Physik · Klasse 12 · Kapitel
Q2: Elektromagnetische Induktion
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann den magnetischen Fluss und seine Änderung bestimmen.
MerkenMagnetischer Fluss
Der Fluss Φ = B · A zählt, wie viel Feld senkrecht durch eine Fläche geht, in Wb = T · m².
Er ändert sich, wenn sich B, die Fläche im Feld oder ihre Stellung zum Feld ändert.
BeispielMagnetischer Fluss
Schritt für Schritt
- Φ = B · A bei senkrechter Fläche
- B = 0,12 T, A = 60 cm² = 0,006 m²
- Φ = 0,12 T · 0,006 m² = 0,72 mWb
- Φ = B · A bei senkrechter Fläche
- B = 0,12 T, A = 60 cm² = 0,006 m²
- Φ = 0,12 T · 0,006 m² = 0,72 mWb
AchtungUmrechnungszahl falsch
2,5 km = 250 m
2,5 km = 2,5 · 1000 m = 2500 m
Schreib den Vorsatz als Zahl: k heißt 1000, m heißt ein Tausendstel.
ÜbenJetzt du
- ○1Eine Leiterschleife mit A = 50 cm² steht senkrecht zu den Feldlinien eines homogenen Feldes mit B = 300 mT. Berechne den magnetischen Fluss Φ.So fängst du an:Φ = B · A bei senkrechter Fläche
Lösung zeigen
- Φ = B · A bei senkrechter Fläche
- B = 0,3 T, A = 50 cm² = 0,005 m²
- Φ = 0,3 T · 0,005 m² = 1,5 mWb
Ergebnis:1,5 mWb - ●2Ein Drahtrahmen mit A = 40 cm² steht senkrecht zu den Feldlinien eines homogenen Feldes mit B = 120 mT. Berechne den magnetischen Fluss Φ.
Lösung zeigen
- Φ = B · A bei senkrechter Fläche
- B = 0,12 T, A = 40 cm² = 0,004 m²
- Φ = 0,12 T · 0,004 m² = 0,48 mWb
Ergebnis:0,48 mWb - ★3Ein Drahtrahmen steckt mit 150 cm² in einem Feld mit B = 300 mT. Er wird herausgezogen, bis nur noch 50 cm² im Feld sind. Berechne |ΔΦ|.
Lösung zeigen
- |ΔΦ| = B · |ΔA|, denn das Feld bleibt gleich
- |ΔA| = 150 cm² − 50 cm² = 100 cm² = 0,01 m²
- |ΔΦ| = 0,3 T · 0,01 m² = 3 mWb
Ergebnis:3 mWb
2Ich kann die Induktionsspannung mit dem Induktionsgesetz berechnen.
MerkenInduktionsgesetz
Nicht der Fluss zählt, sondern wie schnell er sich ändert.
Es gilt U_ind = −N · ΔΦ : Δt. Bei fester Fläche ist ΔΦ = A · ΔB, bei festem Feld ΔΦ = B · ΔA.
BeispielInduktionsgesetz bei fester Fläche
Schritt für Schritt
- |U_ind| = N · A · ΔB : Δt, denn die Fläche bleibt gleich
- A = 0,0005 m², ΔB = 0,04 T, Δt = 0,04 s
- |U_ind| = 200 · 0,0005 m² · 0,04 T : 0,04 s = 100 mV
- |U_ind| = N · A · ΔB : Δt, denn die Fläche bleibt gleich
- A = 0,0005 m², ΔB = 0,04 T, Δt = 0,04 s
- |U_ind| = 200 · 0,0005 m² · 0,04 T : 0,04 s = 100 mV
AchtungWindungszahl vergessen
N = 100, ΔΦ = 0,002 Wb in 0,01 s: U = 0,2 V
N = 100, ΔΦ = 0,002 Wb in 0,01 s: U = 100 · 0,002 Wb : 0,01 s = 20 V
Nimm am Ende mal N. Jede Windung liefert dieselbe Spannung.
