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Deutsch · Klasse 8 und 9 · Kapitel

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Lyrik

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Einen literarischen Text auf drei Ebenen lesen: was dasteht, was daraus folgt, was er bedeutet.

  1. ●19
    Stillstand:
    Der Aufzug blieb zwischen dem dritten und dem vierten Stock stehen. Emre drückte auf alle Knöpfe. Nichts. //

    Neben ihm stand die Frau aus dem fünften Stock, die er nur vom Sehen kannte. Sie hielt eine Tüte mit Orangen. „Das passiert öfter“, sagte sie. „Zehn Minuten, dann kommt der Hausmeister.“ //

    Emre setzte sich auf den Boden. Sein Handy hatte keinen Empfang. Die Frau setzte sich neben ihn und gab ihm eine Orange. //

    Sie redeten über den Hausmeister, über den Lärm im Hof, über ihre Enkelin, die so alt war wie er. Als der Aufzug ruckte und weiterfuhr, stand Emre langsamer auf als nötig. //

    Im vierten Stock hielt er ihr die Tür auf. „Bis morgen“, sagte sie. Er wusste nicht, warum er nickte.

    Wo bleibt der Aufzug stehen?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „Der Aufzug blieb zwischen dem dritten und dem vierten Stock stehen.“
    3. Also: zwischen dem dritten und dem vierten Stock
    Ergebnis:
    zwischen dem dritten und dem vierten Stock
  2. ●20
    Stillstand:
    Der Aufzug blieb zwischen dem dritten und dem vierten Stock stehen. Emre drückte auf alle Knöpfe. Nichts. //

    Neben ihm stand die Frau aus dem fünften Stock, die er nur vom Sehen kannte. Sie hielt eine Tüte mit Orangen. „Das passiert öfter“, sagte sie. „Zehn Minuten, dann kommt der Hausmeister.“ //

    Emre setzte sich auf den Boden. Sein Handy hatte keinen Empfang. Die Frau setzte sich neben ihn und gab ihm eine Orange. //

    Sie redeten über den Hausmeister, über den Lärm im Hof, über ihre Enkelin, die so alt war wie er. Als der Aufzug ruckte und weiterfuhr, stand Emre langsamer auf als nötig. //

    Im vierten Stock hielt er ihr die Tür auf. „Bis morgen“, sagte sie. Er wusste nicht, warum er nickte.

    Warum bleibt die Frau ruhig?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. „Das passiert öfter.“ Sie weiß, wann jemand kommt.
    3. Also: Sie kennt das schon, der Aufzug hält öfter an.
    Ergebnis:
    Sie kennt das schon, der Aufzug hält öfter an.

ÜbenWeißt du das noch?

Satzgrenzen erkennen: Ein Satz kann über das Versende hinausgehen.

  1. ●21
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Als wir ankamen war es schon dunkel.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma vor und nach dem Nebensatz.
    2. Steht das Verb am Ende eines Teilsatzes, ist es ein Nebensatz.
    3. Also: Als wir ankamen, war es schon dunkel.
    Ergebnis:
    vor „war“
  2. ●22
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Sie packt ein Handtuch, eine Badehose Sonnencreme und ein Buch ein.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma in der Aufzählung.
    2. Zwischen gleichrangige Wörter oder Wortgruppen kommt ein Komma.
    3. Also: Sie packt ein Handtuch, eine Badehose, Sonnencreme und ein Buch ein.
    Ergebnis:
    vor „Sonnencreme“

1Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

MerkenReim, Metrum, Bild

Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.

Das Metrum ist die Folge betonter und unbetonter Silben, die sich wiederholt: Jambus xX, Trochäus Xx, Daktylus Xxx.

BeispielMetrum und Reimschema bestimmen

Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
Über allen Gipfeln /
Ist Ruh, /
In allen Wipfeln /
Spürest du /
Kaum einen Hauch; /
Die Vögelein schweigen im Walde. /
Warte nur, balde /
Ruhest du auch.

Welches Reimschema haben die letzten vier Verse?
Schritt für Schritt
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Hauch und auch umschließen Walde und balde: cddc.
  3. Also: umarmender Reim
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Hauch und auch umschließen Walde und balde: cddc.
  3. Also: umarmender Reim
Ergebnis:
umarmender Reim

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Warum trennt Morgenstern „raffinier- / te“?
    So fängst du an:
    Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Die Trennung erzeugt einen Reim, den es sonst nicht gäbe – ein Spiel mit der Form.
    3. Also: Damit raffinier auf mir und Tier reimt
    Ergebnis:
    Damit raffinier auf mir und Tier reimt
  2. ●2
    Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
    Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

    Welches Reimschema hat die Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Hut und Flut umschließen Geschrei und entzwei: abba.
    3. Also: umarmender Reim
    Ergebnis:
    umarmender Reim
  3. ★3
    Heidenröslein (erste Strophe) – Johann Wolfgang von Goethe:
    Sah ein Knab ein Röslein stehn, /
    Röslein auf der Heiden, /
    War so jung und morgenschön, /
    Lief er schnell, es nah zu sehn, /
    Sah's mit vielen Freuden. /
    Röslein, Röslein, Röslein rot, /
    Röslein auf der Heiden.

    Woran erkennst du hier den Trochäus?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Sah ist betont. Beim Jambus käme die Betonung erst auf der zweiten Silbe.
    3. Also: Der Vers beginnt mit einer betonten Silbe.
    Ergebnis:
    Der Vers beginnt mit einer betonten Silbe.

2Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

MerkenSprachbilder deuten

Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.

Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

BeispielSprachbilder erkennen und begründen

Pausenhof:
Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
Schritte und Rufe und Echo und Hall.

Welches Sprachbild ist „Blätter flüstern dem Hof“?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Blätter flüstern wie Menschen. Ein Vergleichswort fehlt.
  3. Also: Personifikation
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Blätter flüstern wie Menschen. Ein Vergleichswort fehlt.
  3. Also: Personifikation
Ergebnis:
Personifikation

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Welches Signal zeigt in „funkeln wie Kristall“ das Sprachbild?
    So fängst du an:
    Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Tropfen und Kristall werden verbunden, das kleine Wort steht dazwischen.
    3. Also: das Vergleichswort wie
    Ergebnis:
    das Vergleichswort wie
  2. ●5
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welches Wort macht in „Unzählig Menschen schwemmen aus und ein“ die Menschen zu Wasser?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Schwemmen sagt man von Wasser. Das Wort macht die Menschen zu einer Flut.
    3. Also: schwemmen
    Ergebnis:
    schwemmen
  3. ★6
    Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Welches Sprachbild ist „Die Winde lagern schwarz um seine Stirn“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Winde lagern wie Menschen oder Tiere. Ein Vergleichswort fehlt.
    3. Also: Personifikation
    Ergebnis:
    Personifikation

3Ich kann ein Gedicht vortragen.

MerkenGedichtvortrag

Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Beim Zeilensprung liest du weiter. Tempo und Lautstärke folgen der Stimmung.

BeispielEin Gedicht vortragen: Pausen und Betonung

Pausenhof:
Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
Schritte und Rufe und Echo und Hall.

Wie trägst du den letzten Vers vor?
Schritt für Schritt
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Die Geräusche häufen sich. Der Vortrag steigert sie.
  3. Also: schneller und lauter werdend
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Die Geräusche häufen sich. Der Vortrag steigert sie.
  3. Also: schneller und lauter werdend
Ergebnis:
schneller und lauter werdend

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Wie sprichst du die Frage „Wisst ihr / weshalb?“?
    So fängst du an:
    Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Wisst ihr spricht die Zuhörer an. Die Pause macht neugierig auf die Antwort.
    3. Also: an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
    Ergebnis:
    an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
  2. ●8
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Wo machst du im ersten Vers eine deutliche Pause?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Nach Nacht steht ein Punkt mitten im Vers. Dort endet der Satz.
    3. Also: nach „Nacht“, beim Punkt
    Ergebnis:
    nach „Nacht“, beim Punkt
  3. ★9
    Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
    Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

    Wo machst du in der Strophe die erste lange Pause?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Nach Hut steht ein Komma, nach Geschrei ein Punkt. Dort endet der erste Satz.
    3. Also: nach „Geschrei“, beim Punkt
    Ergebnis:
    nach „Geschrei“, beim Punkt

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Welches Reimschema hat das Gedicht?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Wind reimt auf beginnt, Ball auf Hall: aabb.
    3. Also: Paarreim
    Ergebnis:
    Paarreim
  2. ●11
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Sprachbild steht in „als ob es tausend Stäbe gäbe“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Als ob ist das Signal eines Vergleichs.
    3. Also: Vergleich
    Ergebnis:
    Vergleich
  3. ●12
    Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Warum kommt das Ich zu spät?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Nach dem Abschalten „sind fünf Minuten vergangen“.
    3. Also: Es hat den Wecker ausgemacht und weitergeschlafen.
    Ergebnis:
    Es hat den Wecker ausgemacht und weitergeschlafen.
  4. ●13
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Metrum hat „Die Luft ging durch die Felder“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. die LUFT ging DURCH die FEL-der: unbetont, betont im Wechsel.
    3. Also: Jambus
    Ergebnis:
    Jambus
  5. ●14
    Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild ist „mein kleiner Wächter“ für den Wecker?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Das Gerät bekommt einen neuen Namen, ohne wie oder als dazwischen.
    3. Also: Metapher
    Ergebnis:
    Metapher
  6. ●15
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Wo läuft der Panther?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „der sich im allerkleinsten Kreise dreht“
    3. Also: im allerkleinsten Kreise
    Ergebnis:
    im allerkleinsten Kreise

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Reim, Metrum, Bild
Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.
Sprachbilder deuten
Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.
Gedichtvortrag
Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

    16
    Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Welches Metrum hat „Rauschende Blätter im herbstlichen Wind“?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Daktylus
  2. Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

    17
    Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild ist „mein kleiner Wächter“ für den Wecker?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Metapher
  3. Ich kann ein Gedicht vortragen.

    18
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Wo machst du nach „der Stäbe“ im ersten Vers eine Pause?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    keine, der Satz läuft weiter bis „hält“

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Lösungen

  1. Damit raffinier auf mir und Tier reimt
  2. umarmender Reim
  3. Der Vers beginnt mit einer betonten Silbe.
  4. das Vergleichswort wie
  5. schwemmen
  6. Personifikation
  7. an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
  8. nach „Nacht“, beim Punkt
  9. nach „Geschrei“, beim Punkt
  10. Paarreim
  11. Vergleich
  12. Es hat den Wecker ausgemacht und weitergeschlafen.
  13. Jambus
  14. Metapher
  15. im allerkleinsten Kreise
  16. Daktylus
  17. Metapher
  18. keine, der Satz läuft weiter bis „hält“
  19. zwischen dem dritten und dem vierten Stock
  20. Sie kennt das schon, der Aufzug hält öfter an.
  21. vor „war“
  22. vor „Sonnencreme“