Deutsch · Klasse 11 und 12 und 13 · Kapitel
Sprache und Kommunikation: Medium, Konzeption, Nähe und Distanz
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
Fit für das Kapitel?
Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.
ÜbenWeißt du das noch?
Fragen, wer schreibt, für wen und wozu. Daran hängt, ob eine Äußerung nah oder distanziert ist.
- ●15Schulgarten eröffnet:
Am Freitag hat die Nelson-Schule ihren neuen Schulgarten eröffnet. Auf 300 Quadratmetern wachsen jetzt Kartoffeln, Bohnen, Kräuter und Sonnenblumen. //
Angelegt haben den Garten die Klassen 7a und 7b im Fach Biologie. Die Erde spendete eine Gärtnerei aus dem Bezirk, die Werkzeuge kaufte der Förderverein. //
Im Sommer gießen Schülerinnen und Schüler in einem Plan, der am schwarzen Brett hängt. Die erste Ernte soll im Oktober in der Mensa gekocht werden.
Welche Textsorte ist das?Lösung zeigen
- Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
- Der Text nennt Tatsachen zu Wer, Was, Wann, Wo – ohne Meinung.
- Also: Bericht
Ergebnis:Bericht - ●16„Es war einmal ein Drache, der Angst vor Mäusen hatte.“ Welche Absicht hat der Satz?
Lösung zeigen
- Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
- Es war einmal leitet eine erfundene Geschichte ein. Sie soll unterhalten.
- Also: unterhalten
Ergebnis:unterhalten
ÜbenWeißt du das noch?
Formelle und vertraute Formulierungen unterscheiden, wie im Anschreiben. Distanzsprache ist geplant und für Fremde.
- ●17Ein Entwurf:
Tarek hat ein Anschreiben entworfen. //
A: Tarek Haddad, Ahornweg 3, 12.345 Musterstadt /
B: Fahrradwerkstatt Speiche, Herr Yilmaz, Marktplatz 7, 12.345 Musterstadt /
C: Musterstadt, 1. März 2027 /
D: Bewerbung um ein Praktikum im Juni /
E: Hallo Herr Yilmaz, /
F: ich will bei euch ein Praktikum machen, weil Fahrräder cool sind. Ich bin in der 9. Klasse der Lessing-Schule. Meine Stärken sind Genauigkeit und Teamfähigkeit. /
G: Liebe Grüße /
H: Tarek Haddad
Welche Grußformel gehört bei G hin?Lösung zeigen
- Lies den Satz so, als wärst du die Person, die ihn im Betrieb bekommt.
- Im Geschäftsbrief ist dieser Schluss üblich, ohne Komma danach.
- Also: Mit freundlichen Grüßen
Ergebnis:Mit freundlichen Grüßen - ●18Groß oder klein? „Gern stelle ich mich ___ (ihnen) persönlich vor.“
Lösung zeigen
- Lies den Satz so, als wärst du die Person, die ihn im Betrieb bekommt.
- Gemeint ist die höfliche Anrede. Ihnen schreibt man dann groß.
- Also: groß
Ergebnis:groß
1Ich unterscheide medial und konzeptionell mündliche und schriftliche Äußerungen.
MerkenMedium und Konzeption
Medial heißt: gesprochen oder geschrieben.
Konzeptionell heißt: spontan und vertraut oder geplant und distanziert. Ein Chat ist medial schriftlich und oft konzeptionell mündlich.
BeispielMedial und konzeptionell einordnen
Ein Zettel am Kühlschrank: Bin kurz weg, Essen steht im Ofen
Schritt für Schritt
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial schriftlich, konzeptionell mündlich.
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial schriftlich, konzeptionell mündlich.
ÜbenJetzt du
- ○1Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Eine GebrauchsanweisungSo fängst du an:Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.Lösung zeigen
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial schriftlich, konzeptionell schriftlich.
Ergebnis:medial schriftlich, konzeptionell schriftlich - ●2Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Ein Telefonat mit der GroßmutterLösung zeigen
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial mündlich, konzeptionell mündlich.
Ergebnis:medial mündlich, konzeptionell mündlich - ★3Ordnen Sie die Äußerung nach Medium und Konzeption ein.