ÜbenJetzt du
- ○4Eine Spule mit N = 500 Windungen und A = 8 cm² steht senkrecht im Feld. B steigt in 25 ms gleichmäßig um 50 mT. Berechne den Betrag der Induktionsspannung.So fängst du an:|U_ind| = N · A · ΔB : Δt, denn die Fläche bleibt gleich
Lösung zeigen
- |U_ind| = N · A · ΔB : Δt, denn die Fläche bleibt gleich
- A = 0,0008 m², ΔB = 0,05 T, Δt = 0,025 s
- |U_ind| = 500 · 0,0008 m² · 0,05 T : 0,025 s = 800 mV
Ergebnis:800 mV - ●5Eine Spule mit N = 200 Windungen und A = 4 cm² steht senkrecht im Feld. B steigt in 5 ms gleichmäßig um 60 mT. Berechne den Betrag der Induktionsspannung.
Lösung zeigen
- |U_ind| = N · A · ΔB : Δt, denn die Fläche bleibt gleich
- A = 0,0004 m², ΔB = 0,06 T, Δt = 0,005 s
- |U_ind| = 200 · 0,0004 m² · 0,06 T : 0,005 s = 960 mV
Ergebnis:960 mV - ★6Eine Spule mit N = 100 und A = 8 cm² sitzt im Feld mit 100 mT. Es wird gleichmäßig abgeschaltet, dabei ist |U_ind| = 0,8 V. Berechne die Dauer.
Lösung zeigen
- |U_ind| = N · A · ΔB : Δt, umgestellt Δt = N · A · ΔB : |U_ind|
- A = 0,0008 m², ΔB = 0,1 T
- Δt = 100 · 0,0008 m² · 0,1 T : 0,8 V = 10 ms
Ergebnis:10 ms
3Ich kann aus einem Φ(t)-Diagramm die Induktionsspannung und ihren Verlauf bestimmen.
MerkenVom Φ(t)-Diagramm zur Spannung
Die Induktionsspannung ist N mal die Steigung von Φ(t), mit umgekehrtem Vorzeichen.
Waagerecht heißt keine Spannung, steil heißt große Spannung. Steigen und Fallen geben entgegengesetzte Vorzeichen.
BeispielInduktionsspannung aus dem Φ(t)-Diagramm
Schritt für Schritt
- |U_ind| = N · |ΔΦ| : Δt im gefragten Abschnitt
- |ΔΦ| = 3 mWb, Δt = 20 ms
- |U_ind| = 40 · 3 mWb : 20 ms = 6 V
- |U_ind| = N · |ΔΦ| : Δt im gefragten Abschnitt
- |ΔΦ| = 3 mWb, Δt = 20 ms
- |U_ind| = 40 · 3 mWb : 20 ms = 6 V
AchtungZwischenergebnis als Antwort
Gesamtwiderstand gesucht, Antwort: I = 0,5 A
erst I = 0,5 A, dann weiter bis zur gesuchten Größe
Lies die Frage noch einmal. Rechne weiter bis zur gesuchten Größe.
ÜbenJetzt du
- ○7Das Diagramm zeigt den Fluss Φ durch eine Spule mit N = 20 Windungen. Berechne |U_ind| zwischen 0 ms und 10 ms.So fängst du an:|U_ind| = N · |ΔΦ| : Δt im gefragten Abschnitt
Lösung zeigen
- |U_ind| = N · |ΔΦ| : Δt im gefragten Abschnitt
- |ΔΦ| = 4 mWb, Δt = 10 ms
- |U_ind| = 20 · 4 mWb : 10 ms = 8 V
Ergebnis:8 V - ●8Das Diagramm zeigt den Fluss Φ durch eine Spule mit N = 10 Windungen. Berechne |U_ind| zwischen 0 ms und 20 ms.
