferblech reagieren in einem geschlossenen Kolben mit 2 g Sauerstoff. Danach sind 1 g Sauerstoff übrig. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
Schritt für Schritt
  1. Verbrauchter Sauerstoff: 2 g − 1 g = 1 g
  2. Produkt: 2 g + 1 g = 3 g
  1. Verbrauchter Sauerstoff: 2 g − 1 g = 1 g
  2. Produkt: 2 g + 1 g = 3 g
Ergebnis:
3 g

AchtungMasse verschwindet bei der Reaktion

So nicht
Holz verbrennt zu wenig Asche – der Rest ist vernichtet.
So richtig
Holz verbrennt zu Asche, Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid. Die Gase sind entwichen.

Frag dich: Ist ein Gas entstanden oder dazugekommen? Zähl es mit.

ÜbenJetzt du

  1. ○18
    8 g Magnesiumband reagieren in einem geschlossenen Kolben mit 4 g Sauerstoff. Danach sind 1 g Sauerstoff übrig. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    So fängst du an:
    Verbrauchter Sauerstoff: 4 g − 1 g = 3 g
    Lösung zeigen
    1. Verbrauchter Sauerstoff: 4 g − 1 g = 3 g
    2. Produkt: 8 g + 3 g = 11 g
    Ergebnis:
    11 g
  2. ●19
    2 g Kupferblech werden an der Luft erhitzt und nehmen 1 g Sauerstoff auf. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren.
    2. Der Sauerstoff ist im Produkt eingebaut.
    3. 2 g + 1 g = 3 g.
    Ergebnis:
    3 g
  3. ★20
    Warum geht eine Kerze unter einem umgestülpten Glas nach kurzer Zeit aus?
    Lösung zeigen
    1. Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur.
    2. Unter dem Glas kommt kein Sauerstoff nach.
    3. Ist er zu knapp, erlischt die Flamme.
    Ergebnis:
    Der Sauerstoff im Glas wird knapp

8Ich benenne Metall- und Nichtmetalloxide.

MerkenMetall- und Nichtmetalloxide

Metalle bilden Metalloxide (MgO, CuO), Nichtmetalle bilden Nichtmetalloxide (CO₂, SO₂).

Das entscheidet später, ob eine Lauge oder eine Säure entsteht.

BeispielOxide benennen und einordnen

Calcium verbrennt an der Luft. Wie heißt das Produkt, und welche Art Oxid ist es?
Schritt für Schritt
  1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
  2. Produkt: Calciumoxid.
  3. Calcium ist ein Metall, also Metalloxid.
  1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
  2. Produkt: Calciumoxid.
  3. Calcium ist ein Metall, also Metalloxid.
Ergebnis:
Calciumoxid, ein Metalloxid

AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt

So nicht
Entscheide: Ist Kaliumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid → Ein Nichtmetalloxid
So richtig
Entscheide: Ist Kaliumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid → Ein Metalloxid

Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.

ÜbenJetzt du

  1. ○21
    Entscheide: Ist Kaliumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid?
    So fängst du an:
    Das Element vor „oxid“ suchen.
    Lösung zeigen
    1. Das Element vor „oxid“ suchen.
    2. Kalium ist ein Metall.
    3. Also ein Metalloxid.
    Ergebnis:
    Ein Metalloxid
  2. ●22
    Entscheide: Ist Kohlenstoffdioxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid?
    Lösung zeigen
    1. Das Element vor „oxid“ suchen.
    2. Kohlenstoff ist ein Nichtmetall.
    3. Also ein Nichtmetalloxid.
    Ergebnis:
    Ein Nichtmetalloxid
  3. ★23
    Aluminium verbrennt an der Luft. Wie heißt das Produkt, und welche Art Oxid ist es?
    Lösung zeigen
    1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
    2. Produkt: Aluminiumoxid.
    3. Aluminium ist ein Metall, also Metalloxid.
    Ergebnis:
    Aluminiumoxid, ein Metalloxid

9Ich deute eine Reaktion auf der Teilchenebene.

MerkenTeilchenebene

Bei einer Reaktion werden Teilchen umgruppiert, nicht erzeugt oder vernichtet.

Deshalb bleibt die Masse gleich.

