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Deutsch · Klasse 5 und 6 · Kapitel

Sprechen und Zuhören: zuhören, Gesprächsregeln, Kurzvortrag

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Warum hilft es, in eigenen Worten wiederzugeben, was jemand gesagt hat?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Wer wiedergibt, zeigt, dass er zugehört hat, und die andere Person kann Missverständnisse sofort klären. Zusammenfassen und Nachfragen gehören zu den wirksamen Lesestrategien, die im Gespräch geübt werden. Quelle: Palincsar und Brown (1984), Reciprocal teaching of comprehension-fostering and comprehension-monitoring activities, Cognition and Instruction 1

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Planen, bevor man schreibt: Anfang, Mittelteil und Schluss festlegen. Ein Kurzvortrag folgt demselben Plan, nur gesprochen.

  1. ●19
    Was passt in die Lücke?
    Elfchen mit 1, 2, 3, 4 und 1 Wort: Braun / der Igel / er sucht Futter / ___ / Winterschlaf
    Lösung zeigen
    1. Zähl die Wörter in den Zeilen: eins, zwei, drei, vier, eins.
    2. Im Elfchen hat die vierte Zeile vier Wörter.
    3. Also: er rollt sich ein.
    Ergebnis:
    er rollt sich ein
  2. ●20
    Was passt in die Lücke?
    Elfchen mit 1, 2, 3, 4 und 1 Wort: Braun / ___ / er sucht Futter / er rollt sich ein / Winterschlaf
    Lösung zeigen
    1. Zähl die Wörter in den Zeilen: eins, zwei, drei, vier, eins.
    2. Im Elfchen hat die zweite Zeile zwei Wörter.
    3. Also: der Igel.
    Ergebnis:
    der Igel

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenZuhören heißt wiedergeben und nachfragen

Wer zuhört, lässt die andere Person ausreden, gibt in eigenen Worten wieder, was er verstanden hat, und fragt offen nach. Ein Gespräch trägt, wenn Regeln für alle gelten und Meinungen einen Grund bekommen. Ein Kurzvortrag hat Einleitung, Hauptteil und Schluss, und auf der Karte stehen Schlüsselwörter.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Kind erzählt von seinem Streit. Warum hilft „Wie war das für dich?“ mehr als ein sofortiger Rat?

1Ich höre aktiv zu, gebe wieder, was ich verstanden habe, und frage offen nach.

EntdeckenFrage

Warum hilft es, in eigenen Worten wiederzugeben, was jemand gesagt hat?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Wer wiedergibt, zeigt, dass er zugehört hat, und die andere Person kann Missverständnisse sofort klären. Zusammenfassen und Nachfragen gehören zu den wirksamen Lesestrategien, die im Gespräch geübt werden.

MerkenAktiv zuhören

Schau die Person an, lass sie ausreden und sag in eigenen Worten, was du verstanden hast.

Frag dann offen nach: mit Was, Wie oder Worum.

BeispielZuhören: wiedergeben und offen nachfragen

Wähle die passende Antwort.
Ben berichtet: „Wir fahren in den Ferien zu meiner Oma nach Polen.“
Welche Antwort zeigt aktives Zuhören?
Schritt für Schritt
  1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
  2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
  3. Also: Du fährst zu deiner Oma nach Polen. Wie lange bleibt ihr dort?
  1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
  2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
  3. Also: Du fährst zu deiner Oma nach Polen. Wie lange bleibt ihr dort?
Ergebnis:
Du fährst zu deiner Oma nach Polen. Wie lange bleibt ihr dort?

AchtungFormulierung passt nicht zum Anlass: beim Zuhören unterbrochen, bewertet, geraten oder das Thema gewechselt

So nicht
Tim erzählt von seinem kaputten Fahrrad. Antwort: Ich habe auch ein Fahrrad, das ist total toll. (das eigene Thema)
So richtig
Dein Fahrrad ist kaputt. Was ist passiert? Erst wiedergeben und offen nachfragen, dann erst von sich erzählen.