Lösung zeigen
- |U_ind| = N · |ΔΦ| : Δt im gefragten Abschnitt
- |ΔΦ| = 2 mWb, Δt = 20 ms
- |U_ind| = 10 · 2 mWb : 20 ms = 1 V
Ergebnis:1 V - ★9Das Diagramm zeigt den Fluss Φ durch eine Spule mit N = 50 Windungen. Berechne den größten Betrag der Induktionsspannung zwischen 0 ms und 50 ms.
Lösung zeigen
- Die Spannung ist am größten, wo Φ(t) am steilsten ist: |U| = N · |ΔΦ| : Δt
- Anstieg: 2 mWb in 20 ms, Abfall: 2 mWb in 10 ms
- |U| = 50 · 2 mWb : 10 ms = 10 V
Ergebnis:10 V
4Ich kann Induktionsströme mit der Lenzschen Regel und dem Energieerhaltungssatz begründen.
MerkenLenzsche Regel
Der Induktionsstrom ist so gerichtet, dass sein Magnetfeld seiner Ursache entgegenwirkt.
Er hemmt die Änderung, nicht das Feld. Sonst entstünde Energie aus nichts.
BeispielLenzsche Regel
Schritt für Schritt
- Eine Spannung wird induziert.
- Der Induktionsstrom hat ein Magnetfeld, das seine Ursache hemmt.
- Die Ursache ist die Annäherung: Der Ring wird abgestoßen.
- Eine Spannung wird induziert.
- Der Induktionsstrom hat ein Magnetfeld, das seine Ursache hemmt.
- Die Ursache ist die Annäherung: Der Ring wird abgestoßen.
AchtungAlle Metalle sind magnetisch
Magnet zieht Aluminium, Kupfer und Eisen an.
Eisen, Nickel, Stahl → angezogen; Aluminium, Kupfer → nicht angezogen
Frag, woraus der Gegenstand ist. Nur Eisen, Stahl, Nickel und Kobalt werden angezogen.
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Kupferring hängt an Fäden. Der Südpol eines Stabmagneten wird schnell auf den Ring zubewegt. Was macht der Ring? Begründe.So fängst du an:Eine Spannung wird induziert.
Lösung zeigen
- Eine Spannung wird induziert.
- Der Induktionsstrom hat ein Magnetfeld, das seine Ursache hemmt.
- Die Ursache ist die Annäherung: Der Ring wird abgestoßen.
Ergebnis:Er weicht zurück: Der Induktionsstrom hemmt die Annäherung. - ●11Ein dünner Kupferring hängt an Fäden. Der Südpol eines Stabmagneten wird schnell auf den Ring zubewegt. Was macht der Ring? Begründe.
Lösung zeigen
- Eine Spannung wird induziert.
- Der Induktionsstrom hat ein Magnetfeld, das seine Ursache hemmt.
- Die Ursache ist die Annäherung: Der Ring wird abgestoßen.
Ergebnis:Er weicht zurück: Der Induktionsstrom hemmt die Annäherung. - ★12Ein starker Magnet fällt durch ein senkrechtes Aluminiumrohr von 150 cm Länge viel langsamer als ein gleich schwerer Holzklotz. Erkläre.
Lösung zeigen
- Der fallende Magnet ändert den Fluss durch jeden Ring des Rohrs.
- Darin fließen Wirbelströme mit eigenem Magnetfeld.
- Nach der Lenzschen Regel hemmen sie die Ursache, also den Fall.
Ergebnis:Im Rohr entstehen Wirbelströme, deren Magnetfelder den Fall des Magneten hemmen.
5Ich kann die Selbstinduktion beim Ein- und Ausschalten einer Spule beschreiben und berechnen.
MerkenSelbstinduktion
Eine Spule induziert in sich selbst eine Spannung, wenn sich ihr Strom ändert.
