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Chemie · Klasse 7 · Kapitel

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Faszination Chemie – Feuer und Rauch

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich unterscheide Stoffe an ihren Eigenschaften.

MerkenStoffeigenschaften

Einen Stoff erkennt man an mehreren Eigenschaften zugleich.

Dazu zählen Farbe, Geruch, Dichte, Schmelz- und Siedetemperatur, Löslichkeit und Leitfähigkeit.

BeispielStoffe an Eigenschaften erkennen

Ein Quader ist 10 cm lang, 2 cm breit und 1 cm hoch und wiegt 54 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
Schritt für Schritt
  1. Volumen: 10 cm · 2 cm · 1 cm = 20 cm³
  2. Dichte: 54 g : 20 cm³ = 2,7 g/cm³
  1. Volumen: 10 cm · 2 cm · 1 cm = 20 cm³
  2. Dichte: 54 g : 20 cm³ = 2,7 g/cm³
Ergebnis:
2,7 g/cm³

AchtungStoff- und Teilchenebene vermischt

So nicht
Kupfer glänzt rot → ein Kupferatom ist rot und glänzt
So richtig
Kupfer → Stoff: rot und glänzend
Kupferatom → Teilchen: keine Farbe, kein Glanz

Farbe, Glanz und Geruch hat der Stoff. Ein einzelnes Teilchen hat sie nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Ein Quader ist 4 cm lang, 5 cm breit und 1 cm hoch und wiegt 158 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    So fängst du an:
    Volumen: 4 cm · 5 cm · 1 cm = 20 cm³
    Lösung zeigen
    1. Volumen: 4 cm · 5 cm · 1 cm = 20 cm³
    2. Dichte: 158 g : 20 cm³ = 7,9 g/cm³
    Ergebnis:
    7,9 g/cm³
  2. ●2
    Ein Quader ist 10 cm lang, 2 cm breit und 1 cm hoch und wiegt 50 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    Lösung zeigen
    1. Volumen: 10 cm · 2 cm · 1 cm = 20 cm³
    2. Dichte: 50 g : 20 cm³ = 2,5 g/cm³
    Ergebnis:
    2,5 g/cm³
  3. ★3
    Wasser und Ethanol sind beide farblos und flüssig. Woran unterscheidest du sie, ohne zu kosten?
    Lösung zeigen
    1. Farbe und Zustand sind gleich.
    2. Die Siedetemperatur ist verschieden.
    3. Also Siedetemperatur messen.
    Ergebnis:
    An der Siedetemperatur: 78 °C oder 100 °C

2Ich erkenne eine chemische Reaktion an ihren Kennzeichen.

MerkenChemische Reaktion

Bei einer chemischen Reaktion entstehen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften.

Erkennbar an Farbwechsel, Gasbildung, Niederschlag oder Energieumsatz.

BeispielChemische Reaktion oder nicht?

Wasser verdampft im Topf. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
Schritt für Schritt
  1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
  2. Der Dampf ist noch Wasser.
  3. Also keine chemische Reaktion.
  1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
  2. Der Dampf ist noch Wasser.
  3. Also keine chemische Reaktion.
Ergebnis:
Nein, es entsteht kein neuer Stoff

AchtungReaktion nicht von Mischen oder Zustandsänderung getrennt

So nicht
Zucker löst sich in Tee → chemische Reaktion
So richtig
Zucker löst sich → kein neuer Stoff, also keine Reaktion.
Reaktion heißt: Es entsteht ein neuer Stoff

Eine Reaktion erkennt man an einem NEUEN Stoff. Schmelzen und Lösen ändern nur die Form.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Brot wird im Toaster braun. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    So fängst du an:
    Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Die braunen Röststoffe sind neue Stoffe.
    3. Also eine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Ja, ein neuer Stoff entsteht
  2. ●5
    Eine Kerze brennt ab. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
    2. Es entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser.
    3. Also eine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Ja, ein neuer Stoff entsteht
  3. ★6
    Woran erkennst du beim Backpulver in Essig, dass eine Reaktion abläuft?
    Lösung zeigen
    1. Kennzeichen sammeln: Gasbildung, Farbwechsel, Niederschlag, Wärme oder Kälte.
    2. Hier: Gasbläschen, ein neuer Stoff.
    3. Also eine chemische Reaktion.
    Ergebnis:
    Es bildet sich ein neues Gas

3Ich stelle Wortgleichungen mit Edukten und Produkten auf.

