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Deutsch · Klasse 5 und 6 · Kapitel

Sprechen und Zuhören: zuhören, Gesprächsregeln, Kurzvortrag

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Warum hilft es, in eigenen Worten wiederzugeben, was jemand gesagt hat?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Wer wiedergibt, zeigt, dass er zugehört hat, und die andere Person kann Missverständnisse sofort klären. Zusammenfassen und Nachfragen gehören zu den wirksamen Lesestrategien, die im Gespräch geübt werden. Quelle: Palincsar und Brown (1984), Reciprocal teaching of comprehension-fostering and comprehension-monitoring activities, Cognition and Instruction 1

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Planen, bevor man schreibt: Anfang, Mittelteil und Schluss festlegen. Ein Kurzvortrag folgt demselben Plan, nur gesprochen.

  1. ●19
    Was passt in die Lücke?
    Elfchen mit 1, 2, 3, 4 und 1 Wort: Herbst / bunte Blätter / sie fallen leise / ___ / herrlich
    Lösung zeigen
    1. Zähl die Wörter in den Zeilen: eins, zwei, drei, vier, eins.
    2. Im Elfchen hat die vierte Zeile vier Wörter.
    3. Also: ich springe mitten hinein.
    Ergebnis:
    ich springe mitten hinein
  2. ●20
    Welches Wort passt?
    Deine Klasse feiert ein Sommerfest. Die Eltern sollen kommen. Du schreibst:
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, was du mit dem Text erreichen willst.
    2. Du willst jemanden einladen.
    3. Also: Einladung.
    Ergebnis:
    Einladung

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenZuhören heißt wiedergeben und nachfragen

Wer zuhört, lässt die andere Person ausreden, gibt in eigenen Worten wieder, was er verstanden hat, und fragt offen nach. Ein Gespräch trägt, wenn Regeln für alle gelten und Meinungen einen Grund bekommen. Ein Kurzvortrag hat Einleitung, Hauptteil und Schluss, und auf der Karte stehen Schlüsselwörter.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Kind erzählt von seinem Streit. Warum hilft „Wie war das für dich?“ mehr als ein sofortiger Rat?

1Ich höre aktiv zu, gebe wieder, was ich verstanden habe, und frage offen nach.

EntdeckenFrage

Warum hilft es, in eigenen Worten wiederzugeben, was jemand gesagt hat?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Wer wiedergibt, zeigt, dass er zugehört hat, und die andere Person kann Missverständnisse sofort klären. Zusammenfassen und Nachfragen gehören zu den wirksamen Lesestrategien, die im Gespräch geübt werden.

MerkenAktiv zuhören

Schau die Person an, lass sie ausreden und sag in eigenen Worten, was du verstanden hast.

Frag dann offen nach: mit Was, Wie oder Worum.

BeispielZuhören: wiedergeben und offen nachfragen

Wähle die passende Antwort.
Jonas beschwert sich: „Beim Spielen werde ich immer zuletzt gewählt.“
Welche Antwort zeigt aktives Zuhören?
Schritt für Schritt
  1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
  2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
  3. Also: Du wirst beim Spielen oft zuletzt gewählt. Das ärgert dich. Was wünschst du dir?
  1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
  2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
  3. Also: Du wirst beim Spielen oft zuletzt gewählt. Das ärgert dich. Was wünschst du dir?
Ergebnis:
Du wirst beim Spielen oft zuletzt gewählt. Das ärgert dich. Was wünschst du dir?

AchtungFormulierung passt nicht zum Anlass: beim Zuhören unterbrochen, bewertet, geraten oder das Thema gewechselt

So nicht
Tim erzählt von seinem kaputten Fahrrad. Antwort: Ich habe auch ein Fahrrad, das ist total toll. (das eigene Thema)
So richtig
Dein Fahrrad ist kaputt. Was ist passiert? Erst wiedergeben und offen nachfragen, dann erst von sich erzählen.