Es gilt U_ind = −L · ΔI : Δt. Beim Einschalten bremst sie den Anstieg, beim Ausschalten entsteht eine hohe Spannung.
BeispielSelbstinduktionsspannung
Schritt für Schritt
- |U_ind| = L · ΔI : Δt, und ΔI : Δt ist die Änderung je Sekunde
- ΔI : Δt = 10 A/s
- |U_ind| = 1,2 H · 10 A/s = 12 V
- |U_ind| = L · ΔI : Δt, und ΔI : Δt ist die Änderung je Sekunde
- ΔI : Δt = 10 A/s
- |U_ind| = 1,2 H · 10 A/s = 12 V
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Rechne zuerst alle Angaben in die Einheiten der Formel um.
ÜbenJetzt du
- ○13In einer Spule mit L = 600 mH steigt der Strom in 10 ms gleichmäßig um 1,5 A. Berechne den Betrag der Selbstinduktionsspannung.So fängst du an:|U_ind| = L · ΔI : Δt, und mH geteilt durch ms ergibt H geteilt durch s
Lösung zeigen
- |U_ind| = L · ΔI : Δt, und mH geteilt durch ms ergibt H geteilt durch s
- Mit den Zahlen: 600 · 1,5 : 10 = 90
- |U_ind| = 0,6 H · 1,5 A : 0,01 s = 90 V
Ergebnis:90 V - ●14In einer Spule mit der Induktivität L = 0,4 H steigt die Stromstärke gleichmäßig um 50 A in jeder Sekunde. Berechne den Betrag der Selbstinduktionsspannung.
Lösung zeigen
- |U_ind| = L · ΔI : Δt, und ΔI : Δt ist die Änderung je Sekunde
- ΔI : Δt = 50 A/s
- |U_ind| = 0,4 H · 50 A/s = 20 V
Ergebnis:20 V - ★15Eine Zündspule mit L = 40 mH soll beim Abschalten von 5 A eine Spannung von 400 V induzieren. Berechne, in welcher Zeit der Strom abfallen muss.
Lösung zeigen
- |U| = L · ΔI : Δt, umgestellt Δt = L · ΔI : |U|
- L = 0,04 H, ΔI = 5 A
- Δt = 0,04 H · 5 A : 400 V = 0,0005 s = 0,5 ms
Ergebnis:0,5 ms
6Ich kann die Induktivität einer Spule und die Energie ihres Magnetfelds berechnen.
MerkenInduktivität und Energie
Eine lange Spule hat L = µ₀ · µ_r · N² · A : l, gemessen in Henry (1 H = 1 V · s : A).
Ihr Magnetfeld speichert die Energie E = ½ · L · I².
BeispielInduktivität einer Spule
Schritt für Schritt
- L = µ₀ · N² · A : l, ohne Kern ist µ_r = 1
- A = 0,0012 m², l = 0,2 m, µ₀ = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am)
- L = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am) · 200² · 0,0012 m² : 0,2 m = 0,302 mH
- L = µ₀ · N² · A : l, ohne Kern ist µ_r = 1
- A = 0,0012 m², l = 0,2 m, µ₀ = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am)
- L = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am) · 200² · 0,0012 m² : 0,2 m = 0,302 mH
AchtungWindungszahl nicht im Quadrat
doppelte Windungszahl, vorher 4 mH: L = 2 · 4 mH = 8 mH
doppelte Windungszahl, vorher 4 mH: L = 2² · 4 mH = 16 mH
Schreib die Formel ganz hin, N steht im Quadrat. Rechne den Faktor einmal mit Zahlen nach.
