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Deutsch · Klasse 9 und 10 · Kapitel

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Drama und szenisches Spiel

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Eine Figur am Text belegen: Was sie tut, sagt oder denkt, zeigt, wie sie ist.

  1. ●19
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Was tut Selin mit dem Link?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Selin tippte nicht darauf.“ Später: „Sie öffnete den Link trotzdem nicht.“
    3. Also: Sie öffnet ihn nicht.
    Ergebnis:
    Sie öffnet ihn nicht.
  2. ●20
    Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
    Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

    So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

    Was verrät das Verhalten des Vaters?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Er steigt ab, steigt auf, geht zu Fuß – immer nach dem Wort eines Fremden.
    3. Also: Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.
    Ergebnis:
    Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.

ÜbenWeißt du das noch?

Rede und Begleitsatz trennen: Was gesagt wird, steht anders da als das, was erzählt wird.

  1. ●21
    Wo stehen die Redezeichen richtig?
    Ali sagt Der Kuchen ist lecker
    Lösung zeigen
    1. Trenne Begleitsatz und Rede: Wer spricht, und was sagt die Person?
    2. Nach dem Begleitsatz kommt ein Doppelpunkt, dann die Rede in Redezeichen.
    3. Also: Ali sagt: „Der Kuchen ist lecker.“
    Ergebnis:
    Ali sagt: „Der Kuchen ist lecker.“
  2. ●22
    Wo stehen die Redezeichen richtig?
    Tim fragt Wo ist meine Mütze
    Lösung zeigen
    1. Trenne Begleitsatz und Rede: Wer spricht, und was sagt die Person?
    2. Nach dem Begleitsatz kommt ein Doppelpunkt, dann die Rede in Redezeichen.
    3. Also: Tim fragt: „Wo ist meine Mütze?“
    Ergebnis:
    Tim fragt: „Wo ist meine Mütze?“

1Ich kann eine Szene in Rollen lesen und deuten.

MerkenEine Szene deuten

Klär, wer zu wem spricht und was jede Figur will.

Wo die Wünsche sich widersprechen, liegt der Konflikt. Figuren sagen nicht immer, was sie meinen.

BeispielSzene, Konflikt und Figuren

Die Fundkiste:
Schulsekretariat. FRAU KERN hinter dem Tresen. SAMIR kommt herein, außer Atem. //

SAMIR: Ist eine blaue Jacke abgegeben worden? /
FRAU KERN (zeigt auf eine Kiste): Da liegen elf blaue Jacken. /
SAMIR (wühlt in der Kiste, zieht eine heraus): Die hier! Da ist mein Schlüssel drin. /
FRAU KERN: Woran erkennst du, dass es deine ist? /
SAMIR (zögert): Im Kragen steht … mein Bruder hat sie mir gegeben. Da steht sein Name. /
FRAU KERN (lächelt): Dann ruf deinen Bruder an. /
(SAMIR holt das Handy heraus.)

Tresen: Ein langer Tisch, an dem man bedient wird, zum Beispiel im Sekretariat.

Wie heißt der gesprochene Text der Figuren im Unterschied zum Nebentext?
Schritt für Schritt
  1. Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
  2. Was Samir und Frau Kern sagen, ist der Teil, den man auf der Bühne hört.
  3. Also: Haupttext
  1. Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
  2. Was Samir und Frau Kern sagen, ist der Teil, den man auf der Bühne hört.
  3. Also: Haupttext
Ergebnis:
Haupttext

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Zwei Figuren wollen dasselbe Zimmer. Wie heißt das, was die Handlung antreibt?
    So fängst du an:
    Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
    Lösung zeigen
    1. Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
    2. Gegensätzliche Wünsche bilden den Konflikt einer Szene.
    3. Also: Konflikt
    Ergebnis:
    Konflikt
  2. ●2
    Wie heißt das Selbstgespräch einer Figur, die allein auf der Bühne spricht?
    Lösung zeigen
    1. Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
    2. Spricht eine Figur allein mit sich, ist das ein Monolog.
    3. Also: Monolog
    Ergebnis:
    Monolog
  3. ★3
    Eine Figur spricht zum Publikum, die anderen auf der Bühne hören es nicht. Wie heißt das?
    Lösung zeigen
    1. Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
    2. Andere Figuren stehen dabei, hören es aber nicht. Das ist Beiseitesprechen.
    3. Also: Beiseitesprechen
    Ergebnis:
    Beiseitesprechen

2Ich kann Figurenkonstellation darstellen.

MerkenFigurenkonstellation

Wer steht zu wem, wer hat Macht, wer gibt nach?

