Zum Inhalt springen
Anmelden

Deutsch · Klasse 7 und 8 und 9 und 10 · Kapitel

Sachtexte und Medien

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Wie liest man einen langen Sachtext in Schritten?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Überfliegen, Fragen stellen, genau lesen, Abschnitte zusammenfassen, wiederholen. Die Schritte verbessern das Verstehen. Quelle: Palincsar und Brown (1984), Reciprocal teaching of comprehension-fostering and comprehension-monitoring activities, Cognition and Instruction 1

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Oberbegriffe finden: Wer einen Absatz zusammenfasst, nennt den Oberbegriff statt jeder Einzelheit.

  1. ●19
    Welches Wort ist der Oberbegriff?
    Apfel, Banane, Birne
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was haben die drei Wörter gemeinsam?
    2. Probe: Apfel ist Obst, Banane auch.
    3. Also: Obst.
    Ergebnis:
    Obst
  2. ●20
    Welches Wort ist der Oberbegriff?
    Karpfen, Hering, Lachs
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was haben die drei Wörter gemeinsam?
    2. Probe: Karpfen ist ein Fisch, Hering auch.
    3. Also: Fische.
    Ergebnis:
    Fische

ÜbenWeißt du das noch?

Die kleinen Wörter lesen: deshalb, weil, obwohl zeigen, wie zwei Aussagen zusammenhängen.

  1. ●21
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Hinter dem Haus liegt ein kleiner Garten.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe.
    3. Also: „Hinter“ ist eine Präposition.
    Ergebnis:
    Präposition
  2. ●22
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Sie lacht, aber sie ist traurig.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe: Es verbindet Wörter oder Sätze: und, oder, aber, weil, obwohl, ob.
    3. Also: „aber“ ist eine Konjunktion.
    Ergebnis:
    Konjunktion

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenSachtexte prüft man, bevor man sie glaubt

Ein Sachtext informiert, erklärt oder überzeugt. Man liest ihn in Schritten: überfliegen, Fragen stellen, genau lesen, Abschnitte zusammenfassen. Bei Medientexten prüft man Quelle und Absicht. Grafik und Text gehören zusammen und werden verknüpft.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Artikel nennt keine Quelle für eine Zahl. Was prüfst du, bevor du die Zahl weitergibst?

1Ich kann einen Sachtext mit Fünf-Schritt-Methode erschließen.

EntdeckenFrage

Wie liest man einen langen Sachtext in Schritten?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Überfliegen, Fragen stellen, genau lesen, Abschnitte zusammenfassen, wiederholen. Die Schritte verbessern das Verstehen.

MerkenFünf Schritte

Überfliegen, fragen, gründlich lesen, Absätze zusammenfassen, das Ganze in einem Satz.

Beim gründlichen Lesen markierst du Schlüsselwörter.

BeispielFünf-Schritt-Methode: Schlüsselwörter, Absätze, das Ganze

Wie ein Fahrradhelm den Kopf schützt:
Ein Fahrradhelm besteht innen aus einem harten Schaum und außen aus einer dünnen Schale aus Kunststoff. Die Schale verteilt einen Stoß auf eine große Fläche. //

Beim Aufprall wird der Schaum zusammengedrückt. Dabei nimmt er die Wucht auf, die sonst den Kopf treffen würde. Ein Helm, der einmal einen schweren Sturz abgefangen hat, schützt deshalb nicht mehr richtig und muss ersetzt werden. //

Ein Helm hilft nur, wenn er passt. Er soll waagerecht sitzen und die Stirn bedecken. Zwischen Kinn und Riemen passt noch ein Finger.

Welche Überschrift aus einem Wort passt zum dritten Absatz: Aufbau, Aufprall oder Sitz?
Schritt für Schritt
  1. Sag zuerst, bei welchem der fünf Schritte du gerade bist.
  2. Der letzte Absatz sagt, wie der Helm auf dem Kopf liegen soll.
  3. Also: Sitz
  1. Sag zuerst, bei welchem der fünf Schritte du gerade bist.
  2. Der letzte Absatz sagt, wie der Helm auf dem Kopf liegen soll.
  3. Also: Sitz
Ergebnis:
Sitz

AchtungLesen: Wörter abgeglichen statt Sinn

So nicht
Frage: Warum wurde das Dorf verlassen? Antwort: Das Dorf wurde verlassen. (Wörter der Frage abgeschrieben)
So richtig
Die Frage in eigenen Worten sagen, dann die Stelle suchen, die einen Grund nennt: … weil die Quelle versiegte.