Gib erst wieder, was du verstanden hast, und frag offen nach. Rat und Bewertung kommen später.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Wähle die passende Antwort.
    Elif sagt: „Meine Oma ist krank, und wir besuchen sie am Wochenende.“
    Was sagst du, damit die andere Person merkt: Ich höre zu?
    So fängst du an:
    Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also: Deine Oma ist krank, und ihr besucht sie am Wochenende. Wie geht es dir damit?
    Ergebnis:
    Deine Oma ist krank, und ihr besucht sie am Wochenende. Wie geht es dir damit?
  2. ●2
    Wähle die passende Antwort.
    Elif sagt: „Meine Oma ist krank, und wir besuchen sie am Wochenende.“
    Welche Rückmeldung zeigt, dass du zuhörst?
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also: Deine Oma ist krank, und ihr besucht sie am Wochenende. Wie geht es dir damit?
    Ergebnis:
    Deine Oma ist krank, und ihr besucht sie am Wochenende. Wie geht es dir damit?
  3. ★3
    Wähle die passende Antwort.
    Emre erzählt von einem Streit mit seinem Freund.
    Mit welcher Frage kommt die andere Person ins Erzählen?
    Lösung zeigen
    1. Streich die Fragen, die nur ein Ja oder Nein brauchen oder die Antwort vorgeben.
    2. Übrig bleibt die Frage, die mit Was, Wie oder Worum beginnt.
    3. Also: Was ist genau passiert?
    Ergebnis:
    Was ist genau passiert?

2Ich führe ein Gespräch nach Regeln und nenne zu meiner Meinung einen Grund.

EntdeckenFrage

Warum ist „Wie war das für dich?“ besser als ein schneller Rat?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Eine offene Frage lässt die andere Person die eigene Sicht nennen. Ein Rat vor dem Nachfragen trifft oft das Problem nicht.

MerkenGespräche tragen

Gesprächsregeln: sich melden, ausreden lassen, der Sache widersprechen, nicht der Person.

Eine Meinung bekommt ein Weil.

BeispielGespräch: Regeln und Beiträge mit Grund

Wähle die passende Antwort.
In der Gruppenarbeit will jedes Kind etwas anderes.
Welche Lösung trägt das Gespräch?
Schritt für Schritt
  1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
  2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
  3. Also: Jede Idee kurz anhören, dann gemeinsam nach einem Kriterium auswählen.
  1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
  2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
  3. Also: Jede Idee kurz anhören, dann gemeinsam nach einem Kriterium auswählen.
Ergebnis:
Jede Idee kurz anhören, dann gemeinsam nach einem Kriterium auswählen.

AchtungKriterium oder Aufgabenformat übersehen: Gesprächsregel nicht beachtet

So nicht
In der Gruppe sagt jemand „Nein, doof.“ und niemand fragt nach.
So richtig
„Ich bin dagegen, weil dann niemand mehr Zeit zum Üben hat.“ Ein Weil macht den Widerspruch nützlich.

Welche Regel gilt für alle? Eine Regel für alle trägt das Gespräch.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Wähle die passende Antwort.
    Ein Kind wird in der Diskussion beleidigt.
    Was hilft dem Gespräch?
    So fängst du an:
    Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
    3. Also.
    Ergebnis:
    Das Gespräch kurz anhalten, die Beleidigung benennen und um sachliche Worte bitten.
  2. ●5
    Wähle die passende Antwort.
    Bei der Klassenwahl rufen die Kinder ihre Wünsche hinein, und niemand zählt mit.
    Welche Lösung trägt das Gespräch?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
    3. Also: Die Möglichkeiten an die Tafel schreiben und die Stimmen der Reihe nach zählen.
    Ergebnis:
    Die Möglichkeiten an die Tafel schreiben und die Stimmen der Reihe nach zählen.
  3. ★6
    Wähle die passende Antwort.
    Die Klasse spricht über neue Regeln für die Pause. Ein Kind schlägt eine ruhige Ecke vor.
    Welcher Beitrag bringt die Gruppe weiter?
    Lösung zeigen
    1. Such das Wort, das einen Grund einleitet: weil, denn, da.
    2. Der Beitrag mit Grund bringt die Gruppe weiter.
    3. Also: Eine ruhige Ecke ist gut, weil manche Kinder in der Pause Ruhe brauchen.
    Ergebnis:
    Eine ruhige Ecke ist gut, weil manche Kinder in der Pause Ruhe brauchen.

3Ich gliedere einen Kurzvortrag und schreibe Stichworte statt ganzer Sätze.

EntdeckenFrage

Was bringt es, nach einer Frage kurz zu warten?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Wartezeit von einigen Sekunden macht Antworten länger und begründeter, und mehr Kinder antworten.

MerkenEin Kurzvortrag

Die Einleitung nennt das Thema, der Hauptteil erklärt, der Schluss fasst zusammen.