Die Beziehung zeigt sich an Anrede, Redeanteil und daran, wer das letzte Wort hat.

BeispielFigurenkonstellation: Macht, Nähe und das letzte Wort

Der neue Song:
Proberaum im Keller. JONAS stimmt seine Gitarre. MAX sitzt am Schlagzeug. ELIF steht mit einem Blatt in der Hand an der Tür. //

ELIF: Ich hab einen Song geschrieben. Können wir den mal spielen? /
JONAS (ohne aufzusehen): Am Samstag spielen wir unsere Liste. Die steht. /
ELIF: Nur einmal durch. Drei Minuten. /
MAX: Lass sie doch, Jonas. /
JONAS (legt die Gitarre weg): Wer hat die Band gegründet, Max? /
MAX (leise): Du. /
ELIF (legt das Blatt auf den Verstärker): Dann sing ich ihn eben allein. /
(Sie singt die erste Zeile. MAX schlägt leise den Takt mit.) /
JONAS (nimmt die Gitarre wieder auf): Noch mal von vorn. Mit Gitarre.

Welche Figur hat in dieser Szene das letzte Wort?
Schritt für Schritt
  1. Zähl zuerst, wer wie viel spricht, wer wen wie anredet und wer das letzte Wort hat.
  2. Die letzte Figurenrede lautet „Noch mal von vorn. Mit Gitarre.“
  3. Also: Jonas
  1. Zähl zuerst, wer wie viel spricht, wer wen wie anredet und wer das letzte Wort hat.
  2. Die letzte Figurenrede lautet „Noch mal von vorn. Mit Gitarre.“
  3. Also: Jonas
Ergebnis:
Jonas

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Eine Figur sagt du zu einer anderen, die andere antwortet mit Sie. Was zeigt das?
    So fängst du an:
    Zähl zuerst, wer wie viel spricht, wer wen wie anredet und wer das letzte Wort hat.
    Lösung zeigen
    1. Zähl zuerst, wer wie viel spricht, wer wen wie anredet und wer das letzte Wort hat.
    2. Ungleiche Anrede zeigt ein Gefälle. Wer du sagt und Sie hört, steht oben.
    3. Also: Die zwei stehen nicht auf gleicher Stufe.
    Ergebnis:
    Die zwei stehen nicht auf gleicher Stufe.
  2. ●5
    Der neue Song:
    Proberaum im Keller. JONAS stimmt seine Gitarre. MAX sitzt am Schlagzeug. ELIF steht mit einem Blatt in der Hand an der Tür. //

    ELIF: Ich hab einen Song geschrieben. Können wir den mal spielen? /
    JONAS (ohne aufzusehen): Am Samstag spielen wir unsere Liste. Die steht. /
    ELIF: Nur einmal durch. Drei Minuten. /
    MAX: Lass sie doch, Jonas. /
    JONAS (legt die Gitarre weg): Wer hat die Band gegründet, Max? /
    MAX (leise): Du. /
    ELIF (legt das Blatt auf den Verstärker): Dann sing ich ihn eben allein. /
    (Sie singt die erste Zeile. MAX schlägt leise den Takt mit.) /
    JONAS (nimmt die Gitarre wieder auf): Noch mal von vorn. Mit Gitarre.

    Auf wessen Seite steht Max zuerst?
    Lösung zeigen
    1. Zähl zuerst, wer wie viel spricht, wer wen wie anredet und wer das letzte Wort hat.
    2. „Lass sie doch“ – der Schlagzeuger bittet für die Neue.
    3. Also: auf Elifs Seite
    Ergebnis:
    auf Elifs Seite
  3. ★6
    Die Scheibe:
    Büro der Schulleitung. FRAU ADEBAYO sitzt am Schreibtisch. Vor ihr stehen LEO und seine Mutter, FRAU KRÜGER. //

    FRAU KRÜGER: Frau Adebayo, mein Sohn hat die Scheibe nicht mit Absicht kaputt gemacht. Das war ein Unfall beim Fußball. Er hat noch nie Ärger gemacht, und die anderen haben auch mitgespielt. Das müssen Sie bitte bedenken. /
    FRAU ADEBAYO: Leo, was sagst du? /
    FRAU KRÜGER: Er ist noch ganz durcheinander. /
    FRAU ADEBAYO: Ich habe Leo gefragt. /
    LEO (nach einer Pause): Ich hab geschossen. Ich bezahle die Scheibe von meinem Geld. /
    FRAU ADEBAYO: Gut. Das besprechen wir jetzt zu dritt.