MerkenEdukt und Produkt

Was reagiert, heißt Edukt und steht links vom Pfeil.

Was entsteht, heißt Produkt und steht rechts. Der Pfeil wird „reagiert zu“ gelesen.

BeispielWortgleichung aufstellen

Magnesium reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
Schritt für Schritt
  1. Edukte (das, was reagiert): Magnesium und Sauerstoff
  2. Produkt (das, was entsteht): Magnesiumoxid
  3. Wortgleichung: Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
  1. Edukte (das, was reagiert): Magnesium und Sauerstoff
  2. Produkt (das, was entsteht): Magnesiumoxid
  3. Wortgleichung: Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
Ergebnis:
Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid

AchtungEdukt und Produkt vertauscht

So nicht
Magnesiumoxid → Magnesium + Sauerstoff
(als Beschreibung der Verbrennung)
So richtig
Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid
(Edukte links, Produkt rechts)

Die Pfeilrichtung wird umgedreht: Was reagiert, steht LINKS; was entsteht, rechts.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Zink reagiert mit Schwefel. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    So fängst du an:
    Edukte (das, was reagiert): Zink und Schwefel
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Zink und Schwefel
    2. Produkt (das, was entsteht): Zinksulfid
    3. Wortgleichung: Zink + Schwefel → Zinksulfid
    Ergebnis:
    Zink + Schwefel → Zinksulfid
  2. ●8
    Eisen reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Eisen und Sauerstoff
    2. Produkt (das, was entsteht): Eisenoxid
    3. Wortgleichung: Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
    Ergebnis:
    Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
  3. ★9
    Kupfer reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    1. Edukte (das, was reagiert): Kupfer und Sauerstoff
    2. Produkt (das, was entsteht): Kupferoxid
    3. Wortgleichung: Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid
    Ergebnis:
    Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid

4Ich unterscheide exotherme und endotherme Reaktionen.

MerkenExotherm und endotherm

Exotherm: Energie geht heraus, es wird warm.

Endotherm: Energie wird aufgenommen, es wird kalt oder es muss dauernd erhitzt werden.

BeispielExotherm oder endotherm?

Magnesium verbrennt mit heller Flamme. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
Schritt für Schritt
  1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
  2. Abgegeben – es wird warm → exotherm
  3. Wärme und Licht werden abgegeben.
  1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
  2. Abgegeben – es wird warm → exotherm
  3. Wärme und Licht werden abgegeben.
Ergebnis:
exotherm – Wärme und Licht werden abgegeben.

Achtungexotherm und endotherm verwechselt

So nicht
Magnesium brennt hell und heiß → endotherm
So richtig
Magnesium brennt hell und heiß → exotherm
(exo = heraus: Energie geht heraus)

„exo“ heißt heraus – Energie geht heraus, es wird warm. Wer nur die Vorsilbe rät, trifft die Hälfte.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Beim Auflösen von Kaliumnitrat in Wasser wird das Becherglas kalt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    So fängst du an:
    Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
    3. Energie wird aus der Umgebung aufgenommen – deshalb kühlt sie ab.
    Ergebnis:
    endotherm – Energie wird aus der Umgebung aufgenommen – deshalb kühlt sie ab.
  2. ●11
    Ein Kühlakku wird nach dem Knicken kalt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Aufgenommen – es wird kalt → endotherm
    3. Der Vorgang nimmt Energie auf.
    Ergebnis:
    endotherm – Der Vorgang nimmt Energie auf.
  3. ★12
    Eine Kerze brennt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    1. Frage: Wird Energie abgegeben oder aufgenommen?
    2. Abgegeben – es wird warm → exotherm
    3. Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
    Ergebnis:
    exotherm – Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.

