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Deutsch · Klasse 8 und 9 · Kapitel

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Lyrik

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Einen literarischen Text auf drei Ebenen lesen: was dasteht, was daraus folgt, was er bedeutet.

  1. ●19
    Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
    Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

    So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

    Warum wechseln Vater und Sohn immer wieder?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Nach jedem Tadel ändern sie sofort, wer reitet.
    3. Also: Sie tun jedes Mal, was der letzte Wanderer sagt.
    Ergebnis:
    Sie tun jedes Mal, was der letzte Wanderer sagt.
  2. ●20
    Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Wie steht Mila zum Umzug?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Sie antwortet dem Vater nicht und steckt das Klassenfoto in ihre Jackentasche.
    3. Also: Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.
    Ergebnis:
    Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.

ÜbenWeißt du das noch?

Satzgrenzen erkennen: Ein Satz kann über das Versende hinausgehen.

  1. ●21
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Im Garten wachsen Tomaten Gurken und Kürbisse.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma in der Aufzählung.
    2. Zwischen gleichrangige Wörter oder Wortgruppen kommt ein Komma.
    3. Also: Im Garten wachsen Tomaten, Gurken und Kürbisse.
    Ergebnis:
    vor „Gurken“
  2. ●22
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Das Haus, das an der Ecke steht ist gelb.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma beim Relativsatz.
    2. Der, die, das oder welcher bezieht sich auf ein Nomen davor.
    3. Also: Das Haus, das an der Ecke steht, ist gelb.
    Ergebnis:
    vor „ist“

1Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

MerkenReim, Metrum, Bild

Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.

Das Metrum ist die Folge betonter und unbetonter Silben, die sich wiederholt: Jambus xX, Trochäus Xx, Daktylus Xxx.

BeispielMetrum und Reimschema bestimmen

Das Sprungbrett:
Sonne brennt auf heißen Steinen, /
Kinder lachen, Kleine weinen. /
Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
steht ein Junge voller Träume. //

Unten warten seine Leute, /
rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
Doch er steigt die Leiter nieder. /
Morgen, sagt er, komm ich wieder.

Welches Reimschema hat die erste Strophe?
Schritt für Schritt
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Steinen reimt auf weinen, Bäume auf Träume: aabb.
  3. Also: Paarreim
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Steinen reimt auf weinen, Bäume auf Träume: aabb.
  3. Also: Paarreim
Ergebnis:
Paarreim

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Metrum hat „Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe“?
    So fängst du an:
    Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. ihm IST, als OB es TAU-send STÄ-be GÄ-be: unbetont, betont im Wechsel.
    3. Also: Jambus
    Ergebnis:
    Jambus
  2. ●2
    Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Welches Metrum hat „Rauschende Blätter im herbstlichen Wind“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. RAU-schen-de BLÄT-ter im HERBST-li-chen WIND: eine betonte, zwei unbetonte Silben.
    3. Also: Daktylus
    Ergebnis:
    Daktylus
  3. ★3
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Welches Reimschema haben die letzten vier Verse?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Hauch und auch umschließen Walde und balde: cddc.
    3. Also: umarmender Reim
    Ergebnis:
    umarmender Reim

2Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

MerkenSprachbilder deuten

Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.

Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

BeispielSprachbilder erkennen und begründen

Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Welches Sprachbild ist „hallt es wie Geschrei“?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Wie ist das Signal eines Vergleichs.
  3. Also: Vergleich
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Wie ist das Signal eines Vergleichs.
  3. Also: Vergleich
Ergebnis:
Vergleich

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welches Sprachbild ist „Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt“?
    So fängst du an:
    Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Wie ist das Signal: Die Straßen werden mit Adern verglichen.
    3. Also: Vergleich
    Ergebnis:
    Vergleich
  2. ●5
    Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild steht in „da hör ich schon sein Hohngelächter“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Ein Gerät spottet über das Ich. So lachen sonst nur Menschen.
    3. Also: Personifikation
    Ergebnis:
    Personifikation
  3. ★6
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Sprachbild steht in „als hätt der Himmel die Erde still geküsst“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Als hätt zeigt den Vergleich. Der Himmel küsst wie ein Mensch.
    3. Also: Vergleich mit Personifikation
    Ergebnis:
    Vergleich mit Personifikation

3Ich kann ein Gedicht vortragen.

MerkenGedichtvortrag

Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Beim Zeilensprung liest du weiter. Tempo und Lautstärke folgen der Stimmung.

BeispielEin Gedicht vortragen: Pausen und Betonung

Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
Es war, als hätt der Himmel /
Die Erde still geküsst, /
Dass sie im Blütenschimmer /
Von ihm nun träumen müsst. //

Die Luft ging durch die Felder, /
Die Ähren wogten sacht, /
Es rauschten leis die Wälder, /
So sternklar war die Nacht. //

Und meine Seele spannte /
Weit ihre Flügel aus, /
Flog durch die stillen Lande, /
Als flöge sie nach Haus.