    Wer hat in diesem Gespräch die Macht?
    Lösung zeigen
    1. Zähl zuerst, wer wie viel spricht, wer wen wie anredet und wer das letzte Wort hat.
    2. „Ich habe Leo gefragt.“ Sie lässt sich das Gespräch nicht aus der Hand nehmen.
    3. Also: die Schulleiterin, denn sie bestimmt, wer antwortet
    Ergebnis:
    die Schulleiterin, denn sie bestimmt, wer antwortet

3Ich kann eine Regieanweisung schreiben.

MerkenRegieanweisung

Die Regieanweisung ist Nebentext und wird nicht gesprochen.

Sie steht meist in Klammern oder kursiv und sagt genau, was man sieht oder hört.

BeispielRegieanweisung erkennen und schreiben

Wo steht im Textbuch der Ort einer Szene?
Schritt für Schritt
  1. Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
  2. Ort, Zeit und Figuren nennt meist die erste Regieanweisung einer Szene.
  3. Also: in der Regieanweisung am Anfang
  1. Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
  2. Ort, Zeit und Figuren nennt meist die erste Regieanweisung einer Szene.
  3. Also: in der Regieanweisung am Anfang
Ergebnis:
in der Regieanweisung am Anfang

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Die Fundkiste:
    Schulsekretariat. FRAU KERN hinter dem Tresen. SAMIR kommt herein, außer Atem. //

    SAMIR: Ist eine blaue Jacke abgegeben worden? /
    FRAU KERN (zeigt auf eine Kiste): Da liegen elf blaue Jacken. /
    SAMIR (wühlt in der Kiste, zieht eine heraus): Die hier! Da ist mein Schlüssel drin. /
    FRAU KERN: Woran erkennst du, dass es deine ist? /
    SAMIR (zögert): Im Kragen steht … mein Bruder hat sie mir gegeben. Da steht sein Name. /
    FRAU KERN (lächelt): Dann ruf deinen Bruder an. /
    (SAMIR holt das Handy heraus.)

    Tresen: Ein langer Tisch, an dem man bedient wird, zum Beispiel im Sekretariat.

    Was zeigt die Regieanweisung „außer Atem“?
    So fängst du an:
    Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
    Lösung zeigen
    1. Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
    2. Er kommt schnell herein und fragt sofort, ohne Gruß.
    3. Also: Samir ist gerannt und hat es eilig.
    Ergebnis:
    Samir ist gerannt und hat es eilig.
  2. ●8
    Vor dem Anruf:
    Ein Zimmer. JANA allein, das Handy in der Hand. //

    JANA: Ich ruf sie an. Jetzt. (Sie tippt, hält inne.) Und was sag ich? „Tut mir leid“? Das hab ich schon dreimal geschrieben. (Sie legt das Handy weg, nimmt es wieder.) Sie hat nicht geantwortet. Vielleicht schläft sie. Vielleicht will sie nicht. (Sie steht auf.) Nein. Wenn ich jetzt nicht anrufe, dann nie. (Sie wählt. Es klingelt. Licht aus.)

    Welche Regieanweisung zeigt, dass Jana ihren Entschluss umsetzt?
    Lösung zeigen
    1. Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
    2. Erst tippt sie und hält inne. Nach „dann nie“ wählt sie wirklich.
    3. Also: (Sie wählt.)
    Ergebnis:
    (Sie wählt.)
  3. ★9
    Die Wahl:
    Flur vor dem Klassenraum. LINA lehnt an der Wand. MARC kommt mit zwei Stimmzetteln in der Hand. //

    MARC: Du hast mich nicht gewählt. /
    LINA (sieht auf den Boden): Es war geheim. /
    MARC: Deine Schrift erkenne ich überall. /
    LINA: Dann weißt du ja, wen ich gewählt habe. /
    MARC (leiser): Wir wollten das zusammen machen. Klassensprecher und Stellvertreterin. /
    LINA (hebt den Kopf): Du wolltest das. Mich hast du nie gefragt. /
    (Die Klingel. Beide bleiben stehen.)