Gib erst wieder, was du verstanden hast, und frag offen nach. Rat und Bewertung kommen später.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Wähle die passende Antwort.
    Mert erzählt, dass er beim Schwimmen zum ersten Mal vom Dreimeterbrett gesprungen ist.
    Welche Rückmeldung zeigt, dass du zuhörst?
    So fängst du an:
    Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also: Du bist zum ersten Mal vom Dreimeterbrett gesprungen. Wie hat sich das angefühlt?
    Ergebnis:
    Du bist zum ersten Mal vom Dreimeterbrett gesprungen. Wie hat sich das angefühlt?
  2. ●2
    Wähle die passende Antwort.
    Sara erklärt ihren Plan fürs Klassenfest: Alle bringen etwas zu essen mit.
    Welche Antwort zeigt aktives Zuhören?
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also.
    Ergebnis:
    Du schlägst vor, dass alle etwas zu essen mitbringen. Wer soll die Liste schreiben?
  3. ★3
    Wähle die passende Antwort.
    Lisa hat bei einem Wettbewerb mitgemacht.
    Welche Frage lädt zum Erzählen ein?
    Lösung zeigen
    1. Streich die Fragen, die nur ein Ja oder Nein brauchen oder die Antwort vorgeben.
    2. Übrig bleibt die Frage, die mit Was, Wie oder Worum beginnt.
    3. Also: Wie hast du dich auf den Wettbewerb vorbereitet?
    Ergebnis:
    Wie hast du dich auf den Wettbewerb vorbereitet?

2Ich führe ein Gespräch nach Regeln und nenne zu meiner Meinung einen Grund.

EntdeckenFrage

Warum ist „Wie war das für dich?“ besser als ein schneller Rat?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Eine offene Frage lässt die andere Person die eigene Sicht nennen. Ein Rat vor dem Nachfragen trifft oft das Problem nicht.

MerkenGespräche tragen

Gesprächsregeln: sich melden, ausreden lassen, der Sache widersprechen, nicht der Person.

Eine Meinung bekommt ein Weil.

BeispielGespräch: Regeln und Beiträge mit Grund

Wähle die passende Antwort.
In der Klassenrunde rufen mehrere Kinder durcheinander.
Was hilft dem Gespräch?
Schritt für Schritt
  1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
  2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
  3. Also.
  1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
  2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
  3. Also.
Ergebnis:
Eine Redeliste führen: Wer sprechen will, meldet sich, und die Moderation ruft auf.

AchtungKriterium oder Aufgabenformat übersehen: Gesprächsregel nicht beachtet

So nicht
In der Gruppe sagt jemand „Nein, doof.“ und niemand fragt nach.
So richtig
„Ich bin dagegen, weil dann niemand mehr Zeit zum Üben hat.“ Ein Weil macht den Widerspruch nützlich.

Welche Regel gilt für alle? Eine Regel für alle trägt das Gespräch.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Wähle die passende Antwort.
    Ein Kind redet seit fünf Minuten, die anderen kommen nicht dran.
    Welche Lösung trägt das Gespräch?
    So fängst du an:
    Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
    3. Also: Eine Redezeit vereinbaren und mit einer Uhr zeigen, wann sie endet.
    Ergebnis:
    Eine Redezeit vereinbaren und mit einer Uhr zeigen, wann sie endet.
  2. ●5
    Wähle die passende Antwort.
    Bei der Klassenwahl rufen die Kinder ihre Wünsche hinein, und niemand zählt mit.
    Was hilft dem Gespräch?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
    3. Also: Die Möglichkeiten an die Tafel schreiben und die Stimmen der Reihe nach zählen.
    Ergebnis:
    Die Möglichkeiten an die Tafel schreiben und die Stimmen der Reihe nach zählen.
  3. ★6
    Wähle die passende Antwort.
    Die Klasse spricht über neue Regeln für die Pause. Ein Kind schlägt eine ruhige Ecke vor.
    Welcher Beitrag bringt die Gruppe weiter?
    Lösung zeigen
    1. Such das Wort, das einen Grund einleitet: weil, denn, da.
    2. Der Beitrag mit Grund bringt die Gruppe weiter.
    3. Also: Eine ruhige Ecke ist gut, weil manche Kinder in der Pause Ruhe brauchen.
    Ergebnis:
    Eine ruhige Ecke ist gut, weil manche Kinder in der Pause Ruhe brauchen.

