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Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel

Lesen und verstehen: Geschichten und Sachtexte

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Wie viele Tage dauert die Reise im Text, und wo steht es?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Die Zahl steht in einem Satz. Man zeigt die Stelle, damit andere die Antwort nachprüfen können. Quelle: Rahmenlehrplan Berlin-Brandenburg 1 bis 10, Teil C Deutsch, Lesen: Texte erschließen

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Verweiswörter verfolgen: Er, sie, es, dort und damit zeigen auf ein Wort im Satz davor.

  1. ●19
    Der Frosch
    Ein Frosch lebt am Wasser. Er kann weit hüpfen. Er hat lange Beine.

    Der Frosch fängt Fliegen mit der Zunge. Die Zunge ist lang und klebt.

    Im Frühling legen Frösche Eier ins Wasser. Aus den Eiern werden Kaulquappen.

    Kaulquappen: Die Kinder vom Frosch. Sie leben im Wasser und haben einen Schwanz.

    „Er kann weit hüpfen.“ Wer ist „er“?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Satz davor. Wer kommt dort vor?
    2. Der Satz davor sagt: Ein Frosch lebt am Wasser.
    3. Also: Der Frosch.
    Ergebnis:
    Der Frosch.
  2. ●20
    Der Zahn
    Emil wackelt an seinem Zahn. Beim Essen tut es weh.

    Am Abend beißt Emil in einen Apfel. Da ist der Zahn draußen. Im Mund ist jetzt eine Lücke.

    Emil legt den Zahn in eine Dose. Er zeigt seiner Schwester die Lücke und lacht.

    Lücke: Hier fehlt etwas. Da war vorher der Zahn.

    „Er zeigt seiner Schwester die Lücke und lacht.“ Wer ist „er“?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Satz davor. Wer kommt dort vor?
    2. Der Satz davor sagt: Emil legt den Zahn in eine Dose.
    3. Also: Emil.
    Ergebnis:
    Emil.

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenEine Antwort wird am Text geprüft

Fragen zu einem Text haben drei Arten von Antworten: eine Stelle finden, zwei Stellen verbinden und über den Text hinausdenken. Bei jeder Art zeigt man, woher die Antwort kommt. Eine Antwort, die zu mehr sagt als der Text, ist falsch.

WeiterdenkenDenk nach

Der Text sagt: „Viele Kinder fahren mit dem Rad.“ Darf man daraus schließen, dass kein Kind zu Fuß geht?

1Ich finde Angaben im Text und zeige die Stelle.

EntdeckenFrage

Wie viele Tage dauert die Reise im Text, und wo steht es?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Zahl steht in einem Satz. Man zeigt die Stelle, damit andere die Antwort nachprüfen können.

MerkenAngaben finden

Das Fragewort sagt, was du suchst: wo ein Ort, wann eine Zeit, warum ein Grund.

Such die Stelle und zeig sie. Was nicht dasteht, zählt nicht.

BeispielLesen 3 und 4: Angaben im Text finden

Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

Woher kommt das Licht des Mondes?
Schritt für Schritt
  1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
  2. Absatz 2: Das Licht kommt von der Sonne.
  3. Also: Von der Sonne.
  1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
  2. Absatz 2: Das Licht kommt von der Sonne.
  3. Also: Von der Sonne.
Ergebnis:
Von der Sonne.

AchtungLesen: Wörter abgeglichen statt Sinn

So nicht
Frage: Warum bleibt Mia zu Hause? Antwort: Mia bleibt zu Hause.
So richtig
Die Stelle im Text suchen, die den Grund nennt: Mia bleibt zu Hause, weil sie Fieber hat.

Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann such die Stelle, die genau das sagt.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Wo leben viele Kraniche im Sommer?
    So fängst du an:
    Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 1: Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
    3. Also: In Mooren im Norden von Deutschland.
    Ergebnis:
    In Mooren im Norden von Deutschland.
  2. ●2
    Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Womit gräbt der Maulwurf seine Gänge?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 1: Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln.
    3. Also: Mit seinen breiten Vorderfüßen.
    Ergebnis:
    Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  3. ★3
    Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Wann ist der Flohmarkt?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 1: Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof.
    3. Also: Am Samstag.
    Ergebnis:
    Am Samstag.

