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Chemie · Jahrgang 10 · Basiswissen

Ester – Duft, Fett und Kunststoff

Das lernst du

  1. Ich beschreibe die Veresterung als Reaktion von Säure und Alkohol.
  2. Ich stelle Estergleichungen auf.
  3. Ich benenne Ester und zerlege sie in ihre Bausteine.
  4. Ich erkläre, warum Ester riechen.
  5. Ich beschreibe Fette als Ester aus Glycerin und Fettsäuren.
  6. Ich erkläre die Wirkung von Seife.
  7. Ich beschreibe, wie aus vielen Bausteinen ein Kunststoff wird.
  8. Ich beurteile natürliche und künstliche Aromastoffe.

Merksätze

Veresterung

Säure + Alkohol → Ester + Wasser.

Es wird Wasser abgespalten, deshalb ist es eine Kondensationsreaktion.

Umkehrbar

Die Veresterung läuft in beide Richtungen.

Mit viel Wasser wird der Ester wieder gespalten – das nennt man Hydrolyse.

Estername

Erst die Säure, dann der Alkohol mit der Endung -ester: Essigsäureethylester kommt aus Essigsäure und Ethanol.

Duftstoffe

Viele Ester sind flüchtig und riechen nach Obst – Ananas, Banane, Apfel.

Der Stoff im Aroma ist derselbe wie in der Frucht.

Fette

Fett ist ein dreifacher Ester: Glycerin mit drei OH-Gruppen und drei Fettsäuren.

Deshalb heißt es Triglycerid.

Seife

Seife hat einen wasserliebenden Kopf und einen fettliebenden Schwanz.

So packt sie Fetttropfen ein und macht sie wasserlöslich.

Makromoleküle

Wenn Bausteine mit zwei funktionellen Gruppen sich immer wieder verbinden, entsteht eine lange Kette – ein Kunststoff wie PET.

Aromastoffe beurteilen

Gleiches Molekül, gleiche Wirkung – ob aus der Frucht oder aus dem Labor.

Für ein Urteil zählen Stoff, Menge und Nutzen, nicht die Herkunft.

Selbst abfragen

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Ester – Duft, Fett und KunststoffVeresterungWas weißt du dazu? Erst selbst sagen, dann umdrehen.

Tippen dreht um, Wischen blättert.Leertaste dreht um, Pfeiltasten blättern.

So geht es – ein Beispiel je Aufgabenart

Veresterung

Essigsäure und Ethanol reagieren miteinander. Welches Produkt entsteht, und was entsteht außerdem?

  1. Die OH-Gruppe des Alkohols trifft die COOH-Gruppe der Säure.
  2. Es wird Wasser abgespalten – deshalb heißt es Kondensationsreaktion.
  3. Säure + Alkohol → Ester + Wasser
  4. Es entsteht Essigsäureethylester – Geruch: Klebstoff, Nagellackentferner.

Ergebnis: Essigsäureethylester + Wasser

Die Veresterung

Buttersäure reagiert mit Butanol. Wie heißt der Ester, und was entsteht außerdem?

  1. Säure + Alkohol → Ester + Wasser.
  2. Name: Säure, dann der Rest des Alkohols: Buttersäurebutylester.
  3. Dazu Wasser.

Ergebnis: Buttersäurebutylester und Wasser

Ester zurückbenennen

Aus welcher Säure und welchem Alkohol ist Essigsäuremethylester entstanden?

  1. Der Name eines Esters ist zweiteilig: erst die Säure, dann der Alkohol.
  2. Vorderer Teil → Essigsäure
  3. Hinterer Teil (auf -yl) → Methanol

Ergebnis: Essigsäure + Methanol

Warum Ester riechen

Entscheide: Welcher Ester verdunstet leichter – einer mit 5 oder einer mit 10 Kohlenstoffatomen?

  1. Kleine Moleküle ziehen sich weniger an.
  2. Sie verdunsten leichter.
  3. Also der mit 5 Kohlenstoffatomen.

Ergebnis: Der mit 5 Kohlenstoffatomen

Typische Fehler – so sieht es falsch aus, so richtig

Wasser bei der Veresterung vergessen
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅
CH₃COOH + C₂H₅OH → CH₃COOC₂H₅ + H₂O
(das abgespaltene Wasser gehört in die Gleichung)

Säure + Alkohol → Ester + Wasser. Ohne das Wasser stimmt die Atombilanz nicht.

Carboxylgruppe mit Hydroxylgruppe verwechselt
Ethanol C₂H₅OH reagiert sauer, weil es ein OH enthält
sauer = Carboxylgruppe –COOH
CH₃COOH → H⁺ + CH₃COO⁻ (sauer), C₂H₅OH gibt kein H⁺ ab

–OH ist ein Alkohol, –COOH eine Säure. Der Unterschied ist ein Kohlenstoff mit Doppelbindung zum Sauerstoff.

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