5Ich erkläre, wozu die Aktivierungsenergie gebraucht wird.

MerkenAktivierungsenergie

Auch eine exotherme Reaktion muss gestartet werden.

Die Energie dafür heißt Aktivierungsenergie – das Streichholz an der Kerze.

BeispielAktivierungsenergie

Ein Gaskocher wird angezündet und brennt danach von allein weiter. Entscheide: Ist die Verbrennung exotherm oder endotherm?
Schritt für Schritt
  1. Das Anzünden liefert die Aktivierungsenergie.
  2. Danach gibt die Reaktion selbst Wärme ab.
  3. Also exotherm.
  1. Das Anzünden liefert die Aktivierungsenergie.
  2. Danach gibt die Reaktion selbst Wärme ab.
  3. Also exotherm.
Ergebnis:
Exotherm, sie braucht nur einen Start

AchtungAktivierungsenergie mit endotherm verwechselt

So nicht
Die Kerze muss man anzünden, also ist die Verbrennung endotherm.
So richtig
Das Anzünden startet die Reaktion. Danach gibt sie mehr Energie ab, als sie braucht: exotherm.

Frag dich: Läuft die Reaktion weiter, wenn die Flamme weg ist?

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Holz liegt jahrelang an der Luft, ohne zu brennen. Warum?
    So fängst du an:
    Brennstoff und Sauerstoff sind da.
    Lösung zeigen
    1. Brennstoff und Sauerstoff sind da.
    2. Es fehlt die Zündtemperatur – der Start.
    3. Erst mit Aktivierungsenergie beginnt die Reaktion.
    Ergebnis:
    Es fehlt der Start, die Aktivierungsenergie
  2. ●14
    Ein Grillanzünder liegt an der Luft und brennt nicht von allein. Was fehlt?
    Lösung zeigen
    1. Brennstoff und Sauerstoff sind da.
    2. Es fehlt der Anstoß.
    3. Erst mit Aktivierungsenergie beginnt die Reaktion.
    Ergebnis:
    Der Start, die Aktivierungsenergie
  3. ★15
    Im Energiediagramm einer exothermen Reaktion: Wo liegen die Produkte?
    Lösung zeigen
    1. Der Berg ist die Aktivierungsenergie.
    2. Exotherm: Energie geht an die Umgebung.
    3. Die Produkte liegen also tiefer.
    Ergebnis:
    Tiefer als die Edukte, nach einem Berg

6Ich wende das Gesetz von der Erhaltung der Masse an.

MerkenErhaltung der Masse

Bei einer chemischen Reaktion geht keine Masse verloren.

Die Summe der Massen aller Edukte ist gleich der Summe der Massen aller Produkte.

BeispielGesetz von der Erhaltung der Masse

12 g Magnesium reagieren vollständig mit 2 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
12 g + 2 gMagnesium?Magnesiumoxidgeschlossenes Systemkein Atom kommt dazu, keines geht verloren
Schritt für Schritt
  1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
  2. Masse der Edukte: 12 g + 2 g = 14 g
  3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 14 g.
  1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
  2. Masse der Edukte: 12 g + 2 g = 14 g
  3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 14 g.
Ergebnis:
14 g

AchtungMasse geht verloren

So nicht
4 g Magnesium verbrennen → 4 g Magnesiumoxid
So richtig
4 g Magnesium + 2,6 g Sauerstoff → 6,6 g Magnesiumoxid
(die Luft wiegt mit)

Verbranntes Material scheint leichter – der Sauerstoff aus der Luft wird nicht mitgezählt.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    12 g Magnesium reagieren vollständig mit 8 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    So fängst du an:
    Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 12 g + 8 g = 20 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 20 g.
    Ergebnis:
    20 g
  2. ●17
    24 g Magnesium reagieren vollständig mit 8 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 24 g + 8 g = 32 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 32 g.
    Ergebnis:
    32 g
  3. ★18
    8 g Magnesium reagieren vollständig mit 2 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 8 g + 2 g = 10 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 10 g.
    Ergebnis:
    10 g

7Ich beschreibe Verbrennungen als Reaktion mit Sauerstoff.

