Deutsch · Klasse 8 und 9 · Kapitel
Lyrik
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
Fit für das Kapitel?
Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.
ÜbenWeißt du das noch?
Einen literarischen Text auf drei Ebenen lesen: was dasteht, was daraus folgt, was er bedeutet.
- ●19An der Tafel:
Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //
Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //
Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //
„Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //
Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.
„Wo ist er?“ Wonach fragt Frau Okafor?Lösung zeigen
- Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
- „er“ zeigt auf den Satz davor: „Der Fehler bringt uns weiter.“
- Also: Nach dem Fehler in Neles Rechnung.
Ergebnis:Nach dem Fehler in Neles Rechnung. - ●20Elf Minuten:
Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //
Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //
Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //
Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //
Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.
„Sie lächelte ihm zu.“ Wer lächelt hier wem zu?Lösung zeigen
- Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
- „Sie“ zeigt auf Frau Brandt, die mit dem Blatt kommt, „ihm“ auf Leon.
- Also: Frau Brandt lächelt Leon zu.
Ergebnis:Frau Brandt lächelt Leon zu.
ÜbenWeißt du das noch?
Satzgrenzen erkennen: Ein Satz kann über das Versende hinausgehen.
- ●21In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
Wir waren müde hungrig und nass.Lösung zeigen
- Regel: Komma in der Aufzählung.
- Zwischen gleichrangige Wörter oder Wortgruppen kommt ein Komma.
- Also: Wir waren müde, hungrig und nass.
Ergebnis:vor „hungrig“ - ●22In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
Der Junge, der neben mir sitzt heißt Emil.Lösung zeigen
- Regel: Komma beim Relativsatz.
- Der, die, das oder welcher bezieht sich auf ein Nomen davor.
- Also: Der Junge, der neben mir sitzt, heißt Emil.
Ergebnis:vor „heißt“
1Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.
MerkenReim, Metrum, Bild
Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.
Das Metrum ist die Folge betonter und unbetonter Silben, die sich wiederholt: Jambus xX, Trochäus Xx, Daktylus Xxx.
BeispielMetrum und Reimschema bestimmen
Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
Die Straße schläft noch grau und stumm. /
Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
und dreht sich müde nach mir um. //
Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
die Tropfen funkeln wie Kristall. /
Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
begrüßen es mit lautem Schall.
Welches Metrum hat „Die Straße schläft noch grau und stumm“?
Schritt für Schritt
- Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
- Die STRA-ße SCHLÄFT noch GRAU und STUMM: unbetont, betont im Wechsel.
- Also: Jambus
- Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
- Die STRA-ße SCHLÄFT noch GRAU und STUMM: unbetont, betont im Wechsel.
- Also: Jambus
ÜbenJetzt du
- ○1Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
Es war, als hätt der Himmel /
Die Erde still geküsst, /
Dass sie im Blütenschimmer /
Von ihm nun träumen müsst. //
Die Luft ging durch die Felder, /
Die Ähren wogten sacht, /
Es rauschten leis die Wälder, /
So sternklar war die Nacht. //
Und meine Seele spannte /
Weit ihre Flügel aus, /
Flog durch die stillen Lande, /
Als flöge sie nach Haus.
Welches Reimschema hat die zweite Strophe?So fängst du an:Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.Lösung zeigen
- Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
- Felder reimt auf Wälder, sacht auf Nacht: abab.
- Also: Kreuzreim
Ergebnis:Kreuzreim - ●2Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
und hinter tausend Stäben keine Welt. //
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
in der betäubt ein großer Wille steht.
Welches Metrum hat „Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe“?Lösung zeigen
- Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
- ihm IST, als OB es TAU-send STÄ-be GÄ-be: unbetont, betont im Wechsel.
- Also: Jambus
Ergebnis:Jambus - ★3Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
Über allen Gipfeln /
Ist Ruh, /
In allen Wipfeln /
Spürest du /
Kaum einen Hauch; /
Die Vögelein schweigen im Walde. /
Warte nur, balde /
Ruhest du auch.
Welches Reimschema haben die letzten vier Verse?Lösung zeigen
- Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
- Hauch und auch umschließen Walde und balde: cddc.
- Also: umarmender Reim
Ergebnis:umarmender Reim
2Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.
MerkenSprachbilder deuten
Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.
Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.
BeispielSprachbilder erkennen und begründen
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
und hinter tausend Stäben keine Welt. //
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
in der betäubt ein großer Wille steht.
Welches Sprachbild steht in „als ob es tausend Stäbe gäbe“?