3Ich gliedere einen Kurzvortrag und schreibe Stichworte statt ganzer Sätze.

EntdeckenFrage

Was bringt es, nach einer Frage kurz zu warten?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Wartezeit von einigen Sekunden macht Antworten länger und begründeter, und mehr Kinder antworten.

MerkenEin Kurzvortrag

Die Einleitung nennt das Thema, der Hauptteil erklärt, der Schluss fasst zusammen.

Sie weckt Interesse. Auf die Karte kommen Schlüsselwörter, keine ganzen Sätze.

BeispielVortrag: Einleitung, Hauptteil, Schluss und Stichworte

Wähle die passende Antwort.
„Heute stelle ich euch vor, wie Bienen Honig machen. Wer hat schon einmal Honig probiert?“
Zu welchem Teil des Vortrags gehört der Satz?
Schritt für Schritt
  1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
  2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
  3. Also: Einleitung
  1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
  2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
  3. Also: Einleitung
Ergebnis:
Einleitung

AchtungAufbau der Textsorte verwechselt: Baustein des Vortrags

So nicht
Karte zum Vortrag: Die Römer bauten Straßen, damit ihre Truppen schnell vorankamen. (ganzer Satz)
So richtig
Karte: Römer: Straßen, Truppen schnell. Schlüsselwörter erinnern, ganze Sätze verleiten zum Ablesen.

Thema nennen ist Einleitung, erklären ist Hauptteil, zusammenfassen ist Schluss.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Wähle die passende Antwort.
    „Damit bin ich am Ende. Wenn ihr mögt, beantworte ich jetzt eure Fragen.“
    Zu welchem Teil des Vortrags gehört der Satz?
    So fängst du an:
    Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
    3. Also: Schluss
    Ergebnis:
    Schluss
  2. ●8
    Wähle die passende Antwort.
    „Mein Thema sind die Römer. Ich erzähle euch, wie sie gebaut und gelebt haben.“
    Zu welchem Teil des Vortrags gehört der Satz?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
    3. Also: Einleitung
    Ergebnis:
    Einleitung
  3. ★9
    Wähle die passende Antwort.
    Im Vortrag soll dieser Satz vorkommen: „Im Winter schlafen Igel in einem Nest aus Laub und Moos.“
    Welche Karte würdest du in die Hand nehmen?
    Lösung zeigen
    1. Prüfe jede Karte: Würdest du sie ablesen oder frei sprechen?
    2. Eine gute Karte hat die Schlüsselwörter, aber nicht den ganzen Satz.
    3. Also: Igel: Winter, Nest, Laub, Moos
    Ergebnis:
    Igel: Winter, Nest, Laub, Moos

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Wähle die passende Antwort.
    Leon erzählt von einem Streit mit seinem Bruder um den Computer.
    Welche Rückmeldung zeigt, dass du zuhörst?
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also: Du und dein Bruder habt euch um den Computer gestritten. Was ist passiert?
    Ergebnis:
    Du und dein Bruder habt euch um den Computer gestritten. Was ist passiert?
  2. ●11
    Wenn am Tag danach alles wehtut
    Nach dem ersten Fußballtraining der Saison tut es am nächsten Tag überall weh. Treppensteigen fällt schwer, und die Beine fühlen sich an wie Holz. Das ist Muskelkater.

    Lange glaubte man, schuld sei eine Säure, die sich beim Sport im Muskel sammelt. Diese Erklärung gilt heute als überholt. Die Säure ist nämlich schon nach kurzer Zeit wieder abgebaut, lange bevor der Schmerz beginnt.

    Heute wissen Forscher: Bei ungewohnter Anstrengung entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. Besonders oft passiert das bei bremsenden Bewegungen, zum Beispiel beim Bergablaufen. Der Körper repariert die Risse. Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh.

    Der Schmerz beginnt meist erst einige Stunden später. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.

    Gegen Muskelkater hilft vor allem Geduld. Leichte Bewegung tut oft gut. Wer regelmäßig trainiert, bekommt ihn seltener, denn der Muskel gewöhnt sich an die Belastung.