MerkenOxidation

Eine Reaktion mit Sauerstoff heißt Oxidation.

Das Produkt heißt Oxid – Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid.

BeispielVerbrennung als Reaktion mit Sauerstoff

Kerzenwachs brennt in einem Glas, das umgestülpt wird. Warum geht die Flamme aus?
Schritt für Schritt
  1. Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur.
  2. Unter dem Glas kommt kein Sauerstoff nach.
  3. Ist er zu knapp, erlischt die Flamme.
  1. Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur.
  2. Unter dem Glas kommt kein Sauerstoff nach.
  3. Ist er zu knapp, erlischt die Flamme.
Ergebnis:
Der Sauerstoff wird knapp

AchtungSauerstoff brennt selbst

So nicht
Der Span flammt auf, weil der Sauerstoff brennt.
So richtig
Der Span brennt. Sauerstoff unterhält die Verbrennung, er brennt nicht selbst.

Frag dich: Was ist der Brennstoff? Was ist sein Partner?

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Spiritus brennt in einem Glas, das umgestülpt wird. Warum geht die Flamme aus?
    So fängst du an:
    Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur.
    Lösung zeigen
    1. Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur.
    2. Unter dem Glas kommt kein Sauerstoff nach.
    3. Ist er zu knapp, erlischt die Flamme.
    Ergebnis:
    Der Sauerstoff wird knapp
  2. ●20
    8 g Kupferblech reagieren in einem geschlossenen Kolben mit 7 g Sauerstoff. Danach sind 3 g Sauerstoff übrig. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    1. Verbrauchter Sauerstoff: 7 g − 3 g = 4 g
    2. Produkt: 8 g + 4 g = 12 g
    Ergebnis:
    12 g
  3. ★21
    Warum geht eine Kerze unter einem umgestülpten Glas nach kurzer Zeit aus?
    Lösung zeigen
    1. Verbrennungsdreieck: Brennstoff, Sauerstoff, Zündtemperatur.
    2. Unter dem Glas kommt kein Sauerstoff nach.
    3. Ist er zu knapp, erlischt die Flamme.
    Ergebnis:
    Der Sauerstoff im Glas wird knapp

8Ich benenne Metall- und Nichtmetalloxide.

MerkenMetall- und Nichtmetalloxide

Metalle bilden Metalloxide (MgO, CuO), Nichtmetalle bilden Nichtmetalloxide (CO₂, SO₂).

Das entscheidet später, ob eine Lauge oder eine Säure entsteht.

BeispielOxide benennen und einordnen

Lithium verbrennt an der Luft. Wie heißt das Produkt, und welche Art Oxid ist es?
Schritt für Schritt
  1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
  2. Produkt: Lithiumoxid.
  3. Lithium ist ein Metall, also Metalloxid.
  1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
  2. Produkt: Lithiumoxid.
  3. Lithium ist ein Metall, also Metalloxid.
Ergebnis:
Lithiumoxid, ein Metalloxid

AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt

So nicht
Kohlenstoffdioxid ist ein Metalloxid.
So richtig
Kohlenstoff ist ein Nichtmetall, also ist CO₂ ein Nichtmetalloxid.

Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.

