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Deutsch · Klasse 8 und 9 und 10 · Kapitel

Lyrik

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Einen literarischen Text auf drei Ebenen lesen: was dasteht, was daraus folgt, was er bedeutet.

  1. ●19
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Warum atmet Selin aus?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. „Mehmet. Nicht sie.“ Sie hatte Angst, selbst auf dem Foto zu sein.
    3. Also: Sie merkt, dass nicht sie auf dem Foto ist.
    Ergebnis:
    Sie merkt, dass nicht sie auf dem Foto ist.
  2. ●20
    Der Pokal:
    Der Pokal stand seit Freitag in der Vitrine im Flur. Unsere Mannschaft hatte das Finale gewonnen, drei zu zwei, und ich hatte das dritte Tor geschossen. //

    So stand es jedenfalls in der Schülerzeitung. In Wahrheit war der Ball von Kofis Knie abgeprallt, bevor er ins Netz ging. Kofi hatte nichts gesagt. Er hatte mich nur angesehen. //

    Jeden Morgen ging ich an der Vitrine vorbei. Jeden Morgen stand dort mein Name. //

    Am Mittwoch klopfte ich an die Tür der Redaktion. „Ich hab eine Korrektur“, sagte ich. Die Redakteurin sah mich über den Rand ihrer Brille an. Dann nahm sie einen Stift.

    Redaktion: Die Gruppe, die eine Zeitung schreibt, und ihr Raum. Vitrine: Ein Schrank mit Glastür, in dem man etwas ausstellt.

    Warum geht die erzählende Person zur Redaktion?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Der Ball prallte von einem Knie ab. Die Person bringt eine „Korrektur“.
    3. Also: Das Tor gehört eigentlich Kofi, und das soll richtig dastehen.
    Ergebnis:
    Das Tor gehört eigentlich Kofi, und das soll richtig dastehen.

ÜbenWeißt du das noch?

Satzgrenzen erkennen: Ein Satz kann über das Versende hinausgehen.

  1. ●21
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Die Frau mit der ich sprach, ist Ärztin.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma beim Relativsatz.
    2. Der, die, das oder welcher bezieht sich auf ein Nomen davor.
    3. Also: Die Frau, mit der ich sprach, ist Ärztin.
    Ergebnis:
    vor „mit“
  2. ●22
    In diesem Satz fehlt ein Komma. Vor welchem Wort?
    Im Garten wachsen Tomaten Gurken und Kürbisse.
    Lösung zeigen
    1. Regel: Komma in der Aufzählung.
    2. Zwischen gleichrangige Wörter oder Wortgruppen kommt ein Komma.
    3. Also: Im Garten wachsen Tomaten, Gurken und Kürbisse.
    Ergebnis:
    vor „Gurken“

1Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

MerkenReim, Metrum, Bild

Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.

Das Metrum ist die Folge betonter und unbetonter Silben, die sich wiederholt: Jambus xX, Trochäus Xx, Daktylus Xxx.

BeispielMetrum und Reimschema bestimmen

Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Welches Reimschema hat die Strophe?
Schritt für Schritt
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Hut und Flut umschließen Geschrei und entzwei: abba.
  3. Also: umarmender Reim
  1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
  2. Hut und Flut umschließen Geschrei und entzwei: abba.
  3. Also: umarmender Reim
Ergebnis:
umarmender Reim

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Metrum hat „Er rüttelt kräftig an der Nacht“?
    So fängst du an:
    Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. Er RÜT-telt KRÄF-tig AN der NACHT: unbetont, betont im Wechsel.
    3. Also: Jambus
    Ergebnis:
    Jambus
  2. ●2
    Heidenröslein (erste Strophe) – Johann Wolfgang von Goethe:
    Sah ein Knab ein Röslein stehn, /
    Röslein auf der Heiden, /
    War so jung und morgenschön, /
    Lief er schnell, es nah zu sehn, /
    Sah's mit vielen Freuden. /
    Röslein, Röslein, Röslein rot, /
    Röslein auf der Heiden.

    Welches Metrum hat der erste Vers?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. SAH ein KNAB ein RÖS-lein STEHN: betont, unbetont, immer im Wechsel.
    3. Also: Trochäus
    Ergebnis:
    Trochäus
  3. ★3
    Das Sprungbrett:
    Sonne brennt auf heißen Steinen, /
    Kinder lachen, Kleine weinen. /
    Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
    steht ein Junge voller Träume. //

    Unten warten seine Leute, /
    rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
    Doch er steigt die Leiter nieder. /
    Morgen, sagt er, komm ich wieder.

    Welches Metrum hat „Kinder lachen, Kleine weinen“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. KIN-der LA-chen, KLEI-ne WEI-nen: betont, unbetont im Wechsel.
    3. Also: Trochäus
    Ergebnis:
    Trochäus

2Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

MerkenSprachbilder deuten

Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.

Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

BeispielSprachbilder erkennen und begründen

Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Welches Sprachbild ist „hallt es wie Geschrei“?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Wie ist das Signal eines Vergleichs.
  3. Also: Vergleich
  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Wie ist das Signal eines Vergleichs.
  3. Also: Vergleich
Ergebnis:
Vergleich

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Welches Signal zeigt in „funkeln wie Kristall“ das Sprachbild?
    So fängst du an:
    Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Tropfen und Kristall werden verbunden, das kleine Wort steht dazwischen.
    3. Also: das Vergleichswort wie
    Ergebnis:
    das Vergleichswort wie
  2. ●5
    Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Welches Sprachbild steckt in „Das Mondkalb verriet es mir“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Ein Mondkalb spricht und verrät etwas wie ein Mensch.
    3. Also: Personifikation
    Ergebnis:
    Personifikation
  3. ★6
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Was zeigt das Bild der Seele, die ihre Flügel ausspannt?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Die Seele hat keine Flügel. Das Bild überträgt das Gefühl des Fliegens.
    3. Also: Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug.
    Ergebnis:
    Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug.

