Zum Inhalt springen
Anmelden

Chemie · Klasse 7 · Kapitel

Andere ZahlenBasiswissenAlle Kapitel

Faszination Chemie – Feuer und Rauch

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich unterscheide Stoffe an ihren Eigenschaften.

MerkenStoffeigenschaften

Einen Stoff erkennt man an mehreren Eigenschaften zugleich.

Dazu zählen Farbe, Geruch, Dichte, Schmelz- und Siedetemperatur, Löslichkeit und Leitfähigkeit.

BeispielStoffe an Eigenschaften erkennen

Ein Quader ist 3 cm lang, 4 cm breit und 5 cm hoch und wiegt 150 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
Schritt für Schritt
  1. Volumen: 3 cm · 4 cm · 5 cm = 60 cm³
  2. Dichte: 150 g : 60 cm³ = 2,5 g/cm³
  1. Volumen: 3 cm · 4 cm · 5 cm = 60 cm³
  2. Dichte: 150 g : 60 cm³ = 2,5 g/cm³
Ergebnis:
2,5 g/cm³

AchtungStoff- und Teilchenebene vermischt

So nicht
Kupfer glänzt rot → ein Kupferatom ist rot und glänzt
So richtig
Kupfer → Stoff: rot und glänzend
Kupferatom → Teilchen: keine Farbe, kein Glanz

Farbe, Glanz und Geruch hat der Stoff. Ein einzelnes Teilchen hat sie nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Ein Quader ist 10 cm lang, 2 cm breit und 1 cm hoch und wiegt 142 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    So fängst du an:
    Volumen: 10 cm · 2 cm · 1 cm = 20 cm³
    Lösung zeigen
    1. Volumen: 10 cm · 2 cm · 1 cm = 20 cm³
    2. Dichte: 142 g : 20 cm³ = 7,1 g/cm³
    Ergebnis:
    7,1 g/cm³
  2. ●2
    Ein Quader ist 4 cm lang, 5 cm breit und 1 cm hoch und wiegt 158 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    Lösung zeigen
    1. Volumen: 4 cm · 5 cm · 1 cm = 20 cm³
    2. Dichte: 158 g : 20 cm³ = 7,9 g/cm³
    Ergebnis:
    7,9 g/cm³
  3. ★3
    Wasser und Ethanol sind beide farblos und flüssig. Woran unterscheidest du sie, ohne zu kosten?
    Lösung zeigen
    1. Farbe und Zustand sind gleich.
    2. Die Siedetemperatur ist verschieden.
    3. Also Siedetemperatur messen.
    Ergebnis:
    An der Siedetemperatur: 78 °C oder 100 °C

2Ich erkenne eine chemische Reaktion an ihren Kennzeichen.

MerkenChemische Reaktion

Bei einer chemischen Reaktion entstehen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften.

Erkennbar an Farbwechsel, Gasbildung, Niederschlag oder Energieumsatz.

BeispielChemische Reaktion oder nicht?

Eisen rostet an feuchter Luft. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
Schritt für Schritt
  1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
  2. Rost ist ein neuer Stoff mit anderen Eigenschaften.
  3. Also eine chemische Reaktion.
  1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
  2. Rost ist ein neuer Stoff mit anderen Eigenschaften.
  3. Also eine chemische Reaktion.
Ergebnis:
Ja, ein neuer Stoff entsteht

AchtungReaktion nicht von Mischen oder Zustandsänderung getrennt

So nicht
Zucker löst sich in Tee → chemische Reaktion
So richtig
Zucker löst sich → kein neuer Stoff, also keine Reaktion.
Reaktion heißt: Es entsteht ein neuer Stoff

Eine Reaktion erkennt man an einem NEUEN Stoff. Schmelzen und Lösen ändern nur die Form.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Milch wird sauer. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    So fängst du an:
    Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Bakterien bilden Milchsäure, einen neuen Stoff.
    3. Also eine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Ja, ein neuer Stoff entsteht
  2. ●5
    Backpulver schäumt in Essig. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Es entsteht ein neues Gas.
    3. Also eine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Ja, ein neuer Stoff entsteht
  3. ★6
    Eis schmilzt in der Sonne. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Es bleibt Wasser, nur flüssig.
    3. Also keine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Nein, es entsteht kein neuer Stoff

3Ich stelle Wortgleichungen mit Edukten und Produkten auf.