    überholt: Nicht mehr richtig, weil man inzwischen mehr weiß. Muskelfasern: Die ganz dünnen Fäden, aus denen ein Muskel besteht. Belastung: Die Arbeit oder das Gewicht, das etwas tragen muss.

    Wann ist der Muskelkater oft am stärksten?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 4, zweiter Satz. Nach einer Woche ist er meistens schon vorbei.
    3. Also: Nach ein bis zwei Tagen.
    Ergebnis:
    Nach ein bis zwei Tagen.
  3. ●12
    Wähle die passende Antwort.
    In der Klassenrunde rufen mehrere Kinder durcheinander.
    Was sollte die Klasse jetzt tun?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
    3. Also.
    Ergebnis:
    Eine Redeliste führen: Wer sprechen will, meldet sich, und die Moderation ruft auf.
  4. ●13
    Wähle die passende Antwort.
    „Sie leben in Gruppen und verständigen sich mit Pfeiflauten.“
    Wohin gehört der Satz in einem Kurzvortrag?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
    3. Also: Hauptteil
    Ergebnis:
    Hauptteil
  5. ●14
    Wähle die passende Antwort.
    Leon erzählt von einem Streit mit seinem Bruder um den Computer.
    Was sagst du, damit die andere Person merkt: Ich höre zu?
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also: Du und dein Bruder habt euch um den Computer gestritten. Was ist passiert?
    Ergebnis:
    Du und dein Bruder habt euch um den Computer gestritten. Was ist passiert?
  6. ●15
    Blitz und Donner
    Ein Gewitter beginnt oft an einem heißen Sommertag. Die Sonne erwärmt den Boden, und feuchte, warme Luft steigt nach oben. Dort oben ist es viel kälter. Das Wasser in der Luft bildet Tropfen und winzige Eiskörner. So wächst eine hohe, dunkle Wolke. Sie kann über zehn Kilometer hoch werden.

    In der Wolke wirbeln die Tropfen und Eiskörner wild durcheinander. Dabei reiben sie aneinander und laden sich elektrisch auf. Irgendwann entlädt sich diese Spannung. Ein Blitz zuckt durch die Luft.

    Der Blitz ist sehr heiß, heißer als die Oberfläche der Sonne. Er erhitzt die Luft in einem Augenblick. Die Luft dehnt sich so schnell aus, dass es knallt. Diesen Knall hören wir als Donner.

    Licht ist viel schneller als Schall. Deshalb sieht man den Blitz zuerst und hört den Donner später. Zählt man die Sekunden dazwischen, kann man die Entfernung schätzen. Etwa drei Sekunden bedeuten einen Kilometer.

    Wer draußen von einem Gewitter überrascht wird, sollte nicht unter einem einzelnen Baum stehen. Sicherer ist ein Haus oder ein Auto.

    elektrisch: Mit Strom geladen, wie bei einer Batterie. entlädt: Gibt auf einmal ab, was sich angesammelt hat. Entfernung: Wie weit etwas weg ist.

    Wie viele Sekunden zwischen Blitz und Donner bedeuten etwa einen Kilometer?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 4, letzter Satz.
    3. Also: Etwa drei Sekunden.
    Ergebnis:
    Etwa drei Sekunden.

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Aktiv zuhören
Schau die Person an, lass sie ausreden und sag in eigenen Worten, was du verstanden hast.
Gespräche tragen
Gesprächsregeln: sich melden, ausreden lassen, der Sache widersprechen, nicht der Person.
Ein Kurzvortrag
Die Einleitung nennt das Thema, der Hauptteil erklärt, der Schluss fasst zusammen.

AchtungThese, Argument und Beleg verwechselt: Meinung ohne Grund

So nicht
„Das ist doch Quatsch.“ – ohne Grund und ohne Frage
So richtig
„Ich sehe das anders, weil dann niemand mehr Zeit zum Üben hat.“ Eine Meinung bekommt ein Weil, das man prüfen kann.

Nenn zu deiner Meinung ein Weil, das man prüfen kann.

AchtungLesen: Wörter abgeglichen statt Sinn

So nicht
Frage: Warum wurde das Dorf verlassen? Antwort: Das Dorf wurde verlassen. (Wörter der Frage abgeschrieben)
So richtig
Die Frage in eigenen Worten sagen, dann die Stelle suchen, die einen Grund nennt: … weil die Quelle versiegte.