Sie weckt Interesse. Auf die Karte kommen Schlüsselwörter, keine ganzen Sätze.

BeispielVortrag: Einleitung, Hauptteil, Schluss und Stichworte

Wähle die passende Antwort.
„Das war das Wichtigste über die Römer. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.“
Wohin gehört der Satz in einem Kurzvortrag?
Schritt für Schritt
  1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
  2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
  3. Also: Schluss
  1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
  2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
  3. Also: Schluss
Ergebnis:
Schluss

AchtungAufbau der Textsorte verwechselt: Baustein des Vortrags

So nicht
Karte zum Vortrag: Die Römer bauten Straßen, damit ihre Truppen schnell vorankamen. (ganzer Satz)
So richtig
Karte: Römer: Straßen, Truppen schnell. Schlüsselwörter erinnern, ganze Sätze verleiten zum Ablesen.

Thema nennen ist Einleitung, erklären ist Hauptteil, zusammenfassen ist Schluss.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Wähle die passende Antwort.
    „Heute stelle ich euch vor, wie Bienen Honig machen. Wer hat schon einmal Honig probiert?“
    Wo steht der Satz im Vortrag?
    So fängst du an:
    Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
    3. Also: Einleitung
    Ergebnis:
    Einleitung
  2. ●8
    Wähle die passende Antwort.
    „Ich fasse zusammen: Meerschweinchen brauchen Gesellschaft, Futter und Platz. Habt ihr Fragen?“
    Wohin gehört der Satz in einem Kurzvortrag?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
    3. Also: Schluss
    Ergebnis:
    Schluss
  3. ★9
    Wähle die passende Antwort.
    Im Vortrag soll dieser Satz vorkommen: „Meerschweinchen fressen vor allem Heu, Gemüse und Kräuter.“
    Welche Karte würdest du in die Hand nehmen?
    Lösung zeigen
    1. Prüfe jede Karte: Würdest du sie ablesen oder frei sprechen?
    2. Eine gute Karte hat die Schlüsselwörter, aber nicht den ganzen Satz.
    3. Also: Futter: Heu, Gemüse, Kräuter
    Ergebnis:
    Futter: Heu, Gemüse, Kräuter

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Wähle die passende Antwort.
    Lena sagt: „Ich habe die Matheaufgabe nicht verstanden.“
    Welche Antwort zeigt aktives Zuhören?
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also: Du hast die Matheaufgabe nicht verstanden. Welcher Schritt war unklar?
    Ergebnis:
    Du hast die Matheaufgabe nicht verstanden. Welcher Schritt war unklar?
  2. ●11
    Ein Nest aus Erde und Speichel
    Die Rauchschwalbe ist ein kleiner Vogel mit glänzend blauem Rücken. Ihre Kehle und ihre Stirn sind rostrot. Am Schwanz hat sie zwei lange, spitze Federn. Sie lebt am liebsten auf Bauernhöfen mit Ställen und Tieren.

    Ihr Futter fängt die Schwalbe im Flug. Sie jagt Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten. Bei schönem Wetter fliegt sie dafür hoch am Himmel. Bei schlechtem Wetter jagt sie dicht über dem Boden, denn dort sind die Insekten dann.

    Ihr Nest baut die Schwalbe meist in einem Stall. Dafür sammelt sie feuchte Erde aus Pfützen. Sie formt daraus kleine Kugeln und klebt sie mit Speichel an einen Balken. So entsteht eine offene Schale. Beide Eltern füttern die Jungen. Oft brüten sie zweimal in einem Sommer.

    Im September sammeln sich die Schwalben auf Leitungen. Dann fliegen sie bis weit in den Süden Afrikas. Sie überqueren dabei das Mittelmeer und die Wüste Sahara. Unterwegs fangen sie ihr Futter im Flug. Im April kehren sie zurück.

    Heute gibt es weniger Insekten und weniger offene Ställe. Auch Pfützen sind selten geworden. Deshalb helfen manche Bauern, zum Beispiel mit einem offenen Fenster im Stall.

    Kehle: Der vordere Teil des Halses. Speichel: Die Flüssigkeit im Mund. überqueren: Von einer Seite auf die andere Seite gelangen.

