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Deutsch · Klasse 11 und 12 und 13 · Kapitel

Literatur um 1800: Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik, Romantik

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
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  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
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○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Sprachbilder benennen und ihre Wirkung deuten. Motive der Romantik zeigen sich in Bildern wie Nacht, Ferne und Wald.

  1. ●15
    Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Welches Sprachbild steckt in „Das Mondkalb verriet es mir“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Ein Mondkalb spricht und verrät etwas wie ein Mensch.
    3. Also: Personifikation
    Ergebnis:
    Personifikation
  2. ●16
    Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Sprachbild ist „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus“?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    2. Die Seele bekommt Flügel wie ein Vogel, ohne wie oder als. Das ist eine Metapher.
    3. Also: Metapher
    Ergebnis:
    Metapher

ÜbenWeißt du das noch?

Eine Figur mit einer Textstelle belegen. Das Menschenbild einer Epoche zeigt sich an dem, was Figuren tun und denken.

  1. ●17
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Welche Stelle zeigt, dass Selin sich Sorgen macht?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Beim Warten erinnert sie sich an die Party und an das umgefallene Glas.
    3. Also: Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
    Ergebnis:
    Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  2. ●18
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Warum wartet Leon, bis der Flur leer ist?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
    3. Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
    Ergebnis:
    Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.

1Ich ordne Merkmale und Werke den Epochen um 1800 zu.

MerkenLeitbegriffe um 1800

Jede Epoche hat einen Leitbegriff.

Aufklärung Vernunft, Sturm und Drang Gefühl, Klassik Maß und Humanität, Romantik Sehnsucht nach dem Unendlichen.

BeispielEpochen um 1800 an Merkmalen erkennen

Zu welcher Epoche der Literatur um 1800 passt das?
Fabeln und Lehrgedichte sollen erziehen.
Schritt für Schritt
  1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
  2. Hier trägt: Vernunft.
  3. Also: Aufklärung.
  1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
  2. Hier trägt: Vernunft.
  3. Also: Aufklärung.
Ergebnis:
Aufklärung

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Zu welcher Epoche der Literatur um 1800 passt das?
    Toleranz zwischen den Religionen
    So fängst du an:
    Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
    Lösung zeigen
    1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
    2. Hier trägt: Vernunft.
    3. Also: Aufklärung.
    Ergebnis:
    Aufklärung
  2. ●2
    Zu welcher Epoche der Literatur um 1800 passt das?
    Nacht, Traum und Unheimliches
    Lösung zeigen
    1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
    2. Hier trägt: Sehnsucht nach dem Unendlichen.
    3. Also: Romantik.
    Ergebnis:
    Romantik
  3. ★3
    Ordnen Sie das Merkmal oder Werk einer Epoche um 1800 zu.
    Schillers „Die Räuber“
    Lösung zeigen
    1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
    2. Hier trägt: Gefühl und Genie.
    3. Also: Sturm und Drang.
    Ergebnis:
    Sturm und Drang

2Ich ordne einen unbekannten Vers über sein Motiv einer Epoche zu.

MerkenVom Motiv zur Epoche

Erst das Motiv benennen, dann den Leitbegriff dazu suchen.

Nacht, Wandern und Ferne deuten auf die Romantik, das stürmische Herz auf den Sturm und Drang.

BeispielVerse und Sätze um 1800 einordnen

Zu welcher Epoche gehört dieser Vers oder Satz?
„Es sang vor langen Jahren / Wohl auch die Nachtigall“
Clemens Brentano
Schritt für Schritt
  1. Das Motiv des Verses benennen.
  2. Motiv: Nacht, Erinnerung und Klage.
  3. Also: Romantik (1802).
  1. Das Motiv des Verses benennen.
  2. Motiv: Nacht, Erinnerung und Klage.
  3. Also: Romantik (1802).
Ergebnis:
Romantik

