Ampelkarten & Co. – die Stunde ohne Handys
So läuft die Arbeitsphase ohne Schülergeräte: Jede:r hat die Ampel auf dem Tisch (Tischkarte, gefaltet). Rot = hängt, sichtbar beim Rundgang. Bei 50 % der Arbeitszeit blendet die Tafel den Standcheck ein (Finger zeigen die Aufgabe, Faust = hänge) – du zählst und tippst am Handy „✋ Aufgabe n“, ab 4 wird „Stopp – gemeinsam“ vorgeschlagen. Vorher gilt die Regel „Drei vor mir“: erst Partner, dann Tipp an der Tafel, dann du (Kagan; entlastet dich und aktiviert die Klasse). Grundlage: Ampel- und Fingersignale sind die einfachste Form formativer Rückmeldung (Wiliam 2011, „Embedded Formative Assessment“).
Eigenes Material vervielfältigen: In der Material-Werkstatt wird aus einem Text mit einem Klick Lückentext, Satzkarten, Gruppenpuzzle, Fragen, Wortspeicher, einfache Fassung, „Stimmt das?“ und Placemat – mit Ablauf und Beleg, nichts gespeichert.
Ampel-Tischkarte (falten, 3 Seiten)
Pro Schüler:in eine Karte (A4 quer, dreimal falten, Dreieck aufstellen). Die Farbe zeigt nach vorn.
Nummernkarten 1–8 („Bei welcher Aufgabe bist du?“)
Alternative zum Fingerzeigen in großen Klassen: Karte hochhalten beim Standcheck.
Regeln der Arbeitsphase (Plakat)
- Drei vor mir: Erst Partner fragen, dann Tipp an der Tafel, dann Lehrkraft.
- Ampel steht: Grün fertig → ★-Aufgabe. Rot → Karte drehen, weiterprobieren.
- Rechenweg ins Heft, Ergebnis unterstreichen. Durchstreichen statt radieren.
- Lösung erscheint von selbst – vergleichen, Fehler markieren, verbessern.
- Standcheck: Wenn die Tafel fragt, Finger hoch: Aufgabe 1, 2, 3 … Faust = ich hänge.
- Leise: Flüsterlautstärke mit dem Partner.
Hörauftragskarten (falten, vier je Gruppe)
Die Karte wird VOR dem Sprechen ausgeteilt – danach ist sie wertlos. Vorne steht der Auftrag, auf der Rückseite der Satzanfang für die Rückmeldung. Diese Woche im Umlauf: frage, hoerbar, beispiel, blick.
Schreibe den einen Satz auf, der die ganze Sache zusammenfasst.
„Ich habe verstanden, dass … Stimmt das so?“
Schreibe die Frage auf, die am Ende offen bleibt.
„Eine Frage ist mir geblieben: …“
Schreibe das Beispiel auf, das du dir gemerkt hast.
„Gemerkt habe ich mir dein Beispiel mit …“
Schreibe zwei Wörter auf, die du noch nicht kanntest.
„Zwei Wörter waren neu für mich: …“
Achte auf das Tempo. Merke dir die Stelle, an der du ausgestiegen bist.
„Mitgekommen bin ich bis …“
Setze dich ans andere Ende und achte darauf, ob du bis zum letzten Satz alles hörst.
„Gehört habe ich alles bis …“
Zähle mit, wie oft der Blick zu euch kommt.
„Angeschaut hast du uns … mal.“
Achte nur auf den ersten und den letzten Satz.
„Dein erster Satz war …, dein letzter …“
Acht Karten, vier je Vierergruppe. In der Mitte falten, dann steht die Karte auf dem Tisch. Die Formate, in denen sie laufen, stehen im Methodenregister.
Rollenkarten für Gruppenarbeit (Gruppenpuzzle, Stationen, Partnerbesprechung)
Eine Rolle je Kind, Rollen wechseln jede Runde – so hat jede Person eine Aufgabe, und niemand schaut nur zu (Slavin 1996; Johnson & Johnson 2009).
Erklärt den Weg der Gruppe Schritt für Schritt – so, dass jemand aus einer anderen Gruppe ihn nachrechnen kann.
„Zuerst … dann … deshalb …“
Rechnet jeden Schritt nach, den jemand erklärt, und sagt sofort, wo es nicht aufgeht.
„Stopp – bei diesem Schritt komme ich auf etwas anderes.“
Stellt zu jeder Erklärung eine Frage: Warum dieser Schritt? Geht es auch anders?
„Warum hast du hier …?“
Hält die Zeit und sorgt dafür, dass jede Person drankommt. Sagt nach der Hälfte der Zeit Bescheid.
„Noch drei Minuten – wer hat noch nicht erklärt?“