Ein Einkaufszettel: Milch, Brot, EierLösung zeigen
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial schriftlich, konzeptionell mündlich.
Ergebnis:medial schriftlich, konzeptionell mündlich
2Ich erkenne Merkmale der Nähe- und der Distanzsprache.
MerkenNähe und Distanz
Nähesprache ist spontan, vertraut und oft an Ort und Zeit der Beteiligten gebunden.
Distanzsprache ist geplant, öffentlich und für Fremde. Das Medium allein entscheidet nicht (Koch und Oesterreicher).
BeispielNähe- und Distanzsprache
kurze Sätze, oft ohne Verb
Schritt für Schritt
- Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
- Es zeigt Spontaneität oder Vertrautheit.
- Also: Nähesprache
- Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
- Es zeigt Spontaneität oder Vertrautheit.
- Also: Nähesprache
ÜbenJetzt du
- ○4Wofür spricht dieses Merkmal?
Die Beteiligten sind sich fremd.So fängst du an:Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.Lösung zeigen
- Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
- Es zeigt Planung, Öffentlichkeit oder Fremdheit.
- Also: Distanzsprache
Ergebnis:Distanzsprache - ●5Wofür spricht dieses Merkmal?
Die Beteiligten kennen sich gut.Lösung zeigen
- Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
- Es zeigt Spontaneität oder Vertrautheit.
- Also: Nähesprache
Ergebnis:Nähesprache - ★6Wofür spricht dieses Merkmal?
Der Text steht auf Papier.Lösung zeigen
- Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
- Es betrifft nur den Kanal.
- Also: nur Medialität
Ergebnis:nur Medialität
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●7Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Ein Gespräch unter Freundinnen in der PauseLösung zeigen
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial mündlich, konzeptionell mündlich.
Ergebnis:medial mündlich, konzeptionell mündlich - ●8Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Ein BewerbungsschreibenLösung zeigen
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial schriftlich, konzeptionell schriftlich.
Ergebnis:medial schriftlich, konzeptionell schriftlich - ●9Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Ein Hörbuch, das einen Roman vorliestLösung zeigen
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial mündlich, konzeptionell schriftlich.
Ergebnis:medial mündlich, konzeptionell schriftlich - ●10Wofür spricht dieses Merkmal?
Die Beteiligten können nicht nachfragen.Lösung zeigen
- Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
- Es zeigt Planung, Öffentlichkeit oder Fremdheit.
- Also: Distanzsprache
Ergebnis:Distanzsprache - ●11Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Ein Gesetzestext im BundesgesetzblattLösung zeigen
- Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
- Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
- Also: medial schriftlich, konzeptionell schriftlich.
Ergebnis:medial schriftlich, konzeptionell schriftlich - ●12Wofür spricht dieses Merkmal?
Gestik und Mimik ergänzen die Worte.Lösung zeigen
- Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
- Es zeigt Spontaneität oder Vertrautheit.
- Also: Nähesprache
Ergebnis:Nähesprache
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Medium und Konzeption
- Medial heißt: gesprochen oder geschrieben.
- Nähe und Distanz
- Nähesprache ist spontan, vertraut und oft an Ort und Zeit der Beteiligten gebunden.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich unterscheide medial und konzeptionell mündliche und schriftliche Äußerungen.
13Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Die Verlesung eines Urteils im GerichtLösung zeigen
Ergebnis:medial mündlich, konzeptionell schriftlichIch erkenne Merkmale der Nähe- und der Distanzsprache.
14Wofür spricht dieses Merkmal?
Die Beteiligten können nicht nachfragen.Lösung zeigen
Ergebnis:Distanzsprache
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Lösungen
- medial schriftlich, konzeptionell schriftlich
- medial mündlich, konzeptionell mündlich
- medial schriftlich, konzeptionell mündlich
- Distanzsprache
- Nähesprache
- nur Medialität
- medial mündlich, konzeptionell mündlich
- medial schriftlich, konzeptionell schriftlich
- medial mündlich, konzeptionell schriftlich
- Distanzsprache
- medial schriftlich, konzeptionell schriftlich
- Nähesprache
- medial mündlich, konzeptionell schriftlich
- Distanzsprache
- Bericht
- unterhalten
- Mit freundlichen Grüßen
- groß