Sag die Frage mit eigenen Worten, dann such die Stelle.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Wie ein Fahrradhelm den Kopf schützt:
    Ein Fahrradhelm besteht innen aus einem harten Schaum und außen aus einer dünnen Schale aus Kunststoff. Die Schale verteilt einen Stoß auf eine große Fläche. //

    Beim Aufprall wird der Schaum zusammengedrückt. Dabei nimmt er die Wucht auf, die sonst den Kopf treffen würde. Ein Helm, der einmal einen schweren Sturz abgefangen hat, schützt deshalb nicht mehr richtig und muss ersetzt werden. //

    Ein Helm hilft nur, wenn er passt. Er soll waagerecht sitzen und die Stirn bedecken. Zwischen Kinn und Riemen passt noch ein Finger.

    Welche Wörter markierst du im dritten Absatz als Schlüsselwörter?
    So fängst du an:
    Sag zuerst, bei welchem der fünf Schritte du gerade bist.
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, bei welchem der fünf Schritte du gerade bist.
    2. Markiert wird, was man beim Aufsetzen prüfen kann.
    3. Also: passt, waagerecht, Stirn, Finger
    Ergebnis:
    passt, waagerecht, Stirn, Finger
  2. ●2
    Brückenfugen:
    Wer über eine lange Brücke geht, sieht manchmal Metallstreifen mit Zacken. Sie liegen quer über der Fahrbahn. Das sind Dehnungsfugen. //

    Stahl und Beton dehnen sich bei Hitze aus und ziehen sich bei Kälte zusammen. Eine Brücke von einem Kilometer Länge kann im Sommer um fast einen halben Meter länger sein als im Winter. //

    Ohne Fugen würde sich die Brücke verbiegen oder Risse bekommen. Die Zacken greifen ineinander, damit Autos auch über die offene Stelle sicher rollen.

    Welches Wort passt als Überschrift zum zweiten Absatz: Wärme, Verkehr oder Farbe?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, bei welchem der fünf Schritte du gerade bist.
    2. Der Absatz erklärt, was Hitze und Kälte mit Stahl und Beton machen.
    3. Also: Wärme
    Ergebnis:
    Wärme
  3. ★3
    Wie ein Fahrradhelm den Kopf schützt:
    Ein Fahrradhelm besteht innen aus einem harten Schaum und außen aus einer dünnen Schale aus Kunststoff. Die Schale verteilt einen Stoß auf eine große Fläche. //

    Beim Aufprall wird der Schaum zusammengedrückt. Dabei nimmt er die Wucht auf, die sonst den Kopf treffen würde. Ein Helm, der einmal einen schweren Sturz abgefangen hat, schützt deshalb nicht mehr richtig und muss ersetzt werden. //

    Ein Helm hilft nur, wenn er passt. Er soll waagerecht sitzen und die Stirn bedecken. Zwischen Kinn und Riemen passt noch ein Finger.

    Welche Frage an den Text beantwortet er nicht?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, bei welchem der fünf Schritte du gerade bist.
    2. Gesetze und Pflichten kommen im Text nicht vor.
    3. Also: Ab welchem Alter man einen Helm tragen muss
    Ergebnis:
    Ab welchem Alter man einen Helm tragen muss

2Ich kann Quelle und Absicht eines Medientexts prüfen.

EntdeckenFrage

Woran prüft man eine Quelle im Netz?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Man verlässt die Seite und sucht, was andere über Autor und Quelle sagen (laterales Lesen).

MerkenQuelle und Absicht

Frag zuerst: Wer schreibt, wozu, und wo steht es noch?

Ein Bericht informiert, ein Kommentar wertet, Werbung will verkaufen, eine Anleitung leitet an.

