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Vor der Schule · für Eltern

Vor der Schule – was Ihrem Kind hilft

Zu den ÜbungenMappe zum Drucken

So steht Ihr Kind

Vor der ersten Klasse

  • Einschulung: Was Sie tun müssen – Anmeldung, Untersuchung, Sprachstand, Fristen und Pflichten in Ihrem Bundesland.
  • Schulstart-Check – was Ihr Kind schon kann und was Sie im Alltag üben können. Kein Urteil, nur auf Ihrem Gerät.
  • Blatt „Das kann ich schon“ – nur, was Ihr Kind schon kann. Zum Drucken und Mitnehmen zur Anmeldung, nur auf Ihrem Gerät.
  • Ein Tipp pro Woche – eine kleine Sache für den Alltag, als Termin in Ihrem eigenen Kalender. Ohne Konto, nichts wird gespeichert.

Kinder lernen vor der Schule am meisten mit Menschen und mit Dingen. Die Übungen hier sind kurz und immer zu zweit. Jede Runde endet mit einer Idee für die echte Welt. Die Seite braucht kein Konto, und nichts verlässt Ihr Gerät.

So begleiten Sie die Übung

  1. Vorher: Sie lesen einen Satz, was heute dran ist. Dann fangen Sie zusammen an.
  2. Währenddessen: Zeigen Sie nicht die Lösung. Fragen Sie lieber: Wie hast du das gemacht?
  3. Danach: Eine Gesprächsfrage und ein Auftrag für die echte Welt. Der dauert fünf Minuten und braucht nur Dinge aus dem Haushalt.
  4. Eine Runde hat höchstens acht Aufgaben. Es gibt keine Punkte und kein Konto. Nichts verlässt das Gerät.

Wie viel Bildschirm?

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt für Kinder von 3 bis 6 Jahren: höchstens 30 Minuten Bildschirm am Tag. Das gilt für alle Geräte zusammen, auch für Fernsehen.

Die Weltgesundheitsorganisation sagt für 3 und 4 Jahre: höchstens eine Stunde, weniger ist besser. Besser als der Bildschirm ist gemeinsames Vorlesen und Erzählen.

Die Übung hier nutzt davon höchstens 15 Minuten am Tag. Danach zeigt sie Ideen für die echte Welt.

Was Kinder vor der Schule typischerweise lernen

Kinder kommen unterschiedlich weit in die Schule. Das ist normal. Diese Dinge lernen viele Kinder zwischen vier und sechs Jahren.

Lesen: Hören, Reimen, erste Buchstaben

Ihr Kind hört Reime, klatscht Wörter in Silben und hört, wie ein Wort anfängt. Manche Kinder kennen schon einige Buchstaben.

In der Kita spielen Kinder mit Reimen, Silben und Liedern. In der ersten Klasse geht es mit Lauten und Buchstaben weiter. Die ersten Buchstaben aus der Übung kommen dort wieder.

Zu Hause hilft:

  • Lesen Sie jeden Tag vor, gern in Ihrer Sprache. Halten Sie an und fragen Sie: Was passiert jetzt?
  • Reime beim Essen: Tisch, Fisch. Erfundene Wörter sind erlaubt.
  • Klatschen Sie Namen und Wörter in Silben.

Gut zu wissen: Buchstabennamen wie eM und Be machen das Lesen später schwer. Sagen Sie den Laut: mmm.

Wenn Sie Fragen haben: Haben Sie Fragen zum Sprechen oder Hören Ihres Kindes? Dann sprechen Sie mit der Kita oder bei der nächsten Vorsorge in der Kinderarztpraxis.

Beleg: Schneider und andere 1997; National Reading Panel 2000; Wolf, Schroeders und Kriegbaum 2016

Rechnen: Mengen, Zählen, Muster

Ihr Kind vergleicht Mengen, zählt Dinge und sagt danach, wie viele es sind. Kleine Mengen bis drei oder vier sieht es auf einen Blick.