    Womit klebt die Schwalbe die Erdkugeln an den Balken?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 3, dritter Satz.
    3. Also: Mit ihrem Speichel.
    Ergebnis:
    Mit ihrem Speichel.
  3. ●12
    Wähle die passende Antwort.
    Ein Kind sagt etwas, das die anderen für falsch halten.
    Was hilft dem Gespräch?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Hilft die Antwort allen, oder macht sie das Gespräch lauter oder kürzer?
    2. Eine Regel für alle trägt das Gespräch.
    3. Also: Sachlich widersprechen: „Ich sehe das anders, weil …“
    Ergebnis:
    Sachlich widersprechen: „Ich sehe das anders, weil …“
  4. ●13
    Wähle die passende Antwort.
    „Mein Vortrag hat drei Teile: wie ein Vulkan entsteht, wie er ausbricht und was danach bleibt.“
    Wo steht der Satz im Vortrag?
    Lösung zeigen
    1. Frag: Was tut der Satz für die Zuhörenden?
    2. Thema nennen heißt Einleitung, erklären heißt Hauptteil, zusammenfassen heißt Schluss.
    3. Also: Einleitung
    Ergebnis:
    Einleitung
  5. ●14
    Wähle die passende Antwort.
    Ben berichtet: „Wir fahren in den Ferien zu meiner Oma nach Polen.“
    Was sagst du, damit die andere Person merkt: Ich höre zu?
    Lösung zeigen
    1. Streich, was unterbricht, bewertet, rät oder das Thema wechselt.
    2. Übrig bleibt die Antwort, die wiedergibt und nachfragt.
    3. Also: Du fährst zu deiner Oma nach Polen. Wie lange bleibt ihr dort?
    Ergebnis:
    Du fährst zu deiner Oma nach Polen. Wie lange bleibt ihr dort?
  6. ●15
    Klappern statt Singen
    Der Weißstorch ist ein großer Vogel mit weißen Federn und schwarzen Flügelspitzen. Sein Schnabel und seine langen Beine sind rot. Er lebt am liebsten in Landschaften mit feuchten Wiesen und flachen Gewässern.

    Auf diesen Wiesen sucht er sein Futter. Mit langsamen Schritten stakst er durch das Gras. Er frisst Regenwürmer, Frösche, Mäuse und große Insekten. Seine Beute packt er blitzschnell mit dem Schnabel.

    Sein Nest baut der Storch hoch oben, zum Beispiel auf einem Dach oder einem Mast. Jedes Frühjahr bessert er es mit neuen Ästen aus. Deshalb wird es mit den Jahren immer größer und schwerer. Beide Eltern brüten die Eier aus und füttern die Jungen. Eine richtige Stimme hat der Storch kaum. Stattdessen klappert er laut mit dem Schnabel.

    Im August fliegt der Storch nach Afrika. Dabei meidet er das offene Meer. Er segelt lieber über Land, denn dort steigt warme Luft auf und trägt ihn nach oben. So spart er Kraft. Im Frühling kehrt er zu seinem alten Nest zurück.

    Heute gibt es weniger feuchte Wiesen als früher. Auch Stromleitungen sind für Störche gefährlich. Deshalb helfen Naturschützer, zum Beispiel mit Nisthilfen auf Masten.

    Gewässer: Ein Ort mit Wasser, zum Beispiel ein Teich, ein See oder ein Bach. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst. meidet: Hält sich absichtlich von etwas fern.

    Wie macht sich der Storch bemerkbar, obwohl er kaum eine Stimme hat?
    Lösung zeigen
    1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    2. Absatz 3, die letzten beiden Sätze.
    3. Also: Er klappert mit dem Schnabel.
    Ergebnis:
    Er klappert mit dem Schnabel.

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Aktiv zuhören
Schau die Person an, lass sie ausreden und sag in eigenen Worten, was du verstanden hast.
Gespräche tragen
Gesprächsregeln: sich melden, ausreden lassen, der Sache widersprechen, nicht der Person.
Ein Kurzvortrag
Die Einleitung nennt das Thema, der Hauptteil erklärt, der Schluss fasst zusammen.

AchtungThese, Argument und Beleg verwechselt: Meinung ohne Grund

So nicht
„Das ist doch Quatsch.“ – ohne Grund und ohne Frage
So richtig
„Ich sehe das anders, weil dann niemand mehr Zeit zum Üben hat.“ Eine Meinung bekommt ein Weil, das man prüfen kann.

Nenn zu deiner Meinung ein Weil, das man prüfen kann.