BeispielTextsorte, Quelle und Absicht

Nie wieder schlechte Noten!:
Kennst du das? Morgen ist die Arbeit, und du verstehst gar nichts. Mit Lernblitz ist damit Schluss! //

Lernblitz erklärt dir jedes Thema in drei Minuten. Schon über 100.000 Jugendliche lernen mit Lernblitz. „Seit ich Lernblitz habe, schreibe ich nur noch Einsen“, sagt Mia, 14. //

Jetzt zwei Wochen kostenlos testen! Danach nur 9,99 € im Monat.

Welches Mittel soll die Leserin überzeugen?
Schritt für Schritt
  1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
  2. Mia, 14, ist ein Erfolgsbeispiel. Das ist ein typisches Werbemittel.
  3. Also: Eine Kundin, die von ihrem Erfolg erzählt
  1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
  2. Mia, 14, ist ein Erfolgsbeispiel. Das ist ein typisches Werbemittel.
  3. Also: Eine Kundin, die von ihrem Erfolg erzählt
Ergebnis:
Eine Kundin, die von ihrem Erfolg erzählt

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Der Text nennt die Ursache nicht. Antwort: Wegen der Wirtschaftskrise. (aus dem Kopf)
So richtig
Auf die Zeile zeigen. Steht sie nicht da, lautet die Antwort: Das sagt der Text nicht.

Zeig die Zeile. Was nicht im Text steht, zählt bei dieser Frage nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Eine Meldung im Klassenchat:
    EILMELDUNG!!! Ab Montag sind in allen Berliner Schulen Handys komplett verboten, auch auf dem Schulweg! Habe ich von einer Freundin, deren Mutter bei der Schule arbeitet. Sofort teilen, damit es alle wissen!!!

    Welches Wort ist eine Aufforderung an die Leser?
    So fängst du an:
    Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
    Lösung zeigen
    1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
    2. „Sofort teilen, damit es alle wissen!“ fordert zum Weitergeben auf.
    3. Also: teilen
    Ergebnis:
    teilen
  2. ●5
    „Am Dienstag hat der Bezirk zwei neue Ampeln an der Schule aufgestellt.“ Welche Absicht hat der Satz?
    Lösung zeigen
    1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
    2. Der Satz nennt Wann, Wer, Was und Wo und wertet nicht.
    3. Also: informieren
    Ergebnis:
    informieren
  3. ★6
    Schulgarten eröffnet:
    Am Freitag hat die Nelson-Schule ihren neuen Schulgarten eröffnet. Auf 300 Quadratmetern wachsen jetzt Kartoffeln, Bohnen, Kräuter und Sonnenblumen. //

    Angelegt haben den Garten die Klassen 7a und 7b im Fach Biologie. Die Erde spendete eine Gärtnerei aus dem Bezirk, die Werkzeuge kaufte der Förderverein. //

    Im Sommer gießen Schülerinnen und Schüler in einem Plan, der am schwarzen Brett hängt. Die erste Ernte soll im Oktober in der Mensa gekocht werden.

    Welcher Satz würde den Bericht zu einem Kommentar machen?
    Lösung zeigen
    1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
    2. Endlich und sinnvoll werten. Ein Kommentar sagt eine Meinung.
    3. Also: Endlich macht eine Schule etwas Sinnvolles.
    Ergebnis:
    Endlich macht eine Schule etwas Sinnvolles.

3Ich kann Informationen aus Grafik und Text verknüpfen.

EntdeckenFrage

Was sagt die Grafik, was der Text nicht sagt?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Zahlen, Verläufe und Vergleiche. Grafik und Text verknüpft man mit einem eigenen Satz.

MerkenSchaubild lesen

Titel, Einheit und Achsen zuerst.

Dann Werte ablesen, vergleichen und mit dem Text verbinden. Nichts behaupten, was das Schaubild nicht zeigt.