BeispielReaktionen auf der Teilchenebene deuten

8 g Kupferblech reagieren in einem geschlossenen Kolben mit 2 g Sauerstoff. Danach sind 1 g Sauerstoff übrig. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
Schritt für Schritt
  1. Verbrauchter Sauerstoff: 2 g − 1 g = 1 g
  2. Produkt: 8 g + 1 g = 9 g
  1. Verbrauchter Sauerstoff: 2 g − 1 g = 1 g
  2. Produkt: 8 g + 1 g = 9 g
Ergebnis:
9 g

AchtungGase haben keine Masse

So nicht
Der Sauerstoff aus der Luft wiegt nichts.
So richtig
Ein Liter Luft wiegt etwa 1,2 g. Sauerstoff hat Masse wie jeder Stoff.

Denk an einen Ball: Aufgepumpt wiegt er mehr als leer.

ÜbenJetzt du

  1. ○24
    Schwefel ist geruchlos und spröde. Entscheide: Ist auch ein einzelnes Schwefelteilchen geruchlos und spröde?
    So fängst du an:
    Stoffebene: Schwefel ist geruchlos und spröde.
    Lösung zeigen
    1. Stoffebene: Schwefel ist geruchlos und spröde.
    2. Teilchenebene: Diese Eigenschaft entsteht erst durch viele Teilchen und ihre Anordnung.
    3. Ein Teilchen allein hat sie nicht.
    Ergebnis:
    Nein, das hat nur der Stoff
  2. ●25
    8 g Magnesiumband werden an der Luft erhitzt und nehmen 2 g Sauerstoff auf. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren.
    2. Der Sauerstoff ist im Produkt eingebaut.
    3. 8 g + 2 g = 10 g.
    Ergebnis:
    10 g
  3. ★26
    Aluminium ist glänzend. Entscheide: Ist auch ein einzelnes Aluminiumteilchen glänzend?
    Lösung zeigen
    1. Stoffebene: Aluminium ist glänzend.
    2. Teilchenebene: Diese Eigenschaft entsteht erst durch viele Teilchen und ihre Anordnung.
    3. Ein Teilchen allein hat sie nicht.
    Ergebnis:
    Nein, das hat nur der Stoff

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●27
    Ein Quader ist 2 cm lang, 3 cm breit und 5 cm hoch und wiegt 81 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    Lösung zeigen
    1. Volumen: 2 cm · 3 cm · 5 cm = 30 cm³
    2. Dichte: 81 g : 30 cm³ = 2,7 g/cm³
    Ergebnis:
    2,7 g/cm³
  2. ●28
    Ein Metallstück hat das Volumen 10 cm³ und die Masse 71 g. Bestimme die Dichte und ordne das Metall zu.
    Lösung zeigen
    1. Formel: ρ = m : V
    2. ρ = 71 g : 10 cm³ = 7,1 g/cm³
    3. Tabelle: Das ist Zink.
    Ergebnis:
    ρ = 7,1 g/cm³ → Zink
  3. ●29
    Woran erkennst du beim Backpulver in Essig, dass eine Reaktion abläuft?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen sammeln: Gasbildung, Farbwechsel, Niederschlag, Wärme oder Kälte.
    2. Hier: Gasbläschen, ein neuer Stoff.
    3. Also eine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Es bildet sich ein neues Gas
  4. ●30
    Ein Kühlakku wird nach dem Knicken kalt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
    3. Der Vorgang nimmt Energie auf.
    Ergebnis:
    endotherm – Der Vorgang nimmt Energie auf.
  5. ●31
    Ein Taschenwärmer wird beim Knicken des Metallplättchens warm. Welche Art von Reaktion ist das?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Gibt die Reaktion Energie an die Umgebung ab?
    2. Ja, die Umgebung wird wärmer.
    3. Also exotherm.
    Ergebnis:
    Exotherm, sie gibt Wärme an die Umgebung ab
  6. ●32
    Eine Wunderkerze liegt an der Luft und brennt nicht von allein. Was fehlt?
    Lösung zeigen
    1. Brennstoff und Sauerstoff sind da.
    2. Es fehlt der Anstoß.
    3. Erst mit Aktivierungsenergie beginnt die Reaktion.
    Ergebnis:
    Der Start, die Aktivierungsenergie

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Stoffeigenschaften
Einen Stoff erkennt man an mehreren Eigenschaften zugleich.
Chemische Reaktion
Bei einer chemischen Reaktion entstehen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften.
Edukt und Produkt
Was reagiert, heißt Edukt und steht links vom Pfeil.
Exotherm und endotherm
Exotherm: Energie geht heraus, es wird warm.
Aktivierungsenergie
Auch eine exotherme Reaktion muss gestartet werden.
Erhaltung der Masse
Bei einer chemischen Reaktion geht keine Masse verloren.
Oxidation
Eine Reaktion mit Sauerstoff heißt Oxidation.
Metall- und Nichtmetalloxide
Metalle bilden Metalloxide (MgO, CuO), Nichtmetalle bilden Nichtmetalloxide (CO₂, SO₂).
Teilchenebene
Bei einer Reaktion werden Teilchen umgruppiert, nicht erzeugt oder vernichtet.