3Ich kann ein Gedicht vortragen.

MerkenGedichtvortrag

Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Beim Zeilensprung liest du weiter. Tempo und Lautstärke folgen der Stimmung.

BeispielEin Gedicht vortragen: Pausen und Betonung

Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Wie sprichst du „– liest man –“?
Schritt für Schritt
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Die Gedankenstriche schieben einen Zwischengedanken ein.
  3. Also: leiser und beiläufig, wie eingeschoben
  1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
  2. Die Gedankenstriche schieben einen Zwischengedanken ein.
  3. Also: leiser und beiläufig, wie eingeschoben
Ergebnis:
leiser und beiläufig, wie eingeschoben

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Wo machst du in der ersten Strophe die erste Pause?
    So fängst du an:
    Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Der Satz läuft über das Versende von Himmel zu Erde. Das ist ein Zeilensprung.
    3. Also: nach „geküsst“, am Ende des Satzteils
    Ergebnis:
    nach „geküsst“, am Ende des Satzteils
  2. ●8
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Wo machst du im ersten Vers eine deutliche Pause?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Nach Nacht steht ein Punkt mitten im Vers. Dort endet der Satz.
    3. Also: nach „Nacht“, beim Punkt
    Ergebnis:
    nach „Nacht“, beim Punkt
  3. ★9
    Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Wie klingt „Eintönig kommt heraus in Stille matt“ im Vortrag?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. Eintönig, stumpf und matt: Der Vortrag nimmt die Wörter auf.
    3. Also: gleichförmig und leise, ohne Schwung
    Ergebnis:
    gleichförmig und leise, ohne Schwung

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Metrum hat „Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe“?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. ihm IST, als OB es TAU-send STÄ-be GÄ-be: unbetont, betont im Wechsel.
    3. Also: Jambus
    Ergebnis:
    Jambus
  2. ●11
    Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Welches Sprachbild ist „Blätter flüstern dem Hof“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Blätter flüstern wie Menschen. Ein Vergleichswort fehlt.
    3. Also: Personifikation
    Ergebnis:
    Personifikation
  3. ●12
    Das Sprungbrett:
    Sonne brennt auf heißen Steinen, /
    Kinder lachen, Kleine weinen. /
    Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
    steht ein Junge voller Träume. //

    Unten warten seine Leute, /
    rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
    Doch er steigt die Leiter nieder. /
    Morgen, sagt er, komm ich wieder.

    Was rufen die Leute unten?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. Die wörtliche Rede im sechsten Vers gehört zu den Wartenden.
    3. Also: „Spring, du Held von heute!“
    Ergebnis:
    „Spring, du Held von heute!“
  4. ●13
    Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Wo machst du im dritten Vers am Versende keine Pause?
    Lösung zeigen
    1. Achte auf die Satzzeichen, nicht auf das Versende.
    2. „wo fern in Einsamkeit / Die letzten Häuser in das Land verirrn“ ist ein Satzteil.
    3. Also: nach „Einsamkeit“, der Satz läuft weiter
    Ergebnis:
    nach „Einsamkeit“, der Satz läuft weiter
  5. ●14
    Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Welches Reimschema hat die Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Sprich die Verse langsam und klopf die betonten Silben mit.
    2. breit reimt auf Einsamkeit, Stirn auf verirrn: abab.
    3. Also: Kreuzreim
    Ergebnis:
    Kreuzreim
  6. ●15
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Sprachbild ist „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Die Seele bekommt Flügel wie ein Vogel, ohne wie oder als. Das ist eine Metapher.
    3. Also: Metapher
    Ergebnis:
    Metapher

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Reim, Metrum, Bild
Reimschema: Paarreim aabb, Kreuzreim abab, umarmender Reim abba.
Sprachbilder deuten
Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort.
Gedichtvortrag
Pausen an den Satzzeichen, nicht an jedem Versende.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann Reim, Metrum und Bild in einem Gedicht benennen.

    16
    Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Welches Reimschema haben die letzten vier Verse?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    umarmender Reim
  2. Ich kann die Wirkung sprachlicher Bilder deuten.

    17
    Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Welches Sprachbild steckt in „Das Mondkalb verriet es mir“?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Personifikation
  3. Ich kann ein Gedicht vortragen.

    18
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Wie heißt es, wenn ein Satz über das Versende hinausläuft?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Zeilensprung

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Lösungen

  1. Jambus
  2. Trochäus
  3. Trochäus
  4. das Vergleichswort wie
  5. Personifikation
  6. Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug.
  7. nach „geküsst“, am Ende des Satzteils
  8. nach „Nacht“, beim Punkt
  9. gleichförmig und leise, ohne Schwung
  10. Jambus
  11. Personifikation
  12. „Spring, du Held von heute!“
  13. nach „Einsamkeit“, der Satz läuft weiter
  14. Kreuzreim
  15. Metapher
  16. umarmender Reim
  17. Personifikation
  18. Zeilensprung
  19. Sie merkt, dass nicht sie auf dem Foto ist.
  20. Das Tor gehört eigentlich Kofi, und das soll richtig dastehen.
  21. vor „mit“
  22. vor „Gurken“