ÜbenJetzt du

  1. ○22
    Schwefel verbrennt an der Luft. Wie heißt das Produkt, und welche Art Oxid ist es?
    So fängst du an:
    Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
    Lösung zeigen
    1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
    2. Produkt: Schwefeldioxid.
    3. Schwefel ist ein Nichtmetall, also Nichtmetalloxid.
    Ergebnis:
    Schwefeldioxid, ein Nichtmetalloxid
  2. ●23
    Silicium verbrennt an der Luft. Wie heißt das Produkt, und welche Art Oxid ist es?
    Lösung zeigen
    1. Verbrennung: Reaktion mit Sauerstoff.
    2. Produkt: Siliciumdioxid.
    3. Silicium ist ein Nichtmetall, also Nichtmetalloxid.
    Ergebnis:
    Siliciumdioxid, ein Nichtmetalloxid
  3. ★24
    Was zeigt die Vorsilbe „di“ in Schwefeldioxid?
    Lösung zeigen
    1. Vorsilben zählen: mono 1, di 2, tri 3.
    2. „di“ steht vor „oxid“.
    3. Also zwei O-Atome: SO₂.
    Ergebnis:
    Zwei Sauerstoffatome je Schwefelatom

9Ich deute eine Reaktion auf der Teilchenebene.

MerkenTeilchenebene

Bei einer Reaktion werden Teilchen umgruppiert, nicht erzeugt oder vernichtet.

Deshalb bleibt die Masse gleich.

BeispielReaktionen auf der Teilchenebene deuten

Aluminium ist glänzend. Entscheide: Ist auch ein einzelnes Aluminiumteilchen glänzend?
Schritt für Schritt
  1. Stoffebene: Aluminium ist glänzend.
  2. Teilchenebene: Diese Eigenschaft entsteht erst durch viele Teilchen und ihre Anordnung.
  3. Ein Teilchen allein hat sie nicht.
  1. Stoffebene: Aluminium ist glänzend.
  2. Teilchenebene: Diese Eigenschaft entsteht erst durch viele Teilchen und ihre Anordnung.
  3. Ein Teilchen allein hat sie nicht.
Ergebnis:
Nein, das hat nur der Stoff

AchtungTeilchen mit den Eigenschaften des Stoffs

So nicht
Schwefel ist gelb. Was gilt für ein einzelnes Schwefelatom → Es ist gelb, nur winzig
So richtig
Schwefel ist gelb. Was gilt für ein einzelnes Schwefelatom → Es hat gar keine Farbe

Frag dich zuerst: Was siehst du am Stoff? Was denkst du dir für die Teilchen?

ÜbenJetzt du

  1. ○25
    Quecksilber ist flüssig. Entscheide: Ist auch ein einzelnes Quecksilberteilchen flüssig?
    So fängst du an:
    Stoffebene: Quecksilber ist flüssig.
    Lösung zeigen
    1. Stoffebene: Quecksilber ist flüssig.
    2. Teilchenebene: Diese Eigenschaft entsteht erst durch viele Teilchen und ihre Anordnung.
    3. Ein Teilchen allein hat sie nicht.
    Ergebnis:
    Nein, das hat nur der Stoff
  2. ●26
    Schwefel ist gelb. Was gilt für ein einzelnes Schwefelatom?
    Lösung zeigen
    1. Stoffebene: Der Stoff Schwefel ist gelb.
    2. Teilchenebene: Ein Atom hat Masse und Größe, aber keine Farbe.
    3. Farbe entsteht erst durch sehr viele Teilchen zusammen.
    Ergebnis:
    Es hat gar keine Farbe
  3. ★27
    Eisen ist magnetisch, Eisensulfid nicht. Warum, auf der Teilchenebene?
    Lösung zeigen
    1. Eigenschaften gehören zum Stoff, nicht zum einzelnen Atom.
    2. Ein neuer Bau aus Eisen- und Schwefelatomen ist ein neuer Stoff.
    3. Neuer Stoff, neue Eigenschaften.
    Ergebnis:
    Die Eisenatome sind jetzt mit Schwefelatomen verbunden