MerkenEdukt und Produkt

Was reagiert, heißt Edukt und steht links vom Pfeil.

Was entsteht, heißt Produkt und steht rechts. Der Pfeil wird „reagiert zu“ gelesen.

BeispielWortgleichung aufstellen

Magnesium reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
Schritt für Schritt
  1. Edukte (das, was reagiert): Magnesium und Sauerstoff
  2. Produkt (das, was entsteht): Magnesiumoxid
  3. Wortgleichung: Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
  1. Edukte (das, was reagiert): Magnesium und Sauerstoff
  2. Produkt (das, was entsteht): Magnesiumoxid
  3. Wortgleichung: Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
Ergebnis:
Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid

AchtungEdukt und Produkt vertauscht

So nicht
Magnesiumoxid → Magnesium + Sauerstoff
(als Beschreibung der Verbrennung)
So richtig
Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
(Edukte links, Produkt rechts)

Die Pfeilrichtung wird umgedreht: Was reagiert, steht LINKS; was entsteht, rechts.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Eisen reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    So fängst du an:
    Edukte (das, was reagiert): Eisen und Sauerstoff
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Eisen und Sauerstoff
    2. Produkt (das, was entsteht): Eisenoxid
    3. Wortgleichung: Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
    Ergebnis:
    Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
  2. ●8
    Zink reagiert mit Schwefel. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Zink und Schwefel
    2. Produkt (das, was entsteht): Zinksulfid
    3. Wortgleichung: Zink + Schwefel → Zinksulfid
    Ergebnis:
    Zink + Schwefel → Zinksulfid
  3. ★9
    Eisen reagiert mit Schwefel. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Eisen und Schwefel
    2. Produkt (das, was entsteht): Eisensulfid
    3. Wortgleichung: Eisen + Schwefel → Eisensulfid
    Ergebnis:
    Eisen + Schwefel → Eisensulfid

4Ich unterscheide exotherme und endotherme Reaktionen.

MerkenExotherm und endotherm

Exotherm: Energie geht heraus, es wird warm.

Endotherm: Energie wird aufgenommen, es wird kalt oder es muss dauernd erhitzt werden.

BeispielExotherm oder endotherm?

Kalk wird gebrannt: Calciumcarbonat zerfällt bei starkem Erhitzen. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
Schritt für Schritt
  1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
  2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
  3. Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.
  1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
  2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
  3. Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.
Ergebnis:
endotherm – Ohne dauerndes Erhitzen läuft die Reaktion nicht – sie braucht Energie.

Achtungexotherm und endotherm verwechselt

So nicht
Magnesium brennt hell und heiß → endotherm
So richtig
Magnesium brennt hell und heiß → exotherm
(exo = heraus: Energie geht heraus)

„exo“ heißt heraus – Energie geht heraus, es wird warm. Wer nur die Vorsilbe rät, trifft die Hälfte.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Ein Kühlakku wird nach dem Knicken kalt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    So fängst du an:
    Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
    3. Der Vorgang nimmt Energie auf.
    Ergebnis:
    endotherm – Der Vorgang nimmt Energie auf.
  2. ●11
    Magnesium verbrennt mit heller Flamme. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Abgegeben – es wird warm → exotherm
    3. Wärme und Licht werden abgegeben.
    Ergebnis:
    exotherm – Wärme und Licht werden abgegeben.
  3. ★12
    Eine Kerze brennt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Abgegeben – es wird warm → exotherm
    3. Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
    Ergebnis:
    exotherm – Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.

5Ich erkläre, wozu die Aktivierungsenergie gebraucht wird.

MerkenAktivierungsenergie

Auch eine exotherme Reaktion muss gestartet werden.

Die Energie dafür heißt Aktivierungsenergie – das Streichholz an der Kerze.

BeispielAktivierungsenergie

Ein Stück Kohle liegt an der Luft und brennt nicht von allein. Was fehlt?
Schritt für Schritt
  1. Brennstoff und Sauerstoff sind da.
  2. Es fehlt der Anstoß.
  3. Erst mit Aktivierungsenergie beginnt die Reaktion.
  1. Brennstoff und Sauerstoff sind da.
  2. Es fehlt der Anstoß.
  3. Erst mit Aktivierungsenergie beginnt die Reaktion.
Ergebnis:
Der Start, die Aktivierungsenergie

AchtungLuft besteht vor allem aus Sauerstoff

So nicht
Luft ist größtenteils Sauerstoff.
So richtig
Luft ist zu etwa vier Fünfteln Stickstoff und zu einem Fünftel Sauerstoff.