In der Kita zählen Kinder beim Spielen, Tischdecken und Aufräumen. In der ersten Klasse kommen das Zwanzigerfeld und die Kraft der Fünf. Wer Menge und Zahl verbinden kann, rechnet dort leichter.

Zu Hause hilft:

  • Tisch decken und zählen: Wie viele Teller brauchen wir?
  • Ein Brettspiel mit Zahlen von 1 bis 10 spielen und jedes Feld laut zählen.
  • Würfelbilder und Finger zeigen: Eine Hand ist fünf.

Gut zu wissen: Zählen mit den Fingern ist kein Schummeln. Verbieten Sie es nicht. Zeigen Sie die Hand als Fünferpaket.

Wenn Sie Fragen haben: Wenn Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes haben, sprechen Sie mit der Erzieherin oder dem Erzieher. Sie kennen Ihr Kind in der Gruppe.

Beleg: Krajewski und Schneider 2009; Siegler und Ramani 2008; Rittle-Johnson und andere 2017

  • Muster und Raum: Muster fortsetzen, Formen erkennen, Wörter wie auf, unter und neben verstehen.
  • Wörter und Erzählen: Neue Wörter lernen, Dinge in Gruppen ordnen, eine kleine Geschichte der Reihe nach erzählen.
  • Hände: Malen, schneiden, kneten und einen Stift halten.
  • Zuhören und Warten: Einer Geschichte zuhören, warten, bis man dran ist, und einen Auftrag mit zwei Schritten behalten.

Was braucht mein Kind am ersten Schultag?

WasDas hilft in der SchuleEine Idee für zu Hause
SelbstständigkeitJacke und Schuhe allein anziehen, allein zur Toilette gehen, Hände waschen.Lassen Sie Ihr Kind morgens die eigene Tasche packen: Brotdose und Trinkflasche.
WartenWarten, bis man dran ist, auch wenn man gern sofort möchte.Spielen Sie Spiele, bei denen man abwechselnd dran ist, etwa den Zahlenweg aus der Mappe.
ZuhörenEiner Geschichte zuhören und einen Auftrag mit zwei Schritten behalten.Geben Sie kleine Aufträge: Hol erst deine Schuhe, dann deine Mütze. Lesen Sie jeden Tag vor, gern in Ihrer Sprache.
StiftEinen Stift halten, malen und mit der Schere schneiden.Malen, schneiden und kneten Sie zusammen. Eine bestimmte Haltung müssen Sie nicht erzwingen.
SchleifeEine Schleife binden oder Schuhe mit Klettverschluss selbst schließen.Üben Sie die Schleife mit einem dicken Band an einem Karton. Klettverschluss ist auch in Ordnung.
SchulwegDen Weg zur Schule kennen und wissen, wo man sicher über die Straße geht.Gehen Sie den Schulweg vor dem ersten Tag ein paar Mal zusammen. Zeigen Sie die sicheren Stellen.

Nicht alles muss am ersten Tag klappen. Kinder kommen unterschiedlich weit in die Schule, und die Schule rechnet damit.

Mehr dazu steht im Elternratgeber „Startklar für die Schule“ (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Januar 2024). Es gibt ihn in 13 Sprachen: Deutsch, Leichte Sprache, Englisch, Ukrainisch, Russisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch, Türkisch, Arabisch, Vietnamesisch, Französisch, Persisch. Zum Ratgeber