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●28
    Ein Quader ist 3 cm lang, 4 cm breit und 5 cm hoch und wiegt 534 g. Bestimme: Welche Dichte hat der Stoff?
    Lösung zeigen
    1. Volumen: 3 cm · 4 cm · 5 cm = 60 cm³
    2. Dichte: 534 g : 60 cm³ = 8,9 g/cm³
    Ergebnis:
    8,9 g/cm³
  2. ●29
    Ein Metallstück hat das Volumen 20 cm³ und die Masse 158 g. Bestimme die Dichte und ordne das Metall zu.
    Lösung zeigen
    1. Formel: ρ = m : V
    2. ρ = 158 g : 20 cm³ = 7,9 g/cm³
    3. Tabelle: Das ist Eisen.
    Ergebnis:
    ρ = 7,9 g/cm³ → Eisen
  3. ●30
    Ein Kühlpack wird beim Knicken kalt. Welche Art von Reaktion ist das?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Wird die Umgebung wärmer oder kälter?
    2. Kälter heißt: Wärme geht in die Reaktion.
    3. Das ist endotherm.
    Ergebnis:
    Endotherm, es nimmt Wärme aus der Umgebung auf
  4. ●31
    Eine Kerze wird angezündet und brennt danach von allein weiter. Entscheide: Ist die Verbrennung exotherm oder endotherm?
    Lösung zeigen
    1. Das Anzünden liefert die Aktivierungsenergie.
    2. Danach gibt die Reaktion selbst Wärme ab.
    3. Also exotherm.
    Ergebnis:
    Exotherm, sie braucht nur einen Start
  5. ●32
    8 g Magnesium reagieren vollständig mit 8 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    1. Keine Masse geht verloren – sie verteilt sich nur neu.
    2. Masse der Edukte: 8 g + 8 g = 16 g
    3. Also ist die Masse des Produkts ebenfalls 16 g.
    Ergebnis:
    16 g
  6. ●33
    4 g Stahlwolle reagieren in einem geschlossenen Kolben mit 4 g Sauerstoff. Danach sind 2 g Sauerstoff übrig. Bestimme: Welche Masse hat das Produkt?
    Lösung zeigen
    1. Verbrauchter Sauerstoff: 4 g − 2 g = 2 g
    2. Produkt: 4 g + 2 g = 6 g
    Ergebnis:
    6 g

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Stoffeigenschaften
Einen Stoff erkennt man an mehreren Eigenschaften zugleich.
Chemische Reaktion
Bei einer chemischen Reaktion entstehen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften.
Edukt und Produkt
Was reagiert, heißt Edukt und steht links vom Pfeil.
Exotherm und endotherm
Exotherm: Energie geht heraus, es wird warm.
Aktivierungsenergie
Auch eine exotherme Reaktion muss gestartet werden.
Erhaltung der Masse
Bei einer chemischen Reaktion geht keine Masse verloren.
Oxidation
Eine Reaktion mit Sauerstoff heißt Oxidation.
Metall- und Nichtmetalloxide
Metalle bilden Metalloxide (MgO, CuO), Nichtmetalle bilden Nichtmetalloxide (CO₂, SO₂).
Teilchenebene
Bei einer Reaktion werden Teilchen umgruppiert, nicht erzeugt oder vernichtet.

AchtungDichte falsch herum

So nicht
m = 27 g, V = 10 cm³ → ρ = 10 : 27 = 0,37 g/cm³
So richtig
ρ = m : V = 27 g : 10 cm³ = 2,7 g/cm³  (Aluminium)

ρ = m : V. Wer V : m rechnet, bekommt Werte unter 1 und wundert sich nicht.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich unterscheide Stoffe an ihren Eigenschaften.

    34
    Woran unterscheidest du Wasser sicher von Ethanol?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Siedetemperatur
  2. Ich erkenne eine chemische Reaktion an ihren Kennzeichen.