Denk an den Versuch mit der Stahlwolle: Um wie viel stieg das Wasser?

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Ein Gaskocher liegt an der Luft und brennt nicht von allein. Was fehlt?
    So fängst du an:
    Brennstoff und Sauerstoff sind da.
    Lösung zeigen
    1. Brennstoff und Sauerstoff sind da.
    2. Es fehlt der Anstoß.
    3. Erst mit Aktivierungsenergie beginnt die Reaktion.
    Ergebnis:
    Der Start, die Aktivierungsenergie
  2. ●14
    Beim Eisen-Schwefel-Gemisch nimmt man den Brenner weg, sobald es aufglüht. Es glüht weiter. Warum?
    Lösung zeigen
    1. Start mit dem Brenner: Aktivierungsenergie.
    2. Danach läuft sie allein weiter: Sie gibt Energie ab.
    3. Exotherm, nach dem Start selbsttragend.
    Ergebnis:
    Es gibt mehr Energie ab, als der Start brauchte
  3. ★15
    Im Energiediagramm einer exothermen Reaktion: Wo liegen die Produkte?
    Lösung zeigen
    1. Der Berg ist die Aktivierungsenergie.
    2. Exotherm: Energie geht an die Umgebung.
    3. Die Produkte liegen also tiefer.
    Ergebnis:
    Tiefer als die Edukte, nach einem Berg

6Ich wende das Gesetz von der Erhaltung der Masse an.

MerkenErhaltung der Masse

Bei einer chemischen Reaktion geht keine Masse verloren.

Die Summe der Massen aller Edukte ist gleich der Summe der Massen aller Produkte.

BeispielGesetz von der Erhaltung der Masse

6 g Magnesium reagieren vollständig mit 16 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
6 g + 16 gMagnesium?Magnesiumoxidgeschlossenes Systemkein Atom kommt dazu, keines geht verloren
Schritt für Schritt
  1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
  2. Masse der Edukte: 6 g + 16 g = 22 g
  3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 22 g.
  1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
  2. Masse der Edukte: 6 g + 16 g = 22 g
  3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 22 g.
Ergebnis:
22 g

AchtungMasse geht verloren

So nicht
4 g Magnesium verbrennen → 4 g Magnesiumoxid
So richtig
4 g Magnesium + 2,6 g Sauerstoff → 6,6 g Magnesiumoxid
(die Luft wiegt mit)

Verbranntes Material scheint leichter – der Sauerstoff aus der Luft wird nicht mitgezählt.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    4 g Magnesium reagieren vollständig mit 2 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    So fängst du an:
    Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 4 g + 2 g = 6 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 6 g.
    Ergebnis:
    6 g
  2. ●17
    4 g Magnesium reagieren vollständig mit 8 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 4 g + 8 g = 12 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 12 g.
    Ergebnis:
    12 g
  3. ★18
    4 g Magnesium reagieren vollständig mit 16 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 4 g + 16 g = 20 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 20 g.
    Ergebnis:
    20 g

7Ich beschreibe Verbrennungen als Reaktion mit Sauerstoff.

MerkenOxidation

Eine Reaktion mit Sauerstoff heißt Oxidation.

Das Produkt heißt Oxid – Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid.

BeispielVerbrennung als Reaktion mit Sauerstoff

8 g Stahlwolle reagieren in einem geschlossenen Kolben mit 6 g Sauerstoff. Danach sind 3 g Sauerstoff übrig. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
Schritt für Schritt
  1. Verbrauchter Sauerstoff: 6 g − 3 g = 3 g
  2. Produkt: 8 g + 3 g = 11 g
  1. Verbrauchter Sauerstoff: 6 g − 3 g = 3 g
  2. Produkt: 8 g + 3 g = 11 g
Ergebnis:
11 g

AchtungReaktion als Mischen gedeutet

So nicht
Was ist bei jeder Verbrennung ein Edukt → Kohlenstoffdioxid
So richtig
Was ist bei jeder Verbrennung ein Edukt → Sauerstoff

Prüfe das Produkt mit einer Eigenschaft des Ausgangsstoffs, zum Beispiel mit dem Magneten.