Schritt für Schritt
- Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
- Als ob ist das Signal eines Vergleichs.
- Also: Vergleich
- Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
- Als ob ist das Signal eines Vergleichs.
- Also: Vergleich
ÜbenJetzt du
- ○4Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
Es war, als hätt der Himmel /
Die Erde still geküsst, /
Dass sie im Blütenschimmer /
Von ihm nun träumen müsst. //
Die Luft ging durch die Felder, /
Die Ähren wogten sacht, /
Es rauschten leis die Wälder, /
So sternklar war die Nacht. //
Und meine Seele spannte /
Weit ihre Flügel aus, /
Flog durch die stillen Lande, /
Als flöge sie nach Haus.
Welches Sprachbild steht in „als hätt der Himmel die Erde still geküsst“?So fängst du an:Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.Lösung zeigen
- Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
- Als hätt zeigt den Vergleich. Der Himmel küsst wie ein Mensch.
- Also: Vergleich mit Personifikation
Ergebnis:Vergleich mit Personifikation - ●5Montag:
Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
da hör ich schon sein Hohngelächter. //
Denn fünf Minuten sind vergangen, /
ich liege wach und bin zu spät. /
Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
so hat mein Montag angefangen.
Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.
Welches Sprachbild steht in „da hör ich schon sein Hohngelächter“?Lösung zeigen
- Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
- Ein Gerät spottet über das Ich. So lachen sonst nur Menschen.
- Also: Personifikation
Ergebnis:Personifikation - ★6Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
und hinter tausend Stäben keine Welt. //
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
in der betäubt ein großer Wille steht.
Was bewirkt die Wiederholung von „tausend Stäbe“?Lösung zeigen
- Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
- Tausend ist keine Zahl zum Zählen. Die Wiederholung verstärkt die Enge.
- Also: Die Stäbe wirken endlos, als gäbe es nur noch sie.
Ergebnis:Die Stäbe wirken endlos, als gäbe es nur noch sie.
3Ich kann ein Gedicht vortragen.
MerkenGedichtvortrag
Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.
Beim Zeilensprung liest du weiter. Tempo und Lautstärke folgen der Stimmung.
BeispielEin Gedicht vortragen: Pausen und Betonung
Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
Schritte und Rufe und Echo und Hall.
Wo machst du im ersten und zweiten Vers keine Pause?
Schritt für Schritt
- Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
- Die Blätter flüstern: Subjekt und Verb stehen in zwei Versen.
- Also: nach „Wind“, der Satz läuft weiter
- Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
- Die Blätter flüstern: Subjekt und Verb stehen in zwei Versen.
- Also: nach „Wind“, der Satz läuft weiter
ÜbenJetzt du
- ○7Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
Über allen Gipfeln /
Ist Ruh, /
In allen Wipfeln /
Spürest du /
Kaum einen Hauch; /
Die Vögelein schweigen im Walde. /
Warte nur, balde /
Ruhest du auch.
In welchem Tempo trägst du das Gedicht vor?So fängst du an:Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.Lösung zeigen
- Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
- Es geht um Ruhe, Stille und kaum einen Hauch. Das Tempo trägt das.
- Also: langsam und leise, mit Pausen
Ergebnis:langsam und leise, mit Pausen - ●8Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
Ein Wiesel /
saß auf einem Kiesel /
inmitten Bachgeriesel. //
Wisst ihr /
weshalb? //
Das Mondkalb /
verriet es mir /
im Stillen: //
Das raffinier- /
te Tier /
tat's um des Reimes willen.
Wie sprichst du die Frage „Wisst ihr / weshalb?“?Lösung zeigen
- Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
- Wisst ihr spricht die Zuhörer an. Die Pause macht neugierig auf die Antwort.
- Also: an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
Ergebnis:an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach - ★9Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //
Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
Eintönig kommt heraus in Stille matt.
Wie klingt „Eintönig kommt heraus in Stille matt“ im Vortrag?Lösung zeigen
- Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
- Eintönig, stumpf und matt: Der Vortrag nimmt die Wörter auf.
- Also: gleichförmig und leise, ohne Schwung
Ergebnis:gleichförmig und leise, ohne Schwung
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●10Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
und hinter tausend Stäben keine Welt. //
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
in der betäubt ein großer Wille steht.
Welches Signal zeigt in „ist wie ein Tanz von Kraft“ das Sprachbild?Lösung zeigen
- Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
- Mit wie wird der Gang mit einem Tanz verglichen.
- Also: das Vergleichswort wie
Ergebnis:das Vergleichswort wie - ●11Pausenhof:
Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
Schritte und Rufe und Echo und Hall.