BeispielSchaubild und Text verknüpfen

Warum Jugendliche spät müde werden:
In der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr. Das Schlafhormon Melatonin wird abends später ausgeschüttet, deshalb werden viele Jugendliche erst spät müde. Morgens fehlt ihnen dann Schlaf. //

Schaubild: Wie viele Stunden schlafen die 60 Befragten einer Klassenstufe an Schultagen? (Anzahl der Befragten, erfundene Zahlen) /
weniger als 7 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■■■ 18 /
7 bis 8 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ 26 /
mehr als 8 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■ 16

Wie viele Befragte schlafen 7 bis 8 Stunden?
Schritt für Schritt
  1. Lies zuerst Titel und Einheit des Schaubilds.
  2. Die mittlere Säule zeigt 26 Befragte.
  3. Also: 26
  1. Lies zuerst Titel und Einheit des Schaubilds.
  2. Die mittlere Säule zeigt 26 Befragte.
  3. Also: 26
Ergebnis:
26

AchtungLesen: Einzelheit statt Kern

So nicht
Worum geht es im Text? Antwort: Die Hauptfigur trägt einen roten Mantel. (eine Einzelheit)
So richtig
Worum geht es im Text? Antwort: Eine Frau verlässt ihr Dorf und kehrt nach Jahren verändert zurück. (der ganze Text, auch der Schluss)

Passt die Antwort zum ganzen Text, auch zum Schluss?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Wofür nutzt die 9a ihr Handy am meisten?:
    Balkendiagramm: Antworten von 25 Jugendlichen, je eine Antwort (Anzahl, erfundene Zahlen) /
    Videos ■■■■■■■■■■ 10 /
    Nachrichten schreiben ■■■■■■■ 7 /
    Spiele ■■■■■ 5 /
    Musik ■■■ 3

    Wie viele nutzen das Handy am meisten zum Schreiben oder für Musik?
    So fängst du an:
    Lies zuerst Titel und Einheit des Schaubilds.
    Lösung zeigen
    1. Lies zuerst Titel und Einheit des Schaubilds.
    2. Nachrichten schreiben 7, Musik 3, zusammen 10.
    3. Also: 10
    Ergebnis:
    10
  2. ●8
    So kommt die 8b zur Schule:
    Säulendiagramm: Schulweg der 28 Kinder der 8b (Anzahl der Kinder, erfundene Zahlen) /
    zu Fuß ■■■■■■■■■ 9 /
    mit dem Rad ■■■■■■■ 7 /
    mit dem Bus ■■■■■■■■ 8 /
    mit dem Auto ■■■■ 4

    Wie viele Kinder kommen mit dem Auto?
    Lösung zeigen
    1. Lies zuerst Titel und Einheit des Schaubilds.
    2. Die kürzeste Säule, mit dem Auto, zeigt 4.
    3. Also: 4
    Ergebnis:
    4
  3. ★9
    Was in den Mülleimern der Schule landet:
    Anteile am Müll einer Schulwoche in Prozent (erfundene Zahlen) /
    Papier ■■■■■■■■■■■■ 40 % /
    Verpackungen aus Plastik ■■■■■■■■■ 30 % /
    Essensreste ■■■■■■ 20 % /
    Sonstiges ■■■ 10 %

    Welche Aussage stimmt?
    Lösung zeigen
    1. Lies zuerst Titel und Einheit des Schaubilds.
    2. 40 % und 30 % sind 70 %. Das sind mehr als zwei Drittel.
    3. Also: Papier und Plastik sind zusammen mehr als zwei Drittel.
    Ergebnis:
    Papier und Plastik sind zusammen mehr als zwei Drittel.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Schulgarten eröffnet:
    Am Freitag hat die Nelson-Schule ihren neuen Schulgarten eröffnet. Auf 300 Quadratmetern wachsen jetzt Kartoffeln, Bohnen, Kräuter und Sonnenblumen. //

    Angelegt haben den Garten die Klassen 7a und 7b im Fach Biologie. Die Erde spendete eine Gärtnerei aus dem Bezirk, die Werkzeuge kaufte der Förderverein. //

    Im Sommer gießen Schülerinnen und Schüler in einem Plan, der am schwarzen Brett hängt. Die erste Ernte soll im Oktober in der Mensa gekocht werden.