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Was ist bei jeder Verbrennung ein Edukt?
    So fängst du an:
    Verbrennung heißt: Reaktion mit Sauerstoff.
    Lösung zeigen
    1. Verbrennung heißt: Reaktion mit Sauerstoff.
    2. Edukte sind Brennstoff und Sauerstoff.
    3. Produkte sind Oxide.
    Ergebnis:
    Sauerstoff
  2. ●20
    Kerzenwachs verbrennt. Welcher Stoff aus der Luft reagiert dabei mit?
    Lösung zeigen
    1. Verbrennung heißt Reaktion mit Sauerstoff.
    2. Kerzenwachs ist der Brennstoff.
    3. Sauerstoff kommt aus der Luft.
    Ergebnis:
    Sauerstoff
  3. ★21
    Warum geht eine Kerze unter einem umgestülpten Glas nach kurzer Zeit aus?
    Lösung zeigen
    1. Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur.
    2. Unter dem Glas kommt kein Sauerstoff nach.
    3. Ist er zu knapp, erlischt die Flamme.
    Ergebnis:
    Der Sauerstoff im Glas wird knapp

8Ich benenne Metall- und Nichtmetalloxide.

MerkenMetall- und Nichtmetalloxide

Metalle bilden Metalloxide (MgO, CuO), Nichtmetalle bilden Nichtmetalloxide (CO₂, SO₂).

Das entscheidet später, ob eine Lauge oder eine Säure entsteht.

BeispielOxide benennen und einordnen

Entscheide: Ist Calciumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid?
Schritt für Schritt
  1. Das Element vor „oxid“ suchen.
  2. Calcium ist ein Metall.
  3. Also ein Metalloxid.
  1. Das Element vor „oxid“ suchen.
  2. Calcium ist ein Metall.
  3. Also ein Metalloxid.
Ergebnis:
Ein Metalloxid

AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt

So nicht
Entscheide: Ist Calciumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid → Ein Nichtmetalloxid
So richtig
Entscheide: Ist Calciumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid → Ein Metalloxid

Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.

ÜbenJetzt du

  1. ○22
    Schwefel verbrennt an der Luft. Wie heißt das Produkt, und welche Art Oxid ist es?
    So fängst du an:
    Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
    Lösung zeigen
    1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
    2. Produkt: Schwefeldioxid.
    3. Schwefel ist ein Nichtmetall, also Nichtmetalloxid.
    Ergebnis:
    Schwefeldioxid, ein Nichtmetalloxid
  2. ●23
    Entscheide: Ist Kaliumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid?
    Lösung zeigen
    1. Das Element vor „oxid“ suchen.
    2. Kalium ist ein Metall.
    3. Also ein Metalloxid.
    Ergebnis:
    Ein Metalloxid
  3. ★24
    Was zeigt die Vorsilbe „di“ in Schwefeldioxid?
    Lösung zeigen
    1. Vorsilben zählen: mono 1, di 2, tri 3.
    2. „di“ steht vor „oxid“.
    3. Also zwei O-Atome: SO₂.
    Ergebnis:
    Zwei Sauerstoffatome je Schwefelatom

9Ich deute eine Reaktion auf der Teilchenebene.

MerkenTeilchenebene

Bei einer Reaktion werden Teilchen umgruppiert, nicht erzeugt oder vernichtet.

Deshalb bleibt die Masse gleich.

BeispielReaktionen auf der Teilchenebene deuten

2 g Magnesiumband werden an der Luft erhitzt und nehmen 1 g Sauerstoff auf. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
Schritt für Schritt
  1. Keine Masse geht verloren.
  2. Der Sauerstoff ist im Produkt eingebaut.
  3. 2 g + 1 g = 3 g.
  1. Keine Masse geht verloren.
  2. Der Sauerstoff ist im Produkt eingebaut.
  3. 2 g + 1 g = 3 g.
Ergebnis:
3 g

AchtungGase haben keine Masse

So nicht
Der Sauerstoff aus der Luft wiegt nichts.
So richtig
Ein Liter Luft wiegt etwa 1,2 g. Sauerstoff hat Masse wie jeder Stoff.