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Zu welcher Epoche gehört dieser Vers oder Satz?
    „Fest gemauert in der Erden / Steht die Form, aus Lehm gebrannt“
    Friedrich Schiller
    So fängst du an:
    Das Motiv des Verses benennen.
    Lösung zeigen
    1. Das Motiv des Verses benennen.
    2. Motiv: das geordnete Werk des Menschen.
    3. Also: Klassik (1799).
    Ergebnis:
    Klassik
  2. ●5
    Zu welcher Epoche gehört dieser Vers oder Satz?
    „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus“
    Joseph von Eichendorff
    Lösung zeigen
    1. Das Motiv des Verses benennen.
    2. Motiv: die Seele, die ins Unendliche fliegt.
    3. Also: Romantik (1837).
    Ergebnis:
    Romantik
  3. ★6
    Ordnen Sie den Vers oder Satz einer Epoche zu – ohne Werkangabe.
    „Schläft ein Lied in allen Dingen, / Die da träumen fort und fort“
    Lösung zeigen
    1. Das Motiv des Verses benennen.
    2. Motiv: die verzauberte Welt, die Poesie weckt.
    3. Also: Romantik (1835).
    Ergebnis:
    Romantik

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●7
    Zu welcher Epoche der Literatur um 1800 passt das?
    Wandern, Mondlicht und rauschender Wald
    Lösung zeigen
    1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
    2. Hier trägt: Sehnsucht nach dem Unendlichen.
    3. Also: Romantik.
    Ergebnis:
    Romantik
  2. ●8
    Zu welcher Epoche gehört dieser Vers oder Satz?
    „er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“
    Friedrich Schiller
    Lösung zeigen
    1. Das Motiv des Verses benennen.
    2. Motiv: Harmonie von Vernunft und Sinnlichkeit.
    3. Also: Klassik (1795).
    Ergebnis:
    Klassik
  3. ●9
    Zu welcher Epoche der Literatur um 1800 passt das?
    Vorurteile werden durch Prüfung widerlegt.
    Lösung zeigen
    1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
    2. Hier trägt: Vernunft.
    3. Also: Aufklärung.
    Ergebnis:
    Aufklärung
  4. ●10
    Zu welcher Epoche gehört dieser Vers oder Satz?
    „O Täler weit, o Höhen“
    Joseph von Eichendorff
    Lösung zeigen
    1. Das Motiv des Verses benennen.
    2. Motiv: der Wald als Heimat der Seele.
    3. Also: Romantik (1810).
    Ergebnis:
    Romantik
  5. ●11
    Zu welcher Epoche gehört dieser Vers oder Satz?
    „Das Land der Griechen mit der Seele suchend“
    Johann Wolfgang Goethe
    Lösung zeigen
    1. Das Motiv des Verses benennen.
    2. Motiv: die Antike als Vorbild.
    3. Also: Klassik (1787).
    Ergebnis:
    Klassik
  6. ●12
    Zu welcher Epoche der Literatur um 1800 passt das?
    Harmonie von Vernunft und Gefühl
    Lösung zeigen
    1. Den Leitbegriff suchen, der hinter dem Merkmal steht.
    2. Hier trägt: Maß und Humanität.
    3. Also: Klassik.
    Ergebnis:
    Klassik

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Leitbegriffe um 1800
Jede Epoche hat einen Leitbegriff.
Vom Motiv zur Epoche
Erst das Motiv benennen, dann den Leitbegriff dazu suchen.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich ordne Merkmale und Werke den Epochen um 1800 zu.

    13
    Zu welcher Epoche der Literatur um 1800 passt das?
    Leidenschaft wird über die Regeln der Kunst gestellt.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Sturm und Drang
  2. Ich ordne einen unbekannten Vers über sein Motiv einer Epoche zu.

    14
    Zu welcher Epoche gehört dieser Vers oder Satz?
    „Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich / Damon, den Dolch im Gewande“
    Friedrich Schiller
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Klassik

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Lösungen

  1. Aufklärung
  2. Romantik
  3. Sturm und Drang
  4. Klassik
  5. Romantik
  6. Romantik
  7. Romantik
  8. Klassik
  9. Aufklärung
  10. Romantik
  11. Klassik
  12. Klassik
  13. Sturm und Drang
  14. Klassik
  15. Personifikation
  16. Metapher
  17. Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  18. Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.