Die Übungen – ein Satz für Sie und eine Idee für zu Hause

Zahlen, Muster und Raum
ÜbungVorher, für SieJetzt in echt
Wer hat mehr?Ihr Kind vergleicht zwei Mengen, ganz ohne Zahlen. Lassen Sie es erst schauen, dann tippen. Danach fragen: „Woran hast du gesehen, wo mehr sind?“Leg zwei Häufchen Nudeln. Wo sind mehr? Leg sie paarweise nebeneinander.
Auf einen BlickIhr Kind sieht kurz ein Würfelbild und sagt, wie viele es sind. Zählen ist erlaubt. Sagen Sie ruhig: „Schau erst auf das ganze Bild.“ Danach fragen: „Wie hast du die Fünf so schnell erkannt?“Zeig mir drei Finger, ohne zu zählen. Und jetzt fünf: eine ganze Hand.
Wie viele sind es?Ihr Kind zählt Dinge und sagt danach, wie viele es sind. Fragen Sie am Ende noch einmal: Wie viele sind es? Danach fragen: „Wie hast du gezählt, damit du keins vergisst?“Zähl die Löffel in der Schublade. Wie viele sind es?
Zahlen-RaketeHeute zählt Ihr Kind vorwärts und rückwärts wie beim Raketenstart. Zählen Sie leise mit. Danach fragen: „Welche Zahl kommt nach der Sieben? Und welche davor?“Zähl beim Treppensteigen jede Stufe laut.
Zahl, Menge, WortIhr Kind bringt Ziffer, Menge und Zahlwort zusammen. Lassen Sie es die Ziffer mit dem Finger nachfahren. Danach fragen: „Wie sieht die Sieben aus? Kannst du sie in die Luft malen?“Such draußen die Zahl 7: an einer Hausnummer, am Bus, an einer Uhr.
Der ZahlenwegSpielen Sie mit. Sie würfeln abwechselnd, eine gemeinsame Figur geht zum Ziel. Sagen Sie bei jedem Feld die Zahl laut. Danach fragen: „Welche Zahl ist näher am Ziel: die Vier oder die Acht?“Kleb mit einem Erwachsenen einen Zahlenweg aus Papier auf den Boden. Hüpf ihn und sag jede Zahl laut.
Das ZahlenhausIhr Kind verteilt Plättchen auf zwei Zimmer. Lassen Sie es danach sagen, wie viele in jedem Zimmer sind. Danach fragen: „Fünf ist drei und zwei. Geht es auch anders?“Verteil fünf Knöpfe auf deine zwei Hände. Wie viele sind in jeder Hand?
Muster-KetteIhr Kind setzt eine Kette fort. Fragen Sie nach der Regel der Kette. Danach fragen: „Wie geht die Regel der Kette? Sag sie mit deinen Worten.“Leg eine Kette aus Löffel, Gabel, Löffel, Gabel. Wie geht sie weiter?
Sortier-MeisterIhr Kind sortiert erst nach einer Regel, dann nach einer neuen. Geben Sie Zeit, wenn die Regel wechselt. Danach fragen: „Nach welcher Regel hast du sortiert? Geht es auch anders?“Sortier die Wäsche: erst nach Farbe, dann nach Person.
Oben, unten, PfeilwegIhr Kind legt Dinge nach Raumwörtern und plant kurze Wege. Sagen Sie die Raumwörter deutlich: auf, unter, neben. Danach fragen: „Welchen Weg hast du geplant? Zeig ihn mir mit dem Finger.“Versteck ein Kuscheltier. Beschreib den Weg: drei Schritte vor, dann links.
Hören, Reime, Buchstaben und Wörter
ÜbungVorher, für SieJetzt in echt
Reimt sich das?Ihr Kind hört zwei Wörter und sagt, ob sie sich reimen. Sprechen Sie die Wörter langsam nach. Danach fragen: „Maus fängt an wie Mond. Was fängt noch so an?“Sag beim Essen Reimwörter: Tisch, Fisch. Such danach ein M auf einer Packung.
Reim-SucheIhr Kind sucht das Bild, das sich reimt. Erfundene Wörter lassen Sie ruhig gelten. Danach fragen: „Findest du noch ein Wort, das sich auf Hose reimt? Auch ein erfundenes?“Denk dir mit einem Erwachsenen Reime aus: Hut, gut, Mut. Wer findet noch eins?
Silben klatschenIhr Kind klatscht Wörter in Silben. Klatschen Sie mit, das hilft beim Hören. Danach fragen: „Welches Wort hat die meisten Silben? Klatschen wir es zusammen.“Klatsch deinen Namen in Silben. Dann die Namen von allen in der Familie.
Silben-ZauberDas Gerät spricht ein Wort in Silben. Ihr Kind setzt es zusammen und findet das Bild. Warten Sie, bis es das Wort selbst sagt. Danach fragen: „Kannst du wie ein Roboter sprechen? Sag Ba – na – ne.“Sprich wie ein Roboter: Ba – na – ne. Wer errät das Wort?
Anlaut-DetektivIhr Kind hört, wie ein Wort anfängt. Sprechen Sie den Anfang gedehnt: Mmmond. Danach fragen: „Wie fängt dein Lieblingstier an?“Spiel mit einem Erwachsenen: Ich sehe was, das fängt an wie Mama.
Meine ersten BuchstabenHeute lernt Ihr Kind einen Buchstaben mit Bild und Laut. Sagen Sie den Laut, nicht den Namen: mmm, nicht eM. Danach fragen: „Wo hast du diesen Buchstaben schon einmal gesehen?“Mal den Buchstaben groß in die Luft. Dann schreib ihn mit dem Stift auf Papier.
Wörter-SchatzkisteIhr Kind sortiert Dinge in Gruppen: Tiere, Obst, Fahrzeuge. Nennen Sie jedes Ding mit Artikel: der Löwe. Danach fragen: „Warum gehört das Ding in diese Kiste?“Räum mit auf: Was gehört in die Küche, was ins Bad?
Wo ist der Ball?Ihr Kind legt Dinge auf, unter und neben andere. Sprechen Sie danach den ganzen Satz: Der Ball liegt unter dem Tisch. Danach fragen: „Wo liegt dein Kuscheltier gerade? Sag es mit einem ganzen Satz.“Leg den Löffel unter den Teller. Und jetzt neben die Tasse.
Was passiert zuerst?Ihr Kind legt Bilder in eine Reihenfolge. Erzählen Sie danach die Geschichte gemeinsam. Danach fragen: „Was passiert wohl als Nächstes?“Erzähl, was du heute Morgen gemacht hast: zuerst, dann, zuletzt.
Genau hinhörenIhr Kind hört genau hin: Sind zwei Wörter gleich oder anders? Später behält es zwei oder drei Wörter. Sagen Sie nichts vor. Danach fragen: „Welche Wörter hast du dir gemerkt? Wie hast du sie behalten?“Spiel Flüsterpost mit zwei Wörtern: Hut und Ball.