    Warum sagt Marc „leiser“ den Satz über den gemeinsamen Plan?
    Lösung zeigen
    1. Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
    2. Die Anweisung verändert den Ton: Aus dem Vorwurf wird eine Enttäuschung.
    3. Also: Er ist gekränkt und zeigt, dass es ihm wichtig war.
    Ergebnis:
    Er ist gekränkt und zeigt, dass es ihm wichtig war.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Nach der Stunde:
    Klassenraum nach der Stunde. FRAU BERG packt ihre Tasche. JONAS wartet, bis alle weg sind. //

    JONAS: Frau Berg? Das Handy, das Sie eingesammelt haben … /
    FRAU BERG: Bekommst du nach der sechsten Stunde. /
    JONAS: Meine Mutter ist im Krankenhaus. Sie wollte sich melden. /
    FRAU BERG (hält inne, sieht ihn an): Seit wann? /
    JONAS: Seit gestern. Ich hab es keinem erzählt. /
    FRAU BERG (holt das Handy aus der Tasche und gibt es ihm): Wenn sie anruft, geh raus. Du musst nicht fragen. /
    (JONAS nickt. Er steckt das Handy ein, ohne es anzusehen.)

    Worin besteht der Konflikt zu Beginn?
    Lösung zeigen
    1. Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
    2. Die Regel der Schule steht gegen die Sorge um einen Menschen.
    3. Also: Jonas braucht sein Handy, aber es ist eingesammelt.
    Ergebnis:
    Jonas braucht sein Handy, aber es ist eingesammelt.
  2. ●11
    Die Wahl:
    Flur vor dem Klassenraum. LINA lehnt an der Wand. MARC kommt mit zwei Stimmzetteln in der Hand. //

    MARC: Du hast mich nicht gewählt. /
    LINA (sieht auf den Boden): Es war geheim. /
    MARC: Deine Schrift erkenne ich überall. /
    LINA: Dann weißt du ja, wen ich gewählt habe. /
    MARC (leiser): Wir wollten das zusammen machen. Klassensprecher und Stellvertreterin. /
    LINA (hebt den Kopf): Du wolltest das. Mich hast du nie gefragt. /
    (Die Klingel. Beide bleiben stehen.)

    Was wirft Lina Marc mit ihrem letzten Satz vor?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. „Du wolltest das. Mich hast du nie gefragt.“
    3. Also: Er hat über ihren Kopf hinweg entschieden.
    Ergebnis:
    Er hat über ihren Kopf hinweg entschieden.
  3. ●12
    Die Wahl:
    Flur vor dem Klassenraum. LINA lehnt an der Wand. MARC kommt mit zwei Stimmzetteln in der Hand. //

    MARC: Du hast mich nicht gewählt. /
    LINA (sieht auf den Boden): Es war geheim. /
    MARC: Deine Schrift erkenne ich überall. /
    LINA: Dann weißt du ja, wen ich gewählt habe. /
    MARC (leiser): Wir wollten das zusammen machen. Klassensprecher und Stellvertreterin. /
    LINA (hebt den Kopf): Du wolltest das. Mich hast du nie gefragt. /
    (Die Klingel. Beide bleiben stehen.)

    Was zeigt die Regieanweisung „hebt den Kopf“?
    Lösung zeigen
    1. Trenne, was eine Figur sagt, von dem, was gezeigt wird.
    2. Vorher sah sie auf den Boden. Jetzt sieht sie Marc an und sagt die Wahrheit.
    3. Also: Lina fasst Mut und widerspricht.
    Ergebnis:
    Lina fasst Mut und widerspricht.
  4. ●13
    Der Schlüssel:
    Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //

    MUTTER: Halb elf. /
    TIM: Der Bus kam nicht. /
    MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
    TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
    MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
    (Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
    TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.

    Wie heißt ein Gespräch zwischen zwei Figuren im Drama?
    Lösung zeigen
    1. Klär zuerst, wer spricht, zu wem, und was jede Figur will.
    2. Mutter und Tim sprechen abwechselnd. Das ist ein Dialog.
    3. Also: Dialog
    Ergebnis:
    Dialog
  5. ●14
    Die Probe:
    Aula, Probe der Theatergruppe. Auf der Bühne zwei Stühle. SAMIRA spielt die Königin, BEN den Boten. FRAU OKAFOR leitet die Probe von der ersten Reihe aus. //

    BEN (stolpert herein): Majestät, die Feinde stehen vor dem Tor! /
    SAMIRA (gähnt): Dann lass sie rein. /
    FRAU OKAFOR: Halt! Samira, du bist die Königin. Die Stadt ist in Gefahr. /
    SAMIRA: Aber die Königin hat keine Angst. Sie ist müde vom Krieg. /
    FRAU OKAFOR (nach einer Pause): Gut. Dann zeig mir, dass sie müde ist, nicht, dass du es bist. /
    SAMIRA (steht langsam auf, sieht zum Fenster): Dann lass sie rein.

    Was will Frau Okafor mit ihrem letzten Satz von Samira?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. „Zeig mir, dass sie müde ist, nicht, dass du es bist.“
    3. Also: Man soll der Königin die Müdigkeit ansehen, nicht Samira.
    Ergebnis:
    Man soll der Königin die Müdigkeit ansehen, nicht Samira.
  6. ●15
    Der neue Song:
    Proberaum im Keller. JONAS stimmt seine Gitarre. MAX sitzt am Schlagzeug. ELIF steht mit einem Blatt in der Hand an der Tür. //

    ELIF: Ich hab einen Song geschrieben. Können wir den mal spielen? /
    JONAS (ohne aufzusehen): Am Samstag spielen wir unsere Liste. Die steht. /
    ELIF: Nur einmal durch. Drei Minuten. /
    MAX: Lass sie doch, Jonas. /
    JONAS (legt die Gitarre weg): Wer hat die Band gegründet, Max? /
    MAX (leise): Du. /
    ELIF (legt das Blatt auf den Verstärker): Dann sing ich ihn eben allein. /
    (Sie singt die erste Zeile. MAX schlägt leise den Takt mit.) /
    JONAS (nimmt die Gitarre wieder auf): Noch mal von vorn. Mit Gitarre.

    Wie spricht Jonas am Anfang mit Elif?
    Lösung zeigen
    1. Zähl zuerst, wer wie viel spricht, wer wen wie anredet und wer das letzte Wort hat.
    2. Die Klammer hinter seinem Namen: (ohne aufzusehen).
    3. Also: ohne sie anzusehen
    Ergebnis:
    ohne sie anzusehen

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Eine Szene deuten
Klär, wer zu wem spricht und was jede Figur will.
Figurenkonstellation
Wer steht zu wem, wer hat Macht, wer gibt nach?
Regieanweisung
Die Regieanweisung ist Nebentext und wird nicht gesprochen.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann eine Szene in Rollen lesen und deuten.

    16
    Faust. Der Tragödie erster Teil (Marthens Garten, Auszug) – Johann Wolfgang von Goethe:
    MARGARETE: Nun sag, wie hast du's mit der Religion? /
    Du bist ein herzlich guter Mann, /
    Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon. //

    FAUST: Lass das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; /
    Für meine Lieben ließ ich Leib und Blut, /
    Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.

    Worin liegt der Konflikt dieser Szene?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Margarete will eine klare Antwort, Faust weicht aus.
  2. Ich kann Figurenkonstellation darstellen.

    17
    Wie heißt die Figur, die sich der Hauptfigur in den Weg stellt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Gegenspieler
  3. Ich kann eine Regieanweisung schreiben.

    18
    Der Schlüssel:
    Küche, spät am Abend. Die MUTTER sitzt am Tisch, vor ihr ein Schlüsselbund. TIM kommt herein, die Jacke noch an. //

    MUTTER: Halb elf. /
    TIM: Der Bus kam nicht. /
    MUTTER (schiebt den Schlüssel über den Tisch): Den hast du heute Morgen liegen lassen. /
    TIM (bleibt stehen): Ich hab geklingelt. Keiner hat aufgemacht. /
    MUTTER: Ich war hier. Die ganze Zeit. /
    (Pause. TIM zieht langsam die Jacke aus.) /
    TIM: Dann hab ich wohl nicht geklingelt.

    Welche Regieanweisung zeigt, dass Tim nachgibt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    (TIM zieht langsam die Jacke aus.)

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Lösungen

  1. Konflikt
  2. Monolog
  3. Beiseitesprechen
  4. Die zwei stehen nicht auf gleicher Stufe.
  5. auf Elifs Seite
  6. die Schulleiterin, denn sie bestimmt, wer antwortet
  7. Samir ist gerannt und hat es eilig.
  8. (Sie wählt.)
  9. Er ist gekränkt und zeigt, dass es ihm wichtig war.
  10. Jonas braucht sein Handy, aber es ist eingesammelt.
  11. Er hat über ihren Kopf hinweg entschieden.
  12. Lina fasst Mut und widerspricht.
  13. Dialog
  14. Man soll der Königin die Müdigkeit ansehen, nicht Samira.
  15. ohne sie anzusehen
  16. Margarete will eine klare Antwort, Faust weicht aus.
  17. Gegenspieler
  18. (TIM zieht langsam die Jacke aus.)
  19. Sie öffnet ihn nicht.
  20. Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.
  21. Ali sagt: „Der Kuchen ist lecker.“
  22. Tim fragt: „Wo ist meine Mütze?“