2Ich verbinde Stellen im Text und lese zwischen den Zeilen.

EntdeckenFrage

Woran erkennt man, was zuerst passiert ist, wenn „weil“ im Satz steht?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nach „weil“ steht der Grund. Er kommt in der Wirklichkeit zuerst, auch wenn er im Satz hinten steht.

MerkenThemen verbinden

In Prüfungen kommen mehrere Themen in einer Aufgabe.

Erst das Thema erkennen (Welche Regel passt?), dann rechnen, dann die Antwort im Sachzusammenhang prüfen.

BeispielLesen 3 und 4: Stellen verbinden und schließen

Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

Warum frisst sich der Igel im Herbst ein Fettpolster an?
Schritt für Schritt
  1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
  2. Absatz 4: erst das Fettpolster, dann der lange Winterschlaf.
  3. Also: Er schläft den Winter über und frisst dann nichts.
  1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
  2. Absatz 4: erst das Fettpolster, dann der lange Winterschlaf.
  3. Also: Er schläft den Winter über und frisst dann nichts.
Ergebnis:
Er schläft den Winter über und frisst dann nichts.

AchtungLesen: Ursache und Folge im Text vertauscht

So nicht
Der Weg ist nass, weil es geregnet hat. Was war zuerst? Der Weg wurde nass.
So richtig
Zuerst hat es geregnet. Danach war der Weg nass. Nach „weil“ steht der Grund.

Achte auf die kleinen Wörter: weil, deshalb, nicht. Ist es andersherum?

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Aus alt mach neu
    Altpapier kommt in die blaue Tonne. Aber was passiert danach? In einer Papierfabrik wird daraus neues Papier.

    Zuerst kommt das Altpapier in einen großen Behälter mit Wasser. Dort wird es gerührt, bis ein grauer Brei entsteht. Der Brei besteht aus winzigen Fasern.

    Dann muss die Druckfarbe heraus. Man bläst Luft in den Brei. Die Farbe bleibt an den Luftblasen hängen und steigt nach oben. Dort schöpft man sie als Schaum ab.

    Jetzt wird der Brei dünn auf ein Sieb gegossen. Das Wasser läuft ab, die Fasern bleiben liegen. Große heiße Walzen pressen und trocknen sie. Am Ende ist ein langes Band aus Papier entstanden.

    Papier kann man mehrmals wiederverwerten, aber nicht unendlich oft. Bei jedem Durchgang werden die Fasern kürzer.

    Fasern: Ganz dünne, kurze Fäden. Walzen: Große Rollen, die sich drehen und etwas flach drücken. wiederverwerten: Aus etwas Altem etwas Neues machen.

    Warum steht am Ende, dass die Fasern bei jedem Durchgang kürzer werden?
    So fängst du an:
    Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    2. Der Satz davor sagt: nicht unendlich oft.
    3. Also: Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.
    Ergebnis:
    Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.
  2. ●5
    Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Im dritten Absatz steht: „Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite.“ Warum ist das so?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    2. „Deshalb“ zeigt auf den Satz davor: Der Mond wandert um die Erde.
    3. Also: Der Mond wandert um die Erde.
    Ergebnis:
    Der Mond wandert um die Erde.
  3. ★6
    Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Warum legt der Junge das Buch zurück?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    2. Er schaut in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück. Das Geld reicht nicht.
    3. Also: Er hat nicht genug Geld dafür.
    Ergebnis:
    Er hat nicht genug Geld dafür.

3Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.

EntdeckenFrage

Warum ist „viele“ nicht „alle“, wenn ein Text von Kindern erzählt?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Ein Text sagt genau so viel, wie dasteht. Mehr daraus zu machen heißt, den Text zu verändern. Man prüft die Mengenwörter.

MerkenÜber den Text hinaus

Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen.

Sie darf nicht mehr behaupten, als dort steht.

