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Deutsch · Klasse 8 und 9 · Kapitel

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Lyrik

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Einen literarischen Text auf drei Ebenen lesen: was dasteht, was daraus folgt, was er bedeutet.

  1. ●19
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Warum meldet sich die erzählende Person am Ende doch?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Die Lehrerin dankt Nele und fragt, wo es hakt.
    3. Also: Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
    Ergebnis:
    Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
  2. ●20
    Stillstand:
    Der Aufzug blieb zwischen dem dritten und dem vierten Stock stehen. Emre drückte auf alle Knöpfe. Nichts. //

    Neben ihm stand die Frau aus dem fünften Stock, die er nur vom Sehen kannte. Sie hielt eine Tüte mit Orangen. „Das passiert öfter“, sagte sie. „Zehn Minuten, dann kommt der Hausmeister.“ //

    Emre setzte sich auf den Boden. Sein Handy hatte keinen Empfang. Die Frau setzte sich neben ihn und gab ihm eine Orange. //

    Sie redeten über den Hausmeister, über den Lärm im Hof, über ihre Enkelin, die so alt war wie er. Als der Aufzug ruckte und weiterfuhr, stand Emre langsamer auf als nötig. //

    Im vierten Stock hielt er ihr die Tür auf. „Bis morgen“, sagte sie. Er wusste nicht, warum er nickte.

    Warum bleibt die Frau ruhig?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. „Das passiert öfter.“ Sie weiß, wann jemand kommt.
    3. Also: Sie kennt das schon, der Aufzug hält öfter an.
    Ergebnis:
    Sie kennt das schon, der Aufzug hält öfter an.

ÜbenWeißt du das noch?

Satzgrenzen erkennen: Ein Satz kann über das Versende hinausgehen.

  1. ●21
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Ich frage mich ob der Film gut ist.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma vor und nach dem Nebensatz.
    2. Steht das Verb am Ende eines Teilsatzes, ist es ein Nebensatz.
    3. Also: Ich frage mich, ob der Film gut ist.
    Ergebnis:
    vor „ob“
  2. ●22
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Sie spielt Gitarre Klavier und Flöte.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma in der Aufzählung.
    2. Zwischen gleichrangige Wörter oder Wortgruppen kommt ein Komma.
    3. Also: Sie spielt Gitarre, Klavier und Flöte.
    Ergebnis:
    vor „Klavier“

1Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

MerkenReim, Metrum, Bild

Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.

Das Metrum ist die Folge betonter und unbetonter Silben, die sich wiederholt: Jambus xX, Trochäus Xx, Daktylus Xxx.

BeispielMetrum und Reimschema bestimmen

Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Welches Reimschema hat die Strophe?
Schritt für Schritt
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Hut und Flut umschließen Geschrei und entzwei: abba.
  3. Also: umarmender Reim
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Hut und Flut umschließen Geschrei und entzwei: abba.
  3. Also: umarmender Reim
Ergebnis:
umarmender Reim

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Reimschema hat die erste Strophe?
    So fängst du an:
    Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Stäbe reimt auf gäbe, hält auf Welt: abab.
    3. Also: Kreuzreim
    Ergebnis:
    Kreuzreim
  2. ●2
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Welches Reimschema haben die ersten vier Verse?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Gipfeln reimt auf Wipfeln, Ruh auf du: abab.
    3. Also: Kreuzreim
    Ergebnis:
    Kreuzreim
  3. ★3
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Metrum hat „Die Luft ging durch die Felder“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. die LUFT ging DURCH die FEL-der: unbetont, betont im Wechsel.
    3. Also: Jambus
    Ergebnis:
    Jambus

2Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

MerkenSprachbilder deuten

Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.

Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

BeispielSprachbilder erkennen und begründen

Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
Ein Wiesel /
saß auf einem Kiesel /
inmitten Bachgeriesel. //

Wisst ihr /
weshalb? //

Das Mondkalb /
verriet es mir /
im Stillen: //

Das raffinier- /
te Tier /
tat's um des Reimes willen.

Welches Sprachbild steckt in „Das Mondkalb verriet es mir“?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Ein Mondkalb spricht und verrät etwas wie ein Mensch.
  3. Also: Personifikation
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Ein Mondkalb spricht und verrät etwas wie ein Mensch.
  3. Also: Personifikation
Ergebnis:
Personifikation

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Womit wird der Gang des Panthers verglichen?
    So fängst du an:
    Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. „ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte“ – das wie verbindet Gang und Tanz.
    3. Also: mit einem Tanz von Kraft um eine Mitte
    Ergebnis:
    mit einem Tanz von Kraft um eine Mitte
  2. ●5
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Sprachbild ist „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Die Seele bekommt Flügel wie ein Vogel, ohne wie oder als. Das ist eine Metapher.
    3. Also: Metapher
    Ergebnis:
    Metapher
  3. ★6
    Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
    Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

    Warum wirkt „Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei“ seltsam?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Entzwei gehen Teller oder Vasen. So wird das Unglück beiläufig und grotesk.
    3. Also: Menschen zerbrechen darin wie Gegenstände.
    Ergebnis:
    Menschen zerbrechen darin wie Gegenstände.