Beim Vorlesen: das Gespräch über ein Bilderbuch

Vorlesen hilft dem Wortschatz am meisten, wenn Ihr Kind dabei viel selbst spricht. Jedes Buch von zu Hause oder aus der Bibliothek passt, auch in Ihrer Sprache.

  1. Halten Sie auf einer Seite an und stellen Sie eine Frage zum Bild.
  2. Greifen Sie die Antwort auf: Wiederholen Sie sie freundlich, auch wenn sie nicht ganz passt.
  3. Geben Sie ein Wort dazu und erklären Sie es kurz.
  4. Lassen Sie Ihr Kind danach selbst erzählen. Sie hören zu.
Zu den Übungen mit Zahlen, Mustern und Raum
ÜbungWelches Buch passtFragen, erklären, erzählen lassen
Wer hat mehr?Ein Bilderbuch mit vielen Tieren auf einer Seite.Fragen Sie: „Wo sind mehr Vögel: im Baum oder auf der Wiese?“ Erklären Sie das Wort „weniger“: Hier sind weniger Vögel als dort. Ihr Kind erzählt, wo es die meisten Tiere sieht.
Auf einen BlickEin Bilderbuch mit Marienkäfern, Blumen oder Steinen zum Anschauen.Fragen Sie: „Wie viele Punkte hat der Käfer? Siehst du es auf einen Blick?“ Erklären Sie das Wort „Paar“: Zwei, die zusammengehören. Ihr Kind zeigt Ihnen auf einer Seite etwas, das es ohne Zählen sieht.
Wie viele sind es?Ein Bilderbuch über einen Einkauf oder ein Picknick.Fragen Sie: „Wie viele Äpfel liegen im Korb?“ Erklären Sie das Wort „übrig“: Das ist noch da, wenn jeder etwas hat. Ihr Kind zählt auf einer Seite etwas und sagt danach, wie viele es sind.
Zahlen-RaketeEin Bilderbuch über Raketen, Sterne oder das Weltall.Fragen Sie: „Was passiert, wenn die Rakete startet?“ Erklären Sie das Wort „rückwärts“: Von hinten nach vorn, zehn, neun, acht. Ihr Kind erzählt die Reise der Rakete mit eigenen Worten.
Zahl, Menge, WortEin Bilderbuch mit Hausnummern, Bussen oder Uhren auf den Bildern.Fragen Sie: „Wo siehst du eine Zahl auf diesem Bild?“ Erklären Sie das Wort „Ziffer“: So schreibt man eine Zahl auf. Ihr Kind erzählt, wohin der Bus mit der Nummer fährt.
Der ZahlenwegEin Bilderbuch über einen langen Weg, etwa eine Reise oder eine Wanderung.Fragen Sie: „Ist das Ziel noch weit weg oder schon nah?“ Erklären Sie das Wort „Ziel“: Dort, wo man ankommen will. Ihr Kind erzählt, was auf dem Weg alles passiert.
Das ZahlenhausEin Bilderbuch, in dem Tiere oder Kinder etwas miteinander teilen.Fragen Sie: „Wie können die zwei die Kekse gerecht teilen?“ Erklären Sie das Wort „gerecht“: Jeder bekommt gleich viel. Ihr Kind erzählt, wer was bekommt und warum.
Muster-KetteEin Bilderbuch mit Mustern, etwa auf Kleidern, Zäunen oder Tieren.Fragen Sie: „Wie geht das Muster auf dem Schal weiter?“ Erklären Sie das Wort „gestreift“: Ein Streifen, dann wieder ein Streifen. Ihr Kind sucht ein Muster auf der Seite und beschreibt es.
Sortier-MeisterEin Bilderbuch über ein Zimmer, das aufgeräumt wird.Fragen Sie: „Was gehört in die Spielkiste und was in den Schrank?“ Erklären Sie das Wort „ordnen“: Was zusammengehört, kommt zusammen. Ihr Kind erzählt, wie es das Zimmer aufräumen würde.