Was kündigt die Pause an?Lösung zeigen
- Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
- „Rauschende Blätter […] flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt.“
- Also: die Blätter im Wind
Ergebnis:die Blätter im Wind - ●12Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
Die letzten Häuser in das Land verirrn.
Wo machst du im dritten Vers am Versende keine Pause?Lösung zeigen
- Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
- „wo fern in Einsamkeit / Die letzten Häuser in das Land verirrn“ ist ein Satzteil.
- Also: nach „Einsamkeit“, der Satz läuft weiter
Ergebnis:nach „Einsamkeit“, der Satz läuft weiter - ●13Heidenröslein (erste Strophe) – Johann Wolfgang von Goethe:
Sah ein Knab ein Röslein stehn, /
Röslein auf der Heiden, /
War so jung und morgenschön, /
Lief er schnell, es nah zu sehn, /
Sah's mit vielen Freuden. /
Röslein, Röslein, Röslein rot, /
Röslein auf der Heiden.
Welches Metrum hat der erste Vers?Lösung zeigen
- Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
- SAH ein KNAB ein RÖS-lein STEHN: betont, unbetont, immer im Wechsel.
- Also: Trochäus
Ergebnis:Trochäus - ●14Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
Es war, als hätt der Himmel /
Die Erde still geküsst, /
Dass sie im Blütenschimmer /
Von ihm nun träumen müsst. //
Die Luft ging durch die Felder, /
Die Ähren wogten sacht, /
Es rauschten leis die Wälder, /
So sternklar war die Nacht. //
Und meine Seele spannte /
Weit ihre Flügel aus, /
Flog durch die stillen Lande, /
Als flöge sie nach Haus.
Welches Sprachbild ist „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus“?Lösung zeigen
- Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
- Die Seele bekommt Flügel wie ein Vogel, ohne wie oder als. Das ist eine Metapher.
- Also: Metapher
Ergebnis:Metapher - ●15Montag:
Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
da hör ich schon sein Hohngelächter. //
Denn fünf Minuten sind vergangen, /
ich liege wach und bin zu spät. /
Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
so hat mein Montag angefangen.
Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.
Um wie viel Uhr klingelt der Wecker?Lösung zeigen
- Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
- „Um sechs Uhr schreit …“ steht gleich im ersten Vers.
- Also: um sechs Uhr
Ergebnis:um sechs Uhr
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Reim, Metrum, Bild
- Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.
- Sprachbilder deuten
- Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.
- Gedichtvortrag
- Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.
16Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
Es war, als hätt der Himmel /
Die Erde still geküsst, /
Dass sie im Blütenschimmer /
Von ihm nun träumen müsst. //
Die Luft ging durch die Felder, /
Die Ähren wogten sacht, /
Es rauschten leis die Wälder, /
So sternklar war die Nacht. //
Und meine Seele spannte /
Weit ihre Flügel aus, /
Flog durch die stillen Lande, /
Als flöge sie nach Haus.
Welches Reimschema hat die zweite Strophe?Lösung zeigen
Ergebnis:KreuzreimIch kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.
17Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
und hinter tausend Stäben keine Welt. //
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
in der betäubt ein großer Wille steht.
Womit wird der Gang des Panthers verglichen?Lösung zeigen
Ergebnis:mit einem Tanz von Kraft um eine MitteIch kann ein Gedicht vortragen.
18Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
Ein Wiesel /
saß auf einem Kiesel /
inmitten Bachgeriesel. //
Wisst ihr /
weshalb? //
Das Mondkalb /
verriet es mir /
im Stillen: //
Das raffinier- /
te Tier /
tat's um des Reimes willen.
Wie sprichst du die Frage „Wisst ihr / weshalb?“?Lösung zeigen
Ergebnis:an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Lösungen
- Kreuzreim
- Jambus
- umarmender Reim
- Vergleich mit Personifikation
- Personifikation
- Die Stäbe wirken endlos, als gäbe es nur noch sie.
- langsam und leise, mit Pausen
- an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
- gleichförmig und leise, ohne Schwung
- das Vergleichswort wie
- die Blätter im Wind
- nach „Einsamkeit“, der Satz läuft weiter
- Trochäus
- Metapher
- um sechs Uhr
- Kreuzreim
- mit einem Tanz von Kraft um eine Mitte
- an das Publikum gerichtet, mit kurzer Pause danach
- Nach dem Fehler in Neles Rechnung.
- Frau Brandt lächelt Leon zu.
- vor „hungrig“
- vor „heißt“