ÜbenJetzt du
- ○16Eine lange Spule ohne Kern hat N = 300 Windungen, 20 cm Länge und 20 cm² Querschnitt. Berechne ihre Induktivität.So fängst du an:L = µ₀ · N² · A : l, ohne Kern ist µ_r = 1
Lösung zeigen
- L = µ₀ · N² · A : l, ohne Kern ist µ_r = 1
- A = 0,002 m², l = 0,2 m, µ₀ = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am)
- L = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am) · 300² · 0,002 m² : 0,2 m = 1,13 mH
Ergebnis:1,13 mH - ●17Eine lange Spule ohne Kern hat N = 200 Windungen, 20 cm Länge und 10 cm² Querschnitt. Berechne ihre Induktivität.
Lösung zeigen
- L = µ₀ · N² · A : l, ohne Kern ist µ_r = 1
- A = 0,001 m², l = 0,2 m, µ₀ = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am)
- L = 1,257 · 10⁻⁶ Vs/(Am) · 200² · 0,001 m² : 0,2 m = 0,251 mH
Ergebnis:0,251 mH - ★18Eine lange Spule hat L = 2 mH. Sie wird gleich lang mit 2-mal so vielen Windungen neu gewickelt und bekommt einen Kern mit µ_r = 200. Berechne L.
Lösung zeigen
- L = µ₀ · µ_r · N² · A : l, also L wächst mit N² und mit µ_r
- N wird 2-mal so groß: L wird 4-mal so groß, der Kern bringt mal 200
- L = 2 mH · 4 · 200 = 1600 mH = 1,6 H
Ergebnis:1,6 H
7Ich kann sinusförmige Wechselspannungen mit dem Induktionsgesetz in differenzieller Form beschreiben.
MerkenSinusförmige Wechselspannung
Eine gleichmäßig gedrehte Spule im Feld liefert U(t) = U₀ · sin(ω · t).
Dabei ist U₀ = N · B · A · ω und ω = 2π · f. Im Sinus steht der Winkel im Bogenmaß.
BeispielScheitelwert der Wechselspannung
Schritt für Schritt
- U₀ = N · B · A · ω mit ω = 2π · f
- ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s, B = 0,2 T, A = 0,01 m²
- U₀ = 100 · 0,2 T · 0,01 m² · 314 1/s = 62,8 V
- U₀ = N · B · A · ω mit ω = 2π · f
- ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s, B = 0,2 T, A = 0,01 m²
- U₀ = 100 · 0,2 T · 0,01 m² · 314 1/s = 62,8 V
AchtungFrequenz statt Kreisfrequenz
f = 50 Hz: U₀ = N · B · A · 50 1/s
f = 50 Hz: ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s → U₀ = N · B · A · 314 1/s
Rechne zuerst ω = 2π · f aus. Setz erst dann in die Formel ein.
ÜbenJetzt du
- ○19Eine Drehspule im Schulversuch mit N = 400 und A = 100 cm² dreht sich mit f = 25 Hz im Feld B = 50 mT. Berechne den Scheitelwert U₀.So fängst du an:U₀ = N · B · A · ω mit ω = 2π · f
Lösung zeigen
- U₀ = N · B · A · ω mit ω = 2π · f
- ω = 2π · 25 Hz = 157 1/s, B = 0,05 T, A = 0,01 m²
- U₀ = 400 · 0,05 T · 0,01 m² · 157 1/s = 31,4 V
Ergebnis:31,4 V - ●20Eine Generatorspule mit N = 100 und A = 20 cm² dreht sich mit f = 5 Hz im Feld B = 150 mT. Berechne den Scheitelwert U₀.
Lösung zeigen
- U₀ = N · B · A · ω mit ω = 2π · f
- ω = 2π · 5 Hz = 31,4 1/s, B = 0,15 T, A = 0,002 m²
- U₀ = 100 · 0,15 T · 0,002 m² · 31,4 1/s = 0,942 V
Ergebnis:0,942 V - ★21Eine Drehspule im Schulversuch mit N = 200 und A = 10 cm² dreht sich 3000-mal je Minute im Feld B = 150 mT. Berechne den Scheitelwert U₀.