BeispielLesen 3 und 4: über den Text hinaus denken

Ein Haus für immer
Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

Ein Kind findet eine leere Schneckenschale. Was bedeutet das wohl?
Schritt für Schritt
  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Absatz 1: Sie kann das Haus nicht verlassen, und es wächst mit. Ausziehen gibt es nicht.
  3. Also: Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.
  1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
  2. Absatz 1: Sie kann das Haus nicht verlassen, und es wächst mit. Ausziehen gibt es nicht.
  3. Also: Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.
Ergebnis:
Die Schnecke lebt nicht mehr, denn ohne ihr Haus kann sie nicht leben.

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Text: Ein Igel schläft im Laub. Frage: Was frisst der Igel? Antwort: Schnecken.
So richtig
Das steht nicht im Text. Antwort: Das weiß ich aus dem Text nicht.

Zeig die Stelle im Text. Was nicht dasteht, zählt bei dieser Frage nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Ein Kind sagt: „Der Mond ist eine Lampe am Himmel.“ Was sagt der Text dazu?
    So fängst du an:
    Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    Lösung zeigen
    1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    2. Absatz 1: Er leuchtet nicht selbst. Absatz 2: Das Licht kommt von der Sonne.
    3. Also: Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
    Ergebnis:
    Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
  2. ●8
    Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Stell dir vor, in einem Garten gibt es keine Käfer, Raupen und Würmer. Was würde der Igel wohl tun?
    Lösung zeigen
    1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    2. Er geht jeden Abend auf Futtersuche (Absatz 1). Der Winterschlaf gehört zum Winter.
    3. Also: Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
    Ergebnis:
    Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
  3. ★9
    Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Ein Kind sieht im Oktober viele Kraniche am Himmel. Was schließt es nach dem Text?
    Lösung zeigen
    1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    2. Absatz 2: Im Herbst fliegen sie nach Spanien. Absatz 3: Zurück kommen sie im Frühling.
    3. Also: Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
    Ergebnis:
    Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Wo schläft der Igel am Tag?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 1, zweiter Satz. Zur Kugel rollt er sich bei Gefahr.
    3. Also: In einem Versteck aus Laub.
    Ergebnis:
    In einem Versteck aus Laub.
  2. ●11
    Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Wann ist der Flohmarkt? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 1.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof.
  3. ●12
    Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Wie geht es Paula am Morgen nach dem Regen?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
    2. Im Baumhaus ist alles trocken, und Paula hebt beide Daumen. Das zeigt ihre Freude.
    3. Also: Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
    Ergebnis:
    Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  4. ●13
    Wo ist der Schlüssel?
    Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.

    Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.

    Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.

    nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.

    Was könnte Ben beim nächsten Mal tun?
    Lösung zeigen
    1. Denk weiter, aber bleib beim Text. Welche Stelle hilft dir?
    2. Absatz 1: Der Schlüssel war nicht in der Jacke. Er ist unterwegs herausgefallen.
    3. Also: Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen.
    Ergebnis:
    Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen.
  5. ●14
    Der Flohmarkt
    Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof. Emil verkauft seine alten Bücher. Er legt sie auf eine bunte Decke.

    Ein Junge bleibt lange vor den Büchern stehen. Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand. Dann schaut er in sein Portemonnaie und legt das Buch zurück.

    Emil überlegt kurz. Dann gibt er dem Jungen das Buch. „Für dich“, sagt er. Der Junge strahlt über das ganze Gesicht.

    Flohmarkt: Ein Markt, auf dem Leute alte Sachen verkaufen. Portemonnaie: Eine kleine Tasche für Geld.

    Was hält der Junge in der Hand?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 2: Er hält ein Buch über Dinosaurier in der Hand.
    3. Also: Ein Buch über Dinosaurier.
    Ergebnis:
    Ein Buch über Dinosaurier.
  6. ●15
    Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Was darf man einem Igel nicht geben? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 3.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Angaben finden
Das Fragewort sagt, was du suchst: wo ein Ort, wann eine Zeit, warum ein Grund.
Themen verbinden
In Prüfungen kommen mehrere Themen in einer Aufgabe.
Über den Text hinaus
Du darfst weiterdenken, aber deine Antwort muss zu einer Stelle im Text passen.

AchtungLesen: Bezug im Text verwechselt

So nicht
Tim schenkt dem Hund einen Knochen. Er wedelt mit dem Schwanz. Wer wedelt? Tim.
So richtig
Er meint den Hund, denn nur der Hund hat einen Schwanz. Der Hund wedelt.