Denk an einen Ball: Aufgepumpt wiegt er mehr als leer.

ÜbenJetzt du

  1. ○25
    8 g Kupferblech reagieren in einem geschlossenen Kolben mit 3 g Sauerstoff. Danach sind 2 g Sauerstoff übrig. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    So fängst du an:
    Verbrauchter Sauerstoff: 3 g − 2 g = 1 g
    Lösung zeigen
    1. Verbrauchter Sauerstoff: 3 g − 2 g = 1 g
    2. Produkt: 8 g + 1 g = 9 g
    Ergebnis:
    9 g
  2. ●26
    8 g Stahlwolle werden an der Luft erhitzt und nehmen 2 g Sauerstoff auf. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren.
    2. Der Sauerstoff ist im Produkt eingebaut.
    3. 8 g + 2 g = 10 g.
    Ergebnis:
    10 g
  3. ★27
    Eisen ist magnetisch, Eisensulfid nicht. Warum, auf der Teilchenebene?
    Lösung zeigen
    1. Eigenschaften gehören zum Stoff, nicht zum einzelnen Atom.
    2. Ein neuer Bau aus Eisen- und Schwefelatomen ist ein neuer Stoff.
    3. Neuer Stoff, neue Eigenschaften.
    Ergebnis:
    Die Eisenatome sind jetzt mit Schwefelatomen verbunden

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●28
    Ein Metallstück hat das Volumen 50 cm³ und die Masse 445 g. Bestimme die Dichte und ordne das Metall zu.
    Lösung zeigen
    1. Formel: ρ = m : V
    2. ρ = 445 g : 50 cm³ = 8,9 g/cm³
    3. Tabelle: Das ist Kupfer.
    Ergebnis:
    ρ = 8,9 g/cm³ → Kupfer
  2. ●29
    Backpulver und Zitronensäure werden in Wasser gemischt, das Gefäß wird kalt. Welche Art von Reaktion ist das?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Gibt die Reaktion Energie an die Umgebung ab?
    2. Nein, Energie muss von außen kommen.
    3. Also endotherm.
    Ergebnis:
    Endotherm, sie nimmt Energie auf
  3. ●30
    12 g Magnesium reagieren vollständig mit 8 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 12 g + 8 g = 20 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 20 g.
    Ergebnis:
    20 g
  4. ●31
    2 g Kupferblech werden an der Luft erhitzt und nehmen 1 g Sauerstoff auf. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren.
    2. Der Sauerstoff ist im Produkt eingebaut.
    3. 2 g + 1 g = 3 g.
    Ergebnis:
    3 g
  5. ★32
    Kohlenstoff verbrennt an der Luft. Wie heißt das Produkt, und welche Art Oxid ist es?
    Lösung zeigen
    1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
    2. Produkt: Kohlenstoffdioxid.
    3. Kohlenstoff ist ein Nichtmetall, also Nichtmetalloxid.
    Ergebnis:
    Kohlenstoffdioxid, ein Nichtmetalloxid
  6. ●33
    Ein Metallstück hat das Volumen 20 cm³ und die Masse 178 g. Bestimme die Dichte und ordne das Metall zu.
    Lösung zeigen
    1. Formel: ρ = m : V
    2. ρ = 178 g : 20 cm³ = 8,9 g/cm³
    3. Tabelle: Das ist Kupfer.
    Ergebnis:
    ρ = 8,9 g/cm³ → Kupfer

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Stoffeigenschaften
Einen Stoff erkennt man an mehreren Eigenschaften zugleich.
Chemische Reaktion
Bei einer chemischen Reaktion entstehen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften.
Edukt und Produkt
Was reagiert, heißt Edukt und steht links vom Pfeil.
Exotherm und endotherm
Exotherm: Energie geht heraus, es wird warm.
Aktivierungsenergie
Auch eine exotherme Reaktion muss gestartet werden.
Erhaltung der Masse
Bei einer chemischen Reaktion geht keine Masse verloren.
Oxidation
Eine Reaktion mit Sauerstoff heißt Oxidation.
Metall- und Nichtmetalloxide
Metalle bilden Metalloxide (MgO, CuO), Nichtmetalle bilden Nichtmetalloxide (CO₂, SO₂).
Teilchenebene
Bei einer Reaktion werden Teilchen umgruppiert, nicht erzeugt oder vernichtet.