Lösung zeigen
- U₀ = N · B · A · ω, und ω = 2π · f mit f in Umdrehungen je Sekunde
- f = 3000 : 60 s = 50 Hz, ω = 314 1/s
- U₀ = 200 · 0,15 T · 0,001 m² · 314 1/s = 9,42 V
Ergebnis:9,42 V
8Ich kann Einschaltvorgänge mathematisch beschreiben und die Induktivität aus Messdaten bestimmen.
MerkenEinschalten einer Spule
Beim Einschalten wächst der Strom nach I(t) = I_max · (1 − e^(−t : τ)) mit τ = L : R an.
Nach einer Zeitkonstante sind 63 % des Endwerts erreicht. Aus τ oder aus der Anfangssteigung folgt L.
BeispielEinschaltkurve einer Spule
Schritt für Schritt
- τ = L : R, und mH geteilt durch Ω ergibt ms
- Mit den Zahlen: 200 : 10 = 20
- τ = 200 mH : 10 Ω = 20 ms
- τ = L : R, und mH geteilt durch Ω ergibt ms
- Mit den Zahlen: 200 : 10 = 20
- τ = 200 mH : 10 Ω = 20 ms
AchtungGrößen verwechselt
Masse = 50 N
Masse m = 5 kg, Gewichtskraft F = 50 N
Schreib zuerst auf: gegeben und gesucht, jeweils mit Formelzeichen und Einheit.
ÜbenJetzt du
- ○22Eine Spule mit L = 50 mH und dem Widerstand R = 25 Ω wird an 12 V geschaltet. Berechne die Zeitkonstante τ des Einschaltvorgangs.So fängst du an:τ = L : R, und mH geteilt durch Ω ergibt ms
Lösung zeigen
- τ = L : R, und mH geteilt durch Ω ergibt ms
- Mit den Zahlen: 50 : 25 = 2
- τ = 50 mH : 25 Ω = 2 ms
Ergebnis:2 ms - ●23Eine Spule mit L = 300 mH und dem Widerstand R = 40 Ω wird an 6 V geschaltet. Berechne die Zeitkonstante τ des Einschaltvorgangs.
Lösung zeigen
- τ = L : R, und mH geteilt durch Ω ergibt ms
- Mit den Zahlen: 300 : 40 = 7,5
- τ = 300 mH : 40 Ω = 7,5 ms
Ergebnis:7,5 ms - ★24Eine Spule (L = 500 mH, R = 5 Ω) wird an 12 V geschaltet. Berechne die Stromstärke 50 ms nach dem Einschalten.
Lösung zeigen
- I(t) = I_max · (1 − e^(−t : τ)) mit I_max = U : R und τ = L : R
- I_max = 12 V : 5 Ω = 2,4 A, τ = 500 mH : 5 Ω = 100 ms
- I = 2,4 A · (1 − e^(−50 : 100)) = 0,944 A
Ergebnis:0,944 A
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Eine rechteckige Leiterschleife mit A = 50 cm² steht senkrecht zu den Feldlinien eines homogenen Feldes mit B = 250 mT. Berechne den magnetischen Fluss Φ.
Lösung zeigen
- Φ = B · A bei senkrechter Fläche
- B = 0,25 T, A = 50 cm² = 0,005 m²
- Φ = 0,25 T · 0,005 m² = 1,25 mWb
Ergebnis:1,25 mWb - ●26Der Elektromagnet vor einer ruhenden Leiterschleife wird ausgeschaltet. Das Feld hat 400 mT, die Schleife 80 cm². Wird eine Spannung induziert?
Lösung zeigen
- Induziert wird nur bei Änderung von Φ.
- Hier ändert sich der Fluss.
- Also wird eine Spannung induziert.
Ergebnis:Ja, denn B nimmt ab, also ändert sich der Fluss. - ●27Eine Spule mit N = 100 Windungen und A = 10 cm² steht senkrecht im Feld. B steigt in 20 ms gleichmäßig um 150 mT. Berechne den Betrag der Induktionsspannung.