3Ich kann ein Gedicht vortragen.

MerkenGedichtvortrag

Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Beim Zeilensprung liest du weiter. Tempo und Lautstärke folgen der Stimmung.

BeispielEin Gedicht vortragen: Pausen und Betonung

Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
Es war, als hätt der Himmel /
Die Erde still geküsst, /
Dass sie im Blütenschimmer /
Von ihm nun träumen müsst. //

Die Luft ging durch die Felder, /
Die Ähren wogten sacht, /
Es rauschten leis die Wälder, /
So sternklar war die Nacht. //

Und meine Seele spannte /
Weit ihre Flügel aus, /
Flog durch die stillen Lande, /
Als flöge sie nach Haus.

Wo machst du in der ersten Strophe die erste Pause?
Schritt für Schritt
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Der Satz läuft über das Versende von Himmel zu Erde. Das ist ein Zeilensprung.
  3. Also: nach „geküsst“, am Ende des Satzteils
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Der Satz läuft über das Versende von Himmel zu Erde. Das ist ein Zeilensprung.
  3. Also: nach „geküsst“, am Ende des Satzteils
Ergebnis:
nach „geküsst“, am Ende des Satzteils

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Wo machst du vor den letzten beiden Versen eine lange Pause?
    So fängst du an:
    Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Nach Walde endet ein Satz. Danach beginnt „Warte nur“, die Rede an das Du.
    3. Also: nach „Walde“, beim Punkt
    Ergebnis:
    nach „Walde“, beim Punkt
  2. ●8
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Wo machst du im ersten Vers eine deutliche Pause?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Nach Nacht steht ein Punkt mitten im Vers. Dort endet der Satz.
    3. Also: nach „Nacht“, beim Punkt
    Ergebnis:
    nach „Nacht“, beim Punkt
  3. ★9
    Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Wie sprichst du die Frage „Wisst ihr / weshalb?“?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Wisst ihr spricht die Zuhörer an. Die Pause macht neugierig auf die Antwort.
    3. Also: an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
    Ergebnis:
    an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Welches Metrum hat „Rauschende Blätter im herbstlichen Wind“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. RAU-schen-de BLÄT-ter im HERBST-li-chen WIND: eine betonte, zwei unbetonte Silben.
    3. Also: Daktylus
    Ergebnis:
    Daktylus
  2. ●11
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Sprachbild steht in „als hätt der Himmel die Erde still geküsst“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Als hätt zeigt den Vergleich. Der Himmel küsst wie ein Mensch.
    3. Also: Vergleich mit Personifikation
    Ergebnis:
    Vergleich mit Personifikation
  3. ●12
    Das Sprungbrett:
    Sonne brennt auf heißen Steinen, /
    Kinder lachen, Kleine weinen. /
    Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
    steht ein Junge voller Träume. //

    Unten warten seine Leute, /
    rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
    Doch er steigt die Leiter nieder. /
    Morgen, sagt er, komm ich wieder.

    Was rufen die Leute unten?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. Die wörtliche Rede im sechsten Vers gehört zu den Wartenden.
    3. Also: „Spring, du Held von heute!“
    Ergebnis:
    „Spring, du Held von heute!“
  4. ●13
    Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Wie trägst du den letzten Vers vor?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Die Geräusche häufen sich. Der Vortrag steigert sie.
    3. Also: schneller und lauter werdend
    Ergebnis:
    schneller und lauter werdend
  5. ●14
    Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Welches Signal zeigt in „funkeln wie Kristall“ das Sprachbild?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Tropfen und Kristall werden verbunden, das kleine Wort steht dazwischen.
    3. Also: das Vergleichswort wie
    Ergebnis:
    das Vergleichswort wie
  6. ●15
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Was schweigt im Walde?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „Die Vögelein schweigen im Walde.“
    3. Also: die Vögelein
    Ergebnis:
    die Vögelein

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Reim, Metrum, Bild
Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.
Sprachbilder deuten
Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.
Gedichtvortrag
Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

    16
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Reimschema hat die erste Strophe?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Kreuzreim
  2. Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

    17
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Signal zeigt in „Als flöge sie nach Haus“ das Sprachbild?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    das Vergleichswort als
  3. Ich kann ein Gedicht vortragen.

    18
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Wo machst du vor den letzten beiden Versen eine lange Pause?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    nach „Walde“, beim Punkt

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Lösungen

  1. Kreuzreim
  2. Kreuzreim
  3. Jambus
  4. mit einem Tanz von Kraft um eine Mitte
  5. Metapher
  6. Menschen zerbrechen darin wie Gegenstände.
  7. nach „Walde“, beim Punkt
  8. nach „Nacht“, beim Punkt
  9. an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
  10. Daktylus
  11. Vergleich mit Personifikation
  12. „Spring, du Held von heute!“
  13. schneller und lauter werdend
  14. das Vergleichswort wie
  15. die Vögelein
  16. Kreuzreim
  17. das Vergleichswort als
  18. nach „Walde“, beim Punkt
  19. Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
  20. Sie kennt das schon, der Aufzug hält öfter an.
  21. vor „ob“
  22. vor „Klavier“