AchtungDichte falsch herum

So nicht
m = 27 g, V = 10 cm³ → ρ = 10 : 27 = 0,37 g/cm³
So richtig
ρ = m : V = 27 g : 10 cm³ = 2,7 g/cm³  (Aluminium)

ρ = m : V. Wer V : m rechnet, bekommt Werte unter 1 und wundert sich nicht.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich unterscheide Stoffe an ihren Eigenschaften.

    34
    Ein Quader ist 2 cm lang, 3 cm breit und 5 cm hoch und wiegt 81 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    2,7 g/cm³
  2. Ich erkenne eine chemische Reaktion an ihren Kennzeichen.

    35
    Brot wird im Toaster braun. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ja, ein neuer Stoff entsteht
  3. Ich stelle Wortgleichungen mit Edukten und Produkten auf.

    36
    Zink reagiert mit Schwefel. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Zink + Schwefel → Zinksulfid
  4. Ich unterscheide exotherme und endotherme Reaktionen.

    37
    Magnesium verbrennt mit heller Flamme. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    exotherm – Wärme und Licht werden abgegeben.
  5. Ich erkläre, wozu die Aktivierungsenergie gebraucht wird.

    38
    Ein Gaskocher liegt an der Luft und brennt nicht von allein. Was fehlt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Der Start, die Aktivierungsenergie
  6. Ich wende das Gesetz von der Erhaltung der Masse an.

    39
    12 g Magnesium reagieren vollständig mit 4 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    16 g
  7. Ich beschreibe Verbrennungen als Reaktion mit Sauerstoff.

    40
    Brennendes Fett in der Pfanne. Was löscht sicher?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Den Deckel auflegen
  8. Ich benenne Metall- und Nichtmetalloxide.

    41
    Entscheide: Ist Aluminiumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ein Metalloxid
  9. Ich deute eine Reaktion auf der Teilchenebene.

    42
    Was passiert mit den Atomen, wenn Magnesium mit Sauerstoff reagiert?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Sie verbinden sich neu zu Magnesiumoxid

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Produkt
was herauskommt, wenn man malnimmt
Summe
was herauskommt, wenn man zusammenzählt

Lösungen

  1. 7,1 g/cm³
  2. 7,9 g/cm³
  3. An der Siedetemperatur: 78 °C oder 100 °C
  4. Ja, ein neuer Stoff entsteht
  5. Ja, ein neuer Stoff entsteht
  6. Nein, es entsteht kein neuer Stoff
  7. Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
  8. Zink + Schwefel → Zinksulfid
  9. Eisen + Schwefel → Eisensulfid
  10. endotherm – Der Vorgang nimmt Energie auf.
  11. exotherm – Wärme und Licht werden abgegeben.
  12. exotherm – Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
  13. Der Start, die Aktivierungsenergie
  14. Es gibt mehr Energie ab, als der Start brauchte
  15. Tiefer als die Edukte, nach einem Berg
  16. 6 g
  17. 12 g
  18. 20 g
  19. Sauerstoff
  20. Sauerstoff
  21. Der Sauerstoff im Glas wird knapp
  22. Schwefeldioxid, ein Nichtmetalloxid
  23. Ein Metalloxid
  24. Zwei Sauerstoffatome je Schwefelatom
  25. 9 g
  26. 10 g
  27. Die Eisenatome sind jetzt mit Schwefelatomen verbunden
  28. ρ = 8,9 g/cm³ → Kupfer
  29. Endotherm, sie nimmt Energie auf
  30. 20 g
  31. 3 g
  32. Kohlenstoffdioxid, ein Nichtmetalloxid
  33. ρ = 8,9 g/cm³ → Kupfer
  34. 2,7 g/cm³
  35. Ja, ein neuer Stoff entsteht
  36. Zink + Schwefel → Zinksulfid
  37. exotherm – Wärme und Licht werden abgegeben.
  38. Der Start, die Aktivierungsenergie
  39. 16 g
  40. Den Deckel auflegen
  41. Ein Metalloxid
  42. Sie verbinden sich neu zu Magnesiumoxid