Säuren, Basen, Salze
Das lernst du
- Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
- Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
- Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
- Ich berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
- Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
- Ich beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
- Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
- Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
Merksätze
Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
Salzsäure enthält H₃O⁺- und Cl⁻-Ionen. Wasser kann Base und Säure sein.
Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
Teilchen, die beides können (H₂O, HCO₃⁻), heißen Ampholyte.
Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
Indikatoren zeigen H₃O⁺ und OH⁻ an.
pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
In Laugen gilt pOH = −lg c(OH⁻) und pH + pOH = 14 bei 25 Grad Celsius.
H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
Auch Metalle und Metalloxide bilden mit Säuren Salze.
Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
Die Ladungen gleichen sich aus. Die Formel nennt das kleinste Verhältnis.
Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
Die beweglichen Ionen leiten den Strom.
Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Überwiegt die Hydratationsenergie, ist Lösen exotherm.
Selbst abfragen
Tippen dreht um, Wischen blättert.Leertaste dreht um, Pfeiltasten blättern.
So geht es – ein Beispiel je Aufgabenart
Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HCO₃⁻ + H₃O⁺ → H₂CO₃ + H₂O als Base?
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist HCO₃⁻.
Ergebnis: Das Teilchen HCO₃⁻
Welches Teilchen ist die korrespondierende Säure zu CN⁻?
- Die Säure entsteht durch Aufnahme eines Protons.
- Zu CN⁻ wird ein H⁺ addiert, die Ladung steigt um eins.
- Das ist HCN.
Ergebnis: HCN
Wie reagiert die wässrige Lösung von Distickstofftrioxid (N₂O₃) gegenüber Universalindikator?
- Distickstofftrioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis: sauer, Färbung zu Rot hin
Salzsäure mit pH 3 wird im Verhältnis 1 : 100 mit Wasser verdünnt. Welchen pH-Wert hat die Lösung danach?
- Faktor 100 sind 2 Zehnerstufen.
- Jede Stufe erhöht den pH-Wert um 1.
- pH = 3 + 2 = 5
Ergebnis: pH-Wert 5
Weiter lesen und ausprobieren – auf fremden Seiten
- PhET-Simulation (University of Colorado Boulder): Moleküle bauen (CC BY-NC 4.0 – nur verlinkt)
- PhET-Simulation (University of Colorado Boulder): pH-Wert von Säuren und Basen (CC BY-NC 4.0 – nur verlinkt)
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