    Wer kümmert sich im Sommer um den Garten?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. „Im Sommer gießen Schülerinnen und Schüler in einem Plan.“
    3. Also: Schülerinnen und Schüler nach einem Plan
    Ergebnis:
    Schülerinnen und Schüler nach einem Plan
  2. ●11
    „Schütte das Wasser in den Topf und warte, bis es kocht.“ Welche Textsorte ist das?
    Lösung zeigen
    1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
    2. Die Sätze fordern Schritt für Schritt zum Handeln auf.
    3. Also: Anleitung
    Ergebnis:
    Anleitung
  3. ●12
    Kraft zum Denken?:
    Seite: www.suesses-leben.example //

    Wer wir sind: der Verein Süßes Leben. Unsere Mitglieder stellen Schokolade, Gummibärchen und Kekse her. //

    Unser Tipp: Ein Schokoriegel in der Pause gibt Kindern Kraft zum Denken. Zucker ist Energie! //

    Was eine Suche ergibt: Ein Lexikon zur Ernährung schreibt, dass Zucker schnell Energie liefert, aber nur für kurze Zeit. Für die Pause empfehlen Fachleute Obst, Gemüse und Vollkornbrot.

    Wie heißt der Verein hinter der Seite? Tippe den Namen.
    Lösung zeigen
    1. Frag zuerst: Wer steht hinter der Seite? Lies dazu das Kleingedruckte unten.
    2. Der Name steht im Absatz „Wer wir sind“.
    3. Also: Süßes Leben
    Ergebnis:
    Süßes Leben
  4. ●13
    Warum Jugendliche spät müde werden:
    In der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr. Das Schlafhormon Melatonin wird abends später ausgeschüttet, deshalb werden viele Jugendliche erst spät müde. Morgens fehlt ihnen dann Schlaf. //

    Schaubild: Wie viele Stunden schlafen die 60 Befragten einer Klassenstufe an Schultagen? (Anzahl der Befragten, erfundene Zahlen) /
    weniger als 7 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■■■ 18 /
    7 bis 8 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ 26 /
    mehr als 8 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■ 16

    Welche Aussage passt zum Schaubild?
    Lösung zeigen
    1. Lies zuerst Titel und Einheit des Schaubilds.
    2. 18 von 60 sind 30 Prozent, also fast ein Drittel.
    3. Also: Fast ein Drittel schläft weniger als 7 Stunden.
    Ergebnis:
    Fast ein Drittel schläft weniger als 7 Stunden.
  5. ●14
    Welcher Schritt kommt direkt nach dem Überfliegen?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, bei welchem der fünf Schritte du gerade bist.
    2. Nach dem ersten Blick überlegst du, was du wissen willst. Dann liest du gründlich.
    3. Also: Fragen stellen
    Ergebnis:
    Fragen stellen
  6. ●15
    Warum Jugendliche spät müde werden:
    In der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr. Das Schlafhormon Melatonin wird abends später ausgeschüttet, deshalb werden viele Jugendliche erst spät müde. Morgens fehlt ihnen dann Schlaf. //

    Schaubild: Wie viele Stunden schlafen die 60 Befragten einer Klassenstufe an Schultagen? (Anzahl der Befragten, erfundene Zahlen) /
    weniger als 7 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■■■ 18 /
    7 bis 8 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ 26 /
    mehr als 8 Stunden ■■■■■■■■■■■■■■■■ 16

    Warum werden viele Jugendliche erst spät müde?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Das Handy steht nicht im Text. Der Schlafmangel am Morgen ist die Folge.
    3. Also: Ihr Schlafhormon wird abends später ausgeschüttet.
    Ergebnis:
    Ihr Schlafhormon wird abends später ausgeschüttet.

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Fünf Schritte
Überfliegen, fragen, gründlich lesen, Absätze zusammenfassen, das Ganze in einem Satz.
Quelle und Absicht
Frag zuerst: Wer schreibt, wozu, und wo steht es noch?
Schaubild lesen
Titel, Einheit und Achsen zuerst.

AchtungLesen: Bezug im Text verwechselt

So nicht
Lena bat Jana um Hilfe. Sie lehnte ab. Wer lehnte ab? Lena.
So richtig
„Sie“ verweist auf die Person, die gefragt wurde: Jana lehnte ab. Das Verweiswort bis zum Nomen zurückverfolgen.

Verfolge das Verweiswort bis zu seinem Nomen: Wer ist gemeint?