Wo machst du in der ersten Strophe die erste Pause?
Schritt für Schritt
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Der Satz läuft über das Versende von Himmel zu Erde. Das ist ein Zeilensprung.
  3. Also: nach „geküsst“, am Ende des Satzteils
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Der Satz läuft über das Versende von Himmel zu Erde. Das ist ein Zeilensprung.
  3. Also: nach „geküsst“, am Ende des Satzteils
Ergebnis:
nach „geküsst“, am Ende des Satzteils

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    In welchem Tempo trägst du das Gedicht vor?
    So fängst du an:
    Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Es geht um Ruhe, Stille und kaum einen Hauch. Das Tempo trägt das.
    3. Also: langsam und leise, mit Pausen
    Ergebnis:
    langsam und leise, mit Pausen
  2. ●8
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Wie heißt es, wenn ein Satz über das Versende hinausläuft?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Von „Himmel“ zu „Die Erde“ läuft der Satz weiter. Das ist ein Zeilensprung.
    3. Also: Zeilensprung
    Ergebnis:
    Zeilensprung
  3. ★9
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Wo machst du nach „der Stäbe“ im ersten Vers eine Pause?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Sein Blick ist so müd geworden – der Satz läuft über das Versende.
    3. Also: keine, der Satz läuft weiter bis „hält“
    Ergebnis:
    keine, der Satz läuft weiter bis „hält“

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welches Reimschema hat die erste Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Wolkenschein und klein umschließen Untergang und entlang: abba.
    3. Also: umarmender Reim
    Ergebnis:
    umarmender Reim
  2. ●11
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Wie verändert sich das Gedicht von Strophe zu Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Strophe 1 Himmel und Erde, Strophe 2 Felder und Wälder, Strophe 3 meine Seele.
    3. Also: Vom Himmel über die Landschaft zur eigenen Seele
    Ergebnis:
    Vom Himmel über die Landschaft zur eigenen Seele
  3. ●12
    Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Wie viele betonte Silben hat „Auf einem Häuserblocke sitzt er breit“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. auf EI-nem HÄU-ser-BLO-cke SITZT er BREIT: fünf Hebungen, Jambus.
    3. Also: fünf
    Ergebnis:
    fünf
  4. ●13
    Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Wo sitzt der Gott?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.“
    3. Also: auf einem Häuserblocke
    Ergebnis:
    auf einem Häuserblocke
  5. ●14
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Wo machst du in den ersten beiden Versen keine Pause?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. „Über allen Gipfeln / Ist Ruh“ gehört zusammen. Das erste Komma steht nach Ruh.
    3. Also: nach „Gipfeln“, der Satz läuft weiter
    Ergebnis:
    nach „Gipfeln“, der Satz läuft weiter
  6. ●15
    Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Welches Metrum hat „Die Straße schläft noch grau und stumm“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Die STRA-ße SCHLÄFT noch GRAU und STUMM: unbetont, betont im Wechsel.
    3. Also: Jambus
    Ergebnis:
    Jambus

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Reim, Metrum, Bild
Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.
Sprachbilder deuten
Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.
Gedichtvortrag
Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

    16
    Heidenröslein (erste Strophe) – Johann Wolfgang von Goethe:
    Sah ein Knab ein Röslein stehn, /
    Röslein auf der Heiden, /
    War so jung und morgenschön, /
    Lief er schnell, es nah zu sehn, /
    Sah's mit vielen Freuden. /
    Röslein, Röslein, Röslein rot, /
    Röslein auf der Heiden.

    Welches Metrum hat der erste Vers?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Trochäus
  2. Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

    17
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welches Wort macht in „Unzählig Menschen schwemmen aus und ein“ die Menschen zu Wasser?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    schwemmen
  3. Ich kann ein Gedicht vortragen.

    18
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Wo machst du nach „der Stäbe“ im ersten Vers eine Pause?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    keine, der Satz läuft weiter bis „hält“

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Lösungen

  1. Jambus
  2. Daktylus
  3. umarmender Reim
  4. Vergleich
  5. Personifikation
  6. Vergleich mit Personifikation
  7. langsam und leise, mit Pausen
  8. Zeilensprung
  9. keine, der Satz läuft weiter bis „hält“
  10. umarmender Reim
  11. Vom Himmel über die Landschaft zur eigenen Seele
  12. fünf
  13. auf einem Häuserblocke
  14. nach „Gipfeln“, der Satz läuft weiter
  15. Jambus
  16. Trochäus
  17. schwemmen
  18. keine, der Satz läuft weiter bis „hält“
  19. Sie tun jedes Mal, was der letzte Wanderer sagt.
  20. Sie geht nicht gern und hängt an ihrer Klasse.
  21. vor „Gurken“
  22. vor „ist“