Oben, unten, PfeilwegEin Bilderbuch mit Verstecken, Wegen oder einer Schatzsuche.Fragen Sie: „Wo versteckt sich die Katze: hinter, unter oder neben dem Sofa?“ Erklären Sie das Wort „hinter“: Man sieht es nicht, weil etwas davor ist. Ihr Kind beschreibt den Weg zum Versteck auf der Seite.
Zu den Übungen mit Hören, Reimen und Wörtern
ÜbungWelches Buch passtFragen, erklären, erzählen lassen
Reimt sich das?Ein Bilderbuch mit Reimen oder ein Buch mit Kinderversen.Fragen Sie: „Welche zwei Wörter klingen am Ende gleich?“ Erklären Sie das Wort „Reim“: Zwei Wörter, die am Ende gleich klingen. Ihr Kind sagt einen Vers nach oder erfindet einen eigenen Reim.
Reim-SucheEin Buch mit Kinderversen oder ein Bilderbuch in Reimen.Fragen Sie vor dem letzten Wort einer Zeile: „Was kommt jetzt? Es reimt sich.“ Erklären Sie ein neues Wort aus dem Vers mit einem Bild aus dem Buch. Ihr Kind ergänzt beim zweiten Lesen die Reimwörter selbst.
Silben klatschenEin Bilderbuch mit langen Tiernamen, etwa Krokodil oder Elefant.Fragen Sie: „Wie viele Silben hat Krokodil? Klatschen wir es.“ Erklären Sie ein langes Wort aus dem Buch Silbe für Silbe. Ihr Kind erzählt, welches Tier das längste Wort hat.
Silben-ZauberEin Bilderbuch über Obst, Gemüse oder ein Essen in der Familie.Fragen Sie in Silben: „Wo ist die Ka – rot – te?“ Erklären Sie ein Wort für ein Gemüse, das Ihr Kind noch nicht kennt. Ihr Kind sucht ein Bild und sagt das Wort wie ein Roboter.
Anlaut-DetektivEin Bilderbuch mit vielen Dingen auf einer Seite, etwa ein Wimmelbuch.Fragen Sie: „Ich sehe etwas, das fängt an wie Mmmaus. Was ist es?“ Erklären Sie ein Ding auf dem Bild, das Ihr Kind noch nicht benennen kann. Ihr Kind stellt Ihnen eine Rätselfrage zu einem Bild.
Meine ersten BuchstabenEin Bilderbuch mit Schildern, Buchstaben oder einem Alphabet.Fragen Sie: „Welchen Buchstaben kennst du auf dieser Seite?“ Erklären Sie ein Wort auf einem Schild im Bild und zeigen Sie den ersten Buchstaben. Ihr Kind sucht auf der Seite den ersten Buchstaben seines Namens.
Wörter-SchatzkisteEin Sachbilderbuch über Tiere, den Bauernhof oder die Küche.Fragen Sie: „Welche Tiere leben auf dem Bauernhof?“ Erklären Sie ein Oberwort wie „Werkzeug“ oder „Gemüse“ mit zwei Beispielen. Ihr Kind erzählt, welches Tier es gern hätte und warum.
Wo ist der Ball?Ein Bilderbuch, in dem etwas gesucht wird, etwa ein verlorenes Kuscheltier.Fragen Sie: „Wo liegt der Teddy jetzt?“ Warten Sie auf einen ganzen Satz. Erklären Sie das Wort „zwischen“: In der Mitte von zwei Dingen. Ihr Kind erzählt, wo es selbst schon einmal etwas gesucht hat.
Was passiert zuerst?Ein Bilderbuch mit einer Geschichte, die einen Anfang und ein Ende hat.Halten Sie vor dem Umblättern an und fragen Sie: „Was passiert wohl als Nächstes?“ Erklären Sie ein Gefühlswort aus der Geschichte, etwa „mutig“ oder „enttäuscht“. Beim dritten Lesen erzählt Ihr Kind die Geschichte, und Sie hören zu.
Genau hinhörenEin Bilderbuch mit Geräuschen, etwa über die Stadt, den Wald oder ein Gewitter.Fragen Sie: „Was hörst du hier? Mach das Geräusch nach.“ Erklären Sie ein Geräuschwort wie „rascheln“ oder „brummen“. Ihr Kind erzählt, welche Geräusche es heute schon gehört hat.