Sag die Frage mit eigenen Worten, dann such die Stelle.

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Der Text nennt die Ursache nicht. Antwort: Wegen der Wirtschaftskrise. (aus dem Kopf)
So richtig
Auf die Zeile zeigen. Steht sie nicht da, lautet die Antwort: Das sagt der Text nicht.

Zeig die Zeile. Was nicht im Text steht, zählt bei dieser Frage nicht.

AchtungLesen: Bezug im Text verwechselt

So nicht
Lena bat Jana um Hilfe. Sie lehnte ab. Wer lehnte ab? Lena.
So richtig
„Sie“ verweist auf die Person, die gefragt wurde: Jana lehnte ab. Das Verweiswort bis zum Nomen zurückverfolgen.

Verfolge das Verweiswort bis zu seinem Nomen: Wer ist gemeint?

AchtungLesen: Ursache und Folge im Text vertauscht

So nicht
Die Ernte fiel aus, weil die Preise stiegen. (Ursache und Folge vertauscht)
So richtig
Die Preise stiegen, weil die Ernte ausfiel. Nach „weil“ steht der Grund, nicht die Folge.

Markiere die kleinen Wörter: weil, deshalb, obwohl, nicht.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich höre aktiv zu, gebe wieder, was ich verstanden habe, und frage offen nach.

    16
    Wähle die passende Antwort.
    Karim erzählt, dass sein Hund krank ist.
    Welche Antwort zeigt aktives Zuhören?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Dein Hund ist krank, das macht dir Sorgen. Was hat die Tierärztin gesagt?
  2. Ich führe ein Gespräch nach Regeln und nenne zu meiner Meinung einen Grund.

    17
    Wähle die passende Antwort.
    Ein Kind wird in der Gruppe ständig unterbrochen.
    Welche Lösung trägt das Gespräch?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Das Kind ausreden lassen und danach nachfragen, was es gemeint hat.
  3. Ich gliedere einen Kurzvortrag und schreibe Stichworte statt ganzer Sätze.

    18
    Wähle die passende Antwort.
    „Ich fasse zusammen: Meerschweinchen brauchen Gesellschaft, Futter und Platz. Habt ihr Fragen?“
    Wo steht der Satz im Vortrag?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Schluss

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Warum hilft es, in eigenen Worten wiederzugeben, was jemand gesagt hat?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Wer wiedergibt, zeigt, dass er zugehört hat, und die andere Person kann Missverständnisse sofort klären. Zusammenfassen und Nachfragen gehören zu den wirksamen Lesestrategien, die im Gespräch geübt werden.

Wörter

Nenner
die Zahl unten – in wie viele Teile geteilt wurde

Lösungen

  1. Du bist zum ersten Mal vom Dreimeterbrett gesprungen. Wie hat sich das angefühlt?
  2. Du schlägst vor, dass alle etwas zu essen mitbringen. Wer soll die Liste schreiben?
  3. Wie hast du dich auf den Wettbewerb vorbereitet?
  4. Eine Redezeit vereinbaren und mit einer Uhr zeigen, wann sie endet.
  5. Die Möglichkeiten an die Tafel schreiben und die Stimmen der Reihe nach zählen.
  6. Eine ruhige Ecke ist gut, weil manche Kinder in der Pause Ruhe brauchen.
  7. Schluss
  8. Einleitung
  9. Igel: Winter, Nest, Laub, Moos
  10. Du und dein Bruder habt euch um den Computer gestritten. Was ist passiert?
  11. Nach ein bis zwei Tagen.
  12. Eine Redeliste führen: Wer sprechen will, meldet sich, und die Moderation ruft auf.
  13. Hauptteil
  14. Du und dein Bruder habt euch um den Computer gestritten. Was ist passiert?
  15. Etwa drei Sekunden.
  16. Dein Hund ist krank, das macht dir Sorgen. Was hat die Tierärztin gesagt?
  17. Das Kind ausreden lassen und danach nachfragen, was es gemeint hat.
  18. Schluss
  19. er rollt sich ein
  20. der Igel