AchtungLesen: Ursache und Folge im Text vertauscht

So nicht
Die Ernte fiel aus, weil die Preise stiegen. (Ursache und Folge vertauscht)
So richtig
Die Preise stiegen, weil die Ernte ausfiel. Nach „weil“ steht der Grund, nicht die Folge.

Markiere die kleinen Wörter: weil, deshalb, obwohl, nicht.

AchtungLesen: mehr als der Text sagt

So nicht
Text: Einige Schüler nutzen die Bibliothek. Antwort: Alle Schüler nutzen sie.
So richtig
Einige, nicht alle. Mengenwörter in Text und Antwort vergleichen: Die Antwort darf nicht mehr behaupten als der Text.

Vergleiche die Mengenwörter in Text und Antwort: alle, viele, manche.

AchtungLesen: zwischen den Zeilen nicht gelesen

So nicht
Paul schaut zum dritten Mal auf die Uhr. Wie fühlt er sich? Das steht nicht im Text.
So richtig
Er ist ungeduldig oder nervös: Wer ständig auf die Uhr sieht, wartet. Der Hinweis steht im Text, die Deutung liefert man dazu.

Such das Wort im Text, das es verrät, und lies den Satz davor.

AchtungLesen: Quelle nicht geprüft

So nicht
Ein Blog behauptet, Kaffee sei ungesund. Ich glaube das, es steht ja im Netz.
So richtig
Wer sagt das? Welche Belege gibt es? Wie alt ist die Quelle? Erst prüfen, dann übernehmen.

Wer sagt das? Was sagen andere? Wann wurde es geschrieben?

AchtungForm des Textes verwechselt

So nicht
Kommentar: Er sagt nur, was passiert ist, ohne Haltung.
So richtig
Ein Bericht informiert, ein Kommentar urteilt. Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?

Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?

AchtungKriterium oder Aufgabenformat übersehen

So nicht
Fünf-Schritt-Methode: gleich Fragen beantworten, ohne den Text überflogen zu haben.
So richtig
Die Schritte der Reihe nach: überfliegen, Fragen stellen, gründlich lesen, Abschnitte zusammenfassen, Text wiederholen.

Geh die Schritte der Methode der Reihe nach durch.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann einen Sachtext mit Fünf-Schritt-Methode erschließen.

    16
    Du siehst nur Überschrift, Bilder und fett Gedrucktes an. Wie heißt dieser Schritt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Überfliegen
  2. Ich kann Quelle und Absicht eines Medientexts prüfen.

    17
    „Die neue Turnhalle ist eine Zumutung. Wer hat sich diese Umkleiden ausgedacht?“ Welche Textsorte ist das?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Kommentar
  3. Ich kann Informationen aus Grafik und Text verknüpfen.

    18
    Wofür nutzt die 9a ihr Handy am meisten?:
    Balkendiagramm: Antworten von 25 Jugendlichen, je eine Antwort (Anzahl, erfundene Zahlen) /
    Videos ■■■■■■■■■■ 10 /
    Nachrichten schreiben ■■■■■■■ 7 /
    Spiele ■■■■■ 5 /
    Musik ■■■ 3

    Wie viele Jugendliche nennen Spiele?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    5

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Wie liest man einen langen Sachtext in Schritten?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Überfliegen, Fragen stellen, genau lesen, Abschnitte zusammenfassen, wiederholen. Die Schritte verbessern das Verstehen.

Lösungen

  1. passt, waagerecht, Stirn, Finger
  2. Wärme
  3. Ab welchem Alter man einen Helm tragen muss
  4. teilen
  5. informieren
  6. Endlich macht eine Schule etwas Sinnvolles.
  7. 10
  8. 4
  9. Papier und Plastik sind zusammen mehr als zwei Drittel.
  10. Schülerinnen und Schüler nach einem Plan
  11. Anleitung
  12. Süßes Leben
  13. Fast ein Drittel schläft weniger als 7 Stunden.
  14. Fragen stellen
  15. Ihr Schlafhormon wird abends später ausgeschüttet.
  16. Überfliegen
  17. Kommentar
  18. 5
  19. Obst
  20. Fische
  21. Präposition
  22. Konjunktion