AchtungDichte falsch herum

So nicht
m = 27 g, V = 10 cm³ → ρ = 10 : 27 = 0,37 g/cm³
So richtig
ρ = m : V = 27 g : 10 cm³ = 2,7 g/cm³  (Aluminium)

ρ = m : V. Wer V : m rechnet, bekommt Werte unter 1 und wundert sich nicht.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich unterscheide Stoffe an ihren Eigenschaften.

    33
    Ein Quader ist 4 cm lang, 5 cm breit und 1 cm hoch und wiegt 50 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    2,5 g/cm³
  2. Ich erkenne eine chemische Reaktion an ihren Kennzeichen.

    34
    Wasser verdampft im Topf. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nein, es entsteht kein neuer Stoff
  3. Ich stelle Wortgleichungen mit Edukten und Produkten auf.

    35
    Kupfer reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid
  4. Ich unterscheide exotherme und endotherme Reaktionen.

    36
    Kalk wird gebrannt: Calciumcarbonat zerfällt bei starkem Erhitzen. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    endotherm – Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.
  5. Ich erkläre, wozu die Aktivierungsenergie gebraucht wird.

    37
    Ein Blatt Papier liegt an der Luft und brennt nicht von allein. Was fehlt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Der Start, die Aktivierungsenergie
  6. Ich wende das Gesetz von der Erhaltung der Masse an.

    38
    8 g Magnesium reagieren vollständig mit 8 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    16 g
  7. Ich beschreibe Verbrennungen als Reaktion mit Sauerstoff.

    39
    12 g Magnesiumband werden an der Luft erhitzt und nehmen 4 g Sauerstoff auf. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    16 g
  8. Ich benenne Metall- und Nichtmetalloxide.

    40
    Kohlenstoff verbrennt vollständig. Wie heißt das Produkt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Kohlenstoffdioxid, ein Nichtmetalloxid
  9. Ich deute eine Reaktion auf der Teilchenebene.

    41
    2 g Kupferblech werden an der Luft erhitzt und nehmen 1 g Sauerstoff auf. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    3 g

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Produkt
was herauskommt, wenn man malnimmt
Summe
was herauskommt, wenn man zusammenzählt

Lösungen

  1. Dichte
  2. Leitfähigkeit
  3. An der Siedetemperatur: 78 °C oder 100 °C
  4. Nein, der Dampf ist noch Wasser
  5. Nein, es entsteht kein neuer Stoff
  6. Ja, ein neuer Stoff entsteht
  7. Zink + Schwefel → Zinksulfid
  8. Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
  9. Eisen + Schwefel → Eisensulfid
  10. endotherm – Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.
  11. endotherm – Energie wird aus der Umgebung aufgenommen – deshalb kühlt sie ab.
  12. Exotherm, sie braucht nur einen Start
  13. Sie braucht einen Start und ist trotzdem exotherm
  14. Der Start, die Aktivierungsenergie
  15. 12 g
  16. 28 g
  17. 22 g
  18. 11 g
  19. 3 g
  20. Der Sauerstoff im Glas wird knapp
  21. Ein Metalloxid
  22. Ein Nichtmetalloxid
  23. Aluminiumoxid, ein Metalloxid
  24. Nein, das hat nur der Stoff
  25. 10 g
  26. Nein, das hat nur der Stoff
  27. 2,7 g/cm³
  28. ρ = 7,1 g/cm³ → Zink
  29. Es bildet sich ein neues Gas
  30. endotherm – Der Vorgang nimmt Energie auf.
  31. Exotherm, sie gibt Wärme an die Umgebung ab
  32. Der Start, die Aktivierungsenergie
  33. 2,5 g/cm³
  34. Nein, es entsteht kein neuer Stoff
  35. Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid
  36. endotherm – Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.
  37. Der Start, die Aktivierungsenergie
  38. 16 g
  39. 16 g
  40. Kohlenstoffdioxid, ein Nichtmetalloxid
  41. 3 g