Beleg: Dialogisches Vorlesen (Whitehurst und andere 1988); Metaanalyse Mol, Bus, de Jong und Smeets 2008.

Sprachstand vor der Schule in Berlin

Kinder, die im übernächsten Schuljahr schulpflichtig werden, nehmen an einer Sprachstandsfeststellung teil: in der Kita bis zum 31. Mai, ohne Kita bis zum 15. Januar. Wer Förderbedarf hat, bekommt vorschulische Sprachförderung.

Für Kinder ohne Kita heißt das Verfahren Deutsch Plus 4.

Quelle: § 55 Absatz 1 und 2 SchulG, Schulgesetz für das Land Berlin (Wortlaut: schulgesetz-berlin.de, Gesamtansicht; amtlich: gesetze.berlin.de)

Die Lerndokumentation „Kompetenzen zum Übergang in die Grundschule“ bleibt bestehen. Die Kita gibt sie nur mit dem Einverständnis der Eltern an die Grundschule; dafür gibt es eine amtliche Einverständniserklärung und Hinweise zur Übergabe.

Quelle: BeoKiz-Verfahren, Lerndokumentation, berlin.de, Frühkindliche Bildung: Lerndokumentation, Einverständniserklärung, Hinweise zur Übergabe, Elternratgeber „Startklar für die Schule“

Diese Übung ersetzt keine Sprachstandsfeststellung und keine Diagnose.

Sie sagt nichts darüber, ob Ihr Kind bereit für die Schule ist. Sie zeigt nur, was Ihr Kind schon getan hat.

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