Lösung zeigen
- |U_ind| = N · A · ΔB : Δt, denn die Fläche bleibt gleich
- A = 0,001 m², ΔB = 0,15 T, Δt = 0,02 s
- |U_ind| = 100 · 0,001 m² · 0,15 T : 0,02 s = 750 mV
Ergebnis:750 mV - ●28Eine Rechteckspule mit N = 100 Windungen und 5 cm Breite fährt mit v = 0,5 m/s in ein Feld mit B = 100 mT. Berechne |U_ind| beim Eintauchen.
Lösung zeigen
- In jeder Sekunde taucht die Fläche l · v neu ins Feld ein: ΔA : Δt = l · v
- |U_ind| = N · B · ΔA : Δt = N · B · l · v
- |U_ind| = 100 · 0,1 T · 0,05 m · 0,5 m/s = 250 mV
Ergebnis:250 mV - ●29Eine Kurbeltaschenlampe lässt sich schwerer drehen, sobald die Leuchtdiode angeschlossen ist. Erkläre mit der Lenzschen Regel.
Lösung zeigen
- Erst mit Verbraucher ist der Kreis geschlossen, es fließt ein Induktionsstrom.
- Sein Magnetfeld hemmt nach Lenz die Drehung.
- Die Arbeit gegen diese Hemmung kommt als elektrische Energie im Verbraucher an.
Ergebnis:Der Induktionsstrom hemmt die Drehung. Die Arbeit dagegen wird zur Energie im Verbraucher.
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Magnetischer Fluss
- Der Fluss Φ = B · A zählt, wie viel Feld senkrecht durch eine Fläche geht, in Wb = T · m².
- Induktionsgesetz
- Nicht der Fluss zählt, sondern wie schnell er sich ändert.
- Vom Φ(t)-Diagramm zur Spannung
- Die Induktionsspannung ist N mal die Steigung von Φ(t), mit umgekehrtem Vorzeichen.
- Lenzsche Regel
- Der Induktionsstrom ist so gerichtet, dass sein Magnetfeld seiner Ursache entgegenwirkt.
- Selbstinduktion
- Eine Spule induziert in sich selbst eine Spannung, wenn sich ihr Strom ändert.
- Induktivität und Energie
- Eine lange Spule hat L = µ₀ · µ_r · N² · A : l, gemessen in Henry (1 H = 1 V · s : A).
- Sinusförmige Wechselspannung
- Eine gleichmäßig gedrehte Spule im Feld liefert U(t) = U₀ · sin(ω · t).
- Einschalten einer Spule
- Beim Einschalten wächst der Strom nach I(t) = I_max · (1 − e^(−t : τ)) mit τ = L : R an.
Wörter
- Differenz
- was übrig bleibt, wenn man abzieht
- Steigung
- wie stark es nach oben geht, pro Schritt nach rechts
Lösungen
- 1,5 mWb
- 0,48 mWb
- 3 mWb
- 800 mV
- 960 mV
- 10 ms
- 8 V
- 1 V
- 10 V
- Er weicht zurück: Der Induktionsstrom hemmt die Annäherung.
- Er weicht zurück: Der Induktionsstrom hemmt die Annäherung.
- Im Rohr entstehen Wirbelströme, deren Magnetfelder den Fall des Magneten hemmen.
- 90 V
- 20 V
- 0,5 ms
- 1,13 mH
- 0,251 mH
- 1,6 H
- 31,4 V
- 0,942 V
- 9,42 V
- 2 ms
- 7,5 ms
- 0,944 A
- 1,25 mWb
- Ja, denn B nimmt ab, also ändert sich der Fluss.
- 750 mV
- 250 mV
- Der Induktionsstrom hemmt die Drehung. Die Arbeit dagegen wird zur Energie im Verbraucher.