AchtungLesen: Wörter abgeglichen statt Sinn

So nicht
Frage: Warum wurde das Dorf verlassen? Antwort: Das Dorf wurde verlassen. (Wörter der Frage abgeschrieben)
So richtig
Die Frage in eigenen Worten sagen, dann die Stelle suchen, die einen Grund nennt: … weil die Quelle versiegte.

Sag die Frage mit eigenen Worten, dann such die Stelle.

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Der Text nennt die Ursache nicht. Antwort: Wegen der Wirtschaftskrise. (aus dem Kopf)
So richtig
Auf die Zeile zeigen. Steht sie nicht da, lautet die Antwort: Das sagt der Text nicht.

Zeig die Zeile. Was nicht im Text steht, zählt bei dieser Frage nicht.

AchtungLesen: Bezug im Text verwechselt

So nicht
Lena bat Jana um Hilfe. Sie lehnte ab. Wer lehnte ab? Lena.
So richtig
„Sie“ verweist auf die Person, die gefragt wurde: Jana lehnte ab. Das Verweiswort bis zum Nomen zurückverfolgen.

Verfolge das Verweiswort bis zu seinem Nomen: Wer ist gemeint?

AchtungLesen: Ursache und Folge im Text vertauscht

So nicht
Die Ernte fiel aus, weil die Preise stiegen. (Ursache und Folge vertauscht)
So richtig
Die Preise stiegen, weil die Ernte ausfiel. Nach „weil“ steht der Grund, nicht die Folge.

Markiere die kleinen Wörter: weil, deshalb, obwohl, nicht.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich höre aktiv zu, gebe wieder, was ich verstanden habe, und frage offen nach.

    16
    Wähle die passende Antwort.
    Tarek sagt leise: „Ich habe Angst vor dem Referat morgen.“
    Welche Antwort zeigt aktives Zuhören?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Du hast Angst vor dem Referat morgen. Was macht dir am meisten Sorgen?
  2. Ich führe ein Gespräch nach Regeln und nenne zu meiner Meinung einen Grund.

    17
    Wähle die passende Antwort.
    Ein ruhiges Kind meldet sich fast nie.
    Was hilft dem Gespräch?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Gezielt fragen und Zeit zum Nachdenken geben, bevor jemand antwortet.
  3. Ich gliedere einen Kurzvortrag und schreibe Stichworte statt ganzer Sätze.

    18
    Wähle die passende Antwort.
    „Mein Thema ist das Leben der Meerschweinchen, und ich zeige euch dazu drei Dinge.“
    Wo steht der Satz im Vortrag?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Einleitung

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Warum hilft es, in eigenen Worten wiederzugeben, was jemand gesagt hat?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Wer wiedergibt, zeigt, dass er zugehört hat, und die andere Person kann Missverständnisse sofort klären. Zusammenfassen und Nachfragen gehören zu den wirksamen Lesestrategien, die im Gespräch geübt werden.

Wörter

Nenner
die Zahl unten – in wie viele Teile geteilt wurde

Lösungen

  1. Deine Oma ist krank, und ihr besucht sie am Wochenende. Wie geht es dir damit?
  2. Deine Oma ist krank, und ihr besucht sie am Wochenende. Wie geht es dir damit?
  3. Was ist genau passiert?
  4. Das Gespräch kurz anhalten, die Beleidigung benennen und um sachliche Worte bitten.
  5. Die Möglichkeiten an die Tafel schreiben und die Stimmen der Reihe nach zählen.
  6. Eine ruhige Ecke ist gut, weil manche Kinder in der Pause Ruhe brauchen.
  7. Einleitung
  8. Schluss
  9. Futter: Heu, Gemüse, Kräuter
  10. Du hast die Matheaufgabe nicht verstanden. Welcher Schritt war unklar?
  11. Mit ihrem Speichel.
  12. Sachlich widersprechen: „Ich sehe das anders, weil …“
  13. Einleitung
  14. Du fährst zu deiner Oma nach Polen. Wie lange bleibt ihr dort?
  15. Er klappert mit dem Schnabel.
  16. Du hast Angst vor dem Referat morgen. Was macht dir am meisten Sorgen?
  17. Gezielt fragen und Zeit zum Nachdenken geben, bevor jemand antwortet.
  18. Einleitung
  19. ich springe mitten hinein
  20. Einladung