    35
    Kerzenwachs erstarrt. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nein, es entsteht kein neuer Stoff
  3. Ich stelle Wortgleichungen mit Edukten und Produkten auf.

    36
    Eisen reagiert mit Sauerstoff. Stelle die Wortgleichung auf und benenne Edukte und Produkt.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
  4. Ich unterscheide exotherme und endotherme Reaktionen.

    37
    Eine Kerze brennt. Handelt es sich um eine exotherme oder eine endotherme Reaktion? Begründe.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    exotherm – Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
  5. Ich erkläre, wozu die Aktivierungsenergie gebraucht wird.

    38
    Ein Streichholz wird angezündet und brennt danach von allein weiter. Entscheide: Ist die Verbrennung exotherm oder endotherm?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Exotherm, sie braucht nur einen Start
  6. Ich wende das Gesetz von der Erhaltung der Masse an.

    39
    24 g Magnesium reagieren vollständig mit 2 g Sauerstoff. Wie viel Magnesiumoxid entsteht?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    26 g
  7. Ich beschreibe Verbrennungen als Reaktion mit Sauerstoff.

    40
    Benzin brennt in einem Glas, das umgestülpt wird. Warum geht die Flamme aus?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Der Sauerstoff wird knapp
  8. Ich benenne Metall- und Nichtmetalloxide.

    41
    Entscheide: Ist Magnesiumoxid ein Metalloxid oder ein Nichtmetalloxid?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ein Metalloxid
  9. Ich deute eine Reaktion auf der Teilchenebene.

    42
    Aluminium ist glänzend. Entscheide: Ist auch ein einzelnes Aluminiumteilchen glänzend?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nein, das hat nur der Stoff

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Produkt
was herauskommt, wenn man malnimmt
Summe
was herauskommt, wenn man zusammenzählt

Lösungen

  1. 7,9 g/cm³
  2. 2,5 g/cm³
  3. An der Siedetemperatur: 78 °C oder 100 °C
  4. Ja, ein neuer Stoff entsteht
  5. Ja, ein neuer Stoff entsteht
  6. Es bildet sich ein neues Gas
  7. Zink + Schwefel → Zinksulfid
  8. Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
  9. Kupfer + Sauerstoff → Kupferoxid
  10. endotherm – Energie wird aus der Umgebung aufgenommen – deshalb kühlt sie ab.
  11. endotherm – Der Vorgang nimmt Energie auf.
  12. exotherm – Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
  13. Es fehlt der Start, die Aktivierungsenergie
  14. Der Start, die Aktivierungsenergie
  15. Tiefer als die Edukte, nach einem Berg
  16. 20 g
  17. 32 g
  18. 10 g
  19. Der Sauerstoff wird knapp
  20. 12 g
  21. Der Sauerstoff im Glas wird knapp
  22. Schwefeldioxid, ein Nichtmetalloxid
  23. Siliciumdioxid, ein Nichtmetalloxid
  24. Zwei Sauerstoffatome je Schwefelatom
  25. Nein, das hat nur der Stoff
  26. Es hat gar keine Farbe
  27. Die Eisenatome sind jetzt mit Schwefelatomen verbunden
  28. 8,9 g/cm³
  29. ρ = 7,9 g/cm³ → Eisen
  30. Endotherm, es nimmt Wärme aus der Umgebung auf
  31. Exotherm, sie braucht nur einen Start
  32. 16 g
  33. 6 g
  34. Siedetemperatur
  35. Nein, es entsteht kein neuer Stoff
  36. Eisen + Sauerstoff → Eisenoxid
  37. exotherm – Energie wird an die Umgebung abgegeben – man spürt die Wärme.
  38. Exotherm, sie braucht nur einen Start
  39. 26 g
  40. Der Sauerstoff wird knapp
  41. Ein Metalloxid
  42. Nein, das hat nur der Stoff