Lies den Satz davor. Wer oder was ist mit er, sie, es oder dort gemeint?

AchtungLesen: zwischen den Zeilen nicht gelesen

So nicht
Paul zieht die Jacke an und nimmt den Schirm. Wie ist das Wetter? Antwort: Das steht nicht im Text.
So richtig
Es regnet wahrscheinlich: Paul nimmt den Schirm. Der Hinweis steht im Text.

Such das Wort im Text, das es verrät. Was tut die Figur?

AchtungLesen: Einzelheit statt Kern

So nicht
Worum geht es im Text? Antwort: Bienen haben sechs Beine. (ein einzelner Satz)
So richtig
Worum geht es im Text? Antwort: Bienen leben im Volk und teilen die Arbeit. (der ganze Text)

Passt die Antwort zum ganzen Text oder nur zu einem Satz?

AchtungLesen: mehr als der Text sagt

So nicht
Text: Viele Kinder fahren mit dem Rad zur Schule. Antwort: Alle Kinder fahren mit dem Rad.
So richtig
Viele Kinder, nicht alle. Das Wort „viele“ ist kleiner als „alle“.

Vergleiche die Mengenwörter: alle, viele, manche. Behauptet die Antwort mehr?

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich finde Angaben im Text und zeige die Stelle.

    16
    Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Wer sägt die Bretter?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Opa.
  2. Ich verbinde Stellen im Text und lese zwischen den Zeilen.

    17
    Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Wie geht es Paula am Morgen nach dem Regen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  3. Ich denke über den Text hinaus und prüfe meine Antwort am Text.

    18
    Wie das Küken aus dem Ei kommt
    Ein Huhn legt ein Ei und setzt sich darauf. So hält es das Ei warm. Das nennt man brüten. Mehrmals am Tag dreht das Huhn die Eier mit dem Schnabel um.

    Im Ei wächst ein Küken heran. Nach ungefähr drei Wochen ist es fertig. Jetzt wird es eng im Ei. Das Küken piepst schon, bevor es schlüpft. Die Henne hört es und gluckst zurück.

    Auf dem Schnabel hat das Küken eine kleine Spitze. Sie heißt Eizahn. Damit pickt es ein Loch in die Schale. Das ist harte Arbeit. Oft dauert es einen ganzen Tag, bis das Küken draußen ist. Danach fällt der Eizahn bald ab.

    Das Küken ist zuerst nass und müde. Nach wenigen Stunden ist sein Flaum trocken. Dann kann es schon laufen und Körner picken.

    brüten: Auf Eiern sitzen und sie warm halten, bis die Jungen schlüpfen. Eizahn: Eine kleine harte Spitze auf dem Schnabel des Kükens. Flaum: Ganz weiche, kurze Federn.

    Stell dir vor, die Henne verlässt das Nest für zwei Tage. Was wäre wohl das Problem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter.

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Wie viele Tage dauert die Reise im Text, und wo steht es?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Die Zahl steht in einem Satz. Man zeigt die Stelle, damit andere die Antwort nachprüfen können.

Lösungen

  1. In Mooren im Norden von Deutschland.
  2. Mit seinen breiten Vorderfüßen.
  3. Am Samstag.
  4. Es ist der Grund, warum es nicht unendlich oft geht.
  5. Der Mond wandert um die Erde.
  6. Er hat nicht genug Geld dafür.
  7. Das stimmt nicht, er wirft nur das Licht der Sonne zurück.
  8. Er würde in einem anderen Garten nach Futter suchen.
  9. Die Kraniche sind auf dem Weg nach Spanien.
  10. In einem Versteck aus Laub.
  11. Am Samstag ist Flohmarkt auf dem Schulhof.
  12. Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  13. Den Schlüssel an einer sicheren Stelle festmachen.
  14. Ein Buch über Dinosaurier.
  15. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
  16. Opa.
  17. Sie freut sich, weil alles trocken geblieben ist.
  18. Die Eier würden kalt, und die Küken wüchsen nicht weiter.
  